Ausgabe 
13.11.1936
 
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Scharfen und zu nahmen. So b.'gruß?n

wir auch die ausländischen Dirigenten, deren Fähia- keiten wir zu schätzen wissen und die ihrerseits nicht gekommen wären, wenn sie nicht wüßten, daß ihr Ansehen sie verpflichtet, auch in Deutschland, dem ältesten und tradikionsreichsten Land der musika­lischen Kunst, zu dirigieren. Sie schaffen durch ihr Auftreten ein gemeinsames kulturelles Erleben, an dem die Nationen unserer Gäste ebenso beteiligt sind wie wir als Gastgeber.

Oberbürgermeister i.R. Or.Gebeschus1>

LPD. Hanau, 12. Nov. Am Donnerstag früh ist der frühere Oberbürgermeister von Hanau Dr. Gebeschus an einer Herzschwäche im Alter von fast 81 Jahren geworben. Fast ein Vierteljahr­hundert, von 1893 bis 1917, stand Dr. Gebeschus an der Spitze der Hanauer Stadtverwaltung, nach­dem er zuvor Rechtsanwalt und Notar in St. Goars­hausen und dann Bürgermeister von Höchst a. M. gewesen war. Bei seinem im Jahre 1917 infolge eines Herzleidens erfolgten Rücktritt verlieh ihm die Stadt Hanau in Würdigung seiner rastlosen Arbeit das Ehrenbürgerrecht. Im Laufe seiner 24jährigen Amtstätigkeit konnte sich Dr. Gebeschus für die Stadt Hanau bleibende Verdienste erwerben, denn ihm war es vergönnt, eine Reihe bedeutsamer Projekte zur Durchführung zu bringen, so u. a. die Tiefenentwässerung der Straßen und Grund­stücke der Stadt und die Eingemeindung von Kessel-

'stadt. Dr. Gebeschus mnr auch über b;e Ganzen Hanaus hinaus in vorbildlicher Weise für die Vro- oinz tätig. So wirkte er als Vorsitzender des Lan­desausschusses in Kassel und des Hessen-Nassauisch- Waldeckschen Sparkassenverbandes, dessen Ehren­mitglied er bis zu seinem Tode geblieben ist.

Förster von einem Hirsch angeg ingen.

Mil schweren Verletzungen ins Krankenhaus eingelieferl.

Lpd. Kronberg (Taunus), 12. Nov. In dem Kronberger Wald bei F a l k e n st e i n ist ein meh­rere Hektar großes Wild gatt er angelegt und mit zahlreichen Hirschen besetzt. Als am Mitt- wochvormittag ein Forster das Gitter betrat, wurde er von einem kapitalen ungari- chen Hirsch angegangen. Das Tier schleu­derte den Förster in die Luft und griff ihn dann ofort wieder an. Der Förster besah die Geistes­gegenwart, sich an dem Geweih festzuklammern, wurde aber von dem wütenden Tier an einen Baum gedrückt. Nur dem Umstand, daß ein mutiger Wald­arbeiter dem Hirsch mit einer Beilhacke zuleide ging, hat der Förster sein Leben zu verdanken. Die ersten Hiebe beachtete das Tier kaum, erst als der Waldarbeiter das Eisen in den Hals schlug, schüttelte es den Förster vom Geweih ab und lief davon. Dem Förster sind mehrere Rippen eingedrückt wor­den, so daß er in ein Krankenhaus eingeliefert wer­den mußte.

Wirtschaft.

Oer deutsche Außenhandel in den ersten neun Monaten 1936. Fwd. Die Einfuhr hat von Januar bis Sep­tember 1936 gegenüber dem gleichen Zeitraum 1935 leicht zugenommen. An der Steigerung hat ausschließlich die überseeische Ländergruppe teilge­nommen (+7,6 v. H.). Die Lieferungen der euro­päischen Länder waren geringer, als im Vorjahre (2,4 v. H.). Stark rückläufig war insbesondere die Einfuhr aus Sowjetrußland (54,7 o. H.) und Frankreich (47,6 v. H.). Zugenommen hat die Einfuhr innerhalb Europas aus den südöstlichen Agrarländern, aus Dänemark, Schweden und der Türkei. An der Zunahme der Einfuhr aus Uebersee waren in erster Linie diejenigen Länder beteiligt, welche Oelfrüchte und Oelsaaten liefern (Britisch- Westofrika, China, Britisch-Jndien, Britisch-Ma- laya, Philippinen, Belgisch-Kongo). Beträchtlich höher waren die Bezüge auch aus Iran, Mexiko, Kolumbien, Chile, Venezuela und Kanada Aus Brasilien hat die Einfuhr um fast 30 v. H., aus Argentinien um rund 18 v. H. abgenommen. Ge­ringer war schließlich die Einfuhr aus der Süd­afrikanischen Union, Aegypten, Französisch-West­afrika und Niederländisch-Jndien.

D^ Ausfuhr hat nach Uebersee um 23,2 v. H., nach Europa um 9,3 v. H. zugenommen. Der An­teil der überseeischen Ländergruppe an der Gesamt- ausftchr erhöhte sich dadurch von 26,2 auf 28,6 v. H. Er ist damit größer als in irgenb einem der letzten zehn Jahre. Gegenüber dem Vorjahre hat sich die Ausfuhr besonders nach den australischen, afrika­nischen und amerikanischen Ländern erhöht. Hervor­zuheben sind die Absatzsteigerungen nach Peru (+ 89,2 v. H.), Kolumbien (+ 71,0 v. H.), Chile (+ 70,6 v. H.), Venezuela (+ 56,6 v. H.), Mexiko (+ 52,6 v. H.) und Britisch-Westafrika (+ 70,8 v. H.). Von den europäischen Abnehmerländern haben sämt­liche nord-, ost- und südeuropäischen Länder, mit Aus­nahme Litauens, mehr Waren als im Vorjahre aus­genommen. Von den west- und südeuropäischen Ländern haben Großbritannien und Frankreich ihre Einfuhr aus Deutschland leicht gesteigert.

Die Handelsbilanz schloß in den ersten neun Monaten des laufenden Jahres im Waren­verkehr mit Europa mit einem Ausfuhrüber­schuß von 621,8 Millionen Mark gegen­über 368,0 Mill. Mark im gleichen Vorjahreszeit­raum ab. Besonders stark hat sich dabei der Waren­austausch mit Frankreich, Großbritannien und Sow­jetrußland aktiviert. Während z. B. im Januar- September 1935 im Außenhandel mit Sowjetruß­land ein Einfuhrüberschuß von 135,1 Mill. Mark zu verzeichnen war, ergab sich im laufenden Jahre ein Ausfuhrüberschuß von 15,0 Mill. Mark. Zurück­gegangen ist innerhalb Europas der Aktivsaldo ins­besondere gegenüber Italien, Schweden und der Schweiz.

Im Warenverkehr mit Uebersee sank der Einfuhrüberschuß von 391,9 Mill. Mark im Januar-September 1935 auf 295,6 Mill. Mark im Januar-September 1936. An der Entlastung der Handelsbilanz waren hauptsächlich die amerikani­schen Länder, insbesondere Brasilien, Argentinien und Chile beteiligt. Auch im Außenhandel mit den afrikanischen Ländern ist eine Abnahme des Passiv­saldos zu verzeichnen. Zugenommen hat der Ein­

fuhrüberschuß demgegenüber im Handelsverkehr mit Australien und Asien. Während sich die Passivität im Warenaustausch mit Britisch-Jndien und Ma- laya erhöhte, verringerte sich gleichzeitig die Aktivi­tät des Außenhandels mit Japan und Palästina.

Nhein-Mainische Börse.

TNittagsbörse schwach.

Frankfurt a. M., 12. Nov. Die weiter schwache Haltung der Auslandswerte, die sämtlich mit dem Minus-Vorzeichen erschienen, beeinflußte auch die inländischen Werte, so daß die Börse ins­gesamt in recht schwacher Haltung eröffnete. Das Geschäft bewegte sich dabei in sehr engen Grenzen.

Am Aktienmarkt ergaben sich bei verhält­nismäßig kleinen Abgaben durchschnittliche Rück­gänge von 1 v. H., einzelne Spezialwerte waren stärker gedrückt. IG. Farben gingen auf 172,40 (173,65) zurück, Metallgesellschaft verloren 1 v. H., Deutsche Erdöl 0,65 v. H. Am Montanmarkt er­mäßigten sich Hoesch auf 120 (121,75), Mannes­mann auf 117 (118,25), Klöckner auf 126,75 (127,75), Verein. Stahl auf 123,75 (124,50), Rheinstahl und Harpener blieben behauptet. Von Elektroaktien lagen Elektr. Lieferungen mit 2,25 v. H., Sie­mens mit3 v. H. und AEG. mit1 v. H. recht schwach, RWE. verloren 0,75 v. H. Maschinen- und Motorenwerte ließen bis 1 v. H., Muag 1,50 v. H. und Rheinmetall 1,75 v. H. nach; Junghans zogen dagegen 0,40 v. H. an. Im einzelnen verloren Holz­mann 3 o. H., Bemberg 3 v. H., Reichsbank 1 v. H., Westdeutsche Kaufhof und Zement Heidelberg je 0,50 v. H., auch Schiffahrtsaktien lagen bis 0,65 v. H. niedriger. Von Auslandsaktien kamen zunächst nur AKU. mit 73,75 (77,75) und Otavi Minen mit 35,75 bis 35,65 (39) zur Notiz.

Deutsche Renten lagen ruhig, Altbeütz 0,25 v. H. schwächer mit 118,40, Kommunal-Umschuldung unverändert etwa 90. Zertif. Dollar-Bonds ver­loren bis 1 v. H., 6 v. H. Preußen 74,25, 6 v. H. Spargiro 74. Ausländische Renten erschienen eben­falls zumeist mit Minus-Zeichen; zur Notiz kamen vorerst Ungarn Gold mit 10,13 (10,90) und Anato­lier I und II mit 33 (34,35).

In der zweiten Börsenstunde zeigte sich für deutsche Aktien eher eine mäßige Erhöhung, nach­dem nach den ersten Notierungen verschiedentlich weitere Abschwächungen von 0,50 bis 1 v. H. ein- getreten waren. Bon Montanwerten notierten Hoesch mit 119,25 bis 120 nach 120, dagegen Harpener 155,50 nach 157, im übrigen lagen zweite Kurse kaum vor. Auslandswerte waren weiter schwach, AKU. 72,50 bis 69 nach 73,75, Chade A bis C kamen mit 280 bis 276 (320) zur Notiz, Otavi gingen auf 34 nach 35,65 zurück. Von später notier­ten Werten gaben Licht & Kraft auf 157,25 (159,50) und AG. für Verkehr auf 124,75 (126) nach.

Renten lagen auch später ruhig und behauptet. Von Ausländsanleihen ließen Ungarn Gold auf 9,90 nach 10,13, 1914er Ungarn auf 8,13 bis 8 (9), 5 v. H. innere Mexikaner auf 5,65 (6,25), 4,50 v. H. Irrigation auf 8,40 (9,25) und 5 v. H. äußere Gold­mexikaner auf 12 (13) nach; auch Rumänen bröckel­ten 0,25 bis 0,50 v. H. ab. Der Pfandbriefmarkt lag weiter still und fast unverändert, auch Stadt­anleihen wichen nur geringprozentig ab. Tages­geld unverändert 2,50 o. H.

AbcndbSrfe uneinheitlich.

An der Abendbörse lag zunächst weiteres An­gebot in Auslandswerten vor, so daß die Kurse verschiedentlich weiter nachließen; gleich danach setzten jedoch in größerem Umfange Käufe ein, so daß schließlich gegen die tiefften Notierungen kleine Erholungen eintraten. Das Geschäft war ziemlich lebhaft. Aku 68,50 bis 70,25 (67,50), Otavi Minen 32,65 bis 34 (33,50), 4proz. Ungarn Gold 9,25 bis 9,13 bis 9,45 (9,40), 5proz. äußere Mexikaner 11,50 bis 11,75 (11,50), ferner erholten sich 4proz. Schweiz. Bundesbahn auf 128 (125). IG.-Chemie Basel bröckelten noch ab, volle auf 150,50 (151,65), leere auf 134,50 (135,50). Auch für deutsche Aktien­werte war die Entwicklung ähnlich. IG.-Farben bei größeren Umsätzen 171,50 bis 172 (172); Nachfrage sanden Montanwerte, Verein. Stahl 122 bis 122,75 (122,25), Hoesch 119,75 (118,50), Mannesmann 116,40 bis 116,75 (116,40). Th. Goldschmidt waren zunächst 1 v. H. fester mit 130,50, am Schluß aber zu 129,50 angeboten. Im übrigen wichen die Kurse im Vergleich zum Berliner Schluß nur um Bruch­teile eines Prozentes nach beiden Seiten ab. Der Rentenmarkt lag bei kaum veränderten Kursen sehr still.

U. a. notierten: 6proz. JG.-Farben 136,65, Reichs­bahn-VA. 125,90, 1914er Ungarn 7,75, 4proz. Un­garn Gold 9,25 bis 9,13 bis 9,45, 5proz. Rumänen 6,65, 4proz. do. 5,60, 4proz. SBB. 128, 5proz. äußere Mexikaner 11,50 bis 11,75, Commerzbank 110, DD-Bank 111,50, Dresdner Bank 109, Ilse Genuß 147, Mannesmann 116,40 bis 116,75, Hoesch 119,75, Rheinstahl 153, Verein. Stahl 122 bis 122,75, Otavi Minen 32,65 bis 34, Aku 68,50 bis 70,25, AEG. 40,25, Bemberg 115, Zement Heidelberg 165,50, IG.-Chemie Basel volle 150,50, do. leere 134,50, Daimler 121,50, Deutsche Erdöl 143, Scheide­anstalt 271, JG.-Farben 171,50 bis 172, Gesfürel 144,50, Goldschmidt 130,50 bis 129,50, Holzmann 135, Junghans 112, Muag E 129,75, Metallgesell­schaft 152,50, RWE. 137,75, Westdeutsche Kaufhof

E 60, Südd. Zucker 200,50, AG. für Derkehrsw"sen 125, Dürrwerke Ratingen 50,13.

Frankfurter Sdilachtoiehmarft

Frankfurt a M., 12. Nov. Auftrieb: 62 Rin­der (gegen 26 am letzten Donnerstagmarkt), dar­unter 0 (6) Ochsen, 4 (1) Bullen, 51 (10) Kühe, 7 (9) Färsen; Kälber 521 (532), Hammel und Schafe 95 (562), Schweine 988 (764). Notiert wurden pro 50 Kilogramm Lebendgewicht in Mark: Bullen a) 41 bis 43 (); Kühe a) 41 bis 43 (), b) 35 bis 39 (), c) 30 bis 33 (), d) 20 bis 25 (); Färsen a) 44 (); Kälber a) 60 bis 65 (65), b) 50 bis 55 (55), c) 40 (40), d) 40 (40); Hämmel b2) 47 bis 48 (45 bis 48), c) 45 bis 46 (41 bis 44); Schafe f) 25 bis 30 (27 bis 35); Schweine al) 57 (57), a2) 57 (57), bl) 56 (56), b2) 55 (55), c) 53 (53), d) 51 (51); Sauen gl) 56 (56). Marktver­lauf: Rinder und Schweine und Kälber wurden zu- geteilt. Hämmel und Schafe mittelmäßig, ausver­kauft.

Grvßmarkt für Fleisch und Fett­waren. Beschickung: 675 Viertel Rindfleisch, 822 halbe Schweine, 154 ganze Kälber, 57 ganze Ham­mel, 44 Kleinvieh. Notiert wurden pro 50 Kilo­gramm in Mark: Ochs en fleisch a) 80; Bullens! ei sch a) 76; Kuhfleisch a) 77, b) 65, c) 54; Färsenfleisch a) 80, b) 69; Kalbfleisch a) 107, b) 96, b) 82; Schweine­fleisch b) 74 (alles Höchstpreise); Hammelfleisch b) 90 bis 100; Fettwaren nicht notiert Marktver­lauf mittelmäßig.

Marktverlegung: Mit Rücksicht auf den* Buß- und Bettag wird der Markt vom Donners­tag, 19., auf Freitag, 20. November, verlegt.

Schweinemarkt in Grünberg.

+ Grünberg, 12. Nov. Der heutige Markt, Kleiner Gallusmarkt genannt, hatte einen Auftrieb von 241 Ferkeln. Folgende Preise wurden erzielt: Bis 6 Wochen alte Ferkel 11 bis 13 Mark, 6 bis 8 Wochen alte 14 bis 17 Mark, 8 bis 13 Wochen alte 18 bis 22 Mark. Marktverlauf: lebhaft, ausver­kauft

Die Mrkte dieser Woche.

Nhein-mainischer Getreidemartt.

In dieser Woche hielt, soweit die Bestellung ab­geschlossen ist und der Drusch wieder ausgenommen werden konnte, die leichte Besserung der Getreide­anlieferungen aus unserer Gegend an. Allerdings muß ein Teil der Zufuhren noch für die Erfüllung der alten Lieferungsverpflichtungen herangezogen werden, aber die Versorgung der Mühlenvetriebe zeigt doch keine Lücken. Die Mühlen kaufen zwar für die nächsten Monate jede Menge Weizen auf und sind auch bestrebt, ihren Einlagerungs­verpflichtungen nachzukommen. Nord- und mittel­deutsches Angebot ist nicht am Markt.

Die Versorgung der ländlichen Mühlen mit Roggen ist genügend, abgesehen von wenigen Betrieben, deren Bemühungen um Beschaffung von Mahlgut wegen ihrer ungünstigen Lage zum Teil erfolglos waren. Ein gewisser Ausgleich konnte hier durch die Andienungspflicht erreicht werden. Norddeutsches Roggenangebot liegt nicht vor, zur Zeit auch nicht am Wasserwege, wo allerdings die Mühlen genügend eingedeckt sind. Die erhöhte Han­delsspanne wird nach wie vor in allen wirtschaft­lich berechtigten Fällen bezahlt.

Die Nachfrage nach Braugerste hält an, so daß die Einkaufspreise sich mehr und mehr den Verbraucherhöchstpreisen nähern, trotzdem ein großer Teil der Verarbeiter schon nahe an die Eindeckung ihrer Kontingente herangekommen ist. Dem groben Bedarf an Jndustriegerste stehen keine Zu­fuhren gegenüber. Auch Futtergerste ist sehr gefragt, aber nur aus der 5prozentigen Pflicht­anlieferung erhältlich.

In Hafer läßt das Angebot noch zu wünschen übrig. Jndustriehafer war aus Norddeutschland und Bayern erhältlich, aber nicht unterzubringen.

Weizenmehl hat sehr lebhaftes Bedarfs­geschäft, Roggenmehl wird von den ostdeut­schen und hiesigen Mühlen genügend geliefert.

Am Futtermittelmarkt steht die Nach­frage nach Futtergetreide, wie Hafer, Gerste und Futterweizen im Vordergrund. Als Ersatz nahmen die Mäster vielfach Weizenfuttermehl, lieber Kleie kann in ausreichendem Maße verfügt werden. Nur an Roggenkleie ist der Mangel noch nicht ganz be­hoben. Während Trockenschnitzel, entgegen den Er­wartungen, nicht sehr lebhaft ausgenommen werden, ist die Nachfrage für Biertreber, Malzkeime und für ölhaltige Mischfutter sehr gut. Die zweite Zu­teilung von Oelkuchen wird Mitte des Monats zur Auslieferung kommen. Rauhfutter wurde wenig gehandelt.

3tt)ein=mainifd*e Gchtachtviehmürkte.

Die rhein-mainischen Schlachtviehmärkte nahmen in dieser Woche zumeist einen lebhaften Verlauf. Obwohl die Beschickung in den einzelnen Gattungen

kein einheitliches Bild aufwies, konnte die Nach­frage des Konsums voll befriedigt werden. Die Preise haben, da sie größtenteils gebunden sind, keine Veränderungen von Belang erfahren. Die Märkte wurden überall glatt geräumt.

In der Beschickung mit Großvieh ist ein leichter Rückgang auf insgesamt 1264 (1714) Tiere eingetreten, Der sich aber nicht bemerkbar machte, da den meisten Märkten zusätzlich Husumer Weide­vieh und geschlachtetes ausländisches Frischfleisch zugeführt wurde. Im übrigen verteilte sich der Auf­trieb wie folgt: Frankfurt 862 (1342), Mainz 301 (262), Wiesbaden 101 (110). Die Tiere, deren Qua­lität durchweg mittel bis gut war, wobei besonders bei den Kühen eine bessere Durchschnittsqualität festgestellt wurde, wurden den Metzgern zugeteilt.

Die Anfuhren von Schweinen haben sich, den Erwartungen entsprechend, weiter ganz erheblick verstärkt. Die Beschaffenheit der Tiere entsprach überwiegend den Anforderungen der Märkte. Der Anteil von Fettschweinen hat sich gegenüber der gleichen Zeit des Vorjahres wesentlich gehoben. Die Gesamtzufuhr stellte sich auf 6620 (5782) Tiere, davon entfielen allein auf Frankfurt 4022 (3570), auf Mainz 1010 (868), auf Wiesbaden 925 (851) und auf Darmstadt 663 (493) Stück. Außerdem wurden dem Frankfurter Markt 300 geschlachtete Schweine seitens der Reichsstelle zugeführt. Auf allen Märkten erfolgte zu unveränderten Preisen Zuteilung.

Der Auftrieb an Kälbern hat sich auf 1609 (1528) Stück gehoben. Die Erhöhung entfiel auf die Markte in Mainz und Wiesbaden mit 253 (215) bzw. 278 (233) Stück, während in Frankfurt mit 932 (937) und in Darmstadt mit 146 (143) Tieren die Auftriebe gegen die Vorwoche ziemlich gleich blieben. Der Frankfurter Auftrieb enthielt etwa 10 v. H. norddeutsche Tiere. Die Durchschnittsquali­täten bewegten sich zwischen mittel bis gut; Inter­esse zeigte sich hauptsächlich nach schweren Tieren. Während in Frankfurt Zuteilung erfolgte und in Wiesbaden die Zufuhr kontingentiert wurde, ver­lief das Geschäft in Mainz langsam. Die Preise be­wegten sich auf unveränderter Höhe.

Der Auftrieb an Schafen hat sich nach dem Eintopf-Sonntag wesentlich verringert auf insge­samt 316 (904) Stück. In Frankfurt standen 248 (799), in Wiesbaden 46 (79), in Darmstadt 22 (26) Tiere zum Verkauf. In Frankfurt konnte sich das Geschäft etwas beleben, so daß die Preise auf dem etwas ermäßigten Stand der Vorwoche behauptet blieben. Die Märkte wurden geräumt.

Sprechstunden der Redaktion.

11.30 bis 12.30 Uhr. 16 bis 17 Uhr. Samstagnach. mittag geschlossen.

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. Retchsbankdiskont 4 v.H., Lombardzinsfuß 5 v. H.

Frankfurt a. M. |

Berlin

$ranffurt a.M.

Berlin

Schluß- für«

Schluß!. Abend­börse

Schluß­kurs

Schluß!. Mittag, börse

Schluß, kurs

Schlug.. Abend- bÖrf-'

Schluß, kurs

Schlups. Mittag­börse

Datum

1111-

12 11

11-11-

12-11-

Datum

11-11.

12-11.

11-11-

12-11-

6% Deutsche ReichSanlethe v. 1927

101,25

101,25

101,25

101,4

4% oesgi. Sene h ............

4% Deutsche Reichsanl. von 1934

98,5

98,13

98,25

98,13

5% Rumän. vereinh. Rente v. 1903

7,2

6,65

7,2

6,5

67i% Young-Anleihe von 1930 ..

Deutsche Anl.-Ablös.-Schuld mti Auslos.-Nechten ............

102,5

102,5

4'/r%Rumän.veretnh.Rentev.l913

10,5

9,65

10,5

118,65

118

118,5

118,13

4% Rumänische vereinh. Rente .

2 yt% Anatolier ..............

6,25

34,35

5,6

33

6,2

34,5

5,8

33,5

*Vi% Deutsche Retchsvostschahan Weisungen von 1934, 1.......

4%% ehem. 8% Hessischer Volks-

99,9

99,75

100

100

Hamburg-Amerika-Paket .....0

15

14,75

14,9

14,5

staat 1929 srückzahlb. 102%) ... *7i% ehem. 8% Hessische Landes

bank Darmstadt Gold 81.12....

W/o ehem. 47i% Hess. Landes Hypothekenbank DarmstadtLtau.

98,75

98,75

98,75

Hamburg-Südam. Dampfschiff . 0

Norddeutscher Lloyd .........0

15

14,4

38,13 15

38

14,5

97

100,4

97

100,4

97

A.G. für Verkehrswesen Akt. .. 0

Berliner Handelsgesellschaft ... 6

(Jommerj- und Privat-Bank ... 4

126

110,25

125

110

126,5

127,25

110

125,4

127,25

110

47i% ehem. 8% Darmst. Komm

Landesb.Goldschuldverlchr. R.8

93

93

Deutsche Bank und Dtsconw-

Gesellschaft................ 4

112,25

111,5

112

111,5

Oberhessen Provinz-Anleihe mti Auslos.-Rechten ............

130,5

130,5

Dresdner Bank.............. 4

Reichsbank ................12

109,25

189

109

187

109,25

188,5

109

186,5

Deutsche Komm. Sammelabl. An leihe Serie 1 mit Auslol.-Rechten

*7i% ehem.8% Franks. Hyp.-Banl

Goldpse. 15 unkündbar bi« 1935

122,65

97

122,9

97

122,75

97

122,65

97

A.E.G...................... 0

Bekula.....................8

167,5

166,75

167,5

166,9

6%% ehem. 4'/,% Franks. Hyp. Bank-Ltqu.-Pfandortese......

100,5

100,5

Elektr. Lieserungßgesellschast... 6

Licht und Kraft ............. 7

138,5

159,5

135,75

157,25

138,5

159,5

136,9

156,5

67i% ehem. 4 7i% Rheinische Hyp.-Bank-Liqu.-Goldpfe. ...

100,75

100,75

101

101

Felten & Guilleaume......... 4

GeseUsch.f.Eleklr.Unternehmung. 6

141,25

146,5

138

144

140,5

147,25

138

144,5

*7>% ehem. 8% Pr. Landespfand- briesanstalt, Pfandbriefe R. 19

97,5

97,5

97,5

97,5

Rheinische Elektrizität ........ 6

Rhein. Wests. Elektr.......... 6

138,75

137,75

133 138,75

132

137,65

47i% ehem. 7% Pr. Landespfand briesanst., Gold Komm. £bl. 20

95

95

95

95

Schlickert L Co............... g

Siemens & Halske............ 8

163

200,5

161,5

197,75

163,5

201,25

162

197,75

Steuergutlch.Berrechnungsk. 34-38

109,8

109,8

109,9

109,9

LabmeyerLCo......... .... 7

148,13

148,25

148,5

147,9

4% Ceftenetd)(|ct)c Goldrente...

4,20% Oesterreichische Silberrente

4% Ungarische Goldrente ....... 10,9

4% Ungarische Staatsrente v. 1910 9,65

4>/2% beöfll. von 1913..........

6% abgest. Goldmexikaner von 99 13

4% Türkische Bagdadbahn-Anleihe Serie I...............

27,75

26,5

2,75

2,9

2,2

9,45

11,2

9,4

9,7

7,85

8,25

11,13

7,9

11,75

13,65

11,5

Buderus ...................

Deutsche Erdöl .............. 4

Harvener................. 2/z

Hoesch EisenKöln-Neuessen .. 3

Ilse Bergbau ............... 6

Ille Bergbau Genüsse........6

Klöcknerwerke ...............8

Mannesmann-Röbren........ 3

124,5 I

144 I

157

12,175

148,5

127,75

118,25

124

143

155,5

119,75

147

126,75

116,75

124, 144

157,

120,75

195,5

149,5

128,5

117,65

123,13

143,5

156,5

118,5

195

147

126,25

116,4

Frankfurt a. M.

Berlin

Gchluß- kurs

Schluv«. Abend­börse

Schluß, kurs

Schlußk. Mittag, börse

Datum

11 -11

1211

11-11

12.11.

ManSselder Bergbau.......

6 7i

158,75

158

158,75

158,5

Kokewerke ................

.. 6

141,25

139

Rheinische Braunkohlen ....

12

228

230

Rhetnstabl ................

.. 4

154

153

155

153,5

Bereinigte Stahlwerke......

8 7i

124,5

122,75

124,9

122,25

Otavi Minen .............

.. 0

39

34

38,65

33,5

Kaliwerke Aschersleben......

.. b

143,9

-

144,25

143,75

Kaliwerke Westeregeln......

.. b

136,5

135,5

137

135

Kaliwerke Salzdetfurth.....

I7i

194

194

193

194

I. G. Farben.Jndustrie.....

.. 7

172,65

172

173,75

172

Scheideanstalt.............

.. 9

271

271

Goldschmidt ..............

.. 5

131

129,5

131,65

129,5

Rütgerswerke .............

.. 6

141,5

141

141,65

140,5

Metallgesellschaft...........

.. 6

154

152,5

154,75

152,5

Philipp Holzmann .........

.. 4

138

135

138,5

135,5

Zementwerk Heidelberg ....

.. 7

166,5

165,5

-

Eementwerk Karlstadt.......

.. 6

-

-

CchultbeiS Patzenhofer .....

.. 4

_

102,13

101,75

Aku (Allgemeine Kunstseide)

.. 0

77,75

70,25

80,25

67,5

Bemberg.................

.. 6

119,5

115

118,25

115

Zellstoff Waldhof ..........

.. 6

164,65

164

165

163,5

Zellstoff Aschaffenburg .....

.. 0

143

140

142,5

140

Dessauer Gas .............

111

110

Daimler Motoren..........

.. 0

122,75

121,5

123,13

121,75

Deutsche Linoleum.........

.. 8

166

167,5

165,5

Lrensteiu & Koppel ........

.. V

93

91,5

Westdeutsche Kaufhof.......

.. 0

60,5

60

60,5

59,9

Cbak>e....................

.. 9

320

276

225

270

Accumulaloren-Fabrik......

. 12

201

Eonti-Gummi.............

. 11

171

169,5

171

169,5

Gritzner..................

.. 0

33

33,9

33,4

_

Mainkraftwerte Höchst a.M..

.. 4

-

.

Süddeutscher Zucker .......

. 10

204

200,,5

204

202

Devisenmarkt Berlin Frankfurt a. Al.

11 .Novemler

12.November

Amillche Geld

Notierung | Brief

Amtliche Geld

Notierung

1 Brief

oueno» ittirr

0,691

0,695

0,691

0,695

Brüssel ....

42,11

42,19

42,10

42,18

Rio de Jan.

0,144

0,146

0,145

0,147

Sofia.....

3,047

3,053

3,047

3,053

Kopenhagen

54,22

54,32

54,22

54,32

Danzig ....

47,04

47,14

47,04

47,14

London....

12,145

12,175

12,14

12,17

LelsingforS.

Pari« .....

5,36

11,55

5,37

11,57

5,36

11,55

5,37

11,57

Holland ...

134,02

134,28

133,96

134,22

Italien ....

13,09

13,11

13,09

13,11

Japan......

0,708

0,710

0,709

0,711

Fugostawien

5,654

5,666

5,654

5,666

Oslo..... :

61,02

61,14

61,02

61,14

Wien.......

48,95

11,025

49,05

48,95

49,05

11,045

Lissabon...

11,045

11,025

Stockholm..

62,60

62,72

62,60

62,72

Schweiz ...

57,19

57,31

57,19

57,31

Spanien...

21,98

22,02

21,98

22,02

'13 rnQ

8,771

8,789

8,771

8,789

Budapest ..

R-uyork ...

2,489

2,493

2,489

2,493

Banknoten.

Berlin, 12 November

Geld

"" idria

Amerikanische Noren..............

2,451

2,471

Belgische Noten..................

41,96

42,12

Dänische Noten .................

54,06

54 ,28

Englische Noten .................

12,115

12,155

Französische Noten...............

11,50

11,54

Holländische Noten...............

133,62

134,16

Italienische Noten................

Norwegische Noten ..............

60,86

61,10

Deutsch Lesterreich, i 100 Schilling

Schwedische Noten...............

Schweizer Noten...... . .. . . . ...

62,43

57,04

62,69

57,26

Spanische Noten................

Ungarische Noten................