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Rudern von der Themse bi« zur Spree.

Ein sonderbares Siegeszeichen.

Ist es einer Siebener-Mannschaft möglich, eine Achter-Mannschaft zu schlagen? Jeder Ruderer wird die Frag- verneinen, auch der Laie wird, wenn man ihm die Sachlage erklärt, so etwas für ausgeschlossen halten, und doch hat es einen solchen Sieg einmal gegeben.

Es war auf der Themse, in dem berühmtesten Achter-Rennen der Welt zwischen Oxford und Cambridge. Seit 1715 betrieben englische Schüler Rudersport, seit 1823 wurde jene Regatta ausge­tragen. Und einstmals glückte es einem Oxford-Mann, den noch heute gebrauchten, wohl einzig richtigen Schlag" herauszubekommen, der die Leistungen der Oxforder so steigerte, daß sie von Sieg zu Sieg eilten. Aber als der klassische Kampf nahte, erkrankte der Erfinder des Schlages und war in so kurzer Zeit nicht mehr vollwertig zu ersetzen. Da wagten es die Oxforder im Vertrauen auf ihren berühmten Schlag, nur sieben Ruderer zu dem Steuermann zu setzen, und siehe da: sie gewannen. Aus jenen sieben Riemen jedoch ließen sie e i n e n S t u h l anfertigen, der noch heute im Bootshaus der Universität Oxford gezeigt wird.

* Hellblau ober dunkelblau

Damals waren die großen Zeiten jener angesehen­sten Universität Englands, in denen ihre Studenten sehr viel öfter als die der Universität Cambridge zu siegen vermochten. Seit dem Kriege wendete sich das Blatt: fast unaufholbar schien der Borsprung Oxfords auf der Liste, aber von 1924 an begann eine bis dahin unerhörte Siegesserie der Cambridge-Mann­schaft. Dreizehnmal hintereinander bis 1936 siegten die Träger der hellblauen Farben und ließen die dunkelblauen Oxforder hinter sich, acht­undachtzigmal ist seit dem Gründungsjahr des Ren­nens der Kampf (mit einigen Unterbrechungen) durch­geführt worden, sechsundvierzigmal siegte Cambridge, einmal endete das lange Rennen unentschieden.

Am Tage dieses Kampfes ist halb London unter­wegs, um den Verlauf zu verfolgen. Niemand ver­mag fo recht zu sagen, was die Leute nun eigentlich an die Themseufer treibt: sie sehen fast nichts, sie er­fahren auch wenig, plötzlich nur kommen zwei kleine Boote vorübergeflitzt, all die braven kleinbürger­lichen Zuschauer wissen genau, daß in den Booten die Abkömmlinge der vornehmsten und reichsten Fa­milien des Landes sitzen, daß ihre eigenen Kinder niemals zu jenen Ausbildungsstätten, in jene Renn­mannschaften gelangen werden, und doch tragen alle Zuschauer, die fast durchweg aus den ärmeren Schichten der Riesenstadt kommen, eine Schleife im Knopfloch: hellblau oder dunkelblau.

Das<Heheimnis vonOxford-Cambribge.

derswo spürbaren englischen Großzügigkeit, die Re­gatten international auszuschreiben.

Die eil en deutschen JRuöerer.

Inzwischen war nämlich der Rudersport a u f d e n Kontinent gedrungen, auch Deutschland hatte ihn bereits in den dreißiger Jahren durch Eng­länder kennengelernt, bis sich im Jahre 1836 der erste deutsche Klub bildete: in Hamburg, derHam­burger Ruder-Club", dann folgten unab­hängig davon Frankfurt und andere süddeutsche Städte, in den sechziger Jahren auch Kiel und Elbing, bis es schließlich nach dem Krieg gegen Frankreich allerorten, auch in Berlin, schneller voranging.

Schon acht Jahre nach der Gründung des Ham­burger Ruder-Clubs konnte eine Regatta ausgeschrie­ben werden, die sieben Rennen mit 36 Booten brachte. Als nun die Einladung aus Henley kam, folgten ihr sofort deutsche Vereine, undGer­mania Frankfurt" konnte imGroßen Achter" den zweiten Platz belegen. Von da an fuhren immer wieder deutsche Ruderer nach Henley, mußten aber auch immer wieder die große Ueberlegenheit der Eng­länder anerkennen, erst 1903 konnte ein deutsches Boot einen ersten Sieg erringen. Der Weltkrieg unterbrach die alte Tradition deutscher Besuche, und es dauerte bis 1930, ehe man den Brauch wieder aufnahm, 1932 schon gab es imEiner" eine Riesen­überraschung, denn im Endkampf war kein Eng­länder mehr, zwei Deutsche kämpften allein um den Siegespreis!

Berliner Gondeln" nndStrohhnt-Ruderer".

Die Berliner find zwar, nach Goethe, ein ver­wegener Menschenschlag, und ihre Abkunft von wen­dischen Fischern sollte sie eigentlich zu großen Wasser­freunden gemacht haben, aber im Laufe der Jahr­hunderte hatten sie sich wohl doch mehr ans feste Land gewöhnt und hielten von Wasserfahrten nicht allzuviel. Nurg o n d e l n" liebten sie sehr, das war romantisch, ungefährlich und war zudem eine klassische Uebung, denn schon im alten Venedig gab es Gondelregatten. An der Stralauer Brücke waren Gondeln zu vermieten, und todesmutig schifften sich dort allsonntäglich kühne Familienväter und wage­halsige Liebespaare ein und sangen über den Wellen ein Lied oder verzehrten ihre Klappstullen. Das war so bis zum Siebziger Kriege der Rudersport in der Stadt der Olympischen Regatta 1936.

Während sich hier langsam eine Art Rudersport

entwickelte, auf der Oberspree also, auf der auch die Regatta der Spiele stattfindet, erstand der eigent­liche Rennrudersport Berlins auf der Unterfpree. Dort hatten, in der Nähe der berühmtenZelte", Mitglieder der englischen Botschaft einige Ruderboote liegen. Eines Tages erstand ein fportfreudiger Ber­liner eines dieser Fahrzeuge und unternahm damit ausgedehnte Wanderruderfahrten, die Gondler kamen eigentlich nie weiter als bis Stralau und Treptow.

Und dann, im Jahre 1874, kaufte ein Berliner Ruderer in Hamburg ein deutsches Ruderboot, fand eine Mannschaft dazu, aus der im Jahre 1876 der heute noch bestehendeRuder-Clubvonl87 6" entstand. Dieser Verein nun begann die Rennruderei zu pflegen, während die Berliner Engländer weiter­hin beim Wanderrudern blieben. Und im gleichen Jahr wurde d e r R u d e r - C l u bN e p t u n" be­gründet, und zwei Jahre später kaufte der Besitzer der berühmten Spindler-Werke für seine Angestellten einige Ruderboote, unb zwar noch in England. Als es im gleichen Jahre möglich war, einige Boots­rennen durchzuführen, wurde im Anschluß an die zweite Veranstaltung der Spindlersfelder R.-V. ge­gründet.

Und nun gab es einige Aufregung: Alle Berliner Wassersportler ruderten in Flanellhemden und Stroh­hüten, nur dieNeptun"-Leute trugen schon Ma­trosenmützen. Die Spindlersfelder aber führten Renn­trikot und Rennmütze ein!

Damen auf Gleitsitz ausgeschlossen

1884 wagten sich auch einige Berlinerinnen in Ruderboote hinein. Aber gerade zu der Zeit wurden in die Rennboote Gleitsitze eingebaut, und auf einem solchen hin- und herrollenden.Sitz zu thronen, mußte durchaus als unfein gelten. So zogen sich denn die Damen wieder zurück, und erst als das Paddelboot aufkam, fielen diese schweren Be­denken fort, und 1894 gab es die erste Damenwett­fahrt zu Berlin, späterhin sogar eineDeutsche Ama­zonenflotte". Heute ist Frauenrudern vielgeübter Sport.

Damals war übrigens das Rudern nach alteng­lischem Vorbild eine Angelegenheit der besitzenden Klassen, und so kam es denn auf dem ersten deut­schen Rudererkongreß zu Frankfurt a. M. zu einem Beschluß, wonachHandarbeiter" zu Regatten nicht zugelassen werden durften. Damit war der Spind­lersfelder RV. deklassiert, er gehörte dem Deutschen Ruder-Verband nicht mehr an und konnte bei keiner Regatte starten. 1883 schon hatten die Ruderer die Aufmerksamkeit der Hofkreise erregt, und der alte Kaiser Wilhelm stiftete den berühmt gewordenen Kaiferpreis", von da ab die höchste Trophäe im deutschen Rudersport, die zuerst der Berliner Ruder- Club errang.

Stehplatz-Erlebnisse im Olympiastadion.

Gewiß hat die Presse seit Wochen auf das große Ereignis hingewiesen, hat täglich die Trainingszeiten, die Gewichtsoeränderungen innerhalb der Mann­schaften veröffentlicht, ihre Tips ausgegeben, selbst politische Wochenschriften verfehlen nicht, eine Spalte ihres kostbaren Raumes zu opfern: aber dennoch ist das Interesse der Massen durch den Presserummel nicht genügend erklärt. Es ilt nämlich noch etwas im Spiel: Jeder Engländer hat Sinn für Kampf und Sport, jeder weiß, daß die Hochschulen die Hoch­burgen des Sportes find, daß diese vornehmen jungen Sportler sich aber nicht scheuen, etwa gelegentlich eines Kohlenarbeiterstreiks mit den Streikenden Fußball zu spielen. Das bringt ihm jene jungen Herren nahe.

Er weiß aber noch eines: Aus diesen Universi­täten kommen immer wieder die S t a a t s m ä n n e r, denen England, und damit auch er sein Wohlergehen, sein Brot verdankt. Und die Jünglinge dort im Boot sind der Typ desGentleman", dem auch der Ar­beiter, ihm selber oft nicht bewußt, nachstrebt. Das und die Neugier ist es, was die Hunderttausende an die Themse treibt und leidenschaftlich für Hellblau ober Dunkelblau Partei ergreifen läßt.

Henley, die Regatta dervornehmenWelt

Henley liegt ebenfalls an der Themse, aber näher bei Oxford, weiter von London entfernt, und das läßt die hier durchgeführten, weltberühmten Ruder­rennen zu Versammlungen eines ausgewählteren Publikums werden. Henley ist beste englische Tradi­tion, nicht ganz so alt wie Oxford-Cambridge, aber doch nun fast hundertjährig. Ursprünglich war es eigene Angelegenheit der Engländer, deren Schüler- und Studentenmannschaften sowie die der vornehmen Ruderklubs sich hier trafen. Dann, nach fast vierzig Jahren, 1880, entschloß man sich in jener auch an»

Dumpfbrausend wie des Meeres Wogen Von Menschen wimmelnd wächst der Bau In immer weitgeschweiftem Bogen Hinaus bis an das Himmels Blau.

Schiller, Die Kraniche des Jbykus.

Was im Theater derOlymp" ist, das find im Olympia-Stadion die Stehplätze des Ober­rings. Aber keine Säule, kein vorspringender Balkon, kein Kronleuchter verwehrt den Blick ober Derberft bas Spiel, bas tief unten auf bem grünen Rasen ober auf der rotleuchtenben Aschenbahn in nimmer ruhender Abwechslung die Sinne und Her­zen der Hunderttausend gefangen und in Atem hält. Hier oben ist wohl der allerschönste Platz des Sta­dions. Gewiß: die Entfernung zum Schauplatz des friedlichen Wettkampfes der Völker ist groß, und unten in der vordersten Reihe des Unterrings ober dort brüben auf ben Ehrenplätzen ist man ben Din­gen näher; trotzdem entgeht aber auch dem höch­sten Stehplatz-Inhaber keine einzige Bewegung der Kämpfer. Sieg und Niederlage erlebt man hier oben vielleicht am allerstärksten und packendsten; denn von hier oben überblickt man das gewaltige Rund der Kamnibahn in feiner ganzen, kaum faß­baren Ausdel- ng.

Dumpf brausend wie des Meeres Wogen rauscht die Begeisterung empor, und jede Regung des von Menschen wimmelnden Baues bringt in immer weitgeschweiftem Bogen vervielfacht, verhunbert- tausenbfacht an bas Ohr und das Auge bes Be­suchers, ber fast schon an bas Blau bes Himmels stößt. Das ergreifenbfte Erlebnis ist natürlich ber Sieg eines Olympia-Kämpfers unb seine Ehrung vor ben Augen ber Welt. Dann kennt bie Begeiste­rung keine Grenzen, auch keine Völkergrenzen! Aber wer wollte es ben Angehörigen ber einzelnen Na- tionen wehren, ihre Volksgenossen unb Volks­

genossinnen anzuspornen, bamit ihre Kämpfe zu Sie­gen werben? Unb so spornen benn auch laute Zu­rufe, eingeübte Sprechchöre unb laut bröhnenbes Beifallklatschen bie Kämpfer immer wieber von neuem an. Manchmal inbeffen hat man bas Ge­fühl, baß biefe anstachelnben Rufe, biefer aufpeit- schenbe Beifall bie Kämpfer in ihrer inneren seeli- lchen Vorbereitung stören. Dann aber geschieht es auch wie von selbst, baß biefe Zurufe, biefe anfeu- ernben Pfiffe schweigen. Unb geht es gar um bas Allerletzte, geht es um bie Entscheibung, bann senkt sich auf bas Rund ber Hunberttausend lautlose, atemlose Stille bis ber große Wurf gelungen, bis die noch nie erreichte Höhe übersprungen, bis der schnellste Lauf geendet ist.

Aber nicht immer ober nicht gleich beim ersten Versuch glückt ber Sprung über bieLatte". In solchen Augenblicken spürt man bie große, bei­spiellose Kamerabschaft, bie alle Zuschauer, welcher Nation sie auch angehören mögen, miteinanber oerbinbet. Kein Ausruf ber Schabenfreube wirb laut. Nur ein großes, verstänbnisvolles Mitfühlen geht burch bie weiten, unzähligen Reihen, bas, fo seltsam es klingen mag, beutlich hörbar wirb. Senn, wenn sich auch nur ein leises, bebauerliches Ach!" von ben Lippen bes einzelnen Zuschauers löst, so vervielfacht sich auch bieses leise, bebauernbe Ach!" zu einer großen, starken, mächtigen Welle, bie bas ganze Stadion bis zu ben höchsten Plätzen durchläuft. Vielleicht stärkt diese Welle der Anteil­nahme manchen Kämpfer weit mehr als der Beifall eines besonders lauten Sprechchors. Denn nun weiß der Kämpfer, daß in diesem weiten Rund nationale Eitelkeit und völkischer Neid keinen Platz haben, sondern daß echter, rechter Sportgeist weht, der die Leistung auch beim Mißerfolg emzuschätzen weiß. Verwirrt auch zunächst, -nachdem man als Zuschauer das Stadion betreten hat, b\e Vielfalt ber Ereig­

nisse, fo übt sich das Auge doch sehr schnell. Und be« vor noch bie Entscheibung fällt, weiß man meist, ob es ein Sieg ober eine Nieberlage wirb. Das gilt allerbings nicht für bie Läufe, wohl aber für bie Sprung- unb Wurfkämpfe.

Besonders gut konnte man beim Stabhochsprung schon beim Absprung voraussagen, ob die Latte gerissen" wird ober nicht. Denn zwischen bem Ab­sprung und dem Hinüberschwung vergehen bei die. sen olympischen Höchstleistungen doch so viele Augenblicke", bas auch ber nur etwas geübte Laie bald ab schätzen kann, ob der Schwung ausreichen wirb. Aehnlich ist es beim Diskuswerfen. An dem Tellern" der Scheibe ist unmittelbar nach dem Abwurf zu erkennen, ob die olympische Weite er- zielt wirb. Unb mancher Diskusrekorb kündigte sich schon vor bem Nieberfall?n ber Scheibe in einem lauten, hunberttausendfachen, berounbernben Ah!" an. So erlebt ber Zuschauer unb besonbers berhöchste" Zuschauer auf seinem Stehplatz des Oberrings zwischen bem bebauernbenAch!", dem bewunderndenAh!" unb bem rasenben, knallenden Beifall und bem jubelnden Tosen die ganze Stufen­leiter der Anteilnahme aller Hunderttausend.

Nicht ohne Reiz ist es auch, die Blicke von den Vorgängen auf dem Rasen und der Aschenbahn für wenige Sekunden oder Minuten ab- und feinen Nebenmännern zuzuwenden. Auch dabei kann man Eindrücke sammeln, bie unvergeßlich bleiben. Wenn bie Mienen ber Zuschauer sich oerbüftern unb ver­finstern, sobalb ein Mißerfolg unoermeibbar scheint; wenn sich bie Mienen aufhellen, wenn sie erstrahlen, sobalb bas Ziel erreicht unb ber Erfolg sichtbar wurde; ober wenn plötzlich eine Hanb, bie eben noch bas Butterbrot zum Munbe führen wollte, in halber Höhe Halt macht, sich nicht rührt und sich nicht bewert, bis tief unten bie Entschei­bung fiel; so finb alle biefe Begebenheiten kleine Schauspiele für sich, bie erkennen lassen, wie nur ein einziger Gedanke die Hunberttausenbe erfüllt, ber Gebanke bes Gelingens, bes Erfolges, bes Sieges!

Wer aber gar bas Glück hatte, beobachten zu können, mit welcher inneren Teilnahme ber Füh- r e r ben Olympischen Spielen beiwohnt, bem war damit ein Erlebnis geschenkt, bas für alle Zeiten fest im Gebächtnis haften bleiben wirb. Alle beut» sehen Olympiasieger berichten immer wieber, welche Kraft ihnen bie Anwesenheit bes Führers gab. Diese Kraft kann aber nur von einem Manne aus« gehen, bem selbst ber Kampf Ausbruck höchster Willensleistung ist. Und wer bas Bilb bes Führers in sich aufnehmen konnte, wenn es um bie höchste, um bie letzte Entscheidung ging, ber verspürte auch hoch oben auf bem Stehplatz des Oberrings fast körperlich bas Ueberftrömen biefer Willens­kraft auf ben Kämvfer ober auf bie Kämpferin um ben Sieg im frieblichen Wettbewerb einer ganzen Welt.

Das erste Todesurteil wegen Kindesraubes vollstreckt.

Köln, 12. Aug. (DNB. Funkspruch.) Die Justiz- prefsestelle Bonn teilt mit: Am 12. August 1936 ist in Bonn ber am 25. Juli 1904 geborene Hans Ebuard Giefe aus Bonn hingerichtet worben, ber am 30. Juni 1936 vom Schwurgericht in Bonn wegen erpresserischen Kinbesraubes zum Tobe unb zum Verlust ber bürgerlichen Ehrenrechte verurteilt worben war. Dieser, ein wegen schweren Verbrechens, u. a. wegen Kinbesraubes, o o r b e - ft r after Gewohnheitsverbrecher, t)at am 16. Juni in Bonn einen zwölfjährigen Jungen ent­führt unb versucht, von besten Vater burch bie Drohung, bas Kinb eines qualvollen Tobes sterben zu lasten, ein Lösegelb zu erpressen.

Wetterbericht

des Reichswetterdiensles. Ausgabeort Frankfurt

Eingeleitet burch verbreitete Gewittertätigkeit am Dienstag hat sich über Westeuropa wieber eine norb- westliche Luftströmung eingestellt. Die in ihr heran- ftrömenben Luftmasten bringen zunächst nur langsam vor, wobei es am Mittwoch im Sübwesten bes Reiches zu ergiebigen ßanbregen kommen wirb. Bis zum Donnerstag werben sich aber bie frischeren Luft­massen burchsetzen, so baß bann wechseln!) bewölktes Wetter mit Schauern zu erwarten ist.

Aussichten für Donnerstag: Ueberroie- genb bewölkt unb einzelne Regenfälle, zeitweilig auch aufheiternb, Temperaturen wieber niebriger als seit­her, sübwestliche bis westliche Winbe.

Aussichten für Freitage Unbeftänbiges unb nicht nieberfchlagfreies Wetter, mäßig warm.

Lufttemperaturen am 11. August: mittags 22,7 Grad Celsius, abenbs 17,2 Grab; am 12. August: morgens 16,5 Grab. Maximum 13,6 Grab, Minimum heute nacht 15,7 Grad.

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