Vormarsch der AalionaWen auf San Sebastian und Malaga
lein
Aus aller Welt
die Beteiligun
lohnt sofortigen Ölwechsel!
lautet:
Wenn ich su an ming jpeimat denke Un sin d'r Dam dann vor mir stonn, Möht ich tireck op heim on schwenke Un möht zo Foß no Kölle gönn.
Eine Dorflinde stürzt auf ein Karussell.
36 Millionen Franken für den spanischen Marxismus.
Paris, 12. Aug. (DNB. Funkspruch.) In Frankreich sind bisher, wie der „Populaire" mitteilt, 715 000 Franken für Unterstützung der spanischen Marxisten gesammelt worden. Die Sammlung in Sowjetrußland hat 12 Millionen Nudel ergeben. Diese Summe wird durch die Staatsbank in 36 Millionen Franken umgewandelt und dem Ministerpräsidenten der Madrider Regierung zur Verfügung gestellt werden.
Oie vierte Internationale Jilmkunst- auSstelluog.
Ein umwälzend neues Verfahren ergibt ein Auto- Oel von nie erreichter Reinheit, Schmierkraft und Widerstandsfähigkeit: das neue Mobiloel, mehr als Schmieroel — reiner Schmierstoff!
saubere Photographie noch gesteigert wird. Cs gab mehrfach Beifall auf offener Szene.
An alle bildenden Künstler im Gau Hessen-Nassau.
RSG. Die RS.-Kulturgemeinde Amtsleitung Berlin veranstaltet in ihrem Ausstellungsgebäude in diesem Jahr noch zwei große Kunstausstellungen, und zwar: 1. „L o b der Arbeit" im Septem- ber/Oktober. Es handelt sich hierbei um Bilder der arbeitenden Menschen aller Berufe, Darstellungen jeglicher Arbeit der Hände und des Geistes, Arbeitsstätten, Arbeitsvorgänge, Arbeitsdienst und Arbeitsleistung des neuen Reiches. 2. „Das Ti er bild als Spiegel deutschen Wesens" im No- vember/Dezembcr. Es handelt sich hierbei um das Tier in der Zucht, in der Freiheit, im Hause, in der Arbeit, im Heer, im Kriege, im Sport und der Jagd. Wie in anderen Gauen wird auch eine rege Beteiligung der bildenden Künstler unseres Gaues erwartet. Anmeldungen werden erbeten an die RS.-Kulturgemeinde, Gaudienststelle Hessen-Nassau, Abteilung Bild. Kunst, Neue Mainzer Straße 50, für die Ausstellung „Lob der Arbeit" bis 24. August, für die Ausstellung „Das Tierbild" bis 1. Oktober 1936.
Seite mit Aufträgen an amerikanische Flugzeugfabriken herangetreten sei. Das Staatsdepartement habe diesen Fabriken die den amerikanischen Konsulatsoertretungen in Spanien erteilten Instruktionen zur Kenntnis gebracht, um die Einstellung der amerikanischen Regierung zur Durchführung derartiger Aufträge deutlich zu machen. Das Staatsdepartement fei überzeugt, daß alle Bürger der Vereinigten Staaten daheim und im Ausland diese allgemein anerkannte amerikanische Politik patriotisch beachten werden.
schaffens an — -------- ---- . -
kunst-Ausstellung mit sechs Spielfilmen, zwei dokumentarischen und einer Reihe von Kulturfilmen hin. Deutschland habe besonderen Wert daraus g^ legt, diejenigen Filme vorzuführen, die typisch deutschen Charakter tragen und gleichsam ein Spiegelbild des Lebens der Nation sind. Den Bestrebungen der Internationalen Filmkunst-Ausstellung, den Film als Kulturgut und künstlerischen Ausdruck unserer Zeit zu fördern, bringe Deutschland größtes Interesse entgegen.
Die 4. Internationale Filmschau in Venedig hat die Aufgabe, zu prüfen, zu werten und zu vergleichen. Sie will durch Vorführung einer Auswahl von Filmen vor einem internationalen Forum zu einer fortwährenden Entwicklung und^damit^
Noch immer erbitterte Kämpfe um Badajoz.
Kommunistische Greuelherrschaft in der Stadt.
Lissabon, 12. Aug. (DNB. Funkspruch.) Wie der Sonderberichterstatter des „Diorio de Lisboa am Dienstagabend meldet, ist es den Streitkräften der Militärgruppe bisher noch nich t gelungen, die Stadt Badajoz einzunehmen. Von der portugiesischen Grenze aus habe nian feststellen können, daß die Stadt im Laufe des Nachmittag neuerlich von nationalistischen Flugzeugen mit Bomben belegt worden sei. Die Stadt brenne an mehreren Punkten. An der portugiesischen Grenze sind eine große Anzahl von Flüchtlingen aus Badajoz emgetroffen, die von den furchtbaren Zuständen in der Stadt berichten. So soll ein Angehöriger eines spanischen Rcchtsverbandes, der versucht habe, nationalistischen Flugzeugen Signale zu geben, auf einem öffentlichen Platze in Beisein einer großen Volksmenge erschossen worden. Die Kommunisten hatten ferner ein 17 jähriges Mädchen, vier Soldaten und einen Zollbeamten öffentlich erschossen.
Der in den Händen der Militärgruppe befindliche Sender von Sevilla berichtet, daß es nationalistischen Gruppen gelungen sei, eine größere Abteilung roter Miliz, die von Madrid kommend, der Stadt Badajoz zu Hilfe eilen wollte, völlig a u f z u r e i b e n. In einem schweren Gefecht hatten die Marxisten 600 Tote verloren. Außerdem sei ein Munitionstransport in die Hände der nationalistischen Truppe gefallen.
Frankreichs Mittelstand in der Enge
Don unserem —pp.-Äerichterstatier.
tags und wochentags vorn frühen Morgen bis zum späten Abend unermüdlich tätig sind, in denen man zu jeder Zeit alles kaufen kann. Sie brauchen sich um die neuen Sozialgesetze nicht zu kümmern.
Was wird aber aus der dritten Gruppe von Läden, wenn die Angestellten die in anderen Betrieben Übliche Lohnerhöhung verlangen, nur noch 40 Stunden pro Woche arbeiten wollen? Die Ladeninhaber antworten vorläufig: Die neuen Sozialgesetze existieren für uns nicht, und wenn wir zu den alten Bedingungen kein Personal mehr bekommen, dann schließen wir unseren Laden. Wie lange wird eine solche Haltung noch möglich sein?- Werden diese Läden künftig, wenn nach der Einführung der vierzigstündiaen Arbeitswoche eine stärkere Nachfrage nach Kräften einsetzen muß, noch Personal bekommen? Zugunsten dieser Betriebe hat in Paris die Polizei vorläufig einmal in der Form eingegriffen, daß sie die Schließung aller Lebensmittelgeschäfte für jeden Montag angeordnet hat. Somit können diese Einzelhändler ihrem Personal am Montag frei geben, ohne befürchten zu müssen, daß die Kunden zur Konkurrenz gehen. Aber wird sich dies Gesetz durchführen lassen? Ueberaus nachteilig sind z. B. die Konsequenzen für diejenigen Verbraucher, die am Sonntag auszugehen pflegen, somit also am Samstagabend sich bis Dienstag früh eindecken müssen.
Es ist noch nicht abzusehen, wie sich der städtische Mittelstand den neuen Gesetzen anpassen wird. Auch die Regierung sieht noch nicht klar, sie hat sich vorläufig damit begnügt, den in Schwierigkeiten gekommenen kleinen Betrieben billige Sonderkre- d i t e zur Verfügung zu stellen. Don der Regierung kann also der städtische Mittelstand nicht viel erwarten. Einer größeren Gunst erfreut sich dagegen der bäuerliche Mittelstand, vor allem der Kleinbauer. Aehnlich wie Deutschland schreitet Frankreich zu einer Organisierung der Agrarmarkte und zwar zunächst des Marktes für das wichtigste E^ zeuqnis der französischen Landwirtschaft, nämlich Weizen. Es soll ein Weizenamt geschaffen werden, um planmäßig die Ernte zu erfassen und den Landwirten einen ausreichenden Preis zu garantieren. Die entsprechenden Bestimmungen laufen auf eine wesentliche Begünstigung des kleinen und mittleren bäuerlichen Betriebes hinaus. So brauchen die 1,7 Millionen Bauern, die jährlich weniger als 100 Doppelzentner Weizen verkaufen, die zur Deckung der Ausgaben notwendigen Abgaben nicht zu entrichten, während für die anderen 165 000 Bauern die Abgaben von einem Franken bis auf 10 pro Doppelzentner ansteigen. Frankreichs Regierung will so eine Einheitsfront zwischen Arbeitern und' Bauern schaffen. Aber werden , Frankreichs Wirtschaft und Staat es ertragen kon- t nen, wenn zugunsten dieser Zielsetzung der städtische i Mittelstand geopfert wird?
Hendaye, 12. Aug. (DNB.) Das Hauptquartier der Nordgruppe des Generals Mo l a teilt mit, daß nach der Einnahme der nur 26 Kilometer von San Sebastian entfernten Stadt £ o 1 o f a ber A n - ariff aufSanSebaftian planmäßig weiter vorgetragen werde. Zwei Kavallerieabteilungen hät- ten xur gleichen Zeit 20 Kilometer südlich von San- tonber ben&t Ar°n°s erobert. Mn ber franäö. fifdv svanischen Grenze bei Iran hat Dienstag Artillerie feuer eingesetzt. Die Artillerie der Nationalisten hat die bei Iran gelegenen Forts unter fthrfpres Feuer genommen, was darauf schließen ätzt daß die Truppen der Militärgruppe den An- aritf auf der Grenzlinie in den nächsten Tagen durchführen werden. Am Dienstagnachmittag wurde Avila (Alt-Kastilien) von einem Flugzeug der Madrider Truppen bombardiert. Es wurde jedoch nur unwesentlicher Schaden verursacht. Zwei Jagdflieger der Nationalisten verfolgten das Bombenflugzeug und schossen es bei Somo- fierra ab. Ein Kavallerieregiment, das feinen Friedensstandort in Villa Castin hat, traf aus Ca- latraoa bei Navalperal ein und gliederte sich m tue Stellungen der nationalistischen Truppen em. Der Kommandeur der 7. Division, General Saliquet ist zu einer Besprechung mit General Mola aus Valladolid in Avila angekommen.
Wie Radio Tetuan meldet, ist die Abteilung der Militärgruppe, die von Fuente Haniz den Vormarsch nach Malaga angetreten hat, in der Provinz Malaga eingetroffen und hat einige Ortschaften besetzt. Ferner wird bekanntgegeben, day zwei auf Seiten der Madrider Linksregierung stehende Flieger aus Katalonien Palma de Mallorca (Balearen) bombardiert hätten, ohne großen Schaden anzurichten. Der nationalistischen Fliegerabwehr sei es gelungen, einen dieser Flieger abzuschießen, das zweite Flugzeug sei entkommen. Neue Truppentransporte aus Marokko seien in Algeciras gelandet und als Reserve nach Sevilla in Marsch gesetzt worden.
erkennen lassen.
Dieser gewerbliche Mittelstand ist jetzt der Gefahr ausgesetzt, zwischen den Großbetrieben, die dank den 'Methoden der Massenerzeugung die Lohnerhöhungen tragen können, und den an sich auch zum Mittelstand gehörenden Familienunternehmungen, die fremdes Personal nicht beschäftigen, erdrückt zu werden. Die Wettbewerbsverhaltnisse haben sich überall grundlegend geändert. In jedem Wirtschaftszweig ist die Lage eine andere, aber fast stets ist der Hauptleidtragende das mittlere Gewerbe. Als ein Beispiel sei der Pariser Einzelhandel angeführt, für den man drei Gruppen von Geschäften unterscheiden kann. Einmal die Großbetriebe, wie Warenhäuser. Einheitspreisgeschäfte und Kettenläden, zweitens die kleinen Läden, in
denen nur Familienmitglieder tätig sind, und drittens die größeren Läden und gepflegten Spezialgeschäfte, die drei, vier, ja zehn und mehr Personen als Personal beschäftigen. In diesem Falle sind die Gewinner nicht so sehr die Großbetriebe, denn sie mußten nach einem 17tägigen Streik der Warenhausangestellten bis zu 25 v. H. gehende Lohnerhöhungen bewilligen, sondern die Kleinst- betriebe, in denen, da es bisher keine Poli- zeivorfchriften über Sonntags- und Abendruhe gab, Vater, Mutter, Sohn und Schwiegertochter Sonn»
Gelegentlich der Eröffnung der Vierten Internationalen Filmkunstausstellung in Venedig übermittelte Professor Dr. Leh nich im Auftrage der deutschen Regierung herzliche Wünsche für einen erfolgreichen Verlauf. Prof. Dr. Lehnich wies auf ' " ~ "• ung des deutschen Film-
der Vierten Internationalen Film-
Leistungssteigerung des Filmschaffens gelangen. Liegt doch der Film auf jenem Gebiet der darstellenden Kunst, welches am meisten über alle Staaten- und Völkergrenzen hinausgreift. Als erster Film wurde der unter der Regie von Josef von Sternberg von der amerikanischen Columbia hergestellte Film „the King steps o u t" gezeigt. Manche Erwartung, die man an den Film geknüpft hatte, blieb unerfüllt. Mehr als eine leicht beschwingte Operette soll das Werk kaum sein. Heiter, mit stark betontem komischen Einschlag bietet es aber manches hübsche Bild und wird getragen von der feinen Musik Fritz K r e i s l e r s. Ein Mar- chenspiel vom Prinzen, der sein Prmzeßchen gewinnt, ist auf der nicht zum ersten Mal behandelten Geschichte von Kaiser Franz Joseph und Elisabeth aufgebaut. Das Beste am Film ist die temperamentvoll spielende und ausgezeichnet singende Grace Moore. Das Werk fand keinen übertriebenen Beifall. Ein wundervoller, ganz auf helldunkle Gegensätze abgestimmter Film der Luce über Pompe i ging voran. Den Erfolg des Abends aber trug ein farbiger Walt Disney-Film von den drei Kätzchen" davon, der eine entzückende Handlung hat, die durch Farbwirkungen und
Willi Offermann zu Grabe getragen.
Der bekannte Kölner Liederdichter, Komponist und Humorist Willi Dftermann, der am letzten Donnerstag im 60. Lebensjahr starb, wurde am Montag unter Anteilnahme der gesamten Bevölkerung auf dem Kölner Friedhof Melaten beigesetzt. Um 16 Uhr umsäumten viele Tausende den Neumarkt, an dem das Trauerhaus liegt. Eine halbe Stunde später etzte sich bann der riesige Trauerzug, in dem die Fahnen sämtlicher Kölner Karnevalsgesellschaften mitgetragen wurden, in Bewegung. Stumm harrten die Menschen, auf den Straßen, die der Zug berührte, alle wollten sie dem entschlafenen Volksänger den letzten Gruß entbieten.
Auf dem Friedhof hatte die Stadt Köln ihrem Sohn ein Ehrengrab bereiten lassen, um das ich die Fahnen und Trauergäste gruppierten. So jemaltig war die Menschenmenge, daß die Absperrkette der Polizei immer wieder durchbrochen wurde. — Nach den Worten des Geistlichen legte Bürger- meister Ebel im Namen ber Stabt einen Kranz nieber. Er bankte bem Toten, ber ben Kölner Humor ins ganze Reich und weit ins Auslanb getragen habe. Thomas Liessen sprach als Vertreter ber Karnevalsgesellschaften ehrende Worte für ben Heimgegangenen, ber noch in seinen letzten Stunben auf bem Krankenlager in einem netten Vierzeiler seiner Heimatstabt gebuchte. Das Vers-
(Nachbruck, auch mit Quellenangabe, verboten.) i
Paris, 8. August 1936. '
Der Präsident der Handelskammer von Marseille teilte kürzlich mit, daß in den letzten Tagen 35 kleine und mittlere Werkstätten ihre 2000 Arbeiter entlassen mußten, weil sie die mit der neuen Sozialordnung gegebenen Lasten nicht tragen können. In einem vom Betriebsrat mit unterschriebenem Bericht einer 55 Arbeitskräfte beschäftigenden Lyoner Klempnerei heißt es, baß mit Durchführung bes Kollektiovertrages die jährlichen Lohnausgaben von 356 000 Franken auf 579 000 steigen unb baß sich mit ber Einführung ber Vier- zigstunbenwoche eine weitere Erhöhung auf 716 000 Franken ergeben werbe.
Diese zwei Meldungen, beliebig ausgewählt unter vielen möglichen, lassen die Schwierigkeiten erkennen, mit denen die kleinen unb mittleren Betriebe der französischen Industrie nach Durchführung der neuen Kollektivoerträge kämpfen müssen. Diese Firmen sind die eigentlich Leidtragenden dessen, daß in der französischen Sozialgesetzgebung in wenigen Tagen das nachgeholt wurde, was in anderen Ländern im Laufe von fünf Jahrzehnten durchgeführt wurde. Die Großbetriebe klagen weniger. Sie verfügen über genügend Mittel, um Rationalisierungsmaßnahmen durchführen zu können und vor allem ist ihr Absatz weitgehend gesichert, denn sie liefern im wesentlichen an den Staat und andere öffentliche Stellen. Aber die Großindustrie ist nicht charakteristisch für Frankreichs Wirtschaft. In den über 500 Personen beschäftigenden Großbetrieben von Industrie und Handel sind z. B. nur 1,7 Millionen Arbeiter unb Angestellte tätig, in ben kleinen unb mittleren bis zu 100 Personen dagegen 4,2 Millionen.
Dieser gewerbliche Mittelstand istdasRückgrat ber französischen Wirtschaft. Es finb bie über bas ganze Lanb verstreuten Werkstätten, bei denen bie Arbeiter zur Familie gehören, bas Verhältnis zwischen Arbeitern unb Betriebsleitern bisher das denkbar beste war, bei denen die Handarbeit mehr besagt als bie Maschine. Manche bieser Werkstätten erscheint bem deutschen Beobachter reichlich rückstänbig, aber viele von ihnen liefern erstklassige Qualitätserzeugnisse, bie überall hin verkauft werben. Unter ben Einwirkungen ber Krise hat sich ihre Lage allerbings stark verschlechtert; hingewiesen sei auf ben Ausfuhrrückgang ber Pariser Mobeinbustne, aber bie Orunblage war bisher im allgemeinen folibe. Jetzt werben biesen Betrieben burch am grünen Tisch in Paris ausgebachte Kollektivoertrage Lohnerhöhungen aufgezwungen, bereu Ausmaß unb Folgen bie einleitenb roiebergegebenen Melbungen
Ein eigenartiger Unfall, ber leicht zu unabsehbaren Folgen hätte führen können, ereignete sich auf dem Dorfplatz in Her le bei Fritzlar. Dort hatte unter der uralten Dorflinde ein Karussell feine Rundbahn aufgebaut. Als sich abends die Bevölkerung auf dem Platz vergnügte, stürzte plötzlich der Baumriefe um und schlug auf das Karussell, die Menschen unter sich begrabend. Glücklicherweise tarnen fast alle mit dem Schrecken davon, lediglich ein zehnjähriges Mädchen, das einen Beinbruch davongetragen hatte, muhte in ein Krankenhaus eingeliefert werden.
Grohfeuer in Harburg.
Am Dienstag gegen 14 Uhr entstand auf bem Holzlagerplatz ber Hobelwerke Meyer & Wilkenina ein Brand, ber sich rasch ausbehnte. Aus über 50 Rohren würbe Wasser gegeben. Die Bekämpfung des Feuers, bas sich auf eine Fläche von einigen hunbert Quabratmeter ausgebehnt hatte, war infolge ber starken Rauchentwicklung unb bes heftigen Ostwinbes sehr schwierig. Die Feuerwehrleute konnten nur mit Rauchhelmen an ben Branbherb Herangehen. Sechs Lagerschuppen mit wert- vollen Holzvorräten mürben vernichtet. Alle umliegenben Inbustriebetriebe konnten vor einem Uebergreifen ber Flammen bewahrt werben.
Isländischer Fischdampfer mit Besatzung unfer- gegangen.
Seit dem heftigen Sturm, von bem in der Nacht zum Sonntag mehrere Fischbampfer auf hoher See überrascht wurden, wirb ein isländischer Fischbampfer mit 18 Mann Besitzung vermißt. — Bei ben Nachforschungen fanb man einen Rettungsring unb anbere Gegenstände von dem verschollenen Dampfer. Man hatte gehofft, daß die Besatzung des Dampfers vielleicht von einem anderen Fahrzeug übernommen worden ist, hält dies aber nun für ausgeschlossen und nimmt daher an, daß die Besatzung ums Leben gekommen ist.
Beim Edelweihsuchen verunglückt.
Am Reiners berg bei Berchtesgaden wurde von einem Jäger die völlig zerschmetterte Leiche des 26jährigen Kurt Zander aus Bitterfeld gefunden. Er dürfte beim Edelweißsuchen aus« geglitten und etwa 80 Meter tief in einen Abgrund geftürjt fein. Die Ausrüstung des Verunglückten war äußerst mangelhaft und den Anforderungen des schwierigen Geländes in keiner Werfe entsprechend.__,
Hauptschriftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange.
Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: i. 23. Dr. Fr. W. Lange; für ben übrigen Teil: Ernst Blumschem. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für ben Inhalt ber Anzeigen: Theobor Kümmel. D.2I.VII.36: 9350. Druck unb Verlag: Brühl'sche Universitats- Buch- unb Steinbruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich m Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit ber Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pf. unb Samstags
15 Pf., mit ber Illustrierten 5 Pf. mehr.
Zur Zett ist Preisliste Nr. 3 vom 1. Juni 1935 gültig.
SyanifcheAuslandsvertretungen
Rom 11. Aug. (DNB.) Der von ber Madrider Regierung als Botschafter nach Nom berufene spanische Gesandte in Bern Aguinaga hat nach zehntägigem Aufenthalt in Rom am D'enstagvor- mittag zum ersten Male bte spanische Bot- d) a f t beim Quirinal betreten. Dabei tarn es zu ehr heftigen Auseinandersetzungen nut ben Vot- diaftsmitgliebern unb Angehörigen ber spanischen MruTs'er’t lärun&
UZ Ä ,ch°f«'nP°ri -wird von einem Ausschuß sp a n »s ch e r Marxisten kontrolliert. Die L.n selemente! ber Auslanbsspanier, bie in einer Starke von 70000 in ben marxistischen Wohngebieten von Pans wohnen, haben aus Kommunisten unb Anarcho- fnnbifaliften eine etwa 15 Mann starke Aborbnung zusammengestellt, bie die Botschaftsr aum besetzt hält unb sämtliche Arbeiten unb Vorgänge überwacht. *
Der Dampfer „Uckermark" ber Hsimburg- Amerika-Linie hat erneut über 500 Flucyl- linge in Genua gelanbet. - Vom Kom- manbanten bes Panzerschiffes „Abnural Scheer ist jetzt auch ber Hapagbampfer „Kur mar k nach Barcelona beordert worden, um Flüchtlinge an Bord zu nehmen. Dampfer „D11) e n b u r g , ber bie spanischen Häfen Valencia, Katagena, Almeria unb Malaga anläuft, befinbet sich jetzt mit Flucht lingen an Borb auf ber Heimreise nach Hamburg.
Amerikas Neutralität.
Washington, 12. Aug. (DNB. Funkspruch.) Die Regierung ber Vereinigten Staaten hal lyre diplomatischen unb Konsulatsvertretungen in Spanien angewiesen, sich jeglicher Einmischung m b unglückliche Lage in Spanien peinlichst 5" eitth ' ten. Gleichzeitig verlautet, baß man von waml )


