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luyal und Sowjetrußland als die nächstinteressierten Mächte aufaefordert, mit ihnen zusammen erneut jede mittelbare oder unmittelbare Einmischung in den spanischen Konflikt abzulehnen. Deutschland Hot im Londoner Nichteinmischungsausschuh immer in diesem Sinne mitgearbeitet an allen Maßnah­men, die eine Unterstützung der Kriegführenden durch fremde Mächte wirksam verhindern konnten. Aber weder Frankreich nach Sowjetrußland haben bisher auch nur das allergeringste getan, um ihre Untertanen zur Innehaltung einer wahren Neutra­lität anMhalten. Eben erst hat der deutsche Bot­schafter von Ribbentrop im Londoner Nichtein- mischungsausschuß energisch gefordert, auch alle For­men der mittelbaren Einmischung, wie den Zustrom von Freiwilligen, die Lieferung von Kriegsgerät und finanzielle Unterstützung zu unterbinden und er hat außerordentlich eindrucksvolle Zahlen ge­nannt, die beweisen, in welchem Ausmaß bereits der Kampf der bolschewistischen Horden in Kata­lonien in Wahrheit von französischen Marxisten und sowjetrussischen Hilfstruppen geführt wird. Ver­mutlich könnte die wirksame Unterbindung dieses ständigen Zustroms an Truppen, Kriegsgerät und Geld aus Frankreich und Sowjetrußland den Sieg der nationalen Waffen über den katalanischen Kom­munismus sehr beschleunigen.

Aber wie wenig ehrlich man selbst in Paris von Moskau ganz zu schweigen die offizielle Neutralitätspolitik meint, geht schlagend hervor aus den von italienischen Blättern veröffentlichten Brie­fen spanischer Marxisten-Emissäre, die mit Mini­stern des französischen Volksfrontkabinetts über Waffenlieferungen verhandelten, wobei man zur Wahrung des Gesichts der offiziellen Neutralität auf den famosen Trick verfiel, die französische pri­vate Rüstungsindustrie für die Lieferungen einzu­spannen, die man den spanischen Marxisten von Herzen gönnte. Das geschah nur wenige Tage, be­vor das Volksfrontkabinett Blum-Delbos mit sei­nem Neutralitätsvorschlag heroortrat. Sollte man in Paris inzwischen ein Haar-in der Suppe gefun­den haben? Es liegen keine greifbaren Beweise für einen Gesinnungswechsel vor. Man fürchtet höch­stens, daß die skrupellosen Neutralitätsoerletzungen am laufenden Bande, die sich Sowjetrußland so­wohl wie Frankreich schuldig machen, weittragende Folgen haben könnten. Denn es dürfte kaum einem Zweifel unterliegen, daß Italien die Errichtung eines Sowjetstaates in Katalonien als Filiale Mos­kaus im Mittelmeer nicht gutwillia hinnehmen würde. Das Ablenkungsmanöver, das die spanischen Marxisten auf Anstiftung Moskaus vor dem Völ­kerbundsrat in Genf inszeniert haben, wird ohne Erfolg bleiben. Der gleichzeitig ergangene französisch­britische Vorschlag zur Verstärkung des Nichtein­mischungs-Abkommens, dem eine Dermittlungs- aktion unter den Kriegführenden in Spanien folgen soll, nimmt im Grunde dem Völkerbundsrat den Wind aus den Segeln. Wieder einmal wird der Rat vor vollendete Tatsachen gestellt und das ge­rade durch die beiden Mächte, die immer als treueste Verfechter des Völkerbundsprinzips aufge­treten sind. Trotzdem bevorzugen sie die Methode direkter diplomatischer Verhandlungen mit den interessierten Mächten und nirgends ist in ihren Vorschlägen vom Völkerbund die Rede. Ob man ihn vielleicht später noch einzuschalten gedenkt, wenn die geplante Vermittlungsaktion zur Beilegung des Bürgerkriegs in Spanien zu einem Waffenstillstand geführt haben sollte, worauf dann nach Ansicht der Franzosen eine Volksabstimmung unter dem Schutz der interessierten Mächte oder vielleicht des Völkerbundes, wie ein Pariser Versuchsballon vor­sichtig vorfühlt über das künftige Regime in Spanien entscheiden könnte, das alles sind Fragen, die heute noch in weiter Ferne liegen angesichts des notorischen schlechten Willens sowohl Frank­reichs wie Sowietrußlands, selbst die im ersten Neutralitätspakt übernommenen beschränkten Nicht­einmischungsverpflichtungen einzuhalten.

Wenn nun die spanischen Marxisten auf Anstiften Moskaus die aus freiem Entschluß souveräner Mächte und unter Berücksichtigung der tatsächlichen Verhältnisse erfolgte Anerkennung der spanischen Nationalregierung durch Deutschland und Italien vor den Völkerbundsrat zerren, so ist die Gefahr nicht von der Hand zu weisen, daß unter der ge­schickten Regie Litwinow-Finkelsteins aus dem spa­nischen Konflikt eine europäische Angelegenheit er­sten Ranges würde, an der sich vielleicht der Brand entzünden könnte, auf den Moskaus Politik unent­wegt hinsteuert. Frankreich und England suchen deshalb diese Sache mit Hilfe ihres neuen Vor­schlags in der Hand zu behalten. Ob ihnen das auf die Dauer gelingen wird, ist bei ihrer Poli­tik des absoluten Treibenlassens gegenüber dem provokatorischen Verhalten der Sowjets im Lon­doner Nichteinmischungsausschuß immerhin frag­lich. Eine wirksame Friedensaktion kann sich nicht auf Abkommen gründen, die zwei der wichtigsten Teilhaber mit dem inneren Vorbehalt schließen, sie nur als Tarnung für ihre Hilfsaktion zugunsten der spanischen Bolschewisten gebrauchen zu wollen. Solange nicht einmal der Londoner Nichteinmi­schungsausschuß zu zeigen vermag, daß er seine begrenzten Pflichten erfüllen kann, besteht wenig Aussicht, daß ein weitergreifendes Abkommen, wie es der englisch-französische Vorschlag skizziert, den Weg zu einer Befriedung Spaniens bietet. An Deutschlands ehrlicher und tatkräftiger Mitarbeit wird es freilich auch dabei so wenig fehlen wie bis­her, aber Aufgabe des britischen Kabinetts müßte es in erster Linie fein, Frankreich sowohl wie Sow­jetrußland zur Innehaltung feierlich übernomme­ner Verpflichtungen zu zwingen. F W. L. DerBölkerbund undGpanien

England

verteidigt den Nichteinmischungspakt.

Genf, 11. Dez. (DNB.) In der öffentlichen Sitzung des Völkerbundes gab derAußenminister" der spanischen Bolschewisten eine lange Erklärung ab, die er dazu benutzte, um Angriffe gegen Deutschland und Italien zu richten. Außer­dem stellte bei Vayo die Behauptung auf, daß seine Auftraggeber den Antrag auf Einberufung des Völ­kerbundesrats nurum des international I e n Friedens willen" gestellt hätten.

Der englische Delegierte, Lord Cranborne be­tonte, der Völkerbund habe nicht für die eine oder andere Weltanschauung Partei zu ergreifen. Die Behauptung del Dayos, das System der Nichtein­mischung habe völlig versagt, wies der englische Delegierte zurück. Es seien zwar Verstöße gegen das Nichteinmischungsabkommen vorgefallen, des­halb fei aber jetzt die Ueberwachung der spanischen Grenzen vorgesehen, die eine Einfuhr von Waffen praktisch verhindern würde, wenn dieses Ueberwachungssystem von beiden Par­teien angenommen würde.

England und Frankreich hätten beschlossen, an beide Parteien in Spanien zur Herbeiführung eines Waffenstillstandes heranzutreten. Beide Länder

Das Unterhaus billigt den Thronverzicht.

London, 11. Dez. (DNB.) Das Unterhaus be­handelte am Freitag in allen Lesungen das Gesetz zur Abdankung König Eduards VIII. Ministerprä­ident Baldwin erklärte, daß das Gesetz nur ehr weniger Worte der Erläuterung bedürfe. Ka­nada, Australien, Neu-Seeland und Südafrika hät­ten ihren Wunsch zum Ausdruck gebracht, in dieses Gesetz miteingeschlossen zu werden. Das Gesetz sei erforderlich, um den König und seine Erben von der Thronfolge auszuschließen. Baldwin streifte dann die Heiratsbestimmungen im königlichen Hause auf Grund des Gesetzes vom Jahre 1772, wonach

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Ministerpräsident Baldwin verläßt das Haus Downingstreet 10, um sich zum Parlament zu begeben. (Scherl-Bilderdienst-M.)

kein Mitglied der königlichen Familie ohne die Zu- timmung des Monarchen heiraten dürfe. Es würde aber selbstverständlich falsch sein, diese Bestimmungen auf den König und seine Nachkommen anwenden zu wollen, die mit der Annahme des Gesetzes jedes Recht auf die Thronfolge verlören.

Der Führer der Opposition, A 11 l e e, erklärte, daß die Labour Party das Gesetz annehmen werde, um dem Wunsche des Königs zu entsprechen und ein Kapitel in der Geschichte Englands zu beenden, das zu den traurigsten gehöre. Ein neues Ka­pitel müsse begonnen werden, und darum wünsche er das Gesetz zu unterstützen. Die Labour Party wolle sich nicht in Diskussionen über Monarchie und Republik einlassen, es müsse aber der Wille des Volkes regieren. Er glaube, daß der Monarchie

ein schlechter Dienst durch gewöhnliche Schmeiche­leien erwiesen werde. Man habe versucht, die Mon­archie mit einem wirklichkeitsfremden Heiligenschein zu umgeben, um eine falsche Ehrfurcht vor dem Thron zu erzeugen. Das habe zu einer Verkennung der tatsächlichen Lage geführt. Er halte es für not­wendig, daß die konstitutionelle Monarchie das gegenwärtige Zeitalter überlebe. Das Kennzeichen der Monarchie von heute solle im Interesse der Krone und des Weltreiches Einfachheit fein.

Der Sprecher der unabhängigen Labour-Gruppe, Maxton, brachte einen Zusatzantrag ein, in dem zum Ausdruck gebracht wurde, daß die Vorgänge deutlich die Gefahr gezeigt hätten, die dem Brittschen Reich daraus drohte, daß alles an einer erblichen Monarchie hinge. Frieden und Wohlstand des Volkes erforderten vielmehr eine republika­nische Regierungsform.

Sir John Simon, der Innenminister, wies die Vorwürfe des linken Flügels gegen die Mon­archie zurück und erklärte, er glaube der über­wiegenden Stimmung des Hauses und des Volkes Ausdruck zu geben, wenn er sage, daß die britische Monarchie, die als Symbol der Einigkeit des Weltreiches gelle, den Stoß verwinden und gestärkt daraus hervorgehen werde, so ernst er auch sein möge. Der Wille des Volkes werde ausschlaggebend sein. Wenn das Gesetz angenom­men sei, werde ein neuer Mann den Thron be­steigen, der schon die Achtung des Volkes gewon­nen habe.

In der weiteren Debatte wurden Fragen der An­sprüche der königlichen Familie und des Vermögens des scheidenden Monarchen kurz berührt. Der Ge­neralrechtsanwall erklärte, daß die Geldmittel aus der Zivilliste und den Einnahmen der Herzogtümer Cornwall und Lancaster stammten. Diese Mittel, die augenblicklich dem König zur Verfügung stün­den, würden an seinen Nachfolger, den neuen König, übergeben, und sobald das Gesetz angenom­men sei, werde König Eduard von dort keine Ein­künfte mehr beziehen. Die Titel, die König Eduard als König trage, würden an feinen Nachfolger über­gehen. Der Ladour-Abgeordnete Lees Smith wollte wissen, welchen Titel König Eduard nach der An­nahme des Gesetzes tragen werde. Der General­rechtsanwalt erroiberte, daß das eine Angelegenheit des neuen Königs fein werde. Auf eine Frage, ob Eduard VIII. das Land verlassen müsse, wurde er­widert, daß kein Grund zu tiefer Annahme vor­liege. Der Antrag Maxtons wurde dann mit der überwältigenden Mehrheit von 403 zu 5 Stim­men abgelehnt.

Ministerpräsident Baldwin dankte König Eduard noch einmal für das, was er für das Land geleistet habe. Er erklärte, daß die Zustim­mung zu diesem Gesetz die letzte Handlung Seiner Majestät sein werde. Er wolle noch einmal zum Ausdruck bringen, daß man sich stets aus vollem Herzen der loyalen Dienste erinnern werde, die König Eduard seinem Lande als Prinz von Wales und während seiner kurzen Regierungszeit geleistet habe.

hätten sich auch an andere Regierungen gewandt, um deren Unterstützung für diese Vermittlungs­aktion zu erlangen. Lord Cranborne regte an, der Völkerbund solle sich zusammen mit vermiedenen bereits tätigen neutralen Organisationen huma­nitären Aufgaben in Spanien widmen. Auch bei einem späteren Wiederaufbau des Landes könne er gute Dienste leisten. Die Delegierten von Frankreich, Neu-Seeland, Polen und der Sowjet­union schloffen sich im wesentlichen den Ausfüh­rungen des englischen Delegierten an. Dann ver­tagte sich der Völkerbundsrat auf Samstagnach­mittag. Man rechnet nicht mehr mit der Ernen­nung eines Berichterstatters oder der Einsetzung eines Juristenausschusses, sondern mit dem Ab­schluß der Angelegenheit durch eine Entschließung, in die die Anregungen des englischen Vertreters ausgenommen werden.»

Anarchie in Katalonien.

Blutiger Terror der feindlichen Brüder unter sich.

Paris, 12. Dez. (DNB. Funkspruch.) Wie das Echo de Paris" meldet, herrscht in Katalonien der rote Terror von Tag zu Tag in immer stärkerem Ausmaß. 300 Anhänger der s e- parati st isch-katalanischen Partei E st a t C a t a l a i s" seien von Mitgliedern der iberischen Anarchischen-Vereinigung erschossen worden, weil sie angeblich gegen dasneue an­archistische Wirtschaftssystem" gearbeitet hätten. Un­ter den Opfern habe sich auch der vor kurzer Zeit auf Veranlassung der Anarchisten von Companys abgesetzte Polizeichef von Barcelona be­funden.

Das Echo de Paris berichtet aus Valencia, daß dort am 4. Dezember anläßlich der Beisetzung eines Kommunisten von einem Fenster des Hauses der iberischen Anarchisten mit einem Maschi­nengewehr auf d i e Menschenmenge ge­feuert worden sei. Hierbei habe es 41 Tote und über 80 Verletzte gegeben. Der Zivil- gouverneur der Stadt habe, um den Frieden zu stiften, kein anderes Mittel gewußt, als durch den Rundfunk die Meldung verbreiten zu lassen, daß bei El Grao nationale Streitkräfte zu landen ver­suchten. Tatsächlich sei durch diesen Trick erreicht worden, daß die Feindseligkeiten zwischen den feind­lichen Brüdern e i n g e ft e 111 wurden und An­archisten und Kommunisten gemeinsam nach dem Hafen eilten, um sich den Nationalisten entgegen­zuwerfen.

England

und das italienischeImverium

London, 12 Dez. (DNB. Funkspruch.)Daily Herald" erwartet in nächster Zeit mehrere Schritte zur Anerkennung des itali"nischen Im­periums. Nach Umwandlung der britischen Ge­sandtschaft in Addis Abeba in ein Konsulat werde der nächste Schritt der Ausschluß Abessi­niens aus dem Völkerbund sein. Die Be­gründung hierfür werde der Umstand sein, daß der abessinische Vertreter in Genf praktisch keine Regierung vertrete. Auf der Vollversamm­lung im Januar beabsichtige die brittsche Regie­rung zum Ausdruck zu bringen, daß es in Abes­sinien zur Zeit keinen Ort gebe, in dem sich eine ordnungsmäßige Regierung des Negus befinde. Wenn auch die Besprechungen über die Anerken­nung der italienischen Oberhoheit sorgfältig von den englisch-italienischen Mi11elmeerverh and -

l u n g e n getrennt gehalten würden, so fei es doch nicht möglich, sie in ihrer praktischen Auswirkung als getrennt anzusehen.

Abschaffung des General­gouverneurs in Irland.

Dublin, 11. Dez. (DNB.) Im irischen Parla­ment brachte am Donnerstag de Valera ein Gesetz ein, durch das der Thronwechsel aner­kannt wird, gleichzeitig aber bestimmte Aende- rungen in der Vertretung der brittschen Krone im Freistaat Irland eingeführt werden. Das Gesetz sieht - die Abschaffung des Generalgou- oerneurs vor. Außerdem sollen Gesetze, die innere Angelegenheiten betreffen, künftig nur noch im Namen des Irischen Frei st a a - t e s und nicht mehr im Namen des K ö - n i g s^verkündet und durchgeführt werden. De Va­lero erklärte, durch dieses Gesetz werde die recht­liche und verfassungsmäßige Lage nicht berührt. Die Verfassung werde lediglich mit der Praxis in Uedereinstimmung gebracht. Der Zusam­menhang mit dem Britischen Commonwealth werde nicht zerschnitten. Er habe die britische Regierung bereits von seinem Vorhaben in Kenntnis gesetzt. Was er vorschlage, sei eine rein irische Ange­legenheit, die nichts mit den anderen Staaten des Britischen Commonwealth zu tun habe. Die Stel­lung des ©eneralgouoerneurs wird ab­geschafft. Seine Pflichten werden an den Spre­cher des irischen Parlaments, des Dail, übertragen, der in Zukunft Gesetze unterzeichnen wird und das Parlament auflöst. Alle anderen Auf­gaben des Staatsoberhauptes werden dem Prä­sidenten des Irischen Freistaates über­tragen. Das Gesetz läßt sich dahin zusammenfassen, daß der König in Zukunft nur noch formell den Irischen Freistaat in auswärtigen Angelegenheiten vertreten, während er im Innern keinerlei Befug­nisse irgendwelcher Art mehr haben soll. Im irischen Landtag wurde das Gesetz mit 79 Stimmen gegen 55 angenommen.

Streitfall in Tsingtau beigelegt.

Schanghai, 11. Dez. (DNB.) Zwischen dem Bürgermeister von Tsingtau und dem japanischen Generalkonsul ist eine Verständigung über die Bei­legung des Streitfalles, in dessen Verlauf japanische Truppen in Tsingtau gelandet worden waren, er­reicht worden. Danach sollen die javanischen Landungstruppen am 15. Dezember zurückgezogen mürben. Der Betrieb in den bestreikten japanischen Spinnereien wird am 14. De­zember wieder aufgenommen. Die Stadt­verwaltung hat zugesagt, die Arbeiterschaft zur Innehaltung dieser Vereinbarung zu veranlassen. Die Entspannuna findet sichtbaren Ausdruck in der Abreise des Vizeadmirals Hasegawa, des neuen Chefs der Dritten iavanischen Flotte, der sich an Bord feines Flaggschiffes nach Schanghai begeben hat.

Wintersonnenwendfeier der SA.

Berlin, 11. Dez. (DNB.) Die SA., die gerade in den letzten Monaten mit einer großen Veranstal­tungsreiheKampfdichter lesen aus eigenen Werken" in ganz Deutschland an die breite Öffentlichkeit getreten ist, hat auch mit revolutionärem Gestal­tungswillen die Formung des altdeutschen Licht­festes der Wintersonnenwende in Angriff genom­men. Außer den in allen Standorten der SA. ge­meinsam mit den Werkscharen stattfindenden

ein Vorbild.

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Der Stabsführer der Obersten SA.-Führung, .^griffei

mcnarbeit finden. Der Stabschef stellte die Bedeu­tung einer engen Zusammenarbeit zwischen CA. und HI. heraus, besonders im Hinblick darauf, dch gerade die Hitlerjugend für die Zukunft das Weck des Führers garantieren müsse. Dieses kamerlü- schaftliche Treffen des Führerkorps der beiden Glie­derungen der Partei gebe für die gesamte Nation

Obergruppenführer Herzog, gab einen fur.yen Ueberblick über den geschichtlichen Werdegang dir

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der Pflege der Kultur besonders hingezogen. bietsführer S ch l i n d e r, der Chef des Amtes |ir die körperliche Ertüchtigung der HI., gab eimtt Einblick in die körperliche Schulungsarbeit der HZ. Ihre Grundsätze werden in der Zukunft für die ganze deutsche Jugend verpflichtend sein. 3um; Schluß sprach der Leiter des Reichsberusswettkamfl- fes, Obergebietsführer Axmann. Im Reichst' rufswetkampf sehe die HI. die Verpflichtung der Jugend, sich zu einem neuen Berufsechos zu te»; kennen. Im Rahmen des Vierjahresplanes fomme der Sozialarbeit der HI. große Bedeutung zu, ba i mehr deng je unsere Jugend zu Oualitätsar» beitem erzogen werden müsse.

WirsindeinVolkvon Soldaten!

NSG. Ulm, 11. Dez. Gauleiter Spreng ir sprach in einer Versammlung der NSDAP, inj Ulm über den Weg des deutschen Volkes von Aek> sailles bis zum zweiten Vier-Jahresplan des Füh­rers: Das deutsche Volk hatte keinen Anlaß, Zu­ständen der Vorkriegszeit eine Träne nachzurv ei­nen, aber es war klar, daß alle anständigen Omt- schen, insbesondere die zurückkehrenden Frontftl- baten sich gegen das System der Judenrepublik non Weimar stellten und sich in der Folge um bin Mann scharten, der mit unerhörter Tatkraft daran- ging, sein Volk aus einem Elend und einer Er­niedrigung zu führen, wie sie zu keiner Zeit in der menschlichen Geschichte ein Volk erlebt habe, i Schwätzer haben uns dabei nicht geholfen, eben Io wenig wie sie uns heute helfen können. Mit Stelz können wir auf niegesehene Leistungen heute be­reits zurückblicken, die Arbeitslosigkeit ist entfdjw dend bekämpft, der deutsche Bauer gerettet und bet Arbeiter zu seinem Recht auf Arbeit wieder zuriöik- geführt worden. Kein jüdischer und fremder Einfluß irgend welcher Art vermag heute noch in Deutlich- land eine Rolle zu spielen und aus einem wehr­losen und entrechteten Volk ist Deutschland roietof eine Nation geworden, die freudig bekennt: Wir sia) ein Volk von Soldaten, das bereit ist, den Frieden,^ Sicherheit und die Entwicklung seines Reiches zu Derlei' digen gegen alle Angriffe, die der ewige Feind jeler Ordnung, der internationale Jude, gegen uns jU entfesseln versucht.

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Feiern am flammenden Holzstoß in btr Nacht des 20. Dezembers, woran sich die gefanu. Bevölkerung beteiligen wird, bringt die Oben» SA.-Führung in Zusammenarbeit mit dem Äuitur. kreis der SA. am Taae des Sonnenwendsestes, den 21. Dezember, eine Rundfunkfeier über alle deutschen Sender. Die von SA.-Standartenführer Gerhard Schumann aeschriebene Dichtung, bie der Musikreferent der Obersten SA.-Führung ver­tonte, wird nicht, wie ursprünglich vorgesehen, un 21 Uhr gebracht, sondern um 2 3 Uhr sich an die Volksgenossen in allen Gauen wenden.

Gemeinsame Führertagung D.I! der HZ. und SA

SA. Der kämpferische Geist war seit jeher untrenn­bar mit der SA. verbunden. Daher läge es auch in der Natur der Entwicklung, daß sie erst vor wenigen Tagen vom Führer ein neues Aufgabengebiet, die Nationalsozialistischen Kampfspiele, zugewiesen erhielt. Diese hohe Aufgabe werde ie heute dank ihrer inneren Stärke und ihrer konse­quenten Haltung meistern. SA.-Gruppenfühm Jüttner wies besonders auf die gemeinfanun Linien der SA. und HI. hin, die schon dadurch ,311m Ausdruck kämen, daß der Iugendführer des Deut­schen Reiches selber aus der SA. hervorgegangen sei. Reichsdramaturg Rainer Schlösser wies be­sonders auf die kulturpolitische Aufgabe der HZ. hin. Ohne Staatsmänner und Künstler bleibe eine Nation um ihr Bestes betrogen, und gerade die , -xi D0] Hitlerjugend, die eine kommende Zeit selbst gestalten werde, fühle sich^ zu den Fragen der Kultur urb nac ins als k

Berchtesgaden, 11. Dez. (DNB.) Am Frei- tag wurde vom Iugendführer des Deutschen Rei- ällf yu ches, v. Schirach, in der Adolf-Hitler-Jugend- A greib

herberge Berchtesgaden die erste gemeinsame Tv- gung der SA. und HI.-Führer in Anwesenheit r® des Stabschefs der SA., Lutze, der Obergrup­penführer- und Gruppenführer der SA., sowie der Obergebietsführer und Gebietsführer der HI er­öffnet. Der Reichsjugendführer gab dem Wunsche Ausdruck, daß dieser Tag einer ernsten Arbeit für die ganze nationalsozialistische Bewegung einen bi- deutenden Schritt nach vorwärts darstellen möge. SA. und HI sollen sich wie bisher auch für die kommenden Jahre in kameradschaftlicher Zusani-

Kleine politische Nachrichten.

Reichsleiter Amann hat dem Stabschef mit geteilt, daß der Zentralverlag der Par« fei zur Bescherung bedürftiger SN Kameraden zu Weihnachten einen Betrag doi 150 000 Mark zur Verfügung stellen könne. J einem zweiten Schreiben an den Reichsführer SS Himmler teilte Reichsleiter Amann mit, daß IM Zentralverlag zur Bescherung bedürftig et SS.-Kameraden einen Betrag von 5000) Mark zur Verfügung stellen könne.

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Der. deutsche Botschafter in Moskau, Graf Dtf der Schulenburg, suchte dieser Tage erntu-' den Volkskommissar für auswärtige Angelegt ' heiten, Litwinow, auf und brachte wiederus die Verhaftung deutscher Reich sang I höriger in der Sowjetunion zur Sprache. fy(rr || Litwinow-Finkelstein war nicht in der ß a (fle, < nähere Angaben über die den Verhafte^ ; im einzelnen zur Last gelegten strafbaren Hard lungen und über den Stand des schwebenden UM' suchungsverfahrens zu machen.

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Das Gericht von Detroit (USA.) hat geßel I 19 Personen die Durchführung eines <5trafgerW I verfahrens beantragt, weil sie bei der Organi' | fierung derSchwarzen Legion" mitty' I helfen haben und an einer Verschwörung, die W|i Bundesregierung stürzen wollte, beteiligt gewe'^U sein sollen. Die angebliche Verschwörung soll et^ll der bewaffneten Mitglieder derSchwarzen gion" vorgesehen haben, sowie die Besetzung Bundesgebäude und Arsenals

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