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Ungarischer Ministerbesuch beim Reichsarbeitsdienst.
Kunst und Wissenschaft
Zum Verbot der Kunstkritik.
NSG. In einer von dem Gaupresseamt und
Landesstelle Hessen-Nassau des Reichsministeriums für Dolksaufkläruny und Propaganda einberufenen Pressekonferenz erläuterte der Landesstellenleiter und Gaupropagandaleiter Muller-Scheld das Verbot der Kunstkritik. Es waren geladen alle Hauptschriftleiter, Kunstschriftleiter sowie deren ständige und freie Mitarbeiter auf allen Gebieten der Kunst. Ferner waren geladen die Landesleiter der Einzelkammern und ihre Referenten, der Intendant des Reichssenders Frankfurt, die Intendanten der Theater, die Leiter der städtischen Kulturämter sowie führende Persönlichkeiten der kultu- rellen Organisationen. Zunächst gab Müller- S ch e l d einen Ueberblick über die Organisation der Reichskulturkammer und ihrer Einzelkammern so-
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Der dritte Verhandlungsia^.
Chur, 11. Dez. (DNB.) Am dritten Derhand- lungstag gibt der Präsident das Wort dem Verteidiger des Angeklagten Dr. Curti. Der 76jährige Verteidiger erklärt zunächst, daß er die Verteidigung mit dem Ernst und der ruhigen Sachlichkeit zu führen beabsichtige, die im Schwerzer Lande eine Selbstverständlichkeit sei und daß er alle die enttäuschen müsse, die erwarteten, der Prozeß werde sich zu einer Abrechnung mit dem jetzigen Regime in Deutschland gestalten. Die Verteidigung
bodens, um hier für viele Volksgenossen neuen fruchtbaren Boden zu gewinnen. An einer anderen Arbeitsstelle sah Minister Kozma die Abteilung 7/95 beim Wegebau im Rahmen einer Aufsiedlung. Dann stattete Ungarns Innenminister der Arbeitsdienstabteilung 3/95 in Nauen einen Besuch ab. Minister von Kozma besichtigte die Unterkunfts- und Gemeinschaftsräume des Lagers und nahm dann im Kreise der Arbeitsmänner das Mittagessen ein. In der Reichsschule des Arbeitsdienstes in Potsdam hielt bann Generalarbeitsführer Dr. Decker einen Vortrag über den Zweck und Aufbau der Reichsschule. Am Abschluß seines Besuches erklärte Minister von Kozma einem Vertreter des Deutschen Nachrichtenbüros u. a.: „Ich nehme von dieser Besichtigung die Ueberzeugung mit, daß der deutsche Arbeitsdienst eine ganz hervorragende Einrichtung ist, die für die Jugend von größtem moralischem Wert ist. Das kameradschaftliche Zusammenleben und -arbeiten dieser Jugend aller Schichten führt zu gegenseitigem Verstehen und der erforderlichen Achtung. Die Jugend lernt im Arbeitsdienst Disziplin und Arbeitsfreude. Die Organisation ist einfach und zweckmäßig. Hier zwischen den Arbeite- männern, bei ihrer Arbeit und ihren Hebungen habe ich sehr schöne Stunden verlebt.
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Der Mordprozeß Frankfurter.
EmigranienIUeraiur als Material lies Verteidigers.
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Wetterbpiickt
des Reichswetterdiensies. Ausgabeort Frankfurt.
Die Umgestaltung der Großwetterlage setzt sich fort. Sie hat über Westeuropa zur Ausbildung einer sich von Nord nach West erstreckenden Tiefdruckrinne geführt. Diese wird voraussichtlich in nächster Zeit auch auf unser Wetter Einfluß nehmen, doch wird sie zunächst bei absteigender Luftbewegung auch in den Niederungen vielfach Aufheiterung herbeiführen. Auf den Berggipfeln herrscht zur Zeit heiteres und verhältnismäßig mildes Wetter.
Aussichten für Sonntag: In den Niederungen noch stellenweise neblig, sonst aufgeheitert und im wesentlichen trocken, bei schwachen, veränderlichen Winden tagsüber etwas milde, nachts Frost.
Aussichten für Montag: In den Niederungen zunehmende Neigung zu Nebel- oder Hochnebelbildung, im ganzen etwas unbeständiger, nachts Frost.
Lufttemperaturen am 11. 12.: mittags 0,8 Grad Celsius, am 11. 12.: abends 1,0 Grad, am 12. 12.: morgens 0,5 Grad; Maximum 1,5 Grad, Minimum heute nacht 0,2 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 11 12.: abends 0,4 Grad, am 12. 12.: morgens 0,4 Grad.
Wintersport-Wetterbericht.
Vogelsberg, Hoherodskopf: Nebel, — 2 Grad, 25 cm Gesamtschneehöhe, Pulverschnee, Ski und Rodel gut. Herchenhainer Höhe: Nebel, —4 Grad, 21 cm Gesamtschneehöhe, Rauhreif, Ski und Rodeln gut.
Taunus, Kl. Feldberg: Heiter, 0 Grad, 20 cm Gesamtschneeehöhe, Rauhreif, Ski und Rodeln gut.
Sauerland. Winterberg: Bewölkt,—4 Grad, 40 cm Gesamtschneehöhe, Pulverschnee, Ski und Rodel sehr gut.
Rhön. Wasserkuppe: Heiter, 0 Grad, 20 cm Gesamtschneehöhe, Rauhreif, Ski und Rodel sehr gut.
son Emigranten und Kommunisten zusammenge- :an, um in der Schweiz eine neue Propa- rufsBetftmi janba gegen Deutschland zu entfalten. Unter der Leitung eines roten spanischen .Konsuls" wurde \ eine Pressekonferenz veranstaltet, in der die be- / Züchtigten früheren Berliner Kommunisten-Rechte- inroäite Apfel und Rosenfeld den Ton angaben. ' Ihre Absicht besteht darin, der Auslandsorganisa- tion der NSDAP, möglichst ein Ende zu bereiten. Der Prozeß Frankfurter ist allerdings der ungeeignetste Auftakt zu einem solchen Feldzug. Da- lAfbhW ,er haben die Kommunisten angebliches Material ivtvumi. lJrU5 Spanien vorgelegt, das die Auslandsorganisa- lion belasten soll. Es wird sich mit diesem Material genau so verhalten, wie mit den anderen Fälschungen dieser jüdisch-bolschewistischen Zentrale. Es ge- mügt der Hinweis, daß der Amtskläger im Prozeß »on Chur, also der Beauftragte des Staates vor Gericht, ganz ausdrücklich die volle Loyalität bes Landesgruppenleiters der Auslandsorganisation ier Partei hervorgehoben hat. Er hat bargetan, »aß diese Gliederung nichts anderes fei, als die Zusammenfassung der Reichsdeutschen zur Pflege gemeinsamer Interessen, die in gar keiner Weise die Belange des Gastgeberstaates berührten. Damit ist das bestätigt, was schon früher die Polizeibehörden über Wilhelm Gustloff festgestellt haben and das der zuständige Bundesrat Baumann im Schweizer Parlament amtlich erklärt hat.
Hauptschriftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. A. XL 36: 11000. Druck und Verlag: Brühl'sche Universitäts- Buch« unb Steinbruckerei R. Lange, K.-G., sämllich in Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit ber Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pf. unb Samstags 15 Pf., mit ber Illustrierten 5 Pf. mehr.
Zur Zeit ist Preisliste Nr. 3 vom 1. Juni 1935 gültig.
Vergebliche Ablenkungsversuche.
Mit dem sonderbaren medizinischen „Gutachten" öe5 Dr. Jörger hat ber Prozeß gegen David Frankfurter das Stichwort gefunden, an das die Verteidigung anknupft, die von dem Weltjudentum Dirigiert wird. Der feige Mord wird als eine spontane Tat hingestellt, die aus „seelischen Hemmungen" des Frankfurter entstand, der in das Verbrechen förmlich bmemgetrieben worden sei, um das Judentum in Deutschland zu rächen.
Zur Fortführung dieser famosen Theorie, die einen Freibrief für alle Meuchelmörder darstellen würbe, wenn das Gericht ihr folgen wollte, sollte Das Plädoyer dienen, das am Freitag der Verteidiger Dr. Curti hielt und das den ganzen Ver- handlungstag füllte. Dieser Anwalt hat es fertig gebracht, einen ganzen Vormittag zu sprechen, ohne Den Namen David Frankfurter auch nur zu nennen. Er ist klug genug, um zu wissen, daß dieser üble Bursche nach dem Ergebnis der Beweisaufnahme jeden Funken von Sympathie in diesem Gerichtssaal eingebüßt hat. Umso stärker ritt Dr. Gurti auf den angeblichen deutschen „Greueln" herum, die zur „psychologischen" Begründung unb Entschuldigung ber Morbtat bienen sollen. Das Plädoyer stellt benn auch ein Sammelsurium aller verlogenen Behauptungen und Entstellungen bar, eine Liederholung aller ©reuellügen, die in der jüdischen und bolschewistischen Literatur angehäuft sind.
Uebrigens sind in Chur in den Buchläden die Schriften dieser Art verschwunden, die Bevölkerung hat begriffen, worum es geht und sie braucht nur die Berichte aus Spanien und aus Sowjet-Rußland zu lesen, um zu wissen, was Greuel sind, so daß die Produkte der Ludwig-Cohn unb Genossen alle aktuelle Bedeutung verloren haben. Nach solchen Ergebnissen braucht das neue Deutschland die Vorlesungen des Dr. Curti nicht tragisch zu nehmen. Sie verfolgen doch nur den Zweck, die aussichtslose Sache eines Meuchelmörders zu retten, der sich bald als „heroischer" Rächer seiner Rasse, bald als ein verzweifelter Selbstmordkandidat, nun aber als eine verfolgte Unschuld hinstellen läßt, die nur dem Zwange einer „inneren Stimme" gefolgt ist, als er auf einer Zigarettenschachtel das Programm des Mordtages aufstellte und auch nicht vergaß, die Pistole in die richtige Tasche zu stecken, der schnell noch eine kleine, aber wichtige Fälschung fertig brachte, als er den Inhalt dieser Niederschrift vor Nericht vom Jugoslawischen ins Deutsche übertrug. Jene Vorbereitungen zum Morde lassen auch die Frage nach den Hintermännern Frankfurters als berechtigt erscheinen, auf die im Churer Prozeß leider nicht genügend eingegangen wurde.
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AUSFÜHRUNG 1937!
Berlin, 11. Dez. (DNB.)Zu Ehren des in Ber- lin weilenden Königlich Ungarischen Ministers des Innern, Nikolaus von Kozma, gab der Reichsminister des Innern, Dr. Frick, am Freitagabend in seiner Wohnung einen Empfang. Diesem Empfang, der die interne Aussprache über Fragen des Gesundheitswesens, der Polizei unb bes Arbeits- bienstes einleitete, wohnten auch bie Staatssekretäre Pfunbtner, Lammers unb Reichsarbeits- führer Hierl, Ministerialdirektor G ü 11 unb mehrere Mitarbeiter von Reichsminister Dr. Frick bei. Am Schlüsse einer Ansprache lud Exzellenz von Kozma den Reichsinnenminister Dr. Frick zu einem Besuch nach Budapest ein. Reichsminister Dr. Frick bankte für bie Einlabung und erklärte, baß er voraussichtlich im kommenden Frühjahr der Einladung Folge leisten werde.
Minister von Kozma lernte den Reichsar- b e i t s d i e n st an allen seinen bedeutenden Stätten, so im« Hause des Arbeitsdienstes in Berlin- Grünewald, in der Reichsschule in Potsdam und an mehreren Arbeitsstellen beim praktischen Einsatz kennen. Eingehend ließ sich Minister von Kozma am anschaulichen Kartenmaterial die gewaltigen Erfolge des Arbeitsdienstes mitteilen, so vor allem das Ergebnis bes letzten Jahre 1935/36. In diesem Zeitabschnitt hat die Ertragssteigerung auf den durch das Werk des Arbeitsdienstes verbesserten Flächen einen Wert von 21 Millionen Mark betragen. 50 000 Hektar wurden den Hochwasserüberflutungen entzogen. Der hierdurch erzielte Ertragsgewinn beträgt 10 v. H. 140 000 Hektar vernähten Kulturlandes wurden entwässert. 125 000 durch Erbteilckng zersplitterten Besitzes wurden zu geschlossenen Wirtschaftsbetrieben zusammengefaßt. 70 000 Hektar Kulturland wurden durch Anlage von 1400 Kilometer neuer Wege erschlossen. 4000 Hektar Land wurden aufgeforstet. 12 000 Hektar wurden durch Kulturpflege einem besseren Ertrage zugeführt. 25 000 Hektar Wald wurden durch 1200 Kilometer Forstwege erschlossen. Der Bau von 6000 Heimstätten wurde durch Baugrubenaushub und Wegebau gefördert.
Nach diesen eindritzksvollen Darlegungen und der Besichtigung einer historischen Ausstellung ging es nach dem Osthavelland. Am östlichen Rande des oberen Rhinluches arbeitet die Abteilung 6/95 des Arbeitsdienstes an der Entwässerung des Moor-
werde sich vielmehr mit dem Motiv der Tat, die er selbstverständlich nicht billige, befassen. Wenn sie aus politischen Dingen Stellung nehmen wolle, so müsse die Verteidigung bekennen, daß sie den Versailler Vertrag als ein Verbrechen betrachte, daß sie Sympathien mit dem gigantischen Kampf Deutschlands um feine Freiheit empfinde, und sie müsse den Dank an Deutschland, dem Lande eines Herder, Lessing, Schiller unb Goethe, für die Güter seiner Kultur, bie besonbers in der Schweiz hoch anerkannt werben, aussprechen.
Die Verteibigung werde das Gebiet ber Politik nicht betreten, obwohl bie Tat insofern politischer Natur sei, als sie sich gegen einen hohen Repräsentanten bes benachbarten Reiches gerichtet habe. Gustloff fei in ben Diensten seines Vaterlanbes gestorben unb bie Verteibigung verneige sich in menschlicher Teilnahme vor feiner Witwe. Als Der- teibiger, erklärte Dr. Curti, fühle er sich aber verpflichtet, bafür einzutreten, baß bie Tat Frankfurters nicht härter beurteilt werbe, als sie es ver-
Zunächst roanbte sich ber Verteibiger bann ber Frage der Stellung Gustloffs in ber Schweiz zu. Er habe einen Druck auf bie Deutschen in der Schweiz ausgeübt im Sinne ber Gleichschaltung. Er habe in bie Souveränität eines Laubes hinübergegriffen, wenn er Davos, besten 7000 Betten zu 40 v. H. burch Deutsche belegt seien, als politisch, ungünstiges Klima erklärte und dadurch erreichte, daß bie Reichsbeutschen ausblieben. Zum angeblichen Nachweis ber Üebertretung feiner Gastpflichten burch Gustloff zieht ber Verteibiger bann bie Interpellation bes Juden Moses Nachmann- Silberroth vom Dezember 1933 im Großen Rat des Kantons ©raubünben heran, die von der Regierung selbst als gegenstandslos abgelehnt wurde, wobei festgestellt wurde, daß sich Gustloff einwandfrei verhalten habe und keinerlei Der stoße gegen das Schweizer Recht und insbesondere nicht gegen das Vereinsrecht zu verzeichnen gewesen seien.
Nack einer Pause wendet sich der Verteidiger dann dem Kapitel „Judenverfolgung" zu, über das er dem Gericht eine 254 Seiten umfassende „D o - kumentensammlung" vorlegt. Aus dieser Sammlung verliest Dr. Curti bann stundenlang Steuerungen führenber Persönlichkeiten bes neuen Deutschland über die Juden, meist nur einzelne Sätze unb kurze Abschnitte, denen oftmals anzumerken ist, daß sie willkürlich aus dem Zusammenhang gerissen sind.
Wenn auch bas Recht ber Verteibigung, alles vorzubringen, was für die Beurteilung Der Motive des Mörders von Belang fein könnte, keineswegs bestritten werden soll, so ist doch festzustellen, bah bas, was Dr. Curti — entgegen seiner Ankündi- gung, sich nicht mit ber Greuelliteratur zu beschäftigen — in dieser Dokumentensammlung über die Behandlung ber Juben in Deutschland zusammengetragen hat, an bie schönste Greuellitera- tur ber Emigranten erinnert. Dem Angeklagten ist von biesem ganzen Material, aus dem doch die feindliche Einstellung bes Mörders gegen das neue Deutschland und feine Vertreter bewiesen werden soll, nur ein verschwindender Bruchteil bekannt.
Die Verlesung dieser unappetitlichen Greuelliteratur jüdischer Emigranten unterbrach ber Präsident durch bie Verlesung eines Telegramms, bas Dr. Hans Hoffmann, St. Gallen, ber Sohn des ehemaligen Bundespräsidenten ber Schweiz Dr. Arthur Hoffmann, an ben Gerichtshof gerichtet. In diesem Telegramm protestiert er entschieben gegen ben Mißbrauch bes Namens seines Vaters durch bie Verteidigung. Der Vorsitzende unterstreicht ausdrücklich den Einspruch, daß der Name des ehemaligen Bundespräsidenten überhaupt genannt werde. Zugleich bittet ber Vorsitzende den Verteidiger, die Verlesung dieser Literatur rinzuschräuken. Die Verlesung nimmt trotz- dem noch ben ganzen Rest bes dritten Verhand- lungstages in Anspruch.
wie über die Bedeutung des Landeskulturwatters unb der ßanbesleiter der Einzelkammern im ©au Hessen-Nassau. Nach einem Ueberblick über bie Le- beiitung ber Presse im Rahmen ber großen naho- nalsozialistischen Kulturpolitik gab der Letter ber Lanbesstelle ausführliche Anweisungen über Die neue unb im Kulturleben aller Völker einzigartige Verfügung bes Herrn Präsidenten ber Reichskultur- fammer Dr. Goebbels. Damit sind auch im ©au Hessen-Nassau bie Richtlinien über bie öffentliche Betrachtung von Kunstwerken aller Art gegeben.
Aus aller Welt.
Sechs Todesopfer eines Linsturzunglücks.
In Grafing (Oberbayern) ereignete sich am Donnerstag ein schweres Einsturzunglück, bei bem fünf Arbeiter unb eine Hilfsarbeiterin ums Leben kamen. Am Markt von Grafing wollte eine Brauerei ihren Keller nertiefen lassen. Währenb ber Bauarbeiten zeigten sich im Gewölbe starke Risse. Der Baumeister gab sofort Auftrag, ben Keller zu verlassen, als ihn ein Arbeiter auf bie Risse aufmerksam machte. In dem Augenblick, in dem die Arbeiter ben Keller verlassen wollten, stürzte bas Gewölbe ein unb begrub acht Personen unter sich. An den Bergungsarbeiten beteiligten sich außer der Feuerwehr auch ber Reichs- arbeitsbienft und Münchener Pioniere. Zwei Der« schüttete Arbeiter konnten, ber eine nach viel- stündiger Arbeit, lebenb geborgen werben. Die übrigen müssen nach Ansicht ber Sachverständigen verloren gegeben werben. Zur Zeit wirb noch an der Bergung der Toten gearbeitet. Zur Linderung der ersten Not hat der Leiter ber Deutschen Arbeitsfront Dr. Ley für bie Hinterbliebenen ber ums Leben gekommenen Arbeiter 5000 Mark gestiftet. Der bayerische Ministerpräsibent Siebert spendete 2000 Mark. Don der Stiftung „Opfer ber Arbeit" gingen 5000 Mark ein.
Drei Knaben ertrunken.
In Aich au bei Feuchtwangen (Mittelfranken) vergnügten sich brei Knaben in ber Nähe bes Feuer- weihers mit Schlittenfahren. Dabei sauste der Schlitten in rascher Fahrt über das Eis des Weihers und brach ein. Die drei Knaben gingen unter unb ertranken, da niemand Zeuge des schrecklichen Unfalles war.
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