Ausgabe 
11.3.1936
 
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straße 18. Der Kreisamtsleiter der NS.-Hago Schimmel wird sprechen.

Oeffentliche Sitzung der Ratsherren.

Am nächsten Samstag, 14. März, vormittags 10 Uhr, wird im Sitzungssaal des Stadthauses, Bergstraße, eine öffentliche Sitzung der Ratsherren (tattfinden. Als Hauptpunkt steht der Haushaltsplan ür das Rechnungsjahr 1936 mit der Haushalts­atzung auf der Tagesordnung.

Deutsche Arbeitsfront.

Verwaltungsstelle 19, Gießen.

Mitglieder der DAI., Achtung!

Durch die Zusammenlegung der Gießener Orts­gruppen in die Bahnhofstraße 46 ist es notwendig geworden, daß die Sprech st unden von den Mitgliedern beachtet werden.

Sprechstunden der Ortsgruppenwaltung Gie­ße n - S ü d und Gießen -Mitte sind für den Verkehr mit den Mitgliedern wie folgt festgesetzt: Montags und Donnerstags von 19.30 bis 21.30 Uhr.

Sprechstunden der Ortsgruppenwaltung Oie- ßen - Ost und Gießen-Rord: Dienstags und Freitags von 19.30 bis 21.30 Uhr.

Für Beitragszahlungen, Unterstützungsanträge, Neuaufnahmen, An- und Ummeldungen, Auskünfte usw. ist die Zentralstelle täglich von 9 bis 13 Uhr und 15 bis 19 Uhr geöffnet.

SportamtKraft durch Freude".

Der Kommandierende General besichtigt die Truppen in Frankfurt und Minz.

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Der Kommandierende General schreitet die Front der Frankfurter Truppen ab. (DNB.-Heimatbilderdienst. Aufnahme: Schmidter.)

heule folgender Kursus:

Allgem. Körperschule, Frauen und Männer: Von 20.30 bis 21.45 Uhr, Lyzeum, Dammstraße 26.

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Schachkurse! Es beginnen demnächst Schach­kurse für Anfänger und Fortgeschrittene. Inter­essenten melden sich auf der Geschäftsstelle, Schan­zenstraße 18.

Schachturnier in Frankfurt a. M. Die NS.-G.Kraft durch Freude" veranstaltet von Karfreitag bis Ostermontag in Verbindung mit dem Großdeutschen Schachbund ein Schachturnier im Palmengarten. Jeder Volksgenosse kann daran teilnehmen und sich selbst in eine der nachfolgenden Klassen einteilen: 1. Anfänger, 2. Fortgeschrittene, 3. Gute Spieler, 4. Starke Spieler. Anmeldungen an die Geschäftsstelle.

Reichslustschuhbund.

Bezirksgruppe Oberhessen in Gießen.

Morgen, Donnerstag, 12. März, 20.15 Uhr, im großen Hörsaal der Universität Lichtbilder-Vortrag des Gruppenleiters im Präsidium des Reichsluft­schutzbundes LS.-Gruppenführer Peres über Technische Schutzmöglichkeiten gegen die Wirkung von Luftangriffen".

TragischeIolgen einer durchzechtenRacht

Der Polizeibericht der Kriminalpolizeistelle Gießen teilt mit:

Am 8. März kam ein Einwohner aus Lang-Göns gegen 4.30 Uhr in eine dortige Wirtschaft, nachdem er die Nacht durch in einer anderen Wirtschaft ge­hörig gezecht und eine Auseinandersetzung gehabt hatte. Anscheinend infolge des genossenen Alkohols und einer gewissen Gereiztheit, aus der vorerwähn­ten Auseinandersetzung herrührend, suchte der Mann auch hier Händel mit den Gästen, was eine erneute Auseinandersetzung zur Folge hatte. Hierbei erhielt er einen Stoß, fiel zu Boden und wurde bewußtlos. Er wurde darauf zu einem Arzt verbracht, der Alkoholvergiftung feststellte und die Verbringung des Mannes in seine Wohnung und später die Ueberführung in ein Gießener Krankenhaus veran­laßte. Dort ist der Mann, ohne das Bewußtsein wieder erlangt zu haben, am 9. März verstorben. Die polizeilichen Ermittlungen, ob ein Verschulden eines Dritten vorliegt, sind im Gange.

HauSbesitzer-Berbandstag verlegt.

Der Verband der Haus- und Grundbesitzervereine d 's Rhein-Main-Gebietes hatte für den 28. März zu seiner diesjährigen ordentlichen Verbandstagung nach Mainz eingeladen. Infolge der Reichstagswahl am 29. März wurde der Verbandstag auf den 4. April verlegt. Die Tagesordnung für den 4. April bleibt die gleiche.

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** Straßensperre. Wegen Vornahme von Kanalbauarbeiten wird der Alte Rödger Weg zwi­schen Kaiserallee undLiebigshöhe" von Mittwoch, 11. März, ab auf die Dauer von vier Wochen für den gesamten Fahrzeugverkehr polizeilich gesperrt. Die aufgestellten Sperr- und Umleitungsschilder sind zu beachten.

** D i e Vergebung von Fuhren für die Zeit vom 1. April 1936 bis 31. März 1937 betrifft eine Bekanntmachung des Städtischen Hoch- und Tiefbauamts in unserem heutigen Anzeigenteil. Interessenten seien besonders darauf aufmerksam ge­macht.

** Frühlingsboten in der Luft. Am Montagnachmittag beobachtete ein Leser unseres Blattes einen Zug Schneegänse oder Kraniche, die in der bekannten Keilform über dem Lahnteil zwischen Gießen und Heuchelheim in nördlicher Richtung zogen.

** Famllienabend der Lukasge - m e i n d e. Wer den Beruf eines Eisenbahnbeamten nur flüchtig kennt, der meint, daß der Mann, der im Verkehrswesen arbeitet, nur mit dem Zusammsn- stellen von Zügen, Tarifen, Frachtbriefen und Fahr­karten zu tun habe. In Wahrheit kommt der Eisen­bahnbeamte mit Menschen aus allen Ständen m Berührung und hat hierbei reichlich Gelegenheit, Erfahrungen zu sammeln Das bewies Reichsbahn­amtmann i. R. Dörr in einem Vortrag, den er am Sonntagabend bei einem Familienabend der Lukasgemeinde über feineErlebnisse im Eisenbahn­dienst" hielt. Der Vortragende stand länger als 50 Jahre im Eisenbahndienst, war auf 17 Stationen tätig, vorzugsweise in Hessen, aber auch in den Provinzen Sachsen und Westfalen. Die Zuhörer erfuhren von schlichten Menschen, die noch nicht viel gereist waren und an dem Fahrkartenschalter Bier und Zigarren verlangten, von lustigen Vorfällen, die sich unter den Beamten abspielten, von uner­wünschten Besuchern der Wartesäle. Der Vortra­gende wußte auch davon zu berichten, wie sehr die Eisenbahnbeamten während des Krieges auf dem Posten sein mußten und welchen Gefahren sie in der Novemberreoolte des Jahres 1918 ausgesetzt waren. Kirchenvorsteher Juwelier Noll hatte den Fa­milienabend mit Worten der Begrüßung eingelei­tet. Fräulein Elli Kümmel und Fräulein Bertha Möller trugen auf dem Klavier vierhändig Werke von Beethoven und Adolf Jensen vor.

** Verkehrsunfall. Am gestrigen Diens­tag gegen 17 Uhr ereignete sich auf der Landstraße GießenWieseck, kurz vor dem Ortseingang von Wieseck, ein schwerer Verkehrsunfall. Dort wollte

ein Gießener Autofahrer mit seinem Kraftwagen einen in gleicher Richtung fahrenden Radfahrer na­mens Adolf Becker aus Wieseck überholen. Im gleichen Augenblick wollte der Radler nach links in einen Feldweg einbiegen. Dabei kam es zum Zusammenstoß. Becker stürzte auf den Kühler des Kraftwagen und dann zu Boden. Dabei erlitt der bedauernswerte Mann so schwere Kopfverletzungen, vermutlich auch einen Schädelbruch, daß er besin­nungslos liegen blieb. Er wurde nach der Chirur­gischen Klinik gebracht, wo er heute morgen wie­der bei Bewußtsein ist.

Ac I e 5 Papiergeld i ft noch gül­tig? In letzter Zeit ist mehrfach beobachtet wor- den, daß nicht nur im Publikum, sondern auch an den Kassenschaltern mancher Behörden Unklarheit darüber herrscht, welche Reichsbanknoten und Ren- tenbankscheme zur Zeit noch gültig und welche be­reits aufgerufen und wertlos sind. Es seien daher nachstehend die gültigen Reichsbanknoten und Rentenbankscheme aufgeführt: 1. Reichsbanknoten: zu 1000 Mark, ausgegeben am 11.10.1924: zu 100 Mark, ausgegeben am 11.10.1924; zu 50 Mark,

ausgegeben am 11.10.1924 (1. Ausgabe); zu 50 Mark, ausgegeben am 30.3.1933 (2. Ausgabe); zu 20 Mark, ausgegeben am 22.1.1922 (2. Ausgabe). 2. Rentenbankscheine zu 1000 Rentenmark, aus­gegeben am 1.11.1923; zu 500 Rentenmark, aus­gegeben am 1.11.1923; zu 100 Rentenmark, aus­gegeben am 1.11.1923; zu 50 Rentenmark (zweite Ausgabe), ausgegeben am 20.3.1925; zu 50 Ren­tenmark (3. Ausgabe), ausgegeben am 6.7.1934; zu 10 Rentenmark (2. Ausgabe), ausgegeben am 3.7.1925; zu 5 Rentenmark (2. Ausgabe), ausge­geben am 2.1.1926.

Briefkasten der Redaktion.

(Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung.)

Gärtner. Für die Ausübung der von Ihnen be­absichtigten kleinen Nebenarbeiten benötigen Sie keinen Gewerbeschein. Sie können diese Ar­beiten ohne die Besorgnis, gegen eine gesetzliche Bestimmung zu verstoßen, neben Ihrer Beschäfti­gung in der Fabrik vornehmen.

LPD. Frankfurt a. M., 10. März Die neue Garnisonstadt Frankfurt erlebte heute nach dem Einzug der Garnison das erste militärische Schau­spiel. Mit klingendem Spiel zogen die Artillerie­abteilungen, von der rasch zusammenströmenden Bevölkerung freudig begrüßt, nach der Gutleutka­serne, um auf dem Kasernenhof zu einer Besichti­gung durch den Kommandierenden General des IX. Armeekorps, Generalleutnant Dollmann- Kassel, Aufftellung zu nehmen. Zu Äer Besichtigung hatten sich zahlreiche Ehrengäste, u. a. Gauleiter Sprenger, Regierungspräsident Zschintzsch - Wiesbaden und Oberbürgermeister Staatsrat Dr. Krebs, eingefunden. Um 12 Uhr traf der Kom­mandierende General ein. Nachdem er die Ehrengäste begrüßt hatte, schritt er unter den Klän­gen des Präsentiermarsches die Front der im offe­nen Rechteck angetretenen Truppenteile ab und richtete dann eine'kurze Ansprache an die Soldaten. Der Kommandierende General wies zunächst auf die jubelnde Aufnahme hin, die die Truppen in der bisherigen entmilitarisierten Zone gefunden haben und dankte dann der Frankfurter Stadtverwaltung, sowie der ganzen Bevölkerung dafür, daß sie ge­wetteifert hätten, ihren Soldaten eine freundliche Aufnahme zu bereiten. Nachdem der Kommandie­rende General noch den Dank des Oberbefehlshabers des Heeres, Generals der Artillerie Freiherr von Fritsch, für die präzise Durchführung der Trup­penverlegungen übermittelt hatte, sagte er u. a.: Ich erwarte von Ihnen, den Soldaten der Wehr­macht, daß Sie sich bewußt sind, als Repräsentanten der Wehrmacht in einem Gebiet aufzutreten, das vielleicht vergessen hat, was der deutsche Soldat ist, daß Sie sein und bleiben müssen ein Muster an Disziplin, Haltung, an Kameradschaft und Verbun­denheit mit dem Volke. Mit einem Sieg-Heil auf

den Obersten Befehlshaber der Wehrmacht Adolf Hitler schloß der Kommandierende General seine Ansprache. Dann erklangen das Deuschlandlied und das Horst-Wessel-Lied und die Truppenteile rückten wieder in ihre Unterkünfte ab.

Der Kommandierende General traf kurz nach 14 Uhr in Mainz zur Besichtigung von Truppen­abteilungen des Standorts Mainz ein. Die Besich­tigung fand in Anwesenheit einer großen Anzahl von Ehrengästen im Hofe der G. F. Z.-Kaserne statt. Man bemerkte u. a. den Kreisleiter Oberbürger­meister Dr. Barth, den SA.-Brigadeführer Schönbern, Provinzialdirektor Dr. Wehner usw. Nachdem der Kommandierende General die Front der im Viereck aufgestellten Truppenteile abgeschritten hatte, hielt er eine Ansprache, die sich in'ben gleichen Gedankengängen bewegte wie die vorher in Frankfurt gehaltene. Dem militärischen Akt wohnte ein großer Teil der Mainzer Bevölke­rung bei.

Oppenheimer Wein für die Mainzer Soldaten.

Lpd. Oppenheim, 10. März. Um ihrer Freude über den Wiedereinzug deutscher Truppen in ihre Friedensgarnisonen am Rhein Ausdruck zu geben, haben die Oppenheimer Weingutsbesit­zer eine Weinspende von 5 0 0 Flaschen für die Mainzer Truppen aufgebracht. In einem festlich geschmückten Wagen wurde die Spende Dienstag vormittag nach Mainz gebracht. Bürger­meister Dr. Scheller übergab dort im Namen der Stadt Oppenheim dem Kommandeur den Wein als Zeichen der tiefen Verbundenheit zwischen den Mainzer Soldaten und der alten deutschen Rhein- stadt Oppenheim.

Das akustische Wunder Deutschlands.

Die Hersfelder Stistsruine soll wieder neu zur Geltung kommen.

Lpd. Bad Hersfeld steht im Festjahr seines 1200jährigen Be­stehens. Dies ist der rechte Zeitpunkt, ein Wun­der wieder neu zur Gel­tung zu bringen. Diewun- dervolleS t i f t s r u i n e, neben den Domen in Mainz, Trier und Speyer die größte unter den früh- romanischen Kirchenbau­ten im Deutschen Reich, ist durch das akustische Wunder, das geheimnis­voll in ihren kahlen Mau­ern wohnt, schon im vorigen Jahrhundert zu einer Art kulturellen Mit­telpunkts geworden. In den 80er und den 90er Jahren fanden hier all- jährlichKonzerteder größ­ten deutschen Orchester statt. Hier hat Strauß dirigiert und nach ihm viele andere bekannte

deutsche Orchesterleiter. Das Hersfelder Kloster ist die Urstätte des berühm­ten WildenbruchschenHexenlieds", das in der Vertonung von Schillings in der Stiftsruine alljährlich zur Aufführung gelangt. Nach 1895 ist aus unbekannten Gründen die Stiftsruine als Festraum für Konzerte in Vergessenheit geraten, und erst seit einigen Jahren erobert sie sich ihre alte Bedeutung wieder.

Außer den Veranstaltungen der 1200-Jahrfeier dürfte besonders ein Projekt von weittragender Be­deutung fein: Die Berliner Friedrich-Wilhelm-Uni- oerfität unterhält unter dem Lektor Prof. Dr. Ley- Hausen einen etwa 80 Personen starken Sprech­chor, der bereits in Athen vor der Akropolis, in Norwegen, Schweden, Polen usw. erfolgreich gastiert

Spannring.)

hat. Augenblicklich schweben Verhandlungen mit dem Ziel, den Sprechchor mit einem Dutzend hervor­ragender deutscher Schauspieler alle Jahre für eine Woche nach Hersfeld zu verpflichten, um in der Stiftsruine große deutsche Werke aufzuführen. Nach Ansicht des Chorleiters ist die Ruine der für seine Ziele einzig geeignete Raum. Vorgesehen sind: Zehn Passionen aus dem Faust" und ähnliches. Unter den vorgesehenen Schauspielern sind Namen wie Schönhals, Friedr. Kayßler u. a. Die Auffüh­rungen werden in diesem Jahr voraussichtlich an­fangs August stattfinden. Während dieser Zeit soll das Austausch-Studententum in Hersfeld in einem Ferienlager untergebracht werden.

Die Hersfelder Stiftsruine. (DNB.-Bilderdienst. Aufnahme:

Overhessen.

Bürgermeistertagung in Schotten.

* Schotten, 10. März. Jrn hiesigen Rathaus­saal fand heute unter Leitung von Regierungsrat Schwan eine amtliche Bürgermeister­versammlung statt. Zu Beginn der Tagung wies Regierungsrat Schwan auf die große Tat des Führers hin, die uns die volle Freiheit für unser Volk wiedergegeben habe.

Ein Vertreter des Reichsoerbandes der Kranken­kassen hielt dann einen Vortrag über den Aufbau unserer Sozialversicherung, Kranken-, Unfall-, In­validenversicherung. Besonders behandelte er die neuen Abänderungsgesetze, die Gemeinschaftsauf­gaben der Kassen, die Mitwirkung der Landesver- sicherungsanstalt, Versicherung der PZohlfahrtsemp- fanger und Erwerbslosen. Eine Reihe von Fragen aus der Versammlung wurde an Hand praktischer Beispiele besprochen.

Mehrere amtliche Bekanntmachungen und Ver­fügungen über Notstandsarbeiten, Bausparverträge usw. wurden bekanntgegeben.

Kreisleiter K r o m m behandelte sodann Fragen aus dem gemeindlichen Leden. Eine Kommission (Politische Leiter, Bürgermeister, Bauernführer) soll die regelrechten Eingänge der Steuerrückstände überwachen. Der Standesbeamte soll dafür sorgen, daß der Eheschluß in schöner, weihevoller Weise vollzogen wird und nicht in einer nüchternen, büro­kratischen Art. Ferner wurden Anweisungen für die Durchführung der Reichstagswahl am 29. März gegeben.

Mit begeistert aufgenommenem Sieg-Heil auf den Führer schloß Regierungsrat Schwan die Tagung.

Lehrertagung in Großen-Buseck.

wg. Großen-Buseck, 10. März. Der Be­zirks - Lehrerverein Großen-Buseck veranstaltete in der neuen Schule in Anwesenheit des Kreisschulrats N e b e I i n g eine Tagung. Nach vorausgegangenem Frühsport und der Morgen­feier der hiesigen Volksschule zeigte Rektor Ju­de r t h a l in einer Lehrprobe, wie sich Zahlen aus dem dörflichen Raum im Unterricht auswerten las­sen. Anschließend fand die Hans-Schemm-Gedächt- nisfßier statt, an der Lehrer und Schüler teilnah­men. Anschließend hielt Lehrer O r t w e i n einen Vortrag über das ThemaDas Gesicht unseres Dorfes". Nach gemeinsamem Mittagessen sprach Lehrer O st e r h e l d über das ThemaDie Schule und die Erzeugungsschlacht". Lehrer Jung gab geschichtliche Erinnerungen aus dem Busecker Tal. In einer gemeinsamen Tagung von Lehrern, Schulvorstand, Gemeindemitgliedern und Vertre­tern der Jugendorganisationen sprach Kreisschulrat N e b e l i n g (Gießen) über die gemeinsamen Er­ziehungsaufgaben unserer Jugend in Elternhaus, Schule und Jugendorganisation.

Die Volksschule Großen-Buseck hielt abends im Saalbau von Heinrich Brück einen Elternabend ab. Mit dem Liede der Jugend Schön bist du, mein Vaterland" und mit einer kurzen Ansprache von Rektor I n d e r t h a l wurde der Abend eingeleitet. Der Schulleiter gab seiner Freude über den starken Besuch der Veranstaltung Ausdruck. Kreisschulrat N e b e 1 i n g sprach über Zwecke und Ziele des Abends und gedachte dabei besonders des großen Erziehers unserer Jugend Hans S ch e m m. In bunter Reihenfolge brachten die Schüler Lieder, Sprechchöre und Gedichte zum Vortrag. Freiübungen der Knaben und rhythmische Spiele der Mädchen der ersten Schulklasse wechsel­ten miteinander ab. Ein gemeinsames Lied beschloß den unterhallenden Teil des Abends. Im weiteren Verlaufe der Veranstaltung sprach auch hier Kreis­schulrat N e b e l i n g über die Erziehungsaufgaben in Elternhaus, Schule und Jugendorganisation. Mit dem Gedenken an den Führer, mit dem Deutsch­land- und dem Horst-Wessel-Lied fand die Ver­anstaltung ihren Abschluß.

Landkreis Gießen.

* Wieseck, 11. März. Unser Mitbürger Joh. Deibel VIII., Faselwärter i. R., begeht am mor­gigen Donnerstag, 12. März, in seltener geistiger und körperlicher Frische seinen 81. Geburtstag.

< Saubringen, 10. März. Der Obst - und Gartenbauverein hielt in der Wirtschaft Zum blauen Hecht" unter Leitung des stellver­tretenden Vorsitzenden W. Braun III. seine Ge­neralversammlung ab. Zunächst wurde des verstor­benen Vereinsführers in ehrender Weise gedacht. Hierauf wurde der Jahresbericht erstattet. Die Rechnungsablage zeigte einen günstigen Stand. Zum Vereinsführer wurde Karl Grölz III., zu seinem Stellvertreter W. K. W a 11 e r ernannt, die übrigen Vorstandsmitglieder blieben im Amt. Am Schlüsse der Versammlung wurden noch einige kleinere Vereinsangelegenheiten erledigt.

<5 Mainzlar, 10. März. Nachdem kürzlich der hiesige Metzgermeister Hch. Zecher einen Fischteich angelegt hatte, ist nunmehr von dem Schuhmachermeister Ludwig H o r m a n n von hier in einem feuchten Wiesengrund in der Nähe von Staufenberg ebenfalls ein kleiner Fischteich geschaf­fen worden. Der G e m e i n d e t e i ch an der Lol- larer Straße wurde an den hiesigen Lehrer Niko­lai zur Fischzucht verpachtet.

Staufenberg, 10. März. Seit November vorigen Jahres bis Ende Februar waren im hie­sigen Gemeindewald acht Arbeitslose mit dem Reinigen und Aufforsten der Windbruch- st e l l e beschäftigt. Anschließend wurde die zweite Notstandsarbeit in Angriff genommen. Der sog. Weidhofsweg, Verbindungsweg zwischen Staufen­berg und der Hachborner Straße, wird zur Zeit fertig ausgebaut und mit Schotter überdeckt. Bei dieser Arbeit werden wieder sechs Arbeiter beschäf­tigt. Mauermeister Heinrich Zecher VIII. von hier führt die Arbeit aus.

* Rödgen, 11. März. Zur Entwässerung der Fluren 1 bis 3 unserer Gemarkung ist die Bildung einer öffentlichen Wasser-Genossen- schäft genehmigt worden. Tagfahrt wird am Samstag, 14. März, vormittags 8.30 Uhr im alten Schulsaal stattfinden. Dazu ist die Generalversamm­lung der Genossenschaftsmitglieder einberufen.

wg. Großen-Buseck, 10. Mgrz. Der Land­wirt Wilhelm H e n ß wollte bei Arbeiten an der Dickwurzmühle mit einem Holzstöße! die Dickwurz zu der Messerwelle bringen. Dabei rutschte er aus und fiel mit der flachen Hand auf die Mesjerwelle. Der bedauernswerte Mann erlitt so erhebliche Verletzungen an der linken Hand, daß er sich sofort nach der Chirurgischen Klinik in Gie- ßen begeben mußte.

Reiskirchen, 11. März. Am Freitag fand m unserem Dorfe ein Hof- und Stallrund- gang durch die Ortsbauernschaft statt. Hierzu hatte sich Landwirtschaftsstudienrat Dr. Lutz von Gießen emgefunben. An Hand von Beispielen wies er die zahlreich erschienenen Bauern auf die Bedeutung