Einzelbild herunterladen

Donnerstag, 12. November i9Z6

Nr. 266 Erstes Blatt

186. Jahrgang

Eichener Anzeiger

in der lassen, guten

Welt einen unverkennbaren Eindruck hinter- Polen ist aber jetzt drauf und dran, diesen Eindruck wieder zu verwischen, wenn es

London, 12. Nov. (DNB. Funkspruch.) Die Daily Mail", die an einem britisch-italienischen Ausgleich besonderes Interesse nimmt und durch eine Unterredung mit dem Duce die Erörterung ins Rollen brachte, glaubt näheres über die weitere Entwicklung sagen zu können. Der italienische Bot­schafter in London, Grandi, werde binnen kur­zem nach Rom reisen, um dort Vorschläge zu einer Regelung zu unterbreiten, von der die gesamten Interessen der beiden Länder im Mittelmeer erfaßt werden sollen. Man hoffe in London, daß er von dieser Romreise mit einer brauchbaren Antwort zurückkomme. Die englischen Minister seien davon überzeugt, daß jetzt die Gelegenheit besonders günstig sei, um unter die Periode des Nichtverstehens den Schluß­strich zu setzen. Mussolinis freundschaftliche Ge­sinnung habe in London Eindruck gemacht; man sei voller Hoffnung, daß die Verhandlungen zu einem endgültigen Abkommen führen.

Günstige Atmosphäre für eine Verständigung zwischenRom und London

statthalters Sprenger nach Darmstadt» Der Gauleiter begrüßte zunächst den italienischen Generalkonsul in Frankfurt, Marchesi di Ruf­fan o, dem er seine Glückwünsche zum Geburts­tage des Königs von Italien übermittelte. Das Rhein-Main-Gebiet sei ein Verkehrsschnittpunkt der Handelsstraßen Süd-Nord und Ost-West. Zu allen Seiten habe deshalb dieses Gebiet eine außer­ordentliche Rolle im Wirtschaftsleben gespielt. Seit Generationen habe sich in diesem Gebiet eine Fein­industrie entwickelt, und damit sei es auf den Ver­kehr mit anderen Nationen angewiesen. Der Präsi­dent der italienischen Handelskonföderation, Dr. R a ch e l i, gab seinem Bedauern Ausdruck, daß er nur wenige Tage im Rhein-Main-Gebiet verweilen könne. Er werde aber gern und für eine längere Zeit wiederkommen. Außerdem werde er dafür Sorge tragen, daß italienische Studenten auch nach Frankfurt kämen. Am Nachmittag kehrten die ita­lienischen Gäste nach Frankfurt zurück, um fach- wissenschaftliche Beratungen zwischen den beidersei­tigen Verbänden aufzunehmen.

Wien, 11.Nov. (DNB.) Die Wiener Konferenz der Rompakt-Staaten wurde am Mittwochvormittag mit einem Ted.eum in der Minoriten­kirche aus Anlaß des Geburtstages des Königs und Kaisers Viktor Emanuel eingeleitet, dem alle Konferenzteilnehmer beiwohnten. Am weiteren Vormittag wurden Besuche und Gegenbesuche zwi­schen dem ungarischen Außenminister oonKanya, dem Bundespräsidenten M i k l a s und Bundeskanz­ler Dr. Schuschnigg ausgetauscht. Nach einem Frühstück beim Bundespräsidenten Miklos beaan- nen die Beratungen. Bundeskanzler Dr. Schusch­nigg gab am Mittwochabend in der großen Ga­lerie des Schlosses Schönbrunn ein Abend­essen. Der Bundeskanzler erklärte, es sei der Zweck der Wiener Konferenz, die praktischen Grundlagen der Zusammenarbeit zwischen den Rompaktstaaten zu verstärken und die Lebensmöglichkeiten für die Zukunftsoweit es in unserer Kraft steht und un­seren Raum betrifft", zu sichern. Für die Unterzeichner der römischen Protokolle habe es sich niemals um die Bildung eines gegen andere gerichteten Blockes gehandelt, sondern diese hätten sich vielmehr stets als eine ArtK r i st a l l i s a t i o n s k e r n", als eine neue Gruppierung zu vernünftiger Ge­meinschaft in ihrem Raum betrachtet. Damit aber seien sie wahre Diener am Werk eines dauernden und gefestigten Friedens. Dr. Schuschnigg bat so­dann den italienischen AußenministerSeiner Ma­jestät dem König von Italien und Kai­ser von A e t h i o p i e n" die ehrerbietigsten Glückwünsche der Konferenz zu seinem Geburtstage unterbreitet. Der Bundeskanzler erhob sein Glas auf gutes Gelingen der Konferenz, auf das Wohl des Königs von Italien und Kaisers von Aethiopien, auf das Wohl des königlich-ungari­schen Reichsverwesers, auf eine glückliche Zukunft der italienischen und der ungarischen Nation, sowie auf eine glückliche und friedliche Entwickelung jenes

Raumes,dessen Führung unserer Verantwortung obliegt".

Hierauf gab der ungarische Außenminister von K a n y a seiner Freude Ausdruck über den Umstand, daß die drei Unterzeichnerstaaten der römischen Protokolle innerhalb eines Jahres sich schon zum zweiten Male versammelten, um am Gebäude des Friedens und des Fortschrittes zu arbeiten. Der ungarische Reichsverweser werde bei seinem bevorstehenden Besuch in Rom dem König Victor Emanuel III. persönlich d i e Anerkennung des römischen Imperiums durch Un­garn zur Kenntnis bringen.

Der italienische Außenminister Graf Ciayo führte aus, Oesterreich und Ungarn und Italien hätten Europa ein Beispiel dafür gegeben, wie man mit gutem Willen die grundsätzlichen gegenseitigen Interessen erkennen und sich zu einer konstruktiven Arbeit zusammenschließen könne.Die römischen Protokolle hatten von Anfang an und haben auch jetzt nicht den Zweck, die Staaten, die Interessen im Donaubecken haben, zu trennen oder eine Block­bildung herbeizuführen, sondern vielmehr den Zweck.' gute Beziehungen zu fördern und zu festigen." Graf Ciano erhob sein Glas auf das Wohl des Bundespräsidenten und des ungarischen Reichsverwesers, auf die Zukunft der beiden Na­tionen Oesterreich und Ungarn und auf die Freund­schaft, in der diese mit dem faschistischen Italien treu verbunden seien.

Aus Rom meldet dazu der Korrespondent des­selben Blattes, die Verhandlungen hätten schon begonnen. Man gehe dabei davon aus, daß das gegenwärtige Kräfteverhält­nis der beiden Flotten im Mittelmeer aufrechterhalten werden sollte. Aehnlich äußert sich auchDaily Telegraph". Die Vorverhandlungen über eine umfassende Verständigung entwickelten sich günstig. Wenn auch die Erörterung der Einzel­heiten keine schnellen Fortschritte machen könne, so glaube man doch, daß ein beide Teile befriedigen­des Abkommen erreicht werden könne. Ein Bericht desDaily Telegraph" aus Rom bezeichnet Mel­dungen über einen Besuch Cianos in Lon­don als voreilig. In Rom erkläre man, daß eine Anregung hierzu von der englischen Regierung aus­gehen müsse; der Besuch sei auch nicht vor Dezem­ber möglich.

Gauleiter Sprenger empfing italienische Wirtschastsführer.

Darmstadt, 11. Nov. (DNB.) Italienische Wirtschastsführer, die zur Tagung der Deutsch- Italienischen Handelskammer nach Frankfurt ge­kommen sind, folgten am Mittwoch einer Ein-

die Mittel gefunden werden müßten, damit P o - lens legitime Interessen in dieser Ange­legenheit geachtet werden. Die Minister Beck und Eden sind der Meinung, daß die internationale Zu­sammenarbeit am besten innerhalb des Rah­mens des Dolksbundes aufrechterhalten werden kann, und daß für die Hoffnungen einer europäischen Befriedung nichts verhängnisvoller sein würde, als die anscheinende oder wirkliche TeilungEuropas in entgegengesetzte Lager."

Daily Telegraph", der der englischen Regierung nahesteht, meint, daß Polen im Rahmen seiner Verteidigungspolitik besonderen Wert auf das Bündnis mit Frankreich lege. Polen wünsche die Zusicherung zu erhalten, daß die Groß­mächte bei ihren Verhandlungen über einen West­pakt keine Vereinbarungen treffen, die den Wert dieses Bündnisses beeinträchtigen könnten. Gleich­zeitig sei deutlich geworden, daß sowohl England wie Polen die Mitarbeit Deutschlands bei allen neuen Sicherheitsplänen wünschten, und keine Einkreisung Deutschlands beab­sichtigen.

Bei ihrem Kommentar sieht sichDaily Tele­graph" veranlaßt, eine Meldung des Londoner Korrespondenten derGazeta Polska" wörtlich an­zuführen, in der es heißt:Becks Beratungen mit der britischen Regierung und die freundschaftliche Atmosphäre, in der dieser Besuch stattsindet, geben der Hoffnung neue Nahrung, daß sie zu einer noch innigeren Zusammenarbeit zwi­schen England und Polen führen werden. Man hofft, daß das Resultat in der positiven Zu­sammenarbeit dieser beiden Staaten für den euro­päischen Frieden liegen wird."

weiterhin duldet, daß sich wild gewordene Natio­nalisten in der allerübelsten Weise Danzig und damit Deutschland gegenüber aufführen dürfen.

Der polnische Minisierbesuch in London.

London, 11. Nov. (DNB.) Das Foreign Office veröffentlichte über den Besuch des polnischen Außenministers Beck eine Verlautbarung, in der es heißt: Die Minister Beck und Eden halten es für höchst wünschenswert, daß der Versuch, die Rege­lung der europäischen Probleme zu fördern, weiter verfolgt werden sollte. Ferner wurde Gelegenheit genommen, gewisse Punkte in Verbindung mit dem vorschlageneii Westpakt zu erwägen, an denen Polen ein Interesse hat. Es wurde anerkannt, daß

durchaus klar darüber, daß Polen am besten fährt, wenn es mit feinen Nachbarn in Frieden lebt. Das haben auch polnische Staatsmänner eben erst, das hat vor allem auch der polnische Außenminister Beck in London zum Ausdruck gebracht. Wir fragen die Warschauer Regierung, ob sie vollkommen ver­gessen hat, daß das wesentlichste Element der deutsch­polnischen Verständigung die Unterdrückung der­artiger chauvinistischer Ausschreitungen bildet. So­lange man sich auch in Warschau daran gehalten hat, jede Herausforderung Deutschlands und des Deutschtums zu verhindern, war das Verhältnis beider Staaten zueinander durchaus korrekt. Und dieses korrekte Verhältnis wiederum hat draußen

Die Wiener Konferenz.

Anerkennung des römischen Imperiums durch Oesterreich und Ungarn.

Gorgen der britischen Armee.

Von unserem londoner tbg.-Berichterstaiier.

London, November 1936.

Die englische Politik auf eine Formel zu brin­gen, wäre gleichbedeutend mit dem Versuch der Donalden, Wasser mit Sieben zu schöpfen. Die Engländer selbst wissen und kennen keine Formel. Für sie ist jede Politk in erster Linie eine Sache des Jnsttnkts und der Intuition. Das hat seine guten Seiten, aber auch seine schlechten. Der Instinkt ist nicht immer ein guter Berater. Man gewinnt den Eindruck, daß ein Teil der hohen Beamtenschaft im Foreign Office instinktiv von einem merkwürdigen Fatalismus erfüllt ist, einem Fatalismus in der Richtung, als ob ein neuer Krieg unabwendbar fei. Aus diesem Fatalismus heraus hegt man ein scheinbar unüberwindliches Mißtrauen gegen andere Staaten und gegen die eigene Kraft und Verteidi­gungsfähigkeit. Es macht sich ein inoffizieller Pessi­mismus breit, der sich hemmend für jede großzügige Zielsetzung und Zusammenarbeit auswttkt. Man verzettelt sich in Kleinigkeiten und nichtigen Streite­reien; man ist empfindlich und leicht beleidigt: kurz, man hat das dicke Fell verloren, das den britischen Löwen bisher ausgezeichnet hatte. Den Engländern sitzt anscheinend immer noch der Schrecken in den Knochen, den ifjnen der abessinische Krieg und der Sanktionskrieg der Genfer Liga zugefügt hatte. Es ist für eine stolze Natton schon bitter, die Flotte für durchschlagende Aktionen un­genügend gerüstet zu wissen. Als die britische Mit­telmeerflotte mit nur acht Schuß Munition an Bord für jedes Geschütz vor Malta lag, versiegelte Stan­ley Baldwin seine Lippen. Das Siegel ist jetzt ge­löst, aber das Unbehagen ist geblieben. Um so mehr lag es nahe, den Anlaß dieses Unbehagens aus der Welt zu schaffen. Das ist gleichbedeutend mit einer Aufrüstung, wie sie England selbst vor dem Kriege nicht gekannt hat.

Im Vordergrund der Aufrüstung stehen natür­lich Marine- und Luftflotte. Dies aus grundsätzlichen Ueberlegungen, die sich auf Erfah­rungen aus dem Weltkriege stützen. Die Pläne für die Marine und für die Erweiterung der Luftflotte sind im großen und ganzen klar. Noch nicht entschie­den ist allerdings, wie die Luftwaffe und die Flotte zusammenarbeiten sollen, daß heißt, ob die Luft­waffe eine einheitliche Führung erhalten soll, der dann auch die Flugzeuge der Marine unterstehen. Am allerwenigsten klar aber liegen die Dinge bei der Armee. Auf diese Unklarheit hat dieTimes" kürzlich hingewiesen. Sie deutet dabei an. daß die Rolle der Armee in einem künftigen Kriege in offiziellen Kreisen nicht sehr stark von den Auffas­sungen des Jahres 1914 abweicht. Die Hoffnung auf einen neuen W e ft p a k t hat bisher verhindert, daß sich die zuständigen Stellen gründlicher mit dem Einsatz einer Armee in einem Kriege befaßt haben. Ob nun ein solcher Pakt zustande kommt ober nicht, dieTimes" hält es für die Pflicht der Regierung, bei der Planung der für die Verteidi­gung erforderlichen Hilfmittel mit allen Möglich­keiten zu rechnen, vor allem mit der Möglichkeit, daß Großbritannien noch einmal auf dem Festland intervenieren müßte. Dabei macht das Blatt die be­merkenswerte, allerdings heute mehr historische Fest­stellung, daß die 1914 über den Kanal entsandten britischen Truppen ursprünglich nur für den Schutz Belgiens bestimmt gewesen seien. Die damali­gen britischen Generalstabspläne waren auf diesen Zweck abgestimmt. Der rasche Vormarsch der deut­schen Armeen nach Frankreich hinein zwang dann England, die Truppen auf der französischen Front einzusetzen.

Nun ist es außerordentlich bemerkenswert, daß die neue Politik Belgiens mit ihrer Tendenz zur Wiedererlangung der früheren Neutralität auch die britischen Jnterventionsüberlegungen beeinflußt.In dem angenommenen Falle", so schreibt dieTimes", eines deutschen Angriffes auf Frankreich, wobei Groß-Britannien dem letzteren zur Hilfe käme, wäre es durchaus denkbar, das belgische Territorium als Kriegsschauplatz a u s z u s ch l i e ß e n. Aber selbst abgesehen von dieser Möglichkeit sollte uns die Tendenz der belgischen Politik zum Nachdenken über die neuen Probleme veranlassen, die daraus entstehen würden, daß wir ein Heer auf dem Kon­tinent hätten in einem Kriege, in dem das belgische Territorium, an dem der britische Seeweg voroei- geht, noch neutral wäre und trotzdem jeden Augen­blick einem Angreifer als Durchgangsland dienen könnte." Die Hauptschwierigkeiten aber würden sich

Danzig, 11. Nov. (DNB.) Am Dienstagabend fand in der Sporthalle in Danzig an­läßlich des 18jährigen Bestehens Polens eine von der polnischen Kolonie in Danzig veran­staltete Festlichkeit statt. Der Wirt der Sporthalle hatte für Polizeibeamte, die, wie üblich, aus Sicher­heitsgründen zur unauffälligen Überwachung die­ser Veranstaltung kommandiert waren, ein kleines Zimmer reserviert. In diesem Zimmer steht ein Schrank, in dem sich Symbole und Hoheits­zeichen des Deutschen Reichs und der nationalsozialistischen Bewegung be­finden. Vier Personen der Versammlung machten sich an dem Schrank zu schaffen und beschäftigten sich auch in einer Ecke des Zimmers mit irgend etwas. Da sie sich von einem Kriminalbeamten, der einen Blick in das Zimmer warf, beobachtet fühl­ten, entfernten sich die Personen. Die Feststellung über das Treiben der Personen durch den dienst­tuenden Kriminalbeamten ergab, daß von den Symbolen und Hoheitszeichen des Deutschen Reichs und der nationalsozialistischen Bewegung mehrere zerrissen waren. In der einen Ecke des Zim­mers lag ein Hoheitszeichen, das von den fraglichen Personen sogar in widerlicher Weise be­schmutzt worden war.

Der Leiter der Veranstaltung, Prof. Gawell, der auch Vorsitzender der polnischen Schulmutter ist, wurde hiervon unterrichtet. Diesem war die Angelegenheit äußerst unangenehm und er bat um Feststellung der in Frage kommenden Personen. Es handelt sich hierbei um folgende: Josef H e i m o w s k i, Jan K u r o w s k i und Georg Ozmieski, die sämtlich Eisenbahner sind und in Danzig wohnen. Heimowski gab die Tat in Gegenwart des Versammlungsleiters zu. Die anderen Personen wurden von Heimowski als Mit­täter bezeichnet. Der Name der vierten Person konnte leider nicht festgestellt werden, da er von den Tätern nicht verraten wurde. Nachdem der Sachverhalt geklärt war, wurden die drei Personen entlassen. Der Leiter der Veranstaltung bat den Kriminalbeamten wiederholt, die ganze Angelegen­heit an Ort und Stelle gleich mit Geld gutmachen zu wollen, damit nichts an die Öffentlichkeit ge­lange. .

Der nationalsozialistischeDanziger Vor­posten" schreibt dazu:Das Vorgehen der vier Polen zeigt mit aller Deutlichkeit, welche Früchte dieHetze derpolnischen Presse und ihre unverantwortliche Berichterstattung über Danzig unter den wenigen Polen im Freistaat trägt, welche Verwirrung d e r Gemüter die p o l n^-s ch e A g i t a t i o n der letzten Zeit in diesen Kreisen angerichtet hat. Die wenigen Polen, die es im rein deutschen Freistaat gibt, glauben wahr­scheinlich, jetzt der deutschen Bevölkerung alles bie­ten zu können. Sie streben eine völlig ungerecht­fertigte Erweiterung ihrer Rechte an und m i ß - brauchen gleichzeitig auf das Unverschäm­te st e das Gastrecht, das ihnen hier im Frei­staat gewährt wird. Das Vorgehen, das sich die vier Polen gestern abend in der Sporthalle zu­schulden kommen ließen, bedeutet einen Schlag ins Gesicht verdeutschen Bevölkerung Danzigs. Wir fordern daher, daß die Schuldigen so streng bestraft werden, wie es die Schwere ihres Vergehens erfordert. Darüber hinaus ist aber an­gezeigt, auch dafür zu sorgen, daß denjenigen Kräf­ten das Handwerk gelegt wird, die durch ihre Agitation den Boden für solche Vergehen vor­bereiten, wie sie sich die Polen am gestrigen Abend in der Sporthalle zuschulden kommen ließen. So also stehen die Dinge: Während die polnische Presse völlig ungerechtfertigte Angriffe gegen Danzig richtet, während sie unbegründete Forderungen er­hebt und die Welt mit Falschmeldungen über eine Terrorisierung der polnischen Minderheit in Danzig überschüttet, gestattet sich die angeblich so unmensch­lich verfolgte polnische Minderheit in Danzig Über­griffe, die andieEhre des deutschenFrei- staates und seiner deutschen Bevölke­rung rühren. Wir verlangen, daß Danzig für dieses Vergehen der Polen von polnischer Seite in jeder'Form Genugtuung gegeben wird.

*

Das Treiben der Polen in und um Danzig nimmt allmählich einen gefährlichen Charakter an. Zu der Ausbeutung des Schöneberger Dorf­krachs durch die polnische Presse trat am Sonn­tag eine Demonstration in Gdingen, in der kurz und bündig die Wegnahme Danzigs ge­fordert wurde. Jetzt liegt eine Meldung vor, die über eine schamlose Besudelung r elchsdeutscher Hoheitsabzeichen, die gleichzeitig auch die Hoheits­abzeichen der Partei sind, berichtet. Die polnischen Täter sind festgestellt worden, sie haben m Gegen­wart eines maßgebenden Polen in Danzig ihre Untat zugegeben. Das Treiben der polnischen Hetzer geht nun schon über zwei Wochen. Warschau hat Dister zu dem provokatorischen Auftreten der polni­schen Presse und jener Elemente, die offenbar im ganz besonderen Auftrag die Deutschfeindllchkett Polens unterstreichen wollen, geschwiegen. Was würde aber Warschau, was wurden die Polen sagen, wenn wir nun in der gleichen Weise zu Werke gingen? Binnen kurzem wurde das deutsch-polnische Verhältnis höchst bedrohliche Formen annehmen, was für Polen ganz gewiß nicht von Vorteil ist. Man ist sich in Warschau

polen beschmutzen in Danzig Hoheitszeichen des Reichs und der Bewegung

Ltngeheuerliche Auswirkung der polnischen preffehetze.

ladung des Gauleiters und Reichs« ' ~ ch Darmstadt»

den italienischen

Erschein tügltch, auh« jmw A ä Annahme von Anzeige«

Sonntags und Feiertag» Wl für die Mittagsnummer

Beilagen: Die Illustriert, f A kjk ▲▲ ▲▲ A AA bis 8'/,Uhr des Vormittag»

MZ ow hCict zmwcr MZZ

VzlVI|VllV< SS«»»

von einzelnen Nummern Ermässigte Grundpreise:

infolge höherer Gewalt f < Stellen-, Vereins-, gemein«

jsksä. AmrOtiteuier fnr (Iwrnoffon ssss

SffÄSttt wjviiuui-aiijviyvi |ui wuvufvgvn ssss*

Postscheckkonto: . . , behördliche Anzeigen 6Rpf.

8ranlsurt am Main llßse Druck und Verlag: Vrühl'sche UniversttatrVuch- und Stcinömderei R. Lange tn Gießen. zchristleitung und Geschäftsstelle: Schulstrahe 7 Mengenabschlüsse Staffel b

len Optiker un Babnbot Lieferant

. Nov 19$ $ss» »rstemerunA -LH

g, toOi 3 eie»1'

t-SSS

CsS; ÄS M

lN'1

U)L . 9ute Opji Iprun»

L

>'L- veit dem «um

en.

11 3gb. i;2

Nieder- W erneut 3r.uPPe Tie, > Ledig. >5 Stur. Gelegenheit k°nd. Die auch m der iroe.

ld- 4:2. Die ferste. Tie seicht seid, ch vor allen Ausdruck zu

1. Schüler gezwungen 5 von vorn, geglichenheit w diesem len würden.

®egen den am 29. Mai wohnhaft in Zeit in Sao 1 Finanzamt chlsteuer im ? u e r ft e rf, nif die Auf- Zen, falls et estzunehmen -sluchtsteuer- )ter des Be» nzufiihren

im.

30: FriWn« 8.30: Musik eginnen. 10: ': Landfunk. L 13: Nach. 13.15: Mit- chlager, die r gern mit« berschlesiens )-. Unterhal-

YLW.

w Schassen), s. 19.40: Der : Nachrichten, olksmusik. 21: e (I). Eine 2: Nachrich- achrichten der 23: Konzert. iis 2: Nacht- nei Auszügen

DerbW ber MMflbei.

me, Beeren- bcerlträucher, Hecken- und Men Flieder »iswert osiii w : Straße 67.