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Auch das letzte „Große-Preis"-Rennen der Renn- zeit 1936 gestaltete sich zu einem großen Erfolg für die deutsche Automobil-Industrie. Die Auto-Union, die diesmal allein die deutschen Interessen vertrat, feierte durch ihren jungen Meisterfahrer Bernd Rosemeyer einen neuen großen Sieg. 75000 Zuschauer waren auf der bekannten Monza-Rennstrecke bei Mailand Zeuge, wie Bernd Rosemeyer Italiens Meisterfahrer Tazio Nuvolari (Alfa Romeo) in einem großartigen Rennen einwandfrei besiegte. Nach einer Fahrzeit von 3:43,25 Stunden (135,352 km/st) erreichte Rosemeyer mit zwei Minuten Vorsprung das Ziel vor Tazio Nuvolari, der 3:45:30,6 Std. (134,096 km/st) für die 503 Kilometer lange Strecke benötigte. Dritter wurde wieder ein Auto-Unionfahrer, und zwar Ernst von Delius, der zwar zwei Runden gegen die beiden Ersten eingebüßt hatte, aber ebenfalls ein ganz großes Rennen fuhr. Er verwies den Alfa-Romeo- Fahrer Rens Dreyfus sicher auf den vierten Platz.
80 Runden waren von den 12 gestarteten Wagen zurückzulegen, aber nur sieben schafften es, wenigstens bis zu dem Augenblick, in dem der Sieger abgewinkt wurde, im Rennen zu bleiben. Der Kampf war außerordentlich hart und schwer. Die fünf Schikanen, die in die Strecke eingebaut waren, forderten von Maschinen und Fahrern fast Unmögliches. Von 250 km/st Spitzengeschwindigkeit mußte immer wieder bis auf 60 km/st bei den Schikanen abgebremst werden, dadurch wurden natürlich Menschen und Material bis zum Letzten angestrengt. Fünf Fahrer, darunter die Auto-Union-Fahrer Hans Stuck, Achille Varzi und Hasse, der Varzis Wagen übernommen hatte, mußten die Waffen strecken. Hans Stuck lag bis zur 16. Runde in der Spitzengruppe, als er die schwerste her fünf Schikanen streifte und sich mit seinem Wagen zweimal über
schlug. Wie durch ein Wunder kam Stuck nur mit leichteren Verletzungen davon. Varzi nahm ebenfalls eine Schikane mit, und Hasse bekam schließlich Schwierigkeiten an feiner Maschine.
An der Spitze fuhren Bernd Rosemeyer und Tazio Nuvolari ein phantastisches Rennen. Rosemeyer holte allmählich gegen Nuvolari einen Vorsprung von über zwei Minuten heraus, es gelang ihm aber nicht, den Italiener zu überrunden, dafür war die Fahrkunst seines Rivalen zu groß.
Da das Wetter sehr heiß war, wurden auch an die Reifen höchste Anforderungen gestellt.
Mit dem italienischen „Grand Prix“ wurde die Rennzeit 1936 offiziell beendet. Bernd Rosemeyer sorgte dafür, daß auch diese Saison mit einem deutschen Siege abgeschlossen wurde. Beim Masaryk- Rennen in der Tschechoslowakei, das im Vorjahre die Rennzeit beendete, kam Bernd Rosemeyer zu seinem ersten Sieg als Auto-Rennfahrer. 1936 gewann er dann sechs Rennen, davon drei „Grand- Prix"-Rennen. Damit hat sich der junge Rennfahrer an die erste Stelle der europäischen Klassefahrer gesetzt.
Großer Brand im Vogelsberg
* Nieder-Moos (Kreis Lauterbach), 14. Sept. Am gestrigen Sonntagvormittag brach hier in dem Grundstück des Landwirts Paul Heizenröder Feuer aus, dem die Stallungen und die Scheune sowie ein Teil des Wohnhauses zum Opfer fielen. Die Flammen griffen auch auf das benachbarte Grundstück der Gebrüder M ö l - l e r über, die eine Schreinerei betreiben.
Obwohl die Feuerwehren eifrig tätig waren, vernichteten die Flammen in dem Grundstück des Landwirts Heizenröder mehrere hundert Zent
ner Stroh und Heu, ferner eine Menge Frucht, eine Anzahl landwirtschaftlicher Maschinen und einen Teil der landwirtschaftlichen Geräte. In dem Grundstück der Gebrüder M ö Her wurden gleichfalls Heu- und Strohvorrätevernich- t e t, sowie eine Menge Werkh 0 lz, das in der Schreinerei Verwendung finden sollte. Die Brandursache ist noch unbekannt. Die polizeilichen Ermittlungen sind noch im Gange.
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am Sonntag feinen fünften Sieg erspurtete, belegte in der Einzelwertung den ersten Platz vor seinen Landsleuten Overbeck, Hupfeld und Ruland. Damit haben die deutschen Fahrer ihre voraufgegangenen beiden Erfolge wiederholt und sogar noch eindrucksvoller gestaltet.
Sportamt „Kraft durch Freude".
Am Montag folgender Kursus:
Fröhliche Gymnastik und Spiele, Frauen: Von 20.30 bis 21.45 Uhr, Lollar, Kantine der Fa. Buderus.
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mit Carola Höhn, Grete Weiser, Tony van Eyck, Paul Klinger, Kurt Vespermann, Hans Leibelt, E. Fiedler, Josefine Dora, Annemarie Steinsieck
Musik: Werner Boehmann. Spielleitung: Carl Boese. Eine fröhliche, lebenswahre Darstellung von Junggesellen-Uebcrmut, möblierten Zimmern und kleinen Mädchen, die trotzdem Ehemänner* aus den „Männern vor
Neue kdF.-§porlkurset
Allgemeine Körperschule, Frauen und Männer: Mittwoch von 20.30 bis 21.45 Uhr, Lyzeum, Dammstr. 26. Vorherige Anmeldung nicht erforderlich.
Kindergymnastik: Dienstag von 14—17 Uhr, Frankfurter Straße 60, Gartenhaus. Vorherige Anmeldung nicht erforderlich. Alle Kinder im Alter von 4—10 Jahren können daran teilnehmen.
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Wendung auf die Wandlung der Naturgaben zu Gütern und weitet damit den Blick für die großen Zusammenhänge innerhalb der von lebendigen Lebenskräften durchströmten Stoffwelt.
, — Georg Basel: Flammen in der Wüste. Erlebnisse eines deutschen Flugpioniers in Jnnerasien mit 21 Aufnahmen und einer Karte. Broschiert 3.20 Mark, Ganzleinen 4 Mark. Verlag Ullstein. — (204) — Ein kleiner Trupp zieht durch die Wüste. Gobi. Zwei Männer nur, dazu ein schwarzer Tibetanerhund. Es gilt eine Strecke von fast fünftausend Kilometern, die von Shanghai bis zur Sowjetgrenze ganz China überquert, durch die Anlage von Flugplätzen zu überbrücken. Wo seit Jahrtausenden die Karawanen schwanken mit dem bronzenen Geläut ihren Leitkamele, sollen jetzt Mo- tore in den Lüften fingen. Der Führer des kleinen Vortupps im Dienste der Zivilisation ist ein Deutscher, Georg Basel. Den Auftrag zu diesem kühnen Unternehmen erhielt er 1932 von der deutsch-chinesischen Flugverkehrs-Gesellschaft Eurasia. Bis zum Sommer 1933 arbeitete er in der Provinz Kansu in der inneren Mongolei und zog dann nach Sinkiang zu einer Zeit, als gerade die Kämpfe zwischen den aufständischen Mohammedanern unter der Führung des Generals Ma und der chinesischen Regierung der Provinz auf ihrem Höhepunkt waren. Bafel sah diese Kämpfe aus nächster Nähe und wurde in den Strudel unmittelbar hineingezogen, als die Sowjets in Sinkiang ihren Einfluß mit Gewalt durchsetzten. Dabei fiel er unter falscher Beschuldigung in die Hände der GPU. und mußte monatelang furchtbare Qualen ausstehen. Diese Schilderung, halb persönlicher Erlebnisbericht, halb Darstellung der politischen Wirren Jnnerasiens, ist mit größter Spannung durchgeführt.
— Generalleutnant a. D. Marx, „Artillerie im Kampf". Verlag Ludwig Doggenreiter in Potsdam. — (140) — Dieses Buch eines der besten Kenner artilleristischer Fragen will auch dem Nichtartilleristen einen kurzen Uebevblick über die Artillerie von heute geben und dem jungen Batterieführer einige Erfahrungen aus Kriegs- und Friedenszeiten übermitteln. Ausgegangen ist von der Richtlehre, auf die die Schießlehre systematisch aufgebaut wurde. Dann folgt ein Abschnitt über die Kriegsgliederung der Artillerie und weitere Kapitel über ihre Gesechtsoerwendung. Alles ist knapp und mit äußerster Klarheit behandelt, eine Fülle von Beispielen mit anschaulichen Skizzen machen das Buch zu einem äußerst brauchbaren Hilfsmittel für den jungen Soldaten.
Heuer Sieg von Bernd Rosemeyer.
Oer junge Auto-ilnion-Fahrer gewinnt den „Großen preis von Italien"
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— George C. Marshall, „Infanterie i m Kampf. Zweiter Teil. Ludwig Voggenreiter, Verlag, Potsdam. — (69) — Dieses Büchlein aus der amerikanischen Jnfanterieschule, das Colonel Marshall zusammengestellt hat, will Krisgserfah- rung gegen Friedensirrtümer stellen. An einer Reihe, durch klare Geländeskizzen veranschaulichter Beispiele wird dies erläutert. Die Kunst der Truppenführung auch für die untersten Verbände nutzbar zu machen, ist der Zweck des Büchleins.
— Untersuchungen über das Sprengkultur-Verfahren. 1. Folge. Von Diplom- Landwirt K. W. W e i ß. Heft 66 der RKTL.-Schriften. 1936. Beuth-Verlag G. m. b. H., Berlin SW 19.— (232) — Die Ergebnisse der Untersuchungen zeigen, daß u. a. die Versuche zur Entwässerung von Feldflächen durch Sprengung undurchlässiger Lehm- und Tonschichten, durch Sprengung von Dertikaldränagen zur Beseitigung stehender Gewässer neben einer Reihe anderer Versuche durchaus erfolgreich waren, und daß die Kosten für die Sprengarbeit meist schon durch den Ernteertrag ein Jahr nach der Sprengung getilgt werden, ja, daß sich sogar in dieser Zeit bereits eine über diese hinausgehende Einnahme ergab.
— Dr. phil. O. Lange: Chemie, Leben, Technik, wie alles sich zum Ganzen webt. In Halbleder gebunden. Volksverband der Bücherfreunde, Wegweiser-Verlag G. m. b. H., Berlin-Charlottenburg 2. — (255) — Noch niemals trat die Bedeutung der chemisch-technischen Erfindungen und Entdeckungen der letzten Jahrzehnte so in das unmittelbare Bewußtsein des Menschen wie heute. Tagespresse, Funk und Film berichten vom Ringen um die Rohstoffe, als die schlechthin unentbehrlichen- Grundelemente des heutigen Daseins. Kohlen, Erdöl, Treibmittel für Motoren, Futter für das Nutztier, Dünger für Felder, Sprengstoffe, Stahl, Spinnfasern, Salze sind die Stoffe, die alle brauchen, um leben zu können. Diese Vielfalt zu entwirren, Ordnung und Ueberschau zu ermöglichen, die auch dem nichtfachmännisch vorgebildeten Leser ein Verständnis erlauben, ist Sinn dieses Buches. Das Buch zeigt die Höhe unseres chemischen Wissens in seiner An-
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