Ausgabe 
13.11.1936
 
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Zreltag, lZ.November 1936

Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffen)

Nr. 267 Drittes Blatt

ganze Men-

betriebsamer Impresario von komischer Aufgeregt­heit; Schönböck hat die etwas heikle Chance, einen richtigen Romangrafen zu spielen, den soge­nannten unwiderstehlichen Mann mit den grauen Schläfen, und man darf sagen, daß er sich mit Anstand aus der Affäre zieht; Friedl Czepa sei wegen der hübsch und natürlich gegebenen kleinen Liebesszene zuletzt im Auto nicht vergessen. An der Kamera: Franz Planer; Ton: Alfred N o r - k u s. Wir zweifeln nicht daran, daß dieBlumen aus Nizza" gerade bei uns in Gießen Erfolg haben werden.

Das Beiprogramm bringt die neue Wochen­schau, anregende Bilder von einer Mittelmeerreise und den Vorspann zurFrau ohne Bedeutung" (nach Wilde) mit Käthe Dorsch, Gründgens und Marianne Hoppe. hth.

Blumen aus Nizza."

Gloria-Palast.

Erna Sack, über deren schöne Erfolge beim Londoner Gastspiel der Dresdener Staatsoper wir dieser Tage schon berichteten, hat mit diesem in Berlin kürzlich uraufgeführten Film der Tobis-Rota ihre erste große Filmrolle erhalten, und der Gloria- Palast hat sich ein Vergnügen daraus gemacht, mit denBlumen aus Nizza" das bescheidene Jubiläum seines einjährigen Bestehens am gestrigen Tage festlich zu schmücken. Wer seinerzeit Erna Sacks Gastspiel in der Gießener Volkshalle erlebt hat, wird einen Teil der damaligen Eindrücke hier wiederholt finden in einer Klangreinheit übri­gens, die sowohl der Aufnahmetechnik als auch der Wiedergabe alle Ehre macht. Man hört auch hier wieder den berühmten Frühlingsstimmen-Walzer, die ArieFrag ich mein beklommen Herz , dazu dieBlumen aus Nizza" und den SchlagerDu bist das Glück" man hat jedenfalls reichlich Gelegenheit, das Phänomen dieser Stimme zu be­staunen, für die es keine technischen Probleme zu geben scheint; ihr Volumen ist ebenso verblüffend wie die untadelige Reinheit und Mühelosigkeit der Artikulation: die kompliziertesten Ko oraturen er­scheinen selbst in der höchsten Höhenlage vollkom­men exakt, ohne die mindeste dynamische Ueber- spannung, und eine vollendete Atemtechnik gestat­tet der Sängerin, den Ton ohne Schwankungen so lange zu halten, daß man fast beunruhigt wird.

Auf solchen Eindrücken beruht die Wirkung des Films in wesentlichen Teilen, ja beinahe aus­schließlich. Das Buch schrieb Dr. Max Wallner; Regie führte Augusto Genina; musikalische Be­arbeitung und Leitung: Willy Schmidt-Gent­ner. Die Hersteller haben sich sichtlich Muhe ge­geben, ihre Arbeit dem Schema des üblichen Ge­sangsfilms zu entrücken und die großen Auftritte der Sängerin in einen angemessenen Handlungs­rahmen zu stellen. Diese Handlung ist nun aller­dings ein Roman geworden, wie er im Buche steht, in manchen Büchern wenigstens, ein unge­meinromantischer" und ziemlich unwahrschein­licher Roman, auf dessen einzelne Kapitel wir kaum ausführlicher einzugehen brauchen. Dagegen gibt es eine Reihe von guten und malerischen Naturaufnahmen von der Riviera, die zwar gewiß nichts Neues bieten, aber auch gewiß immer wie­der gern gesehen werden. Dom Ensemble sind nächst Erna Sack Paul Kemp, Karl Schönböck und Friedl Czepa zu nennen: Kemp als em klemer

ten Tobsuchtsanfälle, Journalisten wurden, und wenn sie wie unsereiner harmlos waren wie ein Zinnsoldat, auf offener Straße gestellt und wie ein Automat behandelt: Raus mit dem, was du hast und weißt! Gott, wir wissen auch nicht mehr, es wird ja seit Monaten dies und das gemunkelt, das Jüngste Gericht soll bald völlig restauriert, bald endgültig zerstört sein, aber Pius XI. ist trotz seiner 80 Jahre ein moderner Papst, nein, nein, ich kann es nicht glauben ...

Aber wohl war uns nicht dabei. Ich gestehe, daß ich diese Nacht nicht geschlafen habe. Es nützte nichts, sich vorzusagen, in Madrid haben sie jetzt ganz andere Sorgen, in Moskau wütet der Hunger, es gibt viele Menschen, über die das Jüngste Gericht schon heremgebrochen ist, und was geht uns schließlich der betrunkene Noah an? Aber in Rom ist das halt ganz etwas anderes so täglich neben Michelangelo zu stehen, diesem Ti­tanen, diesem Urgeist und nun geben sie ihm eine Moralininjektion ...

Man muß daran denken, wie der in Stein und Marmor wühlende Riese an die Ausmalung der Kapelle herangepeitscht wurde, wie ihn, den Bild­hauer, seine Gegner und Todfeinde, Bramante an der Spitze, zu vernichten gedachten? indem sie ihm durch den Papst, der ihr Ohr hatte, ein Werk auf­luden, eine Kunstart, die ihm fremd schien, indem sie ihn in den Wettstreit mit dem göttlichen Raffael hineinstießen. So furchtbar war Michelangelo durch diesen teuflischen Plan getroffen, daß er sich wand wie ein Wurm, um dem Auftrag zu entgehen, daß er sogar in ohnmächtiger Selbstverleugnung so weit ging, selber diesen ihm verhaßten Raffael, der in seinen Augen ein Geck sein mußte, für die Arbeit zu empfehlen. Aber der Papst ließ nicht nach.

Wenn jemals ein göttlicher Funke in einen Künst­ler überging, so damals. Die Schöpfung selber wollte er wiedergeben, er wühlte im Fleisch, er mauerte und türmte mit den Farben, menschliche Gliedmaßen wurden ihm zu Säulen, in ihm ist die primitive Symbolik, wie Romain Rolland sagt: ein erschreckendes Werk, das man hassen oder an­beten muß. Es erstickt, es verbrennt einen. Fast nichts Menschliches ist mehr darin, keine Quelle, aus der man den Durst stillen könnte, nur ein ein­ziger Feuerwirbel. Der wilde Taumel rasender Ge­danken hat kein anderes Ziel als Gott, in dem er sich verliert. Alles ruft ihn an, alles fürchtet ihn, alles schreit ihn aus. Wenn man daran denkt, daß diese Hölle während vier Jahren Michelangelos Seele erfüllte, dann versteht man, daß er von ihr bis in die Wurzeln seines Lebens hinab ausge­brannt wurde.

Nie hat man Aehnliches gesehen. Göttliches mischt sich mit Tierischem. Riesen mit olympischer Brust, mit ungeheuren Lenden und Flanken, kaum aus ihrem Doppelursprung von Tier und Göttern ge­löst. Da erwacht der Mensch aus dem Erdenschlaf, bereit, gegen den ihn anschauenden Gott anzu­kämpfen. Da ist das Weib, in dem die Menschheit schlummert ein Gebälk aus schen, Tempel aus Fleisch, Rümpfe wie Baum­stämme Wesen, geschwollen von Kräften, Leiden­schaften und Verbrechen. Da ist Kain die Sünden­flut da sind die zwanzig kupferroten Jgnudi, die Nackten: eine Sinfonie betörender Kräfte, die nach allen Richtungen braust und an den Mauern

(Sturm um Michelangelo.

Von unserem römischen E-Korrespondenten.

Rom, im November.

Ein Erdstoß erschüttert plötzlich die Kunstwelt: Man legt Hand an Michelangelo! Wer es in Rom hörte, ließ es sich ungläubig wiederholen: Waaas? Sie legen Hand an Michelangelo! Der Hemden- macher geht um! Es steht in der Zeitung!

Sturm auf die Zeitungsbuden und die strilloni, die Ausschreier. Da wahrhaftig in der ernste­sten Abendzeitung:Noch vor Weihnachten werden die Ausbesserungsarbeiten an der sixtinifchen Decke beendet sein, an den Fresken Michelangelos, einem der größten und erhabensten Kunstwerke der Welt. Und wenn das Gerüst fällt, werden sich diese Ma­lereien anders zeigen, als wir es durch die Jahr­hunderte hindurch gewöhnt waren, denn auf Wunsch des Papstes sind die nackten Figuren, die dem Va­tikan für die Moral und Bescheidenheit der Katholi­ken anstößig erschienen, mit Schleiern und, wie man uns sagt, hocheleganten Tüchern bekleidet worden. Wie unsere Leser wissen, hat ein anderer Papst zur Zeit der Gegenreformation den nackten Men­schen des Jüngsten Gerichts durch Daniel da Vol- terra Höschen anziehen lassen, jetzt ist es der Ma­ler Biagio Biagetti, der seinen Namen mit dem­jenigen 'Michelangelos verknüpft, indem er mit ent­schlossener Hand vom Gerüst aus, von der gleichen Höhe aus, auf der jener göttliche und gewaltige Künstler stand, den ihm erteilten Auftrag ausführt/

Rom las, staunte und schrie auf. Ein Attentat auf Michelangelo! Entrüstete Fäuste zerknüllten das unschuldige Zeitungspapier, Telephonkabinen erleb-

zerschellt.

So beschreibt es einer, so sehen wir es noch nach Jahrhunderten. Und David erwürgt Goliath, und die Juden winden sich unter den Schlangenbissen. Gott möge mir helfen!" schrie einmal der gefes­selte Titan auf, er stürzte vom Gerüst herunter, der Papst schlug ihn mit dem Stock, dann entschuldigte er sich wieder, wohl wissend, daß kein zweiter diese Schöpfung würde vollenden können. Und Michel­angelo, der nie ein Selbstporträt anfertigen wollte, gab schließlich, als er das Jüngste Gericht hinwarf, feine gequälten Züge der Gestalt eines Geschun­denen. Erst vor einigen Jahren hat man das ent­deckt ...

Bald nach dem sixtinischen Sturm starb Julius IL, aber die gewaltige Nacktheit der Schöpfungsfiguren verzieh man dem Nachschöpfer nicht. Er habe Gott selber geschändet, warf man ihm vor, und schließ­lich gesellte sich zu dem Höschenschneider ein Hem­denmacher, der um den unteren Linienschnitt unse­rer Jrdischkeit jene wallenden Schleiergebilde legte, die von geheimnisvollen Kräften gehalten werden, so daß sie niemals abrutschen.

Und so weit wären wir nun also wieder, im Jahre 1936? Trotz der nackten Kolossalgestalten im Forum Mussolini? Schon die folgenden Morgen­blätter brachten ein Dementi. Professor Biagetti, dessen Fernsprecher nicht mehr zur Ruhe kam, ver­wahrte sich gegen den Vorwurf, daß er den Pinsel über Michelangelo hinweggeführt habe, auch der Papst hege keine derartigen Gedanken. Richtig sei, daß die Fresken aufgefrischt würden. Nur ein ein­ziger Nackter werde bei dieser Gelegenheit den be­rühmten Lendenschwung umgelegt erhalten, nämlich der betrunkene Noah. Andere kämen zur Zeit nicht in Frage ...

Zur Zeit nicht alle Kunstfreunde zeigen sich beruhigt. Sie sehen jetzt überall weiße Mäuse, rote Tücher, hochelegante Lendenschleier.

Aus der Provinzialhauptstadt.

Die verzauberte Straßenbahn.

Wir stehen zu dritt auf der hinteren Plattform der Straßenbahn. Eilig ziehen Häuser, Wagen und Menschen an uns vorbei.

Plötzlich kommt von irgendwoher ein Ton. Ein sanfter, weicher Ton, wie von einer Geige. Viel­leicht haben wir im Fahren ein Stückchen Straßen­musik aus einer Toreinfahrt aufgegriffen, oder Diolinspiel aus einem offenen Fenster. Aber dem sanften Ton des Bogens folgt ein Akkord, folgen viele Akkorde einer leisen, aber herrlichen Musik. Irgend eine Phantasie aus einer klassischen Oper. Unmöglich können das noch Straßenmusikanten jein. Ein ganzes Symphonie-Orchester muß hier, wenn auch fern, sich betätigen.

Noch immer glauben wir an einen erklärlichen Vorgang. Aber als die Straßenbahn weiterrollt und die Musik trotzdem in immer gleicher Stärke ertönt, sehen wir auf der Plattform uns erstaunt an. Das heißt, nur mein Nachbar zur Rechten und ich tun das, während der Fahrgast zu meiner Linken, der schlichte, schweigsame Mann, gelang­weilt und gelassen vor sich hin blickt.

Dieser Mensch muß taub sein, denn in dieser rät­selhaften Situation kann man einfach nicht gelassen bleiben. Hier ist eine ganz normale, nüchterne Straßenbahn, deren Plattform erfüllt ist von klas­sischer Konzertmusik, die gleich Sphärenklängen von nirgendwo und überall herzukommen scheint, weit entfernt und doch wieder ganz nah! Nur eine Er­klärung kann es geben: Radio. Aber seit wann sind unsere Straßenbahnen mit Rundfunk ausge­rüstet? Das einzige Musikgerät, über das sie feit jeher verfügen, ist doch nur die Klingel am Füh­rerstand.

Jetzt wird der Ton stärker, rauschender. Und nun »entdecken wir, daß diese Musik aus einem Köffer­chen hervorschwebt, das der stille Mann in der Ecke in der Hand trägt. Bis jetzt haben wir schweigsam gestanden, aber nun sprechen mein rechter Nachbar und ich gleichzeitig auf den Mann zur Linken in der Ecke ein. Ein tragbares Radio, tatsächlich? Und wo denn die Antenne sei? Was, keine Antenne? Ach so, ja, haben schon davon gehört. Dolle Sache sowas, wir hatten uns schon den Kops zerbrochen.

Und dann, wie auf Verabredung, brechen wir das Gespräch ab. Ein vierter Fahrgast ist auf die Plattform getreten. Mag der sich auch ratlos ver­wundern! Wir blicken heimlich herausfordernd den Mann mit dem Köfferchen an. Und der tut uns den Gefallen, dreht an den Knöpfen ah, herr­liche Musik!

Der Neue zuckt zusammen, will dann gelassen, uninteressiert scheinen. Aber dann muß er doch ver­blüfft umhersuchen nach dem Quell jenes geheim­nisvollen Konzerts. Daß mein Rechter und ich so tun, als hörten wir nichts, ober als fei dieses Kon­zert das Selbstverständlichste der Welt, das macht ihn merkbar unsicher. Er will sich keine Blöße geben, wir aber lachen uns ins Fäustchen.

Da, jetzt hat auch der Neue das Geheimnis ent­deckt. Und platzt heraus mit seinen Fragen, wie vorhin wir. Wir geben gemessen Auskunft. Der Mann in der Ecke dreht weiter an den Knöpfen, und plötzlich ruft eine volltönende Stimme:Sie hören jetzt die Wettervoraussage für morgen ..."

Nun recken auch die Fahrgäste drinnen im Wa­gen den Hals, schätzen sich gegenseitig prüfend ab: sollte hier etwa ein Bauchredner ...? Ader schon ertönt wieder Musik, und noch ist kein Fall be­kannt, daß man aus dem Bauch einen Wiener Walzer erklingen lassen kann. Dies muß jedenfalls eine ganz und gar vertrackte und verzauberte Straßenbahn (ein.

Während wir auf der Plattform uns noch an den Mienen derer im Wageninneren weiden, er­greift der stille Mann sein Köfferchen und steigt ob. Gemächlich schreitet er dahin, von seinem Wie­ner Walzer umschwebt, in das Getriebe der Straße.

H. v. M.

Die Jungmädels sammeln Minkinderwäsche!

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troh größter Sparsamkeit noch nicht in der Lage sind, ihre kleinsten das ist unsere kommende Generation so zu kleiden, wie es die Vorschrift

der Hygiene und der Gesundheit verlangt.

Die gesammelte Kleinkinderwäsche soll dienen, diese Not, soweit es geht, zu beheben, an möge jeder denken!

Die Polizeidirektion Gießen teilt folgendes mit:

Was ist bei der Hebung nach Ertönen des

SignalsFliegeralarm" zu beachten?

Im Haufe:

Stadttheater Gießen.

Heute Abend findet die Erstaufführung des SchauspielsDer Bogen des Odysseus" von Ger­hart Hauptmann statt. Der Plan zu diesem Schau­spiel, das im Jahre 1914 in Berlin am Deutschen Theater uraufgeführt wurde, ist auf der griechischen Reise entstanden, die Gerhart Hauptmann im Jahre 1907 machte. Seitdem ist das Stück nur von weni­gen deutschen Bühnen gespielt worden und fast vollkommen vom Spielplan verschwunden. Die Wiederaufnahme des Werkes in den Bühnenspiel­plan ist insofern interessant, als gerade dieses Schauspiel dem Dichter besonders am Herzen ge­legen hat. Die Spielleitung führt der Inten­dant. Von den Damen wirken mit: Birkmann, Ger­hardt, Stirl; Herren: Frickhoeffer, Geiger, Geißler,

1. Entgegen dem Ernstfall suchen die Haus­bewohner bei dieser Hebung ausnahmsweise die Schutzräume (Keller) nicht auf. Die Fenster sind geschlossen zu halten.

2. In den Warenhäusern und sonstigen Ge­schäftslokalen bleiben die bei Beginn des Alarms anwesenden Käufer in den Gebäuden.

3. Zur lleberprüfung der Gebrauchsfähigkeit der in den behördlichen Gebäuden vorhandenen Schutz­räume (Keller) bringen die Behörden ihre Beamten, Angestellten, Arbeiter und das anwesende Publikum während des Alarms in die vorhandenen Schutz­räume.

4. Die Luftschutzhauswarte ober Stellvertreter halten sich, soweit nicht beruflich abwesend, im Hausflur (Erdgeschoß), die Betriebsluftschutzleiter oder Stellvertreter am Betriebseingang auf. Sie sorgen dafür, daß die Zugänge zu den Häusern und Grundstücken unverschlossen sind und niemand aus dem Hause die Straße betritt.

Auf der Straße:

1. Fußgänger: Alle Fußgänger begeben sich auf dem kürzesten Wege in den nächsten Sammel­schutzraum. Das Stehenbleiben auf der Straße ist verboten.

2. Straßenbahn und Omnibusse, die sich auf dem Wege zum Bahnhof befinden, fahren bis zum Bahnhof und halten dort an. Fahrer und Fahrgäste steigen am Bahnhof aus und treten in das Bahnhofsgebäude unter.

Fahrer und Fahrgäste der Straßenbahn und Omnibusse innerhalb der Stadt verbleiben in Er-

Wie alle Organisationen der NSDAP, und alle angeschlossenen Verbände in diesem Jahre wett­eifern, sich aktiv in den Dienst des Winterhilfs­werkes zu stellen, so wollen auch die Jüngsten im VD2N. nicht zurückstehen. Wie im Vorjahr, werden auch diesmal, und zwar am Samstag, 14. d. 2H., die Jungmädel an jede Tür pochen und um Klein­kinderwäsche für das WhW. bitten, und genau so wie der Eifer der Pimpfe bei der Vrotsammlung durch nichts zu überbieten war, so sind auch die jüngsten Wädel mit allem Ernst bei der Sache.

Suche daher jede Hausfrau in Kisten und Kasten nach, ob sie nicht noch etwas findet, was den Eifer der Jungmädels belohnen könnte. Es gibt heute auch in unserem Kreisgebiet noch Familien und Mütter, die trotz des sehnlichsten Wunsches und

2. JrnGloria"-Palast, Seltersweg,

3. Jrn Hauptzollamt, Liebigstraße 8. Als Kennzeichnung der Schutzräume sind an

Eingängen Hitlerjungen aufgestellt.

Die Dienststellen und Arbeitgeber werden beten, die für den Ueberwachungsdienst erforder­lichen SA.- und NSKK.-Männer für diese Zeit ohne Lohnausfall zu beurlauben.

mangelung genügender Schutzräume in den Fahr­zeugen. Die Fahrzeugführer sind dafür verantwort­lich, daß niemand die Fahrzeuge verläßt.

Straßenbahnwagen fahren möglichst bis zur näch­sten Ausweichstelle, während Omnibusse scharf rechts heranfahren und halten.

Fahrzeuge aller Art.

a) Fahrzeuge innerhalb der Stadt: Sämtliche Fahrzeuge haben beim Ertönen des Alarms sofort anzuhalten. Führer und Fahr­gäste verlassen die Fahrzeuge und treten in die nächsten Schutzräume bzw. Häuser unter.

b) Fahrzeuge an den Stadteingängen: Die Fahrzeuge halten ebenfalls, jedoch verblei­ben die Insassen im Fahrzeug.

Fahrzeuge sind so zu sichern, daß sie nicht von Unbefugten in Betrieb gesetzt werden können.

Bei Pferdefuhrwerken und dergl. Bremsen an- ziehen, Pferde ausspannen und an Bäume, Masten oder am eigenen Fahrzeug anbinden, Krafträder und Fahrräder an Hauswände oder dergleichen an­lehnen und anschließen, um Diebstähle zu ver­hindern.

Beim Halten die Straßenzugänge, Hydranten usw. nicht versperren.

Wo befinden sich die Sammelschuhräume?

Sammelschutzräume, wenn auch nur behelfs­mäßig, befinden sich im ganzen Stadtgebiet. Aus­gebaute Sammelschutzräume befinden sich:

1. Im alten Rathaus, am Marktplatz,

Denkt an die Fliegeralarmübung am Montag, 16. November!

Er tut nicht den sammelnden Mädchen oder der Winterhilfe damit einen Gefallen, sondern erfüllt durch feine Spende eine selbstverständliche Pflicht jedes anständigen Deutschen gegen die, die nach uns Deutschland sein sollen und die seinen Lebensabend sicherstellen wollen.

Darum noch einmal: Laßt die Jungmädel nicht vergeblich bitten!

Die Kreisführung des WhW.

Dornotizen.

Tageskalender für Freitag.

Ortsgruppe Gießen-Mitte, 20.30 Uhr Schulungs­abend im UC., Plockstraße. Stadttheater: 20 bis 22.30 UhrDer Bogen des Odysseus." Gloria- Palast, Seltersweg:Blumen aus Nizza." Licht­spielhaus, Bahnhofstraße:Wo die Lerche singt." Oberhessische Gesellschaft für Natur- und Heil­kunde, naturwissenschaftliche Abteilung, 20.15 Uhr LichtbildervortragTierkrankheiten und Volks­gesundheit" von Professor Standfuß im Hörsaal des Physiologischen Instituts, Friedrichstraße 24. Oberhessischer Kunstverein, Turmhaus am Brand: 17 bis 18 Uhr Ausstellung von Oelgemälden, Aqua­rellen und Tempera.

von Gschmeidler, Hub, Koch, Kühne, Mayr, Neuhaus, Rosenthal, Schorn, Schuster, Volck, Walter. Büb« nenbilder: Karl Löffler. Anfang 20 Uhr, Ende 22.30 Uhr. Die Vorstellung findet als 9. Vorstel­lung der Freitag-Miete statt.

Ein Abend des Reichsbundes für Leibesübungen.

Der Reichsbund für Leibesübungen, Ortsgruppe Gießen, veranstaltet am morgigen Samstag in der Neuen Aula der Universität einen Werbeabend. Im Mittelpunkt der Veranstaltung steht die Aufführung eines Films von den Olympischen Spielen, in dem Bilder gezeigt werden sollen, die das große sport­liche Geschehen wieder in lebhafte Erinnerung zu­rückrufen werden. Gleichzeitig soll die Werbe­veranstaltung ein Bekenntnis zu den Leibesübun­gen sein, von denen der Führer erwartet, daß sie Lebensgewohnheit des deutschen Volkes werden. Auf die heutige Anzeige fei besonders aufmerksam gemacht.

Abt. Reifen, Wandern, Urlaub.

Für die Fahrt nach Berlin zum Fußball-Länder­kampf sind die Fahrtunterlagen auf der Geschäfts­stelleKraft durch Freude", Schanzenstraße 18, ab­zuholen. (Geschäftsstunden 8 bis 13, 15 bis 18 Uhr.)

Wohin willst du im Winter?

Die erste Winterurlaubsfahrt führt über Weih­nachten und Neujahr in die schönen oberbayrischen Berge (Fischbachau-Schliersee) in der Zeit vom 25. Dezember 1936 bis 3. Januar 1937. Der Fahr­preis, einschließlich Verpflegung und Unterkunft, beträgt 38 Mark. Anmeldeschluß ist der 10. Dez.

Abt. Feierabend.

Wir machen nochmals darauf aufmerksam, daß alle Vorbestell-Listen für die 4. Sondervorstellung im StadttheaterGustav Kilian" am 21. November, Beginn 20 Uhr, von den Betrieben spätestens am Samstag, 14. November, auf der Kreisdienststelle, Schanzenstraße 18, oorliegen müssen.

Grohen-Duseck.

Am Samstag, 14. November, 20.30 Uhr, findet im Saale des Gasthauses Brück ein Lichtbildervor­trag von Dr. Finger (Gießen) überVer­erbungslehre und Rassenhygiene" statt. Es ist der erste Vortrag in diesem Winter­halbjahr des Deutschen Volksbildungswerkes in der NSG.Kraft durch Freude". Der Eintritt ist frei.

Beuern.

Der erste Vortrag in diesem Winterhalbjahr des Deutschen Volksbildungswerkes in der NSG.Kraft durch Freude" findet am kommenden Samstag, 14. November, 20.30 Uhr, imHolländischen Hof" statt. Dr. Tempel hält einen Lichtbildervortrag überBekämpfung des Kartoffelkäfers". Da ein solcher lehrreicher Lichtbildervortrag über dieses Thema hier noch nicht stattgefunden hat, wird ein starker Besuch der Bevölkerung erwartet.

Bon der Universität.

Don der Prestestelle der Universität Gießen wird uns mitgeteilt:

Der Dozent an der Universität Berlin Dr. Willy Zschitzschmann ist beauftragt worden, im Win­ter-Semester 1936/37 in der Philosophischen Fakul­tät der Universität Gießen die Vertretung des Lehr­stuhls für Klastische Archäologie wahrzunehmen.

Erfolgreiche Gießener Schachspieler.

Der Aufschwung, den das Schachspiel feit der Umwandlung des Deutschen Schachbundes in den Großdeutschen Schachbund in Deutschland genom­men hat, macht sich überall geltend. Selbst in Orten, wo man früher kaum wußte, was Schach

Die deutsche Arbeitsfront 7 ' n.$.=0emeinfthaftflraft durch frcuöc"