verdiene Unter-
iu bewahren wußte,
er Bundesrat wolle den Wünschen des
gen würde.
o r n.
von Star-
lener Presse
Misch-konmmmMche Demonstration in London
Italien ist für alle Fälle gerüstet.
Mussolini berichtet über den Stand der italienischen Wehrmacht.
Der Kampf um die Hauptstadt Die Elektrizitätsbelieferung Madrids in den Händen der nationalen Truppen.
Paris, 10. Okt. (DNB.) Im Kampfabschnitt Avila haben, wie der Sender La Eoruna mitteilt, nationale Abteilungen der Ortschaft El-Tiemblo be- setzt, in der sich die Alberche-Stauwerke befinden, die Madrid mit elektrischer Kraft beliefern.
Oie Auslösung des Heimatschuhes in Oesterreich.
Dinge beschleunigt hätten.
Starhemberg im Ausland
Oie Trauerseier sür Gömbös.
Ministerpräsident Göring als Vertreter des Führers im Trauerzug.
polizeirecht.
Em Ausschuß der Akademie für Deutsches Recht.
Berlin, 11. Okt. (DNB.) In Gegenwart
ausdrückliches ______ ,.....
bie öffentliche Stellen bekleiden, diese Stellen auch | weiterhin zu behalten.
London, 12. Okt. (DNB.) Im Londoner Ostend kam es am Sonntag zu neuen Zusammenstößen. Kommunisten und Juden veranstalteten eine, (3 e - genkundgebung gegen den Faschisten- marsch am vorhergehenden Sonntag. Die Demonstranten, die sich von Tower Hill mit roten Fahnen und antifaschistischen Zeichen in Bewegung setzten, waren von Hunderten von Schutzleuten zu Fuß und zu Pferde begleitet. Auch in den Seitenstraßen waren starke Polizeiaufgebote aufgestellt worden.
Die ersten größeren Zusammenstöße ereigneten sich, als die Demonstranten im Viktoria-Park eine Massenkundgebung veranstalten wollten. Ein Teil der Zuschauer versuchte, gegen die Kommunisten vorzugehen. Berittene Polizisten schritten jedoch ein und stellten nach kurzem Handgemenge die Ordnung wieder her. Beim Abmarsch der Demonstranten kam es zu neuen Zwischenfällen. In mehreren Straßen entwickelten sich Reibereien zwischen den Kommunisten und Zuschauern, die zum Teil die Hand zum Faschistengruß erhoben, faschistische Lieder sangen und riefen: ,,Wir wollen die Juden los werden." Als die Kommunisten die Internationale sangen, wurde ihnen mit der englischen Nationalhymne geantwortet. In einer Straße ritt die Polizei in die Menge hinein, um einen Zusammenstoß zu verhindern. Dennoch kam es zu einem offenen Gefecht. Die Polizei mußte schließlich mit dem Gummiknüppel vorgehen. Mehrere Personen wurden verletzt. Die Demonstranten wurden schließlich von der Polizei gezwungen, ihre roten Wimpel abzuliefern. Diese wurden auf einen Kraftwagen gepackt und unter polizeilichem Schutz abbefördert. Gegen Abend wurde der Kundgebungszug durch ruhigere Straßen abgelenkt und löste sich später ohne weitere Zwischenfälle auf. Während der kommunistischen Kundgebungen wurden in einer Straße des jüdischen Viertels Whitechapel bei mehreren jü- dischen Ladengeschäften die Fenster eingeschlagen.
In Cambridge Wells ereigneten sich am Samstagabend ebenfalls Zusammenstöße zwischen Faschisten und Kommunisten. Ein Faschist wurde von seinem Motorrad heruntergerissen und auf die Straße geschleudert. Ein starkes Polizeiaufgebot stellte die Ordnung wieder her. Anläßlich einer Faschistenkundgebung kam es auch in Liverpool am Sonntagabend zu ernstlichen Zusammenstößen im Innern der Stadt. Die Polizei mußte mit Gummiknüppeln oorgehen. Mehrere Personen wurden verletzt. Die Polizei verhaftete einige Kommunisten.
Wien, 10. Okt. (DNB.) Wie man hört, ist Fürst Starhemberg Samstagmittag plötzlich aus Wien a b g e r e i st. Er begibt sich ins Ausland, doch weiß man vorläufig noch nicht wohin. In einem Aufruf an den ehemaligen Heimatschutz sagt er u. a.: Bleibt unter allen Umständen, was immer geschehen möge, besonnen und kaltblütig. Laßt euch unter keinen Umständen zu irgendeiner ungesetzlichen Handlung, zu irgendeinem Widerstand gegen die Behörden des Staates verleiten. Befolgt die Anweisungen der staatlichen Behörden und der staatlichen Organe. Wer in dieser schicksalsschweren Stunde etwa vorhandene Stimmungen dazu mißbrauche, um gegen den Staat und feine Behörden aufzuhetzen, der ist ein Verräter und ein Verbrecher am Vaterland und am Heimatschutzgedanken. Im Vollbewußtsein meiner Verantwortung für euch und für den Heimatschutzgedanken erteile ich diese Warnung nicht aus Schwäche und nicht aus Aengstlich« keit. Auf mein ausdrückliches Ersuchen bleibt weiterhin der Bundesminister unser Kamerad Dr. D r a x- l e r in der österreichischen Regierung. Auf mein
hunderte zi stützung. D romanischen Volkes entgegen kommen. Die Unterscheidung zwischen Landes« und Amtssprache in der Verfassung bedinge jedoch, daß vorsichtig vorgegan-
deshalb für den Frieden und wappne sich zugleich durch die geistige und materielle Vorbereitung gegen jede Ueberraschung. „Voce d'Jtalia verweist auf die unter!röH^en Strömungen, die für die Ordnung Europas gefährlich werden könnten. Diese bedeutsamen Anzeichen stellten jede verantwortliche Regierung vor die weder gesuchte noch erwünschte, aber trotzdem nicht weniger vorhandene Möglichkeit einer kriegerischen Auseinander- s e tz u n g. Stark sein heiße in solchen Fällen auch unabänderlich ruhig bleiben. Alle Welt rüste, während Genf dem Tode geweiht sei und unter Jntri- gen die letzten Hoffnungen verräterisch preisgebe, mit denen der Völkerbund aufgebaut worden sei. Italien, das im eigenen Lande wie in seinen afrikanischen Imperien für lange Zeit Aufbauarbeit leisten wolle, habe die Pflicht, sich zu rüsten und solange wie möglich am Frieden Europas mit G e - wehr bei Fuß mitzuarbeiten. Im übrigen reichten für die neuen Rüstungen die finanziellen Mittel Italiens, wie sie mit den neuesten Maßnahmen be- schafft werden könnten, vollkommen aus.
Die militärische Organisation Italiens, so führt die „Tribuna" aus, schützt Italien vor denen, die heute die Welt auf den Weg ungesunder politischer und sozialer Störungen treiben wollen. Das faschistische Italien zeige mit seinen Rüstungs- Vorbereitungen den eisernen Willen, sein Recht und fein Geistesgut zu verteidigen. Für diese Ziele habe die Nation g r o ß e O p f e r auf sich genommen, die in der Zukunft reiche Früchte tragen werden. In Europa lägen dieKräftederAuflöfung und eines bedenklichen Nichtoerstehens auf der Lauer. Man könne sagen, daß fast kein Tag vergehe, an dem nicht ein neues Manöver gegen Öen Weltfrieden zu verzeichnen sei. Wer daher wie Italien das vollkommene moralische und soziale Gleichgewicht und die wahre Dolksgeme in schäft erreicht habe, habe auch das Recht, die Waffen zur Verteidigung dieses unermeßlichen Schatzes gegen jede Hinterlist und Gefahr bereit zu halten.
als Graf Julius Karolyi Ministerpräsident wurde und die Ministerpräsidentschaft später bann auf Julius von Gömbös überging. Bei ber Neugestaltung des Kabinetts im Jahre 1935 würbe Daranyi Ackerbauminister. Ihm ist bie Schaffung bes neuen Forst- unb Sieblungsgefetzes zu verdanken.
Ordensauszeichnung für Göring.
Budapest, 11. Okt. (DNB.) Der ungarische Reichsverweser, Admiral v. H o r t h y, hat dem Ministerpräsidenten Generaloberst Göring das Großkreuz des ungarischen Verdienstordens, des höch- ten Ordens Ungarns, verliehen. Göring hat Sonn- ag vormittag mit seiner Begleitung Budapest im Flugzeug wieder verlassen. In der Oeffentlichkett hat es einen tiefen Eindruck gemacht, daß der Ministerpräsident es sich nicht nehmen ließ, die sterbliche Hülle des verstorbenen Ministerpräsidenten Ungarns, im Trauerzuge bie lange Strecke vom Reichstag bis auf den außerhalb von Bubapest gelegenen Korepeser Friedhof zu begleiten unb bem Ministerpräsibenten Gömbös noch am Grabe bie
Wien, 11. Okt. (DNB.)
Der Heimatschutz, ber feit einem Jahrzehnt im Doroergrunb bes politischen Lebens in Oesterreich stanb, ist verschwunden, Fürst Starhemberg ist ausgeschaltet. Die Auflösung ber Wehroer- bänoe trifft praktisch nur ben Heimatschutz. Die Auflösung ber o st märkischen Sturmscharen unb des Freiheitsbunbes, bie beide Dr. Schuschnigg unterftanben, ist politisch bebeu- tungslos, ba sie die Zielrichtung des Bundeskanzlers verfolgten. Ueberbies finb alle ihre Mitglieder bereits zu ber im Mai b. I. gegrünbeten Miliz ber Vaterlänbifchen Front übergetreten. Diese Entwicklung bahnte sich im Mai b. J^ an. Dr. Schuschnigg zwang damals ben Fürsten Star- Hemberg zum Austritt aus ber Regierung unb grünt)ete gleichzeitig bie freiwillige Miliz der Vaterländischen Front, in bie alle Mtt- glieber der Wehrverbände eintreten konnten. Während die Mitglieder der ostmärkischen Sturmscharen und des Frecheitsbundes diesem Rufe sofort folgten, waren bie Heimwehren entschlossen, ihre Organisationen nicht preiszugeben. Es bestaub also n e - ben ber Vaterländischen Front, die nach dem Wunsche Dr. Schuschniggs bie einzige politische Organisation bilden sollte, noch der H e i m ätsch u tz , der unter Führung des Fürsten Starhemberg eine eigene persönliche Zielrichtung verfolgte.
Diese Lage drängte 3ur Klärung. Man glaubte im Lager der österreichischen Regierung den Augen- blick für gekommen, als sich in ber Heimwehr Spaltungserscheinungen zeigten. 23er- hanblungen mit Starhemberg scheiterten. Starhemberg berief seine Minister daraufhin aus bem Kabinett. Schuschnigg entschloß sich, bie Wehrverbänbe aufzulösen Es gelang ihm auch, bie Heitmatschutz- Minister Baar-Bahrenfels unb Dr. Drax- l e r von ber Notwenbigkeit ber Konzentration, der Kräfte zu überzeugen. Diese sagten sich Hemberg los. Die Kommentare ber Wo zu ber Auflösung ber Wehrverbänbe betonen bie Konzentration ber Kräfte unb die Be- y« —1
feitiqung des Dualismus in der Staatsführung. Die ausdrückliches Ersuchen haben sämtliche Kameraden, christlichsoziale Reichspost schreib», die österreichisch-1 "’>*
Bevölkerung hätte nie verstanden, wenn der Bru-
derkamps im Heimatschutz zugelassen worden wäre. Niemand könne auf die wertvolle Kraft verzichten, die in den Heimatwehrformationen versammelt finb. Sie ben Aufgaben einzuorbnen, bie noch größer finb als bie bisherigen, fei bie Bestimmung der Frontmiliz, die in enger organischer Verbindung mit dem Bundesheer zu stehen hat. Die Wiener Neuesten Nachrichten meinen, daß der Schwerpunkt der amtlichen Erklärung, abgesehen von ber schon lange erwarteten Auslösung ber Wehrverbände dort liege, daß die Minister nun keiner anderen Bindung mehr unterliegen als der ihrer verfassungsmäßigen Berufung durch den Bundespräsidenten. Die amtliche Wiener Zeitung stellt fest, baß bie unerfreulichen persönlichen Aus- einanbersetzungen im Heimatschutz ben Ablaus der
Rom, 10. Okt. (DNB.) Im Ministerrat machte Mussolini als Wehrminister Mitteilungen über den in der jüngsten Zeit erreichten Stand der militärischen Vorbereitungen Italiens. Danach konttolliere das Generalkommissa- riat zur Herstellung von Kriegsmaterial 12 0 0 Industriebetriebe. Angesichts der Dringlichkeit gewisser Lieferungen, insbesondere für die Luftwaffe unb die Kriegsmarine, werde in vielen dieser Betriebe 60 Wochen stunden gearbeitet. Für den Bau von neuen Lusthäfen in ber Poebene, ferner entlang der adriatischen und der tyrrhenischen Küsten sowie auf Sardinien und Sizilien feien 140 Millionen Lire bereitgestellt worden. Mit ben Arbeiten werde noch im Oktober begonnen. Die Tagesproduktion im Flugzeugbau solle noch gesteigert werden. Neue große Fabrikanlagen werden auf den ausschließlichen Flugzeugmotorenbau umgestellt. Die Zahl ber Schüler ber Fliegerakademie in Caserta werde noch in diesem Jahre verdoppelt. Die Vermehrung der Luftwaffe werde planmäßig vollzogen. Für die Kriegsmarine fei eine E r • Höhung der Effektivbestände auf 60 000 Mann im Gange. Mehrere neue SchifFeinheiten werden in ben italienischen Wersten gebaut Die Neuausrichtung bes Landheeres werde nach dem zeitlich festgesetzten Programm vervollständigt. Auch das Kolonialheer sei in Bildung begriffen. 26 000 Freiwillige hätten sich für die vor einem Monat geschaffene neue Division der „Grenadiere von Savoyen" mit Garnison in Addis Abeba gemeldet. Außerdem werden 30 Bataillone Schwarzhemden zur Ablösung ber aus Ostafrika zurückkehrenden Schwarzhemden-Divisionen in das Kolonialheer eingegliedert.
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Die römische Sonntagspresse verzeichnet mit Genugtuung die starke Beachtung, die die Erklärungen Mussolinis gefunden haben. Uebereinftimmenb wird betont, daß Italien ben Frieden wolle, aber den Krieg nicht fürchte. Es arbeite
letzte Ehre zu erweisen. Nach dem Abschluß be* Beisetzung sprach Generaloberst Göring ber Witwe bes Ministerpräsibenten Gömbös sein herzliche, ~ - - »8 Viel bemerkt wurde, daß Deutschland
vierte Landessprache anerkannt werde, wobei jedoch Deutsch, Französisch und Italienisch bie einzigen amtlichen Sprachen bes Lanbes bleiben sollen. Die Bundesregierung sieht die Freiheit ber Muttersprache als ein unantastbares Recht an. Das Ro» manisch sei eine selbständige Sprache, und die Versuche, daraus einen lombardischen Dialekt zu machen, seien wissenschaftlich abgetan. Ein Volk von 40 000 Seelen, das seine Sprache durch die Jahr-
Beileid aus. Viel bemerkt wurde, daß Deutichiano eine besonders zahlreiche MUitärabordnung entsandt hatte, der drei Generale, ein Admiral unb zahlreiche höhere Offiziere angehörten. Als ein Zeichen wahrhaft freundschaftlicher Verbundenheit ist es empfunden worden, daß Ministerpräsident Goring die beiden Oberförster, die dem verstorbenen Mimster- Präsidenten Gömbös in den deutschen Wäldern auf den Hirsch geführt hatten, als Ehrengeleit dem Son- derzuge, der den toten Ministerpräsidenten m die Heimat brachte, zukommandiert hatte. Im Auftrag, des Reichsjägermeisters und der Deutschen Jagerschaft hatte der Oberstjägermeister Scherprng zwei Eichenlaubkränze an bem Grabe nieberaelegt. Die bie Inschrift trugen: „Dem lieben Jagbfreund ber Deutsche Reichsjägermeister" unb „Dem großen Weidmann — Die Deutsche Jägerschaft". Ministerpräsident Generaloberst Göring war Samstag abend mit seiner Begleitung Gast des neuen Ministerpräsidenten Daranyi oeim Abendessen.
Fall die Erfüllung eines Rechtsaktes der Gemeinschaft, niemals der Ausdruck eines willkürlichen Verhaltens. Das P o li z e i d i e n st re ch t werde zum Inhalt haben, die Zusammenfassung aller rechtlichen Regelungen, die die persönliche Stellung und die Rechtsstellung der Polizeiangehörigen betreffen. Es umfasse die klare Fundierung des polizeilichen Vorgehens bis zur kleinsten Aktion.
Prof. Dr. Höhn berichtete über dieWandlun- gen des Polizeirechtes. Reichsführer SS. und Chef der deutschen Polizei Himmler erklärte, die Polizei sei ein Instrument zum Schutze des deutschen Volkes im Innern und werbe sich auf den Begriff Solbat unb Beamter aufbauen müssen. Daraus müsse ein solb a tisch e s Beamt e n t u m entwickelt werben. Die Polizeweam- ten müßten in einem Geist erzogen werben, baß sie vom Volk als Freunb unb H e l f e r eines jeden einzelnen Volksgenossen angesehen würden.
Der Präsident der Akademie, Reichsminister Dr. Frank, hat zu Mitgliedern des Ausschusses berufen: Vorsitzender: Ministerialrat SS.-Standar- ten-Führer Best: stellvertretender Vorsitzender: SS.-Sturmbannführer Prof. Dr. Höhn: Mitglieder: Staatssekretär S t u ck a r t, Prof. D a h m - Kiel, Professor R i 11 e r b u s ch-Kiel, Polizeipräsident F r o b ö s e-Danzig, Regierungsrat Dr. Klopfer, Ministerialrat Eickhofs, SS.-Sturmbann- sührer Müller vom Sicherheits-Hauptamt ber SS., Oberregierungsrat Rebe und Regierungsrat
Der gleiche Sender meldet die Einnahme einer Ortschaft 17 Kilometer vor Esvorial, die Zerstörung des Eisenbahnknotenpunktes Aranjuez durch nationale Flugzeuge unb wirksame Luftbombardements gegen Malaga, Alicante, Barcelona und Bilbao.
Der kürzlich durch nationale Flieger auf den roten Ministerpräsidenten Caballero unternommene Angriff, als er von einer Besichtigung in Aranjuez im Auto auf der Heimfahrt nach Madrid war unb von nationalen Fliegern gesichtet wurde, die seinen Wagen dann sofort bombadierten, so daß er sich unter eine» Brücke verbergen mußte, hat für die roten Flieger des Flughafens Getafe sehr üble Folgen. Die in den Diensten ber roten Volksfront stehenden Flieger wurden zum Tode verurteilt, da man behauptet, daß sie die feindlichen Maschinen, die das Leben Caballeros in Gefahr brachten, wohl von ihrem Startplatz aus rechtzeitig genug gesichtet hatten, ohne indessen aufgeftiegen zu sein, um die feindlichen Flieger zu vertreiben. Die rote Regierung glaubt, Beweise dafür zu haben, daß dieser Uebersall auf den Wagen Caballero* aufgrund verräterischer Angaben aus ihren eigenen Kreisen erfolgt ist .Man spricht von einem wohlorganisierten nationalen Spio» nagebienft unb bisher unbekannten Rablose n b e r n, die alarmierenbe Nachrichten verbreiten unb ben nationalen Truppen wichtige Hinweise geben.
Kleine politische Nachrichten.
Der beutsche Botschafter beim Quirinal, von Hassel, hat im Auftrage bes Führers unb Reichs- kanzlers bem italienischen Staatssekretär General Valle unb bem General ber Luftwaffe, Pelle- g r i n i, ben Stern bes Ehrenzeichens bes Deutschen Roten Kreuzes, sowie mehreren Offizieren ber italienischen Luftwaffe bie Erste Klasse unb bas Verbienstkreuz berfelben Auszeichnung überreicht zur Erinnerung an beren kürzlichen Aufenthalt in Berlin unb in Anerkennung berzivi - lisatorischen Serbien ft e ber italienischen Luftfahrt.
Der in Bern alle drei Jahre zusammentretende Kongreß der Schweizerischen Gewerkschaftsbundes lehnte in einer fast einstimmig angenommenen Entschließung jedes Zusammengehen oder Zusammenarbeiten mit den Kommunisten ober mit unter kommunistischem Einfluß stehenden Drganifationen.^ab.
König Carol von Rumänien fährt am 26. Oktober in Begleitung Außenministers Antonescu, nach Prag. — Nach bem Staatsbesuch in Prag sin- bet eine Jagd in der Hohen Tatra statt. Anfang November kommt König Carol auch mit dem Prinzregenten Paul von Jugoslawien bei Turn-Severin zusammen, wo bie feierliche (Srunbfteinlegung für ben Bau der rumänisch-jugoslawischen Donau- brücke stattjinden soll.
führenber Persönlichkeiten von Partei unb Staat fanb bie Grünbung bes Ausschusses für Polizeirecht der Akademie für Deutsches Recht statt. Reichsminister Dr. Frank entwickelte die Grundgedanken des Zusammenwirkens von Polizei und Rechtsinstanz. Der Ausschuß solle auf dem un» ve mietbaren Fundament der nationalsozialistischen Weltanschauung wirken, die nun zum ersten Mal grundsätzlich an den Aufbau eines deutschen Poli-1M e h l h zeirechts herangehe. Der Polizeiakt sei in jedem1
Budapest, 10. Okt. (DNB.) Die Trauerfeier für ben verstorbenen ungarischen Ministerpräsiben- ten Gömbös fanb im Reichstag statt. Der hohe Kuppelsaal ist ganz in Schwarz gehüllt. Ein weißes Kreuz auf schwarzem Grunb beherrscht ben Raum, darunter auf einem hohen Katafalk ber schlichte schwarze Sarg, bebeett mit der ungarischen Nationalfahne. Auf bem Sarge liegen ber Stahlhelm unb der Degen des verstorbenen Ministerpräsidenten, die nach feinem letzten Willen mit ins Grab gelegt werden. Den Sarg umgibt ein Berg von Kränzen. Letzte Ehrenwache hält die Palastwache des Reichsverwesers in rotgolbener Uniform mit goldenem Helm unb trauerumflorten Hellebarben. Pünktlich um 10 Uhr trifft ber Reichsverwe- f e r Admiral von Horthy ein. Der Reichsverweser nimmt Platz, hinter ihm die Vertreter ber auslänbischer Staatsoberhäupter, Ministerpräsibent Generaloberst Goring, Außenminister Graf C i a n o , Bundeskanzler Schuschnigg unb ber Vertreter des bulgarischen Königs, Stoiloff: ferner bie Regierung, die trauernde Familie, bie Erz- Herzöge, ber Kardinalprimas von Ungarn, das Diplomatischen Korps, bie auslänbischen Militäraborb- nungen, barunter Vertreter der deutschen Wehrmacht, der Chef des Generalstabes des Heeres, General der Artillerie Beck unb General der Flieger Staatssekretär Milch, bie ungarische Generalität, bie Rektoren ber Universitäten, bie evangelische Geistlichkeit unb bie Mitglieder bes Reichstages.
Die Trauerfeier beginnt mit einem Choral. Eine kurze Anbacht hält sodann ber evangelische Bischof von Budapest, R a f f a y. Anschließend spricht der stellvertretende Ministerpräsident Daranyi, ber in ergreifenden Worten die Persönlichkeit, die großen staatsmännischen Fähigkeiten und Verdienste des verstorbenen Ministerpräsidenten für die ungarische Nation würdigt und dem scheidenden Regierungschef und treuen Freund warme Worte des Abschiedes widmet. Nach ihm nimmt der Präsident des Oberhauses Graf Szechenyi das Wort, dann der Präsident des Reichstages Sztrany- a o s z k y und der Präsident der Partei der nationalen Einheit, Jvady.
Das Orchester stimmt sodann den Trauermarsch aus der Götterdämmerung von Richard Wagner
Der neuernannte Ministerpräsident Dr. Koloman Daranyi ist 1886 in Budapest als Sohn des ehemaligen Staatssekretärs für Ackerbau Bela Daranyi geboren. Er begann feine Laufbahn in der Ko- mitatsverwaltung. Den Weltkrieg erlebte er als Husarenoberleutnant der Reserve an ber russischen unb ber rumänischen Front. Nach Friedensschluß war er zunächst als Obergespan tätig. Dem Abge- orbnetenhaus gehörte er seit 1927 an. 1928 würbe er an ber Seite bes Grafen Bethlen Staatssekretär im Ministerpräsidium und behielt diesen Posten auch,
an. Langsam werden bie Kränze hinausgetragen. Unteroffiziere folgen mit den Drben bes Verstorbenen. Von Unteroffizieren wird sodann der Sarg aus dem Saal getragen, bie Freitreppe bes Reichstages hinunter, an ber Frontkämpferverbände Aufstellung genommen haben. Hinter dem Sarg folgen die Gattin und die Kinder des Verstorbenen, sodann ber Reichsverweser, die Vertreter ber fremden Staatsoberhäupter, das diplomatische Korps, die ausländischen Militärmissionen, die Regierung, die Mitglieder des Obechauses und des Reichstages.
Langsam bewegte sich bann der Zug durch die mit schwarzen Fahnen würdig geschmückten Straßen ber Hauptstadt, durch das Spalier ber Truppen unb Frontkämpfer. Auf bem Friebhof erfolgte nach nochmaliger Einsegnung die feierliche Beisetzung unter den Klängen der Nationalhymne. Abgesandte der Heimatgemeinde haben bem verstorbenen Ministerpräsibenten ein Stück Heimaterde gebracht, auf ber ber Sarg ruht.
Daranyi zumMinisterprasidenlen ernannt.
B u b a p e st, 10. Okt. (DNB.) Der Reichsverweser hat ben bisherigen stellvertretenben Ministerpräsidenten Ackerbauminister Daranyi zum M t - nisterpräsidenten ernannt. Die Ernennung findet in ber Bubapester Presse eine freunblidje Ausnahme. Die Blätter betonen, baß Daranyi bereits seit längerer Zeit bas volle Vertrauen wei- tefter Bevölkerungskreise unb insbesondre bes Reichsverwesers genieße. Der „Pester Lloyb" schreibt, Daranyi werbe in seiner Innenpolitik bem Kurs treu bleiben, ben sein Amtsvorgänger unter Zustimmung bes ganzen Lanbes eingeschlagen hat. Die Methobe ber Staatsführung möge sich änbern, aber bie innenpolitische Richtung ber Regierung werbe unverändert bleiben: Bedächtiger Fortschritt, gesunde Entwicklung des Landes und Verständnis für die Interessen ber lanbwirtschaftlichen Bevölkerung, aber auch Sinn für bie Bebeutung von Industrie und Handel, Bekämpfung der konfessionellen Zwietracht, Wahrung bes sozialen Friebens. Selbstverständlich sei es, baß bie bisherige außenpolitische Richtung unverän- b e r t beibehalten werbe. Die Erfolge, bie Ungarns Außenpolitik aufzuweisen habe, seien oebingt von ber unoeränberten unb ungeschwächten Beibehaltung bes bisherigen Kurses. Daranyi werbe als engster Mitarbeiter von Gömbös zweifellos zwei seiner Hauptaufgaben barin erblicken, bie segensreichen Fäben weiterzuspinnen, bie unter seinem Amtsoorgänger in so glücklicher Weise an- geknüpft worben sind.


