Ausgabe 
14.7.1936
 
Einzelbild herunterladen

Im Schloßhof von Heidelberg.

Uebungsläufen

Uebungsläufen

von Läufen

Oberheffen

vor-

Die deutsche Gelreidewirischast 1936/37

Hier finden die Reichsfestspiele statt. (Presse-Bild-Zentrale-M.)

I

troffen, da für diesen Lauf eine Begrenzung der Mindestzeit vorgeschrieben ist.

LPD. Frankfurt a. M., 13.Juli. Die NS- Volkswohlfahrt eröffnete heute nach einer eingehen­den Wiederherstellung das große Kindererholungs­heim Steinmühle bei Ober-Erlenbach. Hier ist im wahren Sinne das Wortes ein wirkliches Kinderparadies erstanden, das der segens­reichen Arbeit der NSV. alle Ehre macht.

Heute ist der erste Transport von 8 0 bedürf­tigen Kindern aus allen Teilen des Gaues eingetroffen, und mit dem Begrüßungsakt verbun­den wurde die Einweihungsfeierlichkeit.

Gauleiter Haug von der NSV. begrüßte die kleinen Gäste und erschienenen Vertreter der Par­tei und der Presse und wies darauf hin, daß

bereits ein Tag nach dem Gautag die TIS'B.

wieder an der Arbeit fei, um dem Wohle der Heranwachsenden Jugend zu dienen.

es recht viele derartiger Heime mit der Zeit geben möge, auf daß der Heranwachsenden Jugend in

dingten Gründen Schwierigkeiten bereitet, wird wie bisher die Bäckerausgleichskasse, die aus den gleichen Ausgleichsabgaben der Weizenmühlen gespeist wird, helfend einspringen.

Zur Sicherung einer gleichmäßigen Versorgung des Volkes mit Brot ist ferner die Ablieferungs­pflicht (b;w. das Ablieferungsrecht) der Land­wirtschaft für Brotgetreide beibehalten worden.

Das Gesamtablieferungssoll ist vom Reichsmini­ster für Ernährung und Landwirtschaft festgestellt. Die Aufbringung erfolgt wie bisher durch den Reichsnährstand unter Beibehaltung des Kontin­gentsmarkensystems. 30 v. H. des Ablieferungs­solls müssen bis 15. Oktober 1936 geliefert werden. Im Interesse einer gesicherten und ^gleichmäßigen Versorgung mit Brot ist weiterhin bestimmt worden, daß Roggenmehl von niedrigerer Ausmahlung als die vor zwei Jahren eingeführte Type 997 nicht hergestellt werden darf, wobei die Vorschriften über den Aschegehalt so gestaltet worden sind, daß ihre Innehaltung auch den kleinen Mühlen ohne Schwie­rigkeiten möglich ist. Der Sicherung der Versor­gung mit Brotgetreide dient ferner die Vorschrift, daß die Mühlen verpflichtet werden, mindestens die doppelte Menge des ihnen monatlich zustehenden Mahlkontingents an Brotgetreide auf Lager zu

Hitler. Und in sein Sieg-Hell auf den Führer stimmten die Kinder begeistert ein.

Unter der Führung von Ratsherr Stephan aus Hanau, der das Haus in der ersten Zeit ver­walten wird, und der Heimleiterin Krauter fand dann eine Besichtigung des Anwesens statt, bei der man einen Einblick in das Kinderparadies gewin­nen konnte, der unbedingt die Ueberzeugung auf­zwang, daß die Kinder hier wahrhaft ausgezeich­net untergebracht sind.

Die Betreuung und Verpflegung geschieht nicht nach irgendeinem Rentabilitätsprinzip oder im Rahmen eines vorgeschriebenen Etats, sondern ausschließlich nach dem Grundsatz:Laßt J)ie

Kinder sich wirklich erholen und sattessen!"

Märchenhaft schöne Schlafzimmer, Waschräume, Spielzimmer stehen der Heranwachsenden Jugend zur Verfügung. Für alles ist auf das beste gesorgt. Ein ausgesucht kinderfreundliches Personal setzt alles daran, um den kleinen Gästen den Aufenthalt so froh und glücklich zu gestalten, wie es immer nur möglich ist. Zu dem Kinderheim gehört auch ein Gut von 50 Morgen Land mit Obst- und Gemüse­garten, Schweine und Kühe stehen im Stall, ein sachkundiger Landwirt steht dem Gut vor, das das Heim oerforgt, so daß bis ins kleinste vorgesorgt ist, um auch die leidlichen Bedürfnisse nach besten Kräften zu befriedigen.

Man schied von der Stätte fröhlichen Kinder­daseins mit dem erhebenden Bewußtsein, daß hier die NSV. ein Werk geschaffen hat, das von wahrer Volksgemeinschaft und echter Kinderbetreuung zeugt. Und man kann nur den einen Wunsch hegen, daß

halten. Als weitere Maßnahme zur Sicherung der Brotversorgung ist zu erwähnen, daß Roggen und Weizen, der nicht unter das Ablieferungssoll fällt, zunächst dem zuständigen Getreidewirtschaftsveroand angebient werden muß.

Beim Futtergetreide sind Maßnahmen getroffen worden, um die Preisgestaltung und den ge­samten Verkehr mit Futtergetreide stärker als bisher in die Hand zu bekommen.

U. a. gilt Hafer und Gerste in Zukunft nur bann als Jnbustriegetreibe, wenn es von Bezugsscheinen begleitet wirb, die an das verarbeitende Gewerbe dem Bedarf entsprechend verteilt und von den ver­arbeitenden Werken an die Lieferfirmen zur Er­fassung der Ware beim Erzeuger vergeben werden. Nach dem 28. Februar 1937 ist der Handel mit Braugerste, Jndustriegerste und Jndustriehafer un­tersagt. Ausnahmen können nur leistungsschwachen Betrieben im Einzelsall zugestanden werden. Win­tergerste darf in Zukunft nicht mehr für Brauzwecke verwendet werden. Außerdem wird eine Andie- nunaspflicht der Verteiler gegenüber den Getreide­wirtschaftsverbänden für den Fall eingeführt, daß Futtergerste und Futterhafer in größeren Mengen in das Gebiet eines anderen Getreidewirtschaftsver- bandes verkauft werden soll. Diese Maßnahmen werden eine geordnete Futtergetreideoersorgung ge-

Jahren leidend.

H*W i e s e ck , 13. Juli. Der hiesige Turn­verein hat auf dem letzten Kreisturnfest des Kreises Lahn-Dill sehr erfolgreich abgeschnitten. In der Oberstufe errangen im Zwölfkampf Adolf Krei­ling mit 209*/, Punkten den 2. Sieg unt) Karl Bettin mit 1921/2 Punkten den 6. Sieg. In der Mittelstufe blieb Karl Heitz mit 184 Punkten 11. Sieger, in der Unterstufe wurden 9 Siege errun­gen. Es erhielten Kurt Lepper mit 201 P. den 8., Ewald I m m e l mit 194 P. den 14., Karl Schäfer mit 192 P. den 15., Hans Kreiling mit 188 P. den 19., Rudi Velten mit 179 P. den 27., Ernst Hildebrand mit 178 P. den 28., Ernst K l i n g mit 174 P. den 31., Helmut Schrei­ner mit 164 P. den 41. und Erwin Römer mit 163 P. den 42. Sieg. Im Dreikampf der Mittelstufe ging Ernst Bellof mit 63 Punkten als 5. Sieger hervor.

< Baubringen, 13. Juli. Gestern nahm auf dem Schießstand in der Alten Sandgrube das dies­jährige Preisschießen der Krieger- und Schützenkameradschaft seinen Anfang, das an den kommenden Sonntagen fortgesetzt wird. Es war verbunden mit einem allgemeinen Pokal- (als Wanderpreis) und Volksschießen, an dem sich be­sonders die Jugend beteiligte. Der Sieger im Pokal­schießen, mit Kleinkaliber auf 50 Meter, war Schlos­sermeister Ludwig Mohr mit 94 Ringen bei 9 Schuß. Mit Luftgewehr auf 5 Meter standen Karl K l ö ß und Ludwig Mohr mit je 35 Ringen an erster Stelle. Die Ehrenscheibe mit Großkaliber ge­wann Karl Weimer. Dem Ballonschießen mit Kleinkaliber, dem Schießen auf Blumen und Bild­scheiben mit Luftgewehr wurde von jung und alt eifrig gehuldigt.

§ Beuern, 13. Juli. In den letzten Jahren hat sich die Geflügelzucht in unferm Dorfe be­trächtlich gehoben. Einige Landwirte und auch andere Einwohner haben moderne, gesundheitlich einwandfreie Stallungen errichtet und sich der Pflege der Hühner besonders angenommen. Meistens wird in diesen fortschrittlichen Betrieben die Rasse des Weißen Leghorn gezüchtet. Auch mit der Er- brütung der Eier durch künstliche Brutapparate wurden Versuche gemacht, die recht zufriedenstellend ausfielen, lieber den Absatz der Eier brauchen sich die Züchter gegenwärtig keine Sorgen zu machen. Die Eier gehen ganz ausgezeichnet ab, die Nach­frage übertrifft sogar die Angebote. Unsere Ge­meinde hat als eine der ersten Landgemeinden des Kreises Gießen schon im Jahre 1928 ein Schwimm-

Folgenschwerer Zusammenstoß bei Bad-Nauheim.

Ein Toter, drei Verletzte.

10° und 11jährige in Form von bis zu 1000 Meter,

12- und 14jährige in Form von bis zu 1500 Meter

ausüben.

ZdR. lieber die Getreidewirtschaft 1936/37 sprach der Ministerialdirektor im Reichsernährungsrniniste- ' rium Dr. Moritz vor Vertretern der Presse. Er führte u. a. folgendes aus:

Nach der ersten Erntevorschätzung des Statistischen Reichsamts (Anfang Juli) haben wir mit einer Getreideernte von nahezu 24 Mil­lionen Tonnen zu rechnen. Die Ernte wird also um rund 1800 000 Tonnen höher geschätzt, als die Ernte des vergangenen Jahres gewesen ist; sie liegt um 1,3 Millionen Tonnen höher als das Durchschnittsergebnis der letzten fünf Jahre, bleibt allerdings hinter der Rekordernte des Jahres 1933 um rund 1 Million Tonnen zurück. An den höheren Erträgen sind alle Getreidearten beteiligt; beim Brotgetreide liegt die Schätzung um 1,2 Millionen Tonnen höher, beim Futtergetreide um über 0,5 Millionen Tonnen höher als der Ertrag der letzten Ernte. Die Roggenernte wird auf rund 8,5 Mill. Tonnen, die Weizenernte auf 5 Mill. Tonnen ge­schätzt.

Damit sind wir nicht nur beim Roggen, sondern auch beim Weizen unabhängig vom Ausland; obgleich der Weizenverbrauch für die menschliche Ernährung in der letzten Zeit wesentlich gestie­gen ist, können wir mit den zu erwartenden 5 Millionen Tonnen unter Berücksichtigung des natürlichen Schwundes neben dem Mahlweizen auch alle anderen Bedürfnisse (Saatgut, tech­nische Zwecke, Verfütterung) decken.

Danach zeichnet sich die Versorgungslage klar ab. Mit den Vorräten, die aus der Ernte 1935 stammen, finden wir unzweifelhaft den Anschluß an die neue Ernte, wie vom Ernährungsministerium entgegen manchen Zweifeln, die mitunter laut geworden sind, immer betont worden ist. Dem Ablauf des neuen Getreidewirtschaftsjahres dürfen wir mit aller Ruhe entgegensehen. Diese Tatsache befreit jedoch nicht von der Verpflichtung, mit der kommen­den Ernte hauszuhalten.

Ist hiernach die Brotversorgung bis zur neuen Ernte und im neuen Erntejahr vöMg ge­sichert, so muß die Ordnung der Getreidewirtschaft wie bisher davon ausgehen, daß

der Brolpreis entsprechend den Zielen der all­gemeinen Wirtschaftspolitik der Reichsregierung unverändert bleibt und, daß die Erzeugerpreise nach wie vor gerecht und stabil gestaltet werden.

bad ekbaut. Es liegt auf der rechten Seite der Straße nach Bersrod zu, an einem linken Neben­flüßchen des Krebsbaches. Das Bad erfreut sich eines starken Besuches der badelustigen Jugend, auch aus den Nachbarorten. Da ein ständiger starker Zufluß vorhanden ist, kann das Wasser genügend erneuert werden, so daß es immer sauber ist. Um den Anforderungen der Besucher noch weiter ent­gegenzukommen, läßt die Gemeindeverwaltung gegenwärtig Verbesserungen vornehmen, indem neue Auskleidriäume geschaffen werden.

+ Beuern, 13. Juli. Die hiesige Milchge- n o s s e n s ch a f t hielt im alten Schulsaal ihre Ge­neralversammlung ab. Der Vorsitzende des Auf­sichtsrates Ludwig Stein gedachte zunächst der verstorbenen Mitglieder. Im Anschluß daran wurde der Geschäftsbericht erstattet. Die Genossenschaft

Wettkampfmäßige Durchführung

über die Strecken von 1000 und 1500 Meter sind grundsätzlich verboten. Der in den Bedingungen für das DJ.-Leistungsabzeichen vorgesehene Lauf über 1000 Meter wird von diesem Verbot nicht be=

LPD. Bad-Nahei m, 13. Juli. Montag mittag ereignete sich auf der Landstraße zwischen den benachbarten Orten Ober- und Nieder- rnörlen ein folgenschwerer Unfall. Ein aus Bad- Nauheim kommender Personenwagen stieß unmittelbar an der Kreuzung der Reichsautobahn mit einem ihm entgegenfahrenden Motorrad zusammen. Der Anprall war so heftig, daß der Lenker des Rades, ein Einwohner aus Steinfurth

Das Kinderparadies von Ober-Erlenbach

Eröffnung des Kindererholungsheims Steinmühle durch die NSV.

zählt 119 Mitglieder. Im Geschäftsjahr 1935 wur­den 221 899 Liter Milch an die Molkerei geliefert. Im Dorfe verblieben 17 894 Liter. Im Jahre 1934 wurden 156 882 Liter an die Molkerei gebracht. Die Milchlieferung hat sich also bedeutend gehoben. Im Jahre 1935 wurden 24 910 Mark ausbezahlt. Der Durchschnitt-Fettgehalt der Milch betrug 3,7 v. H. Die Verwaltungskosten beliefen sich auf 335 Mark, der Reingewinn auf 60 Mark. Die Rech­nung wurde gut geheißen und dem Vorstand Ent­lastung erteilt. Die satzungsgemäß ausscheidenden Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder wurden wiedergewählt. Die Versammlung wurde mit einem dreifachenSieg-Heil" auf Führer und Va­terland geschlossen.

* Ettingshausen, 13. Juli. Johannes O p» per III. und feine Ehefrau Marie, geborene Balser, können am 15. d. M. das Fest der goldenen Hochzeit feiern. Der Jubilar ist 77 Jahre alt, seine Gattin hat im vorigen Monat das 73. Lebens­jahr vollendet.

)( Lich, 13. Juli. Unser evangelischer Kirchenchor unternahm, von schönem Wetter begünstigt, in Omnibussen seinen diesjährigen A u s- f I u g. Die Abfahrt erfolgte bereits am frühen Mor­gen. In flotter Fahrt ging es über Gießen und Wetzlar nach dem schön gelegenen Braunfels, wo zunächst Schloß und Schloßpark besichtigt wurden. Beim Gottesdienstbesuch wirkte der Chor unter der Leitung seines Chormeisters Karl Stein durch Vortrag von zwei Chören mit und fand dankbare Zuhörer. Das nächste Ziel war Greifenstein, das über LeunUlmHolzhausen erreicht wurde. Im Gasthaus zur Burgruine wurde Mittagsraft ge­macht. Eine Besichtigung der alten Barockkirche mit ihren prachtvollen Stuckarbeiten aus dem Jahre 1683 und der Burgruine, die auch heute noch trotz ihres Zerfalls einen mächtigen Eindruck auf den Besucher ausübt, schloß sich an. Da der Ausflug den drei Solmser Burgen galt, war Hohensolms das letzte Ziel, lieber Herborn, Burg, durch das lieb­liche Aartal, wurde Hohensolms erreicht. Im alten Rittersaal war durch das freundliche Entgegenkom­men der Heimleitung die Tafel gedeckt, an der Kaffee und Kuchen trefflich mundete und gar bald gar stimmungsvoll schöne Volkslieder erklangen. Der Leiter des Heims führte die Gäste selbst durch das Schloß. Ein herrlicher Rundblick auf Westerwald, Taunus, den Frauenberg bei Marburg und den Vogelsberg ließ im Abendsonnenschein die Besucher die ganze Schönheit des heimatlichen Landes schauen. Ein Besuch desHalses" mit seinen breit­ästigen Linden und seinem aus Findlingen erbau­ten Gefallenendenkmal, sowie ein Ständchen auf dem freien Platz vor der Gastwirtschaft von Führer schloß den Besuch ab. lieber Königsberg und durch das idyllische Biebertal wurde die Heimfahrt an­getreten. Die Burgenfahrt war nach allgemeinem Urteil eine der schönsten, die der Chor bis jetzt un­ternommen hatte. Auch die Frauenhilfe machte einen Ausflug, lieber 50 Mitglieder nahmen daran : teil. Er führte zuerst nach Romrod, wo eine Be- i sichtigung des Schlosses stattfand. In Alsfeld war = Oberlehrer Dotter den Frauen ein sachkundiger

dieser zwei Stunden sind den Jungen .genügend Erholungspausen von je 5 bis 10 Minuten zu ge­währen.

Im Kurzstreckenlauf (d.h. Laufen mit höchster Geschwindigkeit) dürfen

10- und 11jährige nicht mehr als 60 Meter,

12- und 14 jährige nicht mehr als 100 Meter laufen. Laufen über lange Strecken dürfen

Da demnach die Getreidewirtschaft 1936/37 mit ganz ähnlichen Verhältnissen und Aufgaben au rech­nen hat wie im abgelaufenen Jahr, konnte die bis­herige Regelung weitgehend übernommen werden. Das F e ft p r e i s f y st em ist unverändert

währleiften.

Um eine bevorzugte Versorgung der Wehrmacht mit Hafer zu erreichen, ist schließlich bestimmt worden, daß diese in den ersten Monaten des Wirtschaftsjahres besondere Zuschläge für Hafer zahlen kann.

Der Aufbau der zur Ordnung der Getreidewirt­schaft geschaffenen Organe ist unverändert geblieben Nur der Zusammenschluß der Roggen- und Weizen­mühlen ist dem Führerprinzip entsprechend im Innern umgestattet worden.

namens Wolf, so schwer verletzt wurde, daß er auf der Stelle v e r st a r b. Der Soziusfahrer erlitt einen Schädelbruch, während der Wagen­lenker, der bei dem Zusammenstoß durch das Wa­genverdeck geschleudert wurde, sowie ein neben ihm sitzendes Mädchen mit leichteren Verletzungen davonkamen. Die Verletzten wurde ins Bad-Nau- heimer Krankenhaus eingeliefert.

Landkreis Gießen.

* Wieseck, 14. Juli. Am Montagnachmittag wurde die Ehefrau eines hiesigen Einwohners tot in der Abort grübe des Wohngrundstückes aufgefunden. Ob es sich um einen Selbstmord oder um einen Unglücksfall handelt, ist bis jetzt noch nicht bekannt. Die bedauernswerte Frau war schon seit

beibehalten worden. Die Getteidepreise steigen entsprechend dem Gesälleprinzip wieder von Osten nach Westen und zeitlich von Monat zu Monat bis zum Schluß des Erntejahres an. Die Festpreise blei­ben bei den einzelnen Getreidearten dieselben wie im vergangenen Jahre. Eine Ausnahme machen lediglich die Roggen- und Weizenpreise im Erzge­birge und die Weizenpreise in Bayern. Hier ist zum Ausgleich der in diesen Gebieten bisher etwas zu niedrig festgesetzten Preise eine leichte Erhöhung vor- genommen worden. Die Kleinoerkaufspreise, die der Verbraucher für Backwaren zu zahlen hat, werden jedoch dadurch nicht beeinflußt.

Entsprechend der Beibehaltung der bisherigen Getreidefestpreise ergeben sich auch

bei den Mehlpreisen im Laufe des Jahres keine nennenswerten Veränderungen gegenüber dem Vorjahr.

Insbesondere wird der Roggenmehlpreis wieder während des ganzen Wirtschaftsjahres auf dem gleichen Stand gehalten, um dadurch die Stabilität des Brotpreises zu ermöglichen. Dies wird auch in Zukunft durch Gewährung von Ausgleichsbettägen an die Roggenmühlen erreicht; die Mittel hierfür werden wie bisher durch eine Ausgleichsabgabe der Weizenmühlen aufgebracht. Dort, wo trotz des steti­gen Roggenmehlpreises die Auftechterhaltung des Brotgetreides aus örtlichen, in der Entwicklung be-

Damit werde die Parole erfüllt, die der Gauleiter auf dem Gautag ausgegeben habe, nämlich wieder frisch ans Werk zu gehen, nachdem auf dem Gau- tag die Bilanz über das vergangene Jahr gezogen worden sei. Dieses Heim, das heute für die ge­sunde Heranwachsende Jugend geschaffen worden fei, habe einst einem weniger erfreulichen Zweck gedient, nämlich der Unterbringung einer verwahr­losten Jugend, die nicht als vollwertiges Mitglied in der Volksgemeinschaft stand. Hierin werde auch sinnfällig die Umstellung zum Aus- druH. gebracht, Vte sich im nationalsozialisti­schen Deutschland vollzogen habe, das sich auch die Aufgabe gestellt habe, die Jugend so und so zeitig zu betreuen, daß sie nicht später als Minderwertige dem Staate zur Last fällt. An die Kinder richtete der Gauamtsleiter als einzige Bitte die, daß sie, wenn sie nach vier Wochen der Erholung von die- -- ----------,,

fer Stätte schieden, Dank für den Mann im Herzen reichem Maße frohe Kindertage beschert werden bewahren, der dies alles ermöglicht habe: Adolf können.

12. Dienst bei Rächt auf Fahrt und Lager.

a) Nachtwache.

Nachtwachen find für 10- und 11jährige grund­sätzlich verboten, 12- bis 14jährige Pimpfe dürfen nicht länger als je eine Stunde Nachtwache pro Nacht übernehmen.

b) Nachtmärsche, Na ch t g e l änd e s p i e l e, Nachtalarm:

Nachtmärsche sind, sofern sie nicht in Ausnahme­fällen durch Witterungsunbilden usw. bedingt sind, für das Jungvolk verboten.

Nachtgeländespiele sind grundsätzlich verboten. Von diesem Verbot sind die sogenannten Dunkel- heitsüdungen nicht betroffen, die in der Zeit der Dämmerung durchgeführt werden und eine Zeit von zwei Stunden nicht überschreiten dürfen.

Nachtalarm ist für das Jungvolk grundsätzlich verboten.

Führer, die gegen diese Anordnungen verstoßen, werden von mir rücksichtslos entfernt. Sind auf Grund besonderer Verhältnisse Anordnungen not­wendig, die von diesen Befehlen abweichen, so ist meine Zustimmung vorher einzuholen.

******

denn mit Opekia werden Marmeladen und Gelees biUiger. Ohne Opekta nämlich kochen diese durch die lange Kochzeit häufig bis zur Hälfte ein. Mit Opekta jedoch bekommen Sie ungefähr das ganze Gewicht an Marmelade oder Gelee in die Gläser, das Sie an Obst und Zucker m den Kochtopf geben.

1