Ausgabe 
12.6.1936
 
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Wirtschaft

ZU

war

iriantiuri o. M.

2)erhn

Berlin

Frankfurt a. M.

Devisenmarkt Berlin Frankfurt a. 2H.

furd

börie

10.6 | 11 6

11.6

I 101,4 I 98,75 103

113.4 113,65

100,25

119,2

119,5

Rheinisch«'

ehe m.

Banknoten.

101,65 I 101,75

108 107,5

134 133,25

131

111,5

140

107

252,5

133

101,4

98,75

102,65

113,4

100,25

98,75

97

101,4

98,75

103

101,9

97,25

94.75

109.4

0

8 6

7

131,75

111,25

140,5 |

107,5

36,9 150,75

137,5 158,5

141,25 142,75

140,5 138

156,5 198,5

144,5

36,75

150 138,13 158,75

142 142,5 141,5

138 156,5 198,75 143,75

36,65

150,65

134.5

159.5

142,75

141.13

139,75

137

156,25 197

142

107,9

133,5

131

111,4

170

140,5

106,9

101,75

172,75

263

115,75

133

141,75

Schluß! Abend« börir

100,2

98,75

97

101,25

93,25

123,5

118,9

97

101,7

102

97,25

94,75

109,4

37

150,25 135 159 142

141,5

137.25 156,5 197.5

142,75

4% Oesterreichische Moldrente...

4,20% CcftcrrcirtiHrtie Silderrentt

4% Ungarische Goldrente .......

4% Ungarische Staatsrente v. 1910 411% desgl. von 1913..........

5% abgest. Moldmexikaner von 99 4% Türkische Bagdadbahn-Anleihe Serie l......... ..........

Hyp.-Bank-Liau.-Goldvsc. 4%" ehe in. 8% Pr. LaudeSpsand

briesanstalt, Psandbriese R. 19

4!i" ekem. 7% Pr. Lanverpfänd

brlctnnfl., Gold Komm. Cbl. 20 kteuergutich.Äerrechnungek. 34-38

2,9 9,75

9,3

9,4

14,5

lief) ruhiger, eröffnete zumeist gegenüber den gest­rigen Abschwächungen erholt. Allerdings traten in­folge des ruhigen Geschäftsverlaufes später allge­mein wieder Abschwächungen um 0,50 bis 1 v. H. in den Hauptpapieren ein. Nachdem Gerüchte über die Auflegung einer Anleihe widersprochen wurden, ist das Angebot, das vielfach zur Mittelbeschaffung vorhanden war, wieder zurückgetreten. IG. Farben anfangs 0,50 v. H. fester mit 173,25, dann bis 172,50 abgeschwächt, auch Erdöl 0,75 v. H. nied-

hochwertigen Futtermitteln zu gelangen.

Mein-Mainische Börse.

INitlagsbörfe: 3m Verlauf schwächer.

. 6 12

. 4

31,5

2,9

9,55

8,9

9,1

14,25

Fwd. Halle, 11. Juni. Die Luzernemehlfabrik der Zuckerfabrik in Steebnitz (Kreis Ouerfurt), die erste ihrer Art in Deutschland, ist seit einigen Wochen in Betrieb. Die Luzerne wird auf einem Gummi­transportband zunächst einer Häckselmaschine zuge­führt. Darauf erfolgt die Trocknung in einem mit aus etwa 800 Grad erhitzten Rohrsystem. Die Trock­nung dauert nur etwa 10 bis 20 Sekunden. Die Lu­zerne behält dabei ihre grüne Farbe, den aromati­schen Geruch und was das wichtigste ist ihren Eiweihgehalt (20 v. H.). Bei der bisher üblichen Trocknung auf Holzreitern ging die Hälfte davon verloren. Die getrocknete Luzerne bietet einen voll­wertigen Ersatz für das von Deutschland eingeführte Sojaschrot. Die Werksleitung beabsichtigt, Versuche auch mit Kartoffeln, Kartoffelkraut, Rübenblättern und Prehfchlamm durchzuführen, um auch hier

A.G.G......................

Bekula.....................

tflcfrt. LieferungSgeselstchast .. Licht und Straft .............

irtltcn & Guilleaume.........

9,75

9.25

9.4

14,25

Die Entwicklung des Arbeitseinsatzes im M Bericht des Landesarbeitsamtes. - Erstmal- wieder unter 100 000 Arbeitslose

Frankfurt a. M., 11. Juni. Die Börse infolge Fehlens der Aufträge aus dem Rheinland und 'Süddeutschland wegen des Feiertages wesent-

102

97

94,75 109,4

31,5

3 9,75 9,3 9,5 14,3

100,2

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97 1

101,25

93,25

123,5

118,65

97

101,7

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97

94,75

109,4

Mansselder Bergbau .. Kokswerke ...........

Rheinische Braunkohlen Rhcinstahl...........

Bereinigte Stahlwerke. Otcwi Minen ........

Kaliwerke AscherSleben. Kaliwerke Westeregeln. Kaliwerke Salzdetfurth

108,4 |

135,5 I

132.25

111,25

170,5

140,5 I

107,9 1

102,25 .

Gesellsch.f.ülcktr.Unternehmung 6 Rheinische Elektrizität ........ «;

Rhein. Wests. Elektr.......... g

Schustert 8 Co.............. g

Siemens L Halske........... g

Lahmeyer L Co............. 7

Keine Abschlüsse in Aeugetreide.

Fwd. Die Hauptvereiniaungde r D e u t- schen Getreidewirtschaft teilt mit:

Nach den in letzter Zeit eingegangenen Meldun­gen sind vielfach Kaufverträge über Getreide der neuen Ernte, insbesondere Geschäfte über den Ber­kaus von Wintergerste abgeschlossen. worden. Cs wird darauf hingewiesen, daß nach § 13 ff. oer Ver­ordnung der Getreidewirtschaft in der Mästung der Bekanntmachung -am 10. 7. 1935 - RGBl. I S. 1006 feste Preise bis zu dem jeweils be­stimmten Zeitpunkt vorgeschrieben sind. Die für Die spätere Zeit maßgebenden Festpreise werden noch bekanntgegeben. Es ist daher weder angebracht noch zulässig, bereits heute Getreide der neuen Ernte zu einem bestimmten Preise zu kaufen oder 3" verkau­fen, da der später gültige Preis noch nicht sest- stebt und auch nicht vorausbestimmt werden kann. Jeder, der schon jetzt vor der Festsetzung der neuen Preise Getreide zu einem bestimmten Betrag han­delt, läuft Gefahr, im Falle einer Aenderung des Preises einen erheblichen Schaden zu erleiden. Es wird deshalb nachdrücklichst vor dem Abschluß der­artiger Geschäfte gewarnt und empfohlen, Vertrage über die Lieferung von Getreide der neuen Ernte erst nach endgültiger Bekanntgabe der gesetzlichen Festpreise zu schließen."

Die erste deutsche Luzernemehlfabrik arbeitet.

riqer, aber Scheideanstalt durch anhaltende Käufe von Großaktionärseite 1 v. H. erhöht. Am Elektro­markte war die Haltung fest, 2kcumulatoren um 4 75 Siemens 1,75, Schuckert 1,25 v. H. fester. Von Motorenwerten BMW. 1,75 v. H. leichter, aber Daimler um 1,50 v. H. erhöht. Montanwerte we­sentlich ruhiger, anfangs aber freundlich, so Ve^ ein Stahlwerke um 1, Mannesmann 0,90, Hoesch 0,75, Eisenhandel 1,13 v. H. befestigt. Zellstoffwerte durchweg leicht erholt, nur Feldmühle 2,75 v. H. abgeschwächt. Zement- und Bauaktien bröckelten noch etwas ab, so Heidelberg um 0,50, Holzmann um 0,75 v. H. Von Sonderbewegungen zogen Kauf­hof um 0,75, Reichsbank 1,75 v. H. an, dagegen Hanfwerke Füssen 0,75, Aku 0,25 v. H. niedriger Verkehrswesen um etwa 1, Nordd. Lloyd um 0,25 o. H. abgeschwächt.

Am Rentenmarkt setzte bei wieder größeren Um­sätzen die Altbesitzanleihe ihre Kurssteigerung um 0,40 auf 113,75 v. H. fort Die übrigen deutschen Anleihen ruhig und etwa behauptet. Von Aus­landsrenten lagen Serben um etwa 0,50 v. H. leich­ter, Ungarn und Mexikaner etwa behauptet.

Im weiteren Verlaufe schrumpfte die Umsatz­tätigkeit noch mehr zurück, die Kurse verloren durch­weg im Ausmaße von 0,50 bis teilweise 2 v. H. Besonders bröckelten IG. Farben auf 171,50 ab. Sonderbewegungen traten nicht hervor.

Am Rentenmarkte blieb die Altbesitzanleihe durch das Vorliegen einer größeren Anlage-Kauforder gut gehalten, die übrigen Renten still. Auslands­werte durchweg eher angeboten und schwächer. Anatolier verloren 0,50 v. H., Serben bis 1 v. H. Der Pfandbriefmarkt war recht gut behauptet, Nas­sauer und Rhein. Hyp. Liqui. etwas fester. Don Stadtanleihen gewannen Darmstädter 0,40, aber Heidelberger um 0,40, Mainzer um 0,13 v. H. abge« schwächt. Freiverkehrswerte wurden kaum umge­setzt, die Kurse waren unverändert zu hören. Um 3 v. H. höher lagen die 5 v. H. Eisenbahnbank- Obligationen.

Tagesgeld war heute ziemlich gesucht, der Satz wurde um 0,50 v. H. auf 3 v. H. erhöht.

Abendbörse leicht erholt.

An der Abendbörse bestand auf Höhe der er­mäßigten Mittagsschußkurse eher Rückkaufsneigung, die Mittagskurse waren Geld zu hören. IG. Far­ben lagen 0,50 v. H., AEG. 0,25 v. H., Vereinigte Stahlwerke 0,25 v. H. höher.

Der Rentenmarkt lag ruhig, Altbesitz 113,75 gut gehalten, Kommunal-Umschuldung 89,60. Die Um­sätze waren an sämtlichen Märkten sehr gering. Auch Auslandsrenten still

Im Verlaufe blieben die Umsätze zwar äußerst bescheiden, die Tendenz zur weiteren Erholung be­stehen. AEG. und Vereinigte Stahlwerke gewan­nen noch je 0,25 v. H., IG. Farben 0,50 o. H., da­gegen waren Daimler noch eine Kleinigkeit unter Mittagsschluß, auch Deutsch-Atlanten lagen 0,75 v. H. schwächer.

Anleihen hatten bei gleichfalls geringen Umsätzen gut behauptete Kursentwicklung. Auslandsrenten vernachlässigt und kaum verändert. Nachbörslich waren IG. Farben noch mit 172,25 o. H. zu hören. Auch sonst schloß die Abendbörse unverändert. Es

Jetzt Eiereinkühlung für den Winterverbrauch.

ZdR. Wenn wir im Winter Kühlhauseier kaufen, machen wir uns meistens keine Gedanken darüber, welche Sorgfalt und pflegliche Behandlung nötig waren, um jo gute und schmackhafte Eier an die Verbraucher abgeben zu können, wie wir es dank der Marktordnung und der Vorsorge ihrer Träger heute gewöhnt sind. Wir rechnen damit, daß das Kühlhausei morgens auf dem Frühftückstifch kaum von einem frischen Ei geschmacklich verschieden ist, und doch ist dies nur möglich, weil die richtigen Eier zur rechten Zeit in die Kühlhäuser gebracht wurden. Nur wenige wissen, daß sich die in der Zeit von Ende März bis Juni gelegten Eier am besten zum Ein« kühlen eignen. Die in den ersten Monaten des Jahres anfallenden Eier werden meistens zu Brutzwecken oder zum sofortigen Verzehr abgegeben. Von Ende März ab werden jährlich - große Mengen von Eiern dem Markt entzogen, um nach sorgfältiger Prüfung und Durchleuchtung in die Kühlhäuser ein­geliefert 3U werden. Diese bilden dieEiervorrats- fammerm' für die Versorgung im Winter. Die in der zweiten Hälfte des Juni und danach anfallenden Eier sind für Kühlzwecke nicht so gut geeignet und werden deshalb meistens wieder dem baldigen 23er*- brauch zugeführt.

ileberschreitung

der KartvffelhSchstpreise.

Den Betrieb für die Dauer einer Woche geschlossen.

Lpd. Frankfurt a. M., 11. Juni. Auf An- ordnung des Herrn Regierungspräfidenten in Wies­baden ist einem hiesigen Kartoffelgroßhändler, der durch seine Preisberechnung dem Kleinhändler die Möglichkeit genommen hatte, zu den vorgeschriebe- nen Verbraucherhöchstpreisen zu verkaufen, fein Ge­schäft für die Dauer einer Woche g e schloffen worden. In der Begründung heißt es, daß das Verhalten des Händlers die Bestrebungen der Reichsregierung auf Innehaltung einer ange­messenen Preishöhe für die notwendigsten Lebens­bedürfnisse gefährdet und die Interessen der Allgemeinheit geschädigt hat.

notierten: Altbesitz 113,65, Farbenbonds 135, Frank, furter Stadt-Anleihe von 1926 93,25, do. von 1926 wertb. 93, Rhein.-Hyp. Liqui. 102 4 Ungarn Kronen 3,25, 4 v. H. Rumänen 5,95, Adca 78, Eon» mpr^banf 94 50, DD.-Bank 95,50, Dresdner Bank 95^75 Buderus 107,50, Harpener 131, Klöckner 106 90 bis 107, Mannesmann 101,75, Rheinstahl 139'50 Laurahütte 22,50, Vereinigte Stahlwerks 9'7 25 Aku 56,40, AEG. 36,75 bis 37, Bekula 150,25, Chemie Basel volle 242, do. 5proz. 165, Daimler 123, Deutsch-Atlanten Telegraph 121,50, Deutscher Eisenhandel 142,50, Deutsche Erdöl 133,25, Scheide- anstalt 262, Deutsche Linoleum 182, IG. Farben 172 bis 172,50, Feldmühle 132, Feinm. Setter 90, Gesfürel 141,50, Goldschmidt 115,50, Holzmann 130,90, Junghans 99,25, Muag 107,75, Moenus 91,75, RWE. 137,25, Schuckert 156,50, Westd. Kauf­hof 47,50, Zellstoff Aschaffenburg 108,25, Deutsche Reichsbahn-Vorzugsaktien 123,25, AG. für Ver­kehrswesen 123, Hapag 14,75.

Frankfurter Schlachtviehmarkt.

Frankfurt a. M., 11. Juni. Auftrieb: Rinder 23, darunter Ochsen 4 (), Bullen 1 (1), Kühe 20 (14), Färsen 2 (3), Kälber 843 (502), Schafe 56 (31), Schweine 1882 (1385). Preise: (in 50 Kilogramm Lebendgewicht) RM.: Andere Kälber a) 6875 (7780), b) 6267 (7276), b) 5261 (6471), c) 4051 (5063). Lämmer und Hämmel b2), Weidemasthämmel 48 bis 50 (48), c) 4547 (4547), Schafe e) 4247 (), i) 36 bis 40 (), Schweine al) 57 (57), a2) 57 (57), bl) 56 (56), b2) 55 (55), c) 53 (53) d) 51 (51), der Rest gestrichen. Marktverlauf: Kalber schleppend, ausverkauft; Hämmel und Schafe mittel­mäßig, ausverkauft; Schweine zugeteilt. In Schwei­nen verblieb ein Ueberftand von 394 Stück.

Großmarkt für Fleisch und Fett­waren: Beschickung 282 Viertel Rindfleisch, 226 ganze Tiere, 8 ganze Hämmel, 732 halbe Schweine. Notiert wurden pro 50 Kilogramm in Mark: Ochsenfleisch a) höchster Preis 80, Kuhfleisch a) 75 b) 65, c) 54, Färsenfleisch a) 80, Kalbfleisch b) 95 bis 105, c) 85 bis 95, Hammelfleisch b) 90 bis 95, Schweinefleisch 74 höchster Preis. Fettwaren d) roher Speck unter 7 Zentimeter 60 bis 65, Flo­men 80 höchster Preis. Marktoerlauf: ruhig.

Die Industrie- und Handelskammer Gießen

gibt Auskunft: 498: Umsatzsteuerumrechnungsfätze auf Reichsmark für die nicht in Berlin notierten ausländischen Zahlungsmittel für Mai 1936. 499: Bewilligungsverfahren für die durch Frank- reich neufontingentierten und chemischen Erzeugnisse für das 3. Vierteljahr 1936.

angefallenen Holzmengen.

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16 5 v. H. zurückgegangen. Die Zahl der-^anerkann­ten Wohlfahrtserwerbslosen betrug Ende Mai 19 147, gegenüber Ende April also 2175 oder 10, vom Hundert weniger In der werstchchsfendein Ar- beitslofenfürsorge wurden am 31. Mal 9848 Jtot standsarbeiter beschäftigt.

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. Reichsbankdiskont 4 v.H., Lombardzinsfuß 5 v. H.

LchultheiS Potzenhofer .......4

Aku ('Allgemeine Kunstseide) .. O

Beinberg................... 5

Zellstoff Waldhof ............ g

Zellstof, Aschaffenburg .......0

Dessauer Ga4 ............... 7

Daimler Motoren............0

Deutsche Linoleum........... g

Lrenstein & Koppel ..........0

Westdeutsche Kaufhof.........0

Chade...................... 9

Accumulatoren-Iabrll.......*12

Conti-Gummi.............. n

Grihner....................q|

Mainkraftwerke Höchst a.M.... 4

Süddeutscher Zuster ........ 10

LPD. Frankfurt a. M., 11- Juni. Der Mo­nat Mai brachte einen weiteren Rückgang der Ar­beitslosigkeit, der in seinem Ausmaße den des Vor­monats sogar noch übertraf. Die Zahl der ^beits- lofen ging im Mai um 19 713 oder 17,4 d. 5). Standes vom Ende April zurück. Dabei ist zu be­achten, daß gleichzeitig auch die zahl der Notstands- arbeiter planmäßig um fast 3000 weiterhin vermin­dert werden konnte. Die Zahl der Arbeitslosen hat damit erstmals feit September 1929 wieder einen Stand unter 100 000 erreicht.

Seil der Machtübernahme ist die Arbeilslofen- zahl (Stand Ende Januar 1933 332 532) um 239 125 oder rund 72 v. h. gesenkt worden.

Die Arbeitsämter zählten Ende Mai 93 407 Ar­beitslose, davon waren 12 154 oder 13 v. H. Frauen. Die Entlastung erstreckte sich auf sämtliche Arbeits- amtsbezirke; verhältnismäßig om stärksten war ste in den Bezirken Dillenburg ( 44,7 v. H-), Fulda

409 vH.) und im Arbeitsamtsbezirk Limburg - 40,1 v.H.). Den absolut größten Rückgang ver­zeichneten die Arbeitsämter Frankfurt (347/)

Die vorwiegend von der Konjunktur abhängigen Berufsgruppen find stärker an der Abnahme der Zahl der Arbeitslosen beteiligt ( 144) als die

Saisonaußenberufe, bei denen eine Abnahme um 9569 erfolgt ist.

Einen sehr starken Arbeitseinsatz beanspruchte die Forstwirtschaft für die Aufarbeitung der in­folge des Unwetters im April durch Wmdbruch

Ouberul ................... 4

Deutsche Erdöl ...........** 4

Harpener................. 2y

Hoesch EisenKöln-Neuesten .. 3

Ilse Bergbau ...............c

Ilse Bergbau Genüsse........ e

Klöcknerwerke ............... 3

ManneSmann-Röhren........ 3

dke affjdfdt drganksch gegliederte Stadt, der Be­tuch als sehenswert bezeichneter Baulichkeiten nach Den Angaben eines durchaus neuzeitlich und modern anmutenden Stadtplanes, dieses überall noch spür­bare Alltagsleben einer tragisch gesprengten Ge­meinschaft, gerade dieses Hineingeführtwerden in die gewissermaßen bürgerliche Atmosphäre der an­tiken Welt weckt ganz unmittelbar unsere mensch­liche Teilnahme am beklagenswerten Geschick der Bewohner Pompejis Es bedürfte, um diese Wir­kung hervorzurasen, gar nicht einmal der Schau­stellung von Abgüssen versteinerter Leichname sol­cher Bürger, die die Unglücksstätte nicht mehr recht­zeitig verlaßen konnten und von der Lava zug'edeckt wurden. Um die Frage jedoch auch von der kultur- historischen Seite her zu beantworten, muß gesagt werden, daß Pompeji leichterbegriffen" werden kann, weil die von ihm beherbergte Architektur und die dort angetroffenen Dekorationswerke kaum mehr Kunstverständnis erfordern, als der interessierte Jtalienreisende ohnehin rnitfcringen muß.

In Leptis Magna ist das anders. Wer die­sen Ort aufsucht, ohne die Fähigkeit zu besitzen, Räume aufzugliedern und architektonische Ab­schnitte, die jede sichtbare Komposition zu verleug­nen scheinen, in die richtige Beziehung zueinander zu bringen, der wird hier wohl nur eine scheinbar ordnungslose Anhäufung behauener Steine ent­decken. Die Kenntnis der Geschichte von Leptis Magna allein würde diesen Eindruck schwerlich auf- wiegen können. Wer aber das Gefühl für die Wirkungsmöglichkeit ragender Architektur besitzt und imstande ist, manche den Einflüssen der Zeit und der Witterung zum Opfer gefallene Verbindungen im Geiste zu ersetzen und schadhaft gewordene Stücke zu ergänzen, der wird hier voll auf feine Kosten kommen. Vollends aber wich derjenige einen Besuch von Leptis als geradezu einmaliges Erleb­nis empfinden, der mit kunsthistorischen Kennt­nissen ausgerüstet den unerhörten kulturwissen- schriftlichen und musealen Wert dieser aeroaltigen Bauzeugen des vergangenen Imperium Komanum abzuschätzen weiß. Denn was hier in Leptis seit 1920 aus dem Sande ausgegraben wurde und noch heute zutage befördert wird, stellt in der Tat an Großzügigkeit, Pracht und architektonischer Wucht alles andere einschließlich Pompejis in den Schal- len. Das gewaltigste Gebäude ist die Basilika, die dem von Kaiser Septimius Severus erbauten Forum novum severianum" benachbart ist. Die später von den Christen in eine christliche Gottes­dienststätte umgestaltete Basilika ist wohl die schönste und besterhaltene des römischen Kaiserreiches über­haupt. Dem 146 n. Ehr. in Leptis geborenen Septimius Severus verdankt seine Geburtsstadl viel. Zu feiner Regierungszeit hatte Leptis, geför­dert durch die großzügige Siedlungspolitik des Kai­sers, nicht weniger als 1 0 0 0 0 0 Einwohner.

Im Jahre 363 n. Ehr. nahm die gewaltige Ent­wicklung der Hafenstadt am Mittelmeer, die ihr im Lause von acht Jahrhunderten eine beherrschende Stellung verschafft hatte, ein schroffes Ende durch den Einfall der Asturianer, eines wilden innerafri­kanischen Volksstammes. Von diesem Schicksalsschlag hat sich die Stadt Leptis niemals wieder erholen können; er leitete den allmählichen Verfall ein. Den Austurianern folgten die aus Spanien vor­dringenden Vandalen im 5. Jahrhundert, und zwei Jahrhunderte später bemächtigten sich die Araber der Stadt. Sie hatte aber bereits so stark an Be­deutung verloren, daß die Araber Leptis bald wie­der aufgaben und ihren Siedlungsbereich westlich suchten. 'Was die Einfälle und Raubzüge barbari­scher Stämme überdauert hatte, fiel dem Nagen des Meeres an der Küste, dem vom Schirokko hergeweh­ten Wüstensand, verheerenden Feuersbrünsten oder Erdbeben zum Opfer.

Als die Araber Leptis Magna verlassen hatten, vollendeten die Naturgewalten ihr Zerstörungs­werk. Jahrhundertelang schlief die Stadt unter einer hohen Sanddecke, bis die in Tripolis kolonisieren­den Italiener 1920 unter Leitung von Professor Giacomo Guidi darangingen, sie wieder frei­zulegen. Um der Wissenschaft willen ein bedeuten­des Verdienst und zugleich ein wesentliches Mittel, den Fremdenverkehr nach Tripolis zu heben. Da sich das zunächst geübte Verfahren, den Sand nur beiseite zu räumen, wegen immer neuer Windver- wehungen als unzweckmäßig erwiesen hat, schüttet man die Sandmassen jetzt einfach ins nahe Meer.

Was die Schaufeln fleißiger Arbeiter aus dem heißen Wüstensande ausgraben, ist eine Stätte, die in ihren gewaltigen Resten von Foren, Tempeln, Theatern und Thermen Bauwerke beherbergt, die mit unerhörter Wucht den Herrscherstolz, Kunst­willen und Schaffensdang der antiken Welt offen­baren. Alles ist hier auf eine kurze Formel ge­bracht Architektur. In Pompeji aber herrscht, es sind herrlid)c Fresken dort zu sehen, die Malerei vor. Das macht denn auch den Unterschied aus: In Der monumentalen Architektur von Leptis Magna fetzte sich eine gefestigte und reiche Staatsmächtig­keit ihre Denkmäler. In den bunten Malereien Pompejis spiegelt sich die heitere Bürgerlichkeit einer wohlhabenden Stadt wider.

Gchiußk. Mittag- börse

11.6

Schluß« lurd

10.6.

101,4

98,75

103

Schiußt. Abend- börse

11.6.

I. G. Farben-Industrie.......7

Scheideanstalt............... 9

Goldschmidt ................ b

Rülgerswerle ............... «

Metallgejellschaft............. 5

8yJ 96,75 . 0 23

.. b 135,25 . bl 7%| -

lOdlnm

6% Deutsche tUcidioüiiiellK 0.192« 4% Deutsche Reichsanl. von 11131

Düung Anleihe non 1980 .

$cut|(1ic Aul.-Adlos.-Schuld mb Ausws.-Rechten ............

Ci"o Deutsche ReichSposlschatzan Weisungen von 1934, I.......

4H% eliem. «»!, Hessischer Volk» itaat 11129 (rüdjuhib. 103%) ...

4,2% ebein.n°s» Hessische Landes biml Darmstadt Gold R. 12...

ehern. 4*-',% 4V1L Landet Hupvihekenbank DarmstadlLtou 4%% ehem. 8% Darnsst. Komm Landest).Goidichuldvcrichr R. 1 tberhesten Provinz-Anlethe ml Audoi.-Rechten ............

Deutsche Komm. Cammelabl. An leihe Serie 1 mit Ausws.-Rechten 4/j"nrbent.8%Franks.Hyp. Ban

GoWpse. 15 unkündbar bis 193.' 6y,% ehem. 4%% Franks Hyp.

Bank-Liau.-Psandbriese......

I Schluß« I kurs

Datum | 10-6- ..... 6/2 142,5

Philipp Holz mann...........4| 132,25

Zementwerk Heidelberg ...... 7 - -

Cementwerk Karlstadt.........6

Schluß« kurs

10-6-

Franssurt a.M.

Berlin

Schluß­kurs

Schluvt. Abend« börse

Schluß- kurs

Schlutzk. Mittag­börse

Dalum

10.6

11-6.

106.

10-6.

4% oesgi. Sene h ............

11,5

5% Numän. vereinh. Rente v. 1903

7,5

7,5

7,5

7,45

4V,"nRumän.vereinh.Rentev.lS13

9,13

10

10,13

10

4% Rumänische vereinh. Rente .

5,925

5,95

6

6

Anatolier.............

45

44,65

44,5

Hamburg-Amerika-Paket .....0

15

14,75

14,65

14,75

Hamburg Südam. Tampsschiss . 0

30

-

Norddeutscher Lloyd .........0

16,75

16.25

16,75

16,13

A G. für Verkehrswesen Akt. .. 0

125

123

124,75

123,25

Berliner Handelsgesellschaft ... 6

119

119

Commerz, und Privat Bank ... 4 Deutsche Bank und Disconto-

94,5

94,5

94,75

94,5

Gcsellschast................ 4

95,5

95,5

96

95,5

Dresdner Baut.............. 4

96,25

95,75

96,25

95,75

199

199,5

200

199,5

10-Iunt

11 -Zuni

Am.liche Notierung

Amissche Geld

Dotierung Briet

Geld

Brief

ouenod Air>

0,688

0,692

0,688

0,692

Brüssel ....

42,04

42,12

42,01

42,09

Rio de Ian.

0,139

0,141

0,139

0,141

Sofia.....

3,047

3,053

3,047

3,053

Kopenhagen

55,67

55,79

55,67

55,79

Danzig ....

46,80

46,90

46,80

46,90

London....

12,465

12,495

12,47

12,50

HelsingsorS..

Paris .....

5,499

5,511

5,499

5,511

16,36

16,40

16,355

16,395

Holland ...

167,86

168,20

167,86

168,20

Italien ....

19,48

19,52

19,48

19,52

Japan.....

0,729

0,731

0,729

0,731

Jugoslawien

5,654

5,666

5,654

5,666

OSlo..... :

62,67

62,79

62,67

62,79

Men......

48,35

49,05

48,95

49,05

Lissabon...

11,33

11,35

11,33

11,35

Stockholm...

64,29

64,41

64,29

64,41

Schweiz ...

80,39

80,55

80,34

80,50

Lpanten...

33,91

33,97

33,89

33,95

Prag......

10,255

10,275

10,255

10,275

Budapest ..

Neuyvrk ...

2,486

2,490

2,485

2,489

140,75

140,5

138

138,25

248,5

247,25

249

132,5

133,25

132,13

97,25

97,25

96,5

22,75

22,75

22,75

135

135,5

133,5

131,5

131

132,5

184,25

184,75

172,5

172,9

171,65

262

115,5

115,75

116

132

132

130,5

140,75

139

130,9

132,25

130,65

142,5

150

142,25

150

-

114

113

56,75

56,4

56,65

56,5

90,75

90

90,25

90,25

147,5

144

144

142,5

109

108,25

108,5

108,13

121

120,5

123

123

124

123,25

184,5

182

184

181

87

86,13

47,75

47,5

48

47,75

450

452

452

450

200,25

201

194

192

194,5

192

33,25

32,75

33,5

33

98,75

98,5

228

230,5

226,5

230

Berlin, 11. zum

(5eiB

Äref "

Amertkannche Roten..............

2,437

2,457

Belgische Noten..................

41,88

42,04

Dänische Noten .................

55,42

55,64

Englisch- Noten .................

12,435

12,475

Französische Noten...............

16,305

16,365

Holländische Noten...............

167,44

168,12

Italienische Noten................

Norwegische Noten ..........

62,45

62,71

Deutsch Oesterreich, A 1OO Schilling

Rumänische Noten...............

Schwedische Noten...............

64,07 80,16 33 55

64,33

80,48

33,69

Schweizer Noten.................

Spanische Noten.................

Ungarische Noten................