gebaut sein muh. Damals faßte ich daher, wenige Tage nach dem Zusammenbruch, sofort einen neuen Entschluß: nun in aller Ruhe die Voraussetzungen zu schaffen, die ein neuerliches Scheitern ausschliehen muhten. Sie haben später noch eine Revolution erlebt, am 9. März 1933 hier in München und Tage vorher im Reich. Aber solch ein Unterschied. Damals handelte es sich nicht mehr darum, einen Staat durch einen Gewaltakt zu stürzen, sondern der neue Staat war unterdes gebaut worden und hatte nur die letzten Reste des alten Staates
in wenigen Stunden zu beseitigen.
Da sind wir nicht angetreten wie 1923. Glauben Sie, wenn ich heute zurückdenke an 1923, dann wird mir nahezu Angst vor meiner Verwegenheit von damals, mit einer Handvoll Leute einen ganzen Staat stürzen zu wollen. Ich muß heute dem Schicksal nur dankbar sein, wenn es uns damals den Erfolg versagt hat. Wie hätten wir den Staat damals aufbauen wollen? Wir besaßen zu wenig Mitarbeiter. All die Menschen, die zu Tausenden heute an meiner Seite stehen, waren Unbekannte. Wir alle waren nicht genügend geschult. Ich hätte auf die bürgerliche Welt zurückgreifen müssen. Das wäre ein schlimmer Wechselbalg geworden, kein neuer Staat, sondern nur eine neue* Firmenbezeichnung.
1933 stand hinter mir die weitaus größte Organisation, die Deutschland je besaß, eine Bewegung, die sich aufbaute aus den kleinsten Zellen bis zur umfassenden Reichsorganisation. Dieser gewaltige Neuaufbau der Partei hat mit die wichtigste Vor
aussetzung geschaffen, um die Macht im Staute sicher zu übernehmen und zu erhalten. Und nur so war es uns möglich, daß, als wir uns zum zweitenmal an die Revolution wagten, sie endlich auch gelungen ist. Unsere gewaltige Propaganda, unsere ausgezeichnete Presse, unsere wunderbare Organisation haben es ermöglicht, die Macht zu übernehmen und zu festigen, und heute, glaube ich, wird es keinen mehr geben, der auch nur im geringsten im Zweifel darüber ist, daß die Bewegung biefe nun auch behalten wird für immer. (Tosender Beifall.)
Aus dem Jahre 1923 Hut sich damit das spätere Wunder ergeben, daß wir eine Revoltuion herbeiführen tonnten, ohne auch nur im geringsten die innere Ordnung in Deutschland zu stören oder das Leben unseres Volkes in Gefahr zu bringen. Was Revolutionen können, das sehen sie in diesen Wochen und Tagen in einem anderen Lande. Ein ganzes Volk wird dort ausgewühlt, aber nicht nur geistig, sondern leider auch materiell. Städte werden zugrunde gerichtet, Landschaften verwüstet, unzählige Menschen getötet. Wenn wir uns vorstellen, wie geordnet und diszipliniert die deutsche Revolution verlaufen ist! Wir haben unseren Staat erobert, ohne daß, glaube ich, eine Fensterscheibe zugrunde ging. Das war nur möglich, durch di e gründliche Dorbereitu.ng und den Aufbau der Partei, dank der soliden Grundlage ihrer inneren Organisation nur möglich infolge der im Laufe der Jahre gewonnenen zahllosen Mitarbeiter. So konnten wir ohne jeden Gewaltakt die Gewalt in Deutschland übernehmen.
Die Schöpfung des großen nationalsozialistischen Dolkcheeres.
Und das größte Wunder: es ist uns vielleicht dadurch auch allein gelungen, die schwerste Klippe jeder Revolution solcher Art zu umsegeln, nämlich das Problem der Einstellung zu den bestehenden sog. „legalen Wachlinslrumen- ten“ des Staates. Es hat vielleicht früher manchen gegeben, der sich sagte: ja, wenn die Partei die Wacht im Staate erobert hat, was macht sie mit der Wehrmacht und der Polizei? Kann sie diese Institutionen überhaupt in den neuen Staat hineinbringen? Ich habe immer die Ueberzeugung gehabt, daß eine neue Revolution endgültig nur dann gelingen wird, wenn sie es fertig bringt, diese Organisationen in den neuen Staat nicht nur mit aufzunehmen, sondern auf Gedeih und Verderb mit dem neuen Staat zu verbinden. Das ist allerdings eine schwerere Arbeit, als solche Instrumente einfach zu zerstören. Es ist viel schwerer, eine Revolution durchzuführen, und diese Institutionen sogar noch gestärkt in den Dienst der neuen Idee zu stellen. Vielleicht ist dies das Werk, auf das ich persönlich am m e i st e n st o l z bin und das mir einst die Geschichte sicher am höchsten anrechnen wird, daß es mir gelang, die Armee nicht zu zertrümmern, sondern zum Kadre zu machen, für die neue deutsche Volksarmee. (Brausender Jubel.) Und darin liegt für uns alle eine tiefere innere Befriedigung: als ich das letzte Wal in diefem Saal auftrat, war ich selbst noch Soldat. Wir alle sind aus der alten Armee gekommen, wir haben alle dieses Kleid gt-^oen, und weil wir gerade an diesem grauen Kleid so sehr hingen, konnten wir auch die Revolution, die dieses Kleid besudelt hatte, niemals vergessen! Als Soldaten
haben wir dann diesen Kampf begonnen, als Politiker haben wir diesen Kampf beendet!
Allein das Wunderbare dieses Kampfes ist, daß wir nun d i e alte Armee dem deutschen Volke aufs neue schenken konnten. Und so wie die alte Armee einst für das alte Reich sich schießt, wird die neue Armee für das neue Reich, wenn es je die Stunde fordern sollte, kämpfen und sich schlagen. (Jubelnde Zustimmung.) Nur ein Unterschied ist vorhanden: Als die alte Armee ins Feld zog, war sie gegen alle Waffen gewaftnet, und nicht gegen d i e Propaganda Der Zersetzung. Heute trägt die Armee bei sich den Talisman der politischen Immunisierung gegen jeden Versuch, diese Armee zu zersetzen. Das wird unserem Gegner nie mehr gelingen. Diese Armee ist die nationalsozialistische Armee des neuen Reiches, und indem wir Jahr für Jahr einen Jahrgang nach dem anderen aus dem nationalsozialistischen Nachwuchs hineinschicken in diese Armee wird sie immer mehr verbunden sein mit unserem heutigen Volk und seinem Geist. Wir werden ihr immer mehr d i e Stärke unserer Weltanschauung geben. Dies ist vielleicht das allergrößte Werk, das uns nach all diesen langen Jahren gelungen ist. Ich persönlich empfinde darüber den größten Stolz. Ich glaube, daß es mir einst die Nachwelt am meisten anrechnen wird, daß ich Deutschland nicht in eine 15jährige Zeit der Wehrlosigkeit brachte, sondern daß es mir gelang, in knapp vier Jharen aus dem Hunderttausend-Mann- Heer wieder eine große deutsche national- sozialistische Volksarmee zu schaffen (stürmischer, langanhaltender Beifall), daß in dieser Armee alle diejenigen mitarbeiten und mithelfen, die vielleicht sonst unsere Feinde geworden wären. Als der Prozeß im Jahre 1924 zu Ende ging, da habe ich es damals vorhergesagt, daß eine Stunde kommen wird, da sich beide Erscheinungen vereinen werden zu einer.
Die sechzehn ersten Vlntzengen ta;en das größte Opfer gebracht. D.'u schtand wir» für alte Zeiten sich dieser Männer erinnern.
Und die damalige Prophezeiung ist nun eingetreten! Können wir daher nicht mit Recht jagen: die im Jahre 1923 gefallenen sind, sind nicht umsonst gefallen, ihr Opfertod hat sich gelohnt? Ich glaube, wenn sie auferstehen würden, sie würden selig sein, wenn sie sähen, was nun entstanden ist! Aus dem Deutschland der Ohnmacht und der Schwäche, der Hilflosigkeit und der Verachtung ist wieder ein kraftvoller, st arte r, selb st bewußter und in der Welt geachteter Staat geworden! heule weih die Welt, daß sie ein Volk vor sich hat, daß seine Ehre verteidigt, (stürmischer Beifall) und das sich nicht mehr wie ein Stamm von Regern behandeln läßt!
Schritt für Schritt mußten wir uns in diesen vier Jahren die Achtung des Auslandes erkämpfen, ja geradezu ertrotzen. Sicher gibt es manchen Schädling, der sagt: Ja, aber wir sind heute nicht mehr so beliebt wie vor sechs oder acht Jahren. Geliebt vielleicht nicht, aber geachtet sicherlich mehr! (Langanhaltender stürmischer Beifall.) Ich habe in den langen Kampfjahren zu Ihnen, meine Parteigenossen, niemals gesagt, daß ich um die Liebe des Auslandes ringen werde. M i r genügt die Liebe des eigenen deutschen Volkes. Dorn Auslande wünsche ich mir jenen Respekt, der jedem tapferen und aufrechten Volk gezollt wird und gezollt werden muß. (Begeisterte Zustimmung.)
Ich bin überzeugt, daß, wenn die damaligen Toten jetzt aufstehen könnten und das alles sähen, sie glücklich sein mürben, Denn deshalb, deshalb sind sie ja zur Partei gekommen, dieses Ziel hat ihnen vorgeschwebt. Sie wußten, daß dieses neue Deutschland einmal kommen muß, deshalb sind sie marschiert und dafür sind sie auch gefallen. Und so ist es selbstverständlich, daß wir uns dieser ersten Toten der Bewegung immer wieder erinnern. Es mag manchen geben, Der sagt: Sie machen förmliche Märtyrer aus ihnen! Ja,Daswillich.
Ich will aus diesen Toten die 16 ersten Wär- tyrer der nationalsozialistischen Bewegung machen, 16 Wenschen, die gefallen sind im Glauben an etwas ganz Reues, das 10 Jahre später erst Wirklichkeit wurde. 16 Wenschen, die unter einer ganz neuen Fahne marschierten, auf die sie den Lid leisteten und ihn mit ihrem Blut besiegelten. Diese 16
haben das grüßte Opfer gebracht und verdienen es, daß wir uns ihrer immer und immer wieder erinnern. Und so will ich denn, daß für alle Zelten, über die Jahrhunderte und Jahrtausende hinweg die Rationalsozialistische Partei und damit ganz Deutschland an diesem Tage dieses Opfer immer feiern fallen (stürmischer Beifall) und daß sie sich so immer wieder dieser Wänner erinnern.
Deshalb sind wir auch heute wieder zusarnrnen- gefommen, 13 Jahre nach diesem Tage. Gerade im heutige Jahre aber haben wir sehr viel Grund, die Erinnerung an die damalige Zeit wachzurufen. Denn heute kann ich Ihnen versichern: zum ersten Male feiere ich diesen Erinnerungstag ohne tiefe Sorge für unser deutsches Volk! (Langanhaltender, begeisterter Beifall.) Gewiß, die Welt brennt um uns herum, der Bolschewismus droht überall und versucht, Staat um Stint zu zerschlagen, er bemüht sich, überall einzudringen, und die Völker unsicher zu machen, in ihrem inneren Gefüge zu lähmen und zum Einsturz zu bringen. Gewiß das ist so. Allein zum erstenmal kann ich es nun offen aussprechen: er wird Deutschland nicht mehr überrennen können! 3% Jahre lang hat unsere deutsche Waffenschmiede gearbeitet, Tag und Nacht gearbeitet, um unser Volk aus dem Zustand der Wehrlosigkeit zu erlösen.
Hm Deutschland herum hat sich nunmehr ein eherner Panzer gelegt, und hinter diesem Panzer steht nun das deutsche Volk friedliebend wie je zuvor, aber auch abwehrbereit wie zuvor. Ich weih, daß nun die Zeit gekommen ist, in der wir ohne diese furchtbaren Aengste in die Zukunft blicken können, nicht weil wir die Gefahren unterschätzen, sondern nur weil wir unserer Kraft wieder bewußt geworden sind. Richt weil ich etwa leichtfertig genug wäre, die Schwierigkeiten zu übersehen, sondern weil ich weiß, wie stark wir sind, um dieser Schwierigkeiten, wenn notwendig auch Herr zu werden! Deutschland ist heute wieder zu einem kraftvollen starken und mächtigen Staat geworden. Hnd so können wir denn morgen vor die Gräber unserer Kameraden von damals hintreten, mit dieser inneren Ruhe in ihrem Sinne das rechte getan zu haben.
Wir können ihnen nur wirklich sagen: Ihr könnt uns nicht böse fein, wir haben das gehalten, was wir verfchrochen hatten.
Dafür find wir einst ausgezogen. Dafür haben wir gekämpft, Dafür find wir angetreten, zum zweiten Male, Dafür seid Ihr gefallen. Dafür sind Euch so viele HunDerte nachgefolgt. Deutschland ist wieDer aufgerichtet, es steht heute fest unD stark, es vertritt heute wieDer fein Recht mit Dem mannhaften Mut einer tapferen und großen Nation. Sie alle, Die Sie Damals schon Den Weg zu mir gefunden hatten, Sie können das Gefühl einer tief inneren Befriedigung besitzen. Heute natürlich wenden sich viele zur Partei. Sehr viele reden heute von .Kampf". Damals war es schwerer. Um so glücklicher diejenigen, die sich sagen können: wir sind Damals schon dabei gewesen! Ich habe Ihnen so ost damals gesagt: es wird einmal die Stunde kommen, da wird
es für Sie die schönste (Erinnerung sein und Damit Das höchste Glück, zu wissen unD sagen zu Dürfen: wir waren Damals Dabei, als sein roun- Derfames Leben anfing, Da haben wir uns ihm an- geschlossen. UnD als er zum ersten Male Die Fahne der Revolution erhob, sind wir schon hinter Der Fahne marschiert. Welch eine wunderbare und stolze Erinnerung für uns alle! Sie ist es auch, die uns niemals mehr verlassen wird, und niemals mehr auseinandersühren kann. Wir gehören zusammen, solange wir leben! Eine neue Generation wächst nun nach. Jugend kommt, Jahrgang um Jahrgang. Sie wird eingezogen in unser Jungvolk, in die HI., in Die Partei, in Die SA., in Die SS., in Den ArbeitsDienst, in Das Heer, Jahrgang um Jahrgang. Wir werden langsam alt, aber wir haben d i e schönste und stolzeste Erinnerung, Die es überhaupt für dieses Leben geben kann:
?ir find damals schon dabei gewesen!
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Uns hat die Vorsehung auserwählt, die neue Zahne der Nation zum Siege zu führen.
uns hat die Vorsehung auserwählt, in der Zeit des tiefsten Verfalls die neue Fahne der Ration zum Siege zu führen. Kann es für Wenschen etwas schöneres und stolzeres geben. Was wir sonst find, fällt demgegenüber zurück. Ich bin heute Euer Kanzler, Ihr seid meinetwegen nur ein kleiner Vlockwart oder einfacher Parteigenosse. Aber alle find wir alte Kämpfer, die Wänner, die damals, als alles zu vergehen schien, an Deutschland nicht verzweifelten, sondern die in der Zeit der größten Hoffnungslosigkeit die größte Hoffnung ihres Lebens gefunden haben. Line Hoffnung, die uns seitdem nicht mehr verließ und unser ganzes Leben erfüllt hat und heute erfüllt und für den Rest des Lebens erfüllen wird. Das ist so wunderbar, daß wir wahrhaft glücklich fein können, uns jedes Jahr wieder zu treffen.
Ich sehe schon Die Zeit, in Der mir langsam weniger werden unD um uns herum Der junge Ring neuer fommenDer Generationen sich aufbauen wird. Aber Das weiß ich, daß Die
JugenD, wenn Der letzte aus unseren Reihen gefallen fein wirD, unsere Fahne fest in ihren Händen halten unD sich Dann auch immer und immer wieDer Der Männer erinnern wird, Die in Der Zeit Der tiefsten (ErnieDrigung DeutschlanDs an eine strahlende Wiederauferstehung geglaubt haben. Wir wollen am heutigen Tage nur etwas besagen: Daß es nicht allen unseren Mitkämpfern vergönnt war, diese Wiederauferstehung m i 13 u erleben. Das ist ihr großes Opfer gewesen. Wir sind demgegenüber Die unendlich glücklicheren, denn in unser Leben fällt noch Deutschlands Wiederauferstehung!
Wir gehen sicherlich einer schweren Zeit entgegen. Um uns sehen mir überall drohende Zeichen des Aufruhrs und der Verwüstung. Uns wird heute Dietrich Eckarts Sturmlied so recht klar. Es ist damals geschrieben worden, aber gesehen für heute und für die Zukunft. Wenn mir aber in der Zeit der größten Hoffnungslosigkeit im Innern unseres Volkes die Hoffnung auf eine Wiederauferstehung Deutschlands nicht eine Sekunde verloren batten, Dann wollen wir heute erst recht nicht Die Hoffnung verlieren auf Das siegreiche Bestehev unseres Reiches.
Deulschlands stärkster Hort menschlicher Kultur.
Es mag kommen, was kommen will: Deutschland wird feslslehen, es wird sich nicht beugen, es wird sich niemals mehr unterwerfen! Vielleicht kommt schneller, als wir alle denken, die Zeit, in der auch das übrige Europa in unserem Deutschland den stärksten hort einer wirklichen europäischen und damit menschlichen Kultur und Zivilisation sehen wird. Vielleicht kommt die Zeit schneller als wir denken, daß dieses übrige Europa nicht mehr mit Grollen die Aufrichtung eines nationalsozialistischen Deutschen Reiches sieht, sondern froh sein wird, daß dieser Damm gegen die bolschewistische Flut gebaut wurde.
Heute, nach IVz Jahrzehnten Kampf in Deutschland, sind wohl Die meisten, ja fast alle unsere damaligen inneren Widersacher bekehrt. Wer von unseren bürgerlichen Widersachern von einst muß sich nicht, wenn er ehrlich ist, im Innern sagen: „Sie haben doch erreicht, was wir letzten Endes auf anderen Wegen ja auch ange strebt hatte n." Sie werden heute sicherlich wohl zugeben: „Es war ein Glück für Deutschland, daß Das so kam. S i e haben Das erreicht, was auch wir erreichen wollten. Vielleicht wirb es bald in Europa nicht anders fein." Man wird sagen: „Wir haben sie bekämpft, aber im Grunde haben sie doch das erreicht, was wir selbst glaubten erreichen zu können. Denn sie allein haben Europa vor dem Untergang und dem Chaos bewahrt!" Und so mancher Friedensapostel wird vielleicht noch bekennen: „D«.». Friede E' .opas wurde durch die Kraft bewahrt, die dieser nat. ualsozia- listische Staat in letzter Stunde aufgerichtet hat."
Für diejenigen, die mich kennen, wird es selbstverständlich sein, daß ich, sowie IV- Jahrzehnte an Euch, so heute an die Ration die Aufforderung richte, sich in blinder Gefolgschaft hinter die Führung zu stellen. Das hat die Partei einst groß gemacht, und das wird auch Deutschland groß machen! Das hat die Partei stark gemacht, und das kann
auch Deutschland nur stärken. Wenn das ganze deutsche Volk wie ein Wann zum heutigen Staat und zu seinem Regime steht, wird keine Wacht der Welt dieses Deutschland zerbrechen können!
Ich habe noch keinen Widersacher gescheut und scheue auch jetzt keinen! Ich habe aber jahrelang in Deutschland vor Dem Bolschewismus gewarnt und man hat mich im Bürgertum nur verlacht. Ich schätze die Kommuni st en als das ein, was sie sind, als eine Macht, die ich im Innern überwinden konnte, weil ich unser Volk im Innern in Ordnung brachte. Ich scheue Den Kommunismus auch außer uns nicht, weil ich ihn erkenne und weil ich das deutsche Volk für alle Fälle vorbereite. Denn: sollte Der Kommunismus jemals Lust bekommen, mit uns von außen anzubinden, so wird es ihm genau so ergehen, wie es ihm im Innern Deutschlandes ergangen ist! (Langanhaltender Beifall.)
Wenn jemals diese Wacht versuchen sollte, Deutschland zu überfallen, dann würde ihr genau dasselbe zustohen, was jenen Kommunisten zugestohen ist, die einst auch glaubten, uns im Innern überfallen zu können! Wir haben hier die Straße freigemacht, wir würden sie auch im anderen Falle freimachen. Das ist die selbstverständliche Heberzeugung, die wir alle besitzen. Hnd weil wir diese Heberzeugung uns aneigneten, können wir auch ruhigen Wutes unseren Weg gehen.
So erinnern wir uns heute noch einmal dieses Tages, an dem wir vor 13 Jahren zum erstenmal als politischer Faktor in die Weltgeschichte eingetreten sind und wir erinnern uns dabei all der alten und treuen Kameraden, Die wir damals verloren haben! Dann erinnern wir uns aber auch unserer alten Kampfparole, unseres alten Kampfrufes, der uns seitdem nie verlassen hat und Der uns heute und in alle Zukunft begleitet: Deutschland Sieg-Heil, Sieg-Heil, Sieg-Heil! (Die alten Kämpfer erheben sich und jubeln dem Führer in minutenlangen Stürmen der Begeisterung zu.)
Nächtliche Weihestunde an der Feldherrnhaste.
München, 9. Nov. (DNB.) Eine halbe Stunde vor Mitternacht erfolgte durch das Siegestor der Einmarsch der Standarten zur Feld- herrnhalle. Dumpfer Trommelwirbel ertönte; Fackeln leuchteten auf. An der Spitze des Zuges marschierte der Musikzug der SS.-Standarte Deutschland, an die sich aroei Ehrenstürme der gleichen Formation anschlossen. Es folgte die vom Ratsherrn Orimminqer getragene Blut- fahne. Hunderte von Standarten der SA., der SS., des NSKK. schloffen sich an. Langsamen Schrittes zogen die politischen Soldaten Adolf Hitlers die Straße zwischen dem Siegestor und der Feldherrnhalle entlang. Von je zwei'Kampfgenossen des Jahres 1923 getragen, folgten d i e 16 r i e • figen C h r y f a n t h e m e n k r ä n z e des F ü h- r e r s für d i e Ermordeten des 9. No- d e m b e r. Je zwei Ehrenstürme der SA., des NSKK., der politischen Leiter, Des Reichsarbeits- Dienstes mit geschultertem Spaten und der SS bit- •beten Den Abschluß Des Zuges.
Tiefes (schweigen liegt über Dem Odeon-Platz. 16 Pylone tragen Die Namen Der Männer, Die Dort, wo Die schwarze Ruhmesfahne sich über Die Straße spannt, vor 13 Jahren verblutet sind, und deren Blut das neue Deutschland geboren hat. Vor der Feldherrnhalle stehen Männer Der Schutzstaffel. Zu beiden Seiten des roten Teppichs, der von der Mitte Des Platzes zu Den Stufen Der Halle führt, hat sich Das Führerkorps Der Bewegung aufgestellt. Vor Den Tribünen, Die in Der Residenz- stratze errichtet find unD auf Denen neben vielen Ehrengästen auch die Hinterbliebenen der ErmorDeten Platz genommen haben, stehen Die Dlutordenstrüger, Männer im Braun
hemd und im grauen Rock. Die Flammen in Den Schalen Der Pylone loDern auf. Die SA., Die auf Der 1000 Meter langen Strecke vom Siegestor bis zur Feldherrnhalle steht, entzündet ihre Fackeln. Wie durch ein lohendes Band sind Feldherrnhalle und Siegestor verbunden.
Um Mitternacht erreichte Die Spitze Des Zuges Die FelDherrnhalle. Der Nibelungenmarsch ertönte. Die ©tanDarten nehmen auf Den Stufen Der Fahnentribüne zu beiDen Seiten Des Platzes Aufstellung, währenD Der Träger Der Blutfahne vor Den Stufen zur Felbherrnhalle halt macht. Die Ehrenkompanien präsentieren unter Den Klängen Des Präsentiermarsches. Die 16 Kranzträger, Träger des BlutorDens, Kameraben unb Kampfgenossen der 16 Ermorbeten, alle im Braunhemd und barhäuptig schreiten die Freitreppe hinauf und hängen die Kränze, die Der Führer Den ersten Blutopfern Der Bewegung roiDmet, an Den Pylonen auf. Die Schleifen Der Kränze tragen Den Namen Der Ermordeten und den Namen des Führers. Gemessenen Schrittes verlassen dann die Kranzträger die heilige Halle wieder. Ein Kommandoruf ertönt: Die junge Garde, Die Wache Der Hitlerjugend begibt sich zu den Pylonen. Feierlich klingen Die Drei Strophen Des Liedes vom guten Kameraden über den Platz. Wieder präsentieren Die Ehrenkompanien, recken sich Die Hände zum Gruß. Die Weihestunde ist beendet. In dröhnendem Schritt marschieren nun die Ehrenstürme und Ehrenkompanien am Mahnmal und an der Blutfahne vorbei. So wie hier die Abordnungen ausmarschierr sind, so ist in dieser Nacht die Millionenarmee Der Bewegung und ihrer Gliederungen, ist ganz Deutschland im Geiste bei Den Helden von 1923.


