Hauptschristleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lanae. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Friedrich Wilhelm Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. A. IV. 36: 10 000. Druck und Verlag: Brühl'sche Universitäts-Buch-und Steindruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen.
Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr.
Zur Zeit ist Preisliste Nr. 3 vom 1. Juni 1935 gültig.
seiner Macht Stehende tun, damit der die Lehre der Zerstöung und des Zusammenbruchs predigende Bolschewismus in Paraguay nicht Fuß fassen könne. Die Revolution sei nicht gemacht worden, um das Land den Feinden der Ordnung und des Fortschrittes auszuliefern.
Schafft Zugendherbergen!
Ein Tagesbefehl des Reichsjugendführers.
Zum Reichswerbe- und Opfertag des Reichsverbandes für Deutsche Jugendherbergen (16. und 17. Mai) erläßt der Reichsjugendführer folgenden Tagesbefehl:
Der Deutsche Iugendherbergsverband Hot sich feit jeher das Ziel gesetzt, der deutschen Jugend durch Errichtung zweckmäßiger und schöner Unter- kunstsstätten die Möglichkeit zu schaffen, unser deutsches Vaterland auf Fahrt und Wanderung kennenzulernen. Weit über 2000 Jugendherbergen dienen in allen Teilen des Reiches dieser Aufgabe. Der letzte Reichswerbe- und Opfertag gab uns die Möglichkeit, im Jahre 1935 5 6 neue Jugendherbergen zu errichten, die in ihrer architektonischen Gestaltung und schlichten Schönheit weit über Deutschlands Grenzen hinaus Bewunderung gefunden haben. Fast 110 000 Heber-
Pachtungen ausländischer Jugendlicher sind lm vergangenen Jahre zu verzeichnen gewesen. Sie sind der Beweis für die kameradschaftliche Verständigung zwischen den jungen Generationen der Völker. Die deutsche Jugend hat mit 6,5 Millionen Hebernachtungen das Deutsche Jugendherbergswerk zu einer erzieherischen Einrichtung von Weltrang erklärt. In diesem Jahre geht es darum, dem Jugendherbergs- gedanken neue Freunde und neue Mittel zu gewinnen. Jeder von uns muß durch unermüdlichen Sammeleifer auch in diesemJahre versuchen, eine Reihe neuer Jugendherbergen zu bauen, damit jede deutsche Landschaft unseren wandernden Kameraden und Kameradinnen ganz erschlossen wird. Der verstorbene Her ^Reichspräsident hat sich als einer der eifrig ft en Förderer unseres Werkes einst persönlich für den Ausbau des Deutschen Jugendherbergsverbandes eingesetzt. H n f e r Führer Adolf Hitler kümmert sich in liebe- voller Sorge um alle Einzelheiten unseres Bauprogramms. Du deutscheJugend mußt nun auch deinerseits dafür sorgen, daß jeder deutsche Volksgenosse und jede Volksgenossin am kommenden Samstag und Sonntag ihr Opfer geben. Wer für das Deutsche Jugendherbergswerk gibt, bringt unserer Jugend Glück und Gesundheit.
Gez.: Baldur von Schirach.
Zunge Sozialisten Der Tat.
Gozialdienst in HI. und BOM.
NSG. Auf der Gebietsführerschule „C h r i st i a n Crößmann" fand eine Arbeits- taguna der Sozialstellenleiter der Banne und der Sozialreferentinnen der Untergaue des BDM. statt. Landesbauernführer Dr. Wagner sprach über die Aufgaben des Reichsnährstandes. Heber die Z u - fammenarbeit zwischen der HI. und der D A F. mit ihren Jugendwaltern sprach Scharführer Riese. Gerade bei den Vorbereitungen, Auswertungen und Auswirkungen des Reichsberufswettkampfes sei sie fruchtbar zum Ausdruck gekommen. Die zusätzliche Berufsschulung — auch ein Werk beider Stellen — habe seinen Erfolg maßgeblich beeinflußt. Ebenso wird nun in Verbindung mit den Arbeitsämtern die Lehrstellenvermittlung vorangetrieben. Eine durch und durch g e - sunde Jugend wird immer das Ziel sein, rechtzeitig sollen die Wege dazu beschritten werden. Z. B. durch die Kinderlandoerschickung der NSV. Darüber wie auch über die übrigen sozialen Maßnahmen der NSV. berichtete Unterbannfübrer Steubing von der Gauamtsleitung der NSV. Er hob die Bedeutung der Mitwirkung der HI. an diesem Werk hervor, die etwa die Voraussetzungen zur Verschickung untersucht, die verantwortlichen Führer stellt, bte Jungen und Mädel an ihren Fahrten und Heimabenden usw. teilnehmen läßt. Die Jugend- hilfereferenten arbeiten hierbei gemeinsam mit den Sozialstellen der HI. Heber das Landjahr sprach Landjahrbezirksführer Bannführer Zoll, sein Endziel ist, einen gesunden Nachwuchs für das Land zu schaffen und sobald als möglich die ernährungs- gefährdende Landflucht auszugleicyen. Gerade heute kann nach dem Erlaß der Landarbeitslehre dem jungen Menschen die Landarbeit als Lebenslauf nur empfohlen werden. Ein geordnetes ländliches Berufswesen ist dadurch geschaffen worden, das dem Tüchtigen eine Berufszukunft und Sicherheit gewährleistet. Lehrvertrag und Heberwachung des Lehrlingsverhältnisses sorgen für Einhaltung des
richtigen Weges. Der Jugendwart der Landes- bauernschaft Werner Volkmar referierte anschließend über die Organisation der Jugendwarte bis in die kleinste Ortschaft hinein und ihre durchgreifende Schulung zum Zweck der Betreuung der Landjugend.
In anschaulicher Weise führte Wilhelmine Erz - gröber ihre Sozialreferentinnen in die ihrer harrenden Aufgabengebiete ein und konnte gleichzeitig von beachtlichen Erfolgen der Arbeit des vergangenen Jahres berichten. Im Hauswirt- schaftlichen Jahr betätigten sich 1935 2000 Mädel, von denen 75 v. H. in ihrer Stelle bleiben konnten. Diese zu betreuen ist mit eine wesentliche Aufgabe der Sozialstellen des BDM. In den zahlreichen Haushaltungsklassen und in den staatlich anerkannten Haushaltungsschulen konnte ebenfalls eine große Anzahl Mädel ausbildet und in Stellen vermittelt werden. Mehr und mehr wird sich die HI. auch in der Berufsberatung ein» schalten und zusammen mit den Arbeitsämtern die Lehrstellen- und Arbeitsvermittlung ausbauen. Die Sozialwarte der Hitlerjugend, von denen eine gewiße Reife verlangt wird, und die sich das Vertrauen der Eltern erobern, kennen ja diese Jungen genau und ihr Rat und ihre Beurteilung können nur nützlich sein. Sie haben einen Heberblick über die Arbeitsmarktlage und greifen etwa dadurch regelnd ein, daß sie Mangel an Kräften auf der einen Seite und Heberfluß in anderen Berufen ausgleichen.
Zum Schluß der Arbeitstagung faßte Bannfüh- rer Jung die Aufgabe der HJ.-Sozialarbeit noch einmal kurz zusammen. Wo helfend einzugreifen ist, wird die HI. handeln, und wird sich stets der Tatsache bewußt sein, die Jugend der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei zu sein, die den Sozialismus auf ihre Fahnen geschrieben, und diesen Sozialismus heute und in Zukunft in d i e Tat umsetzen wird.
Die Role-Kreuzlagimg in Vai) Homburg.
LPD. Bad Homburg, 13. Mai. Am zweiten Tage der „Schwesternschaft des Deutschen Roten Kreuzes" sprach die Fürstin zu Wied über „Die Frauenarbeit im DeutschenRotLn K r e u z". Die Tätigkeit der im Reichsfrauenbund zusammengeschlossenen ca. 3/< Millionen für das Rote Kreuz arbeitenden Frauen bestehe in der Begründung und Erhaltung der Schwesternschaften, in der Ausbildung und Ausrüstung von Hilfskräften und in der Lieferung von Material. Neben der Beschaffung der Geldmittel zur Erfüllung der Aufgaben gegenüber Volk und Staat dürften die Ideale nicht schwinden, die eine Arbeit tragen, die auf dem Boden der Nächstenliebe stehe und deren Glieder Kraft und Leben zu opfern bereit seien für das, was der Führer von ihnen für Deutschland fordere.
Heber „S ch w e st e r n w e r b u n g" sprach Frau Generaloberin von Oertzen. Durch den Hmbruch der Nation und die Zunahme der deutschen Wirtschaftskraft sowie durch die Heeresvermehrung hätten sich die Aufgaben des Roten Kreuzes erheblich vermehrt, ohne daß gleichzeitig die Schwesternzahl im gleichen Umfange zugenommen habe. Es gelte also für den Rotkreuzgedanken zu werben und der Jugend das Gemeinschaftsleben und die Leistungsgemeinschaft im Sinne des Führers in diesem schönsten Frauenberuf zu zeigen. Die Schwestern selbst müßten werben mit dem, was ihnen zum eigensten Erlebnis wurde, als lebendige Apostel des Rotkreuzgedankens. Um den Nachwuchs für die Schwesternschaft des Deutschen Roten Kreuzes zu sichern, der wegen der gestellten Anforderungen
ganz besonderer Auslese bedürfe, werde also eine starke Werbung für den Schwesternberuf einsetzen.
Prof. Reinwein, Gießen, sprach dann über „Tuberkulose und Tuberkulosebekämp- f u n g". Er wies darauf hin, daß in Deutschland noch jährlich 40 000 bis 45 000 Menschen an dieser Seuche sterben. Um sie zweckmäßig zu bekämpfen, müsse man über die Krankheitsentstehung unterrichtet sein. Wie bei allen Infektionskrankheiten genüge zur Entstehung nicht nur der krankmachende Keim, sondern es müsse gleichzeitig eine gewisse Schwäche des Körpers oorliegen. An diesen beiden Punkten also gelte es einzugreifen. Von den Heilverfahren seien zu erwähnen die Heilstätten, die Ernährung und die operative Behandlung. Besonders auf die verschiedenen Arten der letzteren ging Prof. Reinwein ausführlich ein. Er betonte aber auch, daß Tuberkulose eine durchaus heilbare Krankheit sei, wenn es gelinge, die Krankheit frühzeitig zu erkennen und sie einer entsprechenden Behandlung zu unterziehen.
Professor Stahl, Berlin, sprach dann über die Geschichte der Krankenpflege, die er von ihren ersten Anfängen an, also von den Militärlazaretten der alten römischen Legionen über ihre Entwicklung durch die christlichen Orden und später durch staat- liche Einrichtungen aufzeichnete. — Abends fand anläßlich des 70jährigen Bestehens der Schwestern- schäft Frankfurt a. M. von 1866 e. 23. im Neuen Theater, Frankfurt, eine Fe st Vorstellung statt, welche die Tagungsteilnehmer besuchten.
LZ. „Hindenburg" im Frankfurter Flughafen gelandet.
Begrüßung durch Reichsstaithatter Gauleiter Sprenger.
LZ „Hindenburg" ist heute, Donnerstag, um 5.45 Hhr auf dem neuen Flughafen in Frankfurt gelandet. Von Lakehurst bis Frankfurt hat LZ „Hindenburg" 49 Stunden 3 Minuten gebraucht. In "die er geringen Zeit wurde die gewaltige Strecke von 6670 Kilometer zurückgelegt. Die erste Nordatlantikfahrt ist erfolgreich beendet.
In der neuen Luftschiffhalle hatten sich zur Begrüßung Reichsstatthalter und Gaulelter Sprenger und zahlreiche Vertreter des Staates und der Bewegung eingefunden. Reichsstatthalter Spren- g e r begrüßte Kapitän Lehmann und gab dem Wunsche Ausdruck, daß sich die Besatzung tm Gau Hessen-Nassau und in der Stadt Frankfurt reckst wohl fühlen werde. Er hoffe, daß das Luftschiff noch viele, für das Ansehen Deutschlands in der Welt werbende Fahrten ausführen werde. Der Reichsstatthalter schloß mit Worten des Dankes an die Leitung und die Besatzung des Luftschiffes für die glänzende Leistung. Kapitän Lehmann dankte für die herzliche ' Begrüßung. Anschließend überreichte Reichsstatthalter Sprenger den Herren der Schiffsleitung als Andenken in Silber getriebene Schalen.
Oberbürgermeister Staatsrat Dr. Krebs sprach
im Namen der Passagiere der ersten Nordamerikafahrt der Besatzung den Dank für das aus, was sie auf dieser Fahrt geleistet habe. Die erste Nordatlantikfahrt werde für alle Teilnehmer unvergeßlich bleiben.
Zur gleichen Stunde, als LZ „Hindenburg" in Frankfurt landete, startete auf dem alten Flugplatz am Rebstock das Transatlantikflugzeug der Deutschen Lufthansa zum Flug nach Südamerika. Die Bedeu» tung Frankfurts als W e l t f l u g h a f e n kam da- mit eindrucksvoll zur Geltung.
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