«chashMeN. Ts gfl nötiges Markkwekker.
Schon in aller Frühe begann der Betrieb auf dem Marktplatz, wo sich in der Hauptsache der Krämermarkt abwickelte. Bald reihte sich Verkaufsbude an Lerkaufsbüde. Der Marktplatz reichte gar nicht mehr aus. Wie feit Jähren, so hatte auch diesmal wieder der Kaninchenzuchtoerein eine Schau von Rassekaninchen mit dem Markt verbunden. 117 Stück Großvieh, 117 Ziegen und 16 Schweine waren zur Prämiierung aufgetrieben, außerdem war der Ferkelmarkt mit 289 Tieren beschickt. Das Preisrichterkollegium hatte gewiß keine leichte Wahl, aus dem ausgesuchten Tiermaterial wiederum das beste zur Prämiierung für die von der Stadt, der Bauernschaft und einigen Betrieben namhafte Preise ausgesetzt waren, vorzuschlagen. In den Vormittagsstunden war der Hauptverkehr um den Diehmarkt konzentriert, während sich in den Nachmittagsstunden der Verkehr besonders auf dem Marktplatz, der Lindenstraße und dem Juxplatz erstreckte. Der Lauterbacher Prämiierungsmarkt ist immer ein Volksfest im wahrsten Sinne des Wortes gewesen und war es auch diesmal wieder.
Kindestötung und Raffenschändung.
Lpd. Lampertheim, 11. Juni. Das Poli. 3 e i a m t teilt mit: Die 32 Jahre alte berufslose jüdische Erika Frank in Lampertheim, die bereits zwei uneheliche Kinder besitzt, hat in der Nacht zum 7. d. M. auf dem Abort ihrer elterlichen Wohnung abermals ein Kind geboren. Alsdann warf sie es, indem sie an dem Podest der Speichertreppe ein Brett hochhob, unter die Treppe in einen schmutzigen Raum, wo es von der Polizei gefunden wurde. Die Kindesmutter hatte die Absicht, die Leiche nach einigen Tagen auf dem jüdischen Friedhof, wo sie die Gräber ihrer Angehörigen in Ordnung bringen wollte, zu verscharren. Die Leichensektion hat ergeben, daß das Kind, ein Junge, nach der Geburt einige Zeit gelebt hat. Offenbar ist der Tod mangelsPflege eingetreten, da Anzeichen einer gewaltsamen Tötung nicht sestgestellt wurden. Die Mutter, in deren Haushalt sich die Frank aufhält, will von dem Zustand ihrer Tochter nichts gewußt haben, da diese ihn verheimlichte. Die Kindesmutter verrichtet seit einiger Zeit in einem Lampertheimer Haushalt Monatsarbeiten, und sie hat diese durch die Geburt nicht unterbrochen.
Als Kindesvater wurde ein 24jähriger verheirateter arischer Einwohner angegeben, der mit seiner Familie im Hause nebenan wohnt. Nach anfänglichem Leugnen gab er auch zu, nach dem Erlaß des Blutschutzgesetzes vom 15. September 1935 mit der Frank Verkehr gepflegt zu haben. Beide wurden in Untersuchungshaft genommen.
Preußen.
Oie Eschenburg, das Ehrenmal des deutschen Bergmanns
LPD. Inmitten des Vergbaugebiets Lahn, Sieg und Dill erhebt sich auf der höchsten Erhebung des Dietzhölztales ein Turm, dessen Bestimmung es sein wird, den Berg- und Hüttenarbeitern Deutschlands als Weihe- und Erholungsstätte zu dienen. Schon in der Vorgeschichte hat dieser Berg als wichtiges Glied in den Befestigungsring Wallburg-Hornberg- Angelburg-Heunenftein hohe Bedeutung für die Sicherheit der Waffenschmiede der Vorväter besessen. Die Eschenburg ist dann später die Stätte der Sonnenwendfeiern der Berg- und Hüttenleute des Lahn-, Sieg- und Dillgebiets gewesen und in dieser Bestimmung hat sich der Name des Berges in der Volksseele erhalten. In den letzten IV2 Jähren ist auf dieser vorgeschichtlichen Ställe ein Turm emporgewachsen, der hinausragt über Berge und Wälder als Mahnmal des deutschen Bergmanns. Der alte Brauch der Sonnenwende auf der Eschenburg soll wieder aufleben und am 20. Juni 1936 um die Mitternachtsstunde werden sich vor dem Turm Bergleute aus dem ganzen Reich versammeln, um die Sonnenwendfeier zu begehen.
Der NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude" ist die Ausgestaltung dieser Sonnenwendfeier, die unter dem Motto „Höhenfeuer über Schacht und Hütte" steht, übertragen werden. Sie wird die Sonnenwendfeier in neuer Gestalt und ganz im Sinne unserer Weltanschauung gestalten. Am 21. Juni wird dann Dr. Ley selbst die Eschenburg in einer Großkundgebung einweihen und so dem deutschen Bergmann ein Ehrenmal seiner Arbeit geben. So ist hier, aufbauend auf altem Kulturgut unseres
Dokkes, efn Der? neu Erstanden, düs aks Zeichen nationalsozialistischen Gemeinschastswillens weit ins Land hineinleuckten wird. Und wenn in der Nacht der Sonnenwende auf allen Höhen der Umgebung die Feuer aufflammen, dann werden alle Volksgenossen sich verbunden fühlen mit dem deutschen Bergmann, der tief unten in der Erde seine Pflicht erfüllt.
250 kinderreiche Heffen-Naffauer nahmen am Tag der Kinderreichen teil.
LPD. Frankfurt a. M., 11. Juni. Zu dem Ehrentag des Reichsbundes der Kinderreichen in Köln am 6. und 7. Juni war es der neuen Landesleitung für Hessen-Nassau trotz der Kürze der Zeit gelungen, 750 kinderreiche Väter und Mütter aus dem ganzen Gaugebiet nach Köln zu bringen. Mit 14 Reiseomnibussen ging die Fahrt teils den Rhein hinunter, teils durch den Westerwald. Der Rest war mit Sonderzügen anderer Landesverbände, mit fahrplanmäßigen Zügen und Autos zu der großen Kundgebung geeilt, um die Rede des Stellvertreters des Führers zu hören.
Für alle kinderreichen, erbgesunden Familien ist es eine Ehrenpflicht, dem Reichsbund der Kinderreichen beizutreten, um mitzuhelfen an der Erfüllung der Aufgaben, die dem RDK. vom Führer übertragen wurden.
Große Jubiläums-Hundeausstellung in Frankfurt a. M.
LPD. Frankfurt a. M., 11. Juni. Aus Anlaß des 40jährigen Bestehens des Vereins der Hundefreunde Frankfurt a. M. findet vom 4. bis 5. Juli in der Frankfurter Festhalle eine große Hundeausstellung statt, für die Oberbürgermeister Staatsrat Dr. Krebs die Schirmherrschaft übernommen hat. Die Veranstaltung, die zugleich die 3. Gauausstellung des Gaues Westmark-Hessen im Reichsverband für das deutsche Hundewesen ist, findet das größte Interesse aller beteiligten Kreise. Nach den bisherigen Anmeldungen aus Stadt und Land ist eine überaus gute Beschickung zu erwarten.
Die große Schau gliedert sich in die fünf Hauptabteilungen Jagdhunde, Hetzhunde, Diensthunde, Nutz- und Wachhunde sowie Haus- und Zwerghunde. Allein in 24 Sonderausstellungen werden die verschiedenen Rasse-Fachschaften das beste Hundematerial zeigen. Auch vom Ausland wird die Ausstellung beschickt werden, so u. a. aus der Schweiz, Holland, Oesterreich und Frankreich. Für die besten Hunde wird eine Prämiierung vorgenommen, für die außer bis zu 2000 Mark Zuchtgruppen-Bar- preise zahlreiche und wertvolle Ehrenpreise zur Verfügung stehen. So hat Reichsstatthalter Gauleiter Sprenger einen wertvollen Ehrenpreis gestiftet, ferner kommen Ehrenpreise der Länderregierungen, der Stadt Frankfurt a. M., des Reichsoerbandes für das deutsche Hundewesen, des Gaues Westmark- Hessen sowie der Industrie und von Privaten zur Verteilung.
Unter Brandstistungsverdacht festgenommen.
Aufklärung nach 10 Jahren.
LPD. Siegen, 11. Juni. Im Jahre 1926 waren in Mandeln (Dillkreis) innerhalb von fünf Tagen zwei Scheunenbrände bei zwei verschiedenen Besitzern vorgekommen. Im ersten Falle hatte sich das Feuer nicht stark entfacht und konnte bald gelöscht werden. Im zweiten Falle jedoch wurde die Scheune völlig eingeäschert. Der geschädigte Besitzer erhielt eine Versicherungssumme ausgezahlt und errichtete sofort eine neue Scheune und auch ein neues Wohnhaus. Im Laufe der Jahre waren nun verschiedene Dorfbewohner verdächtigt worden, die beiden Scheunen vorsätzlich in Brand gesetzt zu haben, was die Staatsanwaltschaft in Siegen veranlaßte, die Landeskriminalpolizeistelle Frank- urt a. M. mit der Aufklärung der beiden Brand- älle zu beauftragen. Die Ermittlungen der ent- andten Spezialbeamten führten zu dem Ergebnis, daß tatsächlich in beiden Fällen vorsätzliche Brandstiftung Vorgelegen hat. Es haben sich gegen den Besitzer der damals völlig abgebrannten Scheune derartig schwerwiegende Verdachtsmomente ergeben, daß er fe st genommen und dem Amtsgericht in Herborn zugeführt werden mußte, das Haftbefehl erlassen hat.
Kreis Wehlar.
= Dutenhofen, 10. Juni. Der hiesige Metzger W. A g e l stürzte dieser Tage beim Futterholen
vom Heuboden In die Scheunensenne. Fr erM dabet Knochenbrüche und sonstige Verletzungen und mußte in die Chirurgische Klinik gebracht werden.
= Mudersbach, 10. Juni. Gestern feierten die Eheleute Peter Schneider und Frau dos Fest der goldnen Hochzeit. Die kirchliche Feier fand in Mudersbach statt. Am Abend wurde dem Jubelpaar vom ganzen Dorf Glückwünsche dargebracht. Der Gesangverein sowie die NS-Frauenschaft brachten dem Jubelpaar ein Ständchen. Bürgermeister Brück überreichte im Namen der Reichsregierung eine Urkunde mit einem Geldgeschenk. Im Auftrag der Formationen sprach Werkmeister Millers- Häuser kernige Worte über die Bedeutung dieses
Täcfts. Retchliche "Geschenks wurden dem Jubelpaak zuteil. Bewegt dankte der Jubilar und lud alle die über 60 Jahre alten Ortseinwohner zum Kaffee ein. Der Gesangverein schloß die Feier mit einem Lied«.
Kreis Siegen.
LPD. Siegen, 11. Juni. Als sich am Montagmorgen der 16 Jahre alte Robert Wlodarczack aus Obersdorf mit seinem Fahrrad auf dem Wege zur Arbeitsstätte befand, löste sich plötzlich das vordere Schutzblech des Rades und geriet in die Speichen. Dadurch kam der junge Mann zu Fall und erlitt einen schweren Schädelbruch, an dessen Folgen er alsbald starb.
Trainingshochbetrieb auf dem Nürburgring.
Manfred von Brauchitsch fährt Rundenrekord.
Vom frühen Morgen bis in die späten Abendstunden hinein herrschte am Donnerstag auf dem Nürburgring Trainingshochbetrieb. Als morgens die Krafträder ihre ersten Runden drehten, lag über dem Ring „echtes Eifelwetter", also dichter Nebel und dazwischen Regen. Dennoch wurden von den Fahrern auf der nassen Bahn gute Zeiten erzielt. Müller (DKW.) erreichte auf seiner Halblitermaschine ein Stundenmittel von 115,6 km/st, (11,50 Min.), Ley (BMW.) kam auf 113,5 km/st. Sönius fuhr mit seiner 350-ccm-NSU. eine Runde mit einem Durchschnitt von 106,8 km/st. In der kleinsten Klasse schaffte Hans Winkler auf seiner DKW. 105,7 km/st für eine Runde. Bei den Seitenwagen-Maschinen waren der NSU.- Fahrer Schneider (Düsseldorf) in der 600-ccm- Klasse mit 98,3 km/st und der Basler S t ä r k l e (NSU.) in der 1000-ccm-Kategorie mit 94,6 km/st die Schnellsten. Toni' Babl, der große Favorit der 600-ccm-Klässe, stürzte und zog sich dabei eine leichte Gehirnerschütterung zu.
Als sich am Nachmittag die Rennwagen zum Training fertigmachten, klarte das Wetter auf, und vereinzelt kam sogar die Sonne durch. In der großen Rennwagenklasse trainierten Caracciola, Brauchitsch, Lang, Chiron, Stuck, Rosemeyer, Varzi und von Delius auf den deutschen Mercedes-Benz- und Auto-Union-Wagen. Nuvolari, Brivio, Farina und Severie waren von der Scuderia Ferrari anwesend. Manfred von Brauchitsch fuhr mit 10:31,3 Min. (130 km/st) eine neue Rekordrunde und verbesserte damit seine eigene im Vorjahre auf- gestellte Bestzeit. Ueberraschend schnell war auch der Nachwuchsfahrer Hermann Lang mit seinem Mercedes-Benz, er benötigte für die Runde 10,34 (127 km/st). Nuvolari jagte mit 129 km/st über den Ring. Die übrigen Fahrer, darunter auch Stuck und Caracciola, hielten sich etwas zurück. In der Klasse bis 1500 ccm überragten die englischen ERA.«1Zßagen, doch erzielten auch die neuen Maserati-Wagen und Seaman mit feinem Delage sehr gute Zeiten. Der Besuch war am Nachmittag ausgezeichnet.
Neuer Stemmer-Weltrekord.
Der Aegypter T 0 u n y , der fein Land bei den Olympischen Spielen in Berlin vertreten wird, befindet sich in einer ganz ausgezeichneten Form. Er verbesserte in der Mittelgewichtsklasse den Weltrekord im beidarmigen Stoßen auf 152,5 kg und holte sich damit auch den dritten Weltrekord in seiner Klasse. Die beiden übrigen hält er im Drücken mit 112,5 kg und im Reißen mit 120 kg.
Handball der Sp.-Vg. 1900.
Am Samstagabend trägt Dutenhofen bereits das Rückspiel in Gießen aus. 1900s erste Mannschaft gewann am vergangenen Sonntag das Vorspiel 15:9. Da nun bei den Blau-Weißen einige neue Kräfte mitwirken, darf man auf das Abschneiden der Mannschaft gespannt sein. Dutenhofen wird mit stärkster Mannschaft dhtreten.
Vor dem Spiel der ersten Mannschaften wird die erste Jugend gegen die gleiche des To. Dutenhofen spielen. Hier steht ein Sieg einer Niederlage gegenüber. Die Kleinsten beider Vereine werden den Reigen eröffnen.
Großes Zugendspielprogramm der Spielvereinigung 1900.
Sieben Mannschaften im Kampf.
Die Jugendabteilung der Spielvereinigung 1900 umfaßt zur Zeit sieben Mannschaften, die am kommenden Sonntag alle in den Spielbetrieb eingeschaltet werden.
Bereits am Samstagabend tritt die 1. Jugendmannschaft der gleichen von Klein-Linden zum fälligen Verbandsspiel auf des Gegners Platz gegenüber. Für die Blau-Weißen hängt von diesem Spiel viel ab, gilt es doch, die derzeitige Führung in der Tabelle weiterhin zu behalten. Vor diesem Kampf wird die Schülermannschaft des Platzbesitzers gegen eine kombinierte Mannschaft 1900s um den Sieg kämpfen.
Der Gegner der 1. Jugend am Sonntag auf eigenem Platz heißt Da ub ringen, der erst in letzter Zeit durch achtbare Ergebnisse gegen bekannte Mannschaften von sich reden machte. Urteile Über den Ausgang dieses Spieles zu fällen, wäre verfrüht, doch sollte man hoffen, daß die größere Spielerfahrung und Ballbehandlung unserer Jugend den Ausschlag geben wird. Die Mannschaft tritt bis auf den Mittelläufer in kompletter Aufstellung an.
Die 2. Jugend muß zum fälligen Verbandsspiel nach Großen-Linden und wird sich die Punkte wohl nicht nehmen lassen, nachdem das letzte Spiel vor einigen Wochen klar gewonnen werden konnte. Jedoch muß auch diese Mannschaft mit Ersatz die Fahrt antreten.
Auf eigenem Platze spielt die 3. Jugend gegen die 1. Alten-Busecks. Das Vorspiel wurde knapp verloren. Man kann auf den Ausgang dieses Spieles gespannt sein, da die Kräfte nun wohl ausgeglichen sein dürften, und das Spiel auf eigenem Sportplatz stattfindet.
Einen harten und spannenden Kampf werden sich die Schülermannschaften 1900s und Garben- t e i ch s liefern. Es stehen sich hier zwei gleichwertige Mannschaften gegenüber und beide spielen einen schönen Fußball. Nach den zwei Unentschieden in der letzten Verbandsserie wäre ein Sieg der Blau- Weißen ein schöner Erfolg.
Auch auf eigenem Platze spielt die 3. Schülerelf gegen die 1. Ällendorfs. Das Vorspiel endete knapp für Allendorf.
In Alten - Buseck spielt zum erstenmal die Id-Schüler. Wie die Mannschaft gegen die spielstarke Mannschaft des Gegners abschneidet, ist im voraus nicht zu sagen. Es dürfte noch an der nötigen Spielerfahrung fehlen.
Die 2. Schülermannschaft muß nach Leihgestern, um gegen die dortige 1. Schüler das Rückspiel auszutragen. Das Vorspiel endete nach einem schönen Spiel unentschieden, und wird die einheimische Mannschaft wohl den Sieg für sich in Anspruch nehmen.
Spielvereinigung 1926 Leihgestern.
Die erste Mannschaft ist am kommenden Sonntag spielfrei. Die Jugendmannschaft tritt in Gro- ßen-Linden gegen die Jugend des To. Großen- Linden an. Wer hier siegt, steht erst beim Schlußpfiff fest. Die Schülermannschaft erwartet zu Hause die 2. Schülermannschast von 1900 Gießen und dürfte zu einem sicheren Siege kommen.
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