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Gießener Anzeiger
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81 inurMm Main 1168« Druck und Verlag: vrühl'sche Univerfitätsvuch- und Steindruckerei «.Lange in Stehen. Schristleitung und Geschäftsstelle: Schulstrahe 1
Die beiden Forderungen sich fügen. Wehe dem Spielleiter, der dieses Gesetz mißachtet!
In diesem Jahre wurden zwei Lustspiele, eine Tragödie und der aus Heidelberg und dem Neckartal nicht wegzudenkende „U r g ö tz" mit Heinrich G e - o r g e in der Titelrolle einstudiert. Wieder wird, wie in den beiden Vorjahren, die Geschichte Gottfriedens von Berlichingen mit der eisernen Hand in mitreißenden Kampfszenen und Einzelgruppen sprühendes Leben gewinnen.
Erstand im vorigen Jahr Kleists „Käthchen von Heilbronn" vor den hochragenden Ruinen und in der wahrhaft romantischen Umgebung, so wird in diesem Jahr Hebbels „Agnes Bernauer" berichten von dem Konflikt zwischen Einzelschicksal und verantwortungsbereiter Gemeinschaftsidee.
Shakespeare auch dieses Jahr wieder in den Spielplan einbeziehen, heißt dankbaren Tribut an einen der Größten in der Weltliteratur zollen. Seine „Komödie der Irrungen" in ihrem
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schaffungsprogramm der Bewegung ausgenommen. Der Vorstoß aufs Land brachte bald die Erkenntnis, daß dort draußen die besten Soldaten wohnen. Durch den heutigen Reichsminister Darre erhielt die Agrarpolitik ihre planmäßige Führung.
Reichsstatthalter Sprenger gibt dann einen Ueberblick über den vorbildlichen Einsatz der hessischen Regierung nach der Machtübernahme, die auf der Arbeit des Landesbauernführers Wagner eine umfangreiche Tätigkeit der Flurbereinigung und der Arbeitsbeschaffung aufbaut.
Es ist ein erhebendes Gefühl, die Früchte dieser Arbeit miternten zu können, und wir gedenken dabei des Führers, der einmal sagte: „Wir wollen unsere Sümpfe austrocknen." Soweit es an uns lag, haben wir unsere Pflicht getan. Das ist uns Ansporn für unsere Weiterarbeit. So können wir bestehen vor dem Aufbauwerk, das der Führer eingeleitet hat.
rauschenden Uebermut erstickt jegliche Versuchung zur Kulisse im Keim. Paul E r n st s Lustspiel „Pantalon und seine Söhne" schließt den Kreis vielfältiger Verwandlungen und buntbewegter Szenen.
So werden die Heidelberger Reichsfestspiele 1936 — nach der Münchener Reichstheaterwoche — den zweiten Höhepunkt des diesjährigen Theatersom» mers bilden. Es handelt sich bei den Heidelberger Spielen, die auch den Höhepunkt aller Freilichttheaterveranstaltungen im Reiche darstellen, grundsätzlich um Ensemble-Aufführungen, bei denen kein Star herausgestellt werden soll. Don allen großen deutschen Bühnen sind die besten Kräfte nach Heidelberg gezogen worden, um hier von der Größe deutscher Theaterkunst im Dritten Reiche zu zeugen. So werden sich in den Festspielen vier Aufführungen präsentieren, die ein leuchtendes Vorbild sein sollen und jedem Besucher zu einem unvergeßlichen Erlebnis werden mögen.
Gründungsurkunde des ersten deutschen Erbhöfedorfes Riedrode.
Entwurf und Herstellung: Werkstätten der Kunstgewerbeschule Offenbach a. M. (Aufnahme: Kunstgewerbeschule Offenbach a. M.)
in die Ebene hat sich zu Fluß und Schiene ein breites, streng durch die Landschaft geschwungenes Band gesellt, die Reichsautobahn.
Solch hohe Tradition, solch bezeichnende Gegenwart birgt Anrecht und Gewähr. So wurde Heidelberg auch für die Entwicklung des deutschen Freilichtspiels Prüfstein, Höhepunkt und Vorbild im künstlerischen und im politischen Sinne. Im Schloß über der Stadt mit seinen Türmen und Ruinen haben die Freilichtaufführungen einen tragenden und verpflichtenden Rahmen gefunden, wie er idealer kaum zu denken ist. An diesem Ort ist einzigartiger Zusammenklang von Natur und Kunst möglich, dieser Ort duldet aber auch keine Laschheit, keine Halbheit, keine Unwahrheit, kein Kompromiß. Ein Spiel, das lebendige Wirklichkeit geben will, kann hier nur bestehen oder untergehen. So scheidet sich scharf das Freilichtstück vom Schauspiel der Guckkastenbühne. Es gibt, wenn man in die vorhandene Dramatik greift, nur wenige Stücke,
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Reichsbauernführer R. W. Darr 6 und Reichsstatthalter Gauleiter Sprenger bei der Weihe des Erbhöfedorfes Riedrode. — (Aufnahme: Schwarz, NSG.)
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! Hier ist der Nachweis erbracht für das Zufam- nengehören von Blut und Boden, der weit vor- Tusschauenden, grundlegenden Auffassung des Reichsbauernführers. Was geschaffen wurde, ist nach der Machtübernahme als eine Arbeit der Partei durchgeführt worden. Riedrode hat seinen Namen bekommen, um allen kommenden Geschlech- ern vor Augen zu führen, daß nichts für uns vom ■ Himmel fällt, sondern daß alles in Arbeit von uns , geschaffen werden muß.
Unter dem Läuten der Glocke auf dem Gemeinde- , 'laus verliest der Reichsstatthalter die in Pergament
>nd Schweinsleder von der Kunstgewerbeschule Df- ^nbach geschaffene Stiftungsurkunde, die ">ie Schaffung der neuen Gemeinde verkündet. Allen volljährigen Bewohnern wird durch sie das Ortsbürgerrecht verliehen. Zum ehrenamtlichen Bürgermeister der neuen Gemeinde, ernannte der Reichsstatthalter den seitherigen Ortsbauernführer Bauer S ch w e i e r.
Mit dem Ausdruck der Freude, daß der Reichs- bauernführer persönlich gekommen ist, um die Dorf- veihe vorzunehmen, schließt Reichsstatthalter Gau- Reiter Sprenger seine inhaltsvolle Rede.
Gesang der Landjahrmädels leitet über zu der ■ Rede des stürmisch begrüßten
Reichsmimsters Darrö:
Während Streiks, Arbeitslosigkeit, Aussperrungen : die leitenden Männer zahlreicher anderer Staaten in Atem halten, sind wir in der stolzen Lage, Taten des Nationalsozialismus als Zeugen unseres friedlichen Wirkens sprechen zu lassen. Mit stolzer Genugtuung stellt er fest, daß es für ihn eine Freude sei, heute als Reichsminister und Reichsbauernführer das Dorf Riedrode als Werk des Nationalsozialismus weihen zu können. Das zeige besonders deutlich den Unterschied zwischen Deutschland und anderen Ländern.
Der Nationalsozialismus beweist hier wieder einmal, daß es nicht darauf ankommt, mit großen Worten zu versprechen, was man nicht hält, sondern im stillen zu schaffen, wie hier dieses herrliche Dorf Riedrode im Gau Hessen-Nassau. Der Nationalsozialismus kann solche Werke schaffen, weil er sich zum Vluts- gedanken bekennt und daraus alles erwächst.
Die Ausländer, die heute Deutschland besuchen, fragen immer wieder, wann und w i e habt ihr denn dies alles erdacht. Dann antworten wir, daß das Geheimnis unseres Erfolges in unserer Auffassung vom Volk liegt. Entscheidend ist für unsere Arbeit, die nicht vor drei Jahren
Verbundenheit zur Bewegung!
-Abzeichen gewährt freien zum Volksfest, freien Tanz und zum Feuerwerk.
weit über die schon einbezogene Ebene ------- hinauf ins uralte Waldgebirge. Die "Hrnlt umfaßt auch architektonisch die Berge i wviächst mit ihnen zu raumgreifender Ein- S Cb auf dem Sattel des Heiligen Berges ent- iumtten eines keltischen Ringwalls an einer eÄ,iva sich seit Jahrtausenden Menschen Der» nflä Haben, die nationalsozialistische Feier- ft vom Arbeitsdienst wie eine groß zum rtftt «öffnete Muschel in den roten Sandstein Mte -ft. Gegenüber, weit über der Stadt, off- sdictLi;r Wald zum Chrenhain, dem Mal für I' ic.r des großen Krieges. Für den Ausfall
NSG. In ganz Deutschland und weit darüber hinaus ist schon der Name dieses jungen Erbhöfedorfes bekannt, das am gestrigen Freitag in feierliche Weiheakt seinen Bewohnern übergeben wurde. Aus dem ganzen Gebiet des Landes Hessen und des Gaues Hessen-Nassau waren die Volksgenossen in "großer Zahl herbeigeeilt, um Zeuge der Vollendung dieser Tat nationalsozialistischen Einsatz- und Schaffenswillens zu fein.
Arbeitsdienst aus dem Arbeitsgau XXV bildete ein langes Spalier entlang der Straße, die zur Mitte des neuen Dorfes führt. Auf dem Dorfplatz standen die Abordnungen der Parteigliederungen mit ihren Fahnen. Um den für die Feier errichteten Turm stehen dicht gedrängt die Ehrengäste, die zum Feiertag dieser jungen Gemeinde erschienen sind und damit die enge Verbundenheit des deutschen Voltes mit seinem Bauerntum bekunden.
In tadelloser Exaktheit heben die Männer des Arbeitsdienstes ihre Spaten zum Gruß. Reichsminister Reichsbauernführer Richard Walther Darr 6 schreitet, begleitet von dem Reichsstatthalter von Hessen, Gauleiter Sprenger, und gefolgt von den führenden Männern der nationalsozialistischen Gliederungen im Gau durch die von den angetretenen Formationen gebildete Gasse, begrüßt die Führer und ihre Männer.
Nach dem Vortrag einer Bauernkantate durch die Arbeitsdienstabteilung Königstein im Taunus eröffnet
Landesbauernführer Or. Wagner die Kundgebung mit Dank an Reichsminister Darrs, daß er das Werk der Hessischen Landesregierung durch die Uebernahme des Hessischen Um- legungsgefetzes in die Reichsregelung anerkannt hat, und mit Dankesworten an Reichsstatthalter Gauleiter Sprenger, der durch seine Tat- und Willenskraft den Bau Riedrodes ermöglicht hat.
Reichsstatthaller Gauleiter Sprenger
nimmt dann das Wort. Er weist darauf hin, wie Versailles die Ernährungsgrundlage zerstört und wie der Systemzeit die Erkenntnis gefehlt hat, daß das Bauerntum die Grundlage des Volkstums ist. Heute ist der nationalsozialistische Staat bemüht, die damaligen Fehler auszugleichen.
Schon in den Jahren 1930/31 wurde an die nationalsozialistische Bewegung der Plan herangetragen, dessen Verwirklichung wir heute miterleben. Damals bereits wurde er in das Arbeitsbe-
Weihe des ersten hessischen Erbhöfedorfes Riedrode
Ein denkwürdiger Höhepunkt -es Gautages Hessen-Nassau 1936.
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dritten Mal seit der Machtergreifung fin- dirirn Adelberg die R e i ch s f e st s p i e l e statt, kommt im Jahr der Olympischen Spiele be- H-!-n!.ire Stdeutung zu, haben sie sich doch in der k hrjin Hit ihres Bestehens eine Tradition geschaf- f. n mb men Ruf erworben, die ihre Anziehungs- ifral weil über die Grenzen des Reiches hinaus tl i r'm M. Man hat daher zweifellos gut ge- riMenii man die Spielzeit in diesem Jahr von in : aus zehn Wochen ausdehnte. Jedem Ferien-
riichsfestspiele Heidelberg 1936
Von Walter Koerber.
21m 12. Juli werden die Heidelberger Reichsfestspiele 1936 mit einer Kundgebung im Schloßhofe feierlich eröffnet. Abends folgt die Erstaufführung von Hebbels „Agnes Bekiiauer". Erftaufführungstage sind ferner her 15. Juli mit der „Komödie der Irrungen' von Shakespeare, der 18. Juli mit „Götz von Berlichingen" und der 11. August mit „Pintalon und feine Söhne" von Paul 6*
riii i tiien, jebem Besucher ber Olympischen Spiele ufttmicht zuletzt den Olympischen Kämpfern selbst tf. Gelegenheit gegeben, einmal den Zauber des ) Optischen Spiels im mittelalterlichen Hof der 155 jffli Sandsteinquadern getürmten Schloßruine, H3i#enben Bäumen und plätschernden Brun- n oeim Sinken ber Sonne zu erleben.
r Wahl Heidelbergs als Stätte der Reichsfest- [pjieSbes neuen Deutschland hat ihre Hefe Bedeu- IMciÄmn Reichsminister Dr. Goebbels diese E>!p-ii ms den vielzähligen und vielgestaltigen Aufführungen des deutschen Sommers be- o srd5s' hervoraehoben und unter seine Schirm- )eilrH gestellt hat, liegt darin Sinngebung und lliiifM zugleich.
DMne Stadt am Necker kann wie kaum eine jwiei:9«Is Ausdruck deutscher Geschichte, deutschen Silli'li und deutschen Wesens gelten. Heidelbergs SdrMft ist wie die Verwirklichung eines er- räcimti Ideals; Hölderlin besingt die Stadt iE Vaterlandsstädte ländlich schönste". Aus icksirlimd schäft und Stadt wuchsen höchste deutsche Mi In und Kulturtaten, wuchsen am Baum der n'.ir|iät mächtige Zweige der deutschen Wissen- hEn Heidelberg wurde deutsches Volksgut schon .iß »°e des Mittelalters zu neuem Leben er» .eMHeutscyes Volkstum verdankt den Roman- 'rtn mne Wiederbelebung. Hier wirkten Träger
Reichen Freiheitsbewegung im 19. und 20. hunfMert, und von Glanz und Tragik deutscher fcgtie künden die Steine der Stadt.
lliRhl heute sieht sich Heidelberg wie wenige äillir»bevorzugt, dem nach Erkenntnis ringenden, 1'fitot und Werte schaffenden Geist des Dritten ichr- gestaltenden Ausdruck zu verleihen. Von r i D-tünbete Reichsminister Rust anläßlich des ird<t::ätsjubiläums zum erstenmal vor der Welt- echtlHkeit Forderung und Begründung einer leir Mut= und schicksalgebundenen Freiheit der stliiistaftlichen Forschung. Hier entsteht neues üttjcx5 und gegenwartsnahes Studententum. _> iEtbt selbst greift, unter dem Willen des neuen iHHles, weit über ihre bisherigen Grenzen, *rr b.i Weichbild mit Türmen und Toren, über iffi tiib Brücken, über die mächtige Krone des
üas Gautag-Abzeichen


