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Nr. 188 Drittes Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffen)Donnerstag, 13. August 1936
XL OLYMPISCHE SPIELE QQ9
Gestern erkämpften sich auch die deutschen Turnerinnen die Goldmedaille! Sie erhielten 506,50 Punkte. Die Silberne gewannen die Frauen der Tschechoslowakei, die Bronzene fiel an die Turnerinnen von Ungarn. Die deutsche Hand* ballmannschaft errang sich die Teilnahmeberechtigung am Endspiel. Deutschland und Österreich werden am Freitag um den Sieg kämpfen. Weiterhin qualifizierten sich die Wasserball- und die Hockeymannschaft für die Endkämpfe.
BERLIN 1936
Grünau.
Don unserem Or. G. St.-Sonderberichterstatter Grünau, den 12. August 1936.
Nun haben endlich auch die Ruderer das Wort. In schlanken Rennbooten kämpfen sie auf Deutschlands schönster und vollkommenster Rennstrecke um die Teilnahme an den Schlußkämpfen. Das Interesse der Olympiabesucher für die Ruderwettkämpfe ist sehr groß. Man kann das aus den vielen Telephonanrufen schließen, die uns morgens unsanft aus dem kurzen Schlaf wecken. Jedesmal meldet sich ein „Freund" oder „sehr guter Bekannter" oder gar „Verwandter" am anderen Ende der Strippe, der zuerst vom schönen Wetter erzählt, dann aber nach zwei Sätzen schon bei der Kernfrage angekommen ist. Heute war es mit der Kartennachfrage ganz schlimm. In erster Linie ist die Schlußfeier „gefragt", börsentechnisch gesprochen ist eine „Hausse in Schlußfeier" und — ganz im Vertrauen gesagt — für die Karte meiner Frau zur Schlußfeier haben mir Leichtsinnige bereits einen richtigen Hundertmarkschein geboten. Aber auch für 200 Mk. würde das „Papier" nicht verkäuflich sein. Aehnlich liegen die Dinge im Schwimmen. Wenn Sie sich überlegen, daß in das Schimmstadion trotz größter Bemühungen des Architekten March nur ein Fünftel von den Iuschauermassen hinein geht, die sonst die Ränge des Olympiastadions zu bevölkern pflegen, dann können Sie auch ermessen, welche Nachfrage nach Schwimmkarten herrscht. Und seit gestern häufen sich die Anrufe nach Ruderkarten. Wenn ich dann die ach so liebenswürdigen Anrufer frage,
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Die deutsche Turnmannschaft erkämpfte sowohl in ihrer Gesamtheit als auch durch einzelne ihrer Mitglieder hervorragende Erfolge. Unser Bild zeigt (von links nach rechts) den Riegenführer, dann Winter, Stadel, Steffens, Frey, Volz, Stängel, Schwarz mann und Berkert. — (Sch erl-Bilderdienst-M.)
wieso denn jetzt schon Karten zu den Dorrennen, dann hört man sie förmlich am anderen Ende der Leitung schmunzeln und leise wispern sie dann etwas von Sensation.
Deshalb habe ich mich einen Tag früher nach Grünau aufgemacht, als ich ursprünglich geplant hatte. Und ich habe recht daran getan. Nicht, daß mich die Wettkämpfe in den Dorrennen schon gefesselt hätten, wie etwa der Endlauf der 4X100= Meter-Staffel, nein, das viele Drum und Dran war wissenswert und aufschlußreich zugleich. Ich habe da einen Filmmann bedauert, der den Auftrag hatte, den argentinischen Achter zu filmen, wenn er zum Training auf der Strecke liegt. Die Argentinier haben argwöhnisch gelächelt und gesagt, daß sie auf solche plumpen Tricks nicht hereinfallen. Die Konkurrenz will wahrscheinlich nur die Zeit wissen, und deshalb fahren sie schon lange nicht. Der Ka
meramann war ein kummergewohnter Mann und er versuchte mit seinem kümmerlichen Redetalent gegen die Beredsamkeit der Südländer aufzukommen. Schließlich machten die Argentinier einen Kompromißoorschlag: sie fahren die Strecke zum Filmen ab, wenn — Amerika mitfährt.
Als unserm Bildreporter die Tränen kamen, bin ich weiter gegangen, habe nachdenkliche Betrachtungen über die schweren Sorgen der Kameraden vom Film angestellt und weiß nicht, ob sie nun tatsächlich gedreht haben. Vielleicht hat sich der Photograph diesmal sein Teil gedacht, hat innerlich wütend eine „lange Rase" gemacht und nach willigeren Opfern seiner Linse Ausschau gehalten. Dann wird er auch bei den Japanern gelandet sein, die mit so viel Liebe, mit so unsäglicher Geduld und mit einem heiligen Ernst ihre
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Die Turnerinnen von acht Nationen stritten um die Medaillen im Turnen. Unser Bild zeigt links die deutsche Turnerin Erna Bürger am Schwebebalken und rechts die deutsche Teilnehmerin Meier bei einer schönen Hebung am Barren mit ungleichen Holmen. — (Scherl-Bilderdienst-M.)
Auf dem Mittelpodium die Japanerin Hideko M a e h a t a , die Olympiasiegerin über 200-Meter-Brust- 'Schwimmen wurde, rechts die Deutsche Martha Genenger, die, im Ziel nur etwa 30 cm geschlagen, >die Silberne Medaille errang, vorn die erst zwölfjährige Inge Sörensen (Dänemark), wohl die jüngste Medaiüenträgerin der XL Olympischen Spiele überhaupt. (Scherl-Bilderdienst-M.)
Vorbereitungen zum Achterrennen treffen. Japans Achter ist sehr schnell, und die Fachmänner erzählen sich Wunderdinge von den kleinen kräftigen Kerlen in dem merkwürdigen Boot. Das Boot der Japaner sieht nämlich anders aus, als jedes europäische Rennboot. Es ist 3,5 Meter kürzer und in Stromlinienform gebaut. Alle Metallteile sind aus Aluminium und das Boot ist so leicht, daß zwei Mann spielend damit umgehen können. Dieses Boot wurde auf Grund jahrelanger Versuche und haargenauer wissenschaftlich- mathematischer Berechnungen so gebaut, daß bei geringster Kraftanstrengung die schnellste Fahrt erreicht werden kann.
Als Ruderfachleute die Japaner zum ersten Male im Training sahen, haben sie fast die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen, weil die acht Jungen dort im Boot für europäische Verhältnisse einfach groteske Dinge trieben: sie fuhren nämlich im ,52er-Schlag", d. h. also, daß sie in einer Minute 52 Ruderschläge machten. Die besten Mannschaften der Welt haben sich bisher nach jahrelangem Training erlauben dürfen, 42er-Schlag zu fahren, und das auch nur zeitweise. Beobachtet man nun die Japaner, dann muß man zwar feststellen, daß der Durchzug dieses Riemens kürzer ist als bei unseren Mannschaften, daß im übrigen auch die Rollsitzbahn nicht so groß ist wie bei uns. Mit diesen Schlägen erzielen die Japaner naturgemäß eine unheimliche Geschwindigkeit, und die große Frage ist eben die, ob sie das Tempo auf die Dauer durchhalten werden. In Henley, der großen internationalen englischen Regatta, haben die Söhne aus Nippon verloren. Das war überhaupt die erste Nie
derlage der japanischen Achtermannschaft. Der japanische Trainer Shuhei Seta erklärte nach dem Verlauf dieses Rennen, daß seine Leute taktisch falsch gefahren wären und deshalb von der Schweiz geschlagen wurden. Hinzu kam, daß sich die Japaner damals noch nicht an das Klima in Europa gewöhnt hatten. Die gesamte Ruderwelt blickt in diesen Tagen nach Grünau und rechnet, diskutiert und macht Voraussagen, ob die Japaner ihr Tempo durchhalten oder nicht.
Unser deutscher Achter ist auch nicht „so ohne". Acht prächtige Burschen von „Wiking" Berlin sitzen da im Boot. Sie sind Freunde, sie trainieren seit Jahren zusammen und können 20 Siege in schweren Rennen nachweisen. Es ist zu begrüßen, daß der verantwortliche Leiter nicht eine kombinierte Mannschaft in den Achter gesetzt hat, die zwar als Einzelruderer recht stark sind, sich aber kaum kennen, sondern daß er diese Trainingsgemeinde so zusammen gelassen hat, wie sie seit Jahren trainiert. Der älteste Mann im Boot ist 26 Jahre alt, alle anderen stehen im Alter von 20 bis 22 Jahren. Der deutsche Achter rudert „Fairnbairn-Stil". Hierüber ist viel geschrieben worden, und es gibt viele Stimmen, die sich mit dieser Art des Ruderns nicht befreunden können. Was Fairbairn ist? Es ist die Methode des zweckmäßigen Ruderns in einer Körperhaltung, bei der es auf strengste Wahrung der alten Rudergesetze nicht so ankommt. Der Wiking-Achter hat unter seinem Trainer diesen Stil so weit ausgebaut, daß man wirklich einen sinnvollen Aufbau erkennen kann. Die acht Jungen im Boot mit ihrem kleinen Steuermann sind schon richtig, und sie tragen voll und ganz das Vertrauen der deutschen Ruderwelt.
Auch DeuWands Turnerinnen siegreich.
Der dritte Tag der Olympischen Turn-Wettkämpfe stand im Zeichen der Frauen. Nach dem ganz überragenden Abschneiden der Männer am Vortage, die zwölf von den 24 Medaillen erkämpften und damit Deutschland zur weitaus erfolgreichsten Nation machten, sah man den Leistungen der Frauen mit ganz besonderem Interesse entgegen.
Die Frauen tragen nur einen Mannschaftskampf ohne Einzelwertung aus. Ihr Wettkampf umfaßt zwei Gemeinschaftsübungen, die von allen Turnerinnen zugleich ausgeführt wurden, und je eine Pflicht- und Kürübung am Schwebebalken, Barren und Querpferd. Acht Nationen gingen in den Kampf: Großbritannien, Tschechoslowakei, Polen, Italien, Jugoslawien, USA., Ungarn, Deutschland.
An den Geräten.
Im Gegensatz zu den Männern muß nach den internationalen Bestimmungen beim Frauen-Tur- nen von allen Mannschaften die gleiche Reihenfolge eingehalten werden. Dadurch ergibt sich folgendes Bild. Großbritannien turnte zunächst mit der Mannschaft allein am Barren und rückte dann zum Schwebebalken vor. Dann erst trat die zweite Nation, die Tschechoslowakei, am Barren in Aktion. Als Großbritannien am Pferd arbeitete, begannen die Tschechinnen am Schwebebalken, worauf die dritte Natton, Polen, den Beginn am Barren machte. Dadurch zog sich die Abwicklung der Kämpfe in die Länge. Nach zwei Stunden hatten erst drei Nationen das erste Gerät hinter sich. Die Pflicht am verschiedenen hochgestellten Barren wurde allgemein als zu schwierig betrachtet. Sehr schwierig waren auch die Hebungen am Schwebebalken: sie stellen die höchste Anforderung an die körperliche Beherrschung.
Deutschlands Turnerinnen in Führung
Nach achtstündigem, ununterbrochenem Kampf stand am Schlüsse der Einzel-Hebungen an den Geräten die deutsche Mannschaft mit 524,10 Punkten ils überlegener Spitzenreiter fest. Zwar werden — wie schon beim Mannschaftskampf der Turner — nur die sechs Besten für den Mannschafts-Wettbewerb gewertet, aber der mehr als 20 Punkte betragende Vorsprung unserer Turnerinnen dürfte sich auch nach Abzug der Wertungen für die beiden schlechtesten Turnerinnen nicht wesentlich verkleinern.
Hinter Deutschland hat sich in der Gesamtwertung die Tschechoslowakei geschoben, die mit 507,35 Punkten Ungarn (503,55) überholt hat. Jugoslawien, Polen, Italien, USA. (7 Turnerinnen) und Großbritannien folgen auf den Plätzen.
Der Stand vor den Gemeinschaftsübungen war folgender: 1. Deutschland 524,10 P.; 2. Tschechoslo- wakei 507,35 P.; 3. Ungarn 503,55 P.: 4. Jugoslawien 489,75 P.: 5. Polen 486,30 P.: 6. Italien 455,55 P.; 7. USA. (7 Turnerinnen) 432,90 P.; 8. Großbritannien 404,09 Punkte.
Die gymnastischen Gemeinschasts- Uebungen.
Ohne Pause ging es nach dem Gerätekampf unmittelbar zu den Gemeinschafts-Uebun- g e n mit und ohne Gerät, die die Auffassungen der Nationen über das gymnastische Turnen lehren sollten. Ein wirkungsvolles Bild bot sich, als die einzelnen Mannschaften die Bühne betraten. Diese Vorführungen bedeuten zweifellos eine Bereicherung des turnerischen Programms der Frauen.
Die erste Uebung wird ohne Gerät geturnt. Die 20 000 Zuschauer bekunden größtes Interesse und belohnen die Prachtleistungen mit starkem Beifall. Die Bewertung erfolgt mit je 20 Punkten für den „körperbildenden Wert" und die „Schönheit der Zusammenstellung". Die Höchstnote für „Ausführung und Zusammenarbeit" beträgt 30 Punkte. 70 Punkte sind also von jeder Mannschaft im günstigsten Fall bei jeder der beiden Gemeinschafts- Uebungen herauszuholen. Dieser Höchstzahl kommen bei der Uebung die Ungarinnen mit 57,64 Punkten am nächsten. Die Deutschen zeigen die Loges- Schule, die mit ihrer starken Bewegung und Körperdurchbildung einen ausgezeichneten Eindruck hinterläßt, aber die Uebung bringt nur 56,51 Punkte ein. Zwischen Ungarn und Deutschland schiebt sich mit 57,34 Punkten noch die Tschechoslowakei. Deutschlands Führung in der Gesamtwertung blieb aber unangefochten. Die Amerikanerinnen brachten eine stark leistungsbetonte Hebung.
Ein verwirrendes Bild bot die zweite Gymnastik- Hebung mit Gerät (Medizinball, Tennisschläger, Hanteln, Keulen usw.). Nicht immer fanden die Geräte eine ihnen entsprechende Verwertung. Theatralisch wirkten die Engländerinnen mit ihren Bällen und die Flitzbogen der Polinnen. Im Mittelpunkt standen aber doch die Keulenübungen, die an Schwierigkeit, Raumausnutzung, Körperdurch- bildunq, Sicherheit und prächtige Handhabe alles andere überragten. Dem großen Formenreichtum der Deutschen setzten die Ungarinnen eine Überlegenheit auf rein gymnastischem Gebiet entgegen.
Die deutschen Mädel gewinnen.
Tatsächlich glückte es den deutschen Turnerinnen, es ihren Turnbrüdern gleich zu tun und zu bewei-


