Ausgabe 
14.9.1936
 
Einzelbild herunterladen

Montag, 1.4 September 1956

Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen)

Kr. 215 Drittes Blatt

bringen!

oder

grün oder rot aufleuchten läßt. Das Funkeln ent-l Tageslicht. An den nahezu punfijorniigen toter ne n | steht erst beim Durchgang des Lichtes durch unsere 1 können wir die Färbung nur bemerken, wenn sie

. freundlicher, ktien blieben

ich. Lebhafter ,13). Altbesitz, ertif. Dollar. >tädte-Altbefih uslandsrenten 4y?proaenlige Im Freiver« öfterr. Eisen. :eigenben Kur- lt 3,05 (2,95), ieben Defterr.« ;is 4,85 (4,70)

Gefärbte Sterne.

Von Or. Erwin Kofsinna.

Heil Hitler!

Haug, Gauamtsleiter!

169-1 19,61 0,73| 5,666 63,37 49,05

1 455 65,0} 8b 29- 10.2? r.U

4. Bei der Flak-Artillerie und beim Regiment General Göring" werden im Frühjahr 1937 keine Freiwilligen eingestellt.

5. Den Zeitpunkt für die Meldung von Freiwil­ligen für die Herbsteinstellungen bei der Flieger­truppe, Flak-Artillerie, Luftnachrichtentruppe und RegimentGeneral Göring" wird im Laufe des Monats September durch Presse und Rundfunk bekanntgegeben werden.

Lichtquellen?

Erst vor wenigen Jahren ist es B o 11 l i n g e r in Neubabelsberg gelungen, den wahren Sachver­halt aufzudecken. Der subjektive Farbeneindruck ist eine sehr verwickelte, von mancherlei Nebenumstän­den abhängige Erscheinung. Die Fähigkeit des Auges, Farben zu erkennen, hängt nämlich sowohl von der Helligkeit als auch von der scheinbaren Größe der leuchtenden Fläche ab. Nachts, wenn das Auge sich der Dunkelheit angepaßt hat und die Stäbchen der Netzhaut in Tätigkeit treten, ist die Farben^mpfinds.chkeit eine ander? als h-ü heflem

Heller als vierter Größe sind. Die Scheibchen auch der hellsten Fixsterne sind außerordentlich klein. Beispielsweise beträgt der scheinbare Durchmesser der Wega nur drei Tausendstel Bogensekunden und gleicht dem eines Fünfpfennigstückes, das man aus einer Entfernung von 1200 Kilometer (Berlin Neapel) betrachtet! Ist die leuchtende Fläche aber groß, wie bei irdischen Lichtquellen, so tritt schon bei 2000 Grad eine gewisse Blendung des Auges ein, die auch farbiges Licht weißlich erscheinen läßt. Verkleinert man nämlich das Licht einer Metall­fadenlampe durch geeignetes Abblenden auf Stern­helligkeit, so bleibt es nicht weißlich, sondern wird gelbrot. Es entspricht annähernd der Farbe der Sterne gleicher Temperatur. Diese erscheinen noch etwas röter, weil die grünen und blauen Strahlen ihres Lichtes bei der an sich schon sehr geringen Helligkeit zu schwach sind, um vom Auge überhaupt wahrgenommen zu werden. In wie hohem Maße die subjektive Sternfarbe von der Helligkeit ab­hängt, ergibt sich aus folgender Beobachtung. Das freie Auge sieht Beteigeuze rötlich, A r k t u r u s tiefgelb. In lichtstarken Instrumenten dagegen er­scheint Beteigeuze reingelb, Arkturus nahezu weiß.

Man muß daher scharf unterscheiden zwischen subjektiver und objektiver Sternfarbe. Aus der Empfindlichkeit des Auges für die drei Grund­farben Rot, Grün und Blau konnte Bottlinger mit Hilfe des Helmholtzfchen Farbendreiecks die objek­tiven Farben der Sterne berechnen, deren Spektrum bekannt ist. Es ergab sich, daß Sterne von 2000 Grad Oberflächentemperatur ein gesättigtes Gelb aufweisen. Die langwelligen roten Strahlen über­wiegen, die grünen und blauen sind nur sehr schwach. Mit zunehmender Temperatur bleibt das Gelb zunächst bestehen, wird aber Heller, bis es bei 5500 bis 6000 Grad, der Sonnentemperatur, in reines Weiß übergeht. Daß das Sonnenlicht rein weiß ist, erkennt man sofort an der Farbe des frisch gefallenen Schnees im Hochgebirge bei hohem Sonnenstand und klarer Luft. Der Schnee ist ab-

bings auch Heliumsterne von außergewöhnlicher Leuchtkraft, wahre Lichtriefen, die stark gelb gefärbt sind. Sie werden nachweislich von Nebelmaterie umgeben, die das Licht dieser Sterne verfärbt. In­folge ihrer großen absoluten Helligkeit lassen sich die Heliumsterne noch in sehr weiten Entfernungen gut beobachten. Wie Oehman in Upsala nachwies, zeigen die Heliumsterne zwischen 2000 und 6000 Lichtjahren Abstand eine mit der Entfernung zu­nehmende Gelbverfärbung, die von ausgedehnten dunklen Wolken kosmischen Staubes in außer­ordentlich feiner Verteilung herrührt und besonders auffällig in gewissen Gebieten der Milchstraße ist. Man erkennt daraus, wie vorsichtig und kritisch man bei der Beurteilung von Sternfarben Vorgehen muß.

Die Kenntnisse der Sternfarben ist für die Astro­physik und für die Astronomie von größter Bedeu­tung. Auf Grund des gesetzmäßigen Zusammen­hangs zwischen Farbe und Strahlungstemperatur läßt sich nämlich die letztere berechnen, wenn die Farbe bekannt ist. Unsere Ansichten vom Bau des Milchstraßensystems und der Kugelsternhaufen be­ruhen zum großen Teil auf Bestimmungen der Sternfarben und deren Verteilung im Raum.

3*053 56,31 46,90

Wenn wir von den Farben der Sterne sprechen, ist damit selbstverständlich nicht das Funkeln ge- meint, jener rasche Wechsel der Farbe, der bei um ruftrv-- Luft cinm weißen Stern fefunh'-nf'-mn

Vornotizen.

Tageskalender für Montag.

Deutsches Frauenwerk. Abteilung Volkswirtschaft- Hauswirtschaft: Zusammenkunft im Cafö Ebel, Thema Kampf dem Verderb". Gloria-Palast (Selters­weg):Allotria". Lichtspielhaus (Bahnhofstraße): Männer vor der Ehe".

Aus Der Provinzialhaupistadt.

Die NS.-Dollswohlfahrt grüßt die deutsche Luftwaffe.

NSG. In freudigem Einsatz hat sich die deutsche Luftwaffe mit Musikkapellen in Stärke von 300 Mann der Gauamtsleitung Hessen-Nassau der NS- Volkswohlfahrt zur Verfügung gestellt. Der Rein- ertrag der fast 14tägigen Konzertreise kommt dem HilfswerkMutter und Kind" zugute.

Ich danke der Luftwaffe schon an dieser Stelle für diese Einsatzbereitschaft. Zeigt sie doch, daß die Luftwaffe als Teil des neu erftanbenen Volksheeres an Opferbereitschaft für das sozialistische Werk des Führers nicht zurücksteht.

Möge der Besuch der Veranstaltung aus allen Teilen der Bevölkerung uns den erhofften Gewinn

ehr ruhig. Die tt war etwas benen Wetten waren u. a. t 68,90 nad) )0, Mannes- =tat)( 105.75 SötRtt xmt 0 naä) 1W, jätet zur« irgend 1 M-

sj

Oie Straßensperrungen während der Manöver des IX. Armeekorps.

LPD. Die Oeffentlichkeit wird darauf hingewie­sen, daß während der Her bst Übung es IX. Armeekorps folgende Straßensperrun­gen vorgenommen werden:

1. Am 15. September, ab 16 Uhr, bis 16. September früh: Straße ZiegenhainSchwar­zenborn in beiden Richtungen.

2. In der Nacht vom 15 zum 16. September und am 16. September tagsüber: a) Straße Schwarzen­born-RemsfeldHomberg: b) Straße Mühlbach Oberförsterei ErsrodeRengshausenOstheim.

3. Am 16. September und in der Nacht vom 16. zum 17. September: a) Straße WabernHebel Homberg: b) Straße FelsbergGensungen in Rich­tung Ostheim: c) GrifteWolfershausenMelsungen.

Keine Manöver-Schlußbesprechungen in größerem Nahmen.

Lpd. Das Gruppenkommando II, Uebungsleitung der Großen Herbstübung 1936, gibt bekannt:

Aus zahlreichen Zuschriften ist zu entnehmen, daß weite Kreise der Bevölkerung die irrige Auffassung haben, daß zur Schlußbesprechung (Kritik) der Gro­ßen Herbstübung 1936 auf Antrag Jedermann zu­gelassen werden könne. Am Schluß der diesjährigen großen Herbstübung findet keine Besprechung in größerem Rahmen statt, sondern nur eine Komman­deur-Besprechung in fest umriffenem militärischen Kreis.

Einstellung von Freiwilligen in die Lust­waffe im Frühjahr 4937.

DNB. Das ReichskUftfahrtmimsterium gibt be­kannt:

1. Im Frühjahr 1937 werden bei der Flieger­truppe und Luftnachrichtentruppe Freiwillige ein­gestellt. Bewerber können sich schon jetzt melden, und zwar bei jedem Truppenteil der Fliegertruppe und der Luftnachrichtentruppe.

2. Auskunft über die sonstigen Bedingungen für den Eintritt als Freiwilliger in die Luftwaffe und über den vorher abzuleistenden Arbeitsdienst er­teilen die Truppenteile der Fliegertruppe und der Luftnachrichtentruppe, die Wehrbezirkskommandos und die Wehrmeldeämter. Sie werden außerdem in der Tagespresse und im Rundfunk wiederholt bekanntgegeben werden.

3. Einstellungsanträge bei anderen militärischen oder staatlichen Dienststellen sind zwecklos. Sie ver­zögern nur die Bearbeitung zum Nachteil des Be­werbers.

Zeitschristen.

DieD e u t s ch e Z e i t s ch r i f t", neue Folge des altenKunstworts" (Verlag Callwey, Mün­chen), schließt mit dem August-September - Heft ihren 49. Jahrgang ab. Das Heft ist bezeichnend für die Weite der Stoffgebiete wie für die geistige Durchdringung der behandelten Themen. Geschicht­lich-politische Zeitnähe erfüllt den umfangreichen AufsatzKollektive Sicherheit" von Werner Picht, der aus gründlichster Geschichts-, Welt- und Men­schenkenntnis heraus ernsthaft kaum zu bestreitende Einsichten über die mangelnde Wirklichkeitsnähe der Völkerbundsverfassung, über die Unmöglichkeit, den Ewigen Frieden auf dem Wege der internationa­len Organisation zu erreichen, in schlagender For­mulierung bietet. Von neuen Gesichtspunkten aus betrachtet Adolf Waas in feiner Arbeit .Kaisertum und Staat Ottos des Großen" die große politische Leistung dieses deutschen Herrschers. Es folgt eine köstliche ReiseerzählungNaxos" von Richard See­wald mit knappen Zeichnungen des der See und der Fremde verschworenen Verfassers. Ein volks­kundliches Thema schneidet Otto Reicher mit seinem BeitragDas Faschingsrennen, ein steirischer Volksbrauch" an. In derUmschau" berichtet u. a. Hans Böhm weiter überNeue Lyrik" unter Dar­bietung von Proben, Bernt v. Heiseler über neue Amerikanische Dichtung, W. Petzet Über neue Film« kunst und E. Gottlob Winkl"? in einer feinen

o,ig 3,047 56,1® 46,80 12,585 5,55* 16,37

63, 48,95 1^435 '64-89

II-

11,0

i,48l

Viel eindringlicher als im Dunst der Ebene der Großstadt zeigt sich auf dem Meer und in der reinen Luft des Hochgebirges die Pracht des Ster­nenhimmels. Die hellsten Sterne übertreffen die schwächsten, mit freiem Auge eben noch wahrnehm­baren Fünkchen um mehr als das Tausendfache an Lichtfülle. Nicht so auffällig wie ihre Hellig- keitsunterfchiede, aber bei den helleren Sternen doch sehr deutlich, sind für unser Auge ihre

Farben.

In bunter Mannigfaltigkeit finden wir bläuliche, weiße, gelbe und rötliche Sterne am Firmament verstreut. Jedes Sternbild vereinigt verschieden ge­färbte Sterne in sich. So sehen wir im Orion neben der blau-weißen Bellatrix die rote B e - teigeuze. Zwischen den weißglitzernden Hy- aden im Stier leuchtet wie eine Drange der röt­lich-gelbe Aldebaran. Arkturus im Boo­tes zeigt ein tiefes Gelb, in gleicher Farbe strahlt Pollux, der hellere der Zwillinge, und D u b h e rechts oben im Viereck des Großen Bären, während die übrigen Hellen Bärensterne nahezu weiß sind. Unter den Sternen erster Größe ist Ant ar es im Skorpion der röteste. Er wird noch übertroffen vom Granat stern im K e p h e u s , welcher von Herschel wegen seines tiefen Rots so benannt wurde.

Nehmen wir ein kleines Fernrohr, einen Ko­metensucher zur Hand, der bereits zahlreiche Dop- pelsterne trennt, so zeigt sich auch hier gewöhnlich ein deutlicher Farbenunterschied beider Komponen­ten. Gelbe ober rote Riesensterne haben meist einen weißen oder bläulichen Begleiter, der dann infolge der Kontrastwirkung zum Gelb des Haupt­sternes oft intensiv blau erscheint. Bekannte Bei- lviele dafür sind die Doppelsterne Albireo tm Schwan und Alamak in der Andromeda, bei denen der Hauptstern gelb, der Begleiter tief blau gefärbt ist. Der ebenfalls sehr bekannte und leicht zu trennende Doppelstern Mi z ar im Großen Bären besteht aus einem weißen Hauptstern und einem blaßgrünen Begleiter. Seltener kommt es vor, daß der Begleiter rötlich oder purpurn ist wie bei dem Stern Eta in der Kassiopeia. Die sogenannten Neuen Sterne haben in einem be­stimmten Stadium eine ausgesprochen blaue Farbe; die Nova im Herkules war monatelang grün­blau.

Oberhessen übernimmt einen patensriedhos

Deutsche Kriegergräber in pawelce bei Stanislav (Polen) werden von unserer Provinz betreut.

Ausgaben des Dolksbundes Deutsche Kriegsgräber­fürsorge auf, die darin bestehen, unseren gefallenen deutschen Brüdern in allen Teilen der Welt eine würdige letzte Ruhestätte zu bereiten.

Anschließend beschäftigte man sich mit Organi­sationsfragen. Hierbei handelte es sich darum, Mittel und Wege aufzuzeigen und zu besprechen, mit deren Hilfe

der Volksbundgedanke der gemeinschaftlichen Kriegergräberpflege immer tiefer in alle Teile der deutschen Volksgemeinschaft hineingetragen werden kann, um daraus neue Stärkung und Förderung zur Erfüllung der Aufgaben des Volksbundes zu gewinnen.

Es ergab sich völlige Uebereinftimmung hinsichtlich dieser Arbeiten, die sich nunmehr in einer verstärk­ten Werbung zur Mitgliedschaft im Volksbund und damit zur Gewinnung weiterer wirtschaftlicher Kraft auswirken werden.

Sodann stand der Vorschlag auf Uebernahme der Patenschaft über einen deutschen Sol­datenfriedhof zur Beratung. Die Kreisgruppe Gießen des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfür­sorge machte durch ihren Sprecher, Landgerichtsrat Trümpert, den Vorschlag, den bis vor einiger Zeit von der Vereinigung ehern. 222er betreuten

kriegerfriedhof in Pawelce bei Stanislau in der polnischen Provinz Galizien als Patenfried­hof Oberhessen in die Betreuung durch unsere oberhessische Heimat zu nehmen.

Die Kreisgruppe Gießen kann für diese große und schöne Aufgabe ein Kapital von 16 344 Mark, das aus früheren Sammlungen stammt, zur Ver­fügung stellen. Die Vertreter aller übrigen Kreis­gruppen der Provinz Oberhessen sprachen sich ein« stimmig für den Gießener Vorschlag aus und bekundeten auch, daß man gemeinsam alle Kraft einsetzen wird für die gute Verwirklichung dieser Patenschaft. Nach dieser Zusage konnte erfreulicher­weise die einstimmige Uebernahme der Patenschaft über den Kriegerfriedhof in Pawelce durch unsere Dolksgenoffen in der Provinz Oberhessen festgestellt werden.

wenn sich nun die kreis- und Ortsgruppen demnächst an die Bevölkerung in Stadt und Land wenden, Mitglied des Volksbundes zu werden, so möge sich jedermann insbesondere an diese Patenschaft über den kriegerfriedhof in Pawelce erinnern, auf dem auch zahlreiche gefallene Brüder aus Oberhessen zum ewigen Schlummer ruhen. Auf diesem Friedhof liegen 408 deutsche Soldaten bestattet, davon 281 in Linzelgräbern und 127 in elf Kameradschafts­gräbern.

Diesen gefallenen Brüdern soll durch den würdigen Ausbau ihrer letzten Ruhestätte ein kleiner Teil des Dankes abgestattet werden, den das deutsche Volk ihnen schuldig ist.

Nach mehrstündiger, fruchtbarer Beratungsarbeit wurde die Tagung in üblicher Weise geschlossen.

41-88

55'2 y 63-03

oft'

der gefährlich ? Vorfall, °"nes Qb, e Welwyn '"Lerini. ohllch von

ffen. Der r von fei.

>e Wöirfeft r Md)er

angelte, die aller Kraft Wasser mit l9 M vollen f bewaffnet, ben Beinen

bevor er ' auftauchte. i-Der Junge ie ohnmäch. aus eigener schlimmste I den Poly- itte und er änderte, die fier benahm.

joint weiß, was nicht der Fall sein könnte, wenn das Sonnenlicht auch nur Spuren von Gelb hätte. Erst bei tieferem Sonnenstand tritt eine Verfär; bung des Sonnenlichts durch Absorption in der Atmosphäre ein. Bei weiterer Steigerung der Stern- temperatur gewinnen die kurzwelligen blauen und violetten Strahlen die Oberhand, der Farbton schlägt in die Komplementärfarbe von Gelb, also Blau um. Sterne vom Typus des Sirius und der Wega (11 000 Grad) find blauweiß. Die heißesten Strahler, wie z. B. die Zentralsterne planetarischer Rebel mit Temperaturen von 40 000 Grad und darüber, müssen ein ziemlich stark gesättigtes Blau aufweisen, das sich vom tiefen Blau des Hochge- birashirnrnels nur wenig unterscheidet.

In der Tat zeigen viele der sehr heißen Helium-, Monographie über Jean Ciono. Das Heft ist mit fterne deutlich einen blauen Farbton. Es gibt aller«!20 Bildern geschmückt.

iq, auch in bei die Kurse lagen rfuhr nur bei Veränderungen, «her. Don Aus- Ungarn beW s 42 (43) M r etwas hohen

1-M

io Mw"') W uno. 3,50 v'h'

ttiarfL

8orberuW lorauftriebj 03

"ffW« m Sch-!- 5 |bir mittel»*

r« jSS Nen

M'! d°r

°> <1*

Wen

Der Tag des deutschen Volkstums.

Fest der deutschen Schule 1936. Gemeinschaftsempfang in Hessen.

Am (Samstag, 19. September, 10.15 Uhr, findet in der Festhalle zu Darmstadt eine gemeinsame Schul­feier für alle Darmstädter Schulen statt. Der Haupt­teil der Vortragsfolge wird in der Zeit von 10.30 bis 11 Uhr durch den Reichssender Frankfurt über­tragen.

Allen hessischen Schulen wird von dem Reichsstatt­halter in Hessen Landesregierung empfohlen, diese Übertragung im Gemeinschaftsempfang anzu­hören, soweit Rundfunkanlagen vorhanden sind. Be­züglich des ©taatsjugenbtages hat der Ge­bietsführer der HI. angeordnet, daß die betreffende Zeit von weiterem Dienst freizuhalten ist. Die von den VDA.-Schulgemeinfchaften und -gruppen vor­bereiteten Veranstaltungen, Elternabende ufw. wer­den hiervon nicht berührt. Sie sind unabhängig von der zu übertragenden Schulfeier abzuhalten.

Professor Dr. Hirt -fr-

Am Samstagmittag verstarb im 71. Lebensjahre der frühere langjährige Ordinarius für vergleichende indogermanische Sprachwissenschaft und Sanskrit an der Universität Gießen, Prof. Dr. Hermann Hirt, nach kurzem Krankenlager. Der Verewigte war am 19. Dezember 1865 in Magdeburg geboren, hatte in Freiburg i. B. und Leipzig studiert und war von 1891 bis 1896 Privatdozent, dann bis Ende September 1912 außerordentlicher Professor in Leipzig. Am 1. Oktober 1912 wurde er Ordina­rius in Gießen, wo er nach mehr als 20jähriger erfolgreicher Lehr- und Forscherarbeit am 1. April 1933 sich in den Ruhestand versetzen ließ. Er wurde jedoch nicht voll entpflichtet, sondern widmete seine Kraft noch einem Lehrauftrag für Sprachwissen­schaft. Seine Forschung galt den Jndogermanen, hierüber und über die indogermanische Grammatik hat er seine bedeutendsten Werke geschrieben. Die Wissenschaft und insbesondere sein Spezialgebiet wurde durch seine zahlreichen sprachwissenschaftlichen Werke sehr bereichert. Seine erfolgreiche Forscher­tätigkeit fand auch im Auslande gebührende äußere Anerkennung durch die Ernennung zum korespondie- renben Mitglied der Suomalais-Ugrilaisen Seuran (Finnisch-Ugrischen Gesellschaft) in Helsinafors, zum Ehrenmitglied der Linguistic Society or America und zum Auswärtigen Mitglied der Societas regia bohemica in Prag. Als Forscher und Hochschul­lehrer, wie auch als Mensch konnte sich der Heim­gegangene in weiten Kreisen der Bevölkerung, ins­besondere aber in den Kreisen der Universität und bei seinen Schülern, großer Wertschätzung erfreuen.

Deutsches Frauenwerk.

Abteilung Volkswirtschaft-Hauswirtschaft.

Zusammenkunft am Montag, 14. September, 8.15 Uhr, im Cafe Ebel. Thema:Kampf dem Verderb".

Ein Jahrhundert Mode.

Das StadUheater vermittelte am gestrigen Sonn­tag, nachmittags und abends, einer zahlreichen Be­sucherschaft einige Stunden der heiteren Unterhal­tung, bei der es kein Lustspiel, keine Posse und keine Operette gab, sondern eine Moden-Revue, bei der man einen amüsanten Spaziergang durch die Mode des letzten Jahrhunderts bei Musik, Tanz und Gesang unter der Führung eines flotten An­sagers, eines echten Köllschen Jungs, machen konnte. Rudolf H a n i g e r als Ansager und Modeplauderer begann die abwechslungsreiche Führung mit dem Jahre 1835 und schloß sie mit der Gegenwart ab. Er verstand es dabei, unterhaltsam zu plaudern und durch witzige Erzählungen die Lachmuskeln seiner Zuhörer in Bewegung zu setzen: wenn auch nicht alle Witze völligohne Bart" waren, so brachte er doch auch mancherlei auf diesem Gebiete, das den Reiz der Originalität hatte, mitunter eine Dosis

Die Vertreter der oberhessischen.Kreis- und Orts­gruppen des Dolksbundes Deutsche Kriegsgräber­fürsorge versammelten sich am gestrigen Sonntag zu einer Arbeitstagung im Hotel Schütz zu Gießen, die aus allen Teilen der Provinz Oberhessen gut besucht war und insbesondere der Entscheidung über einen Vorschlag zur Uebernahme der Patenschaft Oberhessens für einen deutschen Soldatenfriedhof aus dem Weltkriege, daneben wichtigen Fragen der inneren Organisation diente.

Der Gauschriftführer des Oberrheingaues des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge Fern­korn, machte, nach Grußworten an die Versamm­lung und dem Gedenken an die Gefallenen des Krieges und die Blutzeugen des Dritten Reiches, in einem aufschlußreichen, durch zahlreiche gute Lichtbilder ergänzten Vortrag überDeutsche Heldengräber in fremder Erde" mit der vorbildlichen Tätigkeit des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge eingehend bekannt. Er zeigte an Hand von zahlreichen Bildern, wie jämmerlich es um die Anlage und Pflege der deutschen Krie- aerfriedhöfe bestellt war, bevor der Volksbund im Auftrage der deutschen Heimat sich dieser Ruhe­stätten annahm, und wie grundlegend sich der Wandel zum Besseren vollzogen hat, seitdem der Dolksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge in aner­kennenswerter, vorbildlicher Arbeit die letzten Ruhestätten unserer Kriegsgefallenen betreut. Der Volksbund läßt sich dabei von dem guten Gedan­ken leiten, daß

die Grabstätten unserer Gefallenen ein Stück deutscher Heimat in fremder Erde darstellen und demgemäß mit aller Liebe und Sorgfalt ge­pflegt werden müssen.

Er will dabei keine Uniformität der Kriegerfried­höfe, sondern nach besten künstlerischen Gesichts­punkten gestaltete Mahnmale schaffen, die in den Charakter der Landschaft eingeordnet sind, zeitlos und als Ewigkeitswerte gedacht, soldatischen Cha­rakters und auch in der Gemeinschaft der Toten die alles umspannende Kameradschaft symboli­sierend. /

Mit Genugtuung konnte der Redner u. a. auf die Anerkennung Hinweisen, die der F ü h r e r u n d Reichskanzler der Arbeit des Volksbundes gezollt hat, indem er dem Volksbund am 5. Dez. 1934 iL a. schrieb:

Die Arbeit des Volksbundes, die der Ehrung unserer gefallenen Kameraden dienen und ihr Gedenken durch würdigen Ausbau und treue Pflege der deutschen Grabstätten wachhalten will, habe ich stets mit großem Interesse ver­folgt. Ich betrachte es als eine Ehrenpflicht der Reichsregierung, diese Bestrebungen und das Dirken des Volksbundes tatkräftig zu fördern und zu unterstützen; meiner persönlichen Mit-

Hilfe hierbei dürfen Sie gewiß fein.

Der Vortragende rief am Schlüsse seiner aufrüb telnden Darlegungen seine Zuhörer und darüber hinaus alle Volksgenossen in Stadt und Land zu tatkräftiger Mithilfe an den großen

Atmosphäre und ist um so stärker, je unruhiger die Luft ist und je näher der Stern dem Horizont steht. Sirius, derFunkelnde", hat seinen Namen mit Recht erhalten; er beschreibt in unseren Breiten einen flachen Bogen am Südhimmel, sein Licht funkelt in klaren, kalten Winternächten am stärk­sten. Aber die Eigenfarbe des Sterns bleibt davon ganz unabhängig.

Schmi in den ältesten Zeiten astronomischer Be­obachtung wurde die Farbe der Sterne geschätzt, denn die frühesten Sternverzeichnisse enthalten be­reits Bemerkungen über auffällig gefärbte Him­melskörper. Der Planet Mars verdankt bekannt­lich feinen Namen der roten Farbe feines Lichts, von der wir heute wissen, daß sie von roten oxy­dierten Gesteinen auf der wüstenhaften Oberfläche des Planeten herrührt. Eine genauere und einheit­liche Bestimmung der Sternfarben ermöglichte die um 1900 eingeführte Schmidt-Osthoffsche Farben­skala, bei der die einzelnen Farbstufen durch die Zahlen von 0 bis 9 bezeichnet werden. Die zehn­teilige Skala reicht von reinem Weiß über Gelb und Orange bis zum Rot. Die blauen und grünen Sterne sind also in dieser Farbenskala nicht unter­zubringen. O st h o f f war nämlich der Meinung, daß die bläuliche Farbe mancher Sterne lediglich eine subjektive, auf physiologischen Ursachen beru­hende Erscheinung sei, eine Ansicht, die sich jedoch als irrig erwiesen hat. Die Osthoffsche Farbenskala ist eine Abkühlungsskala. Sie beginnt mit den hei­ßesten Sternen, um zu den kühlsten herabzusteigen, und wurde aufgestellt, nachdem man den engen, ge­setzmäßigen Zusammenhang zwischen der Strah­lungstemperatur eines Sterns und seiner Farbe er­kannt hatte. Aber es zeigte sich, daß bei gleichen Temperaturen die Farben irdischer strahlender Körper mit denen der Sterne nicht übereinstimmten.

Erhitzen wir im Laboratorium einen Körper, so glüht er bei 500 bis etwa 1400 Grad rot, bei 1400 bis etwa 2000 Grad gelb, bei über 2000 Grad weiß. Die entsprechenden Temperaturen ber roten, gelben und weißen Sterne liegen aber bei 2500, 5000 und 9000 Grad. Woher kommt dieser auffällige Unterschied zwischen den irdischen und kosmischen