0Ji.-$pOTt
heil
un°
Aus den preußischen Nachbargebieten
in BadHomburg.
Aus Rheinhessen
icht gegen die Schwert. 20.45: „Runxendorf auf Welle Frankfurt." Verletzung da- Ein heiterer Abend mit Ludwig Manfred Lommel.
3 das
Seid ler (Berlin) selbst dirigiert. Auch diesmal war die Vorstellung wieder eine ausgezeichnete künstlerische Leistung. Das hervorragend musizierende Orchester brachte alle Feinheiten der Mozart- schen Musik zur Geltung. Die gesanglichen Leistungen verdienen ebenfalls volles Lob. Besonders hervorzuheben sind auch die prächtigen, stilechten Bühnenbilder und die wirkungsvolle Bühnenbeleuchtung, die dem Werk einen stimmungsvollen Rahmen gaben. Die Darsteller und das Orchester ernteten verdienten, reichen Beifall. Unter den zahlreichen Besuchern waren erfreulicherweise auch Gäste aus der weiteren Umgebung Alsfelds zu bemerken. _
ch Deckenbach, 12. Okt. Die Sammlung für das WHW. am gestrigen E i n t o p f s o n n- tag ergab hier insgesamt 21,35 RM.
Gebrauch machte.
Kreis Alsfeld.
derte. Nach kurzer Rast in Stockheim fuhr man mit der Eisenbahn heim.
Kreis Schotten.
I Schotten, 12. Okt. Die Sammlung für das Winterhilfswerk, die Eintopfspende, wies hier ein sehr gutes Ergebnis auf. In die Turnhalle hatte gestern die Frauenschaft zu einem gemeinsamen Eintopfgericht eingeladen, von dem die ganze Bevölkerung in einmütiger Geschlossen-
100 Meter: 1. Ludwig, 14,5 Sek.; 2. Weber I., 14 6 Sek.; 3. Schmidt, 14,7 Sekunden. 200 Meter: 1. Weber I., 30 Sek.; 2. Ludwig, 31 Sek. Kugel- toßen: 1. Schmidt, 8,11 Meter; 2. Schalch, 7,83; 3. Ludwig, 7,50 Meter. Speerwerfen: 1. Sieck, 19,30 Meter; 2. Ludwig, 18,90; 3. Weber I., 18,60 Meter. Diskuswerfen: 1. Dapperl., 20,33 Meter; 2. Ludwig, 19,99; 3. Sieck, 18,60 Meter. Weit- sprung: 1. Dapper I., 3,91 Meter; 2. Ludwig, 3,85; 3. Weber I., 3,70 Meter. Hochsprung: 1. Dapper I., 1,25 Meter; 2. Schalch, 1,25; 3. Ludwig, 1,20 Meter.
Mädchen, Klasse A.
100 Meter: 1. Holler, 15,4 Sek.; 2. Arnold, 16; 3. Dapper II., 16,1 Sek. 200 Meter: 1. Weber II., 33,01 Sek.; 2. Arnold, 34 Sekunden. Hochsprung: 1. Dapper II., 1,20 Meter; 2. Weber II., 1,15 Meter; 3. Muhl, 1.15 Meter. Weitsprung: 1. Holler, 3,85 Meter; 2. Arnold, 3,32; 3. Dapper II., 3,18 Meter. Kugelstoßen: 1. Muhl, 9 Meter; 2. Dapper II., 7,38; 3. Holler, 6,05 Meter. Speerwerfen: 1. Muhl, 14,30 Meter; 2. Dapper II., 14,20; 3. Arnold 13,10 Meter. Diskuswerfen: 1. Muhl, 21,60 Meter; 2. Weber II., 15,60; 3. Arnold 12,60 Meter.
Mädchen, Klasse B.
100 Meter: 1. Steuerwald, 15,9 Sek.; 2. Gudrun Weber, 16; 3. Inge Mohr, 16,5 Sekunden.
Eportamt „Kraft durch Freude".
Es können noch Kinder im Alter von 4 bis 10 Jahren an unserem Kursus für Kindergymnastik teilnehmen. Der Kursus läuft Dienstags von 16 bis 17 Uhr in der Frankfurter Straße 60, Gartenhaus. Die Kosten betragen 20 Pf. für den Uebungstag. Anmeldungen nimmt die GymnastiNehrerin vor Be- ginn der Uebungsstunde an. Ein weiterer Kursus ist Freitags von 16 bis 17 Uhr in der Turnhalle im Stadtzentrum vorgesehen. Für diesen Kursus nimmt die Geschäftsstelle, Schanzenstraße 18, Neu- anmeldungen an.
Ein neuer Kursus für Allgemeine Körperschule, Frauen und Männer, findet Mittwochs von 20.30 bis 21.45 Uhr statt. Der Unkostenbeitrag beträgt 20 Pi. für den Uebungsabend. Neuanmeldungen an die Geschäftsstelle oder den Sportlehrer vor Beginn der Uebungsstunde erbeten.
Jugendklasse B.
100 Meter: 1. Seim 13 Sek.; 2. A. Oehler 13 Sek.; 3. Linkmann 13 Sek. 1500 Meter: 1. Heller 4:48,4 Min.; 2. Belloff 5,08 Min.; 3. Krollpfeiffer 5,14 Min. Dreisprung: 1. A. Oehler 10,12 Meter; 2. E. Oehler 9,95 Meter. Speerwerfen: 1. A. Oehler 30,05 Meter; 2. Schwarz 26,55 Meter; 3. Seim 25,45 Meter. Hammerwerfen: 1. Muhl 17,80 Meter; 2. Schmuck 12,45 Meter; 3. Schäfer 11,55 Meter. Diskuswerfen: 1. Schwarz 25,33 Meter; 2. Schieferstein II 22,55 Meter; 3. Seim 22,50 Meter. Kugelstoßen: 1. Linkmann 10,08 Meter; 2. Schwarz 9,46 Meter; 3. A. Oehler 9,19 Meter.
Jugendklasse C:
100 Meter: 1. Mootz 13,4 Sek.; 2. Dietrich 13,5 Sek.; 3. Schäfer 15 Sek. 100 Meter OKI. II: 1. Friedmann 15,7 Sek.; 2. Beck 16,2 Sek. Kugelstoßen: 1. Mootz 11,01 Meter; 2. Dietrich 9,33 Bieter; 3. Schäfer 7,36 Meter. Kugelstoßen C II: 1. Friedmann 6,25 Meter; 2. Beck 5,29 Meter. Diskuswerfen: 1. Mootz 20,40 Meter; 2. Schäfer 17,40 Meter; 3. Dietrich 17,30 Meter. Weitsprung: 1. Mootz 4,92 Meter; 2. Dietrich 4,86 Meter; 3. Schäfer 4,11 Meter. Hochsprung: 1. Friedmann 1,15 Meter; 2. Beck 1,10 Meter
Jugend, Klasse D.
100 Meter: 1. Hergert, 14,6 Sek.; 2. Herrmann, 15; 3. Parr, 15,8 Sekunden. 800 Meter: 1. Herrmann, 2,54,6 Min.; 2. Balser, 2.57; 3. Langsdorf, 3.05 Min. Bollweitwerfen: 1. Hergert, 57 Meter; 2. Falkenhainer, 49,80; 3. Langsdorf, 36,90 Meter. Hochsprung: 1. Langsdorf, 1,15 Meter; 2. Herrmann 1,05 Meter. Weitsprung: 1. Hergert, 3,71 Meter; 2. Herrmann, 3,60 Meter; 3. Balser. 3,41 Meter. Kugelstoßen: 1. Falkenhainer, 8,69 Meter; 2. Langsdorf, 8,05; 3. Hergert, 8,01 Meter.
Jugend, Klasse E.
100 Meter: 1. Pannecke, 17.2 Sek.; 2. Walter Zimmek, 17,3; 3. Werner Zimmek, 18 Sekunden. , Ballweitwerfen: 1. Pannecke, 30 Meter; 2 Thon, . 28 Meter. Weitsprung: 1. Panneke, 3,15 Meter; 2. Walter Zimmek, 3,05 Meter; 3. Thon, 2,78 Meter.
i Frauen.
sich dieser öffnete.
Eine „Großhandlung" für gestohlene Fahrräder ausgehoben.
LPD. Limburg, 12. Okt. In dem Kreisort Th al heim gelang es der Gendarmerie, in Zusammenarbeit mit der Kölner Kriminalpolizei zwei Brüder zu ermitteln, die über 30 meist in Köln gestohlene Fahrräder verkauften. Wer die Fahrraddiebstähle ausführte, ist noch nicht bekannt.
HoheStrafen für eine Einbrecherbande.
Alsfeld, 11. Okt. Am Samstag fand hier _... erste diesjährige Operngastspiel der Deutschen Musikbühne statt. Zur Aufführung gelangte Mozarts komische Oper „Die Hochzeit des Figaro". Die Aufführung wurde vom Intendanten der Deutschen Musikbühne Erich
„FE.Teutonia"Wahenborn-Steinberg
Leihgestern I. — BL-Steinberg I. 0:3 (0:2). (
BL-Steinberg II — Leihgestern II.
(Leihgestern nicht angetreten.) -
BL-$teinberg I. Jgd. — Großen-Linden I. Jgd. : 1:2 (1:0).
Zum dritten Verbandsspiel mußten die Teutonen ; nach Leihgestern. Obwohl man sich auf ein interessantes und fesselndes Spiel freute, mußten die Zuschauer nicht ganz befriedigt den Platz verlassen. Die Gäste kamen nicht an ihre gewohnte Form heran und dann wurde vom Schiedsrichter jeder, auch der geringste Verstoß, gepfiffen, sodaß das Spiel darunter zu leiden hatte. — Die II. Mannschaft von Leihgestern trat nicht an. — Die I. Jugendmannschaft von Großen-Linden konnte gegen die gleiche von Watzenborn-Steinberg einen 2:1" (Sieg erringen, der verdient war, obwohl die Einheimischen noch kurz vor Schluß mit 1:0 in Führung lagen.
Um die Deutsche DereinSmeisterschast.
Spvgg. 1900 Aktive erreichen 5,109,85 Punkte.
Am vergangenen Sonntag, dem Schlußtermin für die deutsche Vereinsmeisterschaft 1936, unternahmen die Aktiven der Spielvereinigung 1900 ihren zweiten Versuch in der deutschen Vereinsmeisterschaft, Klasse B. Da diesmal die Mannschaft fast vollständig zur Stelle war, konnte die erste Punktzahl um über 400 auf 5,109,85 Punkte erhöht werden. Die 1900er dürften sich damit an die 7. Stelle der B- Vereine des Gaues Hessen gesetzt haben. Während die Werfer mit etwa den gleichen Leistungen wie beim ersten Versuch aufwarteten, sorgten die Läufer und Springer für einen erheblichen Punktgewinn. Die angenehmste Ueberraschung war hier der junge Kleemann, der über 3000 Meter eine Zeit von 9:12,4 Min. erzielte und dabei den hervorragenden Langstreckler Hans Neide! — der Turnverein Heuchelheim unternahm ebenfalls noch einen Versuch — um Handbreite schlagen konnte. Nachstehend die Ergebnisse, die der Wertung zugrunde gelegt werden konnten:
200 Meter: 1. Mieritz 24,3 Sek; 2. Adam 24,5 Sek.
8 00 Meter: 1. Bepperling 2.08,3 Sek.; 2. Peters 2:09,3 Sek.
3 00 0 Meter: 1. Kleemann 9:12,4 Mn.; 2.
Jmmel 9:44,4 Min.
Hochsprung: 1. Braun 1,64 Meter; 2 Hop- enmüller 1,63 Meter. 3. Jung 1,63 Meter.
Dreisprung: 1. Jung 11,94 Meter; 2. Himmelmann 11,42 Meter.
Diskuswurf: 1. Kilo 39,86 Meter; 2. Fel- ing 31,28 Meter.
Speerwurf: 1. Felsing 41,84 Meter; 2. Hop- enmüller 41,53 Meter.
4X100-Meter-Staffel: 46,1 Sek. Mann- chaft: Mieritz, Adam, Kilo, Jung.
DfA.-Reichsbahn-Leichtaihletik.
Am vergangenen Sonntag hielt der VfB.-R. seine internen Vereinswettkämpfe ab. Trotz der vorgeschrittenen Jahreszeit traten etwa 50 Teilnehmer zu den Wettkämpfen an. Gestartet wurde in einer Aktiven-, sechs Jugend-, einer Frauen- und zwei Mädchenklassen. Besonders in den Läufen gab es gute Zeiten. Die älteren A-Jugendlichen hatte man in die Aktiven-Klasse eingereiht. Sie setzten sich hier auch überall durch.
Die Ergebnisse.
A. Aktive.
100 Meter: 1. Möll 11,5 Sek.; 2. Kley 11,5 Sek. (Handbreite zurück). 200 Meter: 1. Möll 23,4 Sek.; 2. Kley 23,4 Sek. (Handbreite zurück). 800 Meter: 1. Stürmer 2,15 Min.; 2. K. Pfaff 2:15,1 Min. Speerwerfen: 1. Kley 41,47 Meter; 2. Möll 39,48 Meter; 3. Siegmund 36,64 Meter. Weitsprung: 1. Kley 6,31 Meter; 2. Möll 5,98 Meter. Dreisprung,, 1. Möll 11,50 Meter; 2. Kley 10,68 Meter; 3. Siegmund 10,20 Meter.
Jugendklasse A.
100 Meter: 1. Heberling 13 Sek.; 2. R. Belloff 13,2 Sek. 800 Meter: 1. R. Krämer 2:23,8 Min.; 1500 Meter: 1. R. Krämer 4,53 Min. Stabhochsprung: 1. E. Oehler 2,67 Meter; 2. W. Kröck 2,62 Meter. Diskuswerfen: 1. Schieferstein I 32,60 Meter. Kugelstoßen: 1. E. Kley 13,39 Meter; 2. Schieferstein I 9,75 Meter. Weitsprung: 1. Krock 5,01 Meter; 2. Heberling 4,98 Meter; 3. Schieferstein 4,59 Meter.
zu lassen. Plötzlich entschloß sich Henne, die Rekordfahrt zu wagen.
Bald kam aber die Maschine auf Touren, und als der Startfaden zerrissen wurde, war die „Spitze" der Maschinenleistung schon fast erreicht. Gespannt wartete man dann beim Depot und an der Zeitnahme auf das Ergebnis der ersten Fahrt. Als 13,28 Sekunden für den Kilometer und 22,16 Sekunden für die Meile durchgesagt wurden, da wußte man schon, daß die Rekordfahrt gelingen würde, da Henne auf der Rückfahrt erfahrungsgemäß jedesmal eine bessere Zeit herausholen konnte als auf der Hinfahrt. So war es denn auch, für die Rückfahrt gab der elektrische Zeitmesser 13,21 Se- künden für den Kilometer und 21.95 Sekunden für die Meile an. Damit waren bei Durchschnittszeiten von 13,235 Sekunden und 22.05 Sekunden die neuen Weltrekorde für Kilometer und Meile mit fliegendem Start geschaffen.
Nach einer kurzen Pause machte sich Henne an die Verbesserung seiner Rekorde über Kilometer und Meile mit stehendem Start. Hier dauerte es etwas länger, bis eine Rekordfahrt glückte, da Henne einige Male ziemlich schlecht vom Start abkam und auf "dem ersten Teil der Strecke infolge der für den „fliegenden" Start berechneten hohen Uebersetzung nur "langsam die Tourenzahl höherschrauben konnte. Schließlich gab es aber auch hier noch einen JBe t- rekord und zwar über die längere Strecke der UJceue«
Nachdem Ernst Henne mit seinen Hebern von der Bahn gegangen war, machte sich der Engländer Eric Fernihougb erneut an die Arbeit. Er ver- suchte sich zunächst über Kilometer und Melle mit fliegendem Start, blieb aber nut der doppelt so schweren und mit 130 PS ausgestatteten Brough Superior weit unter den Rekordzeiten Hennes. Beim Versuch mit stehendem Start erlitt der Engländer Maschinenschaden und ließ daraufhin eine kompressorlose Ersatzmaschme heranschaffen. Aber auch mit dieser Maschine gelangen Fermhough keine neuen Rekorde.
Mil 272 fcm/slfl. über die Reichsaulobchn
Ernst Senne erzielt sieben Weltrekorde.
Die Vernehmung von rund 30 ergab
folgendes Bild: Der als uneheliches Kmd geborene Ehemann trieb nach Verlassen des W°-s«ich-us°- ein recht unstetes Leben als Kuhhirt, Laufbursche, Pferdepfleger bei einem Zirkus ufro., bis er dann feine ebenfalls unehelich geborene fpatere tfrau kennen lernte und 1933 ^"atete Merz-Hn Tage später kam das erste Kind, em Mädchen zur Welt, dem im Jahre 1934 ein zweites Mädchen folgte^ Ungefähr ein Jahr danach bezogen sie n E n-henn ein Eiedlerhaus. Doch auch dieser Wech el trug mch dazu bei, die Ehe harmonisch zu gestalten. Der Ehe mann mißhandelte nach wie vor seine Ehefrauund machte Schulden. Das jüngste der Mädchen konnte der Vater aus unbekannten Gründen: ncht leiden und schnürte es, bevor es zu Bett gebracht wurde die tzande dicht an den Körper gepreßt, IM Stricken derart zusammen, daß sich das Kind nicht mehr rühren konnte. Diese Fe selung lallt angeblich den Grund haben, daß sich die Kleine Nicht bloßstrampelt oder kratzt. Schrie dann da- Sutil was bei dieser Quälerei verständlich war dann legte er es mit dem Bauch nach unten m Den Wagen, drückte das Gesicht in Kissen und legte noch ein weiteres Kissen oben bra h
Schreien nicht höre, wie er £an9l,b/'® ten ibn Zeugen darauf aufmerksam, daß das Kmd auf diese Weise ersticken müsse. Offenbar hoffte er so die Kleine los zu werden. Eines Tages, im Januar dieses Jahres wollte das vierzehn Monate ätt-^ind seine Nudeln nicht essen und p.e sie wie. der aus. Aus Wut hierüber schlug er den Kopf des Kindes zweimal mit oller Wucht gegen die Tischkante, so daß es eine erhebliche 9X»rUhunn hn.
LPD. Bad Hombura, 12. Okt. Bad Homburg stand am Samstag und Sonntag im Zeichen der ehemaligen Angehörigen des Füsilierregi- ments (Kurhessisches) Nr. 8 0 und seiner Kriegs- formationen, die ihre Wiedersehensfeier abhielten. Die Stadt, in der bis 1914 das 3. Bataillon des Regiments in Garnison lag, hatte reichen Flaagen- schmuck angelegt. Don weither waren die alten Achtziger gekommen, um im Kreise der Kameraden Erinnerungen aus den ruhmreichen Tagen des Regiments auszutauschen und ein paar frohe Stunden miteinander zu derbringen. Die ehemaligen Kommandeure und höheren Offiziere waren fast alle erschienen, und die Freude, mit der die Leute ihre alten Vorgesetzten begrüßten, war das beste Zeichen für die alle Schranken überwindende, in den Schlachten des Weltkrieges geschmiedete echte Kameradschaft. .
Am Samstagabend fand im Kurhaus ein Kamerad- schaftsabenü statt, zu dem auch die Vertreter der Partei und der Behörden, sowie eine Abordnung der Traditionskompanie des Regiments erschienen waren. Der Sonntag stand im Zeichen der Gefallenenehrung am Denkmal in den Kuranlagen, der feierlichen Weihe der Fahnen des Verbandes und der Ortsgruppe Gießen und vor allem im Zeichen des Festmarsches durch die Stadt und des Vorbeimarsches an dem Ehrenführer des Regimentsverbandes, Generalmajor Behring, und der Schirmherrin der Wied ersehens fei er, der Landgräfin von Hessen. Unter den Gästen befand sich auch der heute 93jährige Oberleutnant Freiherr Hilmar v. Zedlitz - Neukirch , der selbst in diesem hohen Alter noch die Reise auf sich genommen hatte, um im Kreise der Kameraden verweilen zu können. Im ganzen dürften mehr als 3000 ehemalige Achtziger an der Wiederfehensfeier teilgenommen haben. Das nächste Wiedersehenstreffen findet anläßlich des 175jährigen Bestehens des ruhmreichen Regiments in zwei Jahren tn Wiesbaden statt.
Ein Ehepaar gasvergiftet aufgefunden.
LPD. Frankfurt a. M., 12. Okt. In einem Hause in der Miquelstraße wurde ein älteres Ehepaar aufgefunden, das durch ausstro- mendes Gas bewußtlos war. Die Frau ist
Mittwoch, 14. Oktober.
6 Uhr: Choral, Morgenspruch. Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. In der Pause, 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 8.30: Werkskonzert. 10: Schulfunk: „Der Schneider von Ulm." Hörspiel nach dem Roman von Max Eydt von Fritz Meingast. 11: Hausfrau, hör zu! 11.30: Gaunachrichten. 11.45: Sozialdienst. 12: Mittagskonzert. 13: Nachrichten. Anschließend: Nachrichten aus dem Sendebezirk. 13.15: Mittagskonzert. 14: Nachrichten. 14.10: Der Zeitfunk bringt den Tagesspiegel. 14.20: Die schöne Stimme (XXI). Amelita Calli-Curci. 15: Volk und Wirtschaft. Werbung fördert den Wohlstand. 15.15: Dom Mikrophon verhaftet. Persönlichkeitsstudien aus dem Stegreif. 15.45: Fritjof Nansen. Eine Würdigung seines Schaffens anläßlich feines 75. Geburtstages. 16: 1. Kammermusik. Musik des Barock. 2. Unterhaltungskonzert. 17.15: Die Heimat des Deutschlandliedes: Burgenland. Hörfolge von Fritz Heinz Reimefch. 18: Unser singendes, klingendes Frankfurt. 19.45: Kampf dem Verderb! 20: Nachrichten 20.15: Stunde der jungen Nation. Pflug und
Eltern ersticken ihr eigenes Kind.
Zwölf und sieben Jahre Zuchthaus.
Lpd. Mainz, 10. Okt. Der 32jährige Josef Ehret aus Mainz-Ginsheim und feine 29iahrige Ehefrau, geb. Bender aus Mamz-Ginsheim waren des Mordes an ihrem eigenen Kinde angeklagt und wurden nach dmettagiger Verhandlung vom Schwurgericht Mainz der Ehemann wegen Totschlags im Sinne des § 212 zu zwölf Jahren Zuchthaus und zehn Jahren Ehrverlust und die E h e f r a u wegen Beihllse zum Totschlag im Sinne der §§ 212 und 49 zu s leben Jahren Zuchthaus und zehn Jahren Chroer-
Zwei Tage lang war das Glück gegen Ernst Henne bei feinen Rekordversuchsfahrten auf der Frankfurter Reichsautobahn. Aber am Montag war bann der große Tag für Ernst Henne gekommen. Unter äußeren Bedingungen, wie man fie sich idealer kaum vorstellen kann, glückte dem Münchener auf zwei Fahrten die Verbesserung von insgesamt sieben Weltrekorden, von denen der wertvollste der neue absolute Geschwindigkeits-Weltrekord für Motorräder ist, den Henne von 256,046 km/std auf das phantastische Mittel von 272,006 km/std schraubte. In der kaum glaublichen Zeit von 13,235 Sekunden jagte Henne mit feiner neuen 500-ccm-BMW.-Rennmaschine über den „fliegenden" Kilometer und war damit um rund 16 km'std schneller als im Vorjahre, wo er auf der gleichen Strecke mit einer 750-ccrn-BMW. den absoluten Weltrekord an sich riß. Jrn gleichen Zuge verbesserte Henne auch seine Welthöchstleistung über die „fliegende" Meile, die er in der Durchschnittszeit von 22 05 Sek. und mit einem Mittel von 262,749 km/std schaffte. 1935 war Henne auf 252,831 km'std gekommen. P1
Diese mit der 500-ccm-Maschine ausgestellten beiden Rekorde bedeuteten gleichzeitig aber auch neue Welthöchstleistüngen für die 750-ccm- und 1000-ccm-Klasse, fo daß also Henne auf dieser Fahrt allein sechs Weltrekorde brach.
Damit gab sich aber der Münchener noch nicht zufrieden. Er setzte sich noch einmal auf die Maschine, an der nicht das Geringste geändert worden mar, und griff feine eigenen Rekorde über Kilometer und Meile mit stehendem Start der Halb- liter-Klasse an. Auch dabei hatte Henne noch einen Erfolg zu verzeichnen, er schraubte den Mellen- Rekord von 155,45 km/std auf 170.401 km/std Der bestehende Kilometer-Rekord von 147,21 km/std konnte dagegen nicht ganz erreicht werden.
Hennes Monteure machten die Maschine statt- fertig und dann brummte der Münchener einige Male Wer die Dahn, um den Motor warmlaufen
gelsberger Höhenclubs am Sonntag ter Beteiligung von fast 40 Mitgliedern eine Wanderung über Wallernhausen, Bellmuth Effolderbach und Stockheim nach der Glauburg. Dort folgte man mit gespanntem Interesse den Ausführungen des Altertumsforschers Dr. R i ch t e r , der an einem Modell der einstigen Glauburg deren Geschichte schil-
Lpd. Hanau, 12. Oft. Nach dreitägiger Verhandlung vor der Großen Strafkammer in Hanau wurde am Montag das Urteil gegen die zehn- köpfige Einbrecherbande gefällt, die lange Zeit hindurch Hanau und Umgebung in Schrecken versetzte. Der Anführer der Bande, der 53 Jahre alte I. Reinhardt, wurde unter Einbeziehung einer 5jährigen Zuchthausstrafe, die er gegenwärtig verbüßt, zu acht Iahren Zuchthaus und zum Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte auf die Dauer von zehn Jahren verurteilt. Außerdem wurde die Polizeiausticht als zulässig erklärt. Ein weiteres „prominentes" Mitglied der Bande, „Ede" Kraus erhielt vier Jahre Gefängnis. Die 48jäh- rige Ehefrau Minna W e i n g ä r t n e r, die es unter dem Spitznamen „Schwarze Minna zu einer traurigen Berühmtheit gebracht hat, wurde unter Einbeziehung zweier Gefängnisstrafen von insgesamt 3^2 Jahren zu fünf Jahren Zuchthaus verurteilt. Auch bei ihr wurde auf zehn Jahre Ehrverlust und Stellung unter Polizeiaufsicht erkannt. Die übrigen Mitglieder der Einbrecherbande erhielten Gefängnis st rasen von zwei Jahren sechs Monaten bis zu einem halben Jahr. Eine Angeklagte wurde freigesprochen.
Kreis Wetzlar
> Frankenbach, 12. Okt. Bei der Naturalspende für das WHW. wurden in unserem etwa 700 Einwohner zählenden Orte 52,13 Zentner Kartoffeln, 6,48 Zentner Roggen und 7 RM. Bargeld gespendet.
Saatgutreinigungsanlage geschaffen, die in jeder Hinsicht mustergültig ist. Im ersten Arbeitsgange werden Unkrautsamen und andere Beimengungen entfernt, anschließend erfolgt das Beizen mit einem vom Deutschen Pflanzenschutz empfohlenen Mittel. Die Anlage wird elektrisch betrieben. Die Genossenschaft berechnet für die Reinigung nur die Selbstkosten, einschließlich Tilgung und Verzinsung der Werkanlage. Nachdem in diesen Tagen der Roggen gereinigt wurde, trifft man jetzt Vorbereitungen zur Herrichtung der «Saatgüter für die Winterweizensaat.
△ Bellersheim, 12 Oft. Zur Zeit halten sich große Starenschwärme in unserer Gemarkung auf und plündern die noch fjängenben Zw et- sch e n, die für die letzte Honigbereitung zurückbe- halten wurden. Wenn auf einmal mehrere Hundert dieser listigen Vögel auf ein Baumftück einfallen, so bleibt feine Frucht mehr an den Bäumen hängen, ein Teil der «Stare begibt sich bann auf die Baumscheiben, um bie heruntergebissenen Zwischen zu verzehren. Auch bie Trauben an ben Hausspalieren sinb vor ben Räubern nicht sicher. «Schreckmittel achten sie gar nicht. Wie bekannt, handelt es sich bei biesen Starenschwärmen um Vögel norbischer Herkunft unb solcher aus Ruhlanb.
Kreis Bübingen.
HNibda, 12. Oft. Bei herrlichem Wanberwetter unternahm der hiesige Zweigverein des Vo-
Wiedersehensfeier ehemaligerAchtziger\
bracht werden mußte. Der Mann war, als er sich um seine bei einem Sturz verletzte Frau bemühte, aus Versehen an den Gashahn gekommen, wobei
oontrug. Nachdem er ihm einen Verband angelegt hatte, verfuhr er nach der oben angegebenen Art. Auf Geheiß des Mannes fuhr die Frau den Wagen in den Nebenraum und tat nichts, um das Kind aus feiner gefährlichen Lage zu befreien, obwohl, wie fie selbst zugibt, wußte, daß das Kind ersticken mußte. Angeblich habe sie aus Angst vor dem Manne nichts zu unternehmen gewagt. Die Obbuk- tion ber Leiche ergab, baß bas Kinb erstickt war.
Der mebizinische Sachverstänbige Prof. Heye aus Franffurt a. M. stellte bei beiben Angeklagten angeborenen Schwachsinn fest. Trotzbem sinb beide für ihre Tat voll verantwortlich. Außerbem kann von einem Affekt nicht bie Rebe fein. Der Staatsanwalt hatte bei beiben Angeklagten bie Todesstrafe unb Aberkennung ber bürgerlichen Ehrenrechte auf Lebenszeit beantragt. Das Gericht bejahte zwar bie Tötungsabsicht, verneinte aber bie Uebedegung unb unterstellte einen gewissen Erreaungszuftanb. Es berücksichtigte weiter bie Stumpfsinnigkeit des Ehemannes. Bei ber Frau nahm bas Gericht an, daß sie ben Tob selbst nicht wollte, jeboch bas Tun ihres Mannes nicht hinberte.
Nundfunkprvaramm.


