Montag, IZ.Zuli 1956
186. Jahrgang
Nr. 161 Erstes Blatt
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Gautag Hessen -Nassau 1936
in der Gauhauptstadt Frankfurt am Maiu.
Neichsminister Or. Krick spricht aus der Kundgebung der Hunderttausend. - Zahlreiche Arbeitstagungen.
Blick von der Tribüne auf einen Teil des Aufmarschgeländes mit den riesigen Menschenmassen. Im Vordergrund Reichsstatthalter Gauleiter Sprenger bei seiner Rede, lmks vorn Reichsinnenminister
and es! Nach der Begrüßungsfahrt durch der Betrachtung über Adolf Hitlers Werk des deut-
von Stan-
fRpirfiGmtnifter T)r ft r i cf (im Auto vorn links, daneben Reichsstatthalter Gauleiter Sprenger) beim ALn^der Konten Im Bilde ganz links der Gießener Kreisleiter Dr. H i l d e b r a n dt, neben ihm d« Eichener KreisauLbttdung-leit-r Dr. Kopp an der Spitze der Politischen Leiter chres Dienstbezirks.
Gin unvergeßliches Erlebnis
(Eigener Bericht des Gießener Anzeigers.)
Nach den Höhepunkten des G a u t a g s Hessen- Nassau 19 3 6 bei der Einweihung des Flug- und Luftschiffhafens Rhein-Main am Donnerstag und bei der Weihe des Erbhöfedorfes Riedrode am Samstag brachte der Gautag am gestrigen Sonntag mit der großen Kundgebung einen weiteren, in seiner Auswirkung außerordentlich bedeutsamen Höhepunkt mit einer Rede des Reichsministers des Inneren Dr. Frick vor rund hunderttausend Bolks-
Vaterli-----------,-----o- ~ v .
die riesigen Kolonnen der Volksgenossen fuhr der Reichsminister noch an den Besuchern der großen Tribüne entlang, um hier den Ehrengästen eben- alls seinen Gruß zu entbieten. Und auch hier wurde dem Vertreter des Führers ein begeisterter,
schen Wiederaufbaues insbesondere an den Austritt Deutschlands aus dem Völkerbund, an die Wiederherstellung der deutschen Wehrhoheit durch die Wiedereinführung der allgemeinen Wehrpflicht, an die Herstellung der vollen deutschen Souveränität im Rheinland durch die Wiederaufrichtung der deutschen Garnisonen erinnerte, um schließlich noch das jüngste überragende Ereignis der Wiederherstellung freundschaftlicher Beziehung zwischen Deutschland und Oesterreich hervorzuheben. An den gewaltigen Beifallsstürmen, die bei dieser Gelegenheit über den weiten Platz brausten, konnte der Reichsminister erneut erkennen, wie stark und wie tief die Wirkung dieser Maßnahmen des Führers im Volke empfunden und mit rückhaltloser Z u st i m m u n g und größter Dankbarkeit gewürdigt werden. Und als der Minister am Schlüsse seiner Rede unserem Führer Adolf Hitler als dem von Gott dem deutschen Volke gesandten Retter in der höchsten Not der deutschen Nation huldigte und ihm auch an dieser Stelle die treue und dankbare Gefolgschaft des deutschen Volkes bekundete, da unterstrichen gewaltige, nicht endenwollende Beifallsstürme der Hunderttausend, wie stark auch in diesem Punkte der Minister das herzliche und ehrliche Empfinden aller deutschen Männer und Frauen, sowie der Jungens und Mädels als Träger der künftigen Nation mit seinen Worten zum Ausdruck gebracht
Der Führer dantt dem Reichsstatthaller.
NSG. Der Führer dankte dem Reichsstatthalter in Hessen, Gauleiter Sprenger, für die Meldung der Dorsweihe von Riedrode mit folgendem Telegramm:
Herrn Reichssiatlhaller Sprenger.
Ich danke Ihnen für die Meldung von der Uebernahme des Erbhofdorfes Riedrode und wünsche dem Dorf und seinen Erbhofbauern gutes Gedeihen.
Mit deutschem Gruß!
Adolf Hitler.
NSG. Sonntagvormittag hat Gauleiter Sprenger an den Führer folgendes Telegramm gerichtet:
Mein Führer!
104 000 Aufmarschteilnehmer am Gautag Hessen-Nassau und Zehnlausende Volksgenossen entbieten Ihnen ihren Gruß.
heil!
Die Ebrenaäste auf der Tribüne bei der Ankunft der Reichsminister und des Gauleiters. Im Vordergrund recbts von den Vertretern der Wehrmacht Generalleutnant Lüdtke, daneben u.a. Offiziere der Luft rechts von oen _ «Mjnchmea jy, Pjajj, Sieben.)
Sprenger.
Kurze Zeit danach traf vom Führer folgende Antwort ein:
Reichsstallhaller Sprenger
Frankfurt am Main.
Ihnen und den Teilnehmern am Gautag Hessen-Nassau danke ich für die mir telegraphisch übermittelten Grüße, die ich in herzlicher Verbundenheit aufrichtigst erwidere.
A d o l f h i t l e r.
Die Mrgenseier der Führer schaff der §3. und des VDR.
gestaltete sich zu einem eindrucksvollen Bekenntnis der Führerschaft der Jugend des Gaues zu Führer, Volk und Vaterland. Von Fahnen und Wimpeln in großer Zahl umgeben, hatten sich etwa 2000 Führer und Führerinnen der HI. und des BDM. auf dem Römerberg eingefunden. Musikzüge der HI. und Fanfarenbläser und Paukenschläger des Jungvolks, sowie stimmungsvolle Chöre umrahmten die Feier.
In einer Ansprache an die junge Generation führte
GtabSleiter Hartmann Lauterbacher
u. a. aus, daß Gautage nicht nur Aufmärsche seien, sondern Bekenntnistage zum Führer, zur Nation und zur nationalsozialistischen Welt- anschauuna. Sie seien ditz Kraftquellen für ein neues Jahr der Arbeit. „Da Ihr einst die Führer der Bewegung sein werdet, müßt Ihr schon heute Euch darauf vorbereiten, die Bannerträger der Bewegung zu werden. Die nationalsozialistische Idee ist in kurzer Zeit der Inhalt des Lebens des deutschen Volkes geworden. Damit ist der Beweis erbracht, daß die Umformung des Volkes durch die nationalsozialistische Bewegung der richtige Weg zur Wiederaufrichtung Deutschlands war."
Gauleiter Reichsstatthalter Sprenger
sprach hierauf zu der versammelten Jugend: „Euer Bekenntnis ist ein Bekenntnis zum Führer". Er hat die Aufgabe so gestellt, daß sie auch die Jugend erfassen kann. Das ist das Große an ihm.
Das deutsche Volk besitzt Ewigkeitswert. Deutsches Leben war immer ein heldisches
In guter Haltung standen trotz des heftigen Regens alle Ausmarschkolonnen bereit zum Empfang des Reichsministers Dr. Frick als Vertreters des Führers und der Reichsregierung. Don brausendem, nichtendenwollendem Jubel empfangen, mit immer erneuten vieltausendstimmigen Heilrufen begrüßt und umjubelt erschien Reichsminister Dr. Frick in Begleitung des Reichsstatthalters Gauleiter S p r e n g e r und des Reichsmimsters Darre auf dem Kundgebungsplatze. Der Minister und seine beiden Begleiter fuhren zunächst im Auto in ganz langsamer Fahrt die Front des riesigen Au Marsches ab, anschließend auch die Zwischenraum zwischen den einzelnen Kolonnen, um überall inmitten der begeisterten Gefolgschaft des Führers den Gruß der Volksgenossen zu empfangen und herzlich zu erwidern. Das gab überall eine sehr herzliche Begrüßung, die Zeugnis ablegte für die starke innere Verbundenheit zwischen der Führung des Volke s u n d d er großen Menge der Gefolgschaft, die aber auch ein überwältigender Ausdruck des grenzenlosen und unbedingten Vertrauens war, mit dem beide, die Führung und die Geführten, einander verbunden find im Dienste des gemeinsamen Werkes und des gemeinsamen Zieles: eines freien, mächtigen und glücklichen deutschen
herzlicher Empfang bereitet.
Dann begab sich der Reichsminister Dr. F r i ck mit dem Gauleiter Sprenger und dem Reichsminister Darre auf den Rednerturm. Zunächst sprach der Gauleiter Reichsstatthalter Sprenger, der unter starker Zustimmung der Menge den ReichsmiNlstern Dr. Frick und D a r r e herzlichen Willkommengruß darbrachte, ebenfalls unter lebhafter Zustimmung der Volksgenossen auch viele Gäste aus dem Auslande willkommen heißen konnte. Im weiteren Verlaufe seiner Ansprache bekundete die riesige Menschenmenge noch wiederholt durch starken Beifall ihre vollkommene und vertrauensvolle Verbundenheit mit dem Gauleiter als ihrem berufenen Sprecher des Gaues Hessen-Nassau. Und dann sprach Reichsminister Dr. Frick. Stürmischen Jubel und dankbare Erwiderung löste seine Mitteilung von dem Gruß des Führers an die Volksgenossen im Gau Hessen-Nassau aus. Der Minister konnte im weiteren Verlaufe seiner großen, mitreißenden Rede noch wiederholt die Feststellung machen, daß er den hunderttausend aufmarschierten Männern und Frauen, Jungens und Mädels vollkommen aus dem Herzen sprach, als er an die Zeit des Ringens und Kämpfens der Partei, an den gewaltigen Wandel der Dinge durch die Machtübernahme des Führers und an die große und erfolgreiche Aufbauarbeit erinnerte, die seit dem 30. Januar 1933 unter der Führung Adolf Hitlers auf allen Gebieten des deutschen Lebens geleistet wurde, die auch weiterhin mit aller Tatkraft fortzusetzen der Wille des Führers ist, der sich dabei auf die treue Gefolgschaft seines deutschen Volkes stützen kann. Besonders stark und eindrucksvoll gestalteten sich die Zustimmungskundgebungen der Hunderttausend, als der Reichsminister auf die Ueberwindung des Bolschewismus in Deutschland hinwies und dann bei
genossen.
Der Aufmarsch dieser Hunderttausend auf dem weiten Festhallengelänve in Frankfurt a. M. war schon rein äußerlich ein großartiges Bild, das einen sehr starken Eindruck hinterließ. Bereits von 9 Uhr ab rückten von allen Seilern in riesigen Marschkolonnen die Teilnehmer der Kundgebung zu dem Aufmarsch-Gelände heran. Je näher der Uhrzeiger auf die vorgesehene Kundgebungszeit um die Mittagsstunde heranrückte, desto interessanter wurde das Bild dieses Riesenaufmarsches. Da standen in fast unübersehbarer Tiefe die Kolonnen der Politischen Leiter, der SA., des Arbeitsdienstes, der HI., des BDM., der Frauenschaft, der Werkscharen usw., blockweise gegliedert, durch ihren Aufmarsch und in gemeinsamem Bekenntnis mit den Rednern bereit, eine ft a r k e Willenskundgebung fürdas WerkunseresFührersundReichskanz- lers Adolf Hitler und für das von ihm geschaffene Dritte Reich abzugeben. Flieger zogen hoch in der Luft über der Stadt des Gautages und über dem Aufmarschgelände ihre Kreise, sogar ein Motorflieger mit anhängendem Se- aelfluazeua zoa während der Kundgebung über den
gelflugzeug zog während der Kundgebung weiten Platz dahin. Ein riesiger Wald v darten und Fahnen grüßte die aufmarschierten Kolonnen von der großen Tribüne herab. Prächtig war insbesondere der Anblick der großen Kolonnen des Arbeitsdienstes, als sie mit präsentiertem Spaten vor dem Reichsminister Dr. Frick und dem Gauleiter Reichsstatthalter Sprenger ihre zackige Ehrenbezeugung erwiesen. Ueberall herrschte au dem weiten Gelände die beste Stimmung. Auch ein Gewitter mit starkem Regenguß, das unmittelbar vor der Ankunft des Reichsministers mebergmg und wohl bei den meisten Kundgebungsteilnehmern das himmlische Naß im Handumdrehen bis auf die Haut durchgehen ließ, vermochte die gute Stimmung nicht zu beeinträchtigen.
hatte.
Nach dem Gruß und Treuegelöbnis an den Führer verließen die Reichsminister in Begleitung des Gauleiters unter stürmischem Jubel der Menschenmassen den Kundgebungsplatz. Eine feierliche Stunde, die zu einer herrlichen B e - kundung der Einheit und Einigkeit des deutschen Volkes sowie der Geschlossenheit zwischen Führer und Gefolgschaft geworden war, hatte ihren Abschluß gefunden, sie wird aber im Gedächtnis und durch die Herzen der Teilnehmer auch im Leben des Alltags immer lebendig fortwirkende Kraft haben.
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