Tagung -er Kriegsopferversorgung.
edel» Berlin.
Nach Begrüßungsworten durch Landesbauern- hrer Dr. Wagner sprach der Parteigenosse
den Abschnitt der bevor stehende tT£o-
carno-Zufammenkunfl
werden.
Ig°b-n u^A.e d°- »W- empfangen.
Die Abwesenheit eines der Unterzeichnerstaaten des Locarno-Vertrages würde in der Tat die bestehende Lage, statt sie zu klären, schwieriger gestalten.
olgt worden seien. Jeder einzelne müsse unbeirrt eine Pflicht tun im Rahmen des Aufgabenkreises,
Berlin, 11. Juli. (DNB.) Der Reichskriegsmini- ster und Oberbefehlshaber der Wehrmacht, Generalfeldmarschall von Blomberg, hat den Präsidenten des „Reichsinstituts für Geschichte des neuen Deutschlands", Professor Dr. Walther Fran k zu einer Aussprache über die wissenschaftlichen Aus-
qenießen! Wir müssen nur fleißig den Daumen drücken, damit die Sonne auch wirklich scheint. Und vorher rech^ zeitig an Leolrem oder Leo-Hautöl denken, denn natürlich wollen wir uns keinen Sonnenbrand holen, sondern unsere Haut soll sich richtig erholen! Leokrem und Leo-Hautol helfen beide schneller bräunen, denn beide enthalten Sonnen. Vitamin. Leokrem zu 22, 50 und 90 Psg. und Leo- Hautöl zu 50 Psg. sind in allen Fachgeschäften erhältlich.
führer Dr. Wagner sprach der Parteigenosse Landgraf vom Reichsamt für Agrarpolitik über Sinn und Bedeutung der nationalsozialistischen
In der Tagung der Amtsleiter des Kriegsopfer- amtes und Ortsgruppenobmänner der NSKOV. ' ~ ‘ ' ** *" Ä 'Wellenleiter des
der ihm gestellt sei. Auf den Sondertagungen am Nachmittag habe man die einzelnen Aufgabengebiete in Rückschau und Ausschau geprüft und neu gerichtet. „Ich bin gewiß", so erklärte der Gauleiter, „daß ihr mit der gleichen Pflichtauffassung, mit derselben Hingabe, Treue und Opferwilligkeit wie in der Vergangenheit, so auch in Zukunft vor den Augen eures Führers Adolf Hitler bestehen werdet".
Dr. v. L e e r s und Dr. Groß sprachen dann über die rassischen Ziele der nationalsozialistischen Regierung und über die Bedeutung des Gedankens von Blut und Boden.
Reichsorganisationsleiter Dr. Ley überbrachte die Grüße des Führers und sprach die Hoffnung aus, daß auch dieser Gautag allen Teilnehmern neue Kraft zu weiterem Kampf geben möge.
Oer Gauleiter bei der Alten Garde.
Im Saxophonsaal fand sich die Alte Garde des Gaues Hessen-Nassau zusammen, um hier in altbewährter Kameradschaft Gedanken auszutauschen und die alten Bande wieder enger zu knüpfen. Der Gauleiter, der seine alten Kämpfer aufsuchte, hielt eine kurze Ansprache an seine Kameraden. „Früher waren wir allesamt Kämpfer", so führte er aus. „Bleibt im Kampf, tue jeder, was er kann. Die Grundsätze, die die Partei groß gemacht hätten, müssen bestehen bleiben."
Professor Frank beim Reichskriegsminister.
' fischen Bevölkerung und der italienischen Frontkämpferabordnung, die wenige Minuten früher eingelroffen war, mit herzlichen Zurufen begrüßt.
Autobusse brachten die deutsche Abordnung ins Quartier. Auch während der Fahrt ins Quartier waren die Deutschen immer wieder Gegenstand herzlicher Kundgeb ungen. So wurden ihnen auf der Straße vielfach Blumen zugeworfen. Eine weite Halle, über der „Allemagne“ geschrieben steht, nahm die deutschen Frontkämpfer auf. Bereitwillig stellten sich die französischen Frontkämpfer zur Verfügung, ihren deutschen Kameraden behilflich zu sein.
Geleitet von berittener republikanischer Garde führten die französischen Frontkämpfer in ihrer Mitte die am Grabe des Unbekannten Soldaten in Paris entzündete Fackel und brachten sie auf den Militärfriedhof von Verdun. Dort entzündeten, während eine Truppenabteilung das Gewehr präsentierte, eine Kriegerwitwe, eine Kriegerwaise und ein Schwerkriegsbeschädigter je eine Fackel die vor dem schlichten Kreuz des Friedhofes befestigt wurden. Französische Soldaten halten Wache vor den Fackeln, die bei sinkender Nacht nach dem Toten- mal von Douaumont gebracht werden.
Rom, 12. Juli. (DRV.) Rach einer Meldung der Agenzia Stefani hat die italienische Regierung ihre Teilnahme an den in Brüssel bevorstehenden Locarno-Besprechungen mit dem Hinweis auf die im INittelrneer bestehenden Flottenabmachungen abgelehnt. Die betreffende amtliche Mitteilung lautet wie folgt:
„Der belgische Ministerpräsident hat die italienische Regierung zur Teilnahme an der vorbereitenden Zusammenkunft der Locarno-Mächte eingeladen, die demnächst in Brüssel stattfinden wird. In ihrer Antwort bestätigt die italienische Regierung, daß sie befreit ist, einen konkreten Beitrag zur Gewährleistung des Friedens zu geben, daß sie jedoch das Bestehen einiger Mittelmeerverpflichtungen in Rechnung stellen muß, die ihrer Teilnahme an dem Werk der internationalen Zusammenarbeit, auf das sie lebhaft hofft, im Wege stehen. Die italienische Regierung hat die Ansicht ausgesprochen, daß es zweckmäßig sei, Deutschland ebenfalls zu dem vorbereiten-
Bund Deutscher Mädel.
Die BDM.-Führerinnen des Gaues trafen sich im Neuen Theater zu ihrer Sondertagung. Die Führerin des Obergaues 13, Else Riese, wies in ihrer Ansprache darauf hin, daß mit dem Beginn der Ferien im BDM. bis 15. August die Sommerarbeit abgeschlossen sei. Die Winterarbeit des BDM. werde die kulturelle Erziehung der Mädel in den Vordergrund stellen.
Obergebietsführer Cerff entwickelte dann die Notwendigkeit einer tiefen, kulturellen Ausrichtung. Eine Neuformung des ganzen Menschen sei not- wendig. Vor allem müsse ihnen der Glaube wieder zugänglich gemacht werden, der Glaube als Kämper für den Nationalsozialismus.
Hitlerjugend.
Das Frontkämpfertreffen in Verdun
Herzlicher Empfang der deutschen Frontkämpfer.
Italien geht nicht nach Brüssel.
Oie Mittelmeerverpflichtungen.-Deutschland soll gleichzeitig teilnehmen.
Was nun?
Paris fragt: Verschiebung oder Absage?
Während die französischen Frontkämpfer auf der „Heiligen Straße", die während des Kampfts um Verdun die heutige Derbindungsstraße nach dem Hinterland war, heranmarschierten, näherte sich Der Sonderzug mit den 500 deutsch e n Verdun- kämpfern. Kurz nach 16 Uhr lief der Zug auf dem Bahnhof ein. Eine Gruppe von in Pans ansässigen Deutschen begrüßte die Kampfer. Weiter hatten sich Führer französischer Frontkampferverbände zur Begrüßung eingefunden.
Als die deutschen Frontkämpfer in Viererreihen, mit der Hakenkreuzfahne an der Spitze, den
Verdun, 12. Juli. (DNB.) Zur 20jährigen Wiederkehr des blutigen Ringens in Verdun versammelten sich am Sonntagabend auf der Höhe von Douaumont Frontkämpferabordnungen vieler Länder, die am Weltkrieg teilgenommen haben, zu einer großen Kundgebung, um in einem bewegten Appell in Gegenwart einer Million vor Verdun gefallener Kämpfer
der Friedenssehnsucht der Völker Ausdruck zu geben.
Aus Frankreich kamen 20 000 Frontkämpfer. In der ersten Reihe der ausländischen Abordnungen steht D e u t s ch l a n d mit 500 Frontkämpfern unter Führung des Erstürmers von Douaumont, Hauptmann von Brandts. Ihnen gilt die besondere Erwartung der Franzosen. Denn: „Was wäre Verdun ohne die Deutschen!" wie vor einigen Tagen bei einer Vorbesprechung der Verduner Kundgebung der Sprecher eines Pariser Ministe- riums auf die Frage bemerkte, ob Deutsche teil- nehmen.
Die Ankunst der Deutschen.
Professor Frank hat den Sachverständigen-Beirat des Reichsinstituts durch drei Vertreter der Wehrmacht erweitert, und für das Heer Oberstleutnant a. D. F o e r st e r, Direktor der Forschungsanstalt für Kriegs- und Heeresgeschichte, für die Kriegsmarine Konteradmiral A ß m a n n , Leiter der Kriegswissenschaftlichen Abteilung beim Oberbefehlshaber der Kriegsmarine, und für die Luftwaffe Oberstleutnant a. D. H a e h n e l t berufen.
heute fragen: „Ist das Amt für Volksgesundheit noch nötig? Wir haben ja die staatlichen Gesundheitsämter." Diese Frage liege auf der gleichen Linie wie diejenige, warum wir heute noch eine Partei brauchten. Die Aufgabe des Amtes für Volksgesundheit sei, einen bestmöglichen Gesundheitszustand des deutschen Volkes herbeizuführen. Von diesem Grundsatz ausgehend, würden auch hinsichtlich der Eheberatung, betriebsärztlicher Betreuung usw. geeignete Maßnahmen zur Hebung der Volksgesundheit ergriffen.
Die große Tagung des Führerkorps.
Die große Tagung der Führerkorps der NSDAP. Gau Hessen-Nassau, in der geschmückten Festhalle gestaltete sich zu einer großen Kundgebung, in deren Verlauf der Gauleiter, Dr. v. L e e r s , der Leiter des Rassenpolitischen Amtes der Reichsleitung Dr. Walter Groß und Reichsorganisationsleiter Dr. Robert Ley das Wort ergriffen. Außerdem konnte der Gauleiter bei dieser Tagung Reichsminister D a r r ä und Hauptamtsleiter Claus S e l z n e r begrüßen.
Der Gauleiter wies in seinen Ausführungen
Reichshauptamtsleiter Claus S e l z n e r sprach im Anschluß daran von der Ethik der Arbeit Der Ethos der Arbeit stehe im Mittelpunkt. Die Parole sei: Nicht Kapital schafft Arbeit, sondern Arbeit schafft Kapital.
Zum Schluß ergriff Reichsorganisationsleiter Dr. Ley das Wort. In kernigen Worten sprach er von dem Unterschied der Betriebe von früher und heute und bezeichnete es als Aufgabe, den Arbeiter und Unternehmer zum Volk zurückzuführen. Der deutsche Arbeiter solle ein stolzer Mensch werden.
Oie Personalamtsleiter des Gaues fanden sich im „Storch", der historischen Stätte aus der früheren Kampfzeit, zusammen. Nach Ausführungen des Gaupersonalamtsleiters Hey se über die zukünftige Gestaltung der Arbeit ergnsf auch hier Reichsorganisationsleiter Dr. L e y das Wort, um über die Bedeutung der Personalamter im Rahmen der großen Aufgaben der Bewegung zu sprechen. Es sei vor allem dafür Sorge zu tragen, daß die richtigen Männer an den richtigen Platz kamen, damit alle Kräfte eingesetzt wurden, die für den Aufbau des Volksorganismus unersetzlich seien. Sie sollten erreichen daß alle Do ksge- nossen davon überzeugt sind, daß die Partei mit ihnen und nur für sie lebt. ■ <
Anschließend sprach Gauleiter Sprenger, der daß eb in der P°rf°nalp°litik nur e,ne große Linie geben könne und dürfe. Personalsachen gehörten ausschließlich zum Tatigkec^bereich der Hoheitsträger. Die Personalamter foUten mit den besten und zuverlässigsten Parteigenossen besetzt werden.
sprach Propagandaleiter und Hauptsb Kriegsopferamtes der NSDAP. M e Er sprach über die Aufgaben, welche die lebende Frontgeneration in der Gegenwart zu erfüllen habe. Er appellierte an alle Frontkämpfer des großen Krieges, aus dem Fronterlebnis heraus aktiver Kämpfer zu fein für die Ziele und die Verwirklichung der nationalfozialistischen Grundsätze.
Agrarpolitik.
Von herzlichem Beifall begrüßt ergriff dann der Reichsbauernführer das Wort. Der Glaube an die Anständigkeit des deutschen Bauern habe ihm die Kraft zu seiner Arbeit gegeben. Nur aus dem Blutsgedanken könne das verstädterte Deutschland wieder erkennen, daß es ein Bauerntum brauche. So stelle der Blutsgedanke die größte agrarpolitische Realität dar. Keine wirtschaftliche Maßnahme könne allein das Bauerntum retten, sondern die Voraussetzung aller bäuerlichen Agrarpolitik sei und bleibe der Blutsgedanke. Reichsleiter Darre sprach dann über die Aufgaben der Bauerführer im Rahmen der Erzeugungsschlacht.
Tagung der Kreiskaffenleiter.
Die Kreiskassenleiter des Gaues Hessen-Nassau hielten im Adolf-Hitler-Haus eine Tagung ab, in der unter Leitung von Gauschatzmeister Eck Der- waltungsangelegenheiten der Partei besprochen wurden.
Dor den OAF.-Waltern.
Unter der Leitung von Gauwalter Becker traten die Amtswalter und Amtswarte der NS.- Gemeinschaft „Kraft durch Freude" im Hippodrom zu ihrer Sondertagung zusammen.
Als erster Redner sprach der Amtsleiter der *o.-- Gemeinschaft „Kraft durch Freude" Horst Dreß- ler-Andreß, der die Aufgabe von „KdF. dahin umriß, daß sie Freude in der Arbeit schaffen solle. Arbeit sei der Sinn des menschlichen Lebens überhaupt. Während die DAF. den äußeren Rahmen für das Glück des Arbeiters bilde, verhelfe die NSG. „Kraft durch Freude" zur inneren Erkenntnis des Wesens der Arbeit und fördere den edlen Charakter der Arbeit.
Weister Linder zusammengefunden. Diese Tagung erhielt eine besondere Bedeutung durch die Anwesenheit des Reichsministers Dr. Frank, der zu den Bürgermeistern sprach. In seiner Rede . führte er u. a. aus: Es ist klar, daß der Nationalsozialismus in dem Wollen, ein Gesamtgefüge eines Reiches der Deutschen aufzubauen, das für ein Jahrtausend stehen soll, gerade das Fundament der Lebenssicherung einer Gemeinschaft in der Kommu- nalpolitik auf das wesentlichste seiner eigenen politischen Willensrichtung unterstellt hat. Eine Revolution wie die nationalsozialistische mit ihrem gigantischen Ausmaß kann das deutsche Volk nur em einziges Mal erleben. Es ist daher für Sie, die Sie die erste Generation der nationalsozialistischen Bur- aermeifter darstellen, immer wichtig, sich darüber klar zu sein, daß der Appell auch an Sie der sein muß in allem und jedem so zu handeln, daß kommende Generationen auf diesem Werk weiter bauen können. Es ist nicht genug damit getan, daß verwaltet wird in Deutschland, diese Revolution verlangt auch von Ihnen, daß Sie sich immer, auch in der kleinsten Handlung, als die Vollstrecker dieses schöpferischen Elans dieser Zeit fühlen. Wie Sie jetzt handeln, wird einmal das Fundament der nationalsozialistischen Kommunalpolitik aufgebaut sein. Sie sind die Infanterie, die Sturmtruppe der Kommunalpolitik, und so müssen gerade Sie als die Volksnächsten es einsehen, daß dieses Volk durch ein ausgezeichnetes Korps von Bürgermeistern unendlich mehr betreut werden kann, als durch noch so ausgeklügelte Zuständigkeitsverteilung. Sie hc^ben daher eine große Verantwortung zu erfüllen. Sie fiüd dem Volke gegenüber die Repräsentanten der Verwirklichung unserer Gesetze.
Amt für Beamte.
Reichsminister Dr. Frank sprach anschließend hn Schumcmntheater vor den Amtsleitern des Amtes für Beamte, Erzieher, Kommunalpolitik und des Rechtsamtes mit Fachberatern bis einschließlich Kreis. Leiter war Gauamtsleiter Bürgermeister Linder.
Reichsminister Dr. Frank betonte, voranzu- feudjten habe für alle stets die gemeinschaftliche Aufgabe. Der Staat sei nur das Mittel zum Zweck, zur Verwirklichung des Nationalsozialismus. Leider fei in sehr vielen Stuben des amtlichen Bereiches noch nicht so ganz der kämpferische Geist einge- zogen, leider wirke noch da und dort der alte, kleine, dünkelsüchtige Zuständigkeitshader und Aktenmodergeruch weiter. „Wir haben uns aber", so fuhr der Minister fort, „darüber klar zu fein, daß wir heute nicht um Zuständigkeiten streiten, wo es darum geht, unserem Volke ein zweitausendjähriges Kuliurgeschehen in einem grandiosen Fundament zu formen, auf dem weitere Jahrtausende unseres Volkes erstehen sollen. Daher dürfen Sie nicht Beamte irgendwie im alten Sinne sein! Wir wollen die Bannerträger dieser Zeit sein!"
Agrarpolitik.
Die landwirtschaftlichen Kreis- und Ortsfachberater fanden sich im Hochschen Konservatorium zu einer Sondertagung ein, die durch die Anwesenheit des Reichsministers Darr 6 besondere Bedeutung erhielt.
Berlin und Wien.
Letzte Meldungen.
Warschau: Neue Aera für Oesterreich und das Reich.
W a rs ch a u , 12. Juli. (DNB.) Die Verein- barung zwischen der deutschen und der österreichischen Regierung wird von der gesamten Warschauer Presse, ebenso wie die Rundfunkrede des Bundeskanzlers Schuschnigg vielfach an der Spitze der Blätter und in großer Aufmachung wiedergegeben. In den Ueberschriften wird die Lage als „neue Aera im Leben Oesterreichs und des Reiches" bezeichnet. Wenngleich noch eigene Stel- lungnahmen der polnischen Redaktionen fehlen, zeigt sich in den ersten Meldungen der Berichterstatter aus Berlin,, Wien und Paris die gewaltige Anteilnahme an diesem bedeutungsvollen politischen Werk.
Belgrad: „Akute Gefahr des Habsburger Legit'Smus beseitigt^.
Belgrad, 13.Juli. (DNB. Funkspruch.) Die hiesige Presse mißt dem Abkommen über die Normalisierung der Beziehungen zwischen Deutschland und Oesterreich die größte Bedeutung bei. Der Wiener Vertreter der hiesigen „Politika" führt in einem längeren Kommentar aus, daß durch das Abkommen, obwohl in ihm die Habsburger Frage nirgends ausdrücklich erwähnt werde, die akute Gefahr des Habsburger Legitimismus beseitigt werde.
Gewollte Skepsis in der Prager preffe.
Prag, 12. Juli. (DNB.) Obwohl die politisch führenden tschechoslowakischen Blätter die Entwicklung der deutsch-österreichischen Verhandlungen in den' letzten Tagen mit großer Aufmerksamkeit verfolgt hatten, hat die Bekanntgabe des deutsch-österreichischen Uebereinkommens durch Reichsminister Dr. Goebbels und Bundeskanzler Dr. Schuschnigg in Berlin und Wien in der hiesigen Öffentlichkeit doch überraschend gewirkt, da man vor allem nicht einen so raschen Abschluß erwartet hatte. Die Sonntagsblätter widmen dem Ereignis breiten Raum und beadjten vor allem feine Aufnahme in Rom, London und Budapest. Bezeichnenderweise zeigen die redaktionellen Stellungnahmen zunächst eine gewollte Skepsis.
In Anwesenheit des Gauleiters fand die Tagung des Gebietes Hessen-Nassau der HI. im Saxophonsaal statt, in deren Rahmen gleichzeitig Gebietsführer Brandt in sein neues Amt eingsführt wurde. Der Gauleiter gab seiner Freude darüber Ausdruck, daß er gerade mit der Jugend die Reihe der Sondertagungen eröffnen könne. Der Name Hitlerjugend bedeute eine Ehre und gleichzeitig eine große Verpflichtung, hart und konsequent am großen Ziel weiterzuarbeiten. Die Leitung der Hitlerjugend müsse auch den letzten noch abseits stehenden Jungen heranziehen.
Gebietsführer Brandt, der mit Wirkung vom 29. Juni 1936 mit der Führung des Gebietes 13 Hessen-Nassau beauftragt wurde, gelobte Treue der großen Idee, die durch die Tat bewiesen werden solle.
Anschließend marschierte das Führerkorps der Hitlerjugend des Gaues Hessen-Nassau durch die Straßen der Stadt des deutschen Handwerks.
Amtsleiter für Volksgesundheit.
Bei der Gautagung des NSD.-Aerztebundes sprach Reichsärzteführer Dr. med. Gerhard Wagner. Nach der Machtergreifung, so führte er aus, sei das erste Ziel gewesen, die Gesundheitsabteilungen des Staates mit Aerzten zu besetzen. Die Gesundheitsführung des deutschen Volkes sei zentra- lifiert worden. Diele Volksgenossen würden sich
darauf hin, daß der letzte Appell des Führerkorps am 12. Januar 1936 Anlaß zur Prüfung gewesen ei, ob die Anordnungen des Führers getreulich be-
Erlaß eines Staatsschutzgesehes in Oesterreich.
Wien, 11. Juli. (DNB.) Das neue oster- reichische Staatsschutzgesetz wurde am Samstag erlassen. Dazu wird in einem amtlichen Kommentar u. a. aus geführt, daß dieses Bundesgesetz zum Schutze des Staates Lücken des gellenden Rechts ausfüllen solle, die sich unter den gegenwärtigen Verhältnissen besonders fühlbar gemacht haben. Die neuen, dem Schutze des inneren Friedens und dem Schutze der politischen und wirtschaftlichen Beziehungen Oesterreichs zum Auslande dienenden Strafdrohungen, die fast durchweg in ausländischen Gesetzen, so insbesondere im Deutschen Reichsstrafgesetzbuch, im tschechoslowakischen Gesetz zum Schutz der Republik und im Schweizer Bundesgesetz über den Schutz der Sicherheit der Eidgenossenschaft Vorbilder haben, find nur dann anwendbar, wenn die Tat nicht fchon nach gelten- dem Recht, so beispielsweise nach den unverändert gebliebenen Vorschriften unseres Strafgesetzbuches gegen den Hochverrat, strenger strafbar find.
Aus aller Well.
Anträge auf Verwendung der Olympischen Symbole bis 20. Juli.
Der Propaganda-Ausschuß für die Olympischen Spiele Berlin teilt mit: Der letzte Einsendungs- termin für Anträge auf Verwendung d e r Olympischen Symbole (fünf olympische Ringe und Olympiaglocke) und der Worte „Olympia" bzw. „Olympiade" ist der 20. Juli 1936. Nach diesem Tage werden keine Anträge mehr entgegengenommen.
Das Segelschulschiff „Deutschland" in Danzig.
Das Segelschulschiff „Deutschland" traf zu einem siebentägigen Besuch im Danziger Hafen ein. Wie bei dem Besuch des Kreuzers „Leipzig" hatten sich Tausende eingefunden, um das Schiff zu begrüßen. Die Danziger Schlepper hatten über die Toppen geflaggt. Zur Begrüßung des Schiffes hatten sich Abordnungen der Marine-SA. und der Marine-HI. der Gaugruppe Seefahrt eingefunden. Beim Passieren der Quarantäneftation wurde mit dem Schulschiff der Flaggengruß getauscht, während die Menge das Deutschlandlied und das Horst-Wessel-Lied fang.
Schweres Verkehrsunglück in der Pfalz.
Auf dem beschränkten Staatsstraßenübergang der Strecke Imsweiler—Rockenhausen in der Pfalz wurden vom Personenzug zwei Radfahrer und eine Radfahrerin überfahren. Dabei wurden der 28jährige verheiratete Schreiner August Hag aus Gehrweiler und der 22jährige Student Erich Bollmann aus Radevormwalde getötet. Schwer verletzt wurde die 13 Jahre alte Landwirtstochter Anna Rubel aus Imsweiler. Sie wurde ins Krankenhaus Rockenhausen gebracht. Die Schranke mar versehentlich zu früh geöffnet worden. Der Schrankenwärter wurde in Haft genommen.
Verhaftung eines Gattenmörders.
Vor einigen Tagen hatte in Trier ein Ehemann feine Frau auf offener Straße niederge- stochen. Der Täter war gleich nach der Tat ge- Und nächsten Sonntag? A W
London, 13. Juli. (DNB. Funkspr.) Mehrere Morgenblätter sprechen auf Grund von Pariser Berichten die Vermutung aus, daß die geplante Brüsseler Konferenz der Locarno- mächte möglicherweise aufgeschoben oder fallen gelassen werde.
Pertinax meldet hierzu im „Daily Telegraph", bisher habe Frankreich die Hoffnung gehabt, daß Italien an der Locarno-Konferenz teilnehmen werde, ohne auf der Einladung Deutschlands zu bestehen. Man stelle sich auf Grund der neuen Lage nunmehr die Frage, was aus der Brüsseler Konferenz werden solle. Die französische Regierung werde sich auf den Standpunkt stellen, daß die britischen Pläne nicht geändert werden. In Paris glaube man, daß das Ansehen der Westmächte noch weiter geschwächt würde, wenn man jetzt einfach die Brüsseler Konferenz absagen würde. Die französische Regierung werde entscheiden, ob sie eine Note an Italien senden solle, um es „an seine Locarno-Verpflichtungen zu erinnern".
„Daily Expreß" meldet, nachdem Italien erklärt habe, es wolle der Brüsseler Konferenz nicht bei- einzuladen wohnen, sei aus Brüssel die Möglichkeit angedeutet worden, die Konferenz abzusagen. Stattdessen würden Besprechungenzwischen London, Paris und Brüssel durchgeführt


