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72 Jahre alt, Schottstraße 11; 7. 10.: Karl Heppert, Arbeiter, 34 Jahre alt, Seltersweg 32. Aus­wärtige: 2. 10.: Elfriede Arch, 13 Jahre alt, Holzheim, Krs. Gießen; 2. 10.: Emilie Weifenbach, geb. Gaub, o. B., 38 Jahre alt, Ehringshausen, Krs. Alsfeld; 5. 10.: Johannes Scholl, Landwirt, 54 Jahre alt, Rnddingshaufen, Krs. Gießen; 5. 10.: Heinrich Sauer, Holzarbeiter, 55 Jahre alt, Lumda, Krs. Gießen; 7. 10.: Luise Herr, geb. Henkelmann,

Nur noch wenige Tage trennen uns von der ersten Reichsstrahenfammlung der Deutschen Arbeitsfront für das Winterhilfswerk des deut­schen Volkes. Am 17. und 18. Oktober ist die gesamte deutsche Arbeiterschaft der Stirn und der Faust einsatzbereit für den Kampf gegen hunger und Kälte.

o. B., 52 Jahre alt, Heuchelheim b. Gießen; 9. 10.: Richard Michel, Landarbeiter, 18 Jahre alt, Rod­heim a. d. Horloff, Krs. Gießen.

* * Stadttheater-Miete. Die Einlösung des zweiten Abschnitts der Stadttheater-Miete be- rifft eine Bekannmachung der Stadtverwaltung in unserem heutigen Anzeigenteil, auf die besonders hingewiesen sei. Die Intendanz des Stadttheaters macht darauf aufmerksam, daß für Platzmieter, die ihre Miete für die ganze Spielzeit auf einmal be­zahlen, eine Freikarte zu einer Vorstellung nach freier Wahl zur Verfügung steht.

* * Straßensperrungen. Wegen Ausfüh­rung von Bauarbeiten an der Wetterbrücke wird die Landstraße RuppertsburgWetter­

feld vom 12. Oktober ab für jeglichen Verkehr ge­sperrt. Umleitung erfolgt über Laubach. Wegen Ausführung von Brückenbauarbeiten wird die Land­straße Trais-Horloff Steinheim vom 12. Oktober ab für jeglichen Verkehr gesperrt. Um­leitung erfolgt über HungenRodheim a. d. H.

* * Straßensperrung Wegen Vornahme von Gleisarbeiten wird der Bahnübergang Schiffenberger Weg der Strecke Gießen Fulda am 15. und 16. Oktober für jeglichen Fähr­verkehr gesperrt. Die aufgestellten Sperr- und Um­leitungsschilder sind zu beachten.

Gießener Dochenmarktpreise.

* Gießen, 13. Okt. Auf dem heutigen Wochen- markt kosteten: D. f. Molkereibutter, % Kg 1.57 Mk., f. Molkereibutter 1,52, Landbutter 1,42, Marken­butter 1,55 bis 1,60 Mark, Matte 20 bis 25 Pf., Kühlhauseier, das Stück, Kl. A 11%, Käse, das Stück 4 bis 10, Wirsing (grün), % kg 6 bis 8, Weißkraut 4 bis 6, Rotkraut 7 bis 10, gelbe Rüben 8 bis 12, Spinat 20, Römischkohl 8, Unterkohlrabi 8 bis 10, Erbsen 25 bis 30, Grünkohl 15, Rosenkohl 25 bis 30, Feldsalat 80 bis 90, Tomaten 20, Zwiebeln 7 bis 8, Meerrettich 30 bis 70, Schwarzwurzeln 25 bis 30, Kürbis 5 bis 6, Kartoffeln, neue, 5 kg 40, % kg 4, 50 kg 3,20 bis 3,50 Mk., Falläpfel, % kg 5 bis 6, Aepfel 15 bis 28, Birnen 10 bis 15, Zwetfchen 10 bis 12 junge Hähne 1. bis 1,10, Suppenhühner 80 bis 90, Tauben, das Stück 50 bis 60, Nüsse, V» kg 45 bis 50, Blumenkohl, das Stück 50 bis 70, Salat 8 bis 10, Salatgurken 10 bis 25, Endivien 5 bis 10, Oberkohlrabi 4 bis 8, Lauch 5 bis 8, Rettich 5 bis 15, Sellerie 20 bis 30 Pf., Weißkraut, 50 kg 3,50 Mk., Rotkraut 6. bis 7., Wirsing (gelb) 5. bis 6., Aepfel 15. bis 28. Mark.

Verletzung der Lufischutzpflicht wird geahndet.

Verdunkelung in Gießen.

Don der Polizeidirektion Gießen wird uns mit­geteilt:

Am Freitag, 16. Oktober, in der Zeit von 20 bis 21 Uhr wird in Teilen der Stadt Gießen eine Ver­dunkelung durchgeführt. Das Verdunkelungsgebiet ist wie folgt begrenzt:

Bahndamm der Strecke GießenMarburg, Horst- Wessel-Wall vom Oswaldsgarten bis Mühlstraße, Mühlstraße, Löwengasse, Teufelslustaärtchen, über den Seltersweg durch die Plockstratze, Johannes- straße bis Goethestraße, Goethestraße bis Hinden- burgwall, Bismarckstraße bis Lonystraße, Lony- straße, Gartenstraße, Ludwigsplatz, Gutenbergstraße, Am Nahrungsberg, Licher Straße, Alter .Stein­bacher Weg, Graudenzer Straße, am Wald ent­lang bis zur Fuldaer Bahnstrecke, Bahnstrecke ent­lang bis Straße nach Grimberg einschließlich Pro­fessoreneck, alsdann quer über Den Trieb bis zum Wiesecker Weg einschließlich der letzten Häuser in der Thoma- und Menzelstraße, weiter über die Marburger Straße einschließlich Wohnung des Friedhofsverwalters und dann durch das Schwarz­lachgebiet einschließlich aller dortigen Häuser bis zur Bahnunterführung an dem Wißmarer Weg. Alle aufgeführten Straßen sind in die Verdunke­lung einbegriffen.

Berdunkelungsbedingungen.

Gebäude:

Es sind alle Gebäude so zu verdunkeln, daß keinerlei Lichtschein nach außen dringen kann. Be­sonderes Augenmerk ist auf die Abblenduna nach der Hofseite zu richten. Es wäre falsch, die Ansicht zu vertreten, dort würden keine Kontrollen durch­geführt. Oeffentliche Lokale sind mit Lichtschleusen zu versehen, so daß beim Oeffnen der Türen kein Lichtschein nach außen dringen kann. Treppenhäuser sind gut nach außen zu verdunkeln.

Fahrzeuge:

Fahrzeuge aller Art müssen abgeblendet sein. Wo keine Abblendungseinrtchtunaen vorhanden sind, dürfen Fahrzeuge nur mit den sogenannten Stand­lampen fahren. Fahrzeuge ohne Abblendung wer­

den angehalten und dürfen erst nach Beendigung der Verdunkelung weiterfahren.

Zivilbevölkerung:

Es ist verboten, daß sich Zivilpersonen während der Zeit der Verdunkelung unberechtigt (als Neu­gierige oder Zuschauer und dergl.) auf der Straße aufhalten. Da die Verdunkelungsoersuche dem Wirk­lichkeitsfall angepaßt werden müssen, ist der un­berechtigte Aufenthalt auf der Straße unzulässig.

Aerzle und Hebammen:

Für Aerzte und Hebammen besteht während der Verdunkelungszeit keine Bewegungseinschränkung, sofern dies zur Ausübung ihres Berufes erforder­lich ist. Werden von diesen Personen Kraftfahr­zeuge benutzt, so sind die Anordnungen für Kraft­fahrzeuge zu beachten.

Kontrollen:

Besondere Kommandos werden im Auftrage der Polizeidirektion strenge Kontrollen durchführen. Den Anweisungen des Kontrollpersonals ist unbedingt Folge zu leisten. Die Kontrolle der Häuser wird durch Polizeibeamte, die Amtswalter des Reichs­luftschutzbundes und SA.-Männer durchgeführt. Die Kontrolle der Fahrzeuge erfolgt durch Polizeibeamte und NSKK.-Männer.

Maßnahmen gegen die Verdunkelungssünder:

Die letzten Verdunkelungen haben bewiesen, daß es trotz der vielen Veröffentlichungen und Hinweise auf die Notwendigkeit des zivilen Luftschutzes immer noch Leute gibt, die entweder als Besserwisser oder als Widerspenstige es nicht für notwendig halten, den behördlichen Anordnungen Folge zu leisten. Diesen Außenseitern wird an dieser Stelle eine letztmalige Warnung unter Hinweis auf § 2 des Reichsluftschutzgesetzes, wonach jeder Deutsche lust­schutzpflichtig ist, erteilt. Die Polizeidirektion wird für die Zukunft die Namen derjenigen, die die Luft­schutzpflicht verletzten, in der Presse veröffentlichen. Bei schwereren Verstößen werden die Bestimmun­gen des Reichslustschutzgesetzes in Anwendung ge­bracht.

Die Oeffentliche Handelslehranstatt Gießen im neuen He in.

angenehmen Aufenthalt bieten. Die Schulräume sind z. T. mit neuen Tischen und Bänken ausge­stattet und in freundlichen, hellen Farben gehal­ten. Neben diesen Schulsälen enthält das Haus noch eine stattliche Anzahl von kleineren Räumen, z. v z

die den verschiedensten Zwecken dienen. Für die moderner Typen, die sich in bestem Zustand befin- Lehrkräfte (9 Herren und 3 Damen gehören > den. Zusätzliche Prüfungsgeräte gestatten ferner eine

dem Lehrkörper der Schule an) ist ein besonderes Lehrerzimmer geschaffen, in dem der Unterricht vorbereitet werden kann. Ein Wartezimmer, ein kleines Zimmer für das Sekretariat, für den Direktor usw. sind gleichfalls vorhanden.

In einem der oberen Stockwerke befindet sich ein Raum, der eine sehr umfangreiche Sammlung enthält, die als Anschauungsmaterial für den warenkundlichen Unterricht zur Verfügung steht. Diese Sammlung ist außerordentlich interes­sant. Sie enthält eine Fülle von Dingen, die in systematischer Arbeit von der Schule zusammenge­tragen wurden, z. T. auch aus freier Initiative von Firmen der verschiedenen Branchen gestiftet worden waren. Für den Unterricht bedeutet diese anschauliche Sammlung ein wertvolles Hilfsmittel, an Hand dessen den Schülerinnen und Schülern mancher Produktionsgang unserer heimischen und mancher fremden Industrie nahegebracht werden kann.

Da die Schule den Schülerinnen nicht nur kauf­männische Kenntnisse vermitteln, sondern während der Zeit des zweijährigen Schulbesuches auch die hauswirtschaftlichen Fertigkeiten nicht vernachlässigen will, hat man für Lehrzwecke auch eine Küche geschaffen, die sehr gut eingerich­tet ist. Eine Hauswirtschaftslehrerin erteilt den Un­terricht in durchaus fachmännischer Weise.

Die Gießener Oeffentliche Handels­lehranstalt, die bisher unter räumlich be­schränkten Verhältnissen im Liebigbau in der Liebig- straße untergebracht war, konnte ein neues, eigenes Heim beziehen. Dank der Initiative der hiesigen Industrie- und Handelskammer, die der rechtliche Träger des Lehrinstituts ist, dank auch der Unterstützung von anderen Seiten war es möglich, das Haus Wernerwall 11 zu er­werben und mitsamt einem Nebengebäude für die Zwecke der Schule einzurichten. Der Ausbau bzw. der Umbau des Gebäudes wurde nunmehr voll­endet, und die Oeffentliche Handelslehranstalt konnte in diesen Tagen den Unterricht in den neuen Räumen aufnehmen. Am morgigen Mittwoch findet vor einem Kreise geladener Gäste eine offizielle Einweihungsfeier statt.

Der Einzug in die neue Schule bedeutet für das Institut einen wichtigen Markstein seiner Entwick­lung. Die Sckulleitung der Oeffentlichen Handels­lehranstalt gab uns am gestrigen Montag Gelegen­heit zu einer eingehenden Besichtigung ihres neuen Heims.

Ein Gang durch das Gebäude läßt erkennen, daß man unter den gegebenen Umständen mit großer Sorgfalt und Zielsicherheit zu Werke gegangen ist. Es wurden durch die Niederlegung von Wänden in diesem Hause (bas ehemals als Wohnhaus diente) neun große Schulräume geschaffen, die den Schülerinnen und Schülern (Mädchen und Knaben werden getrennt unterrichtet) für den Unterricht

In geradezu vorbildlicher Weise hat die Schule im Laufe der Zeit Einrichtungen für den Schreib­maschinenunterricht geschaffen, wie sie wohl nicht in jeder Schule gleichen Charakters und Um­fanges zu finden (ein dürften. Nicht weniger denn 43 Maschinen stehen für den Schreiomaschinenunter- richt zur Verfügung, fast durchweg neue Maschinen

Kontrolle der Leistung bzw. der Leistungssteigerung der Schüler.

Neben der fachlichen theoretischen und praktischen Ausbildung in vielen Fächern ist aber auch die Leibesübung nicht vergessen worden. Jeder Morgen bringt den Frühsport, der jetzt auf Oswalds­garten, also kaum 15 Meter vom Schulhaus entfernt, im Freien gehalten wird. Um auch bei sehr schlech­tem Wetter den Frühsport nicht ausfallen lassen zu' müssen, wurde in einem kleineren einstöckigen Ne­bengebäude ein Turnsaal geschaffen, der allen Anforderungen der Schule gerecht werden kann. Selbstverständlich hat man auch großen Wert darauf gelegt, die hygienischen Einrichtungen der Schule so zu gestalten, daß sie allen neuzeitlichen Forderungen gerecht werden.

Das Haus in seiner Gesamtheit läßt erkennen, daß unter sparsamer Verwendung der vorhandenen Mittel ein Werk geschaffen wurde, das unserer Stadt neben vielem anderen zur Ehre gereicht und für die der Schule anvertraute Jugend eine Stätte ist, an der unter den jetzigen günstigen Verhältnissen alle Arbeitskraft ganz auf das Lehr- und Bildungsziel verwandt werden kann, so daß Hemmungen, wie sie sich aus räumlichen oder technischen Gründen er­geben könnten, vermieden sind. Die Oeffentliche Handelslehranstalt kann zu ihrem neuen Heim mit vollem Rechte beglückwünscht werden.

Fungvott-Führerlager in Friedberg.

Eröffnung durch den Gauleiter.

LPD. Friedberg, 12. Okt. Das erste große Führerlager des Deutschen Jungvol- kes des Gebietes Hessen-Nassau, das etwa 600 Jugendführer in der Zeit vom 11. bis 18. Oktober in den Mauern Friedbergs vereinigt, wurde in einer nächtlichen Feierstunde an dem Wartturm, dem wuchtigen Wahrzeichen Friedbergs am südlichen Stadteingang, von Gauleiter und Reichsstatthalter Sprenger persönlich eröffnet. Der Gauleiter ermahnte die Pimpfe, als jüngste Gefolgsmannen des Führers zu dem hohen Gesetz der Treue zu stehen. Die Feierstunde wurde um­rahmt von Wechselreden und Liedern von Teil­nehmern des Führerlagers, die von dem Willen der jungen Gefolgsmannen kündeten.

Das Lager dient der weltanschaulichen und ar­beitsmäßigen Ausrichtung der Jungoolkführer als Auftakt zur Winterarbeit. Den ersten Vortrag hielt am Montagmittag Gauschulungsleiter Ruder (Frankfurt a. M.), der über die Aufgaben des Jungvolkführernachwuchses, sprach. Im Laufe der Woche werden namhafte Persönlichkeiten der Par­tei, des öffentlichen und des Geisteslebens sprechen.

Oberheffen.

25. Jubiläum der Frauenhilfe Leihgestern.

Leihgestern, 12. Okt. Am aestrigen Sonn­tag beging die Frauenhilfe Leihgestern die Feier ihres 25jährigen Bestehens, ver­bunden mit dem Treffen der Frauenhilfen des Kreisverbandes Gießen. In großen Scharen waren sie der Einladung gefolgt aus Großen-Linden, Klein - Linden, Heuchelheim, Lang-Göns, Watzen­born-Steinberg und der Markusgemeinde Gießen. Selbst Hochelheim war mit seiner Frauenhilfe ver­treten, auch wenn es nicht zum Kreisverband ge­hörte, und Nieder-Ohmen hatte eine Abordnung geschickt.

Die Festpredigt in der überfüllten Kirche es mögen 800 Personen gewesen sein hielt Pfarrer Probst (Frankfurt-Oberrad). Im Anschluß an den Text 1. Kg. XIX, 18, feierte der Redner diesen. Tag als einen Tag reiner Freude, der schon zahlenmäßig offenbare, wie groß die Liebe zum Werk des Herrn fei. Propst Knodt (Gießen) überbrachte die Grüße und Glückwünsche des Landeskirchenamtes.

Die Nachoersammlung, mit einem Grußwort des Ortspfarrers eröffnet, brachte die Geburtsurkunde der Frauenhilfe Leihgestern aus der Chronik des Jahres 1911 und klang aus in eine ernste Mah­nung an alle Frauen, Priesterinnen zu fein in jedem Haus. Nach Bekanntgabe des Jahresberich­tes durch die Kreisverbandsvorfitzende Frau K r e u- d e r gratulierte Dekan Sattler im Namen des Dekanates Gießen mit den besten Wünschen für die Zukunft. Frau Dr. Ohly zeigte in ihrem Vor­tragMütter helfen Gemeinde bauen" an einzelnen treffenden Beispielen, wie jede einzelne Frau im Aufblick und Gebet zu Gott ihren Baustein in ernster Verantwortung vor dem Höchsten herbei­tragen muß zum Aufbau des Reiches Gottes in Gemeinde und Volk. Die Feier war umrahmt von Chören des Kirchengefangvereins unter Leitung feines Dirigenten Häuser (Steinberg).

Während der Kaffeepause waren die Frauen und Männer Gäste bei den Bewohnern des Dorfes. Die Kollekte ergab 112,65 Mark.

Auftakt zum Gattusmarkt.

+ Grünberg, 11. Okt. Auch dieses Jahr fand als E i n l e it u n g zum Gallusmarkt ein gut besuchter Heimatabend in der Turnhalle statt. Darbietungen des Musikvereins, des Männer­chores und des Turnvereins, eine Ansprache von Bürgermeister Wagner, verschiedene Gedichtvor­träge und das gemeinsam gesungeneGrünberger Gallusmarktlied" bildeten den ersten Teil des Abends. Der folgende Teil brachte als Höhepunkt des Abends die Aufführung der dramatischen Szene Schach dem Zaren" von Wilhelm Müller- Scheid, die von Mitgliedern des Stadttheaters Gießen wirkungsvoll zur Darstellung kam. Einen einführenden Vortrag hierzu hielt Kreiskulturwart Heß. Mit dem Gruß an den Führer schloß Bür­germeister Wagner Den wohlgelungenen Heimat­abend.

Nie Autobahn Frankfurt-Nauheim.

Lpd. Bad-Nauheim, 12. Okt. Die neue Autobahn st recke Frankfurt .a M. Bad - Nauheim hat, wie die Beobachtungen seit Eröffnung Dieser Teilstrecke ergeben, zu einer bemerkenswerten Entlastung der Provin­zialstraßen zwischen Frankfurt und Bad-Nauheim geführt. In den Dörfern, in denen früher beispielsweise an Sonntagen ein fast lebensgefährlicher Verkehr herrschte, ist es jetzt ver­hältnismäßig still geworden. Am letzten Sonntag wurden auf der neuen Strecke und auch in Bad- Nauheim bis zu 60 Wagen in der Minute gezählt. Einen besonderen Anziehungspunkt bildet die Ge­gend von Ober-Rosbach, wo zahlreiche Kraftfahrer ihre Fahrzenuge anhalten, um von hier aus den schönen Ausblick in die Taunusberge und die Wet­terau zu genießen.

Landkreis Gießen

X Wieseck, 12. Okt. Das 2 5jährige Dienstjubiläum unserer Gemeinde- schwester Frau Minna Kaldt Wwe. wurde gestern im schön geschmückten Gotteshaus begangen, nachdem vorher der Gemeinderat im Rathaussaal in Worten und Gaben der Jubilarin Dank und An­erkennung gezollt hatte. Geleitet vom Leiter des Hessischen Evangelischen Schwesternbundes für Oder- Hessen, Pfarrer Schmidt- Laubach, und dem Orts­geistlichen, an der Seite der Vorsitzenden Gräfin Elisabeth von Schlitz gen. von Görtz, denen in stattlicher Zahl die oberhessischen Schwe­stern des Bundes folgten, zog die Jubilarin vom

Pfarrhof aus in die dichtbesetzte Kirche ein. Dis Predigt über das Evangelium des Sonntags (Matth. 22, 3346) hielt Pfarrer Schmidt, ein Enkelsohn unseres früheren Pfarrers und Dekans W a h l. Die Größe und den Ernst des Rufes zum Dienst stellte er für Schwestern und Gemeinde in das Licht des Wortes Gottes. Die Chorschule unter Leitung von Organisten Lehrer Schneider sang die ChöreMit dem Herrn fang alles an" und Großer Gott, wir loben dich". Vor dem Schluß­lied und Segen ergriff Dekan Sattler das Wort, verlas ein Glückwunschschreiben des Propstes von Oberhessen Knodt, Gießen, und gab den Wün­schen des Dekanats Gießen und der Kirchengemeinde Ausdruck, dabei hervorhebend das auch bei der Schwester Wirklichkeit gewordene harmonische Zu­sammenwirken von NS.-Frauenschast und Evang. Frauenhilfe, deren Mitglieder zahlreich an der Feier teilnahmen. Ein Kreuz aus Alabaster wurde der Jubilarin als äußeres Zeichen des Dankes sei­tens des Kirchenvorstandes überreicht. Am Nachmit­tag schloß sich eine kurze Arbeitstagung in der Woh­nung der Schwester an. Der Tag, an dem vom Kirchturm die Kirchenfahne wehte, zeigte noch in vielen Gaben die enge Verbundenheit der Gemeinde mit ihrer Schwester, deren bewährte Kraft uns hof­fentlich noch lange erhalten bleibt.

* Lollar, 12. Okt. Am gestrigen Sonntag fand das PreisschießenderKriegerkamerad- schäft Lollar seinen Abschluß. Die Resultate waren durchweg sehr gut. Konrad Pfeffer und Gefr. Graf vom J.-R. 81 waren Preisträger der beiden ersten Preise. Weiter wurde geschossen: Ju­stus Frank, 2. Pr., AtzM Göttlich, 3. Pr., Heinrich Riesen, 4. Pr., Erich Schön, Salzböden, 5 Pr., Hrch. Müller, 6. Pr., Fritz Scheer, 7. Pr., Karl Schwabe, 8. Pr., Cossement, Climbach, 9. Pr., Paul Seipp, Ruttershausen, 10. Pr., Willi Borschel, 11. Pr., Heinrich Brück, 12. Pr., K. A. Müller, 13. Pr., Friedrich Heuser, 14. Pr., Karl Zecher, Ruttershau­sen, 15. Pr., Ludwig Hettche, 16. Pr., Karl Erd­mann, Ruttershausen, 17. Pr., Josef Ries, 18. Pr., Willi Mattern, 19. Pr., Friedrich Deibel, 20. Pr.

00 ©taufenbera, 12. Okt. Bei der letzten Pfundsammlung Durch die NSV. wurden in der Ortsgruppe Mainzlar (Orte Staufenberg, Mainzlar und Saubringen) insgesamt 225 Pfund Lebensrnittel gesammelt. In Staufenberg wurden 60 Pfund, in Mainzlar 70 und in Saubringen 95 Pfund aufgebracht.

+ Mainzlar, 12. Okt. Bei der ersten Ein­topfsammlung in unserem Orte wurden 50 RM. aufgebracht. Der Gastwirt Friedrich Koch von hier erntete einen Kürbis im Gewicht von 82 Pfund.

= 2)aubringen, 12. Okt. In unserem Orte fand ein Lehrgang über die Zubereitung von Süß­most statt. Fräulein Harter von der Bäuer­lichen Werkschule Gießen erteilte den Unterricht.

* Reiskirchen, 12. Oft. Gestern ereignete sich in unserem Sorfe ein Verkehrsunfall. Ein Radfahrer, der inmitten des Sorfes aus einem Seitenweg in die Hauptstraße einbog, fuhr mit einem Kraftwagen zusammen. Ser Radfahrer kam zu Fall und erlitt glücklicherweise nur Hautabschür­fungen. Ein Insasse des Kraftwagens wurde durch Glasfplitter leicht verletzt.

CD Lauter, 12. Okt. Nachdem die Kartoffelernte beendet ist, hat nun die Sickwurzernte einge­setzt. Im allgemeinen ist man recht zufrieden mit dem Kartoffelertrag. Völlig versagt hat die SorteIndustrie", dagegen brachtenAckersegen" undGelbe Ovale" gute'Erträge. Auch der Ertrag an Sickwurz verspricht ein guter zu werden. Neben der Sickwurzernte läuft die Herbstbestellung einher. Infolge der steten Feuchtigkeit gibt es zahl­reiche Schnecken, doch dürften die kalten Nächte einen Teil der Schädlinge vernichtet haben. An­fangs dieses Monats konnten die Arbeiter Wilhelm Schmidt II. und Otto Kröll auf eine 25jährige Tätigkeit in der Molkerei Schlörb zurückblicken. Sie ' gestrige Eintopfsammlung erbrachte hier 2310 RM.

oo Eberstadt, 12. Oft. Am gestrigen ersten (Sin- top ff o n n t a g wurden in unserem Sorf von der evangelischen Frauenhilfe 27,50 RM. gesammelt. Sie Kartoffelernte geht hier ihrem Ende ent­gegen, die Herbstbellung hat schon begonnen. Nachdem Die Sreschmaschine schon längere Zeit hier arbeitet, fann man ein Urteil über Den Kör­nerertrag abgeben. Am meisten hat wohl der Winterweizen enttäuscht. Roggen brachte eine Mit­telernte. währenD Hafer wohl den besten Ertrag lieferte. Sommergerste wird nur wenig angebaut, Wintergerste brachte 16 bis 18 Zentner pro Morgen.

ch Obbornhofen, 12. Oft. Sie hiesige B e - zugs - und Abfatzgenossenschaft hat eine

1 WOrfel 10 Pfg.

2Teller

sind die Rezepte, nach denen MAGGI8 Suppen hergestellt werden. Machen Sie sich diese Erfahrung zu nutze»

MAGGP SUPPEN