Ausgabe 
10.9.1936
 
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Die vroklamation des Führers auf dem Parteikongreß __fnnnrn ielhff bei hen

meter in Deutschland können selbst bei den gröhten Anstrengungen und genialster Aus­nützung des vorhandenen Lebensraumes ihre vollkommene Ernährung aus dem Eigenen nicht finden. Was der deutsche Bauer gerade in diesen letzten Jahren geleistet hat, ist etwas Einziges und Einmali­ges. Was der nationalsozialistische Staat gelei­stet hat in der Kultivierung der letzten Heide und des letzten Moores in Deutschland ist nicht zu übertreffen. Allein, trotzdem wird auf eini­gen Gebieten in unserer Ernährung stets ein Mangel vorhanden sein. Diesen Mangel durch einen Import von nutzen zu decken, ist um so schwieriger, als wir leider auch eine Anzahl wichtiger Rohstoffe in Deutschland

Aufstände und Revolutionen. Nationalsozialisten und Nationalsozialistinnen! Ist es nicht fast etwas Symbolisches, daß, wäh- rend in anderen Ländern der haß regiert und Rui­nen entstehen, in Berlin, umbraust vom Jubel eines glücklich gewordenen Volkes eine olympische Feier edel st er Menschlichkeit stattfinden konnte? Nein, trotz aller Bemühungen: es ist auch den jüdischen Berichterstattern nicht mehr möglich, diese Wahrheit zu verdrehen und das, was nun jene mit eigenen Augen zu sehen und nachzuprusen in der Lage waren und sind, in das Gegenteil um­zulügen! Und diese gewaltigste Feier gab auch noch

Das naüonalsozialiMche Deutschland ist Wirklichkeit geworden.

eine andere Antwort auf die fortwährende Hetze dieser verdammenswerten Clique internationaler Friedensstörer:

Alle diese Unzähligen, die bas neue Deutschland nun felbst zu sehen die Möglichkeit hatten, sie werden nicht bestrei­ten können» daß, wie immer der Emporstieg des deutschen Volkes auch groß und staunens­wert war, er nicht auf Ko st en eines anderen Volkes erfolgte. Denn wem ha- ben wir in diesen vier Jahren ein Leid zu­gefügt? wem haben wir etwas genommen? welches Volk hat durch unseren Emporslieg etwas verloren? hätten doch unsere Kritiker in den anderen Völkern, statt den verruchten internationalen Hetzern zu glauben, überall dieselbe innere Arbeit geleistet wie wir. Es konnte heute, besonders in Europa, eine festere Ge­meinschaft der Rationen geben, die dann durch gemeinsame Anstrengungen der gemeinsamen Rot auch leichter Herr zu werden vermöchte.

nicht besitzen.

2. Die deutsche Wirtschaft ist daher gezwun­gen, die fehlenden Lebensmittel und Rohstoffe durch einen industriellen Export zu decken, der, weil es sich besonders bei den Lebensmitteln um unabwendbare Importe handelt, ebenfalls unter allen Umftän- den stattfinden mutz.

Es ist dabei bedauerlich, daß die übrige Welt für das Wesen und die Größe dieser Aufgabe dank einer ebenso leichtfertigen wie geistlosen, ja, unnötig gehässigen Behandlung dieser Probleme kein Der- ständnis besitzt. Denn um eine Werteinheit Fett für Deutschland zu kaufen, muß eine Wertmehrheit an Export geleistet werden. Da es sich aber in Fragen der Ernährung nicht, wie leider auch manche frenv den Staatsmänner zu meinen scheinen, um boshafte Absichten handelt, sondern um lebenswichtige Aus­gaben, muß der Export als Voraussetzung für die­sen Import unter allen Umständen stattfinden. Es zeugt daher nur von einer wahrhaft bedauerns­werten Unvernunft, einem Volke einen Vor- wurf über feinen billigen E £ P p r t machen zu wollen, das mangels eines lebensfähigen eigenen Wirtschaftsgebietes den Export unter allen Umständen braucht zur Hereinnahme der ihm fehlenden Lebensmittel.

Wenn daher ein englischer Politiker erklärt, Deutschland benötige, keine Kolonien, denn es könne seine Rohstoffe ja ohnehin kaufen, so ist der Ausspruch dieses Herrn ungefähr genau o geistreich als die Frage jener bekannten bourbo- Nischen Prinzessin, die angesichts des nach Brot brüllenden revolutionären Haufens verwundert meinte, weshalb denn die Menschen, wenn sie schon kein Brot besäßen, nicht Kuchen essen wollten!

Wenn das deutsche Volk und das Deutsche Reich nicht 15 Jahre lang ausgepreht und um seine gesamten internationalen Ersparnisse ge­bracht worden wäre, wenn es nicht feine gesamten Auslandskapitalien ver­loren hätte und wenn es vor allem noch feine eigenen Kolonien besähe, dann würden wir diese Aufgaben jedenfalls leichter zu meistern in der Lage fein. Der Ein­wand, daß uns Kolonien auch nicht viel helfen würden, ist unberechtigt. Eine Staatsführung, die unter den Voraussetzungen der beutkhen die heute nicht mehr wegzuleugnenden wirl- fchaftlichen Leistungen zuwege bringt, würde jedenfalls auch Kolonien wirtschaft­lich nützlich zu verwalten wissen. Denn es war z. V. für die deutsche Staats- und Wirtschaftsführung jedenfalls schwieriger, in unserem übervölkerten Gebiet die Erwerbs- losenziffer von 6,5 auf 1 Million herunterzu­drücken und allen dabei das tägliche Brot sicherzusiellen, als in jenen Ländern, die jeden­falls diefe Frage bisher nicht zu lösen in der Lage gewesen zu sein scheinen.

datz in vier Jahren die Defizite unserer Länderund Städte beseitigt und

datz das Reich ein S t e u e r m e h r a u f k o tu­rn e n von jährlich nahezu fünf Milliarden erhalten wird:

datz die Deutsche Reichsbahn endlich wieder ihre Sanierung erfährt, ihre Züge aber als die schnellsten der Welt fahren werden;

datz das Deutsche Reich Straßen erhält, wie sie, feit es eine menschliche Kultur gibt, in dieser Gröhe und Schönheit noch nicht gebaut wurden, und dah von diesen projek­tierten ersten 7000 Kilometer nach nicht einmal vier Jahren später schon übet 1000 Kilometer in Betrieb und über 4000 Kilometer im Bau fein werden;

dah ungeheure neue Siedlungen mit hunderttaufenden an Häusern entstehen, in alten Städten des Reiches aber gewal­tige neue Bauten emporwachsen werden, die mit als die gröhten der Welt anzu­sprechen sind;

dah sich Hunderte und aber Hunderte riesiger Brücken über Schluchten und Taler ziehen werden und

dah die deutsche Kultur so und in ähnlichen herrlichen neuen Leistungen ihren Ewig­keitswert bestätigen wird,

dah die deutschen Theater eine wieder- auferftetjung feiern werden, genau fo wie die Darbietungen der deutschen Musik,

dah dabei aber das deutsche Volk einen lebendigen Anteil nehmen wird an dieser umwälzenden geistigen Erneuerung und dies alles, ohne dah auch nur em Jude in dieser geistigen Führung des deut­schen Volkes mehr in Erscheinung tritt!

Wenn ich damals prophezeit hätte, daß in vier Jahren die ganze deutsche Presse, nur dem deut­schen Volke dienend, von einem neuen Ethos er­füllt sein wird, daß von der deutschen Wirt­schaft das Gesetz einer neuen Berufsehre prokla­miert wird, ja daß überhaupt d e r deutsche Mensch eine Erneuerung seines Wesens und seines handelns erlebt.

den tonnte. , , . s.

Es ist aber selbstverständlich, daß man dabei die Zügellosigkeit einer freien Wirtschaftsbetätigung be­enden mußte zugunsten einer planmäßigen Leistung und eines planmäßigen Ein­satz e s. Die nationalsozialistische Führung hat da­bei stets vermieden, auf die Wirtschaft mehr Ein­fluß zu nehmen, als unbedingt nötig war. tote mußte dabei allerdings einen Grundsatz an die Spitze ihrer Erwägungen und damit ihres handelns stellen:

weder die Wirtschaft noch das Ka­pital find selbstherrliche Erscheinungen und damit einer eigenen Gesetzmäßigkeit unterworfen, sondern an der Spitze und da­mit ausschließlich und allein die Lebensge-setze aufstellend steht d a s V o 1 k. Richt das Volk ist für die wirtschaft da, sondern die Wirt­schaft ist eine Dienerin am Volke. Und Volk und Wirtschaft sind nicht Sklaven des Kapitals, sondern das Kapital ist nur ein roirt- fchaftliches Behelfsmi11el und damit ebenfalls den größeren Rotwendigkeiten der Er­haltung eines Volkes untergeordnet.

Wo wäre aber Deutschland hingekommen, wenn wir diese Grundsätze nicht allmählich in unserem wirtschaftlichen handeln durchgesetzt und zur Wir- kung gebracht hätten. Das deutsche Volk ist heute in seinen Spitzenreichtümern, gemessen an vielen anderen Völkern, so arm. Allein der durchschnitt­liche Lebensstandard ist trotzdem ein Verhältnis- mäßig hoher. Diesen Lebensstandard des - breiten Volkes z u v e r b e s s e r n , ist das Ziel per 1 deutschen Wirtschaftspolitik. Allein diese Derbefse- ' rung kann wie die Dinge nun einmal hegen 1 leider nicht nach allen Seiten, sondern nur nach ' bestimmten Richtungen b in erfolgen. - Denn dies ist ein weiterer Grundsatz unserer na tionalsozialistischen Wirtschaftspolitik daß nichr der Lohn oder die Lohnhöhe das Enp» scheidende ist, sondern d i e P r o d u k t i o n und da- mit jener Anteil, der auf den einzelnen Kontrahen

Es waren wirklich ungeheure Anstrengungen not- wendig, um unter diesen Umständen

1. die Zahl der Arbeitslosen in Deutsch­land zu vermindern und

2. ihnen auch das tägliche Brot zu sichern. Denn derAufbau einer reinen Sinnenwirt* schäft ist ja leider in Deutschland nur beöingt möglich, da wir weder nahrungsmittel- noch roh- stoffmäßig im heutigen eigenen Währungsgebiet auszukommen vermögen. Trotzdem haben mir npr- sucht aus unserer Erde und aus unserem Boden herauszuwirtschaften, was herausgewirtschaftet wer-

Die gewaltigste Krönung aber hat dieser Auf­stieg im letzten Jahre erfahren, in den zwölf Monaten, die seit dem vierten Reichsparteitag ver­gangen sind. Am Abend des 30. Januar 1933 gab ich öem deutschen Volke in einer kurzen Prokla- mation die Zielsetzung unseres Kampfes be­kannt. Ich habe damals gebeten, mir vier Jahre 3 e i t zu schenken. Nach ihrem Ablauf wollte ich dem deutschen Volke Rechenschaft geben über die Er­füllung oder Nichterfüllung dieses Versprechens. Unsere Gegner waren überzeugt, daß wir niemals dazu kommen würden, die Nation um dieses Urteil zu befragen, denn man bemaß die Höchstzeit un­seres Regimes auf kaum sechs bis zwölf Wochen. Was aber hat in diesen vier Jahren der National­sozialismus aus Deutschland gemacht? Wer von diesen Gegnern könnte die Stirn besitzen, auch heute noch gegen uns als Ankläger aufzutreten? Was ihnen damals in meiner Proklamation als phan­tastisch und unerfüllbar erschien, erscheint uns heute als die bescheidenste Ankündigung einer turmhoch darüberliegenden Leistung. Diese Gegner haben da­mals es nicht für möglich gehalten, das uns heute \0 kl-rin vorkommende Programm des I J 1933

Wenn ich ihnen damals vorausgesagt hatte, daß c es nach diesen vier Jahren nur mehr ein Volk i geben wird, daß keine Sozialdemokratie, kern i Kommunismus, kein Zentrum, aber auch feine bürgerliche Partei sich mehr am deutschen Leben werde versündigen können, daß keine Gewerkschaft mehr sein wird zur Verhetzung des Arbeitnehmers und kein Unternehmeroerband zur Derderbung des Arbeitgebers, daß nach diesen vier Jahren keine Länderregierung mehr existieren wird, daß es m Deutschland keine Landtage mehr geben soll, datz die 16 Fahnen und damit die 16 Traditionen zu bestehen aufgehört haben werden und emgeholt werden und daß die ganze Nation, anaefangen von ihren arbeitenden Menschen bis zum Soldaten nur mehr hinter einem Bekenntnis unö u n - ter einer Fahne marschieren wird

Was hätten sie aber erst gesagt, wenn ich ihnen prophezeit haben würde, daß in diesen vier Jahren Deutschland sich aus den Sklaven­ketten von Versailles gelöst haben wird, daß das Reich wieder die A11 g e m e i n e Wehrpflicht erhält, dah wie im Frieden jeder Deutsche zwei Jahre für die Freiheit des Landes dienen wird, daß eine unsere Küsten und unseren handel beschützende neue Flotte im Bau begriffen ist und eine gewal­tige neue Luftwaffe dann die Sicherheit unserer Städte, Fabriken und Werksanlagen garan­tiert, daß das Rheinland unter die Ober- Hoheit der deutschen Ration gebracht und da­mit die Souveränität des Reiches über das ge­samte Gebiet wieder aufgerichtet fein wird.

Was hätten sie gesagt zu meiner Prophezeiung, daß dieses, damals so zerrissene Volk, ehe noch vier Jahre vergangen sein werden, für die nationaliozia- Mische Politik des Wiederaufbaues, der Ehre und der Freiheit der Nation zu 99 Prozent zurWahl- urne schreiten und mit 99 Prozent ihrJa aus-

zu erfüllen. Was würden sie aber wohl erst gesagt haben, wenn ich ihnen das Prpgramm vorgehal­ten hätte, das die nationalsozialistische StaatssU)- rung seitdem in knappen vier Jahren nun tatsäch­lich verwirklichte? , , .,

wie hätten sie wohl gespottet, wenn ich ihnen am 30. Januar 1933 erklärt haben würde, daß nach vier Fahren Deutschland seine Er­werbslosen von sechs Millionen auf eine Million beseitigt haben wird;

daßdieZwangsenteignungdesdeut- fchen Bauern beendet sein wird;

daß die Einnahmen der deutschen Landwirtschaft höhere fein werden als jemals in einem Jahre unserer Frie-

oerfügen?

Die Probleme unserer nationalen wirtschaft­lichen Erhaltung find unendlich schwere.

1. Die 136 Menschen auf den Quadratkilo­

sprechen wird?

Hätte ich dies und all das viele andere vor vier Jahren prophezeit, dann hätte man mich unter dem Gelächter der ganzen Welt als einen Wahn­sinnigen gebrandmarkt. Allein dies alles ist nun Wirklichkeit geworden. Dies ist die Tat von knapp vier Jahren. Wer kann es uns verdenken, wenn wir alle, die wir an die­sem Werk tätig waren, in stolzer Befriedi­gung auf diese Leistung blicken. Die nationalsozia­listische politische Führung Deutschlands hat in die- ser kurzen Zeit ein Wunder vollbracht, und die zu ihr gestoßene nationalsozialistische Armee hat dieses Wunder erhärtet. Heute steht das Reich in seiner politischen Führung und seiner militärischen Sicherheit gefestigter da als je zuvor.

Das zweite Wunder aber, was uns mit bitterer Befriedigung erfüllen muß, ist die Feststellung, daß wir leider mit unseren sonstigen Prophezeiun­gen nur z u Recht behalt en haben. Unruhe, Haß und Mißtrauen erfüllen die andere Welt. Von einer Großmacht und wenigen anderen Ländern abgesehen, finden wir in Europa fast überall die Zuckungen bolschewistischer

lerer Machtübernahme?

Da wir in dieser Stunde den Kongreß der Ehre eröffnen, erfüllen uns zwei Empfindungen:

Erstens, mit welchem Stolz können wir jetzt zu­rücksehen auf die nun hinter uns liegenden vi^r Jahre und besonders auf das letzte.

Und zweitens, welche Rechtfertigung er­hält unser ganzes Handeln gerade heute bei einem Blick in diese zerrissene und haltlos gewordene Um­welt' ,

Wie viele Jahre Jahrzehnte laufen im Leben eines Volkes ab, ohne daß sie eine besondere Würdigung verdienen und damit eine nachträgliche Erwähnung erfahren! Wie oft scheint nicht die Trägheit des geschichtlichen Geschehens den Inhalt des Lebens ganzer Geschlechter für die Nachwelt auszulöschen. In ruhigem Fluß ziehen ereignislos Jahrzehnte vorüber, in denen es aber auch sorgende unö ringende Menschen gab, ohne daß ihrem Han­deln jene Größe zuteil wurde, die allein zu einer geschichtlichen Feststellung und damit Erwähnung führt. Und wenn der Nachwelt drei oder vier Jahre eines Dolksgeschehens als besonders bemerkenswert überliefert werden, dann sind es in den meisten Fällen Jahre des Zusammenbruchs, die eine so außerordentliche Würdigung erhalten und nur selten Jahre eines wirklichen volk- l i ch e n A u f st i e g s. Denn immer benötigte das Einreißen eines Reiches, der Zusammenbruch einer Wirtschaft, die revolutionäre Vernichtung einer staatlichen Organisation, die Zerstörung einer Auto­rität eine kürzere Zeit als deren Aufbau.

Mr Rationalsozialisten können demgegenüber mit stolzer Befriedigung die Behauptung auf­stellen, daß selb st der Zusammenbruch Deutschlands seit dem Rovember 1918 sich in einem langsameren Zeitmaß vollzog, als der seit vier Jahren erfolgte all­gemeine Wiederaufstieg der Ration.

Wie zähflüssig erscheint uns heute doch der Lauf der Zeit des Regimes vor der nationalsozmlistifchen Revolution. Gewiß, es ging von Jahr zu Jahr steigend nach abwärts, allein wie wenig bleioen uns diese Jahre mangels jeder Große der handeln­den Personen und der sie erfüllenden Ereignisse im Gedächtnis haften. Ein Jahr wie das anders Re­gierungen kommen- und Regierungen gehen. Perso­nen wechseln und erscheinen wieder. Allein, je be­wegter der Wandel im Personellen, um so unbedeu­tender die Große der Ergebnisse im Sachlichen. Es blieb immer die Frage übrig, warum dieses Kommen und Abtreten der Erscheinungen, wenn doch das Resultat des Handelns immer das Gleiche blieb. Und stets gleich geblieben war der Verfall.

Im Jahre 1933 wird nun der Nationalso­zialismus nach seinem 14jährigen Kampf um den deutschen Menschen mit der Leitung des Rev ches betraut. Und welch ein Wunder hat sich seitdem in kaum vier Jahren vollzogen? An diesem vierten Reichsparteitag seit unserer Macht­übernahme können wir Nationalsozialsten mit na­menlosem Stolz vor die Augen unserer Anhänger und unter das Urteil der ganzen Nation treten.

War dies nun eine w i r k l i ch e R e v o 1 u t i o n gewesen oder war sie keine? Ist diese Umwälzung heute vor unserem Volke gerechtfertigt durch unsere Leistungen oder ist sie es nicht? Und vor allem, wer hätte sonst dieses Wunder' außer uns vollbrin­gen können?

Rattonalsozialisten und Rattonalsozialistinnen! Wenn jeder Reichsparleilag bisher ein Tag der Rechlferligung unseres kämp­fens und Ringens war, dann gilt dies am höchsten von dem heutigen, kein anderer konnte uns daher mit höherer Genugtuung erfüllen als dieser. Denn auf allen Gebieten unseres nationalen Lebens ist feit vier Jahren ein unermeßlicher Aufstieg eingetreten. Ein­malig find das Tempo und das Ausmaß des politischen Aufstiegs und vor allem: geschicht­lich einmalig ist die innere Konsolidierung der deutschen Ration.

Jahrhundert!

Allein diese Sorgen belasten die deutsche Re- . qierunq nicht moralisch sondern immer nur seelisch und leider auch physisch- Denn nicht wir sind für die Ursachen dieser Sorgen verant­wortlich, sondern eine schicksalhafte Ver - gangenheit sowie das leider oft so große U n- verständnis unseres eigenen Volkes und das Nichtverstehenkönnen und -wollen anderer. Wie oft stürzte sich nicht diese schamlose feindliche Lügenkampagne mit förmlicher Wollust auf die Nachrichten über den Mangel an Eiern, Fett, an Fleisch in Deutschland.

Welch eine Verwirrung m den Köpfen dieser literarischen Ehrenmänner. Gewiß, es war für diese Kritiker leichter, die Folgen einer wahnsin­nigen menschlichen Perblendung und ihrer 2lvs- wi'rkungen zu registrieren, als es für uns schwer war, diese Folgen zu überwinden.

Während aber diese jubifd) - bolschewistischen Hetzer von Weltrevolution reden und am liebsten die menschliche Kultur in Brand und Schutt ver­wandeln möchten, hat das nationalsozialistische Deutschland mit unermeßlichen Anstrengungen im Rahmen und innerhalb der Grenzen seines eige­nen Reiches und Vermögens gearbeitet und ver­sucht, nach besten Kräften die Not zu lindern und das Leben der Nation für die Zukunft sicherzustel­len. Wie einfach ist es doch für die Staatsmän­ner gewisser Länder, deren Kritiker nichts als ebenso haßerfüllte wie oberflächliche Angriffe ken­nen, die wirtschaftlichen Probleme ihrer Lander zu lösen, gemessen an den Schwierigkeiten, die Deutschland' besitzt. Was wollen andere von Not reden, die z. B. 15 bis 20 mal soviel Grund und Boden auf den Kopf der Bevölkerung besitzen, wie wir in Deutschland. Was wollen diese von Schwie­rigkeiten reden, wenn sie im Bereich ihrer Währungshoheit über alle Rohstoffe der Erde

Allerdings: dieser staunenswerte und geschichtlich einmalige Emporstieg ist uns nicht als unver­dientes Glück in den Schoß gefallen, sondern er ist das Resultat unerhörter An- ftrengungen und nervenaufreibender Sorgen. Was eine dumm- und gedankenlos nörgelnde Um­welt in einer vermeintlich geistreichen Kritik so oft glaubte an uns in unverhohlener Schaden­freude feststellen zu können, traf ohne weiteres zu. In diesen vier Jahren hat die Regierung des deutschen Volkes mehr Sorgen gehabt als alle anderen Regierungen vielleicht in einem halben

Die Proklamation des Führers hat folgenden Wortlaut:

Parteigenossen! Parteigenossinnen!

Nationalsozialisten!

Wieder ist das nationalsozialistische Deutschland zur großen Heerschau angetreten. Zum 8. Reichs­parteitag treffen sie sich, die politischen Kämpfer, Kämpferinnen und Soldaten auf diesem für uns Nationalsyzialisten so heiligen Boden von Nürn­berg. Wenn aber die Tagungen der Parteien einer vergangenen Zeit einst erfüllt waren von den Kämpfen miteinander ringender Jnteressenten- gruppen oder Machtklüngel, dann sind die Tage unserer nationalsozialistischen Bewegung Wochen des heißen Bekenntnisses zu unserer Idee, zu unserer Bewegung und seit vier Jah­ren z u unserem d e u t s ch e n D o l k im nationalsozialistischen Dritten Reich. Noch stets hat die Richtigkeit unserer Lehre und unserer Grund­sätze bei diesen größten Demonstrationen derJ8e= megung ihre stärkste Bekräftigung erhalten durch den immer wieder sichtbaren Erfolg. Und daher schien auch, daß alles, was auf diesen Tagungen hier die Zukunft an Aufgaben stellen mußte, gemessen art dem bisher Erreichten, weiter erreichbar, ja selbstverständlich sei. Wann aber konnten mir auf Das zurückliegende Erreichte zufriedener blicken als an diesem vierten Reichsparteitag fett un-

denszeit vorher;

daß sich das gesamte Rationaleinkom- men von 41 Milliarden auf jährlich über 56 Milliarden steigern wird; v .

daß der deutsche Mittelstand und das deutsche Handwerk eine neue Blute er­leben würden;

daß sich der handel wieder erholen würde: dah die deutschen Hasen st ädte nicht mehr toten Schiffsfriedhöfen gleichen und

dah 1936 auf den deutschen Wersten allein über 640 000 Tonnen Schisse sich im Bau befinden würden;

bafc unzählige Zabriken ihre Arbeilerzissern nicht verdoppeln, sondern verdrei- und ver­vierfachen und dah zahllose andere in knapp vier Jahren neu aufgebaut werden;

dah eine Krupp-Fabrik wieder erzittern wird von dem Dröhnen und hämmern der Maschinen des deutschen Wiederaufstiegs und dah aber alle diese Unternehmungen als oberstes Gebot ihres Einsatzes den DienstanderRationund nicht mehr den skrupellosen Gewinn des einzelnen er­kennen würden;

dah sich die stillen Automobilfabriken nicht nur beleben, sondern unerhört ver- qrößern und

dah sich die Produktion der Kraftfahr­zeuge von 45 000 des Jahres 1932 auf rund eine Viertelmillion steigern würde;