Ausgabe 
13.7.1936
 
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Unser Bild links zeigt die Morgenfeier der HJ.-Führer auf dem Römerberg. Auf dem Bilde rechts sieht man die große Ehrentribüne mit dem Rednerturm in der Mitte.

Leben. Die neue Erkenntnis ist die, daß unser Volk niemals ungestraft diesen Weg verlassen darf. Daher muh der Jugend S e l b st v e r - trauen anerzogen werden.

Wir müssen uns ein Beispiel nehmen an des Führers Vorbild. Sein Leben ist Vorbild für unser Leben, sein Kampf für unseren Kampf, sein Schaffen für unser Schaffen.

Das deutsche Volk muß ein Volk von Soldaten werden, von Garanten der friedlichen Arbeit. Allen Völkern Europas soll es Ansporn und Vorbild sein, mit uns in friedlichen Wettbewerb zu treten. Aber wir sind auch bereit, unsere friedliche Arbeit zu schützen!

All das verdanken wir dem Führer. Er hat uns gelehrt und wir haben erkannt, daß das Leben

unseres Volkes einmalig ist im Leben der Völker. In unsere Auffassung kann alles eingebaut werden, was gut ist. Aber weil dies so ist, gibt es keine zweite neben ihr.

So steht und marschiert Ihr auf dem Ewig­keitsweg unseres Volkes; Ihr seid die Zu­kunft; deshalb zeigt Euch würdig der Idee und ihres Bannerträgers Adolf Hitler!"

Nach den Worten des Gauleiters klingt aus un­sichtbarem Mund ein gewaltiges Bekenntnis unseres Glaubens über den weiten Platz. Die Jungen und Mädels, die Männer und Frauen erheben sich von ihren Plätzen und mächtig schallt als Bekenntnis zur Tat das Lied der Hitlerjugend:Vorwärts, vorwärts...!"

Die Kundgebung der Hunderttaufend.

Drei Taten sind Marksteine in der außenpo­litischen Entwicklung, die uns immer mehr Geltung und Ansehen in der Welt zurückgewinnen. Da ist zunächst das Datum vom 14. 10. 1933, als wir aus der Abrüstungskonferenz und dem Völ­kerbund ausgeschieden sind, und dadurch unsere außenpolitische Handlungsfreiheit wieder er­langt haben. Das zweite Datum ist der 16. 3. 1935, als der Führer dem deutschen Volke die W e h r - f reih eit wiedergeschenkt hat. Und das dritte Da­tum, das hier gerade Frankfurt besonders berührt, ist der 7. 3. 1936, als der Führer das Rhein­land wieder unter den Schutz und die volle Souveränität des Reiches gestellt hat.

Auch die Gegner müssen an. diesen Talen er­kennen, daß wirklich vieles anders und besser geworden ist in Deutschland. Und auf diesem Weg werden wir weiterschreiken. Wir haben durch die gestrige Tal bewiesen, daß wir absolut von einem Friedenswillen erfüllt sind. Wir

haben einen Freundschaftsvertrag mit unseren Brüdern in Oesterreich geschlossen. Das ist ge­rade das Wesentliche des nationalsozialistischen Staates, daß wir nicht Worte und leere Re­densarten machen, wie es in der Zeit des Par­lamentarismus an der Tagesordnung war, son­dern handeln und Taten sehen lassen. Wir sind zu jeder friedlichen Mitarbeit in Europa und der ganzen Welt bereit. Aber nur unter einer Bedingung, daß die Lebensnotwendigkeit des deutschen Volkes anerkannt wird.

Alle diese Erfolge sind nur möglich gewesen dank einer Leistung, die Jahrhunderte überdauert, näm. lich, daß Adolf Hitler in dem 15jährigen Rin­gen um die Seele des deutschen Volkes vor der Machtergreifung und in den drei Jahren seit der Machtergreifung wieder den Geist einer echten und wahren Volksgemeinschaft in Deutschland geschaffen hat, auf dem alle anderen Erfolge aufbauen. Der deutsche Mensch ist dank der nationalsozialistischen Arbeit in diesen 18 Jahren wieder ein anderer geworden.

Das verpflichtet uns alle im Geist echter und wahrer Volksgemeinschaft zu leben und zu han­deln, damit wir immer als eine geschlossene Einheit gegenüber inneren Gegnern ober Fein­den von außen dastehen. Das ist das unsterbliche Verdienst des Mannes, der nun seit etwa zwei Jahrzehnten unablässig für Deutschlands Ruhm gesorgt hat. Dieser Mann ist ein wahrer gott­begnadeter Führer, den uns die Vorsehung noch lange erhalten möge zum Wohl des deutschen Volkes.

Mit einem Sieg-Heil auf den Führer schloß Dr. Frick seine Rede.

Nach der Kundgebung marschierten die Formatio­nen wieder zur Stadt zurück. Um 14 Uhr nahm dann das D o l k s s e st seinen Fortgang bis in die späten Abendstunden. Den Beschluß des Gautages bildete das imposante F euerwerk am Main.

Der Fanfarenzug des Jungvolks begrüßte die Reichsminister und den Gauleiter und gab damit das Zeichen zum Beginn der Kundgebung. Zu­nächst ergriff

Gauleiter

Reichsstatthalter Sprenger

das Wort. Er begrüßte Reichsminister Dr. Frick und Reichsbauernführer D a r r ö und führte u. a. aus:

Es ist mir eine Genugtuung, daß ich zahlreiche Gäste aus dem Ausland auf dem Gautag Hessen- Nassau begrüßen kann. Wer zu uns kommt, soll sich ein Bild machen können, wie es heute in Deutsch­land aussieht. Wir zeigen in diesem Jahr eine neue Form, ein neues Bild eines Gautages. Nachdem die Richtlinien für die kommende Arbeit gegeben sind, soll der Gautag dazu da sein, eine ernste Prüfung abzulegen, ob wir die vom Führer gestellten Auf­gaben getreulich erfüllen und ob wir unsere Pflicht dem Führer und der Nation gegenüber getan haben.

Wir sind in unserer Arbeit soweit fortgeschrit- len, daß wir die Arbeitslosigkeit, die 1933 im Gau 265 800 betrug zurückgedrängt haben auf

nur 78 300. Wir werden nicht eher ruhen, bis auch der letzte Volksgenosse wieder In Arbeit steht.

Vor drei Tagen haben wir als Dokument der Schöpferkraft das jüngste Kind der Partei, den Flug- und Luftschiffhafen Rhein-Main aus der Taufe gehoben. An einer anderen Stelle, wo vor drei Jahren noch wüster Sumpf war, und der Mensch nicht leben konnte, haben wir ein Dorf aus der Taufe gehoben, in dem nur Erbhofbauern ihren Sitz haben.

Wir haben im Rahmen dieses Gautages in kul­tureller Hinsicht auch die Festspiele auf dem Römer- berg aezeigt und bewiesen, daß wir auf dem Wege sind, oas deutsche Theater zur Volkshochschule zu gestalten. Ich weise ferner darauf hin, daß wir den Siedlungsgedanken, und zwar sowohl die bäuerlichen Siedlungen, als auch die Arbeiter­siedlungen im ganzen Gau gefördert haben. Dadurch haben wir eine Senkung der Mieten, vielfach bis zu einem Drittel, bereits erreicht. Die Autobahn- erroeiterung wird noch in diesem Jahr in un­serem Gau in Erscheinung treten. Auch politisch können wir mit Stolz behaupten, daß wir an der Durchbildung des nationalsoziali-sti- schen Staatsgedankens in Hessen kräftig mitgearbeitet haben. Wir werden diese Leistungen noch steigern. Das sei unser Versprechen.

Reichsmimster Dr. Frick

überbrachte sodann zunächst die Grüße des Füh­rers und erinnerte an die unvergeßlichen Erleb­nisse des Weimarer Parteitages, der ein Treue­bekenntnis zum Führer war. Weiter betonte er, daß das Geheimnis des Erfolges der national­sozialistischen Bewegung diese Treue, dieses Fest­halten an dem einmal als richtig erkannten Ziel ist. Dieser absolute Zusammenhalt der Kämpfer, die sich durch nichts abhalten lassen, und mit dem Führer in bösen wie in guten Tagen weiterkämp­fen, bis das Ziel erreicht ist, das ist der Sinn dieser Gautage. Nicht wie früher bei den parlamentari­schen Parteien sollen diese Tage dazu dienen, irgend­welche Debatten zu führen über irgendwelche un­gelösten Probleme.

Unsere Parteitage und Gautage dienen der Be­wegung und der Stählung zu neuem Kampfe. Das ist vor der Machtergreifung so gewesen und daran hat sich nichts geändert. 7Nan soll sich nicht einbilden, daß mit der Machtergrei­fung der Kampf ein Ende hätte! Wir Rakional- sozialisten wollen diesen Kampf fortführen für das Wohl und Gedeihen des deutschen Volkes! Wir haben den Aufstieg in so kurzer Zeit nur diesem nationalsozialistischen Kampfwillen zu verdanken. Vach 15jährigem unermüdlich zähem Ringen um die Seele des deutschen Volkes ist es dem Führer gelungen, Millionen bester deut­scher Volksgenossen unter der Fahne des Haken­kreuzes zu sammeln in dem unbändigen Willen der nationalen Selbstbehauptung und sozialer Gerechtigkeit.

Und diese Weltanschauung des Nationalsozialismus, die den Gemeinschaftsgedanken in den Mittelpunkt feiner Betrachtung stellt, hat sich als richtig erwiesen, und nach dem 30. Januar 1933 wäre es töricht, zu glauben, daß nun die Natio­nalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei ihren Zweck erfüllt habe. Sie ist heute notwendiger als j e, sie hat eine ungeheure Aufgabe z u erfüllen. Nach dem Gesetz über die Sicherung der Einheit von Partei und Staat ist die NSDAP, die Trägerin des politischen Willens der Nation, sie ist die führende und bewegende Kraft des natio­nalsozialistischen Staates. Damit ist der Partei eine ungeheuer große, aber auch schwere Ausgaben zu­geflossen. Die Mitglieder der NSDAP, sind die Mitglieder eines Führerordens. Dieser Führerorden soll die Auslese der Tüchtigsten, der Entschlossensten, der Tapfersten enthalten. Damit soll keine neue Kaste geschaffen werden, sondern es soll diesen Mitgliedern der NSDAP, ein hoher Pflich­te n k r e i s zugewiesen werden. Dabei müssen wir uns immer wieder den Führer zum Vor­bild nehmen. Er lehnt es ab, obwohl er in feiner Hand alle Macht vereinigt, Diktator zu sein. Er will nicht befehlen, sondern er will über­zeugen, er will der Vertrauensmann des deutschen Volkes sein, wie die Wahl vom 29. März bewiesen hat, wo über 99 v. h. des deutschen Volkes sich für Den Führer erklärt hat.

Wie der Führeer im Großen für das Volk denkt, nicht durch Diktat, sondern durch Lei­stung, wie er sich die Anerkennung von frühe­ren Gegnern erringt, so muh auch jeder von

uns in seinem kleineren Wirkungskreis dafür sorgen, daß er nicht einfach sagt,ich bin der und der, mit den und den Befugnissen, ich ordne das und das an, sondern er muß über­zeugen. Dann wird die Partei ihre Aufgabe als Erzieher erfüllen, als der Erzieher, der in erster Linie wirkt durch Vorbild, Lharakterbildung und Leistung nach dem goßen Vorbild unseres

Führers.

Dieser nationalsozialistische Kampfgeist hat heute schon zum großen Teil die Probleme gelöst, die bei der Machtergreifung uns erwartet haben. Es ist vor allem das ganze politische System geändert worden. An die Stelle der unfähigen und korrupten parlamentarischen Demokratie ist ge­treten die Verantwortung nach obgn und die Auto­rität nach unten. Wir können mit Stolz bekennen: heute gilt das Wort: ein Volk, ein Reich, ein Führer! Gerade in diesen Tagen sind es drei Jahre, daß die letzte der politischen Parteien ihr Leben ausgehaucht hat.

Die Länder stehen nicht mehr im Gegensatz zum Reich, sondern fügen sich als ein Teil des Reiches. Es gibt keine Ländergrenzen mehr und nichts hindert mehr die Zusammenarbeit und die erhöhte Leistungsfähigkeit des deutschen Volkes. Eine Großtat ist vollbracht: Der Bol­schewismus, der andere Länder in ständiger Unruhe hält und zu Aufruhr und Streiks führt, er ist niedergerungen. Und wir sind das stärkste Volk ' in der Wett gegen die bolschewistische

Pest.

Was die wirtschaftlichen Erfolge anlangt, ist hervorzuheben, daß es gelungen ist, in drei Jahren die Arbeitslosigket so gut wie auszumerzen Wenn wir heute in der Sta­tistik lesen, daß etwa über eine Million Arbeits­lose in Deutschland vorhanden sind, so ist das nicht anders wie in der Vorkriegszeit. Auch da gab es immer eine Anzahl von Volksgenossen, die ohne Arbeit waren. Zumeist sind es nur bedingt ein­satzfähige Arbeiter, und heute ist es schon eine Tatsache, daß schon ein großer Mangel-nn Land­arbeitern und an geschulten Facharbeitern besteht. Wir haben dieses Ergebnis dadurch erzielt, daß wir in großem Maße öffentliche Mittel zur Be­kämpfung dieser Arbeitslosigket eingesetzt haben, mit dem Erfolg, daß nun auch die Privatwirt­schaft wieder voll im Gang ist. Hier ist besonders auch der Arbeit zu gedenken, die der Reichsarbeitsdienst auf diesem Gebiet ge­leistet hat. Er ist nicht nur eine vorbildliche natio­nalpolitische und nationalsozialistische Schulung für unsere Jungmannschaft und Jungfrauenschaft, son­dern er schafft durch Gewinnung von Neuland auch unermeßliche wirtschaftliche Werte. Das ist wahre Friedensarbeit. Nicht durch kriegerische Er­oberung, sondern durch friedliche Gewinnung von Neuland hat hier das Dritte Reich gearbeitet. Aber auf etwas muß hier noch besonders hingewiesen werden: heute trifft das Wort wehrlos = ehrlos nicht mehr auf das deutsche Volk zu.

Wir Deutsche dürfen uns wieder stolz als Deutsche in der Welt bekennen.

Der Tag der Sonderlagungen.

Am Samstag fanden die Sondertagungen statt, zu denen sich in zahlreichen Sälen, Theatern usw. die einzelnen Fachschaften innerhalb der Partei und ihrer Gliederungen zu ernster Arbeit zusam­menfanden, und in denen sie die Richtlinien für die weitere Arbeit empfingen. Im Frankfurter Opern­haus tagten die

Propagandaleiter

bis Ortsgruppe, Propagandawalter der DAF., der Gauring für nationalsozialistische Propaganda und Dolksaufklärung und die Gau- und Kreisredner. Die Tagung wurde vom Gaupropagandaleiter Müller-Scheld eröffnet, worauf der Leiter des Amtes für aktive Propaganda in der Reichspropa­gandaleitung Walter Schulze die Grüße des Reichspropagandaleiters Neichsminister Dr. G o e b - bels überbrachte und dann in längeren Ausfüh­rungen über die Bedeutung des Redners und die Arbeit der Propagandaleiter und Warte sprach. Im Anschluß sprach Gaupropagandaleiter Müller- Scheld über die Wichtigkeit der Gautage.

Oie Parteirichter

versammelten sich im Adolf-Hitler-Haus, wo sie unter der Leitung des Gaugerichtsvorsitzenden Frhr. v. L y n ck e r em Referat des Spruchkammervor­sitzenden des Obersten Parteigerichts Knop über die Parteigerichtsbarkeit entgegennahmen. Der Red­ner forderte die Parteirichter auf, in ihrem Kampf für die Sauberkeit der Partei nicht nachzulassen. Nach dem Referat wurden noch einige interne Partei­angelegenheiten besprochen und neue Bestimmun­gen bekannt gegeben.

Dor den

Kreiswirtschastsberatern

und führenden Männern der Wirtschaft sprach im Volksbildungsheim der Leiter der Kommission für Wirtschaftspolitik der NSDAP. Bernhard Köhler über Wirtschaftsaussichten. Dabei führte er u. a. aus: Wenn wir vor drei und mehr Jahren von einem kommenden Mangel an Arbeitskräften spra­chen, so waren die allerwenigsten imstande, sich vor­zustellen, wie ein solcher Mangel entstehen könne und wie er sich auswirken werde. Unsere An­kündigung, daß wir diesen Mangel Herstellen wür­den, und daß mit ihm sich das Verhältnis zwischen Kapital und Arbeit sich völlig umkehren werde, wird heute schon manchem besser verständlich sein. Heute macht sich in verschiedenen Industrien bereits ein empfindlicher Arbeitsmangel bemerkbar. Die Folgen davon sind Abwanderungen aus den Ge­werben, in denen geringere Löhne bezahlt werden, Lockerungen der Tarife, schärfere Kalkulationen der Unternehmungen, Sparmaßnahmen, Bemühungen um neue Vereinfachungen und Rationalisierungen, d. h. die nationalsozialistische Wirtschaftspolitik, die im eigentlichen Sinne nichts als Arbeitspolitik ist, also Lenkung der Wirtschaft durch die Arbeit, hat eine Tatsache geschaffen, mit der die gesamte deutsche Wirtschaft zu rechnen hat. Wohl gibt es Unter­nehmer, die die Augen krampfhaft vor dieser Tat­sache schließen. Aber diese werden über kurz oder lang ihren Platz besseren Kräften räumen müßen. Eine nationalsozialistische Wirtschaft ist unbarm­herzig und unerbittlich in der Auslese und Aus­merzung derer, denen sie die Verantwortung für gewichtige Teile des Volksvermöaens anvertraut. Wir haben deutlich genug angekündigt, daß der Staat nur diejenigen Aufträge erteilen wird, die er braucht, und daß für niemanden eine Konjunktur­garantie übernommen wird. Es kann sich also nie­mand beklagen, wenn eines Tages ausgerechnet bei ihm die schönsten Staatsaufträge ausbleiben und sozusagen der Ernst des Lebens wieder be­ginnt. Die Kaufkraft der privaten Abnehmer und Verbraucher ist ein Wirtschaftsfaktor, der mit viel größerer Sicherheit stabil bleibt, als die besonderen Bedürfnisse des Staates. Die deutsche Volkswirt­schaft ist heute keine jüdische Wirtschaft mehr, son­dern eine deutsche. Sie wird nicht mehr zum Besten der Juden, sondern des deutschen Volkes, und nicht nach jüdischen Grundsätzen, sondern nach deutscher sittlicher Auffassung und aus deutschem Denken be­trieben.

Zu einer eindrucksvollen Kundgebung gestaltete sich die Tagung des

Amtes für NS.-Bolkswohlfahrt.

Eine gewaltige Zahl von Amtsleitern, Amtswaltern und Helfern und Helferinnen hatte sich im festlich geschmückten Saal des Hippodroms eingefunden. Nach der Begrüßung durch Gauamtsleiter Haug ergriff in Vertretung des Hauptamtsleiters Hilgen­

felbt Pg. Davids vom Hauptamt für Volkswohl­fahrt das Wort zu einer großen Rede über Sinn und Bedeutung der NS.-Volkswohlfahrt. Die NSV. huldigte nicht dem früheren Grundsatz, aus Mitleid zu geben, sondern für sie gelte es, die soziale Be­treuung dem Volksganzen zugute kommen zu lassen. Glauben, Vertrauen und Kämpfermut zu schaffen, sei die große Aufgabe der NSV. Das große Werk der NSV. habe nicht nur im Inland, sondern auch im Ausland Anerkennung gefunden. Alle Welt wisse heute, daß die NSV. den Weg der Pflicht geht. Die starken Triebfedern der NSV. seien das ewige Deutschland, das ewige Volk und Vaterland.

Trotz starker Inanspruchnahme hatte es sich der Gauleiter nicht nehmen lassen, zu dieser Son­dertagung zu erscheinen. Gauleiter Sprenger er­griff ebenfalls das Wort und dankte den Amtswal­tern, Helfern und Helferinnen für ihre vorbildliche Arbeit, durch die der Gau Hessen-Nassau mit an der Spitze der NSV.-Arbeit steht. Er gab der Er­wartung Ausdruck, daß der große Erfolg der NSV. im nächsten Jahr noch gesteigert wird.

Das Schlußwort sprach Gauamtsleiter Haug, der ebenfalls Worte des Dankes für die Männer der NSV. und des WHW. fand und zum Schluß aus­rief: NS. -Volkswohlfahrt wird mor­gen weitermarschieren!

Die Sondertagung der

preffeamtsleiter

füllte das Schauspielhaus bis zu den obersten Rän­gen. Zur Freude der Teilnehmer erschien auch Gau­leiter Sprenger zu der Tagung und richtete einige Worte an die Tagungsteilnehmer. In knap­pen, soldatisch harten und wohlabgewogenen Wor­ten umriß er in einer für jeden feiner Gefolgs­männer verständlichen Weise das Aufgabengebiet der deutschen Presse:Ihr seid die Mittler der Ge­danken Adolf Hitlers zum deutschen Volke! Wir sind groß gevorden durch die innere Geschlossenheit unserer Bewegung. Und Ausgabe der ganzen Presse ist es, diese Geschlossenheit des ganzen deutschen Volkes nicht nur aufrechtzuerhalten, sondern immer noch mehr zu vertiefen.

Nach dem Gauleiter sprach der Leiter des Presse­politischen Amts der Reichsleitung, Hellmut S ü n- d ermann, der einen Rechenschaftsbericht über das auf dem Gebiet der Presse Geschaffene gab. Die Presse solle die nationalsozialistische Politik jedem einzelnen Volksgenossen verständlich machen und ihm die Teilnahme am großen Erleben der Partei erschließen. Er würdigte die Tätigkeit der Presseamtsleiter und gab zum Schluß der Erwar­tung Ausdruck, daß der Gau Hessen-Nassau auch in Zukunft in der Leistung auf pressepolitischem Ge­biet mit an erster Stelle stehen werde.

Oer AG.-Lehrerbund

tagte im Volksbildungsheim. Der Gauobmann Mi­nisterialrat Ringshausen schilderte in eindrucks­vollen Worten die Ausgaben des deutschen Er­ziehers. Er ging aus vom Kamps als Voraussetzung allen deutschen Lebens. Eine große Ausgabe der Erzieher sei, die Jugend zu dem Kampf zu er­ziehen. Weiter müsse der Glaube an das Blut, das Volk und an die Scholle an die Jugend herange­bracht werden. Der Erzieher müsse der Jugend im­mer Vorbild sein. Zum Erzieher könne man nicht kommandiert werden, sondern die Voraussetzungen dazu müsse jeder in sich haben. Die Aufgabe des Erziehers sei mehr als in andern Ständen Kampf. Jeder einzelne müsse kämpfen, und dieser Kampf dürfe nie enden.

Dann sprach der nationalsozialistische Schriftsteller Dr. von Seers über das Odalrecht und die deutsche Rechtsentwicklung.

Or. Ley vor den Schutnngsleitern.

In der Sondertagung der Schulungsleiter sprach Reichsorganisationsleiter Dr. Ley über Propa­ganda, Schulung und Erziehung. Die Schulung be­ziehe sich auf bestimmte Teil- ober Fachgebiete der menschlichen Arbeit, während die Erziehung den ganzen Menschen umfasse. Die weltanschauliche Er­ziehung sei allein Sache der Partei. Dr. Ley wies dann auf die Ordensburgen hin, die die weltan­schaulichen Zentralen seien, und in denen die rassisch Besten für Die politische Führung gebildet werden.

Weiter sprach Reichsamtsleiter Dr. W. Groß über die Bevölkerungspolitik, die eine Angelegen­heit des gesamten Volkes sei.

Tagung der Bürgermeister.

Im Schumanntheater hatten sich die Bürger­meister unter Leitung von Gauamtsleiter Bürger-