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Zu Timur Lengs 600. Geburtstage.

OS umschlossenen Bodenbesitz

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OieGojabohne in ihrer chinesischenHeimat

Auswärts im deutschen Eisenerzbergbau

schwung in Schweden. 3 50: Bekanntmachung KP 126 der Ueberwachungsstelle für unedle Metalle,

betr. Kurspreise.

der

6.30:

8.10:

17 104 gegenüber 14 439 Ende Februar.

Braunkohlen-Gchwelkrastwerk Hessen-Frankfurt AG. (Hefrag).

Fwd. Das Jahr 1935 ist nach dem Bericht

sein müssen,deren kaum jedes Jahrhundert aufzu­weisen hat", um zu einem Entschlüsse zu erstarken, durch den er sich von solcher Grundeinstellung mit der gleichen Schärfe und Einseitigkeit lossagte, mit der er sich bisher zu ihr bekannt hatte.

Verwaltung ohne beträchtliche Störungen verlau­fen. Die Rohkohlenförderung im Tagebau erreichte nur 360 000 (399 000) Tonnen, im Tiefbau 363 000

Fwd Der konjunkturelle Aufschwung der deut­schen Eisenindustrie in den letzten Jahren ist nach dem letzten Wochenbericht des JfK. auch dem deut­schen Eisenerzbergbau zugute gekommen.

Die Zahl der Beschäftigten, die von 16 200 im Jahre 1929 auf 3800 abgenommen hatte, ist wieder auf 14 000 bis 15 000 Personen ange­wachsen. Die Lohnsummen haben, nachdem sie in den krisenjahren auf 6 Mill. Mark ge­schrumpft waren, gegenwärtig den Jahresbetrag von etwa 20 Mill. Mark erreicht. Die gewon­nene Erzmenge ift gemessen am Eiseninhalt nur noch um 8 v. h. niedriger als 1929.

rif 18 am 1. Juni 1936) beginnen und mit Ein­zahlungen nicht im Rückstand sind.

Schulfunk: Das Grenzland ruft! Eine kleine Ring­sendung zum Schulbeginn. 10.45: Rur Kassel: Nach­richten. 11: Hausfrau hör zu! 11.45: Sozialdienst. 12: Mittagskonzert I. 13: Nachrichten. Anschließend: Nachrichten aus dem Sendebezirk. 13.15: Mittags­konzert II. 14: Nachrichten. 14.10: Frohsinn am Rhein. 15: Wirtschaftsbericht. 15.15: Kleines Kon­zert. 15.30: Was brachten die Zeitschriften? 15.45: Großkraftwerk Wiese". Eine naturkundliche Plau­derei von Dozent Dr. Ewald Schild. 16: Bon Kassel: Musik zum Nachmittag. 17.30: Die Kinder der Sieger. Neue Fohlen im Gestüt. Bon Dieter Basser« mann. 18: Hochmusikalisches Kunterbunt! 19.45: Er­zeugungsschlacht. 20: Nachrichten. 20.15: Stunde der jungen NationRitter, Tod und Teufel". 20.45: Sonnenstrahlen im April.

Sojabohnenbau das Hauptgewicht auf die Gewin­nung von Grünmasse gelegt, die allein oder mit Mais zusammen zur Sauerfutterbereitung dient. Oder man läßt die Körner reifen und verfüttert sie ganz oder geschrotet. Unter diesem Gesichtspunkt soll ihr Anbau in Zukunft auch in Deutschland betrieben werden, denn die Sojabohne ist so eiweißreich wie kaum ein anderes Kraftfutter. Da die ersten Anbauversuche in Europa meist fehlschlugen und nur in den südlich­sten Teilen gelangen, wurde die Sojabohne in Deutschland in großen Mengen eingeführt, da sie kaum zu entbehren ist. Sie kommt hauptsäch­lich aus der Mandschurei, wo ihr Haupt­anbaugebiet liegt. Dort wurden 1926 rund 6 Mil­lionen Tonnen geerntet. Nach Dftafien ist heute Nordamerika das wichtigste Erzeugungsgebiet.

Bei der augenblicklichen Ernährungslage Deutsch­lands liegt der deutschen Landwirtschaft daran, diese wertvollste Fett- und Eiweißpflanze, die es gibt, auch bei uns heimisch zu machen. Vorausgesetzt, daß ein richtiges Klima und ein geeigne­ter Boden ausgewählt werden, ist ihr Anbau auch in Deutschland durchaus möglich. Das Saatgut, das heute von den deutschen Sojabohnenzüchtern zur Verfügung gestellt wird, reift bei Beachtung dieser Gesichtspunkte sicher aus. Bislang stand dem Anbau der Sojabohne der niedrige Auslands­preis mit rund 16 Mark je Doppelzentner im Wege.Um diesemUebelstand abzuhelfen und dem deut­schen Anbau den Weg frei zu machen, wird für diesjährige deutsche Sojabohnenernte vom Reichs­nährstand der doppelte Preis, nämlich 32 Mark je Doppelzentner ab Station des Anbauers, garantiert. Außerdem erhält jeder Anbauer etwa 8 5 v. H. reines Sojaschrot der von ihm abgelieferten deutschen Sojabohnen zum Markt­preis zurück.

sich die Wirtschaftlichkeit der Förderung verschlech­terte; es bedurfte neuer und verbesserter Aufbe­reitungsverfahren, um den Hochofenwerken die Eindeckung mit heimischen Erzen zu erleichtern. Die Haldenbestände an deutschen Erzen sind in den ver­gangenen Jahren erheblich vermindert worden.

3m Siegerländer Bezirk und im Lahn-Dill-Ge- biet lagerten um die Wende 1935/36 rund 75 000 Tonnen gegenüber 410 000 Tonnen im 3ahre 1932.

Der Verbrauch von inländischen Erzen ist in den letzten Jahren stärker gestiegen, als der von aus­ländischen. Zwar hat sich bas Verhältnis von In­lands- und Auslandserz 1935 wieder etwas zu­ungunsten der heimischen Eisensteine verschoben; dies hängt jedoch im wesentlichen damit zusammen, daß in der Rohstoffstatistik der deutschen Hochofen­werke erstmalig die Minettebezüge der Saarhütten

her heimatlichen Dolks kraft für den Kriegszweck Arbeitskräfte zum Stel­

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gestellt

3 4 3: Freier Handel mit Reichsmark in Rumä­nien nur noch bis 30. April 1936. 3 4 4: Ver­handlungen über eine Normalisierung des Wirt­schaftsaustausches mit Litauen. 34 5: Die fran­zösische Wirtschaft im Jahre 1935. 3 4 6: Bekannt­machung KP 125 der Ueberwachungsstelle für unedle Metalle, betr. Kurspreise. 3 4 8: Neue Bestim­mungen über den Reiseverkehr mit der Tschecho­slowakei. 3 49: Anhaltender Wirtschastsauf-

Zwar nicht ein Nachfahre des großen Mongolen­herrschers Dschingis-Khan, wohl aber fein ruheloser Nacheiferer ift Timur Leng gewesen und sein Name verbreitete nicht geringen Schrecken in der Welt des 14. Jahrhunderts. Würde dieser grausamste aller Eroberer der Geschichte, den man denWürger der Welt" nannte, mit seinen Kriegs­horden die Herrschaft der Mongolen nach Westen über den Hellespont ausbreiten, sowie er im Osten das Reich der Mitte bedrohte?

OerEiserne".

Timurs Leben und Taten sind von Sagen und Märchen umwoben, und Dichtung und Wahrheit lassen sich nur schwer von einander lösen. Als Sohn eines unbedeutenden Stammeshäuptlings ist Timur,

RunMunfproqramtn.

Mittwoch, 15. April.

6 Uhr: Choral, Morgenspruch, Gymnastik.

Der Arbeitseinsatz im Marz in Hessen

Beträchtlicher Rückgang der Zahl der Arbeitslosen

Frühkonzert. In der Pause, 7: Nachrichten.

Gymnastik. 9.15: Musik zur Frühstückspause. 10:

ließ er an einem Tage hunderttausend Gefangene abschlachten, um rascher oormärtsbringen zu kön­nen, und die Stadt Delhi ließ er bei der Einnahme so gründlich plündern, daß sie niemals mehr ihren damaligen Reichtum und Glanz wiedergewann.

Eroberer von 27 Reichen.

Nur mit Schaudern berichten die Geschichtsschrei­ber von der Erscheinung desHinkenden Wolfes" ein Pfeilschuß hatte den großen, breitschultrigen Mann gelähmt zugleich aber rühmen sie seine Liebe für Kunst und Wissenschaften. Die berühm­testen Aerzte, Dichter, Musiker und Gelehrte ver­sammelte er an seinem Hof und zeigte sich stets be­strebt, der Nachwelt das Bild eines friedliebenden, kunstsinnigen und gerechten Herrschers zu hinter­lassen. Bezeichnend dafür ist sein Testament, dessen Echtheit allerdings angezweiselt wird. Hier rühmt Timur Leng sich nicht nur seiner Macht als eines Herrschers über 27 Reiche, die er alle aufzählt, Iran und Syrien, Aegypten und Irak, Khotan, Kabulistan und Hindostan und viele andere, son­dern er nennt auch seine Verdienste um die Wissen­schaften, um die Gesetzgebung und vor allem um die Verbreitung des Gesetzes Mohammeds.

Was er selbst von sich erzählt.

Von feinem Leben erzählt er:Von meinem 13. Jahre an durchzog ich die Länder, kämpfte mit dem Unglück, faßte Pläne, vernichtete feindliche Scha­ren, gewöhnte mich an Aufstände unter Offizieren und Soldaten und daran, von ihnen harte Worte zu hören. Aber ich gelangte auch dazu, sie zu be­ruhigen, indem ich meine Zuflucht zur Geduld nahm, und indem ich Gleichgültigkeit zur Schau trug, die mir sehr fern lag. Schließlich stürzte ich mich mitten unter die Feinde. So gelang es mir, Länder und selbst Königreiche zu unterjochen und den Ruhm meines Namens zu verbreiten."

Auch eine andere Stelle wirft ein Schlaglicht auf diesen ungewöhnlichen Menschen, der sich jedes Mittels bediente, um feine Unternehmungen zum Erfolg zu führen.Ich achtete stets die Krieger, mochten sie für oder gegen mich kämpfen. Welche Dankbarkeit schuldet man nicht Männern, die ein Glück von langer Dauer vergänglichen Gütern opfern. Sie stürzen sich in Kämpfe und setzen ihr Leben inmitten von Gefahren aufs Spiel. Der feindliche Krieger, der mit unverletzbaren Banden an feinen Herrn geknüpft ist, hatte teil an meiner Freundschaft. Wenn er sich unter meine Fahnen stellte, belohnte ich sein Verdienst und seine Treue und nahm ihn unter meine Vertrauten auf. Aber der Krieger, der im Augenblick des Kampfes mit Verachtung der heiligsten Rechte feinen Anführer verließ, um zu mir überzugehen, war in meinen Augen ein verabscheuungswürdiger Mensch."

Diesem wilden Eroberer folgten seine Horden, wohin er sie auch führte, nach Indien und nach Damaskus, und auch auf feinem letzten Kriegszckg an die Grenzen Chinas. Im Dezember 1404 trat Timur den Marsch über den Syr-Darja an, aber in Otrar befiel ihn ein tödliches Fieber, dem er am 14. Februar 1405 erlag ... ein zum Zu­sammenbruch verurteiltes Riesenreich hinterlassend.

C. K.

ersten Kriegsjahren geschehen ift.

Hatte sich General von Falkenhayn im Spätherbst 1914 nach dem endgültigen Scheitern der Flandern- Offensive 3u solchem Zielwechsel nach dem Osten ent­schlossen, so würde er voraussichtlich kaum vor I a h r e s m i 11 e 1915 in der Lage gewesen sein, auf gesicherter Grundlage zur entscheidenden Tat zu fd)reiten. Das wäre also etwa zu dem gleichen Zeitpunkt gewesen, zu dem er in Wirklichkeit daran gegangen ift, den Operationen im Osten ein über die bisherigen Absichten weit hinausreichendes Ziel zu fetzen. Zwar schloß auch die tatsächliche Lage im Juli 1915 die Möglichkeit nicht aus, mit den vorhandenen Kräften in bemessener Zeit den Feldzug gegen Ruß­land mit einem weit größeren operativen Erfolge ab­zuschließen, als es geschehen ift, sofern der Gene­ralstabschef sich damals rechtzeitig zu der vom Ober­befehlshaber Ost vorgeschlagenen Operation gegen rechte Flanke und Rücken des Feindes und zu gleich­zeitigem Vortreiben starker Kräfte jenseits des Bug entschlossen hätte. Eine sichere Grundlage aber da­für, die Niederwerfung des russischen Heeres mit Aussicht auf vollen Erfolg ins Auge zu fassen, hätte sich nur schaffen lassen, wenn die oberste Führung von langer Hand nach einem klar durchdachten Kriegsplan darauf hingearbeitet hätte, das höchst­mögliche Kräfteaufgebot auf weite Sicht und unbe­sorgt um die Entwicklung der Lage im Westen ver­fügbar zu machen.

Gewiß soll nicht verkannt werden, daß ein so ra­dikaler Entschluß an die Willens- und Spannkraft des Feldherrn und an die hingebende Leistungs­fähigkeit der Truppe die denkbar höchsten Anforde­

rungen gestellt hätte. Auch handelt es sich dabei nicht nur um rein militärische Erwägungen, sondern eben­so sehr um politische, wirtschaftliche und nicht zuletzt seelische Fragen von größter Tragweite. Damit ist ober nicht gesagt, daß der Entschluß härtere Be­lastungsproben zur Folge gehabt hätte, als sie Füh­rung und Truppe in jener Zeit ohne ein so großes Ziel im Hintergründe tatsächlich auf sich genommen und mit vollem Erfolge bestanden haben.

Indessen kam für General von Falkenhayn ein solcher Entschluß überhaupt nicht in Frage. Denn er verstieß nach seiner ganzen Anschauungsweise, die übrigens von vielen Führern des Westheeres voll geteilt wurde, gegen einen der wichtigsten Grund­sätze, nach denen er den für die rings umschlossenen Mittelmächte zum Kampf um Bodenbesitz entarteten Krieg an der Westfront zu führen gewillt war. Es ift gewiß kein Zufall, daß der General­stabschef gerade in diesen Tagen, da er sich innerlich vor die entscheidende Frage gestellt sah, auf welche Weise und auf welchem Wege künftig die Kriegsent­scheidung zu suchen sei, an Feldmarschall von der Goltz Die Worte richtete:Wenn auch noch viele Lehren aus diesem Feldzuge unbewiesen sein mögen, eine ist über jeden Zweifel erhaben, nämlich die: Halte, was du ha st und gib nie einen Fluß- breit von dem auf, was du gewannst. Dieser Lehre entsprechend werde ich handeln und denke, wie ge­sagt, auch nicht daran, irgendeinen Fußbreit Lan­des im Westen freiwillig aufzugeben."

General von Falkenhayn hätte nach dem bekann­ten Wort von M o 11 k e einStern erster Größe

(399 000) Tonnen, insgesamt 728 000 (738 000) Tonnen, die Abraumförderung 1,26 (1,08) Mill. Kubikmeter, flüssige Schwelprodukte wieder 45 000 (45 000) Tonnen. Die Stromerzeugung ging infolge anderweitiger Verwendung von Schwelkoks auf 122,60 (129,53) Mill. Kilowatt, der Stromverkauf 98,97 (106,85) Mill. Kilowatt zurück Läßt man die von der Preag im Vorjahre gemachte Sonder­leistung anläßlich der Sanierung in Höhe von 18,30 Millionen Mark durch Uebernahme von Zins- und Tilgungsverpflichtungen außer Betracht, so liegt ungefähr das gleiche Gewinnergebnis wieder vor. Bei 4,77 (4,31) Erträgen und 4,43 (4,86 Aufwen­dungen verbleibt nach 0,33 (17,91) Abschreibungen ein Gewinn von 4091 Mark, der sich einschl. Vor­trag auf 10 512 Mark erhöht. Die Bilanz ist durch erhebliche Neuzugänge, sowohl bei Anlagen wie bei Beteiligungen, letztere besonders durch den Erwerb weiterer Aktien der Coninentalen Elektrizitäts- Union AG., Basel, und durch die zu 50 v. H. ein­gezahlten Aktien der Braunkohlen-Benzin AG. um 2,04 erhöht, weniger flüssig geworden. Sie zeigt Anlagen durch das letztjährige Bauprogramm auf 2,15 (1,79) gestiegen, Beteiligungen auf 3,03 (0,99) erhöht. Das Umlaufvermögen ging auf 8,47 (11,48) zurück, darunter Konzernforderungen 7,37 (10,07), Warenforderungen 0,59 (1,0), Vorräte 0,4 (0,31), Anderseits erscheinen bei unverändert 0,5 AK., be­kanntlich vollständig der Preußischen Elektrizitäts- AG., Berlin, gehören, die Reserven 0,05 (0,05), Rückstellungen 1,49 (1,45), Wertberichtigung 0,14 (0,16), Verbindlichkeiten 11,57 (12,42), darunter Anleihe 8,22 (8,22), Warenschulden 0,13 (0,94), Ak­zepte 0,39 (0,08), Bankschulden 2,4 (2,9).

Sie Zndustrie-

und Handelskammer Gießen

gibt Auskunft:

ZdR. Das Kulturalter der Sojabohne in Dftafien wird auf reichlich fünf Jahrtausende geschätzt. Sie ist seit uralter Zeit in China ein jehr wich­tiges Nahrungsmittel Aus ihr gewinnt der Chinese ein tägliches Kochgericht, die Miso, das sich besonders bei der Landbevölkerung großer Be­liebtheit erfreut. Mit Salz oder gekochtem Reis vermischt, ist es das Lieblingsgericht vieler Japaner und Chinesen. Außer diesem Brei bereitet man aus den Sojakörnern noch Tunke für Braten und Fisch oder Käse. Auch in geröstetem Zustand und als Mehl zu Brot und anderem Gebäck wird die Soja­bohne genossen. Ihr Del wird als Speiseöl ober zu Seifen verwendet. Gereinigt ist es geruchlos und als Speisefett und Jndustrierohstoff ein sehr wesent­licher Faktor auf dem Weltmarkt. In Europa wird dieses Del auch zu Kunstspeck und Kunstbutter zu Seifen, Glyzerin, Firnis, Linoleum, Farben usw. verarbeitet. Die Preßrückstände liefern ein gutes Viehfutter. Die Chinesen gewinnen daraus sogar Milch, die Sojabohnenmilch, die auch konden­siert ober als Milchpulver in ben Hanbel kommt. Mit Salzlauge kann man baraus ben Sojabohnen­quark erhalten, ber bei Gärung ben Sojakäse liefert.

Bei europäischen Völkern scheitert bie Verwen­dung ber Sojabohne als Nahrungsmittel oft an der Voreingenommenheit ber Bevölkerung. In Wirklichkeit ist bie Sojabohne sehr nahrhaft. Der Same enthüllt außerorbentlich viel Eiweiß, etwas 35 bis 38 v. H., wogegen unsere Ackerbohne nur etwa 19 v. H. enthält. Man hat baher nicht sel­ten versucht, bie Sojabohne auch wegen ihres hohen Delgehaltes als Fleischersatz heranzuzieyen. Diese Verwenbung wirb jeboch beeinträchtigt burch einen bitteren Geschmack, Schwerverbaulichkeit unb ab- führenbe Wirkung. Der Uebelftanb kann jeboch burch Dämpfen beseitigt werden. Große Bedeutung hat die Sojabohne in vielen Ländern als Vieh- futter. In ben Vereinigten Staaten wirb beim

Lpd. Frankfurt a. M., 11. April. Das Lan­desarbeitsamt Hessen teilt mit: Wie in den Vor­jahren, nahm auch im März dieses Jahres im Zu­sammenhang mit der Frühjahrsbelebung die Zahl Der Arbeitslosen in ganz beträchtlichem Umfange ab.

Der Rückgang der Zahl der Arbeilslosen um rund 29 000 ober 19 v. h. war sogar noch grö­ßer als in der gleichen Zeil des Vorjahres (16,8 o. £).). Gegenüber dem vorjährigen Stand von Ende März liegt die Arbeitslosenzahl um rund 18 800 niedriger.

Die Arbeitsämter zählten am 31. März b. I. 123 206 Arbeitslose, bavon waren 15 300 ober 12,4 v H. Frauen. Der Arbeitseinsatz hat sich nicht nur in sämtlichen Arbeitsamtsbezirken, sondern auch fast in allen Berufsgruppen verstärkt. Den absolut größ­ten Rückgang der Zahl ber Arbeitslosen wiesen die Arbeitsämter Frankfurt ( 5474), Gießen ( 3801), Kassel (2945), Darmstadt (2488) unb Mainz (2231) auf; verhältnismäßig am stärksten war bie Abnahme in ben länblichen Bezirken.

Bon ber Gesamtabnahme entfallen 17 400 Ar­beitslose auf bie Außenberufe, unb zwar davon auf bas Baugewerbe 10141, auf bie Berufsgruppe Jnbustrie ber Steine und Erden" 2171, auf bas Verkehrsgewerbe 1186, auf bie Berufsgruppe Lanbwirtfchaft, Gärtnerei, Tierzucht" 971 und auf bie in diesen Berufsgruppen regelmäßig tätigen un­gelernten Arbeiter rund 2900.

Aber auch in den übrigen Berufsgruppen hat sich die Beschäftigungslage beträchtlich gebessert. Von den Konjunkturgruppen war besonders, gufnahme-

geboren worden, und es bedurfte eines kühnen Ränkespiels und fanatischen Zielstrebens, bis der Zwanzigjährige sich an bie Stelle bes Emir Hu- sein von Khorosan unb Transoxanien setzen konnte. Mit Hilfe der islamitischen Priesterschaft, zu deren Schutzherr er sich erhob, gewann er das Südland bis an den Hindukusch hinzu. Samarkand wurde seine Residenz, von ber aus er. hartnäckig den gro­ßen Plan verfolgte, das Reich des Dfchingis-Khan wieder zu errichten und durch das Band des_ Is­lams unverbrüchlich zusammenzuhalten. In fünf­unddreißig Feldzügen eroberte er die Länder von der Wolga bis zur chinesi­schen Mauer und vom Ganges bis vor die Tore Konstantinopels und Kairos. Auf feinem Zug nach Indien, dessen unermeßliche Schätze ihn anlockten,

* Baugeldzuteilung. Die Deffentliche Bau­sparkasse für Hessen (Abteilung der Landeskommu­nalbank-Girozentrale für Hessen) in Darmstadt nahm am 7. April in Anwesenheit einer Anzahl von Bausparern und Vertretern von Sparkassen ihre dreizehnte Baugeldzuteilung vor. Ausgelost und zu­geteilt wurden diesmal 71 Verträge über 314 000 Mark, so daß nunmehr nach 6V2jährigem Bestehen ber Bausparkasse im ganzen 374 Verträge mit 1806 000 Mark ausgelost sind. Alle Deffentlichen Bausparkassen haben bis zum 31. Januar 1936 rund 135 Millionen Mark dem Bau- und Hypothe­kenmarkt zugeführt. Die nächste Baugeldzuteilung ber Deffentlichen Bausparkasse für Hessen finbet vor­aussichtlich im Dktober 1936 mit Stichtag 30. Sep­tember 1936 statt. Zuteilungsberechtigt sind alle Bausparer, deren Verträge spätestens am 1. Juli 1936 (bei Tarif 25 am 1. Januar 1936 unb bei Ta-

Gutenberg-Festwoche in Main,.

LPD. Mainz, 13.April. In der Zeit vom 14. bis 24. Juni wird in diesem Jahre das traditionelle Gutenbergfest in größerem Rahmen als bis­her begangen werden. Besonders bas Stabttheater stellt sich mit einer Reihe von Fest - unb Erst - aussührungen in ben Dienst der Sache. Der feierliche Eröffnungsakt finbet am Vormittag bes 14. Juni Im Kurfürstlichen Schloß statt. Die Fest­sitzung der Gutenberg-Gesellschafb am 21. Juni soll diesmal in einem volkstümlich erweiterten Rahmen vor sich gehen.

WiederjüdischeWeinfälschervorGericht

LPD. Mainz, 13. April. Im Zuge der ver­schiedenen Strafprozesse gegen jüdische Weinhändler beginnt am Dienstag, 14.April, vor der Großen Strafkammer des Mainzer Land­gerichts wieder eine Verhandlung gegen die Inhaber ber Mainzer Weingroßhanblung Gebrüber Hey- mann. Die Anklage lautet auf Betrug unb Ver­gehen gegen bas Weingesetz.

Großfeuer in Alzey.

Alzey, 13. April. (LPD.) In der Nacht zunl Dfterfamstag brach in Alzey zum zweiten Mals innerhalb einer Woche Großfeuer aus, und zwar diesmal in ber Gerberei unb bem Lederlager ber Schuhfabrik Hudelmaier. In kurzer Zeit ftanb bas mit Häuten und Leder gefüllte große Gebäude in hellen Flammen und brannte trotz schnellem und tatkräftigem Ein­greifen der Feuerwehr bis auf die Grundmauern nieder. Bis in die Vormittagsstunden waren dis Wehrmänner in unermüdlicher Arbeit damit be­schäftigt, bas Großfeuer auf bas Gerbereigebäuds ber Fabrikanlage zu beschränken, was ihnen auch schließlich gelang. Durch ben Brand sind große Werte an Häuten unb Lebervorräten, sowie zahl­reiche wertvolle Maschinen vernichtet worben. Der Sachschaden ist groß, lieber bie Branbursache ist bisher noch nichts bekannt.

fähig bie GruppeEisen- unb Metallerzeugung unb -Verarbeitung" (Abnahme ber Arbeitslosen um runb 2300) unb bas Holz- unb Schnitzstoffgewerbe (1268). In ber Konsumgüterinbustrie machte sich bie Belebung befonbers bemerkbar im Bekleibungs- geroerbe, bas eine Abnahme ber Zahl ber Arbeits­losen um runb 1300 aufwies, unb in ber Leberinbu- ftrie (656); im Nahrungs- und Genußmittel­gewerbe unb im Gastwirtsgewerbe trat ebenfalls eine merkliche Entlastung ein (Abnahme 312 bzw. 362).

Ende März wurden in der Arbeitslosenversiche­rung 21 232, in der krisenfürsorge 51217 hauptunlerstühungsempfänger gezählt. Die Zahl der hauptunlerstühungsempfänger in bei­den Unlerstühungseinrichlungen zusammen ist demnach um 22 920 oder 24,0 v. h. zurück­gegangen.

Die Zahl der anerkannten Wohlfahrtserwerbs­losen betrug Ende März 22 364, also 3346 ober 13 v. H. weniger als Enoe Februar. Die Zahl ber in ber werteschafsenben Arbeitslosenfürsorge be­schäftigten Notstandsarbeiter betrug Enbe März

An ber Zunahme ber Erzförderung sind bie einzel­nen Bergbaugebiete nicht gleichmäßig beteiligt ge­wesen. Am stärksten stieg bie Förberung im Sub- hercynischen Bezirk (Peine, Salzgitter) unb im thüringisch-sächsischen Bezirk. Teilweise mußten sehr eifenarme Gesteine herangezogen werben, so baß | enthalten sind.