Weitere Hilfe für das WHW.
gab in der Verhandlung die Tat zu, bestritt aber vorsätzlich gehandelt zu haben. Die gerichtlichen Gutachten bestätigten, daß der Urgroßvater, Großvater und der Vater Heidrichs Psychopathen gewesen seien; es handele sich bei Heidrich um einen asozialen und haltlosen Charakter, doch sei er für die Tat voll verantwortlich.
Das Ende des Mörders Alberding.
Der 42 Jahre alte Heinrich A l b e r d i n g aus Fulda, der, wie seinerzeit berichtet, am 9. November 1935 vom Schwurgericht Rudolstadt wegen Mordes und versuchten Versicherungsbetrugs zum Tode verurteilt wurde, hat S e l b st m o r d verübt. Man fand ihn in seiner Zelle im Landgerichtsgefängnis Rudolstadt erhängt auf. Der Mörder hatte gegen das Todesurteil Revision beantragt, die jedoch vom Reichsgericht in Leipzig als unbegründet verworfen wurde. Das damit rechtskräftig gewordene Todesurteil sollte in Kürze vollstreckt werden. Alberding hatte im Januar 1928 in der Nähe von Saalfeld einen unbekannten Mann ermordet, um feinen eigenen Tod vorzutäuschen und so auf dem Wege über seine Familie in den Besitz hoher Versicherungssummen zu gelangen. Die Persönlichkeit des Toten konnte nicht ermittelt werden; nur der Moder hatte Auskunft geben können. Jetzt hat er fein Geheimnis mit ins Grab genommen.
Zweimal zum Tode verurleill.
Das Schwurgericht Verden verurteilte den Angeklagten Suentke Nerjes, der am 21. Juni 1923 in der Gegend von Beverstedt den Oberland- jäqer Sietas und den Polizeioberwachtmeister Dietrich erschossen hat, zweimal zum Tode und zur Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte auf Lebenszeit. Der Staatsanwalt hatte gleichfalls biß Todesstrafe beantragt.
Kunst und Wissenschaft.
Dr. Goebbels an Karl Dräger.
Reichsminister Dr. Goebbels hat dem Dichter Karl B r ö g e r in Nürnberg zum 5 0. Geburts- t a g folgendes Glückwunschtelegramm gesandt: „Dem Dichter, der das unvergängliche Wort vom ärmsten Sohn schrieb, der in der Stunde der Gefahr auch Deutschlands getreuester war, spreche ich zum fünfzigsten Geburtstag meine herzlichsten Glückwünsche aus."
80 Jahre verein deutscher Ingenieure.
Die 74. Hauptversammlung des Vereins deutscher Ingenieure, die Feier seines 80jährigen Bestehens, findet vom 26. bis 29. Mai 1936 in Darmstadt in Verbindung mit der Hundertjahrfeier der Darmstädter Technischen Hochschule statt. Die dem Verein deutscher Ingenieure angeschlossenen Vereinigungen führen ihre diesjährigen Hauptversammlungen in Verbindung mit den Veranstaltungen des Vereins deutscher Ingenieure in Darmstadt, der Deutsche Kälteverein in Karlsruhe durch. Im Anschluß an die geschäftliche Hauptversammlung des VDJ. wird eine Feierstunde dem 100jährigen Bestehen der Technischen Hochschule Darmstadt und der 80-Jahrfeier des Vereins deutscher Ingenieure gewidmet sein.
Gesamtsumme der bisher eingegangenen Spenden 61 254,23 Mark.
Weitere Spenden gingen ein am 29. Februar: Dr. E. Vogt Wwe., Gießen, 5 Mark.
3. März: Pros. Dr. Börstel, Gießen, 5 Mark; KdF.-Veranstaltung (Sammlung DAF.) 118,77 Mk.
4. März: Sanitätsverein 25 Mark; Dr. Hahn, Hungen, 5; Ludw. Schunk 25; Frau Luise Reu- ning 10 Mark.
5. März: Eugen Dürr, Gießen, 40 Mark.
7. März: Freiherr v. Lemmers 11 Mark. Unbekannt 40 Mark. Prof. Dr. Messer 20 Mark^
9. März: Grube vereinigter Wilhelm 6 Mark; Dr. Pauli 200 Mark.
Lohnspenden von Arbeitnehmern:
29. Februar: Gg. PH. Gail, Gießen, 21,95 Mark; Arbeitsamt Gießen 22,95; Lupusheilstätte Gießen 17,87; Allg. Ortskrankenkasse 33,35; Albin Klein, Gießen, 13,40; Landkrankenkasse Gießen 8,50; Beamte Kreisamt Gießen 29,52 Mark.
3. März: Karl Freytag, Gießen, 33,09 Mark; Poppe & Co. 99,40; Bäuerliche Hauptgenossenschaft 5,40; Biebertalbahn 8,40; W. u. G. Schu- chard 18,80; Genossenschaft für Häute und Fettver-
Fwd. Der soeben erschienene Geschäftsbericht des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes, der gleichzeitig die Wirtschaftsgruppe Sparkassen in der Reichsgruppe Banken bildet, hebt an Ereignissen von grundsätzlicher bankpolitischer Bedeutung u. a. die weitere Vereinfachung und stärkere Konzentration des Sparwesens zugunsten der seit altersher bewährten Sparinstitute hervor, wie sie in den Gesetzen über die Liquidation der Zwecksparunternehmungen und des Spargeschäfts der Verbrauchergenossenschaften, sowie der Reform des Werksparwesens zum Ausdruck kommt.
Der Einlagenzuwachs Hai bei den öffentlichen Sparkassen im Jahre 1935 die Ergebnisse der beiden Vorjahre übertroffen.
Im Sparverkehr beläuft sich der Einzahlungsüberschuß 1935 auf 515 Millionen Reichsmark, gegenüber 251 Mill. RM. im Vorjahre. Hierzu kommen Zinsgutschriften in Höhe von rund 400 Mill. RM. Gutschriften von Härtemitteln aus der Aufwertung mit 51 Mill. RM. und 24 Mill. RM. sonstige Umbuchungen, so daß die Gesamtzunahme der Spareinlagen 1935 = 990 Mill. RM. betrug. Mit 13 670 Millionen RM. wurde ein neuer Höchststand der Spareinlagen seit dem Jahre 1924 erreicht.
Bei den Depositen-, Giro- und Kontokorrenteinlagen betrug die Zunahme 278 Millionen Mark, gegen 150 Millionen Mark im Vorjahre. Damit haben die kurzfristigen Einlagen Ende des Jahres
wertung 5,97; Genossenschaft für Häute und Fettverwertung 13,75; Bezirkssparkasse Gießen 96,65; Karzentra 35,02; Brühl'sche Universitatsdruckerel 92,40; Reisende Jürgens van den Bergh 8,60 Mk.
4. März: Oberhoff u. Sohn 6,13 Mk.; Kaufhaus Kerber 35,95; Dornberger, Gießen, 9,70; Franz Bette 14,50; Harries u. Co. 5,89; Will u. Co. 7,10.
5. März: Landes-Heil- und Pflegeanstalt 119,95 Mark; Rinn & Cloos, Heuchelheim, 50,30; Zigarettenfrischdienst 21,65; Stadtkasse Gießen 567,06; Adolf Geisse 14,80; Stempel Kreuter 24,22; Rmn & Cloos 62,30; Gail'sche Tonwerke 46,90 Mark.
6. März: Jhring Melchior, Lich, 44,75 Mark; Buderus Lollar 63,95; Jürgens van den Bergh 9.35; Verbrauchergenossenschaft 45,73; Wilhelm Röhrig 9,51; Tribus u. Sundheim 14,13 Mark.
7. März: Schunk & Ebe 155,30 Mark; Eierteig- waren 21,05; Münchow'sche Druckerei 18,87; Singer Nähmaschinen 6,04 Mark.
9. März: Theodor Köhler 8,52 Mark; Finanzamt Gießen 43,12; Bänninger 273,49; DAF. Gießen 30,10; Verwaltung Vet. - Kliniken 66,10; Gebr. Berms, Klein-Linden, 16,81; P. I. Möbs 47,72 Mk.
Gesamtsumme: 64 191,01 Mark.
annähernd die 2-Milliarden-Grenze erreicht. Die Gesamteinlagen bei den Spar- und Girokassen, sowie Kommunalbanken sind demnach um insgesamt 1,27 Milliarden gestiegen; bereits im Mai 1935 wurde bei den Gesamteinlagen die 15-Milliarden- Grenze überschritten.
Dem Gebiet des Kleinsparwesens haben die Sparkassen auch im Jahre 1935 ihre besondere Aufmerksamkeit zugewendet. So hat das 1934 ein- geführte Reisesparen durch die NS.-Gemein- schaft „Kraft durch Freude" eine befriedigende Entwicklung aufzuweisen. Neu eingeführt wurde der Arbeitsdanksparverkehr, ebenso eine Olympia-Sparkarte.
Im Kreditgeschäft haben es sich die Sparkassen — neben der Mitwirkung bei der Konsolidierung auf dem Gebiete der öffentlichen Finanzen auch im Berichtsjahr besonders angelegen sein lassen, ihr lang- und kurzfristiges Mittel st andskreditge- schäft nach Kräften zu pflegen.
Der hypothekensiand erhöhte sich bis Ende Oktober um 132 Millionen Mark auf 6,5 Milliarden Mark. Der kurzfristige Mittelstands- kredit der Sparkassen weist eine erfreuliche Stabilität in seinem Gesamtumfang auf; die Zahl der gewährten Kredite (1,192 Millionen Mark Ende Oktober 1935, gegen 1,173 i. V.) ist fortgesetzt gestiegen, während der Durch- schnittsbetrag des Einzelkredites (1497 gegen
ErsleulicheSpaMen-En1wiMngimWre1935
Oer Geschäftsbericht des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes für 1935.
1555 Mark) — entsprechend seinem Charakter als Mittetstandskredit — noch gesunken ist.
Der Wertpapierbestand der Sparkassen hat 1935 eine beträchtliche Erhöhung erfahren.
Der Spargiroverkehr hat sich in 1935 günstig weiterentwickelt. Die Anzahl der Ueberweisungen stieg um 12 o.H. auf 112 Millionen Stuck, der Gesamtbetrag um 10 v. H. auf 51,3 Milliarden.
Der Ertragslage der Sparkassen sind in dem Be- richt eingehende Ausführungen gewidmet Die Zins, spanne ist hiernach von Mitte 1933 bis Ende 1935 um etwa 0,28 v. H. gesunken.
Die Girozentralen sind nach wie vor in stärkstem Umfange die Verwalter der liquiden Mittel der Sparkassen geblieben. Auch die Geschäftsentwicklung der öffentlichen Bausparkassen läßt eine ständige Aufwärtsbewegung erkennen. Der Dertragssummen- bestand betrug Ende 1935 390 Millionen Mark bei etwa 76 000 Bausparverträgen; bis Ende 1935 konnten bereits ungefähr 21 000 Verträge mit einer Dertragssumme von 128 Millionen Mark zugeteilt werden.
Wetterbericht
des Reichswetterdienstes. Ausgabeort Frankfurt.
Im Bereiche subtropischer Warmluft stiegen gestern die Temperaturen besonders in Süd- und Westdeutschland bis zu fast 20 Grad Celsius an. In den nördlicheren Teilen des Reiches strömt dagegen kältere Luft ein, die dort Anlaß zu unfreundlichem Wetter mit Niederschlägen, vereinzelt sogar Schnee gibt. Auch für unseren Bezirk muß jetzt mit dem Aufkommen unbeständigeren Wetters gerechnet werden.
Aussichten für Donnerstag: lieber« gang zu unbeständigerem und kühlerem Wetter mit Neigung zu Niederschlägen, in der Richtung veränderliche Winde.
Aussichten für Freitag: Voraussichtlich unbeständiges und kühles Wetter mit vereinzelten Niederschlägen.
Lufttemperaturen am 10. März: mittags 14,5 Grad Celsius, abends 5,3 Grad; am 11. März: morgens 1 Grad. Maximum 15,2 Grad, Minimum heute nacht — 0,2 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 10. März: abends 3,7 Grad; am 11. März: mor-, gens 3,6 Grad Celsius. — Sonnenscheindauer 5,8 Stunden.
Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Friedrich Wilhelm Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Deck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. ♦ D.A. U. 36: 10 556. Druck und Verlag: Brühl'sche Universitäts-Buch-und Steindruckerei R. Lange,K.-G., sämtlich in Gießen.
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Schriftl. Ang. u. 01132 a.d.G.A.
Weilir
Heute: isnD
Hauptversammloof
20.30 Uhr „Hessischer Hof".
3n der heutigen Nachmittagsziehung wurden Gewinne über 150 M. gezogen
2 Gewinne za 5000 M. 43824
4 Gewinne zu 3000 M. 49319 338277
12 Gewinne zu 2000 M. 132575 204723 243637 343696 387694 391768
56 Gewinne zu 1000 M. 13240 20049 31437 614371 70804 109550 110061 122784 127471 159224,
190962 193367 247982 250171 254233 266300
280545 286358 294420 303731 305852 313924
316111 339580 348673 353667 386749 394960
82 Gewinn« zu 500 M. 6339 22829 29866 30634 33941 44441 45626 84863 85024 87623 107972 122769 129100 141184 147212 174284 182467
210703 215600 216263 226919 254931 273835
279348 281386 285526 290228 296008 297215
308007 333605 355112 363250 365352 367624
367755 368490 379041 379784 394635 396572
308 Gewinne zu 300 M. 2970 6108 9246 11372 21734 22983 23757 25943 26659 29010 31491
32741 33619 34569 36061 35916 36657 38932
47596 62039 56713 62234 64220 65036 68492
69291 70185 83940 86143 87200 88152 90227.
97236 99337 99645 102228 102906 104416 104612 104811 108364 108832 109610 111261 114692
116975 117420 118109 121736 122835 122911'
122936 133488 133699 136776 142584 146618
146414 147899 149045 153252 153269 163975
156028 166579 161139 162130 163182 163386
166304 170765 171419 178374 178473 178499
179925 181828 183080 187104 190350 195021
196293 201126 203306 210147 210158 211306
213604 213704 214106 215118 217829 219067
229788 232922 234696 235901 236681 237884
239448 242582 246676 254084 254416 261249
262466 262508 264686 269284 269943 271089
272041 272281 273415 274Q16 276647 277307
278920 280812 284058 291633 293367 297327
297968 298969 302438 308520 308691 313073
320619 331884 335308 337936 339064 340495
342802 361632 363357 354826 367944 359810
369979 365656 372233 381090 384447 386730
386296 388654 393066 394099 398637 398999
399372
Im Gewinnrade verblieben: 2 Gewinne zu je 1000000, 4 zu je 20000, 10 zu je 10000, 12 z« je 5000, 34 zu je 3000, 62 zu je 2000, 176 zu je 1000, 288 gu jt 500, 1248 zu je 300 Mk.


