DiedeMenkreuzer„Lmden"und„Mrnberg" 1911 vor ponape.
Eine Episode aus der deutschen Kolonialgeschichte.
Als vor nunmehr 25 Jahren die Landungsabteilungen der vor der Insel Ponape versammelten deutschen Kriegsschiffe zu einer militärischen Trauerfeier antraten, um ihre im Kampf gegen die aufständischen Eingeborenen gefallenen Kameraden au bestatten, war eine Episode unserer jungen Kolonialgeschichte zu Ende, die unsere fern der großen Schiffahrtsstraße gelegenen Besitzungen der Karolineninseln plötzlich in den Mittelpunkt des Interesses gerückt hatten. Auf Ponape, einer der 1899 aus spanischem Besitz an Deutschland übergegangenen Inseln waren die Leute des I o k o i - Stammes schon lange als aufsässig bekannt und schon 1908 mußte der Kreuzer Jaguar" vor der Insel erscheinen, um die deutsche Flagge zu zeigen und die Eingeborenen zu beruhigen.
Als 1910 der kaiserliche Bezirksamtmann von Ponape, Regierungsrat Boeder, auf der Ponape vorgelagerten kleinen Insel Dschokadsch durch die Eingeborenen Wege anlegen ließ, kam es am 18. Oktober 1910 zu Unruhen. Boeder, der auf eine langjährige Tätigkeit in den Kolonien zurückblickte und große Erfahrung im Umgang mit Eingeborenen hatte, ließ sich ohne besonderen Schutz nach dem Eiland Dschokadsch übersetzen, um die Aufsässigen zu beruhigen. Ehe es aber zu Verhandlungen kam, wurde Boeder, der ihn begleitende Sekretär Bauckmann, der Büroassistent Hollborn, der Wegebauaufseher Häfner, sowie fünf Mann der Bootsbesatzung von den Rebellen erschossen oder mit dem Buschmesser niedergemacht. Da der zu den Ost-Karolinen zählenden Insel Ponape jeder telegraphische Anschluß an die etwa 2300 Kilometer entfernten Kabelstation auf der Insel Pap (West- Karolinen) fehlte, konnte man erst am 26. November durch den fahrplanmäßigen Postdampfer mit der Außenwelt in Verbindung treten und das kaiserliche Gouvernement in Rabaul benachrichtigen, von wo aus die Nachricht von dem Aufstand am 26. Dezember in Berlin eintraf. In der Zwischenzeit war es dem Regierungsarat Dr. Girsch, einem guten Kenner der Eingeborenen und von diesen hoch geschätzt, auf Ponape gelungen, mit Hilfe der wenigen eingeborenen Polizeisoldaten und unterstützt von den treugebliebenen Stämmen, die Insel zu halten. Das Gouvernement sandte sofort die verfügbare eingeborene Polizeimannschaft nach Ponape und benachrichtigte den Kreuzer „Cormoran", der in den australischen Gewässern war, und das Vermessungsschiff „P l a - n e t" in Neu-Guinea. Beide Schiffe trafen Mitte Dezember vor Ponape ein. Damit war die größte Gefahr beseitigt. Als dazu noch am 10. Januar vom ostasiatischen Kreuzergeschwader die beiden Kreuzer „Nürnberg" von Hongkong und „E m - d e n" von Tsingtau — beide fanden bekanntlich im Weltkrieg nach äußerst erfolgreichem Kreuzerkrieg ein ruhmvolles Ende, „Nürnberg" sank mit wehender Flagge in der Seeschlacht bei den Falklandsinseln am 8. Dezember 1914, und die „Emden" wurde nach hartem Kampf mit dem Kreuzer „Sidney" am 9. November 1914 bei den Kokosinseln brennend auf den Strand gesetzt — eintrafen, konnte man zum planmäßigen Angriff übergehn.
Die Aufständischen hatten auf der Insel Dschokadsch ein etwa 300 Meter hohes Felsplateau zu einer starken Verteidigungsstellung ausgebaut. Sie waren im Besitz von z. T. ganz modernen Feuerwaffen mit reichlich Munition und hatten — was besonders ins Gewicht fiel — vom Wegbau her eine Kiste Dynamit in Händen. Bis zum Eintreffen der „Emden" und der „Nürnberg" hatte man der Lage entsprechend von einem Angriff abgesehen, zumal die Gefahr bestand, daß der geringste Mißerfolg die noch treugebliebenen Eingeborenen schwankend machen könnte. Als dienstältester Offizier übernahm der Kommandant der „Emden" Fregattenkapitän V o l l e r t h u n den Oberbefehl über die vereinigten Stteitkräste und ordnete zunächst eine Absperrung der kleinen Insel Dschokadsch von der Hauptinsel an. Nach genauer Erkundung des Geländes wurde die Ausgangsstellung für den Sturm festgelegt und für den Angriff das Landungskorps der „Nürnberg" bestimmt, das durch 100 eingeborene Polizeisoldaten verstärkt wurde. Die Führung hatte Fregattenkapitän T a e g e r t. Am 13. Januar um 7.45 Uhr wurde die feindliche Stellung von den Kreuzern unter Feuer genommen, das um 9 Uhr eingestellt wurde. Um 10 llhr begann dann der Vormarsch. Da sich die Angriffskolonne einen Weg durch den dichten unübersichtlichen tropischen Busch bahnen mußte, kam sie erst gegen 4 Uhr nachmittags am Fuß der feindlichen Stellung an. Die Spitze bekam gegen 4.30 Uhr Feuer. Das Gewehrfeuer, durch das gleich zu Beginn des Gefechtes Leutnant z. S. von Prittwitz und Gaffron
schwer verwundet wurde, war von Steinlawinen begleitet, die der in ausgezeichneter Deckung liegende Feind niedergehen ließ. Nachdem ein Maschinengewehr in Stellung gebracht war, und der rechte Flügel sich soweit vorgeschoben hatte, daß die eindliche Stellung flankiert wurde, brach die ganze Linie unter Hurra in die feindliche Stellung em, die der Feind unter Hinterlassung einiger Toten luchtartig räumte. Bei Sonnenuntergang wehte die deutsche Kriegsflagge vom höchsten Gipfel des Berges und zeigte den Schiffen, daß der Angriff geglückt war. Am nächsten Tag wurde die Insel abgestreift und Gefangene gemacht. Zwar war unter den Toten der Bruder des Anführers der Aufständigen, Jomatau, und unter den Gefangenen entdeckte man einen der Mörder des Bezirksamtmannes Boeder; den übrigen Mördern, vor allem Jamotau selbst, war es aber gelungen, zu entkommen. Sie hatten die Hauptinsel erreicht und hatten sich im Westen derselben in dem Hauptsitz des Jokoi-Stammes Tomara festgesetzt. Gegen diesen Platz richteten sich die weiteren Operationen. Am 19. Januar wurden zwei Kolonnen gegen Tomara angesetzt, aber infolge des unwegsamen Geländes trafen sie nicht rechtzeitig ein, so daß es Jomatau und seinen Leuten wiederum gelang, sich der Umklammerung zu entziehen. Immerhin wurden bis zum 24. Januar weitere 110 Gefangene eingebracht, von denen verschiedene an der Bluttat des 18. Oktober beteiligt waren. Aber die Haupträdelsführer des Aufruhrs hatte man immer noch nicht. Schon machte man sich auf einen langwierigen Kleinkrieg gefaßt, als die Nachricht einlief, die Rebellen hätten sich auf dem Berg Nan- hop im Innern der Insel festgesetzt und bauten die aus spanischer Zeit noch vorhandenen Befestigungen in fieberhafter Eile aus. Sofort erging der Befehl, diese Stellung einzuschließen und anzugreifen, obwohl die Truppen durch die bisherigen Unternehmungen stark mitgenommen waren. Das Landungskorps der „Emden" mit 60 Polizeisoldaten rouroe zum Frontalangriff bestimmt, die Abteilungen der „Nürnberg" und des „Cormoran" mit 85 Polizeisoldaten hatten den Auftrag, den Gegner zu umgehen, so daß er beim Angriff der „Emders- Mannschaft dieser Abteilung in die Arme laufen mußte. Zuerst stieß die „Nürnberg" und „Cormo- ran"-Mannschaft unter Korvettenkapitän Siemens mit dem Feind zusammen, wobei Leutnant z. S. Erhard vom „Cormoran" durch Kopfschuß fiel. Erhard hatte feine in Sidney lebenden Eltern feit 15 Jahren nicht mehr gesehen und hoffte durch das Kommando auf den in den australischen Gewässern stationierten „Cormoran" ein Wiedersehen zu ermöglichen. Ehe es dazu kam, starb er den Tod fürs Vaterland.
Die Abteilung Siemens blieb auftragsgemäß in Deckung, bis die „Emden"-Abteilung unter Fregattenkapitän Taegert nach achtstündigem äußerst beschwerlichem Marsch etwa um 4.30 Uhr am Fuß des Nankioberges angekommen war. Diese ging nach kurzer Rast zum Angriff über, und kurz nach fünf Uhr wurde die Stellung gestürmt, wobei der Obermatrose K e i d e l von der „Emden" ebenfalls durch Kopfschuß fiel. Auch diesmal gelang es einem Teil der Aufrührer auf Wegen, die kaum gangbar über den steilen Gipfel führten, zu entkommen. Auf der von zwei Landungsabteilungen besetzten Insel Dschokadsch, in deren Busch sich immer noch Rebellen verborgen hielten, war es wieder zu Zusammenstößen gekommen, bei denen am 24. Januar der Obersignalgast Günther von der „Emden" schwer verwundet wurde und nach drei Tagen starb. Auf der Hauptinsel hatte man sich auf Grund der bisherigen Erfahrungen entschlossen, die ganze Insel durch die Landungsabteilungen systematisch absuchen zu lassen. Diese Taktik hatte den Erfolg, daß sich bis Mitte Februar immer mehr Aufständische ergaben, bis schließlich der Hauptanstifter Jomatau selbst mit fünf Rädelsführern am 13. Fehruar sich stellte. Am 22. Februar konnten die militärischen Operationen als abgeschlossen betrautet werden, und der Nachfolger des ermordeten Regierungsrats Boeder, Bezirksamtmann Dr. K e r ft i n g, übernahm die Gewalt und das Kommando über die eingeborene Polizeitruppe.
An Verlusten waren zu verzeichnen: 3 Angehörige der „Emden"-Besatzung und einer der „Cvrmoran"- Besatzung sowie zwei eingeborene Polizeisoldaten waren gefallen, 5 Angehörige der „Emden", einer von der „Nürnberg", ein Weißer der Polizeitruppe (Polizeimeister) sowie 9 eingeborene Polizeisoldaten waren verwundet.
Am 23. Februar verurteilte ein ordentliches Gericht 15 an dem Mord vom 18. Oktober beteiligte Rebellen, die alle durchaus geständig waren.
zum Tode. Diese wurden am nächsten Tage von einem Kommando der Polizeitruppe erschossen, wobei sie ein hohes Maß von Todesverachtung zeigten. Die übrigen wurden zu Deportation und Zwangsarbeit verurteilt, und die Angehörigen des Jokoi-Stammes nach der Insel Pap verbannt. Am 27. Februar fand eine militärische Trauerfeier der vereinigten Landungsabteilungen statt, bei der unter großer Beteiligung der Weißen und Eingeborenen der Insel den Gefallenen militärische Ehren erwiesen wurden. Am selben Tag verließ der Kreuzer „Cormoran" Ponape. Ihm folgte am 28. Februar die „Nürnberg" und am 1. März die
,(£mben* mtf den Verwundeten an Bord und mtt Kurs n-ch Tsingtau, der „Planet" sowie das Transportschiff „Titania" mit den übrigen 93er- urteilten und nach der Insel Yap Verbannten, zu-
sammen 426 Menschen.
Wohl hat das gigantische Geschehen des Welt- krieges die Erinnerung an diese Ereignisse verblassen lassen. Indes haben die Männer, die Damals auf fernem Auslandsposten als deutsche Soldaten kämpften und starben, verdient, daß wir ihrer Taten gedenken. , ,
Dr. Wilhelm Rehmann.
Wirtschaft.
Verlegung
der Frankfurter Frühjahrsmesse.
Neuer Termin: 29. bis 31. INärz.
Aus Anlaß der Besetzung der Friedensquartiere und der Reichstagswahl findet eine Reihe nicht aufschiebbarer Massenappelle der NSDAP, im Gau Hessen-Nassau statt, für die das Messegelände in Frankfurt dringend benötigt wird. Daher ist eine Verlegung der Frankfurter Frühjahrsmesse auf die Tage vom 29. bis 31. März notwendig geworden. In der Durchführung der Messe mit ihren Abteilungen Möbel, Haus- und Küchengeräte, Spielwaren und Galanteriewaren wird sich nichts ändern.
*
* Der Eisen steinbergbau an Lahn, Dill und in Oberhessen im Februar. Förderung und Absatz sind im Februar (25 Arbeitstage) gegen Januar (26 Arbeitstage) mit 79 440 Tonnen bzw. 80 852 To. gegen 81589 To. bzw. 89 753 To. im Januar zurückgegangen. Arbeitstäglich ist die Förderung um ein geringes gestiegen, der Absatz aber auch arbeitstäglich um rund 200 Tonnen zurückgegangen. Der Absatz überstieg die Förderung noch um 1400 Tonnen. Zur Zeit befinden sich 44 Gruben in Betrieb, davon 31 in Förderung, gegen 29 bzw. 26 im Aüfang des vergangenen Jahres. An Bohrungen wurden geleistet im Januar 800 Meter und im Februar 700 Meter.
Rhein-Mainische Börse.
Etwas erholt.
Frankfurt a. M., 10. März. Aus kleine Rückkäufe und Deckungen erfuhr die heuttge Mittagsbörse nach den gestrigen Abschwächungen eine leichte Erholung. Das Geschäft war klein, da eine nennenswerte Publikationsbeteiligung fehlte und auch die Kulisse im Hinblick auf die weitere außenpolitische Entwicklung Zurückhaltung übte. Die Erklärungen Edens im Unterhaus zum deutschen Memorandum trugen zu der freundlicheren Auffassung nicht unwesentlich bei.
Nach den ersten Notierungen griff aber eine eher wieder leichtere Stimmung Platz, so daß die ersten Kurse am Aktienmarkt nicht immer ganz behauptet blieben. Stärkere Erholungen zeigten AEG. mit 34,65 bis 34,40 (33,25), Metallgesellschaft mit 113 (110,75), Daimler mit 96,25 (94,50) und AG. für Verkehrswesen mit 105 (103,75). Montan- werte setzten überwiegend 0,25 bis 0,50 v. H. fester ein, nur Rheinstahl gaben noch 0,50 v. H. nach. IG. Farben bei kleinem Geschäft 150,75 (150,50). Elektroaktien lagen meist gut behauptet, Schuckert 0,40 v. H., Siemens 0,75 v. H. höher. Maschinen- und Motorenwerte sowie Metallaktien notierten meist 0,25 bis 0)50 v. H. freundlicher, Junghans noch 0,25 v. H. leichter. Schiffahrtsaktien eröffneten bis 0,40 v. H. erholt, ferner gewannen AKU. 0,50 v. H., Ce- ment Heidelberg 0,75 v. H. Zellstoff Aschaffenburg, Süddeutsche Zucker und Westdeutsche Kaufhof bröckelten noch je 0,25 v. H. ab, Reichsbank mit 185 unverändert.
Am Rentenmarkt blieben die Kurse gut behauptet, das Geschäft war sehr klein. Altbesitz 110,40 (110,25), Kommunal-Umschuldung 87,10, Zinsvergütungsscheine 93,30, späte Reichsschuldbuchforderungen 97, späte Wiederaufbauzuschläge 69,25, 6 v. H. Preußen 60,75. Don fremden Werten bröckelten Ungarn leicht ab; 4 v. H. Gold 8,35 (8,40), 1910er Ungarn 8,25 (8,45).
Im Verlaufe bewegte sich das Geschäft am Aktienmarkt in engen Grenzen und auch kurs- mäßig traten keine Veränderungen von Belang ein. Etwas niedriger lagen AKU. mit 48 und 48,50, Deutsche Erdöl mit 108,50 nach 108,75, Hapag mit 15,50 nach 15,65, Rheinstahl mit 111 nach 111,50, Verein. Stahlwerke mit 81 nach 81,40. Später zeigte sich auf dieser Basis eher wieder Kaufinteresse. Deutsche Linoleum zunächst 157,50 (158,50), dann 158,50. Klöcknerwerke 83,25 (82,25), Licht & Kraft 134 (132,50), Scheideanstalt 211 (210,25), dagegen Deutsch-Atlanten-Telegraf n. P. 108,90 (112).
Renten blieben sehr ruhig. Goldpfandbriefe und Kommunal-Obligattonen notierten unverändert. Stadtanleihen und Liquidationspfandbriefe
lagen uneinheitlich, 4,5 v. H. Heidelberg 90,50 (90), 4,5 v. H. Mainz von 1926 92,65 (92,75); Pfalz. Hyp. Liquid. 101,65 (101,25), Meininger Hyp. Li- quid. 101,65 (101,50). Fremde Werte lagen ruhig.
Im Freiverkehr gaben Wayß & Freytag auf 91,50 (92,50), Ufa auf 53 (53,50) nach. — Tagesgeld unverändert 2,75 v. H.
Abendbörfe freundlich.
Bei kleinem Geschäft hatte die Abendbörse eine freundliche Grundstimmung, kursmäßig traten allerdings kaum Veränderungen ein. Etwas lebhafteres Geschäft hatten AEG. mit 35,50 (35), Verein. Stahlwerke mit 81,75 (81,25) auch JG.-Farben mit 150,65 bis 150,75 (150,65) fanden Beachtung. Von Bankaktien notierten Commerzbank mit 92,50 und Frankfurter Hypotheken-Bank mit 96 je 0,25 v. H. höher. Renten lagen ruhig und unverändert. Schweizer Bundesbahn-Obligationen lagen fest, 4prozentige 185 (183,50), 3,5prozentige 174 (171,50).
U. a. notierten: Altbesitz 110,40, 6proz. JG.-Far» ben-Bonds 126,75, 4proz. Ungarn Gold 8,40, 4proz. Rumänen 5,20, 4proz. SBB. 185, 3,5proz. SBB. 174, Adca 71,50, Commerzbank 92,52, DD- Bank 92,50, Dresdner Bank 92,25, Fvankf. Hyp. Bank 96, Meininger Hyp. Bank 95, Buderus 95,25, Harpener 113,75, Mannesmann 81,50, Hoesch 87,25, Rheinstahl 111,50, Stahlverein 81,75, Aku 48,25, AEG. 35,50, Bekula 140,25, MAN. 100,50, Conti Gummi 176, Daimler 96,25, Deutsche Erdöl 108,50, Scheideanstalt 211, Deutsche Linoleum 159, Licht & Kraft 133,75, IG. - Farben 150,65 bis 150,75, Gesfürel 125,75, Goldschmidt 103,25, Holzmann 93,75, Junghans 83,50, Ludwigshafener Walzmühle 144, Muag 80,75, Metallgesellschaft 112,75, Schuckert 131, Westdeutsche Kaufhof 30,13, Südd. Zucker 198, Reichsbahn-VA. 123,13, AG. für Verkehr 105,50, Hapag 15,50.
Frankfurter Obst- und Gemüsemackt.
Frankfurt a. M., 10. März. Arn Gemüsemarkt blieb bas Angebot mengenmäßig noch gut, Kohlgemüse allerdings knapper, während es güte- mäßig nachlassend ist. Geschäft im ganzen gut. Preise für Rotkraut, Weißkraut und Wirsing hoher, sonst unverändert. Das ausländische Angebot von Blumenkohl, Eskarol und Kopfsalat bleibt gut, bei ziemlich lebhaftem Geschäft gaben Blumenkohl und Kopfsalat im Preise etwas nach. U. a. notierten: Blumenkohl, Steige 15 bis 18 Stück, 3.80 bis 4,50 ital., Eskarol, Steige 18 bis 32 Stück, 2,50 bis 3,25 ital., gr. Feldsalat 25 bis 30, klein 40 bis 50, Karotten 4 bis 6, Kopfsalat, Steige 24 Stück, 4,50 bis 5, span., deutscher Kopfsalat (Treibhaus) Stück 30 bis 35, Schlüpfer (Treibhaus) 60 bis 80, Lattich (Treibhaus) 45 bis 50, Rosenkohl 22 bis 25, Rotkraut 10 bis 14, 13 bis 14 holl., Sellerie je nach Größe 10 bis 28, Spinat 8 bis 12. Schwarzwurzel 14 bis 22, Tomaten, Steige etwa 20 Pfund, 5 00 bis 5,50 kanar., Weißkraut 8 bis 10, Wirsing 13 bis 15, Winterkohl 10 bis 12, Zwiebeln 9% bis 10, 10% bis 11 holl.
Am Ob st markt weiterhin gutes deutsches Aepfelangebot. Bei unveränderten Preisen Geschäft im allgemeinen zufriedenstellend. Span. Apfelsinen reichlich angeboten, Geschäft gut, Preise fest. U. a. notierten: Äepfel I 28 bis 35, II 20 bis 26, III 16 bis 20, Boskop 30 bis 35, Schafsnase 16 bis 20, amerikanische Aepfel, Kiste etwa 40 Pfund, rote 15,00 bis 17,00, Apfelsinen blond 13 bis 18 span., Blut 13 bis 20 span., 19 bis 21 ital., Jaffa-Apfelsinen, Kiste 100 bis 150 Stück, 19,00, Bananen, Kiste 25 Pfund, 5,50 bis 6,00 Kamerun, 6,00 bis 6,50 Bros., Smyrna-Feigen 50 Pfund 8,50, Zitronen, 300 bis 360 Stück, 6,00 bis 7,00.
RtrtMtrfw Jlocbrirbfen.
Evangelische Gemeinden.
Mittwoch, den 11. März.
Gießen. Skadttirche. 20 Uhr: 3. Passionsandacht; Propst Knodt.
Donnerstag, den 12. März.
Gießen. Kapelle des Alien Friedhofs. 20.15 Uhrl Passionsandacht; Pfarrassistent Weckerling.
Freitag, den 13. März.
Gießen. Pelruskapelle, Wetzlarer Weg. 20 Uhn Passionsandacht; Pfr. Trapp.
Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.
Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 4 o. H., Lombardzinsfuß 5 v. H.
Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. 21L
Frankmn a. Dl.
3erhn
Schluß- kurs
Schlußk. Abend» börsc
Schluß, kurs
Schlußk.
Dliliaq- dörse
'Datum
9 3.
10-3-
9 3.
10.3.
6% Deutsche Reichs anleihe v. 1927
100,5
100,25
100,5 1
100,5
4% Deutsche Reichsanl. von 1934
97,3
97,3
97,3
97,3
by»% Doung-Anleihe von 1930 ..
102,75
102,9
102,9
102,9
Deutsche Anl.-Ablös.»Schuld mtt
AuSlos.-Rechten .............
110,25
110,4
110,5
110,4
4l/i% Deutsche ReichSpostschatzan-
Weisungen von 1934, I.......
6% efjem.8% Hess. BolkSstaat 1929
—
100,1
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(rückzahlb. 102%)............
98,25
98,25
98
4J4% ehem. 8% Hessische Landes'
banl Darmstadt Gold 3L 12....
96,4
96,4
—
96,4
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Hypothekenbank DarmstadtLiaui
100,9
100,9
_
_
4H% ehem. 8% Darmst. Komm.
Landcsb.Goldschuldverschr. R.6
92,25
92,25
Oberhessen Provinz-Anleihe mtt
Auslos.-Rechten .............
—
_
_
Deutsche Komm. Sammelabl. An-
leihe Serie 1 mit Auslos.-Rechten
—
114,65
114,65
114,65
4Yi% ehem.8% Franks. Hyp.-Bank
Goldpse. 15 unkündbar bis 1935
96,5
96,5
_
_
5H% ehem. 4Y2% Franks. Hyp.- Bauk»Ligu.»Pfandbriese.......
101,4
101,3
_
_
W/o ehem. <y8% Rheinische
Hyp.-Bank-Liqu.-Goldpse.....
101,4
101,4
101,75
101,5
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97
97
97
97
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briefanst., Gold Komm. Obl.Vl
97
97
97
97
Steuergutsch.VerrechnungSk. 34-88
109,1
109,13
109,1
109,13
4% Orsterreichtsche Goldrente....
—
—
—
28,5
4,20% Oesterreichische Silberrenle
1,2
1,2
1,2
1,2
4% Ungarische Goldrente.......
8,4
8,4
8,25
8,4
8,3
8,25
4% Ungarische Staatsrente v. 1910
8,45
8,3
4yt% desgl. von 1913..........
8,5
8,4
8,4
13,1
8,25
5% abgest. Goldmexikaner von 99
13,4
13,25
13,5
4% Türkische Bagdabbahn-Anleihe
Serie l.....................
—-
9,25
—
Aranksurt a.Dl.
Berlin
Schlußkurs
Schlußl. Abend» börse
Schluß- kurs
Schlußk. mittag» börle
Datum
9.3.
10-3
9.3.
10.3.
4% desgl. Serte 11 ...........
—
9,13
6,1
—
—
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6,2
6,15
6,13
4y»%Rumän.vereinh.Rentev.i91S
9
9
9,13
9,13
4% Rumänische vereinh. Rente
5,2
5,2
5,2
5,15
2N% Anatolier .............
37
37,13
36,75
37,2
Hamburg-Amerika-Paket .....
0
15,25
15,5
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Hamburg-Südam. Dampfschiff.
0
——
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25,5
—
Norddeutscher Lloyd .........
0
16,75
17
17
17
A.G. für Verkehrswesen Akt. ..
0
103,75
105,5
103
105,25
Berliner Handelsgesellschaft ...
6
116,5
116,5
117
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Commerz- und Privat-Bank ...
0
92,5
92,5
92,5
92,25
Deutsche Bank und Disconw»
Gesellschaft................
0
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92,5
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0
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Reichsbank ................
12
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185
184,5
184,5
A.E.S..........
0
33,25
35,5
33,5
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Bekula.............
10
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Elektr. Lieferungsgesellschaft...
5
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117,9
rncht und «rast ........... ett
132,5
133,75
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134
Fetten & Guilleaume......
4
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111
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V^chch.'-Elektr. Unternehmung. g
125
125,75
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125,5
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6
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124,25
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124,25
Rhein. Wests. Elektr..........
6
127,25
127
127
127
Schuckert & Co...............
Siemens & Halske............
LahmeyerLCo......... ....
4
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130,75
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131
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167
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167
7
125
125,25
125,25
125,4
Buderus ..................
94,5
95,25
95,25
95,25
Deutsche Erdöl.............
108
108,5
108
108,5
Harpener.................
113
113,75
113 25
114
Hoesch Eisen—Köln-Neuefsen .
86,5
87,25
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Ilse Bergbau ..............
—
157
Sflfe Bergbau Genüsse.......
Klöcknerwerke ..............
.
125,5
82,25
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126
83,25
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Mannesmann-Röhren.......
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Sranffurt a. Dl.
Berlin
Schluß« kurs
Schlußk. Abendbörse
Schlußkurs
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Datum
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10-3.
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.. 5
—
132
132
132
Kokswerke................
.. 6
——
——
117,9
118,25
Rheinische Braunkohlen ....
. 12
—
216,5
215,5
218,75
Rheiustahl ................
.. 4
112
111,25
112,75
111,4
Vereinigte Stahlwerke......
.. U
80,5
81,75
80,4
81,25
Otavi Minen .............
.. 0
17,5
17,5
17,13
17,5
Kaliwerke Aschersleben......
.. 5
—
122,5
121
122,25
Kaliwerke Westeregeln......
.. 5
120
—
119
120
Kaliwerke Salzdetfurth.....
?y,
—
—
180
179
9. G. Farben-Jndustrie.....
Scheideanstall.............
.. 7
150,5
150,25
150,9
150,65
.. 9
210,25
211
——
—
Goldschmidt ..............
.. 6
103
103,25
103
103,5
RütgerSwerke.............
.. 6
120,5
119,5
119,65
118,75
Metällgesellschaft...........
.. 4
110,75
112,75
110,75
112,5
Philipp Holzmann.........
Zementwerk Heidelberg ....
Eementwerk Karlstadt.......
.. 4
.. 7 .. 6
93,25
130,75
130
93,75
131,5
130
93,65
93,5
Schultheis Patzenhofer .....
.. 4
—
—
98,25
97,75
Aku (Allgemeine Kunstseide)
.. 0
48
48,25
48
48,5
Bemberg.................
.. 5
91,5
90,5
91
90,25
Zellstoff Waldhof ..........
.. 6
118
118,5
118,7b
119,25
Zellstoff Aschaffenburg .....
.. 0
82
81
—
82
Dessauer Gas.............
.. 7
—
—
125,5
124,75
Daimler Motoren..........
.. 0
94,5
96,25
94,5
96,5
Deutsche Linoleum.........
.. 8
158,5
159
159
159,25
Orenstein & Koppel........
.. 0
—
—
75
75,5
Westdeutsche Kaufhof.......
.. 0
30
30,13
30
30,25
Cha de....................
71/,
300,5
301
300,5
302
Accumulaloren-Fabrik......
. 12
174
—
174
175
Conli-Gummi.............
.. 8
179
176
179
176,5
Gritzner.............
.. 0
1 28,4
l 28,13
1 28,13
I 28,5
Mainkraftwerke Höchst a.M..
.. 4
89,4
89,25
—
Süddeutscher Zucker .......
. 10
198
I 198
1 198
9-März
10.März
Amtliche Dotierung
Amtliche Dotierung
Geld
Brief
Geld
Bries
Buenos Wie-.
0,678
0,682
0,681
0,685
Brüssel.....
41,95
42,03
41.92
42
Rto de Jan.
0,143
0,145
0,141
0,143
Sofia ......
3,017
3,053
3,047
3,053
Kopenhagen.
54,81
54,91
54,81
54,91
Danzig.....
46,80
46,90
46,80
46,90
London .....
12,275
12,305
12,275
12,305
HelsingsorS..
5,41
5,42
5,41
5,42
Parts ......
16,37
16,41
16,38
16,42
Holland ....
168,83
169,17
168,99
169,33
Italien.....
19,76
19,80
19,76
19,80
Iavan......
0,715
0,717
0,715
0,717
Jugoslawien
5,654
5,666
5,654
5,666
Oslo..... :
61,68
61,80
61,68
61,80
Wien.......
48,95
49,05
48,95
49,05
Lissabon....
11,13
11,15
11,13
11,15
Stockholm...
63,28
63,40
63,28
63,40
Schweiz ....
80,99
81,15
81,06
81,22
Spanien....
33,97
34,03
33,95
34,01
Prag.......
10,265
10,285
10,275
10,295
Budapest ...
——
—
—
——
Reu York ...
2,470
2,474
2,464
2,468
Banknoten.
Bertm,i0.Dlärz
Geld
Brie,
Amerikanische Roten..............
2,416
2,436
Belgische Noten..................
41,78
41,94
Dänische Noten .................
54,55
54,77
Englische Noten .................
12,24
12,28
Französische Noten...............
16,33
16,39
Holländische Noten...............
168,57
169,25
Italienische Noten................
—
—
Norwegische Noten ..............
61,47
61,71
Deutsch Oesterreich, 1 100 Schilling
Schwedische Noten...............
63,06
63,32
Schweizer Noten.................
80,88
81,20
Spanische Noten.................
33,61
33,75
Ungarische Noten ................


