Tagung der Gießener Bienenzüchter.
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V.A. Jeder alte Soldat kennt Sie „eiserne Ra- Aus dem Gebiete bet: ©et : ift noj ein 6urd)
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Pfeffer oder sogar Paprika aufwies, aber doch mit fröhlichem Lachen quittiert wurde. Diese frohge- ftimmte Unterhaltung bildete abschnittsweise als Verbindungsglied zwischen den verschiedenen Erscheinungen im Modewechsel des letzten Jahrhunderts, bei denen von der Zeit der Krinoline und des Cul de Paris — alles nur als Anhaltspunkt verzeichnet — über die Mode zur Zeit der Lindenwirtin, den Humpelrock und die fürchterlichen Ausgeburten einer wilden Modephantasie in den Jahren vor der Machtübernahme bis in unsere Tage hinein Geschmackvolles und Kitschiges mancherlei Art auf dem Gebiete der Kleider, Hüte, Sonnen- schirme, Sportbekleidung usw. zu sehen war. Auch hierbei gab es für die Besucher, noch mehr aber für die Besucherinnen viel Amüsantes und Unterhaltsames, das gespannteste Aufmerksamkeit und angeregtes Flüstern und Tuscheln im Meinungsaustausch auslöste. Die Kapelle Einbrodt begleitete die Darbietungen mit stimmungsvoller Musik, so daß man am Schlüsse der unterhaltsamen zwei Stunden feststellen konnte, daß der Besuch nicht zu bereuen war. Die Dankbarkeit für die Darbietungen kamen in lebhaftem Beifall zum Ausdruck.
ungünstigste Winter überstanden werden. Vor dem Einfüttern hat sich der Imker von der Weisel- richtigkeit und einem geordneten Wabenbau der
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Omnibusfahrt in den Taunus.
Am Sonntag, 20. September, findet eine Omnibusfahrt in den Taunus statt. Die Fahrt geht ab Gießen über Weilmünster, Rod, Idstein (in Idstein findet eine Besichtigung statt), Wiesbaden (in Wies- baden Besichtigung der Stadt, Kochbrunnen, Kurhaus, Kurkonzert, Neroberg), Eppstein, Oberursel, Bad Homburg, Gießen. _ ,
Der Fahrpreis beträgt 4,40 Mark pro Teilnehmer. Die Abfahrt erfolgt in Gießen um 8 Uhr.
Anmeldungen zu dieser Fahrt nimmt die Kreis- dienststelle, Schanzenstraße 18, entgegen.
Kraftfahrzeughalter, Achtung!
tion", welche als letzte Nahrungsreserve nur in be- onderen Notzeiten auf Befehl der Führung angebrochen werden durfte. Wir wissen, wie eine mangelhafte volkswirtschaftliche Vorbereitung aus die Ernstzeit des Krieges das deutsche Volk un Weltkriege gezwungen hatte, seine Verpflegung sehr zu rationieren und die Anteile der einzelnen Familien, insbesondere in den Jahren 1917/18, scharf herabzusetzen. Die normale Portion je Kopf der Bevölkerung an Brot, Backware und Mehl beträgt zur Zeit 130 kg pro Jahr. Im Kriege mußten diese Anteile auf 62 kg, also unter die Hälfte herabge- etzt werden. An Fleisch und Wurst beträgt die normale Portion im Frieden etwa 54 kg, un Kriege war sie auf 26 kg gesunken. Von Fetten und Deien einschließlich Butter kommen normalerweise auf die Einzelperson jährlich 20 kg, un Kriege waren es nur 3,2 kg, also eine wesentlich geringere Menge. An Kartoffeln umfaßt die derzeitige Kopfration je Jahr 175 kg, im Kriege waren es nur 137 kg. Beim Zucker sind die heutigen Zahlen 23 kg gegen 9,5 kg während des Krieges, was bei dem hohen Nährwert des Zuckers besonders empfindlich war. An Eiern kommen jetzt je Person 110 Stück in Betracht. Im Kriege konnte von diesen für die Ernährung sehr wichtigen Eiweißträgern nur ein kleiner Bruchteil, nämlich 26 Stück pro Kopf, zugeteilt werden.
Man sieht, wie wichtig es ist, daß ein Volk für den Fall ernsthafter Verwicklungen seine Er- nährungswirlschaft in Ordnnug hat. Ohne ausreichende Ernährung muß früher oder später die Widerstandskraft eines Volkes erlahmen.
Dies wußten im Weltkrieg unsere damaligen Gegner recht gut: darum haben sie uns die Auhenzu- fuhr abgeschnitten und die Erzwingung des Versailler Diktates durch Fortsetzung der menschenvernichtenden Blockade nach dem Waffenstillstand mit ethisch minderwertigen Mitteln durchgesetzt. Deshalb war es notwendig, sofort nach der Machtübernahme zur Sicherung der deutschen Ernährung aus eigener Scholle nach Möglichkeit uns von äußeren Zufuhren, von fremder Blockade, von fremden Zwangs- und Drohmitteln unabhängig zu machen.
In planvoller Wirtschaft ist es dem Reichsnährstand durch die Marktordnung und die immer von neuem planvoll geführte Erzeugungsschlacht gelungen, den normalen Bedarf für die deutsche Bevölkerung in den meisten wichtigen Nahrungsmitteln voll oder fast in voller höhe zu decken.
Die öeutfthe Arbeitsfront EV: - ■
TV n.9.=Gemeinf(haft „Kraft durch freute
ment besonderer Art für alle Arten von Fahrzeugen, zumal die Straße dort ein sehr starkes Gefälle hat. Der eine Uebergang am Lückebach zum Kalkbergwerk der Gewerkschaft Gießener Braunsteinbergwerke schneidet die Straße im Tal, der andere, weit gefährlichere Uebergang zum Eisensteinbergwerk schneidet die Straße direkt am Waldeingang, so daß er für die Fahrzeuge, die von Gießen kommen, kaum zu sehen ist. Nun hat die Straßenbauverwaltung in den letzten Tagen neue, weithin sichtbare Warnungstafeln oufftellen lassen. Schon auf eine Entfernung von 400 Metern vor den Bahnübergängen sind die ersten Tafeln aufgestellt worden, denen in kurzer Entfernung vor den Uebergängen zwei weitere Tafeln folgen.
Kreis Alsfeld.
—Homberg, 12. Sept. Gegenwärtig ist man am hiesigen Bahnhof mit dem Einladen von Zwei cheu beschäftigt. Da für den Zentner
Die Orts fach gruppe Gießen in der Reichsfachgruppe Imker des Reichsverbandes Deutscher Kleintierzüchter hielt gestern im „Hopfeld" seine diesjährige Herb st Versammlung ab, die sich eines sehr guten Besuches erfreute. Nach herzlichen Begrüßungsworten richtete der Orts- gruppenobmann Gotth. Bodenbender (Gießen) einen Appell an die Jmkerkameraden, trotz der recht knappen Honigernte, den Mut und das Interesse nicht erlahmen zu lassen, sondern sich mit den über 300 000 Bienenzüchtern im Vaterlande bewußt zu bleiben, daß es gelte, ideelle Werte zu pflögen und Millionenwerte schaffen zu helfen durch die Befruchtung der Obstgehölze und Samenpflanzen mit Hilfe unserer Immen.
Der Redner befaßte sich sodann mit dem Einwin- tem der Bienenvölker. Dazu führte er u. a. folgendes aus: Mit Beginn des Monats August geht das Bienenjahr zu Ende. Pflicht des Bienenvaters ist, dafür Sorge zu tragen, daß die Stöcke volksstark und reichlich mit Winternahrung versehen in die Winterruhe treten. Bereits im August muß durch Verabreichung von Reizfutter in abendlichen, kleinen Mengen für starken Brutansatz gesorgt werden, damit ein guter Stamm junger Bienen für die erste Frühjahrsarbeit vorhanden ist. Bis in die zweite Hälfte des September ist das eigentliche Auffüttern durchzuführen, das entgegen früheren Anschauungen in Gaben von etwa 2 Liter je Tag zu verabreichen ist, damit die richtige Verarbeitung Und notwendige Derdeckelung noch erfolgen kann. Neuerdings wird das Mischungsverhältnis von Zucker zu Wasser wie 2 zu 1 empfohlen als Ergebnis von Ermittelungen mit den eingeführten Waagestöcken. Wichtig ist, daß genügende Mengen Winterfutter verabreicht werden, da hiervon das Gedeihen und die Entwicklung für die Frühtracht abhängig sind. Mit durchschnittlich fünfzehn Pfund bestem, ungebläutem Kristallzucker dürfte auch der
93. Geburtstag.
= Albach, 14. Sept. Am heutigen Montag feiert unser ältester Mitbürger Ludwig Balser U seinen 9 3. Geburtstag. Seine Ehefrau, mit Der er 53 Jahre zusammen leben konnte, Maria geb. Dippel, ist im Jahre 1920 gestorben. Der alte Herr, dessen Gesundheitszustand wechselnd ist, lebt im Hause seiner Tochter Marie, Ehefrau des Landwirtes Karl Philipp Brück. 10 Kinder, 4 Jungen und 6 Mädchen, hatten die Eheleute, 6 Kinder sind schon gestorben. Die ganze Gemeinde Albach wünscht ihrem ältesten Bürger Glück und noch einen weiteren guten Lebensabend.
CanMreis Gießen.
«D Großen-Linden, 13. Sept. Die beföen ungeschützten K l einbahnübergänge vor dem Wald nach Klein-Linden zu, nahe der Waldschenke, bildeten schon immer ein Gefahrenmo-
Universitätsklinik.
** Konfirmandenanmeldung de Luthergemeinde. Man schreibt uns: Die diesjährigen Konfirmanden mögen sich von Diens- . tag, 15. 9., bis Donnerstag, 17. 9., in der Zeit von 4—6 Uhr nachmittags im Pfarrhaus, Ludwigsplatz Nr 2, anmelden. Auch diejenigen Konfirmanden, die ihren Schein schon ausgefüllt und abgegeben haben, sind gehalten, sich noch einmal persönlich, möglichst in Begleitung von Vater, Mutter oder Paten anzumelden. Der Konfirmandeneinführungs- gottesdienst wird am Sonntag, 20. 9., um 6 Uhr nachm., von Pfarrer Anthes gehalten. (Siehe
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Drei Verkehrsunfälle.
Am Samstagnachmittag wurde bei Großen- Linden ein Ehepaar aus Offenbach a. M., das dort auf dem Motorrad in Richtung Gießen fuhr, von einem entgegenkommenden Personenauto gestreift so daß die Motorradler stürzten. Dabei erlitt eine Frau einen Armbruch und Kopfverletzungen, die ihre Ueberführung nach Gießen in die Klinik erforderlich machten. Der Ehemann kam mit einigen Hautabschürfungen davon.
3n Lollar ereignete sich am Samstag gegen abend ein weiterer Derkehrsunfall, der leider für einen jungen Mann verhängnisvolle Folgen hatte. Dort wollte ein junger Motorradler aus Gießen in der unübersichtlichen Kurve ein vor ihm fahrendes Lastauto mit Langholz überholen, er bemerkte aber nicht, daß im gleichen Augenblick ein Lastauto aus bet entgegengesetzten Richtung beim Ueberholen in feine Fahrstrecke gekommen war, außerdem nod) ein Auto an der fraglichen Stelle stand und die Passage noch mehr einengte. Im letzten Augenblick versuchte der Motorradler seine Maschine zur Seite zu rechen, es gelang ihm aber nicht mehr, so daß er stürzte und dabei schwere äußere unb innere Verletzungen davontrug. Der Bedauernswerte wurde sofort nach der Chirurg. Klinik verbracht, wo eine Operation alsbald erforderlich war. Sein Befinden ist heute früh den Umständen entsprechend gut. Das Motorrad wurde stark beschädigt. .
Am Samstagabend wurde in Grohen - Bu - seckdie Frau Anna Luise H e r b e r von einem Motorradler umgefahren, wobei die Frau so unglücklich stürzte, daß sie einen Schlüsselbeinbruch erlitt.
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** Neue Kreisfachschaftswalter. Als Kreisfachschaftswalter der Fachschaft Aerzte, Zahn- ■ ärzte, Tierärzte und Schwestern wurden eingesetzt im Kreise Wetterau (Gießen): Fachschaft Krankenpfleger: Dg. Fritz Weber, Krankenpfleger, Umver.- und Nervenklinik Gießen; Fachschaft Desinfektoren: Vg. Wilhelm Dem, Desinfektor in der Chirurgischen
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Reichskammer der blldenden Künste, Landesleitung Hessen-Nassau, Frankfurt a. M. Moselstraße 62, erhältlich. Die Anmeldung muß umgehend erfolgen. Das Gesetz sieht für alle, die der Anmeldung nicht Folge leisten bzw. keine Mitglieder der Reichskammer der bildenden Künste sind, Berufsverbot vor.
* Zur Beachtung vor Fahrten zu den Kriegergräbern. Zur Vermeidung von Verzögerungen des Reiseantritts weist der Vo^sbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge darauf hin, daß bet Stellung der Anträge auf Fahrpreisermäßigung und Devisenzuteilung der Verwandtschaftsgrad zu dem Gefallenen und die Lage des Grabes nachge- wiefen werden müssen. Da in sehr vielen Fallen
den Angehörigen die derzeitige genaue Grablage nicht bekannt ist, empfiehlt es sich, rechtzeitig vor Festlegung der Reise sich beim Volksbund Deutscher Kriegsgräberfürsorge über die Lage des Grabes zu vergewissern. Soweit Nachforschungen nötig sind, erfordern sie längere Zeit. Der Dolksbund nimmt Veranlassung, zu wiederholen, daß er die für die Fahrt zu einer Kriegsgräberstätte notwendigen Auskünfte gern kostenlos erteilt. Anfragen sind unter Anführung aller bereits bekannten Angaben über den Gefallenen bei der Ortsgruppe des Dolks- bundes oder an die Bundesgeschäftsstelle Berlin W15, Kur fürstend arnm 165, einzureichen. •
Durch die verstärkte Erstellung von Kühlhäusern für Eier, durch die Vermehrung des Lagerraums für Getreide und Wehl, durch die Erhöhung der Zahl der Kühlhäuser für Gefrier- fleisch, durch stärkere Einlagerung von Fleisch- und Obstkonserven und ähnliche Maßnahmen wird dafür gesorgt werden, daß wir den laufenden Normalbedarf schließlich zu jeder Jahreszeit für die deutsche Volksernährung gedeckt haben: darüber hinaus wird für schlechtere Erntejahre, ferner zum Ausgleich für -jnen Kriegsfall und für ähnliche Ereignisse in "allen wichtigen Nahrungsmitteln eine große Reserve greifbar sein. Sie wird uns davor schützen, eines Tages wieder einmal ausgehungert zu werden.
Wir haben aus der bitteren Vergangenheit gelernt unb sind zur Zeit in der Lage, 7 Millionen Tonnen Getreide einlagern zu können. Wir haben über 7700 Lagerräume in Getreidelagerhäusern und beinahe 4600 Lagerräume in Mühlen. Das Fassungsvermögen dieser Lagerräume ist in den letzten Jahren um etwa 60 v. H. erhöht worden. Auch die systematische Förderung der deutschen Fischwirtschaft, die uns pro Kopf der Bevölkerung im Jahre 1934 mit 11 Kilogramm Fischnahrung versah (im gleichen Jahre war der Fleischverbrauch je Kops etwa 53 Kilogramm) bildet einen wesentlichen Bestandteil zur Sicherung der deutschen Ernährung. Die Steigerung des Fischverbrauchs und aller konservierten Fischnahrung Dient auch Der Verbrauchs- lenfung und dem Ausgleich, wenn andere Nahrungsmittel in bestimmten Zeiten nicht genügend vorhanden sein sollten.
heutige Anzeige.)
** Wichtig für Kun st Händler u s w. Die Reichskammer der bildenden Künste, Lanbesleitung Hessen-Nassau, fordert hiermit nochmals sämtliche Kunst- und Antiquitätenhändler, Kunstblattverleger und Kunstblatthändler, sowie Händler mit Reiseandenken und alle Personen, die sich sonst noch mit der Verbreitung und Vermittlung von Kulturgut gewerbsmäßig im Gau Hessen-Nassau befassen, auf, ihre Anmeldung zur Reichskammer Der bildenden Künste umgehend zu vollziehen. Hierunter fallen auch Buchcmtiquariate und Münzenhändler. Ferner ist es unerheblich, ob die betreffende Person a's freier Händler, als Vermittler, als Kommissionär ober als Kunstoersteigerer Kulturgut verbreitet. Die Anmeldeformulare sind auf Der Geschäftsstelle Der
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Einfuhr zu betfenber Fehlbedarf von etwa 17 v. H. vorhanden, der aber durch Einführung besserer Legehühner in Deutschland nach und nach ausgeglichen werden kann. Zur Zeit ist das Durchschnittserträgnis eines Legehuhnes etwa 80—100 Eier jährlich. Auf der letzten Geflügelausstellung in Hamburg sind aber Legehühnerrassen vorgeführt worden, Die jährlich durchschnittlich 200 Eierlegen. Es wird also möglich sein, auch die Eigenversorgung mit Eiern herbeizuführen. Etwas schwieriger ist es zur Zeit mit den Fetten und Deien, bei denen der Fehlbedarf beinahe die Hälfte des normalen Bedarfs umfaßt. Hier wird Verbrauchslenkung, aber auch wesentliche Förderung des Anbaues von ölhaltigen Pflanzen, Verbesserung unserer Wiesenerträgnisse und Vermehrung unserer Siloräume zur Herstellung von Winterfutter für die Stallnahrung der Kühe allmählich diese Lücken schließen.
5,50 Mark gezahlt werden, so haben viele Leute dadurch eine willkommene Einnahme. Auch wurden in diesen Tagen einige Eisenbahnwagen mit Flachs zur weiteren Verarbeitung verschickt.
Kreis Lauterbach.
Lauterbach, 12. Sept. In der jüngsten Ratsherren-Sitzung würde u. a. ein N a ch- trag zur Wertzuwachs st euer beschlossen. Die Erweiterung des städtischen Friedhofs ist zu einer Notwendigkeit geworden. Der Stadt ist jm. Wege der Zuteilung bei der Feldbereinigung das hinter dem Friedhof liegende Gelände zugesagt worden. Mit der Erweiterung des Friedhofs wird ofort nach Der Aberntung Der FelDer begonnen. Um. für Die Folge Dem inneren Stadtbild ein mehr einheitliches Aussehen zu verschaffen, wurde auf Vorschlag des Bürgermeisters das be- tehende Ortsbaustatut abgeändert. Diese Abänderung sieht u. a. vor, daß bei Der Erneuerung Der Hausfronten, bei Neuanstrichen usw. vorher die Genehmigung der Baubehörde einzuholen ist, damit der örtlichen Bauweise mehr Rechnung getragen werden kann als bisher.
Preußen.
Weiter zunehmende Verfrachtungen auf der Lahn.
Die monatlichen Bekanntgaben der Verfrachtungen auf der kanalisierten Lahn lassen in diesem Jahre eine stetige Aufwärtsbewegung der Frachten erkennen. Der August bringt einen neuen Höchststand, unb zwar mürben nach der Statistik des Staatlichen Wasserbauamtes Diez insgesamt 17 763 Tonnen Fracht befördert. Von etwa rund 2000 Kleinfahrzeu- gen, in Der Hauptsache Paddelbooten, wurden tm August Die Lahnschleusen passiert. Diese Zahl läßt erkennen, daß nicht nur die Handelsschiffahrt auf der Lahn ständig steigt, sondern daß der Fluß auch immer mehr von Wasserwanderern aufgesucht wird. Wer hat die betrügerische Zigeunerin gesehen?
LPD. F r a n k f u r t a. M., 12. Sept. Die Zigeunerin, die vor kurzem einen deutschen Volksgenossen um den Betrag von 2000 RM. betrogen hatte, indem sie ihm einen Gewinn in einer Kirchenbaulotterie in Höhe von 150 000 RM. mit Hilfe des 6. und 7. Buch Moses' versprach, konnte in- zwischen in der Person der am 25.10.1909 zu Kassel geborenen Jettchen Mettbach ermittelt werden. Die Mettbach, Die sich als Frau Blum ausgibt, soll sich im V o g e l s d e r g, Spessart oder Odenwald auf- halten. Sie reist mit ihrer Mutter, Die gelähmt fein soll. Ihr fehlt an Der linken Hand Der Mittelfinger. Die Betrügerin ist 1,58 Meter aroh, schlank, hat schwarze Haare, längliche Gesichtssorm, eingebogene Nase und vollständige Zähne. Bei Antreffen Dieser Person ist sofort Der nächste Polizeibeamte zu benachrichtigen.
Wegen Uassenschande verurteilt.
LPD. Frankfurt a. M., 12. Sept. Die Große Strafkammer verurteilte Den nichtarischen 33jähri- gen JosefJsenberg wegen Rasfenschand e zu anderthalb Jahren Zuchthaus. Der Angeklagte unterhielt seit Frühjahr 1935 ein Verhältnis mit einer arischen Zeugin, Das er auch nach Erlaß Der Nürnberger Gesetze fortsetzte.
Ein Bein von der Dreschmaschine abgerissen.
Lpd. Hartenrod (Kreis Biedenkopf), 13. Sept. Bei Arbeiten an der Dreschmaschine geriet Der 16- jährige O. Bender aus DbernDorf in Die trommel der Maschine. Ein Bein rourDe ihm bis zum Knie abgerissen. Der Schwerverletzte mußte sofort einem Krankenhaus zugeführt werden.
Der Eigentümer eines Kraftfahrzeugs muß der Zulassungsstelle Anzeige erstatten, wenn er feine Wohnung wechselt, das Fahrzeug veräußert, es umbaut oder außer Betrieb setzt. Zieht er mit Dem Fahrzeug in Den Bezirk einer anderen Zulassungsstelle, so hat er sich bei Der einen abzumelden und bei der anderen anzumelden. Wechselt er seine Wohnung im Bezirk Der gleichen Zulassungsstelle, so sind Die Angaben über Die Wohnung im Kraftfahrzeugbrief und -schein und in den amtlichen Karteien zu berichttgen. Es ist auch der Zulassungsstelle zu melden, wenn technische Aenderungen am Fahrzeug vorgenommen werden, z. B. der Motor ausgewechselt, der Ausbau geändert oder zu einem Kraftrad ein Beiwagen beschafft wird. Dabei ist immer der Kraftfahrzeugbrief vorzulegen. Wird das Fahrzeug — nicht nur vorübergehend — außer Betrieb gesetzt, so sind Kraftfahrzeugbrief und -schein abzuliefern. .
Ohne pünktliche Erfüllung dieser Verpflichtungen durch Die Eigentümer Der Kraftfahrzeuge ist die richtige Führung Der Kraftfahrzeugkartei bei Den Behörden nicht möglich. Nachlässigkeit Der Kraftfahrzeughalter bei diesen Obliegenheiten "iuß daher streng bestraft werben, unD zwar mit Geckstrafe bis 150 Mark oder mit Haft bis 6 Wochen.
Jeder deutsche Volksgenosse, Der Eigentümer eines Kraftfahrzeuges ist, sollte aus eigenem Antrieb diese Pflichten gegenüber Dem Staat, der Den Kraftverkehr vielfältig fördert, erfüllen.
Völker zu überzeugen.
Der zweite Vortrag befaßte sich mit Den Bienenkrankheiten. Der Vortragende unterschied hier zwischen solchen, Die die ausgewachsene Biene befallen, und sogenannten Brutkrankheiten. Zu Den ersteren gehören Die Nosemaseuche, Die Ruhr, Die Mai- krankheit und Die Steinbrut. Er gab auf Grund feiner Erfahrungen Die Merkmale Der Seuchen bekannt unD wies zuvörDerft auf Die vorbeugenden Bekämpfungsmaßnahmen hin, als Da sind Sauberkeit, Bauerneüevung, Verhütung, von Schimmelbildung und betriebswirtschaftliche Vorbereitungen.
tfterben ist als normaler Vorgang anzusehen. Äon Den Krankheiten, Die Die werdende Biene befallen, gilt die Faulbrut als die gefährlichste. Immer wieder treten einzelne Seuchenherde auf, gegen die auf Grund des Seuchengesetzes vorgegangen wird. Nach einer entsprechenden Abschätzung von Volk und Kosten Durch einen amtlich bestellten Seuchenwart erfolgt Dessen Vernichtung mit Feuer und Schwefel. Sowohl Die bösartige als auch Die sogenannte gutartige Faulbrut treffen Den Imker schwer. Weniger gefürchtet sind Die Kalkbrut und Die Kaltbrut, die auf Unterlassungssünden Des Jmmenvaters zurückzuführen sind. Reicher Beifall belohnte den Redner für seine aufschlußreichen Ausführungen, an Die sich noch eine rege Aussprache anschloß.
Der Vorsitzende gab noch verschiedene Verems- angeleaenheiten bekannt, unter Denen besonders Die Reichsschau Des Reichsoerbandes Deutscher Kleintierzüchter in Essen vom 4. bis 6. Dezember dieses Jahres zu erwähnen ist. Er ließ Die Aufforderung ergehen, sich recht zahlreich durch Ausstellen von Bienenhonig und Wachs zu beteiligen.
Mit der Aufforderung an Die Jmkerkameraden, sich Der Pflicht als Bienenzüchter Dem Volksganzen gegenüber stets bewußt zu bleiben, schloß Der Vor- sitzenDe Die Tagung in üblicher Weise.
Schwere Gefängnisstrafe für einen ungetreuen Beamten.
Lpd. 'Darmstadt, 11. Sept. Unter der Anklage des Verbrechens und Vergehens im Amte stand der ftühere Rektor der gewerblichen Berufsschule Offenbach K. I tz e r o t h vor der Großen Strafkammer Darmstadt. In der Zeit von 1933 bis Januar 1936, als man Den Dingen auf Die Spur kam, soll er Beamtenunterschlagung, Untreue, Betrug und Urkundenfälschung begangen haben. Der Angeklagte erklärte in Der VerhanDlung, Die sich über zwei Tage erstreckte, daß er für sich unD feine Familie fein GelD, Das ihm nicht gehörte, verwenDet habe. Er will Die Maschinen, Die er für nicht mehr tauglich hielt, zwar verkauft, aber mit Dem Erlös neue Maschinen angeschafft haben. Belege finD Darüber allerDings nicht vorhanDen, und seinen oorge-, setzten Behörden hat er auch gefälschte Quittungen vorgelegt. Im Frühjahr 1936, als Die Nachprüfung erfolgte, hat er, um seine Kasse zu füllen, Gelder bei Bekannten ober Leuten, mit Denen er geschäftlich zü tun hatte, zusammengeborgt und Dabei Den GelD- gebern erklärt, er sei nur in augenblicklicher Verlegenheit und werde den Betrag am nächsten Ersten zurückzahlen, obwohl er dazu nickt fähig war. Zu seiner Verteidigung erklärte Der Angeklagte, er habe lediglich Die Schule hochbringen wollen und Dazu alles Geld verwendet. Vom Vorsitzenden wird er alsdann wiederholt ermahnt, der Wahrheit Die Ehre zu geben, Da Dies in seiner Lage wohl noch der einzige Milderungsgrund sei, Der ihn vielleicht vor dem Zuchthaus bewahren könne.
Am heutigen zweiten Verhandlungstag wurden einige Dutzend Zeugen vernommen und nach Schluß Der eingeljenDen Beweisaufnahme und Den Plädoyers Des Staatsanwalt und der Verteidigung nach 22 Uhr das Urteil oerfünDet, Das Den Ange- klagten wegen fortgesetzter schwerer Amtsunterschla- gung unD Urkundenfälschung, wegen Unterschla- gung, Untreue, Betrug und schwerer Urkundenfälschung, zu einer Gesamtstrafe von vier Jahren unb oier Tlonaten ©efänqnis verurteilt. Die Untersuchungshaft wird Dem Angeklagten nur teilweise angerechnet, Da er in fast allen Fällen bis zum Schluß leugnete. Als strafmildernd anerkannt würbe seine bisherige Unbestrastheit.
Die Industrie- und Handelskammer Gießen gibt Auskunft: 740: Rechtzeitige Absendung Der Ausfuhrwaren nach Italien, die nach Dem Zollbollettensystem eingesührt werden. — 741: Umsatzsteuerumrechnungssatze auf Reichsmark für die nicht in Berlin notierten ausländischen Zahlungsmittel für August 1936. — 742: Geplante finnische Zoll- änberungen. _________ _
Sprechstunden der Reduktion.
11.30 bis 12.30 Uhr, 16 bis 17 Uhr. Samstagnach- mittag geschloffen.


