Physiker yticoia xesia uno jein Lverr. \sine De-,. trachtung zu seinem 80. Geburtstag. 17.45: Nur i eine Motte! Eine Plauderei über Insektenschäd- l
Oberheffen
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Armbanduhr, Spiegel und Nivea?
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gsrffi Der °°m zu Besuch in ,einer Vaterstadt wellt^
Nachdruck verboten!
20. Fortsetzung.
Eine seltsame Ausrüstung, die Lottchen da ins Strandbad mitnimmt! Aber sie hat sich vorgenommen, sehr schnell braun zu werden. Uhr und Spiegel sollen bestätigen, was Sonne und Nivea
in kurzer Zeit schaffen können!
an- it!
nntn dir 'Iftn! jie \ « im ein ^Pslich. Umen^en iim-in.
Verfluchtes Gold!
JRoman von L. SchneiderIoerstl.
Urheberrecht: Verlag Oskar Meister, Werdau i. Sa.
△ Alsfeld, 7. Juli. Der hiesige Verkehrs- ( und Derschönerungsverein veranstaltete ] einen Vortragsabend, zu dem als Redner Garten- 1 bauarchitekt und Landschaftsgestalter Schwarz (Gießen) gewonnen worden war. In seinen einleitenden Begrüßungsworten gab der Führer des Verkehrs- und Verschönerungsvereins Alsfeld, Rek- 1 tor Rohrbach, einen Ueberblick über die am 1. April 1936 in Kraft getretene Neuorganisation des Fremdenverkehrswesens und erörterte alsdann die bevoftehenden Aufgaben des Alsfelder Ver- kehrsvereins, insbesondere die Erweiterung der städtischen Anlagen in den „Erlen" im Zusammenhang mit der Erbauung der Reichsautobahn. Gar- tenbauarchitekt Schwarz ging in seinem Dortrag von dem Gedanken aus, daß die neue deutsche Landschaft gestaltet werden müsse, sowohl im Dorfe als in der Stadt. Er wies darauf hin, daß durch die Technik gewaltige Aenderungen in der Landschaft hervorgerufen würden, wobei er vor allem auf die Reichsautobahnen, Talsperren und Brückenbauten hinwies. Es müsse Aufgabe der Landschaftsgestal- tung sein, die neue Technik in harmonischen Ein- klang mit der Natur zu bringen, wie dies in mu- sterqültiqer Weise bei der Erbauung der Reichs- autöbahnen der Fall sei. Der Redner wies dann an einzelnen Gebieten nach, wie man z. B. bei Schulen, Friedhöfen, Sportplätzen die Landschafts- qestaltunq insbesondere durch Schaffung von Grün- plätzen vorzugehen habe. Er setzte sich für die Errichtung von Heimatschulgärten ein. In den großen Städten sei das Hauptziel die Auflockerung des Landschaftsbildes durch Schaffung von Grünland- flächen. Bei der Gestaltung der freien Gemarkungslandschaft müsse der Waldschutz, Feldschutz und Vogelschutz gebührend berücksichtigt werden. Anschließend an seinen Vortrag zeigte der Redner au Grund einer großen Anzahl von selbst aufgenommenen Lichtbildern besonders charakteristische Land- schäften aus der Umgebung von Gießen und Mar- bürg und am Schlüsse eine Schau der hauptsäch- ; lichsten für die Gartengestaltung in Frage kommen- , den Blumenarten. Im Anschluß an den Vortrag . fand eine geschäftliche Sitzung des Verkehrs- und
Verschönerungsvereins statt, in der die Rechnungs- ' ablage vom vergangenen Jahre ihre Erledigung
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bura, die sich in schönstem Sonnenlichte den Gästen darbot, bis nach Bod Homburg, wo Mittagspause Gehalten wurde. Auf der Rückfahrt wurde noch in Zad-Nauheim kurz Rast gemacht. Bei durchweg
schönem Wetter wurde auf diese Weise den Mitgliedern ein Stück der schönen näheren Heimat ge- !ei$t. Der Tag wurde allen Teilnehmern zu einem chonen Erlebnis in ihrem Daseinskampf, für das ie allen opferbereiten Helfern, vor allem aber dem Führer und der Reichsregierung, von Herzen Dank wissen.
Rmidsunkprogramm.
Freitag, 10. Juli.
6 Uhr: Choral; Morgenspruch; Gymnasttk. 6.30: Frühkonzert. In der Pause, 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 8.30: Musik zur Frühstückspause. 9.30: Nur Kassel: Nachrichten. 11: Hausfrau hör zu! 11.30: Bauernfunk. 11.45: Sozialdienst. 12: Ab-
Verkehrsunfall bei Grünberg.
* ©rünberg, 10. Juli. Gestern gegen 16.45 Uhr ereignete fidT am Stadtausgang nach Lich zu ein schwerer Verkehrsunfall. Ein L a st - kraftwagen, der mit Asphalt beladen war, stürzte in den Kurven in Öen Abgrund, da die Steuerung versagt hatte. Der Wagen überschlug sich mehrmals und wurde schwer beschädigt. Wie durch ein Wunder kamen die drei Insassen, der Fahrzeugführer, der Sohn des Besitzers des Lastkraftwagens und der Straßenwart ohne jegliche Verletzungen davon.
Landkreis Gießen.
„Dann ist ja alles gut. Sie küßte ihn rasch und schob ihn durch die Sperre, sah ihn nochmal winken und atmete auf, als er in einem der vordersten Wagen des Kölner v.-Zuges verschwand.
*
In Marias Schlafzimmer war noch Licht, als in der Villa Terry die Klingel zum rückwärtigen Aufgang in Bewegung gesetzt wurde. Ferdinand hörte sie durch den ersten Halbwachen Schlaf schrak empor, horchte, vernahm ein abermaliges Lauten, schlüpfte in Beinkleid und Pantoffel und ging, nachzusehen. r ,
Ungläubig blickte er auf Wolfgang Amselmann, der, den Hut tief in die Stirn gedrückt, an ihm vorbei in die halboffene Tür schlüpfte. „Kann ich das gnädige Fräulein noch sprechen?"
„Jetzt?" verwunderte sich Ferdinand. Die lieber» raschung war ihm deutlich anzumerken.
„Es ist dringend!"
„Ich will sehen, Herr Amselmann/
Sie schritten gemeinsam den Gang hinunter und dann die läuferbelegte Treppe hinauf. Wo die breite Flügeltür die Räume zum Herrschaststrakt abschloß, ließ Ferdinand dem Besucher den Vortritt.
„Sagen Sie dem gnädigen Fräulein, daß ich es bin." ...
„Gewiß, Herr Amselmann!
Wolfgang sah dem Alten nach, der rasch den Korridor hinunterlief und dann nach rechts einbog. Er hörte sogar noch das Klopfen an eine Iul Ferdinand aber überlegte eine kleine Weile und sagte dann halblaut: „.Gnädiges Fräulein, Herr Wolfgang Amselmann ist gekommen und mochte Sie dringend sprechen." —
Bitte, Herr Amselmann , lud der Diener em, öffnete eine Tür und schloß sie hinter dem emtre- tenden Gast, nachdem er vorher noch den großen Lüster aufgedreht hatte. Es dauerte keine zwei Minuten, stand Maria vor ihm. "Was ist passiert. Wolfi?" Das Haar siel ihr in breiter Welle in die ^^Erschrick nicht", sagte er, ihre Hand in die seine nehmend. Sie fühlte sich kalt und unruhig an -Ich komme eben von einer Abendgesellschaft bei Geheim rat Pfister und habe durch die Indiskretion eines Herrn erfahren, daß dein Vater morgen früh ver- haftet werden soll."
„Vater?!"
kreis Friedberg.
— Griedel, 8. Juli. Die Arbeiten an der Reichsautobahn, die direkt an unserem Dorfe vorbeizieht, nehmen einen rüstigen Fortgang. Nachdem eine notwendig gewordene Umgehungsstraße der Provinzialstraße Butzbach—Griedel gebaut und fertiggestellt wurde, ist man jetzt mit den Fundamentarbeiten der großen Brücken beschäftigt. An dieser Stelle werden zwei solcher mächtigen Ueber- bauten benötigt. Große Betonmengen werden gegenwärtig von Betonmaschinen hergestellt und in die metertiefen, mächtig verstärkten Brückenfunda- mente gegossen. Hunderte Zentner Eisen werden in die Zementmassen eingefügt, damit die Brückenpfeiler, die eine gewaltige Last nach der Fertigstellung zu tragen haben, ihrem Zweck gewachsen sind. Gleichzeitig sind einige Zufahrtswege im Bau und teilweise schon fertiggestellt. Täglich kommen eine Anzahl Waggonladungen mit allem möglichen Material auf unserem Bahnhof an, das ausgeladen und an die Arbeitsstellen befördert wird. Durch die Verstärkung der Brücke über die Licher Straße mußte die Wasserleitung nach Butzbach verlegt werden. Die Erdbewegungen'in der anschließenden Griedeler und Gambacher Gemarkung nehmen ihren gewohnten Fortgang. Das in den letzten Tagen angekommene Feldbahnmaterial soll aufmontiert und ein Geleis nach der großen Rockenberger Sandgrube gebaut werden, aus der die Erdmengen zur Aufschüttung des Dammes Verwendung finden sollen. Diese Arbeiten nehmen große Mengen Arbeitskräfte in Anspruch, weshalb in unserem wie auch allen Dörfern des näheren und weiteren Umkreises keine Arbeitslose mehr vorzufinden sind. Täglich werden auf Lastautos Arbeiter aus den Dörfern, am großen Feldberg gelegen, hierher zur Arbeitsstätte befördert und nach vollbrachter Arbeit wieder heimgebracht.
Kreis Alsfeld.
Sturm gepeitschte schwere Regen hat in den Gärten die Dahlienstauden vielfach umgebrochen. Das Getreide liegt allenthalben wie gewalzt am Boden. Auch an den Hackfrüchten haben die Wasser Schaden angerichtet. Durch das völlige Versagen des elektrischen Lichtes herrschte in den Kaufläden starke Nachfrage nach Kerzen.
* Ruppertenrod, 8. Juli. Gestern abend 9 Uhr zog ein schnell aufkommendes, schweres Gewitter über unsere Gemarkung. Es war von einem schweren, wenn auch bloß kurze Zeit anhaltenden Regen begleitet. Es siel auch leichter Hagel, der jedoch keinen Schaden anrichtete. Den schwer- sten Schaden hat der Sturm gebracht. Am Eingang des Dorfes standen drei mächtige hundertjährige L i n d e n, die mit den Geiße- vergstannen das Wahrzeichen unseres Dorfes waren, und die jeder Ruppertenröder mit Stolz ansah. Die stärkste davon brach der Wind wie einen Strohhalm mitten aus der Gruppe heraus. Von der zweiten Linde brach die eine Hälfte nieder. Diese schlug auf zwei Hochspannungsleitungen des Ueberlandwerks. Die nach Wettsaasen und . nach Ilsdorf führenden Drähte wurden abgerissen. Dabei aeiaten sich Feuererscheinungen, die beschädigte Linde wu?de heute morgen gefällt. Nun steht nur noch einer von den ehemals vier stattlichen Baumen. Die erste wurde 1921 beim Bau der Trans- formatorenftation gefällt.
Gewitterschäden in Garten und Feld.
LOber°Ohmen,7. Juli. Gestern abend entlud sich über dem oberen Ohmtal eine Serie schwerer Gewitter, begleitet von wolkenbrucharttgem Regen Zeitweilig von Hagelschauern untermischt. Die in ßen Ort ^strömenden Wassermassen konnten von den Kanälen nicht abgenommen werden so daß sich an
Der Dolkssender 1936 ruft. 20.10: Volkssender 1936. 8. Sendung des Reichssenders Frankfurt. 22: Nachrichten. 22.15: Nachrichten aus dem Sendebezirk. 22.20: Stegreiftendung des Zeitfunks. 22.30: ... und morgen ist Sonntag! 24 bis 2: Frohsinn und Tanz zwischen heute und morgen ...
♦ Allertshausen, 8. Juli. Einen schweren Unfall erlitt gestern der 62jährige hiesige Landwirt Heinrich Schneider, der sich mit einem Fuhrwerk unterwegs befand. Als die Pferde scheuten, kamen er und seine Frau, die mit auf dem Wagen saß, schwer zu Fall. Er erlitt einen schweren Schädelbruch und mußte in die Chirurgische Klinik nach Gießen gebracht werden. Seine Frau kam glimpflicher, mit Armverletzungen, davon und wurde nach Hause in die Wohnung geführt.
+ Grünberg, 8. Juli. Am Samstag und Sonntag veranstalteten die Siebzigfährigen eine Wied er sehens feier. Sie erstreckte sich über die in 1866 Geborenen, die 1880 in der Kirche zu Grünberg konfirmiert wurden und zwar aus den 3 Orten der hiesigen Pfarrei: Grünberg, Lehrheim und Stangenrod. Don den damals 61 Konfirmanden waren nach den Feststellungen noch 32 am Leben. Zur Feier hatten sich 24 eingefunden. Am Sams- tagabend war eine kleine Begrüßungsfeier im Hotel „Hirsch". Der Sonntagmorgen brachte den gemeinsamen Kirchgang der Siebzigjährigen. Dekan Schmidt nahm in seiner Predigt Bezug auf ihre Veranstaltung. Anschließend wurden auf dem hiesigen Friedhof an den Gräbern von sechs hier ruhenden Alterskameraden Kränze niedergelegt, eben o wurde das Andenken der Lehrer Hamburger und Reuß und des die Konfirmation leitenden Geistlichen Dekan Pullmann, durch Kranzniederlegung geehrt. Der Nachmittag vereinigte die Altersgenossen im Gasthaus „Zum Taunus". Bei Ansprachen, Gedichtvortragen und dem Austausch von Erinnerungen und Erlebnissen aus der Schulzeit nahm die Feier einen schonen Verlauf. Anreger und auch Leiter der Wiedersehensfeier war Otto Ries (Neuyork), der gegenwärtig
linae. 18: Musik zum Feierabend. 19: Klaviermusik. 19.45: Der Zeitfunk bringt den Tagesspiegel. 20: Zeit, Nachrichten. 20.10: Großes Unterhai- tungs-Doppelkonzert. 22: Zeit, Nachrichten. 22.15: Nachrichten, Wetter, Sport. 22.20: Sportschau der Woche. 22.45: Stuttgart: Unterhaltungskonzert des Landesorchesters Gau Württtmberg-Hohenzollern. 24: Aus Stuttgart: Nachtmusik. Schallplatten.
Samstag, 11. Juli.
6 Uhr: Sanctus; Morgenspruch; Gymnastik. 6.30: Fröhlich klingt's zur Morgenstunde. In der Pause, 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 9.30: Zum Staatsjugendtag! Pimpf, hör zu! Die sieben Schwertworte: 6. Jungvolkjungen sind wahr! 11: Hausfrau hör zu! 11.30: Nur Frankfurt: Gaunachrichten. 11.45: Sozialdienst. 12: Buntes Wochenende. 13; Nachrichten. Anschließend Nachrichten aus dem Sendebezirk. 13.15: Buntes Wochenende. 14: Nachrichten. 14.10: Lebet wohl, ihr Alltagssorgen — — bis Montag morgen! 15.15: Volk und Wirtschaft. Allerlei Neuigkeiten. 15.30: HJ- Funk. 16: Froher Funk für alt und jung. Von der Waterkant bis zum Donaustrand. 18: Blasmusik. 19.30: Zeitfunk: 1. Mikrophon unterwegs. 2. Wochenschau. 19.55: Ruf der Jugend. 20: Nachrichten.
„Ja!"
Amselmann hatte sich ihr Erschrecken furchter- licher vorgestellt. Sie zuckte zwar zusammen und ihre Augen wurden ganz dunkel. Das war aber alles. „Warum?" fragte sie, während ihre Hände nervös das Haar zurückstrichen.
„Gott, es hängt wahrscheinlich alles mit der Zahlungsunfähigkeit der Dysolt-Werke zusammen."
„Hat sich Vater irgendwie schuldig gemacht?" Nun war es doch, als schwanke sie. Aber ehe Wolfgang noch die Hand nach ihr ausstrecken konnte, hatte sie sich schon wieder in der Gewalt, ließ sich auf den Diwan nieder und zog ihn zu sich herab. „Bitte, erzähle mir, Wolfi!"
„Ich weiß natürlich nur Bruchstücke, Maria, und wollte nicht durch allzu lebhaftes Interesse auffallen, sonst hätte ich Verdacht erregt, was den Herrn sicher zum Schweigen veranlaßt haben würde. So aber erfuhr ich, daß es sich um verschiedene Unregelmäßigkeiten deines Vaters handle."
„Mein Gott, Wolfi!" Ihre Hände lagen jetzt weiß und reglos im Schoß.
Wolfgang Amselmann setzte aufs neue zu sprechen an. Jetzt kam das Schwerste. „Du mußt deinen Vater zur Flucht bestimmen, Maria. Viel besser wäre es allerdings, wenn er den Mut fände, sich selbst zu stellen." Sie rührte sich nicht, sah kaum auf und kämpfte mit sich, ob sie ihm die Wahrheit sagen ober lügen sollte. Dann hatte sie sich entschieden. Em Mensch, der noch um Mitternacht den Weg zu ihr machte, um ihren schwerbelasteten Vater zu retten, erwies sich als der uneigennützigste Freund und durfte nicht mit einer Lüge abgespeist werden „Vater ist bereits fort", sagte sie leise. „Vor drei Stunden schon."
Sie wußte nicht, wie sie seinen Gesichtsausdruck deuten sollte und fügte rasch hinzu: „Ich wollte morgen noch zu dir kommen und mich dir anoer- trauen und dann am Samstag dem Vater nachreisen."
„Wohin, Maria?"
JffioJinT? brängte er. „Ich möchte dich selber zu '^Das"gcht nicht, Wolfgang. Vater ist nach Söhn'
(Fortsetzung folgt!)
wechslungsreiche Mittagsmusik. 13: Nachrichten. Anschließend: Nachrichten aus dem Sendebezirk. 13.15: Frische Weisen zur Stärkung des Appetits. 14: Nachrichten. 14.10: Wunschkonzert. 15: Volk und Wirtschaft. 15.15: Ein Päckchen Ferienlektüre. 15.30: Altgermanische Lebensbilder (III). „Das Kind in der germanischen Rechtsauffassung." Don Univ.» Prof. Konstantin Reichardt. 15.50: „Ein Mann unterwegs." Erzählung von Lily Biermer. 16: Unterhaltungskonzert. 17.30: Der Jngenier und Physiker Nicola Tesla und sein Werk. Eine Be
sch i r r zu entwerfen und herzustellen. In diesen Tagen wurden nun die ersten Versuche mit diesem Geschirr gemacht, die allerdings noch nicht zum Abschluß gekommen sind. Die seitherigen Geschirre dieser Art zeigten in der Praxis noch solche Man- gel, daß sie sich nicht durchsetzen konnten. Im Interesse des Tierschutzes wäre es schon allein wün- schenswert, daß die Versuche von Sattlermeister Dölzing von Erfolg gekrönt wären.
= Kestrich, 8. Juli. Das hiesige Schwimmbad, das mit seinem Becken in der Größe 16 mal 50 Meter eine mustergültige Anlage ist, wurde m diesem Jahr noch weiter ausgebaut. Vor allem wurden die unbedingt notwendigen Umkleide^ellen errichtet, so daß die ganze Anlage allen Ansor- derungen, die man an eine Badeanstalt stellen kann, gerecht wird. Es ist zu wünschen, daß diese für ein Dorf von 250 Einwohnern wohl einzigartige Einrichtung noch eifriger, besonders von den umliegenden Dörfern ausgenutzt wird. Die Jugend ist von diesem Werk besonders begeistert. 1935 konnte die Volksschule Kestrich einen Preis gewinnen, den der NSLB. für diejenigen Schulen ausgesetzt hatte, die die meisten Kinder schwimmen lehrte.
* Grebenau, 8. Juli. Am Sonntag sand, begünstigt vom guten Wetter, in Grebenau auf der schönen Pfarrhauswiese gegenüber der Kirche, ein großes Posaunenfest statt. Zehn Posaunen- chöre, teils aus dem oberhessischen, teils aus dem kurhessischen Landesverband, waren vertreten. In raschem Wechsel brachte das Fest Darbietungen der Chöre, Gesang der Gemeinde unter Posaunenbegleitung, Gesang des Kirchenchores, Schriftworte und Ansprachen. Die Schlußansprache hielt der Obmann der oberhessischen Posaunenchöre. Zwei Motetten „Heilig ist Gott der Herr" (Spohr) und „Lob ‘ und Ehre sei unferm Gott" (Bach) umrahmten die 1 Darbietungen. Mit dem Vortrag der Vertonung des Lutherliedes „Ein feste Burg" fand die Feier ihren Abschluß. Es war bas erstemal, baß m Grebenau ein solches Posaunenfest abgehalten würbe. Die Veranstaltung war gut besucht unb
„Sie werden dich möglicherweise gar nicht fort- lassen, Kind." _ u 9
„Weshalb? — Ich habe doch nichts verbrochen? Aber wenn auch, Vater. Für keinen Fall darfst du eine Unüberlegtheit begehen. Ich beschwöre dich, bei alles was dir heilig ist, geh' nicht über die Grenze. Du darfst dich nicht mit jenen Verrätern gleich- tellen, die ihrem Vaterlands den Rucken kehren. Du hast gefehlt! Du bringst im Augenblick nicht den Mut und die Kraft auf, die Sühne auf dich zu nehmen. Dafür wirst du Verständnis finden - Nur über die Grenze flüchte nicht, sonst bist du mir für immer verloren!" m . .
„Das habe ich nie im Sinn gehabt, Mana! Wenn - dann will ich auf deutscher Erde sterben und in ihr begraben fein. Ich weiß, man wird 65„-Du mi^leben, Vater!" sagte sie tröstend. „Quäl dich nicht unnötig. Und Jorg dich nicht um mich. Ich bin weder auf den Kopf noch auf den Mund gefallen. Und es sind ja auch um mich, die Sonny Boys, Ferdinand, Betty, und eine Menge
»
-<?«*■«- ■«» sich doch als treu erweisen. Und dieser eine genügt mie?rn"nitfte schwach unb sah, wie seine Tochter burch ben Raum ging unb im Schranke Nachschau hielt, ob nichts Wichtiges vergessen worben fei. Der Dienerschaft war gesagt worben, baß der Kommerzienrat nad) ^Anaer
brei Tage, möglicherweise auch langer.
smnri” brachte eine halbe Stunbe spater den Vater xur Bahn Sie sprachen fast nichts meljr. Es war aUes Ä worben. Terry löste eine Karte nnrh mPrlin Maria an einem anberen Schall^r eine nad; Sölnn"Ä|d)i=b °°r »Auf W.e er- sehen Vater! Am Samstag dann! Unb keine
Du weißt was du mir versprachen hast , mahnte sie ernst. „Oder willst du m.ch im Stiche • lassen?"
„Auf feinen Fall!
„Warum soviel, Vater?" fragte Mana Terry als sie einen dritten Anzug neben den L-derkasser gelegt bekam. „Du belastet dich unnutz. Mit jedem Stück wird der Koffer schwerer.
Man müßte einen größeren nehmen.
''Nein, widersprach sie heftig. „Das fallt dann auf. Alles andere bringe lch nach.
Und wenn du nicht kommst? ,
"cxrh0 komme' — Wenn ich auch die Stunde nicht anSn fann, aber am Samstag bin ich bestimmt
s;r sßtc dahin mußt du vernünftig sein. Was bukt du tooVaetan? - 6s ist Überflchig, daß du dich so h?nterquä!st. Margen gehe ich dann.gleich »U den Amselmanns und vertraue mich Wolfgang San. Vielleicht läßt sich nach alles e.nren n Hast du denn kein Vertrauen? Ich bin. Überzeugt, Va
ys
u.r v t werden würde. Aber da ist
ßMSN Mut^zu^einer^Selbstanklage gehört. Äch werdemich sicher nach dazu durchringen, nur muß ich erst zur strich zärtlich Über seine chand
.,»<-,><>« •”“Vw. S
Köln. In Kain mutz du M
Vater. Wenn du so nervös bist, s-llst du iaus L>am tag bin ich dann schon bei dir und kann Dir uuer alles berichten."
hatte aufmerksame Zuhörer.
Kreis Schotten.
♦ Aus dem Vogelsberg, 8. Juli. Immer zahlreicher werben bie blauen Streifen ber Flachsacker inmitten unserer Flur und erinnern die älteren Volksgenossen an längst vergangene Zeiten.
Die Aecker bieten ein erfreuliches Bild. Der angebaute Flachs ist erstklassig geraten.
Preußen.
Oer entflohene Zuchthäusler wieder gefaßt.
Marburg, 8.Juli. (LPD.) In der verganye- nen Woche gelang es dem wegen zahlreicher Einbrüche zu 3^2 Jahren Zuchthaus und Sicherheit^ Verwahrung verurteilten Gewohnheitsverbrecher Willershausen aus Marburg, aus dem Marburger Amtsgerichtsgefängnis zu entfliehen. Montagnachmittag bemerkten Forstarbeiter und Beerensucherinnen in den Forsten der Lahnberge zwischen Marburg unb Bürgeln einen Mann, ber sich sehr scheu benahm und auf ben auch die in den Zeitungen erschienenen Beschreibungen des Entflohenen paßten. Die sofort benachrichtigte Gendarmerie alarmierte ein Massenaufgebot von SA., Feuerwehr und Forstarbeitern. Man kreiste ein großes Waldgebiet völlig ein und konnte Millers- hausen alsbald in einer Fichtenschonung ohne Ge- genwehr verhaften. Der Flüchtling hat nach seiner Angabe in der kurzen Zeit, in welcher er sich , in Freiheit befand, wieder mehrere Ein- b r ü ch e verübt und dabei einen Anzug, ein Fahr- ■ rad, mehrere Uhren und ein paar Schuhe erbeutet.
Oer Homburger Ooppelmörder vor dem Schwurgericht.
; Frankfurt a. M., 8. Juli. (LPD.) Die Justiz- > Pressestelle Frankfurt a. M. teilt mit: In der ©traf- - fache gegen Erich Maib a ch hat die Staatsanwalt-
Gewitter und Sturm über Oberheffen.
Große Unwetterschäden in der Wetterau.
LPD. Friedberg, 8. Juli. Am Dienstagabend wurde die Gegend um Friedberg und Ober- und Niederwöllstadt bis herab nach Bad Vilbel wieder von einem schweren Unwetter heimgesucht, nachdem erst vor einigen Wochen ein Unwetter große Schäden in diesem Gebiet angerichtet hatte. Ein wolkenbruchartiger Regen, der von ständigem Blitz und Donner begleitet war, sowie ein orkanartiger Sturm richteten am Dienstagabend noch größeren Schaden an. In einzelnen Gebietsstrichen ist das Getreide vollständig zusammengeschlagen und die Getreideäcker liegen da, als ob eine Walze über sie hinweggegangen wäre. Der Sturm hat in den Gärten Spalierobstbäume umgeknickt und von den großen Obstbäumen Zweige und Aeste abgerissen. Der Schaden, der durch dieses neue Unwetter in der Wetterau angerichtet wurde, ist außerordentlich hoch.
Schadenfeuer durch Vlihschlag.
LPD. Ober-Mörlen, 8. Juli. In Ober- Mörlen schlug der Blitz in eine Feldscheune. Die darin untergebrachten Heuvorräte wurden ein Raub der Flammen.
Linden dem Sturm zum Opfer gefallen.
fand.
§ Groß-Felda, 8. Juli. Sattlermeister V ö l - zing von hier, der als einziger Aussteller feines Faches die Reichsnährstandsschau beschickte, erhielt nunmehr einen interessanten Auftrag. Das Joch- q e s ch i r r behindert besonders im Hochsommer die Kühe, sich der Fliegen zu erwehren und bedeutet darum eine große Qual für die Tiere. Sattlermeister Völzing wurde nun vom Reichsnährstand beauftragt, ein brauchbares Summetge-1


