Ausgabe 
14.4.1936
 
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Ostersußball der heimischen Mannschaften

36 Fortsetzung

Nachdruck verboten!

von der

Hörte

sie

ita-

im

aus,

Ich

zückend geschrieben hat, ist ja auch so ein unbe­kannter Faktor in meinem Leben, mit dem ich überhaupt niemals gerechnet habe. Ich überlasse es der Zukunft, wie es werden soll!"

lienischer Großgrundbesitzer geworden." Und die Geyerburg? Willst du denn die

der beim en deutsche" l 65 W

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einem Feiertag Leuchel Der be= lener 6a« mrgischen

liche Luft in sich ein. Wie lange hatte sie das alles entbehrt! Der e'inftündige Spaziergang im Gefäng­nishof war kein Ersatz für die herrliche freie Na­tur, die sie so innig liebte.

Wie wunderschön ist es hier, Lore!" sagte sie glücklich zu der Freundin und reichte ihr die Hand herüber. Da endlich sah sie den glatten Reif am Ringfinger der anderen.Lore, was sehe ich?! Du bist verlobt?!"

Mühsam bezwang sie die aufsteigenden Tränen. Mit grausamer Deutlichkeit wurde sie abermals an ihr verlorenes Glück erinnert.

Doch schon hatte Lore der ernsten Stimmung eine fröhliche Wendung gegeben:

Ja!" lachte sie und wurde über und über rot. Braut bin ich, und schrecklich glücklich dazu. Aber kannst du dir vorstellen ich kenne meinen Ver­lobten persönlich überhaupt noch nicht. Ich ahne nicht einmal, wie er aussieht. Nicht einmal ein Photo von sich hat mir der Unmensch bisher ge­schickt!"

Nun mußte Mariella doch lachen.

Du bist doch wahrhaftig die abenteuerliche kleine Person aus deiner Backfischzeit geblieben! Wie ist denn das möglich? Weißt du wenigstens den Namen deines geheimnisvollen Herrn Zukünftigen? Oder hat er dir den auch nicht mitgeteilt?"

Hat er!" lachte Lore.Und mein Bild hat er auch! Porträtähnlich, auf einer Eierschale! Auf dem Heimweg erzähle ich dir alles!"

Doch erst spätabends, als das Wiedersehen mit Renate, die bis über den Kopf in Arbeit steckte, vorüber war, kamen sie auf Peter Arlesi zu spre­chen.

doch diesen Namen zum ersten Male.

23. Kapitel.

Bist du schuldig, Mariella?

Schweren Herzens war Heßling von Tanga

Oie Tippgräfin.

Vornan von Klothilde v Stegmann

Urheberrechtsschutz: Auswärts-Verlag, Berlin, SW 68.

Da schrillte das Telephon. Renate ging heran. Es war ein Redakteur, der ihr häufig Aufträge gab. Bedauernd sagte sie jetzt:Morgen im Hotel Adlon Aufnahmen? Leider unmöglich! Ich fahre morgen schon ganz früh nach außerhalb und mache eine Reihe von Ausnahmen von der Rosenschau. Ich kann beim besten Willen nicht!"

Sie lauschte weiter dem Sprechenden.

Gewiß! Ein andermal gern!" rief Renate. Dank auch, daß Sie an mich dachten! Halt! Moment mal!"

Eine weiche Hand legte sich auf den Hörer des Telephons:Kann ich Die Photos nicht machen?" bat Mariella.Mit meiner Leica?"

Das ginge!" Sind Sie noch da? fragte Re­nate zurück.Ich kann den Auftrag durch meine Assistentin aussühren lassen. Ob die Dame photographieren kann? Muß sie wohl, sonst arbeiteten wir kaum zusammen! Wie heißt der Herr?"

Eifrig notierte sie.

Gut!" rief sie zum Schluß.Bis zum Mittag haben Sie das Photo! Wiedersehen!"

Mit glühenden Wangen sprang Mariella auf ganz Leben und Bewegung.

Um was handelt es sich?" erkundigte sie sich, denn jetzt konnte sie sich doch Renate zum ersten Male wirklich nützlich erweisen, konnte zeigen, ob sie als Renates Assistentin etwas leisten konnte.

Du sollst morgen früh den Herzog der Abruzzen im Hotel Adlon' aufnehmen!" erklärte Renate.

sehr sein Herz sich nach Deutschland und Mariella sehnte er hatte dem Herzog recht geben müssen: nach Lage der Dinge konnte dieser, unterstützt von der italienischen Botschaft, vielleicht in Berlin mehr ausrichten als Doktor Walter Heßling.

Mit tausend guten Wünschen ließ er ihn in Tanga an Bord eines Expreßflugzeuges gehen, dessen Pilot ohne Unterbrechung nach Rom zu ge­langen beabsichtigte. Gerade war ein Dampfer aus Amerika eingetroffen. Heßling, der feit Monaten keine Zeitung mehr gelesen hatte, war froh, eine Zeitung vomNew York Herald" zu erstehen. Er überflog gedankenlos die Spalten.

Plötzlich wurde sein Blick von einem Namen ge­fangen genommen. Wer schrieb über Annina von Gellern in einem amerikanischen Blatt? Unter der in diesen Zeitungen üblichen RubrikAus der Ge­sellschaft" wurde kurz mit geteilt:

Im HotelFisch Avenue" ist Frau Annina von Gellem, eine deutsche Aristokratin, abgestie­gen. Man wird sich ihrer erinnern. Sie ist die Kronzeugin aus dem sensationellen Berliner Diebstahlsprozeß gegen die italierrische Prinzes­sin Bonaglia ...

Walter Heßling fuhr sich über die Augen. Schaute wieder auf das Zeitungsblatt. Das war ja unbegreiflich! Das war unmöglich! Entsetzen er­griff ihn. Diebstahlsprozeß Bonaglia? Mariella eines Vergehens gegen fremdes Eigentum ange- klagt? Niemals konnte das der Fall sein. Eine Namensoerwechslung vielleicht? Unmöglich! Diesen Namen gab es nur einmal! Um Gottes willen! Was war geschehen?

Zorn verdunkelte Heßlings Blick. Wie ein Schleier fiel es von feinen Augen. Alles wurde ihm auf einmal klar. Annina hatte irgendeine Schandtat begangen, um Mariella für immer unschädlich zu . machen, und um für immer Besitzerin des kostbaren Schmucks zu fein. Hätte er das alles, was ihm jetzt bekannt war, nur gewußt, ehe er sich aus Berlin entfernte! Dann hätte er ja ganz anders gegen Annina Vorgehen können. Doch er hatte ja damals keinerlei Handhabe gehabt, nichts als feinen unbestimmten Verdacht. Erst durch die abenteuer» liche Expedition nach Afrika und das Wiederauf» finden des Prinzen Bonaglia hatte sich das ganze traurige Rätsel um Mariella gelöst.

tFortsetzung folgt!)

Stich lassen?"

Ach, das weiß ich alles noch gar nicht, mache gar keine Pläne. Siehst du, dieser Unbe­kannte, der mir da von weit drüben her so ent-

Verrückt ist solche Verlobung!" stellte Renate sachlich fest.Lore schwärmt andauernd von einem schwarzhaarigen, brünetten Italiener, dabei ist der Mann Deutscher, und nur durch die Erbschaft ita-

Erstes Bahnradrennen 1936 in Gießen.

Guter Sport.Massige Kämpfe auf der Aschenbahn.S0-km-Rennen nach Sechstageart

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sich am sseln von 1 Die Gaste, ; idt hatten, i der Der- ; ch-M.R n Meister- !

wurde in vier Vorläufen, zwei Zwischenläufen und zwei Endläufen ausgetragen.

Jrn ersten Lauf lagen Kingrna und Neumann sicher vorne. Muhl, der anfänglich führte, konnte sich im Endspurt nicht behaupten. Im zweiten Lauf gualifizierten sich Tobias und Breuer, während der jüngere Schorn als Dritter einkam. Das Ergebnis kam umso überraschender, als man gerade I. Schorn als einen ausgezeichneten Spurter kennt. Im dritten Lauf siegte Borck in einem harten Kampf gegen Paduschek. Im vierten Lauf wurde sehr verhalten gefahren. Der sympathische Wetzlarer Göbel zeigte sich von der besten Seite und ver­mochte sich auf dem zweiten Platz durchzusetzen. Den Sieger des Laufes stellte der ausgezeichnete Köl­ner Schlösser.

Im ersten Zwischenlauf kämpften die Kölner Kingma, Tobias, Breuer und der Gießener Neu­mann um den Sieg, Der klar an Breuer fiel.

Im zweiten Zwischenlauf gab es eine angenehme Ueberraschung insofern, als der Wetzlarer Göbel in einer geradezu blendenden Manier die ausgezeich­neten Fahrer (als die sie sich im Laufe Des Nach­mittags wieDerholt erwiesen) PaDuscheck, Borck unD Schlösser hinter sich ließ. Ja, er vermochte sogar einige Meter zwischen sich unD seine Gegner zu legen. Im EnDlauf um Den ersten unD zweiten Platz mußte Göbel allerDings mit Dem zweiten

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Um zwölf Uhr roerDen Die Photos

.Wochenschau' gebraucht. Nun, klopft Dein An­fängerherzchen, mein Kind?"

Nicht im geringsten!" sagte Mariella.

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gen 1. FC. Nürnberg 1:3; FV. 06 Breslau ASV. Nürnberg 1:0; Werder Bremen Spvgg. Fürth 2:2; Berliner SV. 92 Stuttgarter Kickers 2:1; VfB. Leipzig Phönix Karlsruhe 4:0; Spvgg. 02 Erfurt VfL. Neckarau 1:0; Hertha BC. gegen Wormatia Worms 5:4.

Aordheffens Fußball-Elf abermals geschlagen.

Gau Mitte sieg« 2:0 (1:0).

Im zweiten Spiel der Osterreise des Gaues Nord- Hessen war Den Vertretern Des Gaues XII Das Glück abermals nicht holD. Nach Der Niederlage in Stettin reichte es auch in Halle vor 2500 Zu-

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Mit großem Interesse sah man dem

Punktefahren über 20 Runden

entgegen, Das in jeDer zweiten RunDe eine Wertung braä)te. An diesem Wettbewerb beteiligten sich aus­schließlich Die einheimischen Fahrer. Es starteten Neumann (Gießen), Göbel (Wetzlar), M e - b u s (GöbelnroD), K. Muhl (Gießen) und We­ber (Gießen). Schade, daß Preis nicht mit im Wettbewerb stand. Das Punktefahren gestaltete sich zu. einem spannenden Duell zwischen Neumann und Göbel, die bei sämtlichen Rundenspurts vorne lagen und den ersten, bzw. den zweiten Platz für sich in Anspruch nahmen. Lediglich bei der 8. Wertung wurde Göbel einmal auf Den Dritten Platz ver­wiesen unD zwar Durch K. Muhl. Den Ersten machte in jeder der 10 Wertungen Neumann. Allerdings lag zwischen ihm und Göbel bestenfalls einmal eine Radlänge. Der Kampf wurde von Den Zuschauern mit großer Begeisterung verfolgt. Erfreulich ist es, daß Weber auch immer Dann im Wettbewerb bleibt, wenn für ihn auch keine Chance auf Sieg bleibt.

Das SO-Kilometer-Mannfchastsrennen

Dieser Wettbewerb sah von 10 vorgesehenen Mannschaften 8 am Start. Auch von Diesen 8 Mannschaften fielen währenD Des Rennens noch 2 Mannschaften Durch Aufgabe aus, unD zwar Gelpke-NeuwieD/Göbel-Wetzlar unD Mebus-Göbeln- rod/Spatz-Gießen. Die übrigen 6 Mannschaften setzten sich aber aus fast Durchweg gleichwertigen Kräften zusammen, so Daß sich ein harter Kampf entspann, Der reich an Sensationen war. Die

Am 2. Feiertage wurDe Durch einen 6:0-Sieg Der 1. JugenD unD einen 3:2-Sieg Der 1. Schülerelf über Den Sportverein 05 Wetzlar Das Dfterprogramm beendet.

Handball im Männer-Turnverein.

Mlv. I Tv. hausen I 10:8 (3:4).

Einer Einladung Des Turnvereins Hausen waren Die Männerturner am Ostersonntag mit Drei Mann- schäften gefolgt. Die 1. Mannschaft mußte sick mäch­tig anstrengen, um gegen Die sich tapfer weyrenden Hausener erfolgreich zu bleiben. In fofgenber Auf­stellung traten Die Männerturner an: Krausch I.; Winter, Seipp; Krausch II., Grünig, Hußke; Barth, Ploch, Weiß, Lindenstruth, Strack. Zunächst war man auf beiben Seiten ziemlich nervös, sämtliche Angriffe rourDen entroeDer schon von Den Läufern bzw. Der VerteiDigung zunichte gemacht. Zwei von Strack gut gemeinte Schüsse wurden von Dem sicher arbeitenDen Hausener Torhüter in schöner Manier gehalten. Weniger glücklich erging es seinem Gegenüber. Nach etwa 20 Minuten war Der Bann gebrochen. Ein Den Hausenern zugesprochener Straf­wurf eröffnete Den Torreigen; wenige Minuten später mußte sich Krausch abermals geschlagen be­kennen. 2:0 für Hausen! Zäh wurDe weiter gerun­gen. Im Anschluß an eine schöne Vorlage Des Gießener Mittelläufers konnte Der Halblinke Das erste Tor für feinen Verein erzielen. Ebenfalls war es Strack, Der kurz Darauf Das Ausgleichstor schoß. Mit einem schönen Strafwurf konnte Grünig für feinen Verein in Führung gehen. Mit zwei weiteren Toren stellten Die Hausener ein Halbzeit­ergebnis von 4:3 her. Daß Die zweite Spielhälfte noch Das positive (SnDergebnis für Die Männer­turner braute, lag wohl in erster Linie an Der grö­ßeren Ruhe Der Gießener. In regelmäßigen Ab» ftänDen schossen Die Männerturner, verteilt auf Die einzelnen Stürmer, noch sieben weitere Tore, Denen Hausen noch vier entgegensetzen konnte. Mit 10:8 wurde Das jederzeit schöne und faire Spiel für Die Gießener Männerturner beenDet.

Allo. Jugend Tv. hausen Jugend 12:7 (6:3).

Eine kombinierte JuaenDmannschaft konnte eben­falls ihr Freundschaftsspiel in Hausen siegreich ge­stalten. Mit 12:7 mußte sich Die verstärkt antretenDe Hausener Elf geschlagen bekennen. In rounDerbaren Kombinationen schossen Die Männerturner Tor auf Tor. TrotzDem bekam Walter im Gießener Tor oft reichlich zu tun.

2Hfv. Schüler Tv. hausen Schüler 1:3 (0:3).

Die jüngsten Männerturner mußten sich, mit nur neun Mann spielenD, nach tapferer Gegenwehr mit 3:1 geschlagen bekennen.

Erhard!" Lautlos sagte sie es vor sich hin. Aber wie merkwürDig: Dieser Name brachte in ihrem Herzen feinen WiDerhall mehr. Sie schloß Die Augen, versuchte sich sein Gesicht vorzustellen, aber es gelang nicht. Die Züge ErharD von Hagens ver- schwammen ihr unD rourDen zu Denen Heßlings.

Ausgeträumt?" Lore unterbrach bewußt Ma- kiellas Traum. Sie konnte ja nicht wissen, an wen sie Dachte, unD wollte nicht. Daß sie in trostloses Grübeln verfiel.

Was ich beginnen möchte?" fragte Mariella unD sah sehnsüchtig vor sich hin.Hinaus, Lore! Ganz Veit hinaus! Irgendwohin, wo man keine Häuser sieht unD keine Menschen. Nur Himmel nur viel Himmel unD ErDe!"

Lore nickte. Es traf sich gut, Daß Doktor Hartwig ihnen für Den ganzen heutigen Tag Den Wagen ,)ur Verfügung gestellt hatte. So konnte Mariellas Wunsch erfüllt roerDen. Das Auto fuhr auf Der clatten Chaussee Dahin und ließ die Großstadt weit tinter sich.

Nach zwei Stunden schon waren sie weit draußen cn einem kleinen See. Jenseits zogen sich weite Wiesen und bebaute Felder hin. Sie saßen in einem ICeinen Kaffeegarten und schauten still hinaus. Die koldenen Getreidefelder wogten der Ernte entgegen. Her Himmel spannte sich wie ein Tuch aus glän- Mder Seide über die Landschaft. Ganz im Hin­tergründe weidete eine Herde Schafe, und die Heide- losenhecke, Die Den Kaffeegarten umgab, hauchte IstäubenDe Düfte aus.

Gottesfrieden lag über Dieser stillen LanDschäft, unb Dieser FrieDe nahm nach unD nach auch Besitz oon Mariella.

Lore hatte sich schon seit geraumer Zeit bemüht, durch betontes Herumhantieren mit ihrer linken §ond Die Aufmerksamkeit Der FreunDin zu erregen, liod) Die war noch ganz mit sich selbst beschäftigt. 3n langen, durstigen Zügen sog sie die jammer»

Jugend futzball.

Die 1. Jugend wurde am ersten Feiertag in Lauterbach mit 7:4 geschlagen. In Diesem Spiele konnten Die Gießener sich auf Dem kleinen Platz nicht zurechtfinDen unD mußten schon bei Halb­zeit eine 4:2-Führung Des Gastgebers hinnehmen. Auch nach Der Pause konnten Die Lauterbacher sich in ihrem wuchtigen Spiel Durchsetzen unD erfochten einen oerDienten Sieg.

Die 2. JugenD siegte in Geilshausen nach einem überlegen geführten Kampf mit 4:1 Toren.

Die 1. Schülerelf trennte sich im Spiele gegen Sportfreunde Wetzlar Schüler mit einem unent« schieDenen Ergebnis. BeiDe Mannschaften führten ein gutes Spiel vor.

Die 1. JugenD siegte am zweiten Feiertag in Als- felD 3:1. TrotzDem Die Alsfelder eine körperlich Den Gießenern überlegene Mannschaft ins FelD stellten, konnten sie sich gegenüber Dem technisch reiferen Spiel Der Gießener nicht Durchsetzen.

Erwartungsgemäß wurDe Die zweite JugenD in Lich mit 4:1 Toren geschlagen. Die Gastgeber sieg­ten in Dieser Höhe oerDient.

Spielvereinigung 1900 Gießen.

Lollar II 1900II 1:1.

Am ersten Feiertag ftanDen sich Die Reserven Der beiDen Vereine gegenüber. Die gezeigten Lei- ftungen konnten nicht befrieDigen. Das Resultat rechtfertigt Den Spielverlauf.

Lollar AH. 1900 AH. 4:3.

Der SchieDsrichter ließ über Die volle Zeit spie­len unD Da konnten Die Alten Herren Der Blau- Weißen nicht ganz mit. Für Die meisten Torerfolge

schauern nicht zu einem Siege. Die Elf Des Gaues Mitte gewann 2:0 (1:0), unD ihr Sieg war auf @runD Der besseren Gesamtleistung nicht unver­dient. Die besten Leute hatte Der Gau Mitte in dem bekannten Rechtsaußen Paul (Dessau) und dem Magdeburger linken Flügel Jakob-Winter von Kirckett Viktoria. Dazu kam eine gut eingespielte Hintermannschaft, die den Angriffen Des Gaues NorDhessen jeDerzeit gewachsen war.

Der Führungstreffer fiel in Der 23. Minute Durch einen überraschenden 35-Meter-Schuß von Paul. Nach Der Pause waren die NorDhessen besser, sie gaben sich aber geschlagen, als in Der 17. Minute Elze auf Vorlage von Staudinger zum zweiten Male einsenden konnte.

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DfB.-Reichsbahn Gießen.

Eindrucksvoller 2:1-Sieg über Griesheim 02.

Was niemanD zu erwarten gewagt hatte, wurde Tatsache. Die Gietzener stellten den glücklichen Sie­ger. Zweifellos arbeiteten Die Hiesigen Die großen Torchancen heraus, mußten aber eine technische Ueberlegenheit Der Gäste anerkennen. Seit langer Zeit haben wir ein so ausgeprägtes Flügelspiel, wie es Die Gäste zeigten, in Gießen nicht gesehen. Dem flüssigen Spiel Der Griesheimer gegenüber wirkte öfters bas Der Hiesigen verkrampft. Den Ausschlag für Den Gießener Sieg gab Die Umstellung Des linken Flügels, Denn nachDem LehrmunD halblinks spielte, war Der Gießener Sturm beDeutenD pro- Duktiver unD gefährlicher. Bei Den Gästen spielte Krieger, Der sonst Torhüter ist, auf rechtsaußen. Sein Ersatzmann im Tor war glänzenD. In Der VerteiDigung überragte Der rechte VerteiDiger. Die Läuferreihe hatte in ihrem linken Läufer Theves Den besten Mann. Die Angriffe Des Sturmes wur­den von Den beiDen Außen getragen.

Bei Den Gießenern war WloDarek Durch Fehling ersetzt. Balser im Tor machte einen unsicheren Ein- Druck. In Der VerteiDigung war Leutheuser I in großer Form. Der beste Mann auf Dem Platze war unstreitig Knaus. Fenster, wie gewohnt sicher. Hauptfeld war unter Form.

Die erste ViertelstunDe war ohne Kampfhand- lung. Das Spiel bewegte sich meistens im Mittel- felb. NachDem ein guter Angriff Der Griesheimer abgeschlagen roorben war, entstaub bei einem Vor­stoß ihres rechten Flügels vor bem VfB.-Tor ein Gebränge unb fast hätte ein grober Schnitzer von Balser zum ersten Erfolg für sie geführt. Haupt- felb rettete. Zwei Ecken für Griesheim würben von ihrem Halblinken neben bas Tor geköpft. Immer wieber kamen bie Gäste burch ihre Außenstürmer zum Zuge, scheiterten aber an ber Gießener Ver- teibigung. Ueberraschenb fiel bas erste Tor für bie Hiesigen. Heß setzte einem zwischen bie Verteibigung gelegten Ball nach, konnte an ben Tormann vorbei­kommen unb schoß von links in einem spitzen Win­kel ein. Halbzeit!

Nach Wieberbeginn spielten bie Griesheimer wuchtiger. Ein Kopsbal! oon LehrmunD wurDe ab­gewehrt unD Der Nachschuß von SchmiDt ging Darüber. Auf Der Gegenseite konnten Die Gries­heimer eine leichte FelDüberlegenheit erzwingen, Die aber vorerst zu keinen Erfolgen führte. Ein Deckungsfehler von HauptfelD unD Der Linksaußen legte eine halbhohe Flanke zu Dem Halbrechten, ber entschlossen einschoß. Kurze Zeit später mußte Krieger, ber sich bei einem Zusammenstoß verletzt hatte, ausscheiben, trotzbem brückten bie Griesheimer weiter. Hierburch staub Der Gießener Sturm öfters frei unD konnte DaDurch gefährliche Angriffe ein» leiten. Als LehrmunD unD Heß gemeinsam eine Flanke von rechts einDrütfen wollten, wurDe Heß unfair gelegt. Der fällige Elfmeter blieb aus. Es -roar tragisch für Die Gäste, Daß kurz vor Schluß 1te Durch ein Abseitstor geschlagen rourDen. Ein Zu- I pmmenfpiel Des Jnueusturmes unD LehrmunD, Der abseits jtanb, konnte unhaltbar in Die rechte untere 'Ecke einschießen. Alle Bemühungen Der Gäste, Den Ausgleich zu erzielen, scheiterten an Der Hinter­mannschaft Der Hiesigen. SchieDsrichter Volkmar- Wetzlar war gut.

VfB.R. II BL. Nauborn 21 I 1:2.

Die zweite Elf hatte auscheinenD ihren Gegner zu leicht genommen unD mußte Durch ein Tor kurz vor Schluß Den Gästen Den Sieg überlassen. Auffällig war Die Schußunsicherheit Des Gießener Sturmes.

Lollars zeichnete sich ein aktiver Spieler (Lotz) ver­antwortlich. Im großen unD ganzen hat Das Spiel jeDoch feinen Zweck erfüllt. verschiedene Hanblun- gen hatten wohl Die Lacher auf ihrer Seite, aber sanft zeigte es sich. Daß Die AH. trotz ihres ge­reiften Alters unD ihrer starken Körperfülle noch mit Dem Ball umzugehen wissen.

Londorf I 1900 fomb. 0:1.

Durch einen Elfmeter kam Das Resultat zustande. Aeußerst enge Platzverhältnisse unD eine vollstänbig auf VerteiDigung eingestellte Mannschaft liehen weitere Erfolge nicht zu.

Sportverein 1928 Garbenteich.

Ergebnisse der Feiertage.

Karfreitag: Garbenteich 1. Jugend Assen- heim 1. Jugend 3:1 (1:1).

1. Feiertag: Garbenteich I Ober-Ros» bach I 3:2 (0:2). Garbenteich Jugend Ober- Rosbach Jugend 2:0 (2:0).

2. Feiertag: Garbenteich 1. Jugend Wetz- lar 05 Jugend 6:0 (4:0). Garbenteich 1. Schüler gegen Wetzlar 05 1. Schüler 3:2 (2:1).

Wer Das Dfterprogramm Des Sportvereins 1928 verfolgt hat, konnte feststellen, Daß sämtliche Mann­schaften große Erfolge errangen. Die 1. Jugend- Mannschaft leitete Durch einen 3:1-Sieg über Den Tabellenführer Assenheim 1. Jugend Den Reigen ein. Hier bekamen Die zahlreichen Zuschauer ein Spiel zu sehen, wie man es auf Dem Garbenteicher Sportfeld noch selten gesehen hat.

Ungefähr 300 Zuschauer umsäumten am 1. Feier­tag Den Platz als Garbenteichs 1. Elf zum Spiel gegen Den Bezirksliga-Verein Ober-Rosbach antrat. Wohl mußte Der Gastgeber Ersatz einstellen, aber trotzDem wurden die Anhänger nach Der angeneh­men Seite überrascht. Die Mannschaft spielte in folgender Ausstellung: Otto Stumpf, H. Mohr, Rudolf Stumpf, Hch. Becker, Albert Stumpf, Karl Weigel, Wilh. Schmidt, Ldg. Fenster, Hch. Roth, Albert Fenster, Ldg. Stumpf.

Die Gäste waren in Den ersten zwanzig Minu­ten leicht überlegen und brachten das Garben­teicher Tor oft in Gefahr. Dabei mußte man er­leben, daß Garbenteichs Hintermannschaft zwei Selbsttore verschuldete und so das Halbzeitergebnis herstellte. Aber noch war das Spiel nicht verloren! Durch großen Eifer brachte es die Meister-Elf fer­tig, das Schlußergebnis mit 3:2 herznstellen. Die Mannschaften verdienten für ihre faire Spielweise ein Gesamtlob.

Die Jugendmannschaft roar auch wieder auf Dem Damm. Der 2:0°Sieg über Die gleichen von Ober- Rosbach ist beachtenswert.

roo sie stationiert waren, roieDer nach der Errel- schen Pflanzung zurückgeflogen. Aber der Herzog hatte recht damit, daß man Den geretteten, aber so beforgniserregenb schwererkrankten Prinzen Bonaglia keinesfalls allein mit Pepito Artest unD der hilflosen kleinen Jlaro zurücklassen konnte.

Auch an Pepito mit seinem gebrochenen Bein war es nicht sehr kameradschaftlich gehandelt. So

Der Radfahrverein 18 8 5 Gießen setzte mit dem gestrigen ersten Bahnrennen des Jahres 1936 eine sich anbahnende radsportliche Tradition fort. Von allen Freunden des Radsportes, wie des Kampfsportes überhaupt, wird dies allgemein be­grüßt werden. Der Verein läßt es sich dabei an­gelegen fein, Fahrer zu verpflichten, die der besten Klasse, insbesondere der besten westdeutschen Klasse angehören. Daß sich Die heimischen RaDsportler gegen Kölner, Dortmunder usw. behaupten können und gleichwerttge Gegner abgeben, ist Dabei sehr erfreulich.

Der gestrige Ostermontag brachte ausgezeichneten Sport. Die etwa 1500 Zuschauer kamen sehr auf ihre Rechnung, erlebten spannende Kämpfe und Jagden, interejfante Fliegerrennen und dann das abwechselungsreiche 50-Kilometerrennen nach Sechs­tagefahrt. Ein Punktefahren war nicht weniger in­teressant. Trotz einiger Abmeldungen fand sich ein Feld vieler gleichwertiger Kämpen.

Die ganze Veranstaltung stand unter einem glück­lichen Stern. Für die Radfahrer roar das Wetter geradezu ideal. Für die Zuschauer roar es zwar etwas kühl; Das störte aber niemanden ernsthaft. Die Bahn selbst roar in ausgezeichneter Verfassung, sie war frisch gewalzt und fest. Erfreulicherweise gab es nur zwei Stürze, die aber auch sehr glimpf­lich abliefen. Die Rennen wurden sehr fair aus­gefahren.

Einen sehr anregenden Verlauf nahm schon das.

erste Rennen, ein i Platz vorlieb nehmen, während Breuer Den Sieger

Fliegerkampf, stellte. Göbel hatte allerdings vor diesem Endlauf

der 16 Fahrer im Wettbewerb sah. Das Rennen' das anstrengende Punktefahren bestritten.