Ausgabe 
12.9.1936
 
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Oer Appell der politischen Leiter.

mögliche Maß zu beschränken, um den größten Teils der aus dem Export unserer industriellen Fertig­waren anfallenden Devisen für die Einfuhr der für die Volksernährung nötigen Lebensmittel verwen­den zu können. Daneben wird der großzügige Auf­bau einer neuen Rohstoffwirtschaft uns erlauben, die nach Abschluß der Aufrüstung freiwerdenden Arbeitskräfte in neue produktive Tätigkeit zu brin­gen. Die Welt hat schon bemerkenswerte Beispiele dafür gesehen, was die deutsche Technik in der Her­stellung neuartiger Werkstoffe zu leisten vermag. Der Krieg hat ihr auch eindringliche Beispiele ge­liefert, wie durch politische Unvernunft erzwungene Wirtschaftsmaßnahmen oft in dauernden Struktur­veränderungen der Weltwirtschaft ausmünden, die den Welthandel notwendigerweise noch mehr ein- engen müssen. Wenn Deutschland darangeht, sich von der ausländischen Rohstoffzufuhr nach Möglich­keit unabhängig zu machen, so geschieht das einzig und allein aus Selbsterhaltungstrieb und Selbst­behauptungswillen, die dem deutschen Volke ge­bieten, sich selbst zu helfen, wenn die Welt unver­nünftig genug ist, die vorhandenen Hemmungen für einen geregelten Warenaustausch aufrechtzuerhalten.

Der enge Zusammenhang von Rohstoffproblem und Kolonialfrage ist auch im Ausland er­kannt und vielfach schon erörtert worden, ohne daß man aber sich hätte entschließen können, die ent­sprechenden Folgerungen daraus zu ziehen. Der Führer hat in seiner Proklamation vor dem Partei- kongreß auch auf diesen Zusammenhang mit allem Nachdruck hingewiesen und betont, daß das Pro­blem des Bezugs ausländischer Rohstoffe für Deutschland erheblich leichter zu lösen gewesen wäre, wenn es nicht durch die Tributlasten des Versailler Diktats um seine gesamten internationalen Erspar­nisse gebracht worden wäre und mit seinen Aus- landskapitalien nicht auch seine Kolonien verloren hätte. Eigene Kolonien würden Deutschland nicht nur in den Stand setzen, ohne Inanspruchnahme seines Besitzes an ausländischen Zahlungsmitteln gewisse tropische Rohstoffe, Nahrungs- und Genuß- mittel für den eigenen Bedarf einzuführen und mit ihnen wertvolle Handelsprodukte für den Weltmarkt in die Hand zu bekommen, sondern auch der deut­schen Jugend einen neuen Wirkungskreis erschließen, die ihrem Drang nach kolonisatorischer Arbeit und Leistung nicht minder entsprechen würde, als die musterhaften Siedlungen im deutschen Norden und Osten. Das Echo, das die Mahnung des Führers im Ausland, namentlich in der englischen Presse ge­funden hat, zeigt vorerst noch wenig Verständnis für die Bedürfnisse eines Volkes ohne Raum. Da­bei werden gerade die Engländer an Hand ihrer eigenen nationalen Geschichte den Wert von Kolo­nien als Rohstofflieferant und Abnehmer indu­strieller Fertigfabrikate des Heimatlandes wie ihre Bedeutung als Erziehungsfaktor des ganzen Volkes, namentlich der Jugend, begriffen haben. Aber Selbstsucht und schlechtes Gewissen hindern sie vor­erst noch, das deutsche Löbensrecht auf eigenen Kolonialbesitz freimütig anzuerkennen.

Ist Deutschland in der Kolonialfrage auf das Verständnis des Auslandes angewiesen, so kann es die Lösung des Rohstosfproblems aus eigener Kraft in Angriff nehmen. Es ist eine gewaltige Aufgabe, aber sie wird mit Energie und Entschlossenheit an­gepackt werden. Der Appell des Führers wird im deutschen Volk nicht ungehört verhallen. Der ge­schlossene Einsatz aller Willens- und Arbeitskräfte unseres Volkes fetzt die Erhaltung des fozia- len Friedens voraus, der keine Arbeitgeber und feine Arbeitnehmer, sondern nur Arbeits - beauftragte des ganzen Volkes kennt. Und wie Kapital und Wirtschaft nur Diener am Volk und nicht Selbstzweck sind, so ist eine Ver­besserung des Lebensstandards der breiten Massen unseres Volkes, wie sie die national­sozialistische Wirtschaftsführung schon erreicht hat und weiter verfolgt, nur möglich durch eine Steigerung der Leistung, also der Pro­duktion. Scharf geißelte der Führer den volkswirt­schaftlichen Wahnsinn einer Lohnerhöhung bei gleich­zeitiger Produktionsbeschränkung, der, wie die letz­ten Vorgänge in Frankreich schon zu zeigen be­ginnen, in verhängnisvollem Nachlauf zu einem krassen Mißverhältnis zwischen wachsendem Ge­samtlohneinkommen und sinkender Gesamtproduk- tion führt.

Der neue Viersahresplan des Führers, die zwin­gende Gewalt der in ihm entwickelten Gedanken hat uns alle innerlich gepackt und uns vor Auf­gaben gestellt, denen wir nur dank der ungeheuren, durch den Nationalsozialismus ausgelösten Willens- fräffe unseres Volkes beizukommen vermögen. Füh­rung und Volk, zusammengeschweißt in gegen­seitigem Vertrauen, eine Aroeits- und Leistungs­gemeinschaft von unbeugsamer Entschlossenheit, so wird die Welt das nationalsozialistische Deutsch­land an die Verwirklichung des ihm im neuen Viersahresplan des Führers gesteckten Zieles her- antreten sehen.

Lloyd George besucht Riedrode.

Heidelberg, 11. Sept. (LPD.) Der frühere englische Ministerpräsident Lloyd George ist mit seiner Begleitung in Heidelberg eingetroffen und hat für einige Tage im Schloßhotel Wohnung genommen. Arn Samstag wird Lloyd George von Heidelberg aus unter Führung von Vertretern der Landesbauernschast das Erbhöfedorf Ried- r 0 de und das dortige Frauen-Arbeits- dienstlager besuchen, da er vor allem die neue deutsche Agrarordnung in der Praxis kennenlernen will.

In Stuttgart nahm Lloyd George an der Sitzung des Vertrauensrates der Daimler- Benz-Werke teil. Lloyd George zeigte für die Probleme der Betriebsgemeinschaft und ihre Lösung im nationalsozialistischen Sinne lebhaftes Interesse. Dabei bewegte den englischen Gast besonders die Frage, ob die neue nationalsozialistische Betriebs­gemeinschaft nun tatsächlich den deutschen Ar­beiter zufrieden und glücklicher mache und ob die Leistungsfähigkeit des Be­triebes und damit der Wirtschaft dadurch wirk­lich gefördert würden. Diese Frage stellte Lloyd George an ein Gefolgschaftsmitglied, das früher einer Gewerkschaft angehörte. In klaren und über­zeugten Worten antwortete der Arbeiter, daß früher aller Kamvf des Betriebsrates und der Gewerkschaften einerseits und der Arbeitgeberorga­nisationen anderseits doch immer wieder nur auf Ko st en des deutschen Arbeiters ge­gangen sei. Heute habe der deutsche Arbeiter dank Der nationalsozialistischen Revolution im Betriebe feine geregelte Arbeit, feinen sicheren Arbeitsplatz und fei darum glücklicher und froher als früher zur Zeit des Jntereffen- kampfes. Lloyd George betonte, daß ihm die über­zeugte und sichere Haltung der deutschen Arbeiter besonders ausgefallen sei.

Die Rede des Führers.

In diesem Kamps find wir groß und stark ge­worden und endlich auch Sieger geblieben. Venn ich euch früher jahrelang als meine Streiter begrüßen mußte, dann kann ich euch heute hier als Sieger begrüßen. Ihr habt ein neues Haus gebaut für unser Volk, und ihr erzieht für dieses Haus die Be­wohner in einem neuen Geist und zu einem neuen Sinn. Und das sollen sich alle die merken, die vielleicht der Meinung sind, noch einmal diesen Staat überrennen oder gar zum Einsturz bringen zu können. Sie sollen sich nicht täuschenl Venn unser alter Feind und Widersacher noch einmal versuchen sollte, uns anzugreifen, dann werden die Sturmfahnen hochfliegen und sie werden uns kennen lernen! ((Erneut schallen tosende Heilrufe über das weite nächtliche Rund.) Sie werden erkennen müssen, daß Deutschland kein Feld für sie ist.

Wir haben nie in diesen langen Jahren ein anderes Gebet gehabt als das: Herr, gib unserem Volk den inneren und gib und erhalte ihm den äußeren Frieden! Wir haben in unserer Generation des Kampfes so viel miterlebt, daß es verständlich ist, wenn wir uns nach dem Frieden sehnen. Wir wollen arbeiten, wir wollen unser Reich gestalten, es einrichten nach unserem Sinn und nicht nach dem der bolschewistischen Juden. (Brausende Zustimmung.) Wir wollen für die Zukunft der Kinder unseres Volkes sorgen, für diese Zukunft arbeiten, um ihnen das Leben dereinst nicht nur sicherzustellen, sondern es ihnen auch zu erleichtern. Wir haben so Schweres hinter uns, daß wir nur eine Bitte an die gnädige und gütige Vorsehung richten können:Erspare unseren Kindern das, was wir erdulden mußten". Wir wollen nichts als Ruhe und Frieden für unsere Arbeit. Mögen auch die anderen keinen anderen Wunsch hegen. Denn wir haben auch nicht gezögert, unsere Ruhe hinzugeben, als es notwendig war, die inneren Friedensbrecher niederzuwerfen. Wir find durch unseren Kampf nicht älter geworden. Wir sind so jung wie einst. Was die Jahre uns zuschrieben, hat unser Idealismus immer wieder abgezogen. Mit und hinter unseren Fahnen da marschiert schon eine neue Jugend. Wir sind so glücklich und so stolz, wenn wir sie sehen. Eine neue Führergeneration wachst heran. Was wir in einer harten Auslese des Kampfes vom Schicksal gnädig zum Geschenk erhielten, das wollen wir durch eigene harte Auslese uns auch für die Zukunft bewahren.

Nationalsozialist fein, heißt Mann fein, heißt Kämpfer fein, heißt tapfer und mutig und opferfähig fein. Das sind wir auch für alle Zukunft! So können wir an diesem vierten Reichsparteitag feit der Machtübernahme ruhig und gelassen in die Zukunft sehen. Wir sind nicht unvorsichtig und sind nicht leichtfertig; dazu hat uns die Geschichte zu schwere Beleh­rungen erteilt. Aber ruhig und selbst­sicher sind wir. Ich bin es, denn ich sehe euch. Ich weiß hinter mir diese einmalige und einzige

Tiefer Eindruck in Paris.

Paris, 11. Sept. (DNB.) Die Reden von Dr. Goebbels und Alfred Rosenberg werden in der Pariser Morgenpresse in großer Aufmachung und sehr ausführlich wiedergegeben. Es ist nicht zu bestreiten, daß sie überall einen ungeheuren Eindruck hinterlassen haben, wenn auch die Stellungnahme der Presse noch verhältnismäßig spärlich ist. Die Zeitungen sind aber schon heute übereinstimmend der Ansicht, daß der Bolsche­wismus noch nie mit derartiger Hef­tigkeit und Schärfe angegriffen worden fei-

Der Sonderberichterstatter der Agentur Havas in Nürnberg erklärt, die Reden Dr. Goebbels' und Rosenbergs hätten auf die ausländischen Besucher einen tiefen Eindruck gemacht. Beide Redner hätten das Judentum mit dem Bolsche­wismus identifiziert. Dr. Goebbels habe, soweit das überhaupt möglich gewesen sei, die Aus­führungen Rosenbergs an Heftigkeit noch übertrof­fen. Er habe mit größerer Genauigkeit die Frage vom Standpunkt der ganzen Welt aus behandelt.

DerFigaro", der von einer moralischen Kriegs­erklärung an den Bolschewismus spricht, stellt eben­falls fest, daß die Erklärung von Dr. Goebbels die fürchterlichste Anklagerede darstellt, die jemals gegen den jüdischen Bolschewismus ge­halten worden sei. Die angekündigte Offensive habe stattgefunden.

Auch derJour" stellt fest, daß die Sowjetregie­rung noch nie so stark mit der Komintern identi­fiziert worden sei. Noch nie hätten die verantwort­lichen Persönlichkeiten des Dritten Reiches die Innenpolitik der Sowjets in so rücksichtsloser Weise gebrandmarkt. Man habe die Moskauer Re­gierung, und zwar nicht zu Unrecht, als eine Sekte angeprangert, deren einziges Ziel die Weltrevolu­tion sei. Diese Behauptung scheine darauf hinzu­deuten, daß das Reich gewillt sei, einen Jdeen- krieg gegen den Bolschewismus zu ent­fesseln. Besonders befaßt sich das Blatt mit der Feststellung von Dr. Goebbels, daß die bürger- lichey Regime nicht in der Lage seien, gegen die marxistische Gefahr zu kämpfen, und daß nur die nationalsozialistische Lehre das notwendige Mittel darstelle. Auf alle Fälle hätten seine Ausführungen einen tiefen Eindruck hinterlassen.

Eine Stimme der Bewunderung in Prag.

Prag, 11. Sept. (DNB.) Der vorn tschechisch­nationaloppositionellenExpreß" nach Nürnberg entsandte Sonderberichterstatter Karl R e z n y sen­det seinem Blatt eingehende Berichte über den überwältigenden Eindruck des Partei-

Bewegung, weih hinter mir diese wunderbare Organisation von Männern und von Frauen, sehe vor mir diese endlosen Kolonnen der Fah­nen unseres neuen Reiches. Und ich kann es euch prophetisch sagen: Dieses Reich hat erst die er st en Tage seiner Jugend erlebt. Es wird weiter wachsen in Jahrhun­derte hinaus, es wird stark und mächtig werden! Diese Fahnen werden durch die Zeiten getragen von immer neuen Generationen unse­res Volkes. Deutschland hat sich gefunden!

Unser Volk ist wieder geboren!

So grüße ich euch, meine alten Kampfgenossen, meine Führer und meine Fahnenträger als die Standartenträger einer neuen Geschichte! So grüße ich euch hier und danke Euch für all die Treue und all den Glauben, den ihr mir die langen Jahre geschenkt habt. So grüße ich euch als die Hoff­nung der Gegenwart und als die Saran»

Ein Anblick von kaum glaub­hafter Schönheit."

Paris, 12. Sept. (DNB. Funksvruch.) Der Aufmarsch der politischen Leiter auf der Zeppelinwiese in Nürnberg wird von der Pariser Presse als das phantastisch st e Sch a u- spiel bezeichnet, das der Nationalsozialismus bis­her gezeigt habe. Der Anblick sei von einer kaum glaubhaften Schönheit gewesen, und habe einen un­vergeßlichen Eindruck hinterlassen. Der Sonder­berichterstatter desJournal" schreibt, man habe gefühlt, alle diese Parteimitglieder seien Soldaten gewesen, die gekommen seien, um ihr Herz und nicht die Faust zu erheben. Man fühle in Deutsch­land, daß nur ein Gedanke in diesen Seelen lebe, nämlich der, dem Glauben an die ewige Zukunft des Vaterlandes Ausdruck zu geben.

DasPetit Journal" stellt fest, daß noch nie irgendein Kaiser einer ähnlichen Würdigung seiner Macht und seines Volkes beigewohnt habe. Der gleichen Auffassung ist auch derMotin", der von einem phantastischen Schauspiel spricht.

Der Sonderberichterstatter desFigaro" will es sich nicht versagen, auch der d e u t sch e n Gast­freundschaft und dem Entgegenkommen, das man den Ausländern überall erweise, feine Aner­kennung auszusprechen.

Die Rede des Führers wird von den Blät­tern ebenfalls sehr ausführlich wiedergegeben, wo­bei besonders auf die erneute Versicherung hinge­wiesen wird, daß Deutschland den inneren und äußeren Frieden wünsche. Gleichzeitig unter­streicht man die ernste Warnung, die Adolf Hit ->

tages und spricht von einem neuen Beweis der fehlerlosen deutschen Organisation. Alles, was man sehe, sei nur mit dem Wortkolossal" zu be­zeichnen und erreiche gegenüber der anderen Welt immer und immer neue Rekorde. Alles sei so er­staunlich, daß alle nichtdeutschen Besucher sich des tiefen Eindruckes dieser allgemeinen Zusammen­fassung der Kräfte eines Volkes nicht entziehen könnten, das sich feit vier Jahren einen bewun­dernswürdigen, einheitlichen Staat gezimmert habe.

Kopenhagen horcht auf.

Kopenhagen, 11. Sept. (DNB.) Die Reden von Reichsleiter Rosenberg und Minister Dr. Goebbels werden von den Kopenhagener Blät­tern auszugsweise wiedergegeben.

Besonders groß werden sie von der konservativen Nationaltidende" unter der ÜberschriftNürn- berg ruft die Wache ins Gewehr gegen die bolsche­wistische Gefahr" aufgemacht. Die Erklärung von

Stuttgart, 11. September. Der auf dem Nürnberger Parteitag weilende Sonderberichter- statter derWürttembergischen Landeszeitung" hatte Gelegenheit zu einer Unterredung mit dem bekannten englischen Journalisten Ward Price. Auf die Frage, welchen Eindruck er von dem dies­jährigen Reichsparteitag habe, erwiderte Ward Price, daß er ihn heuer für den Ausdruck einer noch stärkeren Geschlossenheit der Bewe- gung des ganzen Volkes halte.

Erst feit dem spanischen Bürgerkrieg, so erklärte Ward price, habe man auch in England die ernste Gefahr des Bolschewis­mus erkannt und betrachte jetzt das natio­nalsozialistische Deutschland als das stärkste Bollwerk gegen den An­sturm des Bolschewismus. Dies sei nicht nur seine persönliche Meinung, sondern auch die weiter kreise und einflußreicher Persönlichkei­ten in England, mit denen er in der letzten Zeit über diese Fragen gesprochen habe. Er möchte sogar sagen, betonte Ward price, daß Deutschland, wenn es nicht bestünde, ge­schaffen werden mühte,weil wir einen sol­chen starken Schuhdamm in Europa nötig haben.Etwas ganz Einzigartiges für ihn fei immer wieder die persönlich- keitdes Führers. Adolf Hiller verbinde

ten unserer Zukunft. Und so grüße ich besonders auch die hier angetretene Jugend. Werdet Männer, so wie die es sind, die ihr vor euch seht. Kämpft so, wie sie gekämpft haben! Seid aufrecht und entschlossen, scheut niemand und tut im übrigen recht und eure Pflicht! Dann wird doch der Herr unser Volk nie verlassen. Heil Deutschland!

Eine ungeheure Welle des Jubels braust über das nächtliche Feld, als der Führer mit diesen Worten endet. Die Lieder der Nation klingen auf, von den Hunderttausenden ergriffen mitgesungen. Ein Orkan des Jubels schlägt zum Führer empor. Die Worte des Reichsorganisationsleiters, mit de­nen er ein Heil auf den Führer ausbringt, gehen verloren. Die Massen sehen nur die Bewegung seiner Hand und erneut rollen die Wogen der Begeisterung empor, die den Führer auf dem ganzen Weg zurück in die in Lichterglanz strahlende Stadt begleiten.

l e r denjenigen erteilt habe, die glauben könnten, ihre revolutionären Umtriebe auch auf deutschen Boden zu übertragen.

Das herrlichste menschliche Schauspiel."

London, 12. Sept. (DNB. Funkspr.) Wieder­um berichtet die englische Presse in großer Aus­machung über den Aufmarsch der politi­schen Leiter in Nürnberg und über die An­sprachen des Führers.Times" hebt hervor, der Haupteindruck fei der, daß die Nationalsozialisten heute überzeugt seien, Deutschland in eine g e - einte und mächtige Nation verschmolzen zu haben.

Daily Telegraph" schreibt, die Begeisterung der Nationalsozialisten habe beim Aufmarsch der poli­tischen Leiter ihren Höhepunkt erreicht. Die Szene auf der Zeppelinwiese sei eines der großartig- ft en Beispiele nationalsozialistischer Organisation gewesen. In derDaily Mail" schreibt Ward Price:Was ich heute nacht gesehen habe, kann ich ohne llebertreibung als das herrlichste menschliche Schau­spiel beschreiben, das die Geschichte jemals ge­sehen hat."

Die Ansprache des Führers wird von den Blättern auszugsweise wiedergegeben. Dabei werden besonders seine Aeußerungen über den Friedenswunsch Deutschlands und seine Er­klärung hervorgehoben, daß die deutschen Sturm­fahnen hochfliegen würden, wenn die Widersacher Deutschlands einen Angriff versuchen sollten.

Reichsleiter Rosenberg, daß das furchtbare Schicksal Spaniens ganz Europa zwinge, über sein Schicksal nachzudenken, wird besonders beachtet, ebenso seine Ausführungen über den Einfluß der Juden auf den Bolschewismus. Aus der Rede von Dr. Goebbels wird die Feststellung hervorge­hoben, daß der Bolschewismus vernichtet werden müsse, wenn Europa wieder gesund werden solle. Hingewiesen wird ferner darauf, daß Dr. Goeb­bels alle Völker zum Kampf gegen d ie Weltgefahr aufgefordert und klargestellt habe, daß der von Juden geleitete Kommunismus eine internationale jüdische Weltherrschaft anstrebe.

Berlinaske Tidende" stellt in einer Ueberschrift fest, daß Der Parteitag zu einem internatio­nalen Kreuzzug gegen die Gefahren des Bol­schewismus aufgefordert habe. Auch in diesem Blatt werden die wichtigsten Stellen aus den beiden Re­den durch Fettdruck hervorgehoben, darunter die Feststellung von Dr. Goebbels, daß in der Frage des Bolschewismus von allen Staaten Partei genommen werden müsse.

mit der Schlichtheit eines Mannes aus dem Volke die großartige Fähigkeit und würde eines geborenen Herrschers.

Uebergehend zu der in der Proklamation des Führers angeschnittenen Kolonialfrage stellte Ward Price fest, daß die deutsche For­derung keineswegs in einer schroffen Form gestellt worden sei. Man müsse England etwas Zeit lassen, diese Frage zu lösen, da die englische Regierung hier selbst in ihrem Machtbereich sehr stark ein­geschränkt sei, weil sie nur sehr wenig Einfluß auf Die autonomen Kolonialregierungen habe. Im all­gemeinen herrsche in England die Meinung, daß Deutschlands Forderung nach Kolonien berech­tigt und natürlich sei. Dem Vier- jahresplan zollte der englische Journalist große Anerkennung. Er finde ihn sehr vernünftig und zweifele nicht daran, daß es dem deutschen Erfinder­geist, der in der Welt einzig dastehe, gelingen werde, noch ganz Außerordentliches hervorzubringen. Zum Schluß sprach sich Ward Price sehr begei­stert über d i e Hitler-Jugend aus. In seiner Eigenschaft als Auslandsberichterstatter komme er in der ganzen Welt herum und habe den be­stimmten Eindruck gewonnen, daß es keine Jugend gäbe, die so stark und gut entwickelt fei wie die deutsche. Sein Gesamteindruck vom diesjährigen Reichsparteitag fei der, daß dieser eine wunderbare Leistung in der ganzen Geschichte der Völker und eine einzigartige Kundgebung menschlicher Kraft und Gröhe darstelle.

Oas nationalsozialistische Deutschland ist das stärkste Bollwerk gegen den Bolschewismus!" LleberwältigenderEindruck der Reden von Dr. Goebbels und Rosenberg in der Weltöffentlichkeit

Ein phantastisches Schauspiel ein unvergeßlicher Eindruck!

Begeisterte Schilderungen vom Aufmarsch der politischen Leiter in der französischen und englischen preffe.

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