Ausgabe 
12.1.1936
 
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zialismus der Tat", der wie eine riesige Lawine alles erfaßte, was an Liebe, Sorge, Freude, Opfer­bereitschaft und innerster Verbundenheit in Millio­nen von deutschen Herzen lebendig war. In der Funkzentrale erlebten wir dieses beispiellose Er­eignis ungefähr so: Alles lief wunderbar! Die Uebertragungen aus dem Saarbrücker Notfunkhaus klappten hervorragend.

Einer unserer Reporter erzählt, wie er einen 85jährigen Veteran vom 1. Garde-Regi­ment zu Fuß Potsdam vor dem Abstimmungslokal gesprochen habe, und daß es sein einziger Wunsch sei, noch einmal Berlin und Potsdam zu sehen. Solche und ähnliche Episoden wurden er­zählt. Plötzlich, etwa 10 Minuten später, telepho­nischer Anruf aus Berlin: ein Arzt aus Berlin lade den Veteran auf einige Wochen zu sich ein, und er wolle ihm Berlin und Potsdam nach Her­zenslust zeigen. Durchqeben durchs Mikrophon! Und daß der Rundfunk die Reisekosten bezahlen wolle... Weitere Minuten: Die Lufthansa schenke ihm den Hin- und Rückflug. Und dann gibt es kein Halten mehr. Binnen Minuten melden alle Reichs­sender Deutschlands, daß ihre sämtlichen Telephone blockiert sind. Wir können uns vor Anrufen, Tele­grammen, Fernschreiben nicht mehr retten. Der Fernschreiber rollt Papierstreifen über Papier­streifen ab: Einladungen armer, saarländischer Volksgenossen, Geldspende, Goldspenden, Sachspen­den, Ferienaufenthalte, Patenschaften! Tausende, Zehntausende von Angeboten, Geschenken, Spenden in wenigen Stunden. Aus allen Gegenden Deutsch­lands, aus Holland, England, Schweiz, Italien, Polen, Schweden. Es ist einfach überwältigend. Ein Pfarrer sucht unbedingt arbeitslose Bergleute. Ein ehemaliger Kompanieführer sucht einen saarländi­schen Burschen mit Frau und Kindern einzuladen. Ostpreußische Soldaten laden einkriegsstarkes Bataillon" saarländischer Kriegsteilnehmer ein. Ein altes Mütterchen schickt das einzige Erinnerungs­zeichen an ihren gefallenen Sohn ein teuer be­hütetes Goldstück aus dem Brustbeutel des Ge­fallenen. Ein Arbeitsloser schickt seine Gesamter­

sparnisse im Betrage von 9,35 Mark. Hier kommt ein Sparbuch mit Einlage für den ersten nach der Abstimmung geborenen Saardeutschen. Das war Deutschland! Das neue Deutschland am Tage der Abstimmung! Einen herrlicheren Beweis für die innere Verbundenheit zwischen Saar und Reich konnte es nicht geben und der Rundfunk ist stolz darauf, der Vermittler für dieses wunder­bare Volk und seine Opferliebe sein zu können. Wie eine riesige Familie fühlten sich alle, die an den Lautsprechern diesen Ehrentag der Saar mit­erlebten.

Die heilige Stunde

Noch einmal wird der Rundfunk zum Mittler. Die große, heilige Stunde des Sieges, in welcher der Saarbevollmächtigte, Gauleiter B ü r ck e l feinem Führer über das Mikrophon melden kann, wie überwältigend dieses Bekenntnis der Saar ist. Der Führer lauscht Hunderte von Kilometern entfernt am Lautsprecher und spricht dann unmittelbar die Antwort. Man spürt die tiefe Erschütterung in feiner Stimme, die unendliche Freude, die ihn überwältigt.

Im Frankfurter Senderaum sind nur ein paar von uns dabei. Wir dürfen neben Bürckel diesen großen geschichtlichen Augenblick erleben, der jedem die Tränen der Freude in die Augen treibt. Bürckel steht vor dem einsamen Mikrophon, kaum seiner Stimme mächtig, und spricht von der abgespreng- ten Kompanie, von den erschütternden Zeugnissen deutscher Treue. Und dann braust das deutsche Tedeum, dann brausen Deutschlandlied und Saar­lied durch den weiten Raum und wir hören den Minister Dr. Goebbels namens der Reichsregierung zu dem treuen Saarvolk sprechen. Diese heilige Stunde wird allen unvergeßlich sein, die sie hörten kostbarste Erinnerung den wenigen, die selbst Zeugen sein durften an den Orten, wo die Mikro­phone in Saarbrücken, Frankfurt, Berchtesgaden und Berlin den Inhalt dieser heiligen Stunde einfingen.

Wo die Kinder als Skiläufer zur Well kommen

Das Gebiet der Deutschen Ski- und Eislauf-Meisterschaften 1936.

Von Käte Brandel-Elschner.

Oberstdorf ist die südlichste Bahnstation des Deutschen Reiches. Auf den Graten und Berg­gipfeln, die es im Halbkreis umschließen, verläuft die Grenze. Aus dem Gebiet um Nebelhorn, Tret- tach und Mädelegabel kommen alljährlich die ersten Schneeberichte des Bergwinters.

Zn Oberstdorf, so sagt man, kommen die kleinen Kinder schon als Skiläufer auf die Welt. Tat­sächlich gehört dort die Skiausrüstung zum klein­sten Schulmädel und Schulbuben wie auch ander­wärts der Bücherranzen. Skilaufen aber tun sie schon, wenn sie kaum richtig auf den Beinen stehen können. Skilehrer brauchen sie nicht, die Vierjähri­gen schauen es den Siebenjährigen ab, und die machen es den Großen nach. Das geht durchs Ge­lände und über die Sprungschanzen, daß man meint, die Knochen fahren ihnen oben zum Anzug hinaus. I u ck a t ö n n a" ist Ehrensache. Da wird aus Schnee eine Schanze gebaut, und hinüber setzen die kleinen Kerle beinahe mit einerVorlage", wie nur ein Birger Ruud sie zeigt.

Das sind jetzt fünf Jahre her, als wir bei den Deutschen Skimeisterschaften im Wechselschnee nach Bergchristel hinaufspurten. Ein Knirps, ein lächer­liches Etwas von Skiläufer mit viel zu langen Brettern und viel zu großer Mütze, holte uns ein, schlurfte ein Stück neben uns her und begann ein Gespräch:Was wir für ein Steigwachs drunter hätten und mir sollen einmal die Gleitflächen hochheben, ja freilich, das fei ja ein Schmarrn" und aus der unergründlichen Hosentasche angelte der Knirps etwas Klebriges, Warmes und schmierte es uns kreuzweise auf die Bretter.Spezial­mischung", sagte er stolz,selber z'sammkocht, da steigst roiera Fliegn an der Wand." Und so war es auch.

In diesem Jahr ist das Oberstdorfer Gelände wieder der Schauplatz der Deutschen Sti­rn e i st e r s ch a f t e n , die als Ausscheidungskämpfe zu den Olympischen Winterspielen sport­lich eine besondere Bedeutung haben. Außerdem bieten sie dem Wintergast, dem Zuschauer manches neue und große Erlebnis.

Der Eisplatz, auf dem in diesen Tagen die Eis- laufkünftler ihre wundersamen Figuren laufen wer­den, liegt mitten im Ort. Wer in einem der um­liegenden Hotels Quartier bezogen hat, kann sich die Eiswettkämpfe also vom Fenster aus ansehen.

Die Tage vom 15. bis 19. Januar bringen die Skiwettkämpfe. Zu den Langläufen liegen Start und Ziel dicht beim Ort, und die Strecke führt einen Kilometer und mehr vom Start weg durch

offenes Gelände, so daß auch der Zuschauer, der keine Bretter unter den Füßen hat, viel sehen kann. Die Schattenbergschanze, die Sprünge bis an die 70-Meter -Marke zuläßt, ist ebenfalls von vielen Punkten aus gut zu übersehen, am besten natürlich von der Tribüne aus.

Dem Skisportler stehen so viele Tourenmöglich­keiten offen, daß er schon einen ausgedehnten Urlaub braucht, um sie alle auszukosten. Da gibt es Lang­läufe mit schönem Wechsel von Anstieg und Abfahrt in die Täler von Birgsau und Spielmannsau oder ins Oytal. Es gibt Abstecher ins vielgelobte, viel­besuchte W a l s e r t a l mit der Schwarzwasserhütte und dem Hohen Ilsen. Als Krönung kommt die rassige Abfahrt vom Nebelhorn, die man mit unverbrauchten Kräften unter die Bretter nehmen kann, da die Seilbahn den Aufstieg erspart. Droben, im Gebiet der Zweitausender, um Nebelhorn und Daumen, gibt es Skihochtouren von unvergleichlicher Schönheit und Ausblicken, wie sie kaum ein anderes Gebiet aufzuweisen hat.

Wer mit den langen Brettern nicht vertraut ist, lernt bei Schlittenfahrten die nähere und weitere Umgebung kennen ober ruht sich aus bei einer Sonnenliegekur. Zu einer großen An­zahl lohnender Ausflugs- und Aussichtspunkte wer­den die Straßen für den Fußwanderer offengehalten.

Im weiten Allgäuer Winterland liegen noch manche Orte von gutem Klang. Füssen, Pfron­ten, Nesselwang, Wertach, Kranzegg, Sonthofen, Hindelang und, in Bergen versteckt, das heimlige Hinterstein, bann Jmmenstabt am märchenhaften Alpsee und Oberstaufen mit feinem ausgebehnten Skigelänbe, besonders bekannt aus den motor- sportlichen Winterwettbewerben des DDAC. Fast alle diese Orte liegen an der Straße LindauFüssen, und damit an der berühmten Quer­alpenstrecke BodenseeBerchtesgaden.

Mit der Bahn bringt man über Kempten ins Herz des Allgäus vor. Aus dieser Fahrt erlebt man eine Steigerung in der Schönheit der Landschaft, die jeden begeistert und beglückt: Zunächst führt sie durch gewelltes Vorland, bann an Höhenrücken, an Bergen entlang, deren Gipfel und Grate glänzen, bis unter die Felsriesen, die im Süden das Tal umkränzen. Eine knappe Strecke hinter Oberstdorf ist die Talwelt zu Ende, eine Talwelt, die nur noch an Schönheit, Eigenart und Größe übertroffen wird von der Berg­welt ringsum. Die Tausende, die alljährlich dort Er­holung suchen und finden, wissen den Ruhm der Landschaft am besten zu verkünden.

Wirtschaft.

Warum weniger Eier?

Fwd. Die Landesbauernschaft Hessen-Nassau teilt zur Lage auf dem Eiermarkt folgendes mit:

Infolge der Verknappung auf dem Fleischmarkt in der zweiten Hälfte des vorigen Jahres fand ein übermäßig starker Verzehr von Eiern durch Ver­lagerung des Verbrauchs vom Fleisch- auf den Eiermarkt statt. Obwohl größere Zufuhren aus dem Auslande erfolgten, wie in früheren Jahren, wurden die Vorräte der Reichsstelle für Eier in den Kühlhäusern infolge des übermäßig gesteiger­ten Bedarfs bereits im Dezember geräumt, die bei normalem Verlauf bis weit in das Jahr 1936 zur vollen Bedarfsdeckung ausgereicht hätten. Infolge­dessen sind wir bei der Versorgung des Marktes heute auf die Eigenerzeugung und auf die Zu­fuhren aus dem Auslande, die aber im Augenblick nur in geringem Umfange erfolgen, angewiesen. Es ist damit zu rechnen, daß die augenblickliche Knappheit infolge der von Tag zu Tag steigenden Eigenerzeugung im Reich in den nächsten Wochen säst restlos behoben sein wird. Dor allen Dingen werden die zu Beginn des Monats Februar auf Grund der Handelsverträge hinzukvmmenden Aus­landseinfuhren gemäß den Handelsverträgen vor­aussichtlich eine ausreichende Befriedigung des Marktes ermöglichen. Da die augenblicklich zur Verfügung stehenden Mengen naturgemäß zunächst für die lebenswichtigen Betriebe, Krankenhäuser und dergleichen mehr verwendet werden müssen, können der Verbraucherschaft in den nächsten Tagen durch die Kleinhandelsgeschäfte nur in geringen Mengen Eier zugeführt werden. Es kann also zu­nächst nicht mit einer Befriedigung der Kaufwünsche der gesamten Verbraucherschaft gerechnet werden. Da die zur Verfügung stehenden Mengen jedoch lausend steigen, braucht der Verbraucher seine Kaus- wünsche nur kurze Zeit zurückzustellen.

Rhein-Mainische Börse.

Rhein-rNainische Börse uneinheitlich.

Frankfurt a. M., 11 Jan. Da von der Kundschaft nur kleine Aufträge vorlagen, nahm die Wochenschlußbörse im allgemeinen einen stillen Ver­lauf. Die Grundtendenz war weiter fest, die Ent­wicklung der Kurse gestaltete sich am Aktien­markt etwas uneinheitlich. Die Kulisse nahm nach den Käufen der letzten Tage einige Gewinnsicherun­gen vor. Für Spezialwerte erhielt sich indes weitere Nachfrage. So blieben AG. für Verkehr aus dem bekannten Grunde fest mit 94,7595,25 (94,25). Außerdem blieben Bergwerkspapiere ge­fragt, Buderus gewannen 1, Mansfelder Bergbau 1 und Stahlverein 0,50 v. H., nur Hoefch gingen um 1 v. H. zurück. Bon Braunkohlenwerten zogen Rheinbraun auf 216 (214) an. Am Elektromarkt

erfolgten einige Abgaben, wobei Felten 1,25, AEG. 0,65, Schuckert 0,75 und Gesfürel 0,75 v. H. nach­gaben. Bekula und RWE. lagen unverändert. Ma­schinen- und Motorenwerte erzielten weitere Er­höhungen von 0,50 bis 0,75 v. H., ferner blieben Zellstoff- und Papieraktien beachtet bei Kursgewin­nen von 0,501 v. H. Schiffahrtsaktien notierten bis 0,40 o. H. fester. Chemische Werte lagen recht still und nahezu unverändert, etwas matter Deutsche Erdöl mit 108,13 (109), IG. Farben blieben mit 148,50 voll behauptet. Bon Bankaktien bröckelten Reichsbank auf 182,50 (183) ab. Braubank lagen mit 117,25 unverändert.

Arn Rentenmarkt war das Geschäft klein. Altbefitz 110 (109,90), Kvmmunal-Umschuldung etwa 87,65, Zinsvergütungsscheine etwa 92,40 und späte Schuldbuchforderungen 96,50. Zertifizierte Dollar- bonds lagen gut behauptet. Don fremden Werten blieben 4proz. Ungarn Gold mit 9,55 (9,60) ge­halten.

Im Verlaufe war die Umsatztätigkeit etwas leb­hafter. Bei fester Tendenz blieb die Kursgestaltung uneinheitlich, es überwogen aber meist Erhöhungen, insbesondere für Montanaktien. IG. Farben notier­ten mit 148,25148,75 nach 148,50, ferner gewan­nen Scheideanstalt 1,5 v. H. auf 217,50, Rütgers- werke 1,75 v. H. auf 117. Sonst notierten im Ver­lause u. a. AG. für Verkehr 95,50 (95,25), Rhein- braun 217 (216), Hoefch 86,50 (85,50), Stahlverein 77,25 (77), Daimler 93,25 (93), Reichsbank 182 bis 182,75 (182,50). Fester lagen ferner noch Holzmann mit 91,50 (90,75), Westdeutsche Kaufhof 28,25 bis 28,75 (27,75), Otavi Minen 18,25 bis 18,40 (18,25), Klöckner 83 bis 83,75 (83,75), Thür. Lieferung 122 (123) und Muag 76,40 (0,25).

Der Rentenmarkt blieb still und unverändert. Kommunal-Umschuldung gingen mehrfach mit 87,70 um. Goldpfa.iddriefe lagen unverändert, Liquida­tions-Pfandbriefe meist 0,13 v. H. höher. Stadtan­leihen lagen uneinheitlich, schwächer 4,50 Darmstadt o. 28 mit 91,50 (92,25). Am Auslandsrentenmarkt blieben Rumänen, Mexikaner und Ungarn voll be­hauptet.

Tagesgeld wieder 2 v. H.

Frankfurter Schlachtviehmarkt.

Frankfurt a. M., 13. Jan. (Vorbericht.) Um 10 Uhr war folgende Marktlage: Dorauftrieb: 1112 Rinder (188 Ochsen, 79 Bullen, 702 Kühe, 143 Fär­sen), 474 Kälber, 28 Schafe, 2729 Schweine. Es kosteten. Rinder: Ochsen 40 bis 43 Mark, Bullen 41 bis 43, Kühe 24 bis 43, Färsen (Kalbinnen) 41 bis 43, Kälber 30 bis 70, Hümmel 43 bis 48, Schweine 51 bis 57 Mark. Marktverlauf: Rinder lebhaft, Kälber ruhig, Hämmel und Schafe mittel­mäßig; Schweine wurden zugeteilt.

«rum essen wir Fisch?

Von Hilde Ines.

Wer einmal in einem kleinen Ort an der See gewesen ist und sich mit den Lebensgewohnheiten der dortigen Bevölkerung beschäftigt hat, wird eine Ahnung bekommen haben von der Mühe und der Not, die den Alltag der Fischer begleiten. In Sturm und Wetter fahren sie mit ihren Kähnen und den sauber geflickten Netzen hinaus auf das Meer, um bas Gut zu erobern, von dessen kärglichem Erlös sie ihren Unterhalt bestreiten müssen. Mit banger Sorge wird ost von den Angehörigen ihre Heimkehr erwartet, haben doch die wildschäumenden Wogen im Laufe der Jahre immer wieder ihre Opfer ge­fordert. Aber nicht nur von dem glücklichen Fang und dem guten Ausgang der Fahrt hängt das Da­sein der Fischer ab, denn was nützt ihnen die schönste Beute, wenn sich dafür kein Abnehmer ein­stellt? So spielt auch hier wieder Angebot und Nachfrage eine Rolle, die den Hausfrauen zu den­ken geben sollte. Wenn sie über die Märkte gehen und wahrnehmen, daß Fische in großer Zahl zum Kauf locken, dürfte es für sie eine Selbstverständ­lichkeit sein, dieser Tatsache durch eine entsprechende Handlungsweise Rechnung zu tragen.

Es gilt ja auch nicht nur einem Berufsstand beizuspringen, vielmehr sind es außerdem noch wirt­schaftspolitische Gesichtspunkte, die uns als Richt­schnur dienen müssen. Wir sagen uns also, daß die in den Meeren von deutschen Fischern gefangenen Fische inländische Erzeugnisse sind, die dem heimi­schen Markt Nutzen bringen und die keinerlei Auf­wand an Devisen benötigen. Infolgedessen ist es an­gebracht, dem gewohnten Küchenzettel ein etwas an­deres Aussehen zu verleihen und die Mehroerwen- bung von Fischen in Betracht zu ziehen. Zu dem seit Jahren eingehaltenen Fischtag in ber Woche gesellt sich eben noch ein zweiter, ober gar ein dritter, unb nach kurzer Zeit wirb diese Zugabe zur lieben Gewohnheit geworden sein. Ueberall im

Reich können in gleicher Weise Fischgerichte als Mahlzeit herangezogen werden, denn die von den großen Hafenplätzen ins Binnenland abgehenden Eilzüge mit ihren Kühlwagen sorgen dafür, daß bereits nach 24 Stunden selbst in weit obliegenden Orten die Gaben des Meeres und der Flüsse zum Verkauf gelangen. Ob sie nun in frischem, geräu­chertem ober mariniertem Zustand Verwendung fin­den, immer ist ihr Nährwert derselbe, und nicht oft genug kann betont werden, daß für die Erhaltung der Gesundheit und der Arbeitskraft gerade der Fisch sich als ein außerordentlich wichtiges Nah­rungsmittel erweist. Sein Gehalt an Eiweiß, Vita­minen und Phospho.en steht unzweifelhaft fe'l.

Nun wird vielfach eingewendet, daß eine Fisch­mahlzeit nicht lange vorhalte unb frühzeitiges Hungergefühl verursache. Demgegenüber ist zu be­merken, baß man ja heute nicht mehr den Fisch in der früher üblichen Form fast ohne Beigabe zu genießen pflegt, sondern daß er in Verbindung mit verschiedenen Gemüsen, ober auch mit Nubeln angerichtet wird. Auch die Abwechslungsmöglichkeit ist größer als man gemeinhin annimmt. Wer sich z. B. einmal an das Dünsten im eigenen Saft, an gefüllte Filets, an gespickten Fischbraten und an die Befolgung all der anderen guten Rezepte ge­wagt hat, der wird falschen Vorurteilen zu be­gegnen wissen. Ob es sich um Kabeljau, Schellfisch, Dorsch, Rotzunge, Seelachs ober Golbbars handelt, eine schmackhafte und begehrte Speise wird aus dem einen so gut wie aus dem andern herzustellen sein. Und sollten wir einen Angehörigen haben, der durchaus auf seiner Abneigung gegen das Fisch­essen beharrt, so überrumpeln wir ihn eines guten Tages mit einem leckeren Thunfischschnitzel, non dem mit Sicherheit zu erwarten ist, daß es mit großer Begeisterung verzehrt werden wird.

148,25

148,65

91,25

10

Banknoten.

163,5

198,5

5 v. H.

92,25

143,5

95

144

96,75

108,75

109,75

86,25

157

126

83,25

80,65

52,75

104,5

119,5

81,65

37,5

136,5

113,9

129

115

126,5

96,75

108,13

109,5

86,5

154

126

83,75

80,75

96,5

109 109,5

85,5

155,5

126

83,4 80,13

36,9

137,13

114,5

130

114,9

126

131,5

127,9

124,5

168,25

125,25

»i

12

111,5

117

114

110,75

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117

114.

37 136,5 114,5 129,5 114,5 126,25 131,5 128,65 124,5

168 124,5

53,13

104,25

118

81

101,5

52,75

105

118

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121,9

91,75

143,5

77

28

290

175

163,75

128,5

125,25

168

124

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289,5

175

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136,5

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129,25

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126

130,13

128,75

125,5

168

124

148,4

216

111,75

115,25

114

102,75

52,75

104

119,5

81

122,4

95

143,25

78,9

29,13

289

174,75

164

Philipp Holzmann Zementwerk Heidelberg Cementwerk Karlstadt.

Elcktr. Lieferungsgesellschaft... 5

Licht und Kraft ........... ey2

Felten & Guilleaume......... 4

Gesellsch.f.Elektr.Unternehmung. 6

Rheinische Elektrizität ........ 6

Rhein. Wests. Elektr..........6

Schuckert L Co............... 4

Siemens L Halske............7

Lahmeyer L Co.............7

27,75

290

4% Oesterreichtsche Goldrente.... 4,20% Oesterreichtsche Silberrente 4% Ungarische Goldrente.......

4% Ungarische Staatsrente v. 1910 4*72% desgl. von 1913..........

6% abgest. Goldmextkaner von 99 4% Türkische Bagdadbahn-Anleihe Serie I.....................

6% Deutsche Reichsanlethe v. 1927 4% Deutsche Reichsanl. von 1934 6y2% Doung-Anleihe von 1930 ..

Deutsche Anl.-Ablös.-Schuld mit

Auslos.-Rechten .............

4*/i% Deutsche Reichspostschatzan Weisungen von 1934, I.......

6% ehem.8% Hess. Volksstaat 1929 (rückzahlb. 102%)............

4/2% ehem.8% Hessische Landes- baut Darmstadt Gold R. 12....

5%% ehem. 4y2% Hess. Landes- Hypothekenbank DarmstadtLiqui

d/2% ehem. 8% Darmst. Komm.

Landcsb.Goldschuldverschr. R.6

Oberhessen Provinz-Anleihe mii Auslos.-Rechten .............

Deutsche Komm. Sammelabl. An>

leihe Serie 1 mit Auslos.-Rechten 414% etiem.8% Franks. Hyp.-Banl

Goldpfe. 15 unkündbar bis 1935

614% ehem. 414% Franks. Hyp..

Bank-Liqu.-Pfandbriese.......

&y2% ehem. 4y2% Rheinische

Hyp.-Bank-Liqu.-Goldpfe.....

4)4% ehem. 8% Pr. Landespfand­

briefanstalt, Pfandbriefe R. 19

414% ehem. 7% Pr. Landespsand- briesanst., Gold Komm. Cbl.VI

Steuergutich.Berrechnungsk. 34-38

A.E.G. Bekula

3. G. Farben-Jndustrte Scheideanstalt.......

Goldschmidt ... Rütgerswerke .. Metallgesellschaft

Devisenmarkt Berlin Frankfurt a. M.

Grttzner....................o|

Mainkraftwerke Höchst 4,

Süddeutscher Zucker........ 1O|

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an.

Datum

Mansfelder Bergbau .. Kokswerke...........

Rheinische Braunkohlen Rheinstahl ..........

Vereinigte Stahlwerke Otavi Minen .......

Kaliwerke Aschersleben Kaliwerke Westeregeln Kaliwerke Salzdetfurth

Buderus ...................

Deutsche Erdis! ..............

Harpener...................

Hoefch EisenKöln-Neuessen .. Ilse Bergbau ...............

Ilse Bergbau Genüsse........

Klöcknerwerke ...............

Mannesmann-Röhren........

Schultheis Patzenhofer

Aku (Allgemeine Kunstseide) .. 0

Bemberg................... 6

Zellstoff Waldhof ............ ö

Zellstoff Aschaffenburg ......O

Dessauer Gas ...............7

Daimler Motoren............O

Deutsche Linoleum........... g

Orenstein & Koppel ..........O

Westdeutsche Kaufhof.........0

Chade.................... 7*/,

Accumulatoren-Fabrik....... 12

Conti-Gummi............... 8

26,75 | 27 I 26,4 I

88,75 88,75

198 | 198,5 I 198 I

II

7

9

5

6

4

. O . O . 5 . 5 ?y.

Sramrun a. 2)1.

Berlin

Schluß- fürs

Schlußk. Abend­börse

Schluß- lurs

Schlußk. Mittag- börse

Datum

10.1

11.1.

10-1.

11 1.

Frankfurt 0. M.

Berlin

Schluß­kurs

Schlußk. Abend­börse

Gchluß- kurs

Schlußk. Mittag­börse

10.1.

11-1.

10.1.

11.1.

| 124,5

125,5

124,75

125

116,75

117,25

214

217

213,5

216,75

107,25

108,5

107,5

108,5

76,5

77,4

76,25

77 4

18,25

18,4

18,25

18,25

122

122,5

122

123,5

118,75

119,5

119,25

119,75

181

184

181,5

185

Frankfurt a.M.

Berlin

Schluß­kurs

Schlußk. Abend­börse

Schluß­kurs

Schlußk. Mittag- börle

Öatum

10.1.

11.1.

10.1.

11.1.

4% vesgl. Sene 11 ............

9,25

_

__

5% Rumän. vereinh. Rente v. 1903

6,4

6,5

6.5

6,9

4y2%Rumän.vereinh.Rentev.l91Z

9,15

9,13

9,15

9,25

4% Rumänische vereinh. Rente ..

5,275

5,225

5,35

5,3

24% Anatolier............

39,65

39,5

39,75

39,5

Hamburg-Amerika-Paker .....O

15

15,5

15,4

15,25

Hamburg-Südam. Dampfschiff. O

26

Norddeutscher Lloyd .........O

17,25

17,4

17,25

17,13

A.G. für Verkehrswesen Akt. .. O

94,25

95,5

115,5

94'13

96

Berliner Handelsgesellschaft ... 6

114,75

115,5

116,5

84,5

Commerz- unb Privat-Bank ... O Deutsche Bank und Disconto-

86

86,4

85,25

Gesellschaft................0

85,5

86

85

86

Dresdner Bank..............0

86

86,5

85,5

86,5

Retchsbar^ ................ 12

183

182,75

182,75

181,9

10.Januar

11.Januar

Amtliche Notierung

Amtliche Notierung

Geld

Brief

Geld

I Brief

Buenos Atre.

0,668

0,672

0,668

0,672

Brüssel.....

41,86

41,94

41,86

41,94

Rio de Jan.

0,138

0,140

0,138

0,140

Sofia ......

3,047

3.053

3 047

Kopenhagen.

54,77

54,87

54} 77

54,87

Danzig.....

46,80

46,90

46,80

46,90

London .....

12,265

12,295

12,265

12,295

Helsingfors..

5,40

5,41

5,40

5,41

Paris ......

16,405

16,445

16,41

16,45

Holland ....

168,68

169,02

168,78

169,12

Italien.....

19,98

20,02

19,98

20,02

Japan ......

0,717

0,719

Jugoslawien

5,654

5,666

5'654

5,666

Oslo..... :

61,59

61,71

61,59

61,71

Wien.......

48,95

Lissabon....

11,125

11,145

1l'l3

11,15

Stockholm...

63,24

63,36

63,24

63,36

Schweiz ....

80,82

80,98

80,86

81,02

Spanien....

33,99

34,05

34,00

34,06

Prag.......

Budapest ...

10,29

10,31

10,29

10,31

Reuyork ...

2,484

2,488

2,478

2,482

100,4

97

103,13

100,4

97

103,13

100,4

97

103

100,4

97

103,5

109,9

110

109,9

110

99,9

99,9

99,9

99,9

97,75-

97,75

97,5

97,75

96,4

96,4

96,25

96,25

100,75

101,25

93,25

93,25

118,75

113,5

113,75

113,25

113,4

96,5

96,5

101,4

101,5

101,4

101,4

101,4

101,25

97

97

97

97

97

97

97

97

108,2

108,3

108,25

108,3

30,5

30,75

31,65

31,13

1,4

1,4

1,35

1,4

9,6

9,55

9,45

9,5

9,5

9,4

9,4

9,4

9,4

9,5

9,55

9,6

14

14,13

14

14,2

9,25

_____ Berlin, 11 .Januar

Geld

2)riei

Amerikanische Noten..............

2,43

2,45

Belgische Noten..................

41,72

41,88

Dänische Noten .................

54,56

54,78

Englische Noten .... .......

12,23

12,27

Französische Noten............

Holländische Noten.............

Italienische Noten................

16,36

168,36

16,42

169,04

Norwegische Noten ..............

61,43

61,67

Deutsch Oesterreich, h 1OO Schilling

Rumänische Noten...............

___

Schwedische Noten...............

63,07

63,33

Schweizer Noten.................

80,68

81,00

Spanische Noten.................

Ungarische Noten................

33,64

33,78