ten am Wirtschaftspro^eß trifft. Die national- fozialistifche Wirtschaftsführung hat vielleicht auf manche populäre Schlagwörter und Handlungen verzichten müssen, aber sie hat dafür das deutsche Volk vor Enttäuschungen bewahrt.
Es wäre der Staats- und Wirtschaftsführung ohne weiteres Möglich gewesen, die Löhne um 20, um 40 oder um 50 v.H. zu erhöhen. Allein die Lohnerhöhung ohne eine Produktions- st e i g e r u n g ist ein S e l b st b e t r u g , den das deutsche Volk schon einmal durchgemacht hat. Es ist nach nationalsozialistischer Wirtschaftsauffassung ein Wahnsinn, die Löhne zu erhöhen und dabei, wenn möglich, die Arbeitszeit zu verkürzen, d. h. die Produktion zu beschränken. Denn das Gesamtlohneinkommen des Volkes verteilt sich auf die Gesamtproduktion, die konsumiert werden kann. Wenn mithin das Gesamtlohneinkommen um 15 v. H. steigt, die Gesamtproduktion aber um 15 v. H. sinkt, so wird diese Lohnerhöhung im Auskommen des einzelnen Menschen nicht nur e r - gebnislos sein, sondern im Gegenteil wegen der Senkung der Produktion zu einer vollkommenen Entwertung des Geldes führen. Wir
sehen den letzten Beweggrund inflationistischer Entwicklungen in einem sich steigernden Mitzver« hältnis zwischen Gesamtlohneinkommen eines Voltes, das anwächst, und der Gesamtproduktion eines Volkes, die sinkt.
Ls war daher der eiserne Grundsatz der natio- nalsozlalisiischen Führung, keine Steigerung des Stundenlohns zuzugeben, sondern die allgemeine Einkommensteigerung, durch eine Steigerung der Leistung, d.h. durch eine Steigerung der Produktion herbeizuführen. Wenn die deutsche Nationalwirtschaft heute um rund 15 Milliarden Löhne und Gehälter mehr auszahlt als im Jahre 1933, dann nur weil die Gesamtproduktion sich in einem ähnlichen Verhältnis gehoben hat. Dies erst garantiert bei steigenden Löhnen einen gleichbleibenden Kreis und damit ein verbessertes Auskommen, da die Lohnsteigerung dann eben nicht eine höhere Belohnung der Arbeit an sich, sondern die Entlohnung der höheren Arbeitsleistung darstellt.
Ernährung lind Rohstoffversorgung.
Oie schwierigsten Probleme der deutschen Wirtschaftsführung.
Es ist aber klar, daß diese Steigerung der deutschen Produktion sich im wesentlichen nur auf jenen Gebieten vollziehen kann, die ihre Befriedigung in Grundstoffen finden, die wir in Deutschland selb st besitzen, d. h. wenn wir durch die stärkste innere Wirtschaftsbelebung das Einkommen unseres Volkes noch so sehr erhöhen und den letzten. Mann in Arbeit bringen, so wird dadurch die deutsche Getreideanbaufläche nicht größer, d. h., der deutsche Lebensmittelmarkt kann durch die nun einmal gegebene Begrenzung unseres Bodens nur ganz unwesentlich gebes- sert werden. Das ist das schwerste Problem, dem wir gegenüberstehen. Denn wir haben seit 1933 über 5 Millionen Menschen zusätzlich in die Produktion gebracht, d. h., ihren früheren Lohndurchschnitt als Erwerbslose in den meisten Fällen um 100 und zum Teil bis zu 200 o. H. verbessert.
Dies gilt jedenfalls für die größere Masse der in den Erwerb gekommenen Menschen. Es ist verständlich, daß viele dieser jahrelang unterernährten, nun zum erstenmal wieder wenigstens etwas verdienenden Volksgenossen sich zuerst auf den Lebensmittelmarkt stürzen, d. h. aber, daß nun mit einem Schlag 5 Millionen Einkommensträger mit einer größeren Kaufkraft als die früheren Arbeitslosen den deutschen Lebensmittelmarkt zusätzlich belasten. Dem sind die immer wiederkehrenden und durch die Jahreszeiten bedingten Verknappungen an Butter, Eiern, Fett und zum Teil auch an Fleisch zuzuschreiben. Der Einwand unserer ausländischen Besserwisser, daß die Regierung dann, st a t t Rohstoffe zu
kaufen, eben Lebensmittel kaufen sollte, ist ebenso kindisch wie bewußt Derfogen. Denn die Rohstoffe, die benötigt werden, sind ja die Voraussetzung, um überhaupt einen Export zu treiben, der uns den bescheidenen Lebensmittelankauf ermöglicht. Wollten wir diesen Rohstoffimport aufgeben, so würde die Folge davon nur eine sofortige Steigerung der Arbeitslosigkeit sein. Als nationalsozialistische Staatsführung stehen wir dabei aber auf einem ebenso natürlichen wie vielleicht manchem Ausländer unverständlichen Standpunkt, nämlich:
Es bewegt uns nicht so sehr die Frage, ob manchesmal die Butter mehr oder weniger ist, oder ob die Eier etwas knapper werden, sondern es verpflichtet uns in erster Linie die Sorge, daß d i e breite Masse unseres Volkes in Arbeit und Verdienst bleibt und sich damit vor dem Zurücksinken in die grauenhafte Hot der Erwerbslosigkeit bewahren kann. Ls interessiert uns weniger, ob die oberen Schichten das ganze Jahr so und so viel Butter bekommen, als wir uns vielmehr sorgen, der breiten Masse, wenn möglich, den Bezug billiger Felle sicherzustellen, vor allem aber, sie nicht arbeitslos werden zu lassen. Das werden natürlich die bürgerlichen Regierungen unserer Umwelt als gänzlich unverständlich ansehen; allein Deutschland hat auch keine bürgerliche Regierung, sondern eine nationalsozialistische.
Die Aufgaben unserer nationalen Wirtschaft.
Es ist daher auch die große Aufgabe unserer Volkswirtschaft, die Konsumkraft unseres Volkes in jene Richtungen zu lenken, die wir aus den Möglichkeiten unserer eigenen nationalen Produktion befriedigen können. Da eine Produktionssteigerung unserer Landwirtschaft nur in sehr begrenztem Maße stattfinden kann, muß die Steigerung unserer Produktion auf anderen Gebieten stattfinden. Es ist die Aufgabe unserer Dolksführung und Volkserziehung, das Interesse der Nation auf diese Gebiete hinzuführen und seine Lebensbedürfnisse nach diesen Richtungen hin zu steigern. Wenn aber fremde Kritiker für die deutsche Butternot d i e deutsche Rüstung verantwortlich machen, d. h. uns also oorwerfen, daß wir, statt Butter zu kaufen, die deutsche Aufrüstung durchführen, dann kann ich diesen bedeutenden Nationalökonomen nur den Rat geben, sich einmal zu überlegen, was denn die Folge sein würde, wenn die Millionenmasse der deutschen Arbeiter, die heute für die inneren deutschen Bedürfnisse und damit auch für unsere Rüstung tätig ist, auf die Fabrikation ..von Exportartikeln angesetzt würde. Ich fürchte sehr, daß diese klugen Wirtschaftspolitiker d a n n e r st recht Verzweiflungsschreie ausstoßen würden angesichts der unter solchen Umständen nicht zu vermeidenden Ueberschwemmung des Weltmarktes mit billigen deutschen Exportwaren.
Die deutsche Wirtschaft hat wie jede gesunde Nationalwirtschaft zunächst das Bestreben, die eigenen Möglichkeiten der wirtschaftlichen Erhaltung unseres Volkes so gut als möglich auszunützen, um sich erst in zweiter Linie mit der in sich und damit auch an sich gesunderen eigenen Wirtschaft an der Weltwirtschaft zu beteiligen.
Da nun der nationalsozialistische Staat unter keinen Umständen gewillt ist, eine Beschränkung seiner Dolkszahl vorzunehmen, sondern im Gegenteil entschlossen ist, diese natürlichste Fruchtbarkeit der Nation zu steigern, sind wir gezwungen, die Folgen dieser Entwicklung für die Zukunft zu überlegen und zu bedenken.. Eine wesentliche Steigerung des Bodenertrages ist nicht möglich, eine wesentliche Steigerung des Exports in absehbarer Zukunft kaum. Es ist also die Aufgabe der nationalsozialistischen Staats- und Wirtschaftsführung, genauestens zu untersuchen, welche notwendigen Roh stosse, Brennstoffe usw. in Deutschland selb st herge- stellt werden können. Die dann dadurch eingesparten Devisen sollen in der Zukunft als zusätzlich der Sicherung der Ernährung und zum Ankauf jener Materialien dienen, die unter keinen Umständen bei uns beschafft werden können. Und ich stelle dies nun heute als das neue Vier-Jahres-Programm auf:
Der neue Vier-Iahresplan.
In vier Jahren muß Deutschland in allen jenen Stoffen vom Auslande gänz - lich unabhängig sein, die irgendwie durch die deutsche Fähigkeit, durch unsere Lhemie und Maschinenindustrie, sowie durch unseren .Bergbau selbst beschafft werden können! Der Reuaufbau dieser großen deutschen Rohstoffindustrie wird auch die nach Abschluß der Aufrüstung freiwerdenden Menschenmassen nationalökonomisch nützlich b e s ch ä f t i g e n. wir hoffen, damit die nationale Produktion auf vielen Gebieten erneut steigern zu können, und zwar im inneren Kreislauf unserer Wirtschaft, um damit die aus unserem Export stammenden Eingänge in erster Linie für hie Lebensmittelversorgung bzw. für die Versorgung mit den uns dann noch fehlenden Rohstoffen zu reservieren. Die notwendige Anordnung zur Durchführung dieses gewaltigsten deutschen Wirtschaftsplanes habe ich soeben erlassen. Die Ausführung wird mit nationalsozialistischer Energie und Tatkraft erfolgen. Unabhängig davon kann Deutschland aber nicht auf die Lösung feiner kolonialen Forderungen verzichten. Das Lebensrecht des deutschen Volkes ist genau so groß wie die Rechte der anderen Rationen!
Ich weih, meine nationalsozialistischen Volks- genossen, daß dieses neue Programm eine gewaltige Aufgabe darstellt, allein sie ist wissenschaftlich auf vielen Gebieten bereits gelöst, die Produktionsmethoden sind in Erprobung begriffen und zum Teil schon entschieden und festgelegt. Es wird daher nur eine Frage unserer Ener- gie und Entschlossenheit sein, dieses Pro- aramm zu verwirklichen. Als Nationalsozialisten haben wir das Wort „unmöglich" nie gekannt und
wollen es daher auch in Zukunft nicht als eine Bereicherung unseres Wortschatzes aufnehmen. I n vier Jahren werden wir der Nation über diese Riesenarbeit der Sicherung ihrer Ernährung und damit ihres Lebens und ihrer Unabhängigkeit wieder Rechenschaft ablegen. Vielleicht wird aus dem Munde westlicher Demokraten bald erneut die Klage zu vernehmen sein, daß wir nun auch der Wirtschaft keine Freiheit der eigenbeliebigen Betätigung geben, sondern sie in die Zwangsjacke unserer staatlichen Planung nehmen. Allein Sie werden, meine Volksgenossen, verstehen, daß es sich hier nicht um Demokratie oder Freiheit, sondern um Sein oder Nichtsein handelt. Nicht die Freiheit oder der Gewinn einiger Industrieller steht zur Debatte, sondern das Leben und die Freiheit der deutschen Nation. Wer glaubt, im Interessenkreis dieser Freiheit und dieses Lebens nicht bestehen zu können, hat keine Existenzberechtigung in unserer Gemeinschaft. Die Nachwelt wird uns einmal nicht die Frage vorlegen, ob wir in dieser kritischen und bedrohlichen Zeit die demokratische Freiheit — sprich Zügellosigkeit hochhielten, sondern nur, ob es uns gelang, ein großes Volk vor dem wirtschaftlichen und politischen Zusammenbruch zu bewahren. Im übrioen haben wir vor uns eine Millionenmasse anständiger arbeitender Menschen in Stadt und Land. Sie schenkt uns ihr Vertrauen, sie erwartet von uns, daß wir für die Erhaltung ihres Lebens die richtigen Entschlüsse treffen. Wie lächerlich und bedeutungslos ist dagegen das Gerede einiger unbelehrbarer Demokraten oder jüdischer Journalisten.
Soll diese gewaltige Aufgabe der wirtschaftlichen Erhaltung unseres Volkes gelingen, dann ist die Voraussetzung der geschlossene willensmäßige und staatsrechtliche Einsatz unseres Volkes, d. h.: Ohne den inneren sozialen Frieden kann dieses neue Riesenprogramm feine Lösung nicht finden. Die natlonalsozia-
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