Ausgabe 
13.7.1936
 
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Tagung -er Kriegsopferversorgung.

edel» Berlin.

Nach Begrüßungsworten durch Landesbauern- hrer Dr. Wagner sprach der Parteigenosse

den Abschnitt der bevor stehende tT£o-

carno-Zufammenkunfl

werden.

Ig°b-n u^A.e d°- »W- empfangen.

Die Abwesenheit eines der Unterzeichnerstaaten des Locarno-Vertrages würde in der Tat die bestehende Lage, statt sie zu klären, schwieriger gestalten.

olgt worden seien. Jeder einzelne müsse unbeirrt eine Pflicht tun im Rahmen des Aufgabenkreises,

Berlin, 11. Juli. (DNB.) Der Reichskriegsmini- ster und Oberbefehlshaber der Wehrmacht, General­feldmarschall von Blomberg, hat den Präsiden­ten desReichsinstituts für Geschichte des neuen Deutschlands", Professor Dr. Walther Fran k zu einer Aussprache über die wissenschaftlichen Aus-

qenießen! Wir müssen nur fleißig den Daumen drücken, damit die Sonne auch wirklich scheint. Und vorher rech^ zeitig an Leolrem oder Leo-Hautöl denken, denn natürlich wollen wir uns keinen Sonnenbrand holen, sondern unsere Haut soll sich richtig erholen! Leokrem und Leo-Hautol helfen beide schneller bräunen, denn beide enthalten Sonnen. Vitamin. Leokrem zu 22, 50 und 90 Psg. und Leo- Hautöl zu 50 Psg. sind in allen Fachgeschäften erhältlich.

führer Dr. Wagner sprach der Parteigenosse Landgraf vom Reichsamt für Agrarpolitik über Sinn und Bedeutung der nationalsozialistischen

In der Tagung der Amtsleiter des Kriegsopfer- amtes und Ortsgruppenobmänner der NSKOV. ' ~ ' ** *" Ä 'Wellenleiter des

der ihm gestellt sei. Auf den Sondertagungen am Nachmittag habe man die einzelnen Aufgabengebiete in Rückschau und Ausschau geprüft und neu ge­richtet.Ich bin gewiß", so erklärte der Gauleiter, daß ihr mit der gleichen Pflichtauffassung, mit der­selben Hingabe, Treue und Opferwilligkeit wie in der Vergangenheit, so auch in Zukunft vor den Augen eures Führers Adolf Hitler bestehen werdet".

Dr. v. L e e r s und Dr. Groß sprachen dann über die rassischen Ziele der nationalsozialistischen Regierung und über die Bedeutung des Gedankens von Blut und Boden.

Reichsorganisationsleiter Dr. Ley überbrachte die Grüße des Führers und sprach die Hoffnung aus, daß auch dieser Gautag allen Teilnehmern neue Kraft zu weiterem Kampf geben möge.

Oer Gauleiter bei der Alten Garde.

Im Saxophonsaal fand sich die Alte Garde des Gaues Hessen-Nassau zusammen, um hier in alt­bewährter Kameradschaft Gedanken auszutauschen und die alten Bande wieder enger zu knüpfen. Der Gauleiter, der seine alten Kämpfer aufsuchte, hielt eine kurze Ansprache an seine Kameraden.Früher waren wir allesamt Kämpfer", so führte er aus. Bleibt im Kampf, tue jeder, was er kann. Die Grundsätze, die die Partei groß gemacht hätten, müssen bestehen bleiben."

Professor Frank beim Reichskriegsminister.

' fischen Bevölkerung und der italienischen Front­kämpferabordnung, die wenige Minuten früher eingelroffen war, mit herzlichen Zurufen begrüßt.

Autobusse brachten die deutsche Abordnung ins Quar­tier. Auch während der Fahrt ins Quartier waren die Deutschen immer wieder Gegenstand herz­licher Kundgeb ungen. So wurden ihnen auf der Straße vielfach Blumen zugeworfen. Eine weite Halle, über derAllemagne geschrieben steht, nahm die deutschen Frontkämpfer auf. Bereitwillig stellten sich die französischen Frontkämpfer zur Verfügung, ihren deutschen Kameraden behilflich zu sein.

Geleitet von berittener republikanischer Garde führten die französischen Frontkämpfer in ihrer Mitte die am Grabe des Unbekannten Sol­daten in Paris entzündete Fackel und brachten sie auf den Militärfriedhof von Verdun. Dort entzün­deten, während eine Truppenabteilung das Gewehr präsentierte, eine Kriegerwitwe, eine Kriegerwaise und ein Schwerkriegsbeschädigter je eine Fackel die vor dem schlichten Kreuz des Friedhofes befestigt wurden. Französische Soldaten halten Wache vor den Fackeln, die bei sinkender Nacht nach dem Toten- mal von Douaumont gebracht werden.

Rom, 12. Juli. (DRV.) Rach einer Meldung der Agenzia Stefani hat die italienische Regie­rung ihre Teilnahme an den in Brüssel bevor­stehenden Locarno-Besprechungen mit dem Hinweis auf die im INittelrneer be­stehenden Flottenabmachungen abgelehnt. Die betreffende amtliche Mitteilung lautet wie folgt:

Der belgische Ministerpräsident hat die italie­nische Regierung zur Teilnahme an der vorberei­tenden Zusammenkunft der Locarno-Mächte eingela­den, die demnächst in Brüssel stattfinden wird. In ihrer Antwort bestätigt die italienische Regierung, daß sie befreit ist, einen konkreten Beitrag zur Ge­währleistung des Friedens zu geben, daß sie jedoch das Bestehen einiger Mittelmeerverpflich­tungen in Rechnung stellen muß, die ihrer Teil­nahme an dem Werk der internationalen Zusam­menarbeit, auf das sie lebhaft hofft, im Wege stehen. Die italienische Regierung hat die Ansicht ausgesprochen, daß es zweckmäßig sei, Deutsch­land ebenfalls zu dem vorbereiten-

Bund Deutscher Mädel.

Die BDM.-Führerinnen des Gaues trafen sich im Neuen Theater zu ihrer Sondertagung. Die Führerin des Obergaues 13, Else Riese, wies in ihrer Ansprache darauf hin, daß mit dem Be­ginn der Ferien im BDM. bis 15. August die Sommerarbeit abgeschlossen sei. Die Winterarbeit des BDM. werde die kulturelle Erziehung der Mä­del in den Vordergrund stellen.

Obergebietsführer Cerff entwickelte dann die Notwendigkeit einer tiefen, kulturellen Ausrichtung. Eine Neuformung des ganzen Menschen sei not- wendig. Vor allem müsse ihnen der Glaube wieder zugänglich gemacht werden, der Glaube als Kämp­er für den Nationalsozialismus.

Hitlerjugend.

Das Frontkämpfertreffen in Verdun

Herzlicher Empfang der deutschen Frontkämpfer.

Italien geht nicht nach Brüssel.

Oie Mittelmeerverpflichtungen.-Deutschland soll gleichzeitig teilnehmen.

Was nun?

Paris fragt: Verschiebung oder Absage?

Während die französischen Frontkämpfer auf der Heiligen Straße", die während des Kampfts um Verdun die heutige Derbindungsstraße nach dem Hinterland war, heranmarschierten, näherte sich Der Sonderzug mit den 500 deutsch e n Verdun- kämpfern. Kurz nach 16 Uhr lief der Zug auf dem Bahnhof ein. Eine Gruppe von in Pans an­sässigen Deutschen begrüßte die Kampfer. Weiter hatten sich Führer französischer Frontkampferver­bände zur Begrüßung eingefunden.

Als die deutschen Frontkämpfer in Viererreihen, mit der Hakenkreuzfahne an der Spitze, den

Verdun, 12. Juli. (DNB.) Zur 20jährigen Wiederkehr des blutigen Ringens in Verdun ver­sammelten sich am Sonntagabend auf der Höhe von Douaumont Frontkämpferabordnungen vieler Länder, die am Weltkrieg teilgenom­men haben, zu einer großen Kundgebung, um in einem bewegten Appell in Gegenwart einer Mil­lion vor Verdun gefallener Kämpfer

der Friedenssehnsucht der Völker Ausdruck zu geben.

Aus Frankreich kamen 20 000 Frontkämpfer. In der ersten Reihe der ausländischen Abordnungen steht D e u t s ch l a n d mit 500 Frontkämpfern unter Führung des Erstürmers von Douaumont, Haupt­mann von Brandts. Ihnen gilt die besondere Erwartung der Franzosen. Denn:Was wäre Verdun ohne die Deutschen!" wie vor einigen Tagen bei einer Vorbesprechung der Verduner Kundgebung der Sprecher eines Pariser Ministe- riums auf die Frage bemerkte, ob Deutsche teil- nehmen.

Die Ankunst der Deutschen.

Professor Frank hat den Sachverständigen-Beirat des Reichsinstituts durch drei Vertreter der Wehr­macht erweitert, und für das Heer Oberstleutnant a. D. F o e r st e r, Direktor der Forschungsanstalt für Kriegs- und Heeresgeschichte, für die Kriegs­marine Konteradmiral A ß m a n n , Leiter der Kriegswissenschaftlichen Abteilung beim Oberbefehls­haber der Kriegsmarine, und für die Luftwaffe Oberstleutnant a. D. H a e h n e l t berufen.

heute fragen:Ist das Amt für Volksgesundheit noch nötig? Wir haben ja die staatlichen Gesund­heitsämter." Diese Frage liege auf der gleichen Linie wie diejenige, warum wir heute noch eine Partei brauchten. Die Aufgabe des Amtes für Volksgesundheit sei, einen bestmöglichen Gesund­heitszustand des deutschen Volkes herbeizuführen. Von diesem Grundsatz ausgehend, würden auch hin­sichtlich der Eheberatung, betriebsärztlicher Betreu­ung usw. geeignete Maßnahmen zur Hebung der Volksgesundheit ergriffen.

Die große Tagung des Führerkorps.

Die große Tagung der Führerkorps der NSDAP. Gau Hessen-Nassau, in der geschmückten Festhalle gestaltete sich zu einer großen Kundgebung, in deren Verlauf der Gauleiter, Dr. v. L e e r s , der Leiter des Rassenpolitischen Amtes der Reichs­leitung Dr. Walter Groß und Reichsorganisations­leiter Dr. Robert Ley das Wort ergriffen. Außer­dem konnte der Gauleiter bei dieser Tagung Reichs­minister D a r r ä und Hauptamtsleiter Claus S e l z n e r begrüßen.

Der Gauleiter wies in seinen Ausführungen

Reichshauptamtsleiter Claus S e l z n e r sprach im Anschluß daran von der Ethik der Arbeit Der Ethos der Arbeit stehe im Mittelpunkt. Die Parole sei: Nicht Kapital schafft Arbeit, sondern Arbeit schafft Kapital.

Zum Schluß ergriff Reichsorganisationsleiter Dr. Ley das Wort. In kernigen Worten sprach er von dem Unterschied der Betriebe von früher und heute und bezeichnete es als Aufgabe, den Arbeiter und Unternehmer zum Volk zurückzuführen. Der deut­sche Arbeiter solle ein stolzer Mensch werden.

Oie Personalamtsleiter des Gaues fanden sich imStorch", der historischen Stätte aus der früheren Kampfzeit, zusammen. Nach Ausfüh­rungen des Gaupersonalamtsleiters Hey se über die zukünftige Gestaltung der Arbeit ergnsf auch hier Reichsorganisationsleiter Dr. L e y das Wort, um über die Bedeutung der Personalamter im Rahmen der großen Aufgaben der Bewegung zu sprechen. Es sei vor allem dafür Sorge zu tra­gen, daß die richtigen Männer an den richtigen Platz kamen, damit alle Kräfte eingesetzt wurden, die für den Aufbau des Volksorganismus unersetz­lich seien. Sie sollten erreichen daß alle Do ksge- nossen davon überzeugt sind, daß die Partei mit ihnen und nur für sie lebt. <

Anschließend sprach Gauleiter Sprenger, der daß eb in der P°rf°nalp°litik nur e,ne große Linie geben könne und dürfe. Personal­sachen gehörten ausschließlich zum Tatigkec^bereich der Hoheitsträger. Die Personalamter foUten mit den besten und zuverlässigsten Parteigenossen besetzt werden.

sprach Propagandaleiter und Hauptsb Kriegsopferamtes der NSDAP. M e Er sprach über die Aufgaben, welche die lebende Frontgeneration in der Gegenwart zu erfüllen habe. Er appellierte an alle Frontkämpfer des gro­ßen Krieges, aus dem Fronterlebnis heraus aktiver Kämpfer zu fein für die Ziele und die Verwirk­lichung der nationalfozialistischen Grundsätze.

Agrarpolitik.

Von herzlichem Beifall begrüßt ergriff dann der Reichsbauernführer das Wort. Der Glaube an die Anständigkeit des deutschen Bauern habe ihm die Kraft zu seiner Arbeit gegeben. Nur aus dem Blutsgedanken könne das verstädterte Deutsch­land wieder erkennen, daß es ein Bauerntum brauche. So stelle der Blutsgedanke die größte agrarpolitische Realität dar. Keine wirtschaftliche Maßnahme könne allein das Bauerntum retten, sondern die Voraussetzung aller bäuerlichen Agrar­politik sei und bleibe der Blutsgedanke. Reichs­leiter Darre sprach dann über die Aufgaben der Bauerführer im Rahmen der Erzeugungsschlacht.

Tagung der Kreiskaffenleiter.

Die Kreiskassenleiter des Gaues Hessen-Nassau hielten im Adolf-Hitler-Haus eine Tagung ab, in der unter Leitung von Gauschatzmeister Eck Der- waltungsangelegenheiten der Partei besprochen wurden.

Dor den OAF.-Waltern.

Unter der Leitung von Gauwalter Becker traten die Amtswalter und Amtswarte der NS.- GemeinschaftKraft durch Freude" im Hippodrom zu ihrer Sondertagung zusammen.

Als erster Redner sprach der Amtsleiter der *o.-- GemeinschaftKraft durch Freude" Horst Dreß- ler-Andreß, der die Aufgabe vonKdF. dahin umriß, daß sie Freude in der Arbeit schaf­fen solle. Arbeit sei der Sinn des menschlichen Le­bens überhaupt. Während die DAF. den äußeren Rahmen für das Glück des Arbeiters bilde, ver­helfe die NSG.Kraft durch Freude" zur inne­ren Erkenntnis des Wesens der Arbeit und för­dere den edlen Charakter der Arbeit.

Weister Linder zusammengefunden. Diese Tagung erhielt eine besondere Bedeutung durch die An­wesenheit des Reichsministers Dr. Frank, der zu den Bürgermeistern sprach. In seiner Rede . führte er u. a. aus: Es ist klar, daß der National­sozialismus in dem Wollen, ein Gesamtgefüge eines Reiches der Deutschen aufzubauen, das für ein Jahrtausend stehen soll, gerade das Fundament der Lebenssicherung einer Gemeinschaft in der Kommu- nalpolitik auf das wesentlichste seiner eigenen poli­tischen Willensrichtung unterstellt hat. Eine Revolu­tion wie die nationalsozialistische mit ihrem gigan­tischen Ausmaß kann das deutsche Volk nur em einziges Mal erleben. Es ist daher für Sie, die Sie die erste Generation der nationalsozialistischen Bur- aermeifter darstellen, immer wichtig, sich darüber klar zu sein, daß der Appell auch an Sie der sein muß in allem und jedem so zu handeln, daß kom­mende Generationen auf diesem Werk weiter bauen können. Es ist nicht genug damit getan, daß ver­waltet wird in Deutschland, diese Revolution ver­langt auch von Ihnen, daß Sie sich immer, auch in der kleinsten Handlung, als die Vollstrecker dieses schöpferischen Elans dieser Zeit fühlen. Wie Sie jetzt handeln, wird einmal das Fundament der nationalsozialistischen Kommunalpolitik aufgebaut sein. Sie sind die Infanterie, die Sturmtruppe der Kommunalpolitik, und so müssen gerade Sie als die Volksnächsten es einsehen, daß dieses Volk durch ein ausgezeichnetes Korps von Bürgermeistern un­endlich mehr betreut werden kann, als durch noch so ausgeklügelte Zuständigkeitsverteilung. Sie hc^ben daher eine große Verantwortung zu erfüllen. Sie fiüd dem Volke gegenüber die Repräsentanten der Verwirklichung unserer Gesetze.

Amt für Beamte.

Reichsminister Dr. Frank sprach anschließend hn Schumcmntheater vor den Amtsleitern des Am­tes für Beamte, Erzieher, Kommunalpolitik und des Rechtsamtes mit Fachberatern bis einschließlich Kreis. Leiter war Gauamtsleiter Bürgermeister Linder.

Reichsminister Dr. Frank betonte, voranzu- feudjten habe für alle stets die gemeinschaftliche Aufgabe. Der Staat sei nur das Mittel zum Zweck, zur Verwirklichung des Nationalsozialismus. Leider fei in sehr vielen Stuben des amtlichen Bereiches noch nicht so ganz der kämpferische Geist einge- zogen, leider wirke noch da und dort der alte, kleine, dünkelsüchtige Zuständigkeitshader und Akten­modergeruch weiter.Wir haben uns aber", so fuhr der Minister fort,darüber klar zu fein, daß wir heute nicht um Zuständigkeiten streiten, wo es darum geht, unserem Volke ein zweitausendjähriges Kul­iurgeschehen in einem grandiosen Fundament zu formen, auf dem weitere Jahrtausende unseres Vol­kes erstehen sollen. Daher dürfen Sie nicht Beamte irgendwie im alten Sinne sein! Wir wollen die Bannerträger dieser Zeit sein!"

Agrarpolitik.

Die landwirtschaftlichen Kreis- und Ortsfachbe­rater fanden sich im Hochschen Konservatorium zu einer Sondertagung ein, die durch die Anwesen­heit des Reichsministers Darr 6 besondere Bedeu­tung erhielt.

Berlin und Wien.

Letzte Meldungen.

Warschau: Neue Aera für Oesterreich und das Reich.

W a rs ch a u , 12. Juli. (DNB.) Die Verein- barung zwischen der deutschen und der österreichi­schen Regierung wird von der gesamten Warschauer Presse, ebenso wie die Rundfunkrede des Bundes­kanzlers Schuschnigg vielfach an der Spitze der Blätter und in großer Aufmachung wiedergegeben. In den Ueberschriften wird die Lage alsneue Aera im Leben Oesterreichs und des Reiches" bezeichnet. Wenngleich noch eigene Stel- lungnahmen der polnischen Redaktionen fehlen, zeigt sich in den ersten Meldungen der Berichterstatter aus Berlin,, Wien und Paris die gewaltige An­teilnahme an diesem bedeutungsvollen politischen Werk.

Belgrad:Akute Gefahr des Habsburger Legit'Smus beseitigt^.

Belgrad, 13.Juli. (DNB. Funkspruch.) Die hiesige Presse mißt dem Abkommen über die Nor­malisierung der Beziehungen zwischen Deutschland und Oesterreich die größte Bedeutung bei. Der Wiener Vertreter der hiesigenPolitika" führt in einem längeren Kommentar aus, daß durch das Abkommen, obwohl in ihm die Habsburger Frage nirgends ausdrücklich erwähnt werde, die akute Gefahr des Habsburger Legi­timismus beseitigt werde.

Gewollte Skepsis in der Prager preffe.

Prag, 12. Juli. (DNB.) Obwohl die politisch führenden tschechoslowakischen Blätter die Entwick­lung der deutsch-österreichischen Verhandlungen in den' letzten Tagen mit großer Aufmerksamkeit ver­folgt hatten, hat die Bekanntgabe des deutsch-öster­reichischen Uebereinkommens durch Reichsminister Dr. Goebbels und Bundeskanzler Dr. Schusch­nigg in Berlin und Wien in der hiesigen Öffent­lichkeit doch überraschend gewirkt, da man vor allem nicht einen so raschen Abschluß erwartet hatte. Die Sonntagsblätter widmen dem Ereignis breiten Raum und beadjten vor allem feine Auf­nahme in Rom, London und Budapest. Bezeichnen­derweise zeigen die redaktionellen Stellungnahmen zunächst eine gewollte Skepsis.

In Anwesenheit des Gauleiters fand die Ta­gung des Gebietes Hessen-Nassau der HI. im Saxo­phonsaal statt, in deren Rahmen gleichzeitig Ge­bietsführer Brandt in sein neues Amt eingsführt wurde. Der Gauleiter gab seiner Freude darüber Ausdruck, daß er gerade mit der Jugend die Reihe der Sondertagungen eröffnen könne. Der Name Hitlerjugend bedeute eine Ehre und gleichzeitig eine große Verpflichtung, hart und konsequent am gro­ßen Ziel weiterzuarbeiten. Die Leitung der Hitler­jugend müsse auch den letzten noch abseits stehenden Jungen heranziehen.

Gebietsführer Brandt, der mit Wirkung vom 29. Juni 1936 mit der Führung des Gebietes 13 Hessen-Nassau beauftragt wurde, gelobte Treue der großen Idee, die durch die Tat bewiesen werden solle.

Anschließend marschierte das Führerkorps der Hit­lerjugend des Gaues Hessen-Nassau durch die Stra­ßen der Stadt des deutschen Handwerks.

Amtsleiter für Volksgesundheit.

Bei der Gautagung des NSD.-Aerztebundes sprach Reichsärzteführer Dr. med. Gerhard Wag­ner. Nach der Machtergreifung, so führte er aus, sei das erste Ziel gewesen, die Gesundheitsabteilun­gen des Staates mit Aerzten zu besetzen. Die Ge­sundheitsführung des deutschen Volkes sei zentra- lifiert worden. Diele Volksgenossen würden sich

darauf hin, daß der letzte Appell des Führerkorps am 12. Januar 1936 Anlaß zur Prüfung gewesen ei, ob die Anordnungen des Führers getreulich be-

Erlaß eines Staatsschutzgesehes in Oesterreich.

Wien, 11. Juli. (DNB.) Das neue oster- reichische Staatsschutzgesetz wurde am Samstag erlassen. Dazu wird in einem amtlichen Kommentar u. a. aus geführt, daß dieses Bundes­gesetz zum Schutze des Staates Lücken des gellen­den Rechts ausfüllen solle, die sich unter den gegen­wärtigen Verhältnissen besonders fühlbar gemacht haben. Die neuen, dem Schutze des inneren Frie­dens und dem Schutze der politischen und wirtschaft­lichen Beziehungen Oesterreichs zum Auslande dienenden Strafdrohungen, die fast durchweg in ausländischen Gesetzen, so insbesondere im Deut­schen Reichsstrafgesetzbuch, im tschechoslowakischen Gesetz zum Schutz der Republik und im Schweizer Bundesgesetz über den Schutz der Sicherheit der Eidgenossenschaft Vorbilder haben, find nur dann anwendbar, wenn die Tat nicht fchon nach gelten- dem Recht, so beispielsweise nach den unverändert gebliebenen Vorschriften unseres Strafgesetzbuches gegen den Hochverrat, strenger strafbar find.

Aus aller Well.

Anträge auf Verwendung der Olympischen Symbole bis 20. Juli.

Der Propaganda-Ausschuß für die Olympischen Spiele Berlin teilt mit: Der letzte Einsendungs- termin für Anträge auf Verwendung d e r Olympischen Symbole (fünf olympische Ringe und Olympiaglocke) und der WorteOlym­pia" bzw.Olympiade" ist der 20. Juli 1936. Nach diesem Tage werden keine Anträge mehr entgegen­genommen.

Das SegelschulschiffDeutschland" in Danzig.

Das SegelschulschiffDeutschland" traf zu einem siebentägigen Besuch im Danziger Hafen ein. Wie bei dem Besuch des Kreuzers Leipzig" hatten sich Tausende eingefunden, um das Schiff zu begrüßen. Die Danziger Schlepper hatten über die Toppen geflaggt. Zur Begrüßung des Schiffes hatten sich Abordnungen der Marine-SA. und der Marine-HI. der Gaugruppe Seefahrt ein­gefunden. Beim Passieren der Quarantäneftation wurde mit dem Schulschiff der Flaggengruß ge­tauscht, während die Menge das Deutschlandlied und das Horst-Wessel-Lied fang.

Schweres Verkehrsunglück in der Pfalz.

Auf dem beschränkten Staatsstraßenübergang der Strecke ImsweilerRockenhausen in der Pfalz wurden vom Personenzug zwei Radfahrer und eine Radfahrerin überfahren. Dabei wurden der 28jährige verheiratete Schreiner August Hag aus Gehrweiler und der 22jährige Student Erich Boll­mann aus Radevormwalde getötet. Schwer verletzt wurde die 13 Jahre alte Landwirtstochter Anna Rubel aus Imsweiler. Sie wurde ins Krankenhaus Rockenhausen gebracht. Die Schranke mar versehentlich zu früh geöffnet worden. Der Schrankenwärter wurde in Haft genommen.

Verhaftung eines Gattenmörders.

Vor einigen Tagen hatte in Trier ein Ehemann feine Frau auf offener Straße niederge- stochen. Der Täter war gleich nach der Tat ge- Und nächsten Sonntag? A W

London, 13. Juli. (DNB. Funkspr.) Mehrere Morgenblätter sprechen auf Grund von Pariser Berichten die Vermutung aus, daß die geplante Brüsseler Konferenz der Locarno- mächte möglicherweise aufgeschoben oder fallen gelassen werde.

Pertinax meldet hierzu imDaily Telegraph", bisher habe Frankreich die Hoffnung gehabt, daß Italien an der Locarno-Konferenz teilneh­men werde, ohne auf der Einladung Deutsch­lands zu bestehen. Man stelle sich auf Grund der neuen Lage nunmehr die Frage, was aus der Brüsseler Konferenz werden solle. Die französische Regierung werde sich auf den Stand­punkt stellen, daß die britischen Pläne nicht ge­ändert werden. In Paris glaube man, daß das Ansehen der Westmächte noch weiter geschwächt würde, wenn man jetzt einfach die Brüsseler Kon­ferenz absagen würde. Die französische Regierung werde entscheiden, ob sie eine Note an Italien senden solle, um esan seine Locarno-Verpflich­tungen zu erinnern".

Daily Expreß" meldet, nachdem Italien erklärt habe, es wolle der Brüsseler Konferenz nicht bei- einzuladen wohnen, sei aus Brüssel die Möglichkeit ange­deutet worden, die Konferenz abzusagen. Stattdessen würden Besprechungenzwischen London, Paris und Brüssel durchgeführt