Scharfen und zu nahmen. So b.'gruß?n
wir auch die ausländischen Dirigenten, deren Fähia- keiten wir zu schätzen wissen und die ihrerseits nicht gekommen wären, wenn sie nicht wüßten, daß ihr Ansehen sie verpflichtet, auch in Deutschland, dem ältesten und tradikionsreichsten Land der musikalischen Kunst, zu dirigieren. Sie schaffen durch ihr Auftreten ein gemeinsames kulturelles Erleben, an dem die Nationen unserer Gäste ebenso beteiligt sind wie wir als Gastgeber.
Oberbürgermeister i.R. Or.Gebeschus1>
LPD. Hanau, 12. Nov. Am Donnerstag früh ist der frühere Oberbürgermeister von Hanau Dr. Gebeschus an einer Herzschwäche im Alter von fast 81 Jahren geworben. Fast ein Vierteljahrhundert, von 1893 bis 1917, stand Dr. Gebeschus an der Spitze der Hanauer Stadtverwaltung, nachdem er zuvor Rechtsanwalt und Notar in St. Goarshausen und dann Bürgermeister von Höchst a. M. gewesen war. Bei seinem im Jahre 1917 infolge eines Herzleidens erfolgten Rücktritt verlieh ihm die Stadt Hanau in Würdigung seiner rastlosen Arbeit das Ehrenbürgerrecht. Im Laufe seiner 24jährigen Amtstätigkeit konnte sich Dr. Gebeschus für die Stadt Hanau bleibende Verdienste erwerben, denn ihm war es vergönnt, eine Reihe bedeutsamer Projekte zur Durchführung zu bringen, so u. a. die Tiefenentwässerung der Straßen und Grundstücke der Stadt und die Eingemeindung von Kessel-
'stadt. Dr. Gebeschus mnr auch über b;e Ganzen Hanaus hinaus in vorbildlicher Weise für die Vro- oinz tätig. So wirkte er als Vorsitzender des Landesausschusses in Kassel und des Hessen-Nassauisch- Waldeckschen Sparkassenverbandes, dessen Ehrenmitglied er bis zu seinem Tode geblieben ist.
Förster von einem Hirsch angeg ingen.
Mil schweren Verletzungen ins Krankenhaus eingelieferl.
Lpd. Kronberg (Taunus), 12. Nov. In dem Kronberger Wald bei F a l k e n st e i n ist ein mehrere Hektar großes Wild gatt er angelegt und mit zahlreichen Hirschen besetzt. Als am Mitt- wochvormittag ein Forster das Gitter betrat, wurde er von einem kapitalen ungari- chen Hirsch angegangen. Das Tier schleuderte den Förster in die Luft und griff ihn dann ofort wieder an. Der Förster besah die Geistesgegenwart, sich an dem Geweih festzuklammern, wurde aber von dem wütenden Tier an einen Baum gedrückt. Nur dem Umstand, daß ein mutiger Waldarbeiter dem Hirsch mit einer Beilhacke zuleide ging, hat der Förster sein Leben zu verdanken. Die ersten Hiebe beachtete das Tier kaum, erst als der Waldarbeiter das Eisen in den Hals schlug, schüttelte es den Förster vom Geweih ab und lief davon. Dem Förster sind mehrere Rippen eingedrückt worden, so daß er in ein Krankenhaus eingeliefert werden mußte.
Wirtschaft.
Oer deutsche Außenhandel in den ersten neun Monaten 1936. Fwd. Die Einfuhr hat von Januar bis September 1936 gegenüber dem gleichen Zeitraum 1935 leicht zugenommen. An der Steigerung hat ausschließlich die überseeische Ländergruppe teilgenommen (+7,6 v. H.). Die Lieferungen der europäischen Länder waren geringer, als im Vorjahre (—2,4 v. H.). Stark rückläufig war insbesondere die Einfuhr aus Sowjetrußland (—54,7 o. H.) und Frankreich (—47,6 v. H.). Zugenommen hat die Einfuhr innerhalb Europas aus den südöstlichen Agrarländern, aus Dänemark, Schweden und der Türkei. An der Zunahme der Einfuhr aus Uebersee waren in erster Linie diejenigen Länder beteiligt, welche Oelfrüchte und Oelsaaten liefern (Britisch- Westofrika, China, Britisch-Jndien, Britisch-Ma- laya, Philippinen, Belgisch-Kongo). Beträchtlich höher waren die Bezüge auch aus Iran, Mexiko, Kolumbien, Chile, Venezuela und Kanada Aus Brasilien hat die Einfuhr um fast 30 v. H., aus Argentinien um rund 18 v. H. abgenommen. Geringer war schließlich die Einfuhr aus der Südafrikanischen Union, Aegypten, Französisch-Westafrika und Niederländisch-Jndien.
D^ Ausfuhr hat nach Uebersee um 23,2 v. H., nach Europa um 9,3 v. H. zugenommen. Der Anteil der überseeischen Ländergruppe an der Gesamt- ausftchr erhöhte sich dadurch von 26,2 auf 28,6 v. H. Er ist damit größer als in irgenb einem der letzten zehn Jahre. Gegenüber dem Vorjahre hat sich die Ausfuhr besonders nach den australischen, afrikanischen und amerikanischen Ländern erhöht. Hervorzuheben sind die Absatzsteigerungen nach Peru (+ 89,2 v. H.), Kolumbien (+ 71,0 v. H.), Chile (+ 70,6 v. H.), Venezuela (+ 56,6 v. H.), Mexiko (+ 52,6 v. H.) und Britisch-Westafrika (+ 70,8 v. H.). Von den europäischen Abnehmerländern haben sämtliche nord-, ost- und südeuropäischen Länder, mit Ausnahme Litauens, mehr Waren als im Vorjahre ausgenommen. Von den west- und südeuropäischen Ländern haben Großbritannien und Frankreich ihre Einfuhr aus Deutschland leicht gesteigert.
Die Handelsbilanz schloß in den ersten neun Monaten des laufenden Jahres im Warenverkehr mit Europa mit einem Ausfuhrüberschuß von 621,8 Millionen Mark gegenüber 368,0 Mill. Mark im gleichen Vorjahreszeitraum ab. Besonders stark hat sich dabei der Warenaustausch mit Frankreich, Großbritannien und Sowjetrußland aktiviert. Während z. B. im Januar- September 1935 im Außenhandel mit Sowjetrußland ein Einfuhrüberschuß von 135,1 Mill. Mark zu verzeichnen war, ergab sich im laufenden Jahre ein Ausfuhrüberschuß von 15,0 Mill. Mark. Zurückgegangen ist innerhalb Europas der Aktivsaldo insbesondere gegenüber Italien, Schweden und der Schweiz.
Im Warenverkehr mit Uebersee sank der Einfuhrüberschuß von 391,9 Mill. Mark im Januar-September 1935 auf 295,6 Mill. Mark im Januar-September 1936. An der Entlastung der Handelsbilanz waren hauptsächlich die amerikanischen Länder, insbesondere Brasilien, Argentinien und Chile beteiligt. Auch im Außenhandel mit den afrikanischen Ländern ist eine Abnahme des Passivsaldos zu verzeichnen. Zugenommen hat der Ein
fuhrüberschuß demgegenüber im Handelsverkehr mit Australien und Asien. Während sich die Passivität im Warenaustausch mit Britisch-Jndien und Ma- laya erhöhte, verringerte sich gleichzeitig die Aktivität des Außenhandels mit Japan und Palästina.
Nhein-Mainische Börse.
TNittagsbörse schwach.
Frankfurt a. M., 12. Nov. Die weiter schwache Haltung der Auslandswerte, die sämtlich mit dem Minus-Vorzeichen erschienen, beeinflußte auch die inländischen Werte, so daß die Börse insgesamt in recht schwacher Haltung eröffnete. Das Geschäft bewegte sich dabei in sehr engen Grenzen.
Am Aktienmarkt ergaben sich bei verhältnismäßig kleinen Abgaben durchschnittliche Rückgänge von 1 v. H., einzelne Spezialwerte waren stärker gedrückt. IG. Farben gingen auf 172,40 (173,65) zurück, Metallgesellschaft verloren 1 v. H., Deutsche Erdöl 0,65 v. H. Am Montanmarkt ermäßigten sich Hoesch auf 120 (121,75), Mannesmann auf 117 (118,25), Klöckner auf 126,75 (127,75), Verein. Stahl auf 123,75 (124,50), Rheinstahl und Harpener blieben behauptet. Von Elektroaktien lagen Elektr. Lieferungen mit — 2,25 v. H., Siemens mit —3 v. H. und AEG. mit —1 v. H. recht schwach, RWE. verloren 0,75 v. H. Maschinen- und Motorenwerte ließen bis 1 v. H., Muag 1,50 v. H. und Rheinmetall 1,75 v. H. nach; Junghans zogen dagegen 0,40 v. H. an. Im einzelnen verloren Holzmann 3 o. H., Bemberg 3 v. H., Reichsbank 1 v. H., Westdeutsche Kaufhof und Zement Heidelberg je 0,50 v. H., auch Schiffahrtsaktien lagen bis 0,65 v. H. niedriger. Von Auslandsaktien kamen zunächst nur AKU. mit 73,75 (77,75) und Otavi Minen mit 35,75 bis 35,65 (39) zur Notiz.
Deutsche Renten lagen ruhig, Altbeütz 0,25 v. H. schwächer mit 118,40, Kommunal-Umschuldung unverändert etwa 90. Zertif. Dollar-Bonds verloren bis 1 v. H., 6 v. H. Preußen 74,25, 6 v. H. Spargiro 74. Ausländische Renten erschienen ebenfalls zumeist mit Minus-Zeichen; zur Notiz kamen vorerst Ungarn Gold mit 10,13 (10,90) und Anatolier I und II mit 33 (34,35).
In der zweiten Börsenstunde zeigte sich für deutsche Aktien eher eine mäßige Erhöhung, nachdem nach den ersten Notierungen verschiedentlich weitere Abschwächungen von 0,50 bis 1 v. H. ein- getreten waren. Bon Montanwerten notierten Hoesch mit 119,25 bis 120 nach 120, dagegen Harpener 155,50 nach 157, im übrigen lagen zweite Kurse kaum vor. Auslandswerte waren weiter schwach, AKU. 72,50 bis 69 nach 73,75, Chade A bis C kamen mit 280 bis 276 (320) zur Notiz, Otavi gingen auf 34 nach 35,65 zurück. Von später notierten Werten gaben Licht & Kraft auf 157,25 (159,50) und AG. für Verkehr auf 124,75 (126) nach.
Renten lagen auch später ruhig und behauptet. Von Ausländsanleihen ließen Ungarn Gold auf 9,90 nach 10,13, 1914er Ungarn auf 8,13 bis 8 (9), 5 v. H. innere Mexikaner auf 5,65 (6,25), 4,50 v. H. Irrigation auf 8,40 (9,25) und 5 v. H. äußere Goldmexikaner auf 12 (13) nach; auch Rumänen bröckelten 0,25 bis 0,50 v. H. ab. Der Pfandbriefmarkt lag weiter still und fast unverändert, auch Stadtanleihen wichen nur geringprozentig ab. — Tagesgeld unverändert 2,50 o. H.
AbcndbSrfe uneinheitlich.
An der Abendbörse lag zunächst weiteres Angebot in Auslandswerten vor, so daß die Kurse verschiedentlich weiter nachließen; gleich danach setzten jedoch in größerem Umfange Käufe ein, so daß schließlich gegen die tiefften Notierungen kleine Erholungen eintraten. Das Geschäft war ziemlich lebhaft. Aku 68,50 bis 70,25 (67,50), Otavi Minen 32,65 bis 34 (33,50), 4proz. Ungarn Gold 9,25 bis 9,13 bis 9,45 (9,40), 5proz. äußere Mexikaner 11,50 bis 11,75 (11,50), ferner erholten sich 4proz. Schweiz. Bundesbahn auf 128 (125). IG.-Chemie Basel bröckelten noch ab, volle auf 150,50 (151,65), leere auf 134,50 (135,50). Auch für deutsche Aktienwerte war die Entwicklung ähnlich. IG.-Farben bei größeren Umsätzen 171,50 bis 172 (172); Nachfrage sanden Montanwerte, Verein. Stahl 122 bis 122,75 (122,25), Hoesch 119,75 (118,50), Mannesmann 116,40 bis 116,75 (116,40). Th. Goldschmidt waren zunächst 1 v. H. fester mit 130,50, am Schluß aber zu 129,50 angeboten. Im übrigen wichen die Kurse im Vergleich zum Berliner Schluß nur um Bruchteile eines Prozentes nach beiden Seiten ab. Der Rentenmarkt lag bei kaum veränderten Kursen sehr still.
U. a. notierten: 6proz. JG.-Farben 136,65, Reichsbahn-VA. 125,90, 1914er Ungarn 7,75, 4proz. Ungarn Gold 9,25 bis 9,13 bis 9,45, 5proz. Rumänen 6,65, 4proz. do. 5,60, 4proz. SBB. 128, 5proz. äußere Mexikaner 11,50 bis 11,75, Commerzbank 110, DD-Bank 111,50, Dresdner Bank 109, Ilse Genuß 147, Mannesmann 116,40 bis 116,75, Hoesch 119,75, Rheinstahl 153, Verein. Stahl 122 bis 122,75, Otavi Minen 32,65 bis 34, Aku 68,50 bis 70,25, AEG. 40,25, Bemberg 115, Zement Heidelberg 165,50, IG.-Chemie Basel volle 150,50, do. leere 134,50, Daimler 121,50, Deutsche Erdöl 143, Scheideanstalt 271, JG.-Farben 171,50 bis 172, Gesfürel 144,50, Goldschmidt 130,50 bis 129,50, Holzmann 135, Junghans 112, Muag E 129,75, Metallgesellschaft 152,50, RWE. 137,75, Westdeutsche Kaufhof
E 60, Südd. Zucker 200,50, AG. für Derkehrsw"sen 125, Dürrwerke Ratingen 50,13.
Frankfurter Sdilachtoiehmarft
Frankfurt a M., 12. Nov. Auftrieb: 62 Rinder (gegen 26 am letzten Donnerstagmarkt), darunter 0 (6) Ochsen, 4 (1) Bullen, 51 (10) Kühe, 7 (9) Färsen; Kälber 521 (532), Hammel und Schafe 95 (562), Schweine 988 (764). Notiert wurden pro 50 Kilogramm Lebendgewicht in Mark: Bullen a) 41 bis 43 (—); Kühe a) 41 bis 43 (—), b) 35 bis 39 (—), c) 30 bis 33 (—), d) 20 bis 25 (—); Färsen a) 44 (—); Kälber a) 60 bis 65 (65), b) 50 bis 55 (55), c) 40 (40), d) 40 (40); Hämmel b2) 47 bis 48 (45 bis 48), c) 45 bis 46 (41 bis 44); Schafe f) 25 bis 30 (27 bis 35); Schweine al) 57 (57), a2) 57 (57), bl) 56 (56), b2) 55 (55), c) 53 (53), d) 51 (51); Sauen gl) 56 (56). — Marktverlauf: Rinder und Schweine und Kälber wurden zu- geteilt. Hämmel und Schafe mittelmäßig, ausverkauft.
Grvßmarkt für Fleisch und Fettwaren. Beschickung: 675 Viertel Rindfleisch, 822 halbe Schweine, 154 ganze Kälber, 57 ganze Hammel, 44 Kleinvieh. Notiert wurden pro 50 Kilogramm in Mark: Ochs en fleisch a) 80; Bullens! ei sch a) 76; Kuhfleisch a) 77, b) 65, c) 54; Färsenfleisch a) 80, b) 69; Kalbfleisch a) 107, b) 96, b) 82; Schweinefleisch b) 74 (alles Höchstpreise); Hammelfleisch b) 90 bis 100; Fettwaren nicht notiert — Marktverlauf mittelmäßig.
Marktverlegung: Mit Rücksicht auf den* Buß- und Bettag wird der Markt vom Donnerstag, 19., auf Freitag, 20. November, verlegt.
Schweinemarkt in Grünberg.
+ Grünberg, 12. Nov. Der heutige Markt, Kleiner Gallusmarkt genannt, hatte einen Auftrieb von 241 Ferkeln. Folgende Preise wurden erzielt: Bis 6 Wochen alte Ferkel 11 bis 13 Mark, 6 bis 8 Wochen alte 14 bis 17 Mark, 8 bis 13 Wochen alte 18 bis 22 Mark. Marktverlauf: lebhaft, ausverkauft
Die Mrkte dieser Woche.
Nhein-mainischer Getreidemartt.
In dieser Woche hielt, soweit die Bestellung abgeschlossen ist und der Drusch wieder ausgenommen werden konnte, die leichte Besserung der Getreideanlieferungen aus unserer Gegend an. Allerdings muß ein Teil der Zufuhren noch für die Erfüllung der alten Lieferungsverpflichtungen herangezogen werden, aber die Versorgung der Mühlenvetriebe zeigt doch keine Lücken. Die Mühlen kaufen zwar für die nächsten Monate jede Menge Weizen auf und sind auch bestrebt, ihren Einlagerungsverpflichtungen nachzukommen. Nord- und mitteldeutsches Angebot ist nicht am Markt.
Die Versorgung der ländlichen Mühlen mit Roggen ist genügend, abgesehen von wenigen Betrieben, deren Bemühungen um Beschaffung von Mahlgut wegen ihrer ungünstigen Lage zum Teil erfolglos waren. Ein gewisser Ausgleich konnte hier durch die Andienungspflicht erreicht werden. Norddeutsches Roggenangebot liegt nicht vor, zur Zeit auch nicht am Wasserwege, wo allerdings die Mühlen genügend eingedeckt sind. Die erhöhte Handelsspanne wird nach wie vor in allen wirtschaftlich berechtigten Fällen bezahlt.
Die Nachfrage nach Braugerste hält an, so daß die Einkaufspreise sich mehr und mehr den Verbraucherhöchstpreisen nähern, trotzdem ein großer Teil der Verarbeiter schon nahe an die Eindeckung ihrer Kontingente herangekommen ist. Dem groben Bedarf an Jndustriegerste stehen keine Zufuhren gegenüber. Auch Futtergerste ist sehr gefragt, aber nur aus der 5prozentigen Pflichtanlieferung erhältlich.
In Hafer läßt das Angebot noch zu wünschen übrig. Jndustriehafer war aus Norddeutschland und Bayern erhältlich, aber nicht unterzubringen.
Weizenmehl hat sehr lebhaftes Bedarfsgeschäft, Roggenmehl wird von den ostdeutschen und hiesigen Mühlen genügend geliefert.
Am Futtermittelmarkt steht die Nachfrage nach Futtergetreide, wie Hafer, Gerste und Futterweizen im Vordergrund. Als Ersatz nahmen die Mäster vielfach Weizenfuttermehl, lieber Kleie kann in ausreichendem Maße verfügt werden. Nur an Roggenkleie ist der Mangel noch nicht ganz behoben. Während Trockenschnitzel, entgegen den Erwartungen, nicht sehr lebhaft ausgenommen werden, ist die Nachfrage für Biertreber, Malzkeime und für ölhaltige Mischfutter sehr gut. Die zweite Zuteilung von Oelkuchen wird Mitte des Monats zur Auslieferung kommen. Rauhfutter wurde wenig gehandelt.
3tt)ein=mainifd*e Gchtachtviehmürkte.
Die rhein-mainischen Schlachtviehmärkte nahmen in dieser Woche zumeist einen lebhaften Verlauf. Obwohl die Beschickung in den einzelnen Gattungen
kein einheitliches Bild aufwies, konnte die Nachfrage des Konsums voll befriedigt werden. Die Preise haben, da sie größtenteils gebunden sind, keine Veränderungen von Belang erfahren. Die Märkte wurden überall glatt geräumt.
In der Beschickung mit Großvieh ist ein leichter Rückgang auf insgesamt 1264 (1714) Tiere eingetreten, Der sich aber nicht bemerkbar machte, da den meisten Märkten zusätzlich Husumer Weidevieh und geschlachtetes ausländisches Frischfleisch zugeführt wurde. Im übrigen verteilte sich der Auftrieb wie folgt: Frankfurt 862 (1342), Mainz 301 (262), Wiesbaden 101 (110). Die Tiere, deren Qualität durchweg mittel bis gut war, wobei besonders bei den Kühen eine bessere Durchschnittsqualität festgestellt wurde, wurden den Metzgern zugeteilt.
Die Anfuhren von Schweinen haben sich, den Erwartungen entsprechend, weiter ganz erheblick verstärkt. Die Beschaffenheit der Tiere entsprach überwiegend den Anforderungen der Märkte. Der Anteil von Fettschweinen hat sich gegenüber der gleichen Zeit des Vorjahres wesentlich gehoben. Die Gesamtzufuhr stellte sich auf 6620 (5782) Tiere, davon entfielen allein auf Frankfurt 4022 (3570), auf Mainz 1010 (868), auf Wiesbaden 925 (851) und auf Darmstadt 663 (493) Stück. Außerdem wurden dem Frankfurter Markt 300 geschlachtete Schweine seitens der Reichsstelle zugeführt. Auf allen Märkten erfolgte zu unveränderten Preisen Zuteilung.
Der Auftrieb an Kälbern hat sich auf 1609 (1528) Stück gehoben. Die Erhöhung entfiel auf die Markte in Mainz und Wiesbaden mit 253 (215) bzw. 278 (233) Stück, während in Frankfurt mit 932 (937) und in Darmstadt mit 146 (143) Tieren die Auftriebe gegen die Vorwoche ziemlich gleich blieben. Der Frankfurter Auftrieb enthielt etwa 10 v. H. norddeutsche Tiere. Die Durchschnittsqualitäten bewegten sich zwischen mittel bis gut; Interesse zeigte sich hauptsächlich nach schweren Tieren. Während in Frankfurt Zuteilung erfolgte und in Wiesbaden die Zufuhr kontingentiert wurde, verlief das Geschäft in Mainz langsam. Die Preise bewegten sich auf unveränderter Höhe.
Der Auftrieb an Schafen hat sich nach dem Eintopf-Sonntag wesentlich verringert auf insgesamt 316 (904) Stück. In Frankfurt standen 248 (799), in Wiesbaden 46 (79), in Darmstadt 22 (26) Tiere zum Verkauf. In Frankfurt konnte sich das Geschäft etwas beleben, so daß die Preise auf dem etwas ermäßigten Stand der Vorwoche behauptet blieben. Die Märkte wurden geräumt.
Sprechstunden der Redaktion.
11.30 bis 12.30 Uhr. 16 bis 17 Uhr. Samstagnach. mittag geschlossen.
Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.
Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Retchsbankdiskont 4 v.H., Lombardzinsfuß 5 v. H.
Frankfurt a. M. |
Berlin
$ranffurt a.M.
Berlin
Schluß- für«
Schluß!. Abendbörse
Schlußkurs
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Schluß, kurs
Schlug.. Abend- bÖrf-'
Schluß, kurs
Schlups. Mittagbörse
Datum
1111-
12 11
11-11-
12-11-
Datum
11-11.
12-11.
11-11-
12-11-
6% Deutsche ReichSanlethe v. 1927
101,25
101,25
101,25
101,4
4% oesgi. Sene h ............
—
—
—
—
4% Deutsche Reichsanl. von 1934
98,5
98,13
98,25
98,13
5% Rumän. vereinh. Rente v. 1903
7,2
6,65
7,2
6,5
67i% Young-Anleihe von 1930 ..
Deutsche Anl.-Ablös.-Schuld mti Auslos.-Nechten ............
102,5
102,5
4'/r%Rumän.veretnh.Rentev.l913
—
10,5
9,65
10,5
118,65
118
118,5
118,13
4% Rumänische vereinh. Rente .
2 yt% Anatolier ..............
6,25
34,35
5,6
33
6,2
34,5
5,8
33,5
*Vi% Deutsche Retchsvostschahan Weisungen von 1934, 1.......
4%% ehem. 8% Hessischer Volks-
99,9
99,75
100
100
Hamburg-Amerika-Paket .....0
15
14,75
14,9
14,5
staat 1929 srückzahlb. 102%) ... *7i% ehem. 8% Hessische Landes
bank Darmstadt Gold 81.12....
W/o ehem. 47i% Hess. Landes Hypothekenbank DarmstadtLtau.
98,75
98,75
98,75
—
Hamburg-Südam. Dampfschiff . 0
Norddeutscher Lloyd .........0
15
14,4
38,13 15
38
14,5
97
100,4
97
100,4
97
—
A.G. für Verkehrswesen Akt. .. 0
Berliner Handelsgesellschaft ... 6
(Jommerj- und Privat-Bank ... 4
126
110,25
125
110
126,5
127,25
110
125,4
127,25
110
47i% ehem. 8% Darmst. Komm
Landesb.Goldschuldverlchr. R.8
93
93
Deutsche Bank und Dtsconw-
Gesellschaft................ 4
112,25
111,5
112
111,5
Oberhessen Provinz-Anleihe mti Auslos.-Rechten ............
130,5
130,5
Dresdner Bank.............. 4
Reichsbank ................12
109,25
189
109
187
109,25
188,5
109
186,5
Deutsche Komm. Sammelabl. An leihe Serie 1 mit Auslol.-Rechten
*7i% ehem.8% Franks. Hyp.-Banl
Goldpse. 15 unkündbar bi« 1935
122,65
97
122,9
97
122,75
97
122,65
97
A.E.G...................... 0
Bekula.....................8
167,5
166,75
167,5
166,9
6%% ehem. 4'/,% Franks. Hyp. Bank-Ltqu.-Pfandortese......
100,5
100,5
Elektr. Lieserungßgesellschast... 6
Licht und Kraft ............. 7
138,5
159,5
135,75
157,25
138,5
159,5
136,9
156,5
67i% ehem. 4 7i% Rheinische Hyp.-Bank-Liqu.-Goldpfe. ...
100,75
100,75
101
101
Felten & Guilleaume......... 4
GeseUsch.f.Eleklr.Unternehmung. 6
141,25
146,5
138
144
140,5
147,25
138
144,5
*7>% ehem. 8% Pr. Landespfand- briesanstalt, Pfandbriefe R. 19
97,5
97,5
97,5
97,5
Rheinische Elektrizität ........ 6
Rhein. Wests. Elektr.......... 6
138,75
137,75
133 138,75
132
137,65
47i% ehem. 7% Pr. Landespfand briesanst., Gold Komm. £bl. 20
95
95
95
95
Schlickert L Co............... g
Siemens & Halske............ 8
163
200,5
161,5
197,75
163,5
201,25
162
197,75
Steuergutlch.Berrechnungsk. 34-38
109,8
109,8
109,9
109,9
LabmeyerLCo......... .... 7
148,13
148,25
148,5
147,9
4% Ceftenetd)(|ct)c Goldrente... —
4,20% Oesterreichische Silberrente —
4% Ungarische Goldrente ....... 10,9
4% Ungarische Staatsrente v. 1910 9,65
4>/2% beöfll. von 1913.......... —
6% abgest. Goldmexikaner von 99 13
4% Türkische Bagdadbahn-Anleihe Serie I............... —
—
27,75
26,5
2,75
2,9
2,2
9,45
11,2
9,4
—
9,7
7,85
8,25
11,13
7,9
11,75
13,65
11,5
Buderus ...................
Deutsche Erdöl .............. 4
Harvener................. 2/z
Hoesch Eisen—Köln-Neuessen .. 3
Ilse Bergbau ............... 6
Ille Bergbau Genüsse........6
Klöcknerwerke ...............8
Mannesmann-Röbren........ 3
124,5 I
144 I
157
12,175
148,5
127,75
118,25
124
143
155,5
119,75
147
126,75
116,75
124, 144
157,
120,75
195,5
149,5
128,5
117,65
123,13
143,5
156,5
118,5
195
147
126,25
116,4
Frankfurt a. M.
Berlin
Gchluß- kurs
Schluv«. Abendbörse
Schluß, kurs
Schlußk. Mittag, börse
Datum
11 -11
1211
11-11 •
12.11.
ManSselder Bergbau.......
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158,75
158
158,75
158,5
Kokewerke ................
.. 6
—
——
141,25
139
Rheinische Braunkohlen ....
12
——
—
228
230
Rhetnstabl ................
.. 4
154
153
155
153,5
Bereinigte Stahlwerke......
8 7i
124,5
122,75
124,9
122,25
Otavi Minen .............
.. 0
39
34
38,65
33,5
Kaliwerke Aschersleben......
.. b
143,9
-
144,25
143,75
Kaliwerke Westeregeln......
.. b
136,5
135,5
137
135
Kaliwerke Salzdetfurth.....
I7i
194
194
193
194
I. G. Farben.Jndustrie.....
.. 7
172,65
172
173,75
172
Scheideanstalt.............
.. 9
271
271
Goldschmidt ..............
.. 5
131
129,5
131,65
129,5
Rütgerswerke .............
.. 6
141,5
141
141,65
140,5
Metallgesellschaft...........
.. 6
154
152,5
154,75
152,5
Philipp Holzmann .........
.. 4
138
135
138,5
135,5
Zementwerk Heidelberg ....
.. 7
166,5
165,5
-
Eementwerk Karlstadt.......
.. 6
—
-
-
CchultbeiS Patzenhofer .....
.. 4
—
_
102,13
101,75
Aku (Allgemeine Kunstseide)
.. 0
77,75
70,25
80,25
67,5
Bemberg.................
.. 6
119,5
115
118,25
115
Zellstoff Waldhof ..........
.. 6
164,65
164
165
163,5
Zellstoff Aschaffenburg .....
.. 0
143
140
142,5
140
Dessauer Gas .............
—
—
111
110
Daimler Motoren..........
.. 0
122,75
121,5
123,13
121,75
Deutsche Linoleum.........
.. 8
—
166
167,5
165,5
Lrensteiu & Koppel ........
.. V
—
—
93
91,5
Westdeutsche Kaufhof.......
.. 0
60,5
60
60,5
59,9
Cbak>e....................
.. 9
320
276
225
270
Accumulaloren-Fabrik......
. 12
—
—
201
—
Eonti-Gummi.............
. 11
171
169,5
171
169,5
Gritzner..................
.. 0
33
33,9
33,4
_
Mainkraftwerte Höchst a.M..
.. 4
-
.—
Süddeutscher Zucker .......
. 10
204
200,,5
204
202
Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. Al.
11 .Novemler
12.November
Amillche Geld
Notierung | Brief
Amtliche Geld
Notierung
1 Brief
oueno» ittirr
0,691
0,695
0,691
0,695
Brüssel ....
42,11
42,19
42,10
42,18
Rio de Jan.
0,144
0,146
0,145
0,147
Sofia.....
3,047
3,053
3,047
3,053
Kopenhagen
54,22
54,32
54,22
54,32
Danzig ....
•47,04
47,14
47,04
47,14
London....
12,145
12,175
12,14
12,17
LelsingforS.
Pari« .....
5,36
11,55
5,37
11,57
5,36
11,55
5,37
11,57
Holland ...
134,02
134,28
133,96
134,22
Italien ....
13,09
13,11
13,09
13,11
Japan......
0,708
0,710
0,709
0,711
Fugostawien
5,654
5,666
5,654
5,666
Oslo..... :
61,02
61,14
61,02
61,14
Wien.......
48,95
11,025
49,05
48,95
49,05
11,045
Lissabon...
11,045
11,025
Stockholm..
62,60
62,72
62,60
62,72
Schweiz ...
57,19
57,31
57,19
57,31
Spanien...
21,98
22,02
21,98
22,02
'13 rnQ
8,771
8,789
8,771
8,789
Budapest ..
R-uyork ...
2,489
2,493
2,489
2,493
Banknoten.
Berlin, 12 November
Geld
"" idria
Amerikanische Noren..............
2,451
2,471
Belgische Noten..................
41,96
42,12
Dänische Noten .................
54,06
54 ,28
Englische Noten .................
12,115
12,155
Französische Noten...............
11,50
11,54
Holländische Noten...............
133,62
134,16
Italienische Noten................
—
Norwegische Noten ..............
60,86
61,10
Deutsch Lesterreich, i 100 Schilling
—
—•
Schwedische Noten...............
Schweizer Noten...... . .. . . . ...
62,43
57,04
62,69
57,26
Spanische Noten................
Ungarische Noten................
—


