Ausgabe 
11.12.1936
 
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Durchführung des Ernährungs-Hilfswerkes.

NSG. Der Gauamtsleiter der NS.-DolLswohl- fahrt, Haug, macht darauf aufmerksam, daß die Durchführung des Ernährungs-Hilfswerkes einzig und allein der NS.-Volkswohlfahrt durch den Be­auftragten des Führers für den Dierjahresplan, Ministerpräsident Göring, übertragen ist. Es ist daher unstatthaft, daß sich irgendwelche Kreise oder Privatpersonen in die Arbeit des Ernährungs-Hilfs­werkes einzuschalten versuchen. Die Gauamtsleitung der NSV. wird allen derartigen Bestrebungen so­fort entgegentreten.

lieber die Durchführung der Arbeiten des Ernäh­rungs-Hilfswerkes im Gau Hessen-Nassau wird der Bevölkerung rechtzeitig Kenntnis gegeben werden. Auf Grund der bereits vorliegenden Vorarbeiten wird die praktische Arbeit des Ernährungs-Hilfs­werkes vorerst nur in Darmstadt ausprobiert wer­den. Die übrigen Städte und Kreise des Gauge- bretes werden erst zu einem späteren Zeitpunkt ein­geschaltet.

Aufnahme in die Liste der technischen Anwärterinnen.

Der Reichsstatthalter in Hessen Landesregie­rung gibt nachstehende Verfügung über die Auf­nahme in die Liste der technischen Anwärterinnen bekannt:

Die seit dem 1. Februar 1932 geschlossene Liste für technische Anwärterinnen wird mit sofortiger Wirkung für solche Prüflinge geöffnet, die nach Ostern 1932 die Prüfung in Handarbeit und Haus­wirtschaft an den technischen Seminaren in Darm­stadt, Gießen und Mainz abgelegt haben. Gesuche um Aufnahme in die Anwärterliste sind an den Herrn Reichsstatthalter Landesregierung Ab-

Opfere und erfreue am nächsten Eintopf- fonnkagl

teilung VII zu richten, jedoch bei dem Kreis- bzw. Stadtschulamt abzuliefern, in dessen Dienstbe^irk die Gesuchstellerin wohnt. Den Gesuchen sind oei- zuschließen: 1. Lebenslauf. 2. 1,50 RM. Cingabe- gebühr. 3. Beglaubigte Abschrift des Seminar­zeugnisses über die bestandene Prüfung in Hand­arbeit und Hauswirtschaft. 4. Beglaubigte Abschrift des Zeugnisses über die Prüfung in Reichskurz- fchrift. 5. Ein neues kreisärztliches Gesundheits­zeugnis. 6. Nachweis der arischen Abstammung durch Vorlage des Formblatts 1 der standesamt­lichen Geburtsurkunde der Gesuchstellerin und der standesamtlichen Heiratsurkunde der Eltern. Ferner hat die Gesuchstellerin noch anzugeben: 1. Welche Tätigkeit sie seit Ablegung der Prüfung ausgeübt hat bzw. zur Zeit noch ausübt und in welcher Weife sie sich seither weitergebildet hat, 2. welchen Gliederungen der Bewegung sie angehört, 3. ob und wie lange sie sich im Arbeitsdienst betätigt hat. Ausgenommen können nur solche Gesuchstelle­rinnen werden, die sich ohne jegliche Einschränkung zur Verfügung stellen und bereit sind, jedem Auf­trag Folge zu leisten.

Kreisausschuß Gießen.

Der Kreisausschuß des Kreises Gießen unter dem Vorsitz von Oberregierungsrat Dr. Schönhals beschäftigte sich am gestrigen Donnerstag weiter­hin vergl. unseren gestrigen Bericht mit der Klage des Kaufmanns Josef M ü n n i ch aus Gie­ßen gegen den Beschluß des Kreisamtes vom 30. Oktober d. I. auf Entziehung des Führerscheins für die Dauer. Dem Beschluß lag der Tatbestand zu Grunde, daß Münnich in der Nacht vom 6. zum 7. Mai unter der Einwirkung geistiger Getränke mit einem unbeleuchteten Fahrzeug in Schlangen­linie durch die Frankfurter Straße gefahren war und Passagiere gefährdet hat. Der Vertreter des Kreisamtes bestand auf dem angeführten Beschluß. Trotz der Einwendungen wurde der Einspruch in Abwesenheit Münnichs verworfen und dem Kläger die Kosten des Verfahrens auferlegt.

Haupttagung

der Hessen - nassauischen Derteiterschost.

Die Kreisbauernschaft Oberhessen-West gibt be­kannt, daß am 15. Dezember auf dem Feskhallen- gelände in Frankfurt a. M. eine Haupttagung der gesamten hessen-nassauischen Verteilerschaft durch­geführt wird. Am Vormittag finden 9 Fachschafts­tagungen statt, davon finden fünf in d"n großen Sälen des Festhallengeländes statt, während die Ver­teiler der Gartenbauwirtschaft im Palmengarten, die Verteiler der Viehwirtschaft im Kyffhäuser und die Verteiler der Zucker- und Weinbauwirischaft rm Dolksbildungsheim zusammenkommen. Am Nach­mittag, 14.30 Uhr, findet im Bachsaal des Fest­hallengeländes die Haupttagung statt. Es spricht der Reichshauptabteilungsleiter III des Reichsnähr­standes Dr. Korte.

Werden die Kirchenbücher sicher aufbewahrt?

EPNH. Im Besitz der nassau-hessischen Pfarr­ämter befinden sich sehr viele wertvolle Kirchen­bücher, die für die Arbeit der Familienforschung einfach unentbehrlich sind. Schon oft ist die Frage aufgeworfen worden, ob diese unersetzlichen Doku­mente sicher aufbewahrt werden. Die Arbeitsge­meinschaft landeskirchlicher Archivare hat auf ihrer letzten Tagung in Bonn erneut vorgeschlagen, daß

bei Pfarrhausneubauten von vornherein stets ein ausreichender Archivraum mitgeschaffen und die kirchenobere Baugenehmigung nur bei der Erfül­lung dieser Voraussetzung erteilt wird. Die erhöhte Bedeutung der kirchlichen Archioalien fordert eine übersichtliche und sichere Aufbewahrung in Räumen, die möglichst den im Luftschutz-Interesse und gegen Feuersgefahr gebotenen Rücksichten entsprechen. Aufträge für Entwürfe von Pfarrhausneubauten sollen daher stets die Schäftung eines solchen Rau­mes oorsehen.

** Ein Fünfundsiebzigjähriger. Am vergangenen Dienstag, 8. Dezember, konnte der Zugführer i. R. Matthäus Althaus , Steinstr. 55 wohnhaft, im Kreise seiner Familie seinen 75. Ge­burtstag in voller Frische feiern.

** Eine Schulungstagung sämtlicher Straßenwarte von Oberhessen findet

am 19. Dezember in Gießen statt. Es werden zwei Vertreter oer Gauwaltung der Deutschen Arbeits­front sprechen, außerdem werden Provinzialdirek­tor Dr. Lotz und zwei Bauräte das Wort er­greifen.

** Straßensperrung. Wegen Ausführung von Bauarbeiten wird die Landstraße Alsfeld Altenburg vom 15. Dezember ab für jeglichen Verkehr gesperrt. Umleitung erfolgt über die Reichs­straßen AlsfeldEifa und AlsfeldLauterbach.

** Jugendherbergsausweis für 1937 anfordern! Alle Benutzer der deutschen Jugend­herbergen müssen im Besitz der vorgeschriebenen Jugendherbergsausweise sein. Die neuen Ausweise für 1937 haben Gültigkeit ab 15. Dezember 1936 und sind erhältlich bei den zuständigen Ausweis­ausgabestellen. Da an Weihnachten mit erhöhtem Wintersportverkehr zu rechnen ist, empfiehlt sich rechtzeitige Voranmeldung in den Jugendherbergen.

Die Deutsche Arbeitsfront im Kreise Wetterau.

Im Kreis Wetterau wurden im November 41 570 Mitglieder der Deutschen Arbeitsfront betreut, hier­von gehören zum früheren Kreis Gießen 23 917 Mitglieder.

Die Verwaltungsstelle 19 (Gießen) meldet fol­gende genehmigte und ausgezahlte Unterstützungen: Genehmigte Anzahl: 197. Unterstützungswertsumme: 3407,25 RM. Ausbezahlte Anzahl: 395. Unter­stützungswertsumme: 5373,55 Reichsmark.

Die Kreiswaltung besuchte im Berichtsmonat 61 Betriebe. Bei diesen Besuchen wurden Fragen be­züglich des Urlaubes, Tarifs, Entlassungen und Lehrlingsausbildung geklärt. Weiterhin wurden 67 Ortswaltungen besucht und 32 Mitglieder-Appelle durchgeführt.

Bei der Rechtsberatungsstelle der Deutschen Ar­beitsfront sprachen 394 Volksgenossen vor. Außer­dem wurden 302 Auskünfte erteilt, 71 arbeitsrecht­liche Streitfälle behandelt, 30 Güteverhandlunaen mit den Parteien geführt, 19 Vergleiche geschloffen mit dem Wert von 2812,05 Mark.

Vor dem Arbeitsgericht wurden fünf Klagen (für Beschäftigte) erhoben. Der Stteitwert belief sich auf 1112 Mark. Es wurden 17 Termine wahrgenom­men, 2 Urteile (zusprechend) gefällt, 2 Klagen wur­den zurückgenommen.

Die Verfahren in der Sozialversicherung zeigen folgende Zahlen: 7 Krankenversicherungen, 5 Un­fallversicherungen, 6 Invalidenversicherungen, 14 Arbeitslosenversicherungen.

Die NS.-GemeinschaftKraft durch Freude" führte 15 Veranstaltungen mit 5342 Besuchern durch.

Die Abteilung für Berufserziehung eröffnete zahlreiche weitere Berufserziehungsmaßnahmen be­trieblicher und überbetrieblicher Art. Die Anmel­dungen in stark steigender Anzahl für fachliche Lehrgänge aller Reichsbetriebsgemeinschaften weisen in erfreulicher Deutlichkeit aus, daß ein immer größerer Kreis aller Schaffenden die verpflichtende Aufgabe der Berufserziehung erkennt und auch danach handelt. Im Zeichen des zweiten Dier- jahresplanes fanden vorbereitende Besprechungen für die Durchführung besonderer Vorträge und den Einsatz weiterer fachlicher Lehrgänge statt. Eine Besichttgung von Darmstädter Lehrlingswerkstätten wurde für die im Kreise Wetterau befindliche metallverarbeitende Industrie durchgeführt, um hier den Firmen Anregungen für die Errichtung eigener Lehrlingswerkstätten zu geben. Sechs Lehrlings­streitfälle wurden bearbeitet.

Gesellschaft für Erd- und Völkerkunde.

»Europäische Kolonisationsmethoden in Ostafrika."

Die Gesellschaft für Erd- und Völkerkunde Gie­ßen setzte am gestrigen Donnerstagabend in der Neuen Aula der Universität ihre Vortragsreihe fort. Prof. Dr. Klute hieß die Mitglieder und Gäste willkommen. Er erinnerte zunächst an die bedeut­same Jubiläumsfeier des Vereins für Geographie und Statistik in Frankfurt a. M., an der er als Vertreter der Gesellschaft für Erd- und Völkerkunde Gießen teilnahm Er wies dann darauf hin, daß der Redner des Abends den Gießener Zuhörern von feinem Vortrag über die Kordilleren her kein Un­bekannter fei. Zum Abschluß feiner kurzen einleiten­den Ansprache gab Prof. Dr. Klute seinem Be­dauern darüber Ausdruck, daß die Jugend unserer Stadt nicht mehr Gelegenheit nehme, an diesen Abenden ihr Wissen zu bereichern.

Professor Dr. Troll,

der Redner des Abends, schickte seinem Vortrag einige Gedanken über die Festsitzung des Frank­furter Vereins für Geographie und Statistik vor­aus und wies unter starkem Beifall der Zuhörer darauf hin, daß Prof. Dr. Klute bei dieser Festsitzung mit höchsten Auszeichnungen bedacht worden sei. Er sei zum Ehrenmitglied des Vereins ernannt worden und habe außerdem eine goldene Medaille für feine Forschungen in Afrika, die Eduard-Ruppell-Medaille, erhalten.

Sodann kam Prof. Dr. Troll zum Thema des Abends:Europäische Kolonisationsmethoden in Ostafrika". Aus reichem Wissen und an Hand sorg­fältig ausgearbeiteter Pläne und graphischer Dar­stellungen gab der Vortragende einen tiefen Ein­blick in die kolonialen Verhältnisse Ostafrikas. Er schilderte die Länder, die er bereift hatte (Eritrea, Uganda, Kenia, Deuftch-Ostafrika und den östlichen Teil der Südafrikanischen Union), zeigte deren geo­graphische Lage auf und kennzeichnete dann die einzelnen Landschaften Ostafrikas, sowie das Aus­maß der bisherigen kolonialen Erschließung. Er be­tonte dabei, daß in erster Linie das Gebirgsland als Kolonialgebiet anzusehen sei. In typischen Licht­bildern zeigte der Redner die waldreiche Landschaft in den Flußtälern, die Savannen mit Baum, Busch, Gras und großem Wildreichtum, die Grassteppen mit und ohne Baumbestand, dann die Landschaft in 1000 bis 1700 Meter Höhe, die immergrüne Waldregion in einer Höhe von 2500 Meter und das Höhengrasland mit seinen merkwürdigen Riesen­kräutern.

In feinen weiteren Betrachtungen wandte sich der Redner der Bevölkerung zu und gab zu wissen, daß es in Afrika eine Reihe von Gebieten gebe, die sehr dicht besiedelt seien, so daß in den fruchtbarsten Gegenden sogar Raumnot herrsche. Ferner wies der Vortragende die grundsätzlichen Unterschiede zwi­schen der landwirtschaftlichen Kultur der Einge­borenen und den europäischen Bewirtschaftungs­methoden auf. Er schilderte die riesigen Sisalplan­tagen in Deutsch-Ostafrika, die unter der Aufsicht großer wirtschaftlicher Verbände von zahlreichen, aus dem Inneren des Landes geholten Eingebore­nen bearbeitet werden: er kennzeichnete die Kaffee- plantage als die Wirtschaftsform im Familienbesitz,

ferner horte man von den großen Zuckerrohrplan­tagen im südlichen Ostafrika und von der Form des Gewürzanbaues in den verschiedensten Gebie­ten des ostafrikanischen Kolonialraumes.

Mit besonderem Interesse nahm man davon Kenntnis, daß die deutschen Ansiedler mit am wei­testen in das Innere des Landes vordrangen und sich überwiegend in den Uebergangsgebieten zwi­schen Hochgebirgswald und Hochgrasland ansiedel­ten. Die Plantagen und Pflanzungen seien in erster Linie den klimatischen Gesichtspunkten entsprechend angelegt. Der Europäer könne unter den in Afrika gegebenen klimatischen Verhältnissen nie mit dem Eingeborenen in einen Wettbewerb schwerer kör­perlicher Arbeit treten. Seine Aufgabe fei ja auch

Jeder Hilst dem WHW.!

Opferspenden vom Lohn oder Gehatt sind an das Dinlerhilfswerk des Deutschen Vol­kes, krelsführung Wetterau in Gie­ßen. Postscheckkonto vr. 23 633, oder auf dessen Bankkonto 6100 bei der Vezirkssparkasse Gießen zu überweisen.

in erster Linie die Verwaltung, die Organisation. Seit dem Jahre 1927 seien in Deutschostafrika von Deutschen wieder Ländereien bewirtschaftet worden. Mancher deutsche Ansiedler im früheren Deutsch- Ostafrika habe sich gut Vorwärtsarbeiten können. Unter den 8000 Europäern in Deutschostafrika seien allein 2500 Deutsche. Allerdings leide Ostafrika unter der starken und billigen Konkurrenz der eng­lischen Kolonie Kenia und ihren Ueberschüssen. Eine harte Zollpolitik tue ein übriges, um den deutschen Ansiedlern den Existenzkampf schwer zu machen.

Im riesigen afrikanischen Raum seien verhältnis­mäßig wenig Europäer ansässig: insgesamt 4,6 Mil­lionen! Im nördlichen Afrika wohnten davon allein etwa 2,6 Millionen und im südlichen Afrika etwa über IV- Millionen. Im eigentlichen tropischen Ge­biet zwischen der Sahara und dem afrikanischen Süden aber lebten nur etwa 230 000 Europäer. In den tropischen Gebieten Afrikas sei keine Mög­lichkeit für eine bäuerliche Familienkultur. Der Europäer sei dort immer auf die Arbeitsleistung der Eingeborenen angewiesen. Kleinsiedlungen seien nur unter ganz bestimmten klimatischen Vor­aussetzungen möglich: mit Millionenansiedlungen in Afrika könne nicht gerechnet werden. Der für Euro­päer zu fordernde Lebensstandard sei nur inner­halb eines größeren wirtschaftlichen Verbandes zu halten. Inmitten eines von Eingeborenen dichtbe­siedelten Gebietes könne sich der Europäer nur sehr schwer behaupten.

Nachdem der Redner noch die Wirtschaftsformen in den italienischen Kolonien, in belgischen Gebieten und in den britischen Besitzungen im einzelnen ge­würdigt hatte, beschloß er seinen Vortrag mit kur­zen Betrachtungen über koloniale Ansprüche. Der vielseitige, anregende Vortrag loste dankbaren Bei­fall aus.

Oberhesien.

Licher Weihnachtsmarkt.

* L i ch, 11. Dez. Am nächsten Montag wird hier der altbekannte Licher Weihnachtsmarkt (Schweine- und Krämermarkt) abgehalten. Bei der, nach allgemeinem Urteil, auf der Hohe stehenden Schweinezucht im hiesigen Bezirk ist mit einem guten Besuch des Marktes zu rechnen. Auch die hie- fige Geschäftswelt hat alle Vorkehrungen getroffen, den Wünschen der Marktbesucher beim Einkauf ihres Weihnachtsbedarfes in jeder Weise gerecht zu wer­den. Auf die amtliche Marktanzeige im heutigen Anzeigenteil fei hingewiesen.

To» durch Berkebrsunfall.

Der 28 Jahre alte Arbeiter Willi W e h r u m aus Leihgestern, der am Dienstag am Ortsausgang von Nieder-Weisel mit seinem Motorrad gegen ein Personenauto rannte und mit schweren Ver­letzungen dem Johanniter-Krankenhaus in Nieder- Weisel zugeführt werden mußte, ist dort am gestri­gen Donnerstagabend an seinen schweren Ver­letzungen g e ft o r b e n.

Städtischer GemeinschastSabend in Butzbach.

pb Butzbach, 10. Dez. Die Stadtverwal­tung hatte zu einem Gemeinschafts abend in den großen Saal desHessischen Hof" eingeladen. Zunächst war Gelegenheit gegeben, die Rede des Reichsjugendführers zu hören. Anschließend begrüßte Bürgermeister Dr. Mörschel die Besucher und sagte, nachdem er zwei Jahre seinen Posten inne­habe, wolle er den Volksgenossen eine Rückschau über die bisher geleistete Tätigkeit der Verwaltung geben. Er betonte, daß das Führerprinzip auf allen Gebieten, auch in der Kommunalverwaltung, durch­geführt und dort eine gesunde Fühlungnahme zwi­schen den Volksgenossen des Gemeinwesens und ihm, dem Bürgermeister, erstrebenswert sei. Hierzu seien die Ratsherren berufen, sie seien im gewissen Sinn Beamte der Stadt und bildeten das Bindeglied mit der Gemeinde. Er ging dann näher auf die zur Zeit schwebenden Projekte ein, zunächst auf das Projekt des Elektrizitätswerks und ein damit au verbindendes Fernheizkraftwerk. Er schilderte an Hand von Zahlen die Steigerung des Umsatzes feit der Errichtung des Werks im Jahre 1898, zog die technische Entwicklung hinsicht­lich der Abdampfausnutzung usw. in Betracht, be­tonte aber, daß die Angelegenheit noch gründlicher Prüfung bedürfe, da dies immerhin ein Projekt von sehr beträchtlichen Kosten sei. Weiterhin be­sprach er das Projekt der Wasserversorgung. Auch hier gab er einen kurzen Ueberblick über die Zeit seit der Entstehung der Leitung, berührte das schon in früheren Jahren geplante Stollenprojekt, beleuchtete die katastrophale Wassernot in 1920/21 und erläuterte dann die im letzten Jahre gemachten Bohrversuche an verschiedenen Stellen, wie Kröten­pfuhl, Dalloswiese, Dillerberg usw. Endgültige Be­schlüsse feien noch nicht gefaßt, und auch die Ver­suche seien noch nicht abgeschlossen. Sodann kam der Bürgermeister auf das Projekt einer Sied­lung zu sprechen. Wenn auch die Volksgenossen alle untergebracht seien und wohnen würden, so sei doch ein Teil dieser Wohnungen nicht anders als ärm­lich zu bezeichnen. Zur Verbesserung der Lebens- beoingungen sei es erforderlich, Kleinwohnungen in unmittelbarer Nähe der Stadt zu errichten. Die Verhandlungen seien ziemlich weit gediehen, so daß im nächsten Jahre wohl damit begonnen werden könne. Er berührte dann die Frage des Neubaus des Postamts, die wohl in Kürze endgültig ent­schieden werde, weiterhin tarn er auf die Frage der Unterführung der Eisenbahn zu sprechen, die noch weiterer Klärung bedürfe, da die Reichsbahn-Hauptverwaltung in Berlin die Auf­stellung eines Generalplans wünsche, um die Frage des gesamten Bahnhofsumbaues, als auch der Unterführung des Empfangsgebäudes ufw. m einem Zuge zu bereinigen. Kurz wurden noch die Friedhofsfrage, die Frage der Jugend­herberge, eines Sportplatzes und Schwimmbades gestreift. Zum Schluffe be­tonte der Bürgermeister, daß er in den beiden Jah­ren feiner Amtstättgkeit gefunden habe, daß die aufstrebende Stadt eine gesunde Mischung aus idealen und strebsamen Menschen besitze, für deren Weiterentwicklung er stets besorgt sein werde.

Vatsherrensitzung in Alsfeld.

> Alsfeld, 9. Dez. In der jüngsten Sitzung der Ratsherren gelangte die Abrechnung vom Prämienmarkt 1936 zur Vorlage. Die Ein­nahmen betragen 3700,66 Mark, die Ausgaben 3459,22 Mark, so daß sich ein Rechnungsrest von 241,44 Mark ergibt, wobei zu berücksichtigen ist, daß die Stadt zu den Kosten des Prämienmarktes einen Zuschuß von 1500 Mark gewährt fyat. Gegen die Rechnung wurde nichts erinnert. Der Bürger­meister erteilte der Rechnung feine Genehmigung. Mit dem nächstjährigen Markt soll eine größere

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