Ausgabe 
9.12.1936
 
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nr. 288 Drittes Blatt

Mittwoch, Y.DezembeNYZb

Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen)

Spielzeugsammlung der Ängmädel im VM

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Flaschen zu RM. 2.95, 1.75 und 0.95.

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ehrten

Alte deutsche Wachskunst.

Ein

sollen neben der Gebietsführerschule, neben der Wo­chenendschulung des Gebietes und auch neben der Unterbannschulung und dem Stammtag besonders die Bann - und Jungba^nnführerschulen dienen. Das Gebiet Hessen-Nassau hat trotz der bestehenden Schwierigkeiten in der Gebäude­frage bereits deren 12 erstellt, während fünf wei­tere im nächsten Monat ihrer Bestimmung über­geben werden können. In 8tägigen Lehrgängen wird in ihnen die Unterführerschaft der HI. und im steten Wechsel die des Jungvolks geschult und ausgebildet und für den Führerdienst vorbereitet. Die Person des Schulleiters es ist meistens ein HI.- oder Jungvolkführer mit praktischen Erfahrun­gen, der die Reichsführerschule, zumindest aber die Gebietsführerschule mit Erfolg besucht hat und seine Hilfskräfte geben die Gewähr dafür, daß die Schulungsarbeit am jungen Führernachwuchs die für die Einheiten notwenigen Kräfte ausbildet.

sandfertig!

Was bei uns täglich an Weihnachtskerzen hm- ausgeht? Ach, so 40 Zentner IOOOOO Stück in der Hochsaison." Der Meister, der um die Jahr­hundertwende täglich das Fünf- und Sechsfache fabriziert hat, findet die Zahl nicht erschütternd. Wie sehr er und mit ihm seine Gießerinnen mit der Arbeit verwachsen sind, zeigt sich, als aus ihrem Munde auf den Gruß zum Abschied die Antwort kommt:Fröhliche Weihnachten!" Dabei ist es noch reichlich Zeit bis dahin. Aber wenn man taolich mit Weihnachtskerzen umgeht...

mit Spielsachen sein. Da liegt noch immer in der hintersten Schrankecke schön verpackt die Eisenbahn, mit der der Fritz früher gespielt hat, der jetzt viel­leicht schon im Arbeitsdienst ist, oder da steht noch der Baukasten, da hängt im Netz der große Ball, die Puppen, für die die Grete einmal eifrig genäht hat, sitzen traurig in der Ecke, weil sich niemand mehr um sie kümmert; wieviel Freude könnten sie noch machen!

Wieder werden alle Mütter, alle Hausfrauen, alle

die frühere Deutsche Angestelltenschaft als auch für die früheren Verbände. Nach diesem Termin wird die Annahme von Unterlagen zur Umschreibung ohne schriftliches Gesuch verweigert.

Abl. Reisen, Wandern, Urlaub.

Urlaubsfahrt 1/37 Oberbayern vom 25. Dez. 1936 bis 3. Januar 1937.

Diese Urlaubsfahrt ist wegen Ueberfüllung bereits gesperrt. Alle hier vorliegenden Anmeldungen müs­sen bis spätestens 10. d. M. bezahlt werden. Die Fahrtunterlagen können von den Teilnehmern nach dem 15. Dezember auf der Kreisdienststelle, Schan­zenstraße, abgeholt werden.

Auf Grund der überaus großen Anzahl An­meldungen, die sich für die erste Fährt ergeben hat, legen wir eine weitere Fährt über Weihnachten ein. Die Fährt wird mit Omnibussen durchgeführt, und zwar nach dem Badischen Schwarzwald

Grippe, Erkältung verschwinden durch Klosterfrau-Melissengeist meist rasch, wenn man gleich die ersten Snmvtome,wieFrösteln,Husten, Kopfschmerzen, energisch bekämpft. Vor dem Schla­fengehen rühre man je einen Eßlöffel Zucker und Klosterfrau-Melissengeist in einer Taffe gut um, gieße kochendes Wasser hinzu und trinke möglichst heiß zwei dieser Portionen (Kinder entsprechend weniger). Am anderen Morgen fühlt man sich in der Regel besser. Grippe und Erkältung gehen meist rasch zurück. Zur Nachkur nehme man noch einige Tage die halbe Menge. Verlangen Sie Klosterfrau- Melissengeist bei Ihrem Apotheker oder Drogisten in der blauen Packung mit den drei Nonnen.

Sladttheater Gießen.

Heute abend geht die KomödieJngeborg" von Curt Goetz in Szene. Die Spielleitung führt Wolf­gang Kühne. Anfang 19.30 Uhr, Ende 21.30 Uhr. Die Vorstellung findet als 12. Vorstellung der Müt- woch-Miete statt.

Vortrag ip der Universität.

In unserem heutigen Anzeigenteil laden Rektor, Dozenten- und Studentenschaft der Universität alle Volksgenossen auf kommenden Freitagabend in die Neue Aula zu einem Vortrag über denPolitischen Katholizismus" ein. (Siehe Anzeige.)

Die Bann- und Iungbannfiihrerschulen des Gebietes Hessen-Nassau.

werden.

Bei einem Gang durch die Räume der Fabrik interessieren neben der Ausfertistungsweise beson­ders die alten Holzmodel. Sie smd durchweg aus besonders geeignetem Birnbaumholz geschnitzt. Hier offenbart sich uraltes Kunsthandwerk in bodenechtem Sinn des Wortes. Die Modelschnitzer waren ein traditionsbewußter Schlag. Sie hatten wie ein besonders guter Kenner der Wachskunst, Dr. E. Zeh, einmal schrieb ihre Muster im Kopf, wie man ein altes vertrauliches Volkslied im Kopf hat. Sie hielten sich an die feststehenden Grundformen und änderten nur das Beiwerk der Ornamentik. Durch die Art des Materials, das zum Ausgießen in die Model kommt, waren und sind den Schnitzern gewisse Beschränkungen auferlegt. Das ergibt sich aus einer Besichtigung der Werkstätten. Jeder Be­sucher bleibt wohl vor den Männern stehen, die das in Kübeln zurechtgewärmte, flüssige und gefärbte Wachs in die Gußöffnungen der Model einlaufen lassen und die Form später nach dem Erkalten herausnehmen.

" Man führt uns in die Kerzenabteilung.Bei uns im Betrieb ist schon im September Weih­nachten", sagt der Betriebsleiter.Und wenn die anderen Menschen gerade beginnen, in Christfest­stimmung zu kommen, dann ist bei uns längst alles vorbei. Natürlich nur hier in der Fabrik." Er nimmt aus einem riesigen Stapel ein paar dicke farbige Lichter heraus. In wenigen Augenblicken muß die Packerin nach ihnen greifen, sie mit un­nachahmlicher Geschwindigkeit nochmals auf die kleinsten Fehler prüfen und dann in den Karton wandern lassen. 1200 Kästchen packt sie täglich von densüddeutschen" Kerzen, immer 12 Stück in der Packung. Süddeutsche Kerzen? Ja, die verschiedenen deutschen Gegenden unterscheiden sich nach Art der Kerzen, die an ihren Weihnachtsbäumen brennen.

NSG. Die Führerschulung ist der Kern der Arbeit der Hitler-Jugend und zugleich die erste Vor­aussetzung für jeden Erfolg. Mit Recht fordert darum ihr gewaltiger Erziehungsplan, der sich nicht begnügt mit rein weltanschaulicher Schulung, kör­perlicher Ertüchtigung und mit dem Dienst auf Fahrt und im Lager, sondern der bei der Heran­bildung junger Aktivisten Charakterbildung und Manneszucht, sozialistische Haltung und persönlichen Mut besonders betont, eine wohlvorbereitete s y st e- matische Schulung und Ausbildung eines verantwortungsbewußten und verantwor­tungsfreudigen Führerkorps.

Gerade der unmittelbar in der Mannschaft stehende Führer bedarf eines außergewöhnlichen Rüstzeugs, um, gleich wo er steht, Vorbild und in der Lage zu sein, seiner jungen Mannschaft natio­nalsozialistischen Geist und nationalsozialistische Haltung zu vermitteln. Dieser wichtigen Aufgabe

3m Zeichen des Vierjahresplanes."

In Gemeinschaft mit der Deutschen Arbeitsfront veranstaltet der NSBDT./RTA. am kommenden Freitag im Haus der Deutschen Arbeitsfront einen Vortragsabend mit dem ThemaDie deutsche Treib­stoffwirtschaft im Rahmen des Vierjahresplanes." Auf die heutige Anzeige sei besonders hingewiesen.

NSDAP., Ortsgruppe Gießen-Ost.

SA., SS. und NSKK.-Männer, die im Bereich der Ortsgruppe Ost wohnen, werden aufgefordert, die Beiträge zur Hilfskasse für das erste Vierteljahr 1937 Mittwoch, 9., und Donnerstag, 10. Dezember, jeweils zwischen 20 und 22 Uhr, im Saale der WirtschaftGermania", Kaiser­allee 141, zu bezahlen.

Deutsche Arbeitsfront.

Verwaltungsstelle 19, Gießen.

Wir machen 'msere Mitglieder nochmals darauf aufmerksam, daß der 15. Dezember der letzte Termin ist zum Einreichen von Mitgliedsunterlagen zur Umschreibung. Dieser Termin gilt sowohl für

Besuch in einer süddeutschen Wachswaren- sabrik, deren Gründung schon in das Jähr 1592 fällt und die zu einem der ersten Betriebe dieser Art aufgewachsen ist, wird in Reclams Universum geschildert. Die Wachskunst, von der einige schöne Beispiele gezeigt werden, hat sich in alter Form und Blüte bewahrt, und es ist erfreulich, daß diese Wachsfiguren neuerdings wieder den Weg in die Wohnungen finden und beginnen,modern" zu

NSG. Vor den hellerleuchteten Schaufenstern der Spielwarengeschäfte drängt sich das kleine Volk zu­sammen, da gibt es Eisenbahnen, Teddybären, Holz­tiere, alles, was sich ein Kind wünscht zum Weih- nachtsfest. Immer wieder müssen die Väter und Mütter, die Tanten und Onkels geduldig stehen bleiben, bis der Bub und das Mädel alles gesehen haben. Ob wohl der große Ball unter dem Weihnachts­baum liegen wird oder die Puppe oder die Holz­eisenbahn? Ob am Weihnachtsabend sich jedes Kind über irgendein Spielzeug freuen wird?

Haben vor wenigen Wochen die Jungmädel im BDM. des Obergaues Hessen-Nassau schon eifrig Kinderwäsche und Kinderkleidung ge­sammelt, damit kein Kind mehr.frieren muß, wenn es draußen kalt ist, so ziehen sie in dieser Vor­weihnachtszeit wieder von Haus zu Haus und sammeln Spielzeug für ihre kleinen Kame­raden und Kameradinnen, die daheim keins unter den Weihnachtsbaum aelegt bekommen, weil der Vater das Geld fürs Leben braucht.

Der Erfolg der Kinderwäschesammlung hat ge­zeigt, wieviel noch vergraben lag in Truhen und Schränken, das der Bub und das Mädel schon lange nicht mehr brauchten, und genau so wird es

geworden, einen wichtigen Kriegsrat abzuhalten, neue Pläne mußten ausgearbeitet, Meldungen ent­gegengenommen, Befehle ausgegeben werden, kurz, der Tag und die folgende Nacht gingen hin, ohne daß eine Pause einzuschieben war, in der man ihm Gefangene vorführen konnte.

Erst am folgenden Morgen befahl er, ihm gegen­überzustellen, was man inzwischen ,eingesammelt' habe.

Ah! erinnerte er sich wieder, als man ihm den neutralen Bürger aus dem Stall brachte. Nun, sagte er zu ihm, antwortet mir; und daß Ihrs wißt: seid Ihr wider mich, ist Euer Leben vorbei denn (spöttisch): fanatisch und ehrempfindlich wie Ihr seid, nähmt Ihr das Leben aus meiner Hand doch sicherlich nicht an seid Ihr für mich, dürft Ihr laufen. Also? .

Ich--Der neutrale Bürger verstummte. Sem

Gesicht war kantig und grau geworden, seine Augen sahen dunkel flackernd auf den General; er stand straff steif, beinahe etwas hintenübergeneigt, und das nahm sich jetzt aus, als stäken da zwei Figu­ren ineinander, die nicht zusammen paßten, oder als seien Bäuchlein und Anzug ihm nur aufgehangt und gehörten ihm gar nicht.

Der General räusperte sich ungeduldig. Dazu be­wegte er sich, als wolle er sich abkehren.

Ich bin für die Gegenpartei, sagte da der Ge­fangene schnell und fest.

Wie in einem Ruck des Schrecks erstarrte her General. Die Umstehenden nahmen unwillkürlich eine etwas sorgfältigere Haltung an.

Ihr habt Euer Urteil gesprochen, sagte der Ge­neral dann. , . ,

Der Gefangene antwortete nicht mehr.

Der General sah seine Offiziere an, er sah ferne einfachen Soldaten an. Und er sah seinen Gefange­nen an, den er fragte: Wollt Ihr mit mir kämpfen?

Die Bekanntgabe einer gewonnenen Schlacht hätte keinen größeren Freudentumult auslösen kön­nen als den, der jetzt losbrach. Hoch! schrieen die Soldaten, ohne die Antwort abzuwarten, sie gleich­sam als schon gegeben betrachtend weil ja vor solch einem Manne nur eine möglich war, immer wieder hoch, hoch der General!

Auch dem Kerl blieb natürlich nicht verborgen, was für eine Gestalt sich mit dieser knappenFrage enthüllt hat; nur, was den Soldaten ,lediglich Be­stätigung einer längst in ihnen vorhandenen Ge­wißheit bedeutete, bemächtigte sich ferner wie eine Offenbarung, und diesem Ansturm - was war nicht feit gestern alles über i^n getommen! - konnte er nicht mehr mit guter Haltung überstehen Statt beberrscht-jubelnd danke gehorsamst, fawohl, Herr General, zu erwidern, stürzte er aufschluchzend 3Ugrmmeunrie''ein tapferer Soldat Bis zum Sturm auf die Hauptstadt hat er, obwohl er im Hinterland

verwendet werden sollte, auf seinen persönlich. Wunsch hin an der Front mitgefochten. In diesem Angriff erhielt er einen Schuß durch den rechten Arm. Als er wieder geheilt war, hatte der General Z. inzwischen den Feldzug für die innere Freiheit seines Landes siegreich beendet, und der Genesene muhte nun daran denken, sich in Frieden dieses ver- Mannes würdig zu erweisen versuchen.

(5elt)b er g gebiet). Die Fahrt geht am 26. De­zember morgens in Frankfurt ab und endigt am 1. Januar 1937 in Frankfurt. Der Teilnehmerprels beträgt 33. Mark. Anmeldungen können um- ge^enb auf der Kreisdienststelle, KdF., abgegeben werden. ,

Weiter ist eine Urlaubsfahrt vom 13. bis 20. Fe­bruar nach Larner Winkel (Bayr. Ost­mark) eingeschoben worden. Der Preis dieser zu­sätzlich verbilligten Fahrt beträgt einschl. Unterfunft und Verpflegung 22. Mark. Gleichzeitig ist dieser Urlaubsfahrt eine Ferienwanderung angeschlossen, ebenso ein Stilehrgang.

Baldur von Schirach spricht heute abend über alle deutschen Sender.

Der Reichsjugendführer Baldur v. Schirach wird am heutigen Mittwoch um 20.15 Uhr über alle deutschen Sender sprechen. Er wird dabei auch der Elternschaft Aufklärungen über das neue Gesetz über die Hitler-Jugend geben. Die Eltern seien an­gesichts der großen Bedeutung dieser Rede auf die Übertragung besonders hingewiesen.

Niederschlagung von Eintragungsgebühren bei Grundbuchumschreibungen.

Reichsjustizminister Dr. Gürtner hat durch eine Verordnung vom 24. November 1936 die Nieder­schlagung von Eintragungsgebühren bei Grundbuch­umschreibungen geregelt. Demnach sind die Grund- duchämter zunächst bis zum 31. März 1938 ermäch­tigt, bei Umschreibung eines Grundbuchblattes (§§ 23, 28, 67, Ads. 2 der Grundbuchverfügung), oder bei der Neufassung eines Teils eines Grundbuch­blattes (§§ 33, 67, Abs. 2 der Grundbuchoerfügung) die Hälfte der Eintragungsgebühren für solche auf Antrag vorzunehmenden Eintragungen niederzu- schlagen, die zur Berichtigung, Vereinfachung oder Klarstellung des Grundbuchs angezeigt sind, sofern der Eintragungsantrag vom Grundbuchamt nicht erzwungen werden kann.

Höchstpreise für Wild und Wildgeflügel.

Die Flerfchverknappung der letzten Monate ist nicht ohne Einfluß auf die Preisgestaltung bei Wild und Wildgeflügel geblieben und hat erhebliche Preissteigerungen zur Folge gehabt. In Erkennung der Tatsache, daß Wild und Wildgeflügel in den Zeiten einer Flerschverknappuna nicht nur von der wohlhabenden Bevölkerung, sondern auch in weitem Umfange von der minderbemittelten Bevölkerung gekauft wird, hat der Reichskommissar für die Preisbildung in einer Verordnung Höchstpreise für den Verkauf von Wild und Wildgeflügel durch den Jäger, Aufkäufer oder Großhändler festgesetzt und die Preise auf den Preisstand vom 5. November 1935 zurückgeführt.

Nach dieser Verordnung sind die obersten Landes­behörden (in Preußen die Oberpräsidenten) ermäch­tigt, Kleinverkaufshöchstpreise für Wild und Wild­geflügel festzusetzen. Nach einer an diese Stellen ergangenen Anweisung sollen die Preise für das Ragout von Rot-, Damwild und Reh sowie des

Ludwig Linkmann an die Berliner Volksbühne verpflichtet.

Ludwig Linkmann, der erste Charakter­komiker des Hessischen Landestheaters Darmstadt, wurde, wie das Dramaturgische Büro des Gießener Stadttheaters mitteilt, von Generalintendant Eugen Klöpfer von der Spielzeit 1938 ab auf zwei Jahre andieVolksbühneBerlin verpflichtet. Mit dieser Verpflichtung Linkmanns geht abermals ein Schauspieler, der sich am Gießener Stadttheater die Sporen verdient hat, nach Berlin. Ludwig Linkmann, ein geborener Gießener, begann seine Bühnenlaufbahn am hiesigen Stadttheater noch un­ter der Direktion von Hofrat Steingoetter. Intendant Dr. Rolf Prasch erkannte die große künstlerische Begabung des jungen Menschen und ließ ihm jede Förderung angedeihen. Dann führte Linkmanns Weg nach Gera. Don dort holte ihn Dr. Prasch an das Hessische Landestheater Darm­stadt. In Darmstadt wuchs Linkmann mehr und mehr in seinen Aufgabenkreis und wußte sich mit eisernem Fleiß zu den führenden Darstellern des Darmstädter Ensembles emporzuarbeiten. In den Sommer-Spielzeiten der letzten Jahre wirkte Link- mann regelmäßig bei den Marburger und Heidel­berger Festspielen mit und hatte imGötz von 23er- lichingen" und in derKomödie der Irrungen" große Erfolge zu verzeichnen. Für die Spielzeit 1937/38 bleibt Linkmann noch im Verband des Hes­sischen Landestheaters; vom Herbst 1938 an geht er an die Volksbühne Berlin.

Väter, alle großen Brüder und Schwestern, aber auch alle Buden und Mädel aufgerufen, einmal gründlich nachzuschauen, was an Spielzeug noch vorhanden ist, damit sich am Weihnachtsabend jedes Kind in unserem Gau freuen kann. Auch die Klei­nen selbst sollen sich einmal von einem Spielzeug trennen, um es herzugeben für einen Kameraden, dessen Eltern noch nicht das Glück haben, ihren Kin- selbst eine Weihnachtsfreude zu machen.

Geschichte aus dem MgerMege.

von Willi Steinhorn

Trotz der unerwartet großen Ausmaße, die der letzte Bürgerkrieg in dem Lande N. angenommen hatte, erhielt der General Z. seinen anfangs aus- qcqebenen Befehl aufrecht, daß man alle in feiner näheren Umgebung gemachten Gefangenen soweit sie abqeurteiit werden mußten, ihm persönlich vor­zuführen habe. Dieses starre Beharren verstand man in den kritischen Wochen nicht ganz, mißbilligte es auch wohl, aber man gehorchte selbstredend. Nach­her zeigte sich dann, daß man gut getan hatte, ihm blindlings zu folgen: ein nicht unerheblicher Teil seiner Beliebtheit und des Vertrauens, das man ihm schließlich allenthalben entgegenbrachte rührte gerade daher, daß er in jedem Augenblick das Be- mufcS'in gewahrt hätte, nicht Todfeinde, sondern Brüder vor sich zu haben.

Nur mit einer Klasse von Landsleuten machte er meist kurzen Prozeß. Aber auch von diesen konnte jeder seine Haut heil erhalten, sofern etwas m ihm steckte, das Achtung abnötigte.

Da brachten seine Soldaten eines Tages einen schon leicht angegrauten Kerl angeschleppt, der, man wußte nicht, ob aus Furcht oder Gegenwehr, un­aufhörlich strampelte.

Steh still! rief der General.

Der Kerl beachtete die Mahnung nicht.

Das schien den Soldaten Anlaß genug, nun end­lich handgreiflich werden zu dürfen. Jedoch winkte der General ab. Er trat zwei Schritte auf den Strampler zu. Mann! sagte er.

Auf dieses Wort hm beruhigte sich der Kerl tm Nu Man konnte jetzt deutlicher sehen, daß er ziem­lich gu?e, wenn auch den Umständen nach schon etwas ramponierte Kleidung trug und daß ,em Hosengurt ein Bäuchlein einfaumte.

SBas hat er verbrochen? fragte der General

Er" ist ein Zivilist! riesen die Soldaten einst,m- mia und wie aus der Pistole geschossen' denn ste Lnnte?L besondere Auge i?res obersten Bor- gesetzten für diese Gattung non Gegangenen.

8 Sonst noch etwas? fragte der General.

Der G°n-7°-f°fden Zivilisten auffordernd an,.

Ich bügeln neutraler Bürger! fugte bet getränt und dazu mit vielleicht ganz leisem Trotz in der 6sT@enera( fedenfalls stockte erst eine Sekunde n?cht^^icb"8aebe ^Euch"^in?^Stunde^Bedenkzeit,'^n be^VüÄgen könnt was Ihr seid; alsdann!

Die Soldaten führten den neutralen Burger a und sperrten ihn in einen nahegelegenen Stall.

Das war um Mittag.

Inzwischen war es für den General höchste Zeit

BOM.-, ZM.-llntergau 116.

Velr.: Spielzeugsammlung.

Die Spielzeugsammlung der Jungmädel ist we­gen der Grippe-Epidemie vom 5. Dezember auf den 112. Dezember verlegt worden.

Aus der Provinzialhauptstadt.

Festliche Straßen.

. Das >st das Eigenartige in diesen D-zemb-rtagen: I- .-n-hr die Dunkelheit ihr Recht behauptet und bis auf wenige Stunden des Tages Stadt und Land begattet um Jo größer ist unser Verlangen nach Licht und strahlender Helligkeit. Nichts gibt es, was das menschliche Gemüt auf die Dauer so bedrückt wie der Dämon der Nacht, und es ist deshalb kein Wunder, wenn di- Jugend der germanifchen Wal- der um die Zeit der Wintersonnenwende ihre Feuer- rader von den Bergen rollen ließ. Symbole des Lichtes waren auch lange Zeit später der Ideen­gehalt der christlichen Weihnachtsbotschaft, zu dem sich in deutschen Landen der helle Glanz des Lichterbaumes gesellte.

Licht ist eine Lebensnotwendigkeit für uns alle, und deshalb übt es feine faszinierende Wirkung aus, wenn in diesen Tagen vor dem Weihnachtsfest die Geschäftsstraßen der Stadt in ein Meer von Licht getaucht scheinen. Es ist eine Sinfonie des Lichtes, so berückend, daß sich niemand diesem Ein­druck entziehen kann. Vom glänzenden Weiß über leuchtendes Gelb bis hin zum glühenden Rot und Grün sind alle Farben vertreten, die die Skala kennt, und die den abendlichen Straßen ein mär­chenhaftes Aussehen verleihen.

Sv wandern wir durch die festlichen Straßen unserer Stadt, die Abend für Abend ihre strahlende Pracht entfalten. Es ist schön, im Strom der Pas­santen unterzutauchen und mit ihm gemächlich an den Schaufenstern vorbeizugleiten, die sich an Schönheit ihrer Auslagen, an den Sehenswürdig­keiten ihrer Dekorationen zu überbieten scheinen. Auch dann ist dieser Bummel ein Vergnügen, wenn man sich nicht mit Kaufabsichten trägt. Aber wer trägt sich kurz vor dem schönsten Fest,' das wir ken­nen, nicht mit solchen Absichten? Freude soll ja das Fest bereiten, und welche Freude könnte schöner sein als die, seinen Nächsten mit einem Geschenk, und sei es auch noch so klein, zu überraschen?

Zu keiner Zeit des ganzen Jahres sind die Ge- schästsstraßen so sehr das Ziel aller Bevölkerungs­schichten in der Stadt und in der näheren und weiteren Umgebung wie gerade jetzt. Die Festlich­keit ihrer Lichter und die Eigenart ihrer Schaudar­bietungen wecken Jene freudige Stimmung in uns, die ein Zeichen dieser vorweihnachtlichen Tage ist.

H. W. Sch.

Vornotizen.

Tageskalender für Mittwoch.

NS.-Lehrerbund, Kreis Gießen: 15.30 Uhr Kreis­versammlung, Vortrag von Prof. Pfähler im großen Hörsaal der Universität überVererbung und Erziehung". Stadttheater: 19.30 bis 21.30 UhrJngeborg". Gloria-Palast, Seltersweg: Die un-erhörte Frau". Lichtspielhaus, Bahn­hofstraße:Onkel Bräsig". Konzertgemeinschaft deutscher blinder Künstler: 20 Uhr Blinden-Konzert. in der Neuen Aula. Evangelischer Bund: 20.15 Uhr Gemeindeabend in der Stadtkirche; Pfarrer Heinemann spricht über50 Jahre Evange­lischer Bund". Weihnachtsausstellung der ober­hessischen Künstler: ab 17 Uhr im Turmhaus am Brand.

icn Berlin zum Beispiel bevorzugt große, dicke Lichte, von denen 12 Stück auf 500 Gramm gehen, wäh­rend in Bayern, Württemberg, Baden 15 oder 12 Kerzen genommen werden, die aber nur halb so groß sind und zusammen nicht mehr als 250 Gramm wiegen. Die Packerin erzählt, daß sie Jahr für Jahr mehr weiße Kerzen zu verpacken hat; die bunten, die in Amerika eine so große Rolle spielen, haben in Deutschland erheblich viel weniger Lieb­haber gesunden. Während sie spricht, wandern unter ihren geschickten Griffen immer je 50 Kartons in eine große, nach frischem Holz duftende Kiste: ver-