Ausgabe 
9.5.1936
 
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geben.

Ortsgruppe Gießen-Süd.

Die Liebe des ganzen Volkes

üblicher Weise.

in

Betr. Abteilung Arbeitsbeschaffung.

inner-

25 Jahre Gießener Kameradschaft ehem. 116er

und

6

Orisbauernschast Gießen

Philipp

die weitere Arbeit. Seine mit großer heimischen Bauerntum vorgetragenen gen fanden allseitigen Beifall.

Zum Schlüsse hielt Diplomlandwirt

240 Mark zu den gesetzlichen Reserven und mit 39,21 Mark auf neue Rechnung vorgetragen wurde. Der Vorsitzende gab dann als alter landwirtschaft-

Am Montag, 11., und Dienstag, 12. Mai, findet im Bereich der Ortsgruppe Gießen-Süd die Opfer­ringsammlung durch die RS.-Frauenschaft statt. Die Einwohnerschaft wird gebeten, die Spenden bereitzuhalten.

Gießener wochenmarktpreife

* Gießen, 9. Mai. Auf dem heutigen Wochen­markt kosteten: Molkereibutter, % kg 1,55 Mark, Landbutter 1,42, Markenbutter 1,55 bis 1,60 Mark, Matte 20 bis 25 Pf., Käse, das Stück 4 bis 10, Eier, deutsche, Klasse S 11, Klasse A 10K>, ^affe B 10, Klasse C 9%, ungezeichnete 8, Wirsing, neu, % kg 30, Weißkraut 15 bis 20, Rotkraut 20 bis 25, gelbe Rüben 10 bis 12, rote Rüben 10 bis 12, Spinat 12 bis 15, Römischkohl 12, Spargel 35 bis 60, Unter-

Im Januar 1912 wurde mit anderen Vereinen zusammen die Jubiläumsvereinigung ehemaliger 116er gegründet, deren Mitgliederzahl auf rund 12 000 angewachsen ist. Auf Wunsch des Regi­ments übernahm dann der Verein die Herrichtung des Festplatzes und die Durchführung der 100-Iahr- feier des Jnf.-Rgts.Kaiser Wilhelm" (2. Großh. Hess.) Rr. 116 in Gießen. Dem Verein wurde durch den damaligen Kaiser gestattet, seinen Namenszug mit der kaiserlichen Krone auf der Fahne zu füh­ren, und der damalige Großherzog genehmigte die Führung des hessischen Staatswappens in der Fahne. Die Durchführung der Jubiläumsveranstal­tung mit sämtlichen militärischen Feiern und Vor­führungen des aktiven Regiments lag ausschließlich bei der Vereinigung der il6er. Die unermüdlichen Vorbereitungen führten dazu, daß wohl mehr als

bracht.

Von den 41 Gründern sind 13 gefallen oder ge­storben. Als einer der ersten fiel der damalige Vor­sitzende des Vereins, Rechtsanwalt Leutnant Kurt Kaufmann, der am 9.9.1914 bei Vitty-le- Fran^ois gefallen ist. Die lebenden, der Kamerad­schaft noch angehörigen Gründer sind Reitz und Burger, die mit die ersten waren, ferner Karl Blank, Adolf M ö h l (Metzger), Karl S t i e b e r, Hch. Spieß, Joh. Hch. P o l z, der 25 Jahre Rechner des Vereins ist, Gq. S ch r ö b e l, Aug. Roll, Christian Weeg, Konr. Oehler, Karl Haupt, Fritz Hirsch, Fritz R e n n st i e l, Konr. Becker, K. Zink, Fritz Adami, Phil. Niko- laus, Karl Beil, L. Kimmel, W. Braun, Konr. Seibel (Bersrod) und Karl Gilbert (Lollars.

Nachdem der damalige Vorsitzende Rechtsanwalt Kaufmann gefallen war, übernahm wieder Ober­telegraphensekretär Reitz den Vorsitz, den er wäh­rend des Krieges, als er selbst eingezogen war, mit Kamerad Weeg teilte. Nach dem Kriege wurde Prokurist B o l l e r 1. Vorsitzender. Später übernahm Kurt Mohr die Vereinsführung, die er zehn Jahre lang in hingebender Treue behielt. Während seiner Zeit enltand auch das Denkmal der 116er. Seit 1933 führt Verwaltungsinspektor Hans Bill die Kame­radschaft.

futter gibt. ,

An den Vortrag schloß sich eine rege Aussprache an. Zum Schlüsse machte Franz H e n n e k e n die Mitteilung, daß sich alle hiesigen Bauern zum Be­such der Reichsnährstandsausstellung gemeldet haben. Er bat dann alle seine Berufskollegen, auch weiterhin am großen Aufbau unseres Vaterlandes mitzuarbeiten, und schloß nach Dankesworten an Diplomlandwirt Philipp den Gießener Bauernabend

das Gesamtbild der Ausstellung.

Mit einer kleinen Werkseier im Zusammenwirken der SA.-Kapelle mit der Werkschar Buderus, wurde die Ausstellung durch den stellvertretenden Gau- kunstwart Rattert im Beisein des Kreiswalters der DAF., Wagner (Gießen), des stellvertreten­den Direktors Becker und des Betriebsobmannes Hofmann zur Besichtigung freiqegeben.

Möge die täglich geöffnete Ausstellung viel Zu- svruch finden und mit dazu beitragen helfen, das Lebensgefühl des deutschen Arbeiters anzuregen

Mustergültiges wird durch Staat, Partei und Win- terhilfswerk im Deutschen Reich für die Volksge­meinschaft geleistet: es gibt niemanden, der nicht nach Kräften dafür eintritt, die großen Wohlfahrts­werke des Reiches und der Bewegung zu fordern.

Wenn wir diese großzügige Hilfsarbeit und ihren Erfolg im Reiche sehen, dürfen wir nie­mals vergessen, daß die Deutschen fremder Staatsangehörigkeit, die doch unsere Brüder gleichen Blutes sind, nur in bescheidenem Waste ihre bitternötige Wohlfahrtsarbeit leisten können. Die Deutschen draußen sind doppelt schwer belastet, allein schon durch die nationale Selbstbesteuerung, die sie für die Erhaltung ihres Volkstums, ihrer Schulen, ihres Kulturlebens auf sich nehmen. Der Staat, dem sie angehören, hilft meist nicht, im Gegenteil, oft erschwert er den anderssprachigen Volksgruppen noch ihr kärgliches Leben.

Diese Volksgenossen müssen in ihrem schweren

Lange Jahre gingen die Bauern des Gießener Bezirks nebeneinander her, jeder seine eigenen Wege. Es bleibt ein Verdienst des allzufrüh ver­storbenen Kreisbauernführers Adam D ö r r f ch u ck. daß er auch die Gießener Bauern zusammenführte. In Franz Henneken haben diese nicht nur einen eifrigen Fachberater, sondern auch einen vortreff­lichen Ortsführer gefunden.

Unter der Leitung des Aufsichtsratsvorsitzenden Dr. Pfaff hielt die hiesige Milchabsatzge­nossenschaft im Hotel Hopfeld ihre diesjährige Generalversammlung ab. Bankbuchhalter Schmidt trug den Geschäftsbericht vor. Nach diesem war der Milchanfall von 75 633 Liter im Jahre 1934 auf 269 916 Liter im Jahre 1935 gestiegen. Der Rein­gewinn wurde auf Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat auf neue Rechnung vorgetragen. Karl Bopp und Hans H ö ch ft wurden in den Vorstand und Karl U h l in den Aufsichtsrat neu gewählt.

Im Anschluß an diese Tagung hielt die im vorigen Jahre gegründete Bäuerliche Bezugs - und Absatzgenossenschaft eGmbH. ihre erste Jahrestagung ab. Nach Begrüßungsworten durch den Aufsichtsratsvorsitzenden Jakob Welter wurde der Jahresbericht vorgetragen. Die Bilanz weift einen Reingewinn von 279,21 Mark aus, der mit

Tageskampfe das Vertrauen und die Liebe der ganzen Nation hinter sich wissen. Es gilt, ihren kulturellen Einrichtungen, vor allem ihren Schulen eine moralische wie reale Hilfe angedeihen zu lassen.

Daher sammelt der Votksbund für das Deutsch­tum im Ausland von 4. bis 15. Wai in den Schulen, um dem hart bedrängten deutschen Volkstum jenseits der Grenzen helfen zu kön­nen. Jeder gebe nach feinen Kräften, wenn reichsdeutsche Schüler und Schülerinnen um eine Spende für ihre tapferen «einen Kameraden draußen bitten.

Die volksdeutschen Opfer draußen sind unsere Ehre, die wir hier im Schutze des Reiches leben dürfen. Unser eigenes Opfer zur Volksdeutschen Opfer­sammlung ist Ehrenpflicht und Dank für unsere Volksgenossen, die außerhalb des schützenden Zau­nes der Reichsgrenzen als Deutsche sich behaupten müssen.

Werkkunsiausstellung bei Buderus in Lollar.

Zum ersten Male tritt in unserem Heimatbezirk eine Werkkunstausstellung der N S. - G. K r a f t d u r ch Freude" in Erscheinung. In anerkennenswerter Weise hat die Main-Weser- Hütte von Buderus in Lollar dieses Be-

gesang. 11.15: Südwestdeutsche Erzähler: Carl Oskar Jatho. 11.30: Kantate von Joh. Seb. Bach:Lobe den Herrn, meine Seele". 12: Musik am Mittag. 14: Kinderfunk. 14.45: Das Volk erzählt. 15: Deutsche Scholle. Bauern rüsten zur 3. Reichsnährstandsschau in Frankfurt. Funkbericht von den Vorbereitungen der Ausstellung. 16: Unterhaltungskonzert. 18: HI.» Funk: Das Beste in mir ich bab's von ihr! Eine Hörfolge zum Tag der Mutter. 18.30: Ohne Vollbart! . Funk"-nagelneue Schallvlatten. 19: Herz im Früh­ling. Funkdichtung von Friedr. Schnack (Ursendung). 19.50: Sportbericht. 20:Carmen", Oper in 4 Akten von Georges Bizet. In Szene gesetzt von Fritz Ganß.

IHonfag, 11. 2Hai.

6 Uhr: Drunten im Unterland (Volksweise). Mor­genspruch. Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. In der Pause (7) Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 8.30: Musik zur Frühstückspause. Ins blühende Land. 10: Schul­funk. 11: Hausfrau, hör zu! 11.30: Bauernfunk. 11.45: Sozialdienst. 12: Schloßkonzert. 13: Nach­richten (auch aus dem Sendebezirk). 13.15: Schloß- konzert. 14: Nachrichten. 14.10: Wunschkonzert. 15: Wirtschaftsbericht, Deutschland exportiert neue Roh­stoffe. 15.15: Kinderfunk. 15.45: Leichte Kost. 16.45: Wer kennt die Meister deutscher Erzählkunst? Ein literarisches Preisrätsel. 17: Lieder von Max Reger. 17.30: HJ-Funk. 18: Unterhaltungskonzert. 19: Max Reger. 19.45: Der Zeitfunk bringt den Tagesspiegel, rück und Eifel". 22: Nachrichten.

Voraussetzung zur Gewährung von Kinderbeihilfen.

Die Gewährung von Kinderbeihilfen gemäß der Durchführungsbestimmung zur Verordnung über die Gewährung von Kinderbeihilfen an kinderreiche Fa­milien vom 26. September 1935 ist u. a. an die Voraussetzung geknüpft, daß das Vorleben und der Leumund der Eltern einwandfrei sind. Es sind darüber verschiedentlich Zweifel aufgetaucht, ob diese Voraussetzung auf alle Fälle entfällt, wenn ein Elternteil vorbestraft ist. Die Beurteilung der Frage, wann das Vorleben und der Leumund der Eltern einwandfrei ist, ist eine Ermessensfrage, für die zwingende Regeln nicht aufgestellt werden können. Folgende Grundsätze aber werden für die Entscheidung von maßgeblicher Bedeutung sein:

Die Verurteilung zu entehrenden Strafen (z. B. Zuchthausstrafen, Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte) wird einer Bewilligung von Kinder­beihilfen stets zwingend entgegenstehen. Desgleichen wird eine wiederholte Verurteilung der Antragsteller in der Regel die Voraussetzung für die Bewilligung von Kinderbeihilfen ausschließen. Dabei kommt es wesentlich darauf an, ob aus den Vorstrafen auf eine Neigung zu einem strafbaren Verhalten geschlossen werden kann. Sollte nach der Auffassung des An­tragstellers die zuständige Gemeindebehörde sein ein­wandfreies Vorleben und seinen guten Leumund ohne Berechtigung in Frage stellen, so besteht die Möglichkeit, sich beschwerdeführend an den Präsiden­ten des Landesfinanzamtes und in letzter Instanz an den Reichsminister der Finanzen zu wenden.

men. Der Tellnehmerpreis beträgt mit Schloßbe­sichtigung 4,20 Mk. Anmeldeschluß ist der 26. Mm.

Omnibusfahrt der Ortsgruppe Grohen-Linden am 21. 2Hai.

Am Donnerstag (Himmelfahrt), 21. Mai, findet von Großen-Linden aus eine Omnibusfahrt nach Kassel-Wilhelmshöhe statt. Anmel­dungen sind hierfür umgehend bei dem Ortswart Pg. Stein e l oder auf der Kreisdienststelle, Schanzenstraße 18, abzugeben. Der Fahrpreis be­trägt einschließlich Mittagessen 6,30 Mk.

Amt für Volkswohlfahrt.

Ortsgruppe Giehen-Ost.

Die Pfundpäckchen-Sammlung wird am Dienstag, 12. und Mittwoch, 13. Mai, von der NS.-Frauen- fchaft durchgeführt. Die Mitglieder wollen die Päck­chen bereithalten und den Inhalt außen sichtbar an-

Nationalsozialistische Kriegsopferversorgung e. V.

Ortsgruppe Gietzen.

Frische beschieden sein.

Verunreinigung der Straßen in der Stadt.

Von der Polizeidirektion Gießen wird uns mit­geteilt:

In letzter Zeit wurde wiederholt die Wahrneh­mung gemacht, daß die Straßen der Stadt durch Wegwerfen von Gegenständen, wie Papier, Obst- reste, Fahrscheine, Zigarettenschachteln usw. verun­reinigt werden. Nach § 7 der Polizeiverordnung bett, die Reinigung der Straßen und das Wegschaffen des Mülls in der Stadt Gießen vom 15. April 1929 ist jede Verunreinigung der öffentlichen Straßen und Plätze, insbesondere auch durch Fuhrleute beim Fahren von Bauschutt, Dung, Sand, Lehm, Heu, Stroh, Kohlen, Erde und anderem losen Material verboten. Durch das Wegwerfen der oben genannten Gegenstände ist schon mancher Derkehrsunfall ent­standen. Diese Straßenverunreinigungen sind eine Rücksichtslosigkeit gegenüber dem die Straße be­nutzenden Publikum. Die Polizeidirektion Gießen hat nochmals ihre Schutzpolizeibeamten angewiesen, jeden Zuwiderhandelnden unnachsichtlich zur Anzeige zu bringen.

vom Universitäts-Versuchsgut einen lehrreichen Vor- trag überNeuzeitliche Futterwirt- schäft unter besonderer Berücksichti­gung des Eiweißproblems".

Er führte u. a. aus: Eine der wichtigsten Forde­rungen der Erzeugungsschlacht ist die Ernährung des deutschen Viehbestandes auf wirtschaftseigener Grundlage, um uns damit von der Einfuhr teuerer ausländischer Kraftfuttermittel unabhängig zu machen. Bei der neuzeitlichen Futterwirtschaft dreht es sich vor allem darum, wie die eigene Eiweiß­produktion in jedem Betrieb erhöht werden kann. Hierzu sind drei Wege möglich: Steigerung der Er­zeugung an Futtereiweiß: Verringerung der Ei­weißverluste bei der Werbung und Aufbewahrung des Futters; bessere Ausnutzung des eiweißhaltigen Futters durch sinngemäße Futtertechnik. Vermehr­ter Anbau von Oelfrüchten, wie Raps, Rübsen,

Die Sprechstunden für Arbeitsbeschaffung halb der Ortsgruppe sind von jetzt ab nur noch Dienstag und Freitag von 15 bis 16 Uhr.

Für den Bezirk Nebenstelle Gießen finden fie nach wie vor nur Mittwoch von 15 bis 17 Uhr

zu fördern.

Rundfunkproaramm.

Sonntag, 10. Mai.

Uhr: Hafenkonzert. 8.05: Gymnastik. 8.45: Ed. Morgenfeier. 9.45: Bekenntnisse zur Zeit. 10:Den Müttern", Text von Hans Baumann. 10.30: Chor-

licher Genossenschaftler noch wertvolle Winke für Liebe zum Ausführun-

>ggen-Gemenge von grüß- 1C1 Gemengen bis End- Mai

das Feld räumen müssen, kann man noch Rach- ftüchte, wie Kartoffeln, Dickwurz, Mais usw brin- gen. Auf dem Grünland schlummern ebenfalls noch große Reserven. Die Eiweißverluste bei der Futter­werbung und Aufbewahrung mit Hilfe oon Iroaen« gerüsten müssen auf ein Mindestmaß beschrankt werden. Die wichttgste Hilfe für die Futterwerbung ist die Einsäuerung. Hier erhalten wir em Futter, das bei sorgfältiger Konservierung im Winter einen wertvollen Ersatz für ausländisches Kraft­

streben unterstützt.

Bei der Ausstellung handelt es sich nicht um eine Schau von Kunstfertigkeiten der Männer aus den Werksbetrieben, sondern um eine gedrängte Ueber- sicht über das Kunstschaffen der Maler des Gau­gebietes. Die Ausstellung, die hier zum ersten Male aufgebaut ist, soll später auch Betrieben in anderen Orten zugänglich gemacht werden, was sehr zu be­grüßen wäre. Ihr Zweck ist sehr verständlich und lobenswert, weil sie nicht nur die Arbeiter der Stirn und der Faust miteinander bekannt macht; denn wieviele Arbeiter wissen, daß der Maler nur Bilder malt und von den oftmals kärglichen Um­sätzen leben muß. Gerade dieses gemeinsame Ringen um die Existenz führt sie zueinander. Gine_ solche Ausstellung ist aber auch sehr anregend für den Handarbeiter, in dem handwerkliche Fertigkeiten und tiefes natürliches Empfinden eine gute Grund­lage für das Verständnis für die schönen werte­schaffenden Künste abgeben. Es sind vielerlei An­regungen, die er durch diese in seine Werksbetriebe herangebrachte Kunstschau für sein Eigenleben im Haus und in der Werkstatt empfängt.

Es ist erfreulich, daß von dieser in der Werks­kantine geschmackvoll untergebrachten Ausstellung reger Gebrauch gemacht wird. Die vom Kunstwort der DAF. Walter Kröll, Gießen, geleitete Schau bietet eine fesselnde Uebersicht über das Kunst­schaffen der Maler und Graphiker des Gaugebietes. Im Kernstück hebt sich vom Hintergrund der Haken­kreuzfahne eine Büste des Führers, von unserem Gießener Künstler G ü n g e r i ch, ab. Zu beiden Seiten sind, dem Raum und dem Licht angepaßt, an mehreren Wandständen rund 60 Aquarelle, Litho- araphien und Holzschnitte aufgehängt, die neben Landschaftsbildern zahlreiche Menschen, Natur- und Tierstudien zeigen. Aus unserer engeren Heimat ist F. K l i p st e i n (Laubach) mit zwei Motiven des Fachwerkbaues, dem Haus in der Ellergasse in Laubach und einem Baucrngehöft, vertreten. Na­türlich fehlen Nicht Motive der Fabriklandschaft und des arbeitenden Menschen selbst. Zwei in Motive und Schwarz-weiß-Ausführung sehr eindrucksvolle Bilder zeigen den Bergmann vor Ort und beim Bohren. Das Gegenstück hierzu bringt der durch seine letzte Ausstellung in Gießen bekannte P. A. Böckstiegel in zwei einprägsamen Bauern­studien. Ein anderer Künstler stellt sehr realistisch , den licht- und naturhungrigen Menschen im Groß- : stadtwinkel vor Augen. Von Tierskizzen hebt sich eine Rappenstudie wirksam hervor. In starker Kon- > trastwirkung ist ein schöner Mädchenkopf vorhanden.

Landschaftsbilder, namentlich vom Rhein, vollenden

Was echter Soldatengeist zu leisten vermag, lehrt die Geschichte der Kameradschaft ehemali- ger 116er in Gießen. Wenn in dem einen Vierteljahrhundert die Vereinigung ehem. 116er nur die Kameradschaft über die tiefsten Zerklüftungen, die je ein Volk treffen konnten, in die Gegenwart hinüberretten konnte, so hätte sie allein damit schon ihren Zweck erfüllt. Aber darüber hinaus wurde nicht nur die enge Verbindung der Gießener Bür­gerschaft mit dem alten ruhmreichen 2. Großh. Hess. Jnf.-Rgt. Nr. 116 (Kaiser Wilhelm II.) wachgehal­ten, sondern auch in dem Ehrenmal für die Ge­fallenen dieses Regiments ein bleibendes Andenken geschaffen.

Als im Jahre 1911 von dem Obertelegraphen­assistenten Reitz und dem Bankbeamten Burger die Gründung eines Vereins ehem. 116er angeregt wurde, fanden sich 41 Kameraden dazu bereit, die am 17. Mai 1911 den Verein ins Leben riefen. In erster Linie waren es gediente und akttve Ange­hörige des Regiments, die zum größten Teil aus Gießen selbst stammten. Zweck der Vereinigung sollte die Pflege der Kameradschaft und die Unter­stützung des Regiments in den Vorbereitungen zur Hundert-Jahr-Feier sein. Der Verein trat sofort der Landes-KriegerkameradschaftHassia" bei. Beson­dere Unterstützung fand er durch das Entgegen­kommen des damaligen Regimentskommandeurs, Oberst von T r o 11 a gen. Treyden, und die kame­radschaftlichen Ratschläge des Artillerie-Vereins Gießen. Zum 1. Vorsitzenden wurde Rechtsanwalt Kurt Kaufmann gewählt. Bereits im ersten Dereinsjahr schloffen sich 413 Kameraden dem Ver­ein an. Es wurde eine starke Beihilfe- und Unter­stützungskasse ins Leben gerufen, Vortragsabende eingerichtet, 18 eigene Militärgewehre angeschafft, Schießübungen und Preisschießen veranstaltet usw.

Mohn usw. ist dringend notwendig. Der Anbau von Luzerne muß weiter ausgedehnt werden. Eine Hauptrolle bei der vermehrten Eiweiher^eugung spielt vor allem der Zwischenfruchtbau. Dieser darf edoch den anderen Pflanzen den Raum nicht strel- ttq machen, sondern muß sich zwischen den Ernten sinnvoll einschalten. Wo die sommerliche Trocken- heit einen erfolgreichen Zwischenfruchtbau nicht zu­läßt, ist Herbstfuttergemenge, wie Landsberger Ge­menge, sowie das Wickrovn-n-Gpnienae von aroß- ter Bedeutung. Da diese (

12 000 Menschen in die alte Garnisonstadt Gießen kamen. _ ,

Am 13. Oktober 1913 durfte eine Fahne nab ord- nung der Vereinigung an der Einweihung des Dölkerschlachtdenkmals in Leipzig teilnehmen, die aus den Kameraden Kaufmann, Burger, Gg. H a u b a ch , Fritz Hirsch, H a u p t und dem Fahnenträger Möller (Bade-Möller) bestand. Die Abordnung wurde mit einer Denkmünze ausge­zeichnet.

Als 1914 der Krieg ausbrach, zogen 229 Kame­raden ins Feld, von denen 28 gefallen sind. Die zurückgebliebenen Kameraden versorgten in kame­radschaftlicher Weise ihre Feldgrauen mit Lebens- mittelpaketen und Geschenken und nahmen auch deren Angehörige in ihre Obhut. Die Angehörigen gefallener Kameraden wurden mit Geldunterstützun­gen bedacht.

In den Jahren nach dem Kriege hielten die alten Soldaten trotz aller Anfeindungen wieder fest zu­sammen. Und ihrem Einsatz gelang es, das Ge­fallenendenkmal auf dem Landgraf-Philipp-Platz zu schaffen, das der Vereinigung zum Ruhm und der Stadt Gießen zur Zierde gereicht. Im Jahre 1925 wurde es unter großer Anteilnahme der Gießener Bürgerschaft eingeweiht. Die Kosten hierfür hatte in erster Linie die Gießener Kameradschaft aufge-

ftatt.

Reichsbankdirektor Rehbock tritt in den Ruhestand.

Am heutigen Tage scheidet der zweite Vorstands­beamte der hiesigen Reichsbankstelle, Herr Direktor Reh bock, nach Erreichung der Altersgrenze aus dem Dienst der Reichsbank. Direktor Rehbock bekleidete sein hiesiges Amt feit dem Jahre 1924 und ist seit dieser Zeit aufs engste mit den wirt­schaftlichen Verhältnissen in unserer Stadt und ihrer näheren und weiteren Umgebung verbunden gewesen. Er hat gern und freudig seine reichen Erfahrungen und feine vielseitigen Kenntnisse auf dein Gebiete der Bank- und Kreditpolitik, die er in mehr als 40 Jahren bei der Reichsbank gesam­melt hat, in den Dienst der Allgemeinheit gestellt und gar oft manchem in der Stille mit Rat und Tat zur Seite gestanden. Bankdirektor R e h b o ck hat sich dank seiner vornehmen Gesinnung, sowie feiner ruhigen, stets volksverbundenen Art zahl­reiche Freude in unserem Bezirk erworben, die sein Ausscheiden aufrichtig bedauern und deren beste Wünsche ihn auch für den neuen Lebensabschnitt begleiten. Mögen ihm in seiner Heimatstadt Wies- baden noch viele Jahre körperlicher und geistiger

kohlrabi 8, Erbsen 35, Feldsalat 70 bis 80, Zwiebeln, alte 12 bis 14, neue 20, Meerrettich 30 bis 65, Schwarzwurzeln 20 bis 35, Rhabarber 13 bis 20, Kartoffeln, alte, % kg 5 Pf., 5 kg 45 Pf, 50 kg 3,70 bis 3,90 Mk., neue, kg 20 bis 22 Pf., Aepfel,

kg 25 bis 50 Pf., Zwetfchenhonig 40 bis 45, junge Hähne 90 Pf. bis 1 Mark, Suppenhühner 85 bis 90 Bf., Tauben, das Stück 50 bis 60, Salat 15 bis 20 Salatgurken 40 bis 45, Oberkohlrabi 15 bis 20, Lauch 5 bis 10, Sellerie 10 bis 35, Rettich, alt 15 bis 20, neu, das Bündel 25 bis 30, Radieschen, das Bündel 5 bis 10, Enteneier, das Stück 9 Pf.

** Maienblasen. Vom Turme der Johan- neskirche wird heute ab 19 Uhr folgendes dar- geboten: 1. ChoralSei Lob' und Ehr dem höch­sten Gut", Wittenberg 1523; 2.Die Kapelle von Conradin Kreutzer; 3.Gold'ne Abendsonne , Volksweise von Nägeli.

** Rindermarkt in Gießen. Am nächsten Dienstag findet hier Rindvieh- (Nutzvieh-) Markt statt. (Siehe heutige Bekanntmachung.)

** Eine Führung durch das Gießener Krematorium veranstaltet die Gießener Ge­schäftsstelle der Großdeutschen Feuerbestattung am morgigen Sonntagnachmittag. Den Teilnehmern

werden Unkosten nicht entstehen. (Näheres in der Anzeige in unserer geftrigen Ausgabe.)

** Verlorene Einlagebücher. Die Be­zirkssparkasse Gießen gibt in unserem heuttgen An­zeigenteil eine Reihe von Einlagebüchern bekannt, die abhanden gekommen sind. Die Inhaber dieser Sparbücher bzw. der Aufwertungsscheine müssen ihre Ansprüche innerhalb von drei Monaten geltend machen. Aus die Bekanntmachung sei besonders hingewiesen.

** Autozusammenstoß. Am gestrigen Freitagnachmittag stießen an der Ecke Roonstraße- Moltkestraße zwei Personenkraftwagen zusammen, deren Lenker einander erst zu spät sahen, daß an der fraglichen Stelle die Straße durch em Last­auto erheblich versperrt war. Die beiden Personen­kraftwagen wurden beschädigt und mußten abge- schleppt werden. Personen kamen glücklicherweise nicht zu Schaden.

** Erneuerungsarbeiten am Bahn­hofsgebäude in Hu ng e n werden vom Reichs­bahnbetriebsamt Gießen II in einer Bekannt­machung in unserem heutigen Anzeigenteil zur Ver­gebung ausgeschrieben. Interessenten seien beson­ders darauf hingewiesen.

Bei schlechferVerdauun»

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