gestalten, und erst nach 35 Minuten gelang es Weilburg, einen Eckball zu verwandeln. Durch zwei vermeidbare Tore (Elfmeterbälle) wurde das Halb- zeltergebnts hergestellt. Nach der Pause hatten sich die Gießener etwas vorgenommen; durch ein schönes Kopftor von Pflieger kamen sie auf 1:3 heran. Trotzdem sie weiterhin überlegen spielten, konnten die Weilburger vier weitere Tore erzielen, die der Torwart u. U. hätte halten müssen. Bei den Weilburgern überragte der Torwart und Mittelstürmer. Henkelmann als linker Läufer war der Beste der Gießener Mannschaft.
Handball der Sp.-Vg. 1900.
1900 verliert in Kassel knapp mit 10:12 (3:8).
Die 1. Handball-Mannschaft mußte ohne Göing, Knop und Steines nach Kassel fahren. Während die Kurhessen in der ersten Halbzeit mehr vom Spiele hatten, liefen die Blauweißen in der zweiten Halbzeit zur Hochform auf und konnten die Kurhessen in ihre Spielhälfte zurückdrängen. Die glücklichere Elf wurde Sieger.
1900 spielte in folgender Aufstellung: Enders; Cremers, Funke; Reist, Hofmann, Fock; Höing, Wlodareck, Hamann, Krüger, Schüler.
Die Kasseler spielten zuerst mit dem Winde, konnten vom Anstoß aus durch ihren Rechtsaußen den ersten Erfolg erzielen und schon in der nächsten Minute durch einen Strafwurf auf 2:0 erhöhen. Durch eine schöne Kombination warf Höing, der sich in den Sturm von 1900 aut einführte, den ersten Gegentreffer. Durch falsche Deckung der Hintermannschaft kam Kurhessen durch einen Strafwurf zum dritten Tor. In der 12. Minute gab es einen 13-Meter-Ball, der das Ergebnis auf 4:1 stellte. Wenige Minuten später mußte der Torhüter, vom Rechtsaußen Thiele bezwungen, zum fünften- mal hinter sich greifen. Kurz darauf konnte Hamann durch einen Prachtwurf das Ergebnis auf 5:2 verkürzen. Die rechte Seite der Kurheffen kam noch dreimal erfolgreich zum Zug. Wlodareck konnte kurz vor dem Halbzeitpfiff das dritte Tor für 1900 erzielen.
In der zweiten Halbzeit überraschte 1900 durch ein technisch sehr hochstehendes Spiel. Die ganze Mannschaft lief zur Hochform auf. Einwandfreies Deckungsspiel der Hintermannschaft ließ den Kurhessen keinen Erfolg zu. Der Sturm konnte durch gute Aufbauarbeit und Einsatzbereitschaft der einzelnen Stürmer bis auf 8:7 aufholen. Erst in der 50. Minute konnte Kurhessen durch einen Strafwurf das erste Tor nach Halbzeit werfen. Durch einen Alleingang von Krüger kamen die Blauweißen wieder auf 9:8 heran. Anschließend konnten die Kurhessen durch falsches Deckungsspiel des einen Läufers noch dreimal erfolgreich fein. Durch restlosen Einsatz der 1900er konnten noch zwei Tore erzielt werden, so daß man sich mit dem Schlußergebnis von 12:10 trennte.
r IE.Teutoma" Watzenborn-Steinberg
2. Mannschaft — Klein-Linden I 4:3 (2:2).
Am Sonntag weilten zwei Mannschaften aus Klein-Linden zu Gesellschaftsspielen bei den Teutonen. Die 2. Mannschaft der Einheimischen war verstärkt durch Fett in der Verteidigung, der viele Situationen klärte Schon nach einer Minute Spielzeit hieß es 1:0 für die Gäste. Beide Mannschaften spielten taktisch nicht besonders gut. Bei einer verstärkten Abwehr der Gäste kam es hintereinander zu Handelfmetern, die von Fett verwandelt wurden. Bis zur Halbzeit reichte es bei den Gästen noch zu einem 2:2. — Nach der Pause gingen die Gäste gleich aus sich heraus und kamen auch zu der verdienten Führung mit 3:2. Dieses Resultat stand lange und erst durch eine Umstellung (Fett in den Sturm) kamen die Einheimischen noch zu zwei Toren und somit zu einem Sieg, der dem spielerischen Können nach auch für die Gäste verdient gewesen wäre.
1. Jugend — Klein-Linden 1. Jugend 0:0.
Vorher spielten die Iugendmannschaften beider Vereine und trennten sich mit einem Unentschieden. Das Spiel war weit schöner, als das der beiden aktiven Mannschaften. Der Torwart der Gäste bewahrte seine Mannschaft vor einer Niederlage.
Kußballgesellschastsspiele auf dem Laude.
Großen-Buseck I — Daubringen I 5:3.
Die Daubringer 1. Fußballmannschaft trat zu einem Freundschaftsspiel in Großen-Buseck gegen die 1. Mannschaft Großen-Buseck an. Daubringen spielte mit Ersatz und mit nur zehn Mann. Außerdem mußten während des Kampfes noch zwei weitere Spieler ausscheiden. Großen-Buseck siegte mit 5:3 Toren.
Großen-Linden II — Staufenberg I 3:3.
Großen-Linden gab einen guten Gegner ab und konnte auch nach zehn Minuten Spielzeit in Führung gehen. Die Gäste setzten sich aber dann in Großen-Lindens Spielhälfte fest und führten bei Halbzeit 3:1. Nach der Pause spielten die Gäste
weiterhin überlegen, doch konnten die Einheimischen den Ausgleich Herstellen. Ein in den letzten Minuten durch Kopfball erzieltes Tor der Gäste gab der Schiedsrichter nicht.
Tagung des Kreisführerrings Lahn-Dill.
Am Samstag fand hier eine Tagung des Kreisführerrings des Turnkreises Lahn-Dill statt. Nach der Begrüßung gab Kreisführer D a u p e r t einen Ueberblick über die Stellung und Arbeit der Turnerschaft im Reichsbund für Leibesübungen.
Hauptgegenstand der Besprechung waren die turnerischen Veranstaltungen des Kreises in 1936. Den Auftakt bildete:
Das Wintergeräteturnen soll getrennt in den Unterkreisen möglichst am gleichen Tage, dem 22. März, durchgeführt werden. Im Kreise Gießen findet das Turnen zu Heuchelheim statt, im Kreise Alsfeld zu Alsfeld, im Kreise Dillenburg zu Smn und im Kreise Wetzlar zu Wetzlar-Niedergirmes
Jeder Unterkreis soll im Frühling eine Wanderung durchführen. Als geeigneter Tag wird der Himmelfahrtstag empfohlen. Unterkreis Siegen plant für diesen Tag eine Wanderfahrt zur Jahn- eiche am Dünsberg.
Die Hauptveranstaltuna des Jahres, das Kreis- feft, wird von dem Kreisführerring dem Tv. Wiefeck übertragen. Das Fest soll am 4. und 5. Juli stattfinden. .
Das Kreisfrauenturnen wird am 29. und am 30. August in Wetzlar-Niedergirmes abgehalten
Das Dolksturnen der Kreise Dillenburg und Wetzlar soll am 6. September in Kinzenbach, das für die Kreise Alsfeld und Gießen am 23. August in Burggemünden durchgeführt werden.
Als Ort für das A l t e r s t r e f f e n ist Dillenburg vorgesehen. Als Tag kommt der 27. September in Betracht.
Kreisoberturnwart Schüler, Wetzlar, sprach dann über die Rundenkämpfe und teilte mit: Die Rundenkämpfe, die schon im März durchgefuhrt werden sollen, werden in diesem Jahre keine Punktspiele sein. Im Kreise Lahn-Dill sollen sich die Vereine, die nach Lage und turnerischer Befähigung zueinander passen, zu einem Wettkampf zusammentun. Es wird in drei Stufen (Stärkeklassen) geturnt. Jeder Verein hat wenigstens eine Mannschaft (beliebige Stufe) zu stellen, kann aber auch für mehrere Stufen melden. Da die Mannschaft nur aus vier Turnern zu bestehen braucht, können auch die kleinen Vereine antreten.
Der Kreisturntag findet am 29. März statt. Kreisführer D a u p e r t schloß die arbeitsreiche Ta- aung mit Gruß und Heilruf auf Führer und Vaterland.
Oer Lahn-Regatta-Verband bleibt bestehen.
In Limburg fand eine Sitzung des Lahn-Re- gatta-Verbandes statt, auf der u. a. über die Auflösung des Verbandes beraten wurde. Da aber der Deutsche Ruderoerband eine Neuorganisation der Regatten beabsichtigt, nach der jeder Verein einem noch zu bildenden Regattaverein oder -verband angehoren muß, um bei Rennen startberechtigt zu sein, wurde von einer Auflösung des Lahn-Regatta- Verbandes vorläufig Abstand genommen. Der Lahn-Regatta-Verband wird also bis zur völligen Klärung der Sachlage durch den Deutschen Ruder- verband bestehen bleiben.
In diesem Zusammenhang verdient die Tatsache Beachtung, daß die erste Mannschaft des Limburger RC. von Trainer F r e y e i s e n der Olympia- Zelle Würzburg zwecks eventueller Teilnahme an den Olympia-Rennen geprüft wurde. Die Mannschaft wird wahrscheinlich demnächst Aufnahme in die Olympia-Zelle Würzburg finden.
Wirtschaft.
Oie Zndustrie- rrnd Handelskammer Gießen gibt Auskunft:
190: Das Programm der Leipziger Frühjahrsmesse 1936. . .
110: Einbringung von Reichsmarknoten bet der Rückkehr von Jtalienreisen verboten.
111: Bekanntmachung KP 102 der Ueberwachungs- stelle für unedle Metalle, betr. Kurspreise.
♦
* Der Eisen st einbergbau an Lahn, Dill und in Oberhessen im Januar. Förderung und Absatz stiegen auf 82 006 bzw. 89 478 Tonnen, gegen 75 667 bzw. 84 495 Tonnen im Dezember 1935. Arbeitstäglich ist die Förderung gleich geblieben. Die Belegschaft stieg um 50 Mann auf rund 3250. Die Vorräte verminderten sich weiter um rund 9000 auf 31000, gegen 53 000 Tonnen Mindestbestand im Rekordjahr 1927.
♦ AG. für Zellstoff- und Papierfabrikation, Aschaffenburg. Die AG. für Zellstoff- und Papierfabrikation, Aschaffenburg, wird ab 1. April 1936 ihre Hauptverwaltung nach Berlin verlegen. Die augenblickliche Beschäftigungslage des Ünternehmens ist recht gut.
Mein-Mainische Börse.
Mttagsbörse weiter befestigt.
Frankfurt a. M., 10. Febr. Die Börse zeigte auch zum Wochenanfang eine weiter feste Haltung, am Aktienmarkt überwiegend nach oben gerichtete Kurse. Indes hatte das Geschäft immer noch keinen allzu großen Umfang, da die Auftragserteilung aus dem Publikum keine nennenswerte Vergrößerung erfahren hat. Auch die Eigengeschäfte der Kulisse hielten sich in bescheidenen Grenzen.
Am Aktienmarkt traten zumeist Erhöhungen von durchschnittlich 0,50 bis 1 v. H. ein. Etwas lebhafter waren wieder Montanwerte. Etwas stärker als 0,50 bis 0,75 v. H. höher waren Harpener Bergbau mit 115,50 (114) und Hoefch Eisen mit 90,50 (88,75), Rheinstahl stiegen um 0,75 v. H. auf 113,25. Von Elektroaktien gewannen Felten 1,13 v. H. auf 117,40 und Siemens 1,25 v. H. auf 175,65, auch Schuckert und Licht und Kraft notierten je 0.75 v. H. fester, dagegen büßten RWE. 0,75 v. H. ein. Chade A—C 302,50 (301). Am Chemiemarkt blieben Farbenindustrie mit 151,50 unverändert, Scheideanstalt erhöhten sich auf 212,50 (211) und Deutsche Erdöl bei größeren Umsätzen auf 111,75 (110,50). Zellstoffaktien waren weiter beachtet, insbesondere Aschaffenburger mit 90 (88.50), Feldmühle notierten mit 120,75 (120,50) und Waldhof mit 123 (122 50). Von Maschinenaktien kamen Eß- linger nach Geldstreichung mit 92,75 (l. K. 90) wieder zur Notiz, Muag gewannen 0,90 v. H. auf 82,13, während Moenus 0,40 v. H. nachgaben. Fest
lagen außerdem Deutscher Eisenhandel mit 118,75 (117,50). Etwas höher setzten ferner ein: Holzmann 96,75 (96), AKU. 52,75 (52,50), Kali Westeregeln mit 120,50 (119,50), anderseits verloren Südd. Zucker 1,50 v. H. auf 197, AG. für Verkehr 0,50 v. H. auf 107,25, BMW. 124,50 (125), Daimler 105,25 (105,50), Jul. Berger 124,25 (124,50) und Bemberg 93,13 (93,50). Schiffahrtswerte lagen behauptet.
Am Rentenmarkt hatten deutsche Werte bei kleinen Umsätzen unveränderte Kurse. Altbesitz 110 (109,90), Kommunal-Umschuldung 87,10, Zinsoergütungsscheine 93,20, späte Schuldbuchforderungen 96,75. Von fremden Werten hatten Mexikaner feste Kurse und lebhaftes Geschäft, 5 v. H. äußere Gold 14,65 (14,13), 5 v. H. innere Silber 6 (5,75), 4,50 Jrigation 8,30 (8), während 5 v. H. Tehuantepec mit 7,35 unverändert lagen.
Bei weiterhin fester ©runbftimmung blieb das Geschäft in der zweiten Börsenstunde ruhig, die Kurse waren aber allgemein gut behauptet, teilweise noch etwas fester. So u. a. Siemens mit 176,50 nach 175,65, Verein. Stahlwerke mit 82,90 nach 82,65, Holzmann mit 97 nach 96,75 und Chade A—C mit 303 nach 302,25. Von den später notierten Werten kamen Gement Heidelberg mit 125,25 bis 126,50 (124,50), Rütgerswerke mit 120,40 (119,50) und Kaufhof mit 32,75 (32) zur Notiz. Am Kaffamarkt waren Gritzner Nähmaschinen gesucht.
Variable Renten biteben auch später sehr ruhig und unverändert. Goldpfandbriefe zeigten bei leichter Nachfrage die letzten Kurse, auch Liquidations- Pfandbriefe, Stadtanleihen und Kommunalobligationen wiesen kaum Veränderungen auf. Mexikanische Anleihen lagen im Verlaufe still und behauptet, 4,50 Irrigation weiter erhöht mit 8,50 nach 8,30. — Tagesgeld unv. 2,25 v. H.
Abendbörfe freundlich.
Bei fester Grundstimmuna hatte die Abendbörse nur sehr kleines Geschäft, da aus dem Publikum Anregungen fehlten. Viel Beachtung fand der Bericht über die Arbeitsmarktlage im Januar. Seitens der Kulisse bestand auf Basis der Mittagskurse eher etwas Kaufneigung. Soweit Kursveränderungen gegen den Berliner Schluß eintraten, betrugen fie nur Bruchteile eines Prozentes. Lebhaftere Umsätze hatten Vereinigte Stahlwerke mit 82,75 (82,50). 1 v. H. höher notierten Conti Gummi mit 168,50 (167,50). Scheideanstalt bröckelten etwas ab auf 212 (212,50). Von Großbankaktien zogen Commerzbank 0,25 v. H. an auf 92,75, während DD-Dank im gleichen Ausmaß nachlieben auf 90,75, Dresdner Bank lagen mit 91,50 unverändert. Deutsche Renten lagen ruhig und unverändert. Im freien Markt wurden Zinsvergütungsscheine mit 93,20, Kommunal-Umschuldung mit 87,10 und späte Schuldbuchforderungen mit 96,75 bewertet. Von fremden Werten fanden Mexikaner anfangs auf höhere Kurse
aus Paris etwas Nachfrage, später flaute das Interesse wieder mächtig ab; per Saida erfuhren die Kurse bei geringen Umsätzen keine Aenderung.
U a. notierten: Altbesitz 110, IG.-Farben-Bonds 125,65, 4proz. Rumänen 5,40, 4proz. Schweiz. Bun- desbahn 185, 5proz. innere Mexikaner 6,13, Adca 74,50, Commerzbank 92,75, DD-Bank 90,75, Dresdner Bank 91,50, Reichsbank 186,50, Harpener 115, Mannesmann 84,40, Rheinstahl 112,75, bereinigte Stahlwerke 82,75, AKU. 53,25, Bekula 139,25, Bemberg 93, JG.-Chemie Basel volle 173 25, Conti Gummi 168,50, Daimler 104,75, Deutsche Erdöl 111,75, Scheideanstalt 212, JG.-Farben 151,25, Goldschmidt 113,50, Holzmann 97,50 Junghans 90, Metallgesellschaft 117,50, Moenus Masch. E. 82,40, Schuckert 133,25, Aschaffenburger Zellstoff 90,25, Reichsbahn-VA. 122,75, AG. für Verkehr 107, Ana- tolier I und II 38,25.
Frankfurter Schlachtviehmarkt
Frankfurt a. M., 10. Febr. Auftrieb: Rinder 813 (gegen 780 am letzten Montagsmarkt), darunter 143 Ochsen, 77 Bullen, 444 Kühe (2 direkt), 149 Färsen. Kälber 466 (385), Schafe 49 (152), Schweine 2955 (2928). Notiert wurde pro 1 Zentner Lebendgewicht in RM.: Ochsen a) 43 (am 3. Febr. 43), b) 43 (43), c) 41 bis 43 (43), d) — (36 bis 43); Bullen a) 43 (43), b) 43 (43), c) 43 (43), d 42 (—); Kühe a) 43 (43), b) 39 bis 43 (39 bis 43), c) 32 bis 38 (32 bis 38), d) 23 bis 31 (23 bis 31); Färsen a) 43 (43), b) 43 (43), c) 40 bis 43 (43), d) — (40 bis 43). Kälber, andere a) 63 bis 68 (60 bis 66), b) 55 bis 62 (51 bis 58), c) 47 bis 54 (42 bis 50), d) 37 bis 46 (33 bis 41). Lämmer und Hämmel b2) 50 (50), c) 46 bis 49 (48 bis 49); Schafe nicht notiert. Schweine al) 57 (57), a2) 57 (57), bl) 56 (56), b2) 55 (55), c) 53 (53), d) 51 (51), e) 51 (—); Sauen gl) 57 (57), g2) — (50 bis 57). Marktverlauf: Rinder lebhaft, ausverkauft. Kälber, Hämmel und Schafe mittelmäßig, ausverkauft. Schweine wurden zugeteilt.
Großhandelspreise für Fleisch und F e t t w a r e n. Beschickung: 686 Viertel Rindfleisch, 78 ganze Kälber, 40 ganze Hämmel, 9 halbe Schweine, 2 Kleinvieh. Notiert wurden pro 50 Kilo in RM.: Ochsenfleisch b) 75 bis 77, c) 72 bis 75; Bullenfleisch b) 74 bis 77; Kuhfleisch b) 68 bis 74, c) 58 bis 68; Färsenfleisch b) 75 bis 77, c) 72 bis 75. Kalbfleisch b) 74 bis 80, c) 66 bis 74. Hammelfleisch b) 90 bis 95. Schweinefleisch b) höchster Preis 74. Fettwaren Roher Speck unter 7 cm, höchster Preis 80; Flomen, höchster Preis 80. Marktverkauf: ruhig.
Frankfurter Getreidebörse.
Frankfurt a. M., 10. Febr. Das Weizenange- bot genügte für die stetige Nachfrage aus dem engeren Bezirk, während der Oberrhein überreichlich aus Mitteldeutschland versorgt ist. In Roggen kann der Bedarf der Provinzmühlen nicht voll befriedigt werden, wogegen das Angebot auf dem Wasserwege umfangreich bleibt. Braugerste liegt geschäftslos, und auch in Jndustriegerste finden nur kleine Umsätze bei nachgiebigen Preisen statt. Das Hafergeschäft bleibt mangels Angebots und wegen der Andienungen für die Heeresverwaltung sehr beschränkt. Kleie und Schnitzel werden sehr gefragt, auch für Futter- und Nachmehle hat sich der Absatz gebessert. Brauereiabfälle verkehren dagegen weiterhin ruhig. Weizen- und Roggenmehl haben ruhiges Geschäft. In Rauhfutter genügen die Zufuhren, die Preise bröckelten weiter ab.
Es notierten (Getreide je Tonne, alles übrige je 100 Kilogramm) in RM.: Weizen W 13 209, W 16 212, W 19 216, W 20 218, Roggen R 12 172, R 15 175, R 18 179, R 19 181 Großhandelspreise der Mühlen der genannten Preisgebiete. Futtergerste —, Braugerste 225—230, Hafer —. Weizenmehl W 13 28,25, W 16 28,50, W 19 28,50, W 20 28,85, Roggenmehl R 12 22,45, R 15 22,80, R 18 23,30, R 19 23,50 plus 0,50 RM. Fracht-Ausgleich. Weizennachmehl 16,75—17,00, Weizenfuttermehl 13,00 bis 13,25. Weizenkleie W 13 10,65, W 16 10,80, W 19 11,00, W 20 11,10, Roggenkleie R 12 9,95, R 15 10,15 R 18 10,40, R 19 10,50 Mühlenfestpreise ab Mühlenstation. Sojaschrot m. M. 16,20, Palmkuchen m. M. 16,80, Erdnußkuchen m. M. 18,30, Treber —, Trockenschnitzel 9,04 Fabrikpreis, Heu 8,00, Weizen- und Roggenstroh drahtgepreßt 3,50 bis 3,80, dto. gebündelt 3,40—3,70. Kartoffeln: Industrie hies. Gegend 3,30, gelbfleischige hies. Gegend 3,20, Weiß-, rot- und blauschalige hies. Gegend 2,90 RM. per 50 Kilogramm bei Waggonbezüg.
Genossenschastsrechner verhastei.
Dieburg, 10. Febr. (LPD.) Bei der Warenbezugs- und Absatzgenossenschaft Brensbach und Umgebung wurden schwere Verfehlungen feftgeftettt, die einen Fehlbetrag von 20 0 0 0 Mark erreichen sollen. Im Verlaufe der Untersuchung wurde jetzt der Rechner der Genossenschaft als schuldverdächtig verhaftet.
Kurszettel her Berliner und Frankfurter Börse.
Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 4 o. H., Lombardzinsfuß 5 v. H.
Fran.turi a. 2)1.
Berlin
Siunffurt a.M.
Berlin
Schluß' turS
Schlußl. Abend» börs-
Schluß- lure
Schluß!. Mittag« borfc
Schluß- kurS
Schluß!. Abend« bürie
Schlußkurs
Schluß!. Mittag' bötte
Datum
82-
10-2-
8.2-
10.2.
<»atum
82.
10-2.
8.2.
10-2.
6% Deutsche Reichoanlethe v. 1927
100,5
100,75
100,5
97,4
100,5
97,4
4% oesgl. Serie It ............
9,75
6,75
9,65
6,75
_
4% Deutsche ReichSanl. von 1934
97,4
97,4
6% Ruman. vereint). Rente v. 1903
_
6,6
5y2% Voung-Anleihe von 1930 ..
—-
——
—
4*4%Ruinän.vereinh.Rentev.l913
9,35
9,35
9,25
9,35
Deutsche Anl.-Ablös.-Schuld mit AuSlos.-Rechten .............
109,9
110
110
110,13
4% Rumänische verctnh. Rente .
2y4% Anatolier............
5,3
38,4
5.4
38,25
5,4
38,5
5,45
38
4l ,°o Deutsche Neichsposlschatzan Weisungen von 1934, I.......
6% ebcm.8% Hess. BolkSNaat 1929
(rück,zahlt». 102%)............
99,9
97,75
99,75
97,75
99,9
100,1
97,5
Hamburg-Amerika-Paket .....0
Hamburg.Südam. Dampfschiff . 0
Norddeutscher Lloyd .........0
'21.®. für Berkehrswesen Akt. .. 0
15,9
16
16
16,13
4*4% ebem.8% Hessische Landes' bani Darmstadt Gold R. 12....
96,4
96,4
17,25
107,75
17,25
107
17,4
107,5
17,25
107
5¥i% ehem. 4 y2% Hess. Landes Hypothekenbank DarntstadlLiaui
101,05
101
Berliner Handelsgesellschaft ... 6
Commerz, und Privat-Bank ... o
118
93,25
117,75
92,75
117,75
93,25
118
92,5
4V2% ehem. 8% Darmst. Komm
Landcsb.Goldschuldverschr R.6
Deutsche Bank und Disconto»
Gesellschast................o
91
90,75
91
91
Lberhcsjen Provinz-Anlethe mit
Ausloi.-Rechten ............
Dresdner Bank..............o
Reichsbank ................ 12
91,5
187,25
91,25
186,5
91,5
186,5
91,5
186,75
Deutsche Komm. Sammelabl. An leihe Serie 1 mit Auslos.-Rechrcn
4 y2% ehem.8% Franks. Hyp.-Aank
Goldpse. 15 untimdbar bis 1935
114,25
96,5
114,25
96,5
114,25
114,25
21.6.®......................t
Bekula.................... 10
38,9
139,25
38,9
139,25
38,9
139,4
38,75
139,65
6Yi% ehem. 4V2% Franks. Hyp.
Bank-Ligu.-Psandbrtese.......
6V2% ehem 4*/2% Rheinische Hyp.-Bank-Liau.-Goldpse. ...
101,25
101,13
Clcktr. Lieserungsgeselltchaft... 6
Licht und Kraft ........... ey,
115
134,25
114,5
136
114,5
134,5
114,75
136,5
101,4
101,65
101,4
101,65
Felten & Guilleaume......... 4
Gesellich.s.Elektr.Unternehmung. 6
116,25
130
117,75
130
117,4
130
117,75
129,9
4*4% ehem. 8% Pr. LandeSpsand-
brtesanslalt, Psandbriese R. 19
4*4% ebcm. 7% Pr. LandeSpsand briefnnft., Gold Komm. Cbl.VI
97
| 97
97
97
Rheinische Elektrizität ........ g
Rhein. Wests. Elektr..........e
127
128,5
-
127,75
127
127,75
126,25
126,9
97
97
97
97
«chuckert L Eo................
Siemens L Halske.............
133
174,4
133,25
176,5
133
174
133,25
176
Steuergutsch.Berrechnungsk. 34-38
108,6
, 108,6
108,6
I 108,6
Lahmeyer S Eo..............7
128,5
128,5
129
129,4
4% C'sterreichtsme Goldrente...
—
1 —
30
I 30
Buderus ................... 4
97,65
97
07,5
97,5
4,20% Lesterrcichische Silberrente
1,25
i 1,25
1,25
| 1,25
Deutsche Erdöl .............. 4
110,5
111,75
i i
111,75
4% Ungarische Goldrente .......
——
9
9,15
, 9,05
Harpener...................0
114
115
115
115,13
4% Ungarische Staatsrente v. 1910
8,9
8,9
8,8
8,8
Hoesch Eisen—Köln-Reuessen ..
88,75
90,5
89
90
4*4% desgl. von 1913.........
8,8
8,9
8,9
■—
Ilse Bergbau ...............
160
161
161,25
162
5% abgest. Goldmsxikaner von 99
14,13
14,65
14
i 14,3
Ilse Bergbau Genüsse........
128
127,75
127,5
128,25
4% Türkische Bagdadbahn-Anleihe Serie I....................
9,75
1 9,65
—
Klöcknerworke ...............
ManneSmann-Röhren........c
85,75
84,25
86,25
84,4
85,5
84,4
86
84,13
Sranffun a. M. Serlia
Echluß- furd
Schluß!. Abend« börse
Schluß- kurS
Gchlußk. Mittag« börse
‘Datum
8.2.
10-2-
8.2.
10-2.
Mansfelder Bergbau.......
.. 6' 126,75
129,4
127
127,5
KokSwerke ................
.. 6
—
—
120
120,13
Rheinische Braunkohlen ....
12
220,25
221
220,25
221
Rheinstahl ................
.. 4
112,5
112,75
112,75
113,5
Bereinigte Stahlwerke......
.. 0
82,4
82,75
82,5
82,5
Ltavi Minen .............
.. 0
17,65
17,5
17,65
17,5
Kaliwerke Aschersleben......
.. 5
127,5
127
128
127
Kaliwerke Westeregeln......
.. 5
119,5
120,5
119,5
119
Kaliwerke Salzdetfurth.....
7y.
189
189
189
189,5
5. G. Farben-Industrie.....
.. 7
151,5
151,25
151,5
151,13
Scheldeanstalt.............
. 9
211
212
—
—
Goldschmidt ..............
.. 5
112,25
113,5
113
113,5
Rütgerswerke .............
.. 6
119,5
120,4
120,25
120
Metallgeiellichast...........
.. 4
117,25
117,5
116,75
117,5
Philipp Holzmann .........
.. 4
96
97,5
95,65
97,5
Zementwerk Heidelberg ....
.. 7
124,5
126,5
—
Zementwerk Karlstadt.......
.. 6
128
128
—
Schultheis Patzenhofer .....
.. 4
—
—
99,4
99,13
Aku (Allgemeine Kunstseide)
.. 0
52,5
53,25
52,5
52,9
Bemberg.................
.. 6
93,5
93
93
92,5
Zellstoff Waldhos ..........
.. 5
122,5
123
122,9
123,25
Zellstoff Aschaffenburg .....
.. 0
88,5
90,25
88,9
90,25
Dessauer Gas .............
.. 7
—
——
126,75
126,75
Daimler Motoren..........
.. 0
105,5
104,75
105,25
104,5
Deutsche Linoleum.........
.. 8
146
146,65
145,5
146,25
Orenstein & Koppel ........
.. 0
——
—
79
78,5
Westdeutsche Kaufhof.......
.. 0
32
32,75
32,4
32,4
Chade....................
71/,
301
302,5
303
301
Accum ulatoren-Fabrü......
18
—
—
171,75
173,25
Lontt-Gummk.............
.. 8
167,25
168,5
167,75
168,5
Gritzner..........
.. 0
30,25
I 28,5
30,25
Mainkrastwerke Höchst a.M..
.. 4
91
91
—
Süddeutscher Zucker .......
10
198,5
197
198,5
198
Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. 21L
8. Februar
10.Februar
Amtliche Notierung
Amtliche Notierung
Geld
Äries
Geld
I »rief
Buenos St re
0,680
0,684
0,680
0.684
Brüssel ....
41,81
41,89
41,81
41,89
Rio de Jan.
0,140
0,142
0,140
0,142
Sofia .....
3,047
3,053
3,047
3,053
Kopenhagen.
54,93
55,03
54,90
55,00
Danzig-----
46,80
46,90
46,80
46,90
London .....
12,30
12,33
12,295
12,325
HeliingsorS..
5,413
5,425
5,415
5.425
Paris .....
16,395
16,435
16,40
16,44
Holland ...
168,47
168,81
168,51
168.85
3tollen ....
19,80
19.84
19,76
19,80
Japan .....
0,717
0,719
0,717
0,719
Iugmlawien
5,654
5,666
5,654
5,666
C5lo..... :
61,81
61,93
61,78
61,90
Wien......
48,95
49,05
48,95
49,05
Lissabon...
11,16
11,18
11,155
11,175
Stockholm..
63,42
63,54
63,39
63,51
Schweiz ...
81,10
81,26
81,09
81,25
Spanien...
33,97
34,03
33,98
34,04
Prag.......
10,28
10,30
10,28
10,30
Budapest ..
—
—
—
Neuyork ...
2,451
2,455
Banknoten
2,452
2,456
Lerltn, 10-Februar
Geld
25rie<
Amerikanische Noten..............
2,404
2,424
41,68
Dänische Noten .................
54,64
5Mr
12,26
Französische Noten...............
16,35
16,4?
Holländische Noten...............
168.09
168,77
Italienische Noten................
—
Norwegische Noten ..............
61,57
61,8t
Deutsch Lesterreich, 1 100 Schilling
—
Rumänische Noten...............
—
—
Schwedische Noten...............
63,17
63,4
Schweizer Noten.................
80,91
81,23
Spanische Noten.................
33,64
33,73
Ungarische Noten................
—8


