Ausgabe 
13.3.1936
 
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beider Völker ein reicher Segen zuteil gewor­den war, ist eine Frucht dieser Verständigung, nach­dem so lange Zeit der ganze Osten unter der feh­lenden Verständigung gelitten hatte. Nicht nur wir, Bein, auch die andere Seite. Was konnte dieser frühere Zustand auf die Dauer noch mit Vernunft

zu tun haben? Es war doch damals schon klar: Weder wird Polen jemals Deutschland vernichten, noch wird Deutschland jemals Polen beseitigen. Zwei Völker sind als Realitäten gegeben, und sie tun gut daran, sich das Nebeneinanderleben er­träglich einzurichten. (Stürmische Zustimmung.)

Der Vernunft muß auch in unserem Verhältnis zu Frankreich zum Siege verhoisen werden.

Ich habe versucht, diesen selben Gedanken von Osten auch nach dem Westen zu über­tragen. Auch hier bemühte ich mich, zum ersten Wale glaube ich als deutscher Nationalist, zu zeigen, dah die Fortsetzung dieser sogenannten Erbfeindschaftslehre" für beide Völker u n - vernünftig, weil finnlos fein mutz und auch ist. Gewih, auch hier werden vielleicht viele sagen, das sei ein Ideal. Ich glaube ab-r an dieses Ideal und glaube, datz einmal die Vernunft auch hier triumphieren wird! Jedenfalls glaube ich, datz es notwendig fein wird, alles zu tun, um dieser Vernunft zum Siege zu verhelfen. Ich glaube das a l s deutscher Nationalist! Und nur als ein solcher kann ich das aussprechen, denn ich denke nicht daran, etwa die Rechte meines Volkes preiszugeben, so wenig ich fremde Rechte beseitigen will. Ich will eine Syn­these finden zwischen den beiden Völkern. Ich will nicht das andere Volk entrechten, ebenso wie ich es niemals zugeben werde, dah Deutschland entrechtet wird. (Brausender Bei­fall.)

Ich glaube, daß es dabei zunächst notwendig ist, daß sich die beiden Völker als vollständig gleichberechtigte Faktoren in Europa gegenüberstehen. Vollständig gleichberechtigt, weil nur aus einer solchen Gleichberechtigung heraus die als Voraussetzung notwendige Respektierung stattfinden kann. Das ist es, was ich den früheren

Staatsmännern oorwerfe, daß sie nicht mit den besten deutschen Elementen sich verständigen woll- ten, und daß sie den Derständigungsgedanken nicht von vornherein aufbauten auf dem Gedanken der unbedingten Gleichberechtigung. Das aber habe ich mir vorgenommen! Davon geht meine Verständi­gungspolitik aus, nämlich von dem Gedanken, datz es nur zwei gleichberechtigte Partner oder keine geben kann. Nur aus dieser Gleich­berechtigung kann die gegenseitige Achtung kommen und nur aus der gegenseitigen Achtung kann der Respekt voreinander kommen, und nur aus dem Re­spekt voreinander kann auch die gegenseitige Rücksichtnahme erwachsen.

Beide Völker haben unzählige Male die Schlacht­felder mit dem Blute ihrer besten Söhne getränkt. Die Grenzen wanderten bald 50 bis 100 Kilo­meter nach der einen oder nach der anderen Seite. Ein Endergebnis würde auf di es e m Wege nie zustande kommen, wohl aber würden die beiden Völker immer wieder ihr bestes Blut verlieren und in der Zwischenzeit unter Sorge und Mitztrauen, unter der Furcht und dem Haß auch ihre Wirtschaft leiden lassen. Ich glaube, daß eine ruhige Erwägung auch diesen beiden Völkern ein­mal den Weg zueinander zeigen muß. Und wenn mir jemand sagt, das sei nur ein Ideal, so muß ich antworten: Etwas, was der nüchter­nen Vernunft entspricht, i st letzten Endes real! Diese Auffassung der deutsch­französischen Beziehungen ist viel realer als die Auffassung derer, die glauben^ nur in den Formen von Furcht und Haß an die Probleme herantreten zu können!

ZchsprechealsdenischerAaiionaliftsliMJNiüionen Volksgenoffen znm französischen Volke.

Freilich, immer spreche ich das aus a l s deutscher Nationalist, und darin liegt der Wert dessen, was ich ausspreche. Es gibt vielleicht in Frankreich viele, die ablehnend sagen: der Wann ist doch deutscher Nationalist! E s i st gut, datz Ihnen ein deutscher Nationalist die Hand zur Verständigung reichen will, das kann ich darauf nur antworten! Wenn es ein anderer täte, wäre es ohnehin ohne Wert! (Tosender Beifall.) Denn nur, wer das ganze deutsche Volk für dieses Ideal und für diese Ver­ständigung gewinnen kann, leistet wirklich Wertvolles. Wer nur an diejenigen, die von vornherein international orientiert er­scheinen, zu appellieren vermag, der bringt nicht das Kostbarste eines Volkes mit; denn dieses Kostbarste, das ist gerade das im eigenen Nationalbewuhtfein f ich Aeuhernde, das im eigenen Volks- t u m Verankerte, das Tradilionsstarke, das Stolze und das Kühne. And das bringe ich für die Verständigung mit als der Sprecher von über 67 Willionen Wenschen!

Dann gibt es viele, die sagen, die Vernunft sei nicht das Entscheidende, sondern da gebe es an­dere Imponderabilien zu beachten. Ich glaube, daß es nichts Wertvolles geben, was nicht am Ende auch der Vernunft faßbar ist. Ich wende mich dagegen, daß man in der Staatskunst Auf­fassungen als richtig hinstellen will, die nicht in der Vernunft zu verankern sind. Man sagt mir manch­mal:Aber das war noch nicht da, und die bis­herige Staatskunst beweist, daß auf die Dauer das doch nicht möglich ist!" Nein. Die Staatskunst lehrt umgekehrt, daß auf die Dauer das bis­herige Verfahren zu keinem Erfolg geführt hat, und daher lehne ich auch diese Art von Staatskunst ab. Man sagt mir:Aber wenn Sie deutscher Nationalist sind, so müssen Sie doch militärische Triumphe wollen!" Ich kann nur sagen: Mein Ehrgeiz ist nach ganz an­deren Triumph en gerichtet! Ich bin deut­scher Nationalist und werde mein Volk vertreten mit dem ganzen Fanatismus eines Soldaten der großen Armee von einst. (Jubelnder minutenlanger Beifall der Massen.) Indem ich das tue, verschließe ich aber nicht meine Augen gegenüber den Lebens­aufgaben und Lebenszielen, die uns allen gestellt sind.

Hein Ehrgeiz zielt nicht aus militärische Triumphe.

Wenn man mir sagt, als Nationalist mühte ich militärische Triumphe feiern wollen, dann antworte ich: Ich bin glücklich, wenn ich an­dere Triumphe feiern kann. Ich habe den Krieg kennengelernt, besser als so mancher an­dere internationale Politiker. (Stürmische Zu­stimmung), jedenfalls besser als die be­rufsmäßigen Kriegshetzer. (Tosen­der Beifall.) Wenn ich so die Namen derer höre, die heute dafür eintreten, dah keine Ver­ständigung sein darf, dah keine Versöhnung sei, und dah an die Gewalt appelliert werden soll, dann mutz ich sagen: In der Zeit, in der einst die Gewalt ihren machtvollen Appell abhielt, da habe ich manchen nicht gesehen dort, wo er hätte stehen

müssen! (Brausende Zustimmung.) 3 ch habe damals als ein einfacher Wuskelier anstän - big gekämpft (Stürmischer, langanhalten­der Beifall) und mancheheher haben leider zu einem großen Teil damals am Krieg nur verdient.

Ich sehe den Krieg anders an als so manche un­serer Widersacher. Wir sehen im Krieg etwas Schreckliches, nicht weil wir feige sind, sondern weil es so ist: und die sehen im Kriege etwas Schönes, nicht weil sie tapfer sind, sondern weil er ihnen ein schönes Geschäft gebracht hat. (Stürmische Zu­stimmung.) Das sind die Leute, die uns niemals verstehen werden. Wenn sie von Ehrgeiz sprechen, dann meinen sie etwas anderes als das, was wir darunter verstehen.

der jede Not und jedes Leid auf sich nimmt wenn es für dieses Volk notwendig ist. 3ch würde glücklich sein, wenn mein eigenes Denk­mal einmal in der Erinnerung des deutschen Volkes aus nichts anderem bestände als aus einem geschichtlich bestätigten Nachweis einer friedvollen Arbeit. Ich würde mich aber selbst verurteilen, wenn ich diese Arbeit nicht schützen wollte. Denn die andere Welt Deutschland mit gleichem Recht gegenübertritt dann hat sie keinen wärmeren und aufrichtigeren Verbünde­ten als Deutschland! wenn sie glaubt, Deutsch­land das gleiche Lebensrecht verweigern zu können, dann wird sie keinen entschlosseneren Widerstand finden als an Deutschland!

Und dieses Problem ist es, das uns heute be­wegt. Es ist die Frage unseres eigenen Rechtes. Es ist eine Frage, die wir nicht auf die leichte Schulter zu nehmen gewillt sind, son­dern eine Frage, der wir uns verpflichtet fühlen, nicht weil wir irgend etwas wünschen ich habe einen großen Strich zwischen der Vergangenheit und uns gezogen, sondern weil wir nicht als ein ehr- und wehrloser Büttel unter anderen Völ­kern leben wollen. Denn so sehr Deutschland den Frieden will und so sehr er für Europa notwendig ist, so interessiert ist an der Zersetzung vor allem jene Macht, die von einer zerfressen­den Bewegung beherrscht ist, die den Frieden in den Völkern nicht wünscht

und auch außerhalb der Völker nicht will. Da­gegen wende ich mich, und dagegen wehre i ch mi ch! _ e,

Das deutsche Volk hat einst einen Pakt unterzeichnet. Dieser Pakt wurde abgeschlos- sen in einer schlimmen Zeit. Er erforderte von uns sehr schwere Opfer. Rund 14,7 Millionen Menschen, mehr als doppelt so viel wie das König- reich Belgien Einwohner besitzt, mußte nach die­sem Pakt in vollständiger Wehrlosigkeit als of­fene Grenze des Reiches da liegen. Die europäische Frage würde gar nicht existieren, wenn die andere Seite in derselben Erkenntnis und von demselben Gedanken beseelt auch ihrer­seits ähnliche Konsequenzen gezogen haben würde. Solange diese andere Seite ihre Beziehungen tn rein defensiver Natur ausgestaltete, hatten wir nichts einzuwenden. Frankreich besitzt ein Bündnis mit Polen. Allein, es entsprach die- ses Bündnis dem Völkerbund. Ebenso besitzt Frank- reich ein Bündnis mit der Tschechoslowakei. Deutschland selbst hat nicht die Absicht und den Willen, Frankreich anzuareifen, nicht d»e Absicht und den Willen, die Tschechoslowakei anzugreifen, nicht die Absicht und den Willen, Polen anzuareifen! Diese Beziehungen konnten uns daher verhältnis­mäßig gleichgültig sein. Frankreich hat aber nun dieselben Beziehungen nur in veränderter Form mit Sowjetrußland ausgenommen. Sowjet­rußland grenzt nicht an Deutschland, aber es wurde durch einen dritten Staat an Deutschland gebracht.

Wir wissen, was der Bolschewismus will.

Das deutsche Volk wird sich nicht zum zweiten Mal die Finger verbrennen.

And hier erhebe ich mich nun als der be­sorgte Warner des deutschen Volkes. Das das deutsche Volk will, ist kein Geheimnis, was Frankreich will, möchte ich gern wissen. (Star­ker Beifall.) Was aber der Volschewismus will, das ist uns bekannt. (Tosende Zustimmung.) Das haben wir s e l b st erlebt, in unserem eigenen Lande erlebt hier kann mir kein frem­der Staatsmann irgend etwas erzählen. 3m eigenen Lande rückblickend, sehe ich die zahl­losen Vlutopfer, die über dieses Land gingen, sehe ich die Ruinen verbrann­ter Ortschaften, zugrunde gerich­teter Fabriken, sechs Willionen Ar­beitslose. 3d) weiß, was der Bolschewismus will. Wir haben es erlebt Wenn andere Staatsmänner diese Erfahrungen nicht gesam­melt haben, kann ich sie glücklich preisen, hof­fentlich brauchen sie nicht zur selben Erkennt­nis zu gelangen. 3ch weiß, dah jedes Kind sich einmal die Finger verbrennen kann, allein nur die allerunintelligentesten Kinder verbrennen sich an derselben Ofenkante die Finger zweimal. (Stürmischer Beifall und Heiterkeit.) And wir haben uns unsere gründ­lich verbrannt. Wir brauchen hier also keine Erfahrungen mehr zu sammeln.

Ich möchte, daß mein deutsches Volk dieser Ent­wicklung gegenüber nicht wehrlos dasteht. Ich

möchte, daß dieses Volk daher auch nicht offene Grenzen besitzt. Ich glaube, es gibt in Frank­reich unzählige Millionen Menschen, die sicherlich nur in Freundschaft mit Deutschland leben wollen. Wenn sich aber erst einmal diese Welle des Bol­schewismus über Europa ergießen sollte, ist es fraglich, wer die letzten Direktiven er­teilt. Die anderen Staatsmänner werden sogen: Das sind wir!" ich glaube aber, datz es dann Moskau sein wird! (Tosende Zustimmung.)

Wie sieht es denn heute aus in der Welt. Auf­ruhr, Plünderungen und Streik, und Unvernunft landauf und »ab; die Menschen zerfleischen sich ae- genseitig. Es ist ein Krieg aller gegen alle. Deutschland ist demgegenüber eine Insel des Friedens. Wir haben es nicht notwendig, bei uns Fremde an einer Kette durch Deutschland zu führen. Sie sollen doch hereinkommen und sich Deutschland ansehen. (Stür­mischer Beifall.) Wir laden sie ein. Wenn gewisse internationale kommunistische Kreise z. B. im letz­ten Jahr hetzten gegen eine Beteiligung aewisser anderer Länder an der Olympiade, so wissen wir warum. Sie sollen nicht nach Deutschland kommen, damit sie nicht sehen, wie es in Deutschland aus­sieht! (Stürmische Zustimmung.) Sie sollen nicht sehen, daß hier Ordnung, daß hier Ruhe und Frieden herrschen. Sie sollen nicht sehen, daß dieses deutsche Volk heute diszipliniert ist, anstän­dig ist. Sie sollen vor allem nicht sehen, daß es nicht wahr ist, daß dieses Volk auch nur den ge­ringsten Haß gegen Fremde in sich hat

Mr laden die Wett ein: Kommt und seht Euch Deutschland an.

Dir können die Delt einlaben: kommt nach Deutschland und seht euch dieses Volk an! Und sagt uns dann, was euch nicht gefallen hat! Sehl euch dieses zufriedene Volk an, und fagl uns dann, was euch bedrückt, was ihr fürchtet! kein Volk hat mehr Sehnsucht nach Frieden als dieses so arbeitsame Volk, kein Volk kann auch heute mehr Sorgen haben vor dem Ver­lust der Freiheit, als dieses so sehr durch die Erfahrung gewitzigte deutsche Volk. Nein! Deutschland hat nur ein Bestreben: in Ruhe seine Arbeit verrichten zu können! Dieses Volk will von anderen Völkern gar nichts. Es will nach eigener Fasson selig werden.

Wir reden anderen nicht ein, was sie tun sollen. Es ist eine Lüge, wenn man behauptet, daß der Nationalsozialismus anderen Völkern aufoktroyiert werden soll. Wir denken gar nicht daran. Entweder wir glauben an den Wert unseres Regimes oder wir glauben nicht daran. Ich kann diesen besorgten Politikern nur eines versichern: Ich würde am lieb­sten für unser Volk den Nationalsozialismus pa- t e n t i e r e n lassen (stürmischer Beifall), denn wir

sind durch ihn glücklich und auch mit ihm frei ge­worden. Die anderen Völker können sich ihr Leben ordnen, wie sie wollen. Allein unser Leben, das ordnen wir uns selbst. (Stürmische Zu- stimmung.) Jene Macht aber, die überall versucht, sich einzuschieben, ist einzig und allein interessiert an der Zersplitterung der Völker. Wir haben diese Macht am eigenen Leibe ken­nen gelernt, diese Lehre, die nur in Haß und in der Pflege des Hasses besteht. Und darum will ich nicht, daß das deutsche Volk dieser Macht jemals wieder zum Opfer fällt. Nicht, weil es mich persönlich treffen würde ich wäre dann sicher sowieso nicht mehr am Leben, sondern weil ich nicht will, daß das deutsche Volk dieser Macht zum Opfer fällt. Also auch hier gebe ich die Hoffnung nicht auf, daß am Ende di e Vernunft in der Welt trotz allem wieder fein wird. (Beifall.)

Denn was ist heute geschehen? Deutschland hat in der Ueberzeugung, daß ein Vertrag von einer anderen Seite verletzt wurde, diesen Vertrag für sich selbst abgelehnt. Es hat aus dieser Ablehnung die einzig mögliche Konsequenz gezogen, die volle Souveränität Über das Reichsgebiet wieder herzu ft eilen. (Minutenlange Bei­fallskundgebungen.)

3d) will mir im deutschen Volk ein Senkmal setzen.

Ich habe den Ehrgeiz, mir einmal im deut­schen Volk ein Denkmal z u sehen. (Brausender Beifall der begeisterten Massen.) Aber ich weiß auch, dah dieses Denkmal besser l m Frieden aufzustellen ist als in einem Krieg. Wenn wir heute in einen Krieg gesto­ßen würden, dann kostet jede 30-Zentimeter- Granate vielleicht 3000 Wart, und wenn ich noch 1,5 Tausend Wart dazulege, dann habe ich dafür ein Arbeiterwohnhaus. (Stürmi­scher, langanhaltender Beifall.) And wenn ich eine Willion solcher Granaten auf einen Hau­fen lege, dann ist dies noch lange kein Wo- nument Wenn ich aber eine Willion sol­cher Häuser habe, in denen so viele deutsche Arbeiter wohnen können, dann sehe ich mir damit ein Denkmal. (Tosende Zustim­mungskundgebung der Zehntausende, die sich immer wiederholt.)

Mein Ehrgeiz geht dahin, daß wir in Deutsch­land die besten Anstalten für die Erzie- hung unseres Volkes schaffen. Ich will, daß wir in Deutschland die schön st en Stadien erhalten, daß unsere Straßen ausgebaut werden, daß unsere Kultur sich hebt und sich veredelt, ich will, daß unsere Städte ver­schönert werden, ich will auf allen Gebieten des menschlichen Kulturlebens und -Strebens Deutsch­land mit an die Spitze stellen Das ist mein Ehrgeiz! (Lebhafter Beifall.) Ich will, daß d i e Arbeitskraft meines Volkes nicht brach

liegt, sondern daß sie ausgenützt wird, um uns wieder neue Werte zu schenken. Ich will diese Arbeitskraft umsetzen in Schönheit f ü r unser Volk, in Leben und Freude für unser Volk. Ich will dafür eintreten, datz dieses Volk ein m ö g l i ch st sorgenfreies Dasein füh­ren kann! Ich werde eintreten dafür, daß seine Lebensgüter möglich st vernünftig verteilt werden! Allein, ich will nicht, daß ein anderer sich hier einmischt und glaubt, uns irgend etwas nehmen zu können! (To­sende Zustimmung.) Ich lebe nur meinem Volk und die nationalsozialistische Bewegung denkt nur an dieses Volk. Ich lebe nur dem Gedanken an die Zukunft dieses Volkes, sehe vor mir diese un­zähligen Millionen Menschen, die schwer arbeiten und so wenig vom Leben besitzen, die oft so viel mit Sorgen zu ringen haben und denen das Gluck so selten zuteil wird. Die nationalsozialistische Be­wegung will nur diesen Menschen helfen, sie will versuchen, ihr Leben zu erleichtern, es schöner zu gestalten. Sie will zu dem Zweck alle Kräfte der Arbeit, der Genialität, der Organisationskunst in den Dienst dieser Lebenserhaltung stellen.

Allein und hier spreche ich nun als National­sozialist: Ich will nicht, dah jemals das deutsche Volk Sklave eines anderen ist! So wie ich für den Frieden eintrete, fo trete ich ein für das gleiche Recht, fo trete ich ein für die Anabhängigkeit und für die Freiheit meines Volkes. (Stürmische Beifallskundgebun­gen.) Nicht als Schwächling kämpfe ich für das Leben meines Volkes, sondern als ein Wann,

Nichts wird mich zum Verzicht auf die volle Souveränität über das Reichsgebiet zu bewegen vermögen.

Das Deutsche Reich ist eine Großmacht, und eine Großmacht verzichtet nicht auf die Souveränität über 14,5 Willionen Wenschen, wenn nichts dafür geleistet wird. Ich kann hier nur versichern, dah uns nichts, aber auch gar nichts mehr zu einem Verzicht auf diese Souve­ränität bewegen wird. Nicht, weil wir Un­mögliches wollen, sondern weil ich der lleber- zeugung bin, dah überhaupt nur auf dieser Voraussetzung eine neue europäische Ordnung begründet werden kann. Zu dieser neuen Ordnung habe ich aufgerufen. Dir haben der Welt ein grohes Angebot gemacht. Es ist das grohzügigste, das jemals ausgesprochen worden ist, und ich möchte nur hoffen, dah die andere Welt genau so groh denkt und auch handelt, wie wir handelten, indem wir dieses

Angebot stellten.

Ich brauche hier nicht zu versichern, daß vor mir, glaube ich, kein Deutscher dieses An­gebot hätte aussprechen können. Ich kann es tun, weil, glaube ich, das deutsche Volk mir vertraut, daß ich seine berechtigten nationalen Interessen vertreten werde, so oder so. Wenn ich

ein solches Angebot ausspreche, bann weiß es, daß ich nicht preisgeben will, was des deutschen Volkes ist und was es zu fordern das Recht hat. Ich spreche ein solches Angebot aus als der Wahrnehmer der aufrichtigsten Interessen dieses 67-Millionen-Volkes! Ich fühle mich dabei als sein Sprecher, sein redlichster Jnteressen- vertreter. Ich glaube, daß es in seinem Interesse liegt, diesen europäischen Frieden auf lange Zeit zu beqrünben. Ich wende mich mit diesem Angebot an die Welt, indem ihr ihr auf 25 Jahre, d. h. auf ein Vierteljahrhundert den Frieden biete. Es ist dies ein Zeitraum, der über meine Generation hinausreicht. Es wird nicht immer so sein. Es wird nicht immer in Deutschland ein Mann stehen, der 67 Millionen so vor der Welt vertreten wird und in einer so schweren Stunde vertreten kann.

Ich möchte nur hoffen, daß die Welt dieses Angebot begreift und versteht und auch würdigt. Es ist einmal gestellt. Und es wird, wenn es verworfen werden sollte, nie wieder gestellt werden. (Stürmische Zustimmung.) Man soll in der Welt auch nicht sagen: ob es ehrlich ge­meint ist? Wenn es nicht ehrlich gemeint wäre, dann würde ich es nicht in meinem Namen stelle»