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9.3.1936
 
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186. Jahrgang

Giehener Anzeiger

Deutschland ehrt seine gefallenen Söhne

Der Führer begrüßt die Kriegsverletzten

Der Vorbeimarsch am Ehrenmal

Nach der Kranzniederlegung am Ehrenmal

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gedachte in einer kurzen Ansprache des Kameraden und kündigte an, daß Richthofen einer der ersten sein solle, der in die neue Ruhmeshalle für die #d= den des Vaterlandes übergeführt werde.

Die Feier der Wehrmacht.

Im Mittelpunkt der Feiern stand der Staatsakt in der Staatsoper Unter den Linden. Der herrliche Jnnenraum der Oper strahlte im Lichterglanz. Auf der mit Blumen und Lorbeerbäumen ausgeschmück­ten Bühne stand wie aus Erz gegossen eine Ehren­kompanie des Heeres und in ihrer Mitte Ange­hörige der Kriegsmarine mit den Traditionsfahnen des alten Heeres und der alten Marine. Im Hin­tergrund auf goldfarbenem Vorhang war ein rie­siges Eisernes Kreuz angebracht. Das Haus selbst war bis auf den letzten Platz angefüllt. In der Loge des Führers nahmen das gesamte Reichskabinett und die obersten Füh­rer der deutschen Wehrmacht Platz. Im Ersten Rang sah man die Angehörigen des Diplo­matischen Korps, fast sämtliche Militärattaches, die Staatssekretäre, Vertreter der staatlichen Behörden, die Führer der SA., SS. und des Arbeitsdienstes, sowie zahlreiche hohe Offiziere der alten Armee und Marine. Der F ü h r e r, der bei seinem Er­scheinen mit dem deutschen Gruß empfangen wurde, sprach kurze Zeit mit dem greisen Heerführer des Weltkrieges, Generalfeldmarschall von Macken­sen und wies ihm den Platz zu seiner Rechten an. Neben ihm saßen der Stellvertreter des Führer, Reichsminister Rudolf Heß, Reichskriegsminister Generaloberst v. Blomberg, der Oberbefehls­haber des Heeres, General der Artillerie Frei­herr v. Fritsch, der Oberbefehlshaber der

Kriegsmarine, Admiral Dr. h. c. Raeder, der Oberbefehlshaber der Luftwaffe, General der Flie­ger Ministerpräsident Göring und Reichsminister Dr. Goebbels. In der zweiten Reihe sah man neben dem Generalstabschef General der Artillerie Beck u. a. den Generalobersten a. D. v. S e e ck t.

Die weihevollen Klänge des Trauermarsches der Eroica", gespielt von der Staatskapelle Berlin unter Leitung von Generalmusikdirektor Professor Peter Raabe leiteten die Feierstunde ein. Dann nahm der Reichskriegsminister und Oberbefehls­haber der Wehrmacht, Generaloberst von Blomberg, das Wort zu einer Gedenkrede.

Reichskriegsminister Generaloberst v. Blomberg

erinnerte an den Heldengedenktag des vergangenen Jahres, der für immer im Bewußtsein deutscher Menschen verbunden bleiben werde mit dem vor­hergehenden Tag, dem Gründungstag der neuen deutschen Wehrmacht. Wie jener Tag der Beginn eines neuen Abschnittes deutscher Geschichte gewesen sei, eines Abschnittes, der nur einem Ziele diene, dem Frieden Deutschland und dem Frieden der Welt, so diene auch das Geschehnis des gestrigen Tages diesem Zweck. Der Führer habe im Rheinland die volle Staatsober­hoheit wiederhergestellt und darüber hinaus politische Angebote gemacht, deren Annahme den Frieden in Europa sichern könne. Möge die Vernunft und nicht die Lei­denschaft die Entschließungen der Staatsmänner Europas leiten.

Der Minister gedachte dann der Millionen Gefallenen, deren wir immer in unauslösch-

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In seiner weiteren Ansprache warnte der Reichs­kriegsminister vor der falschen Romantik des frisch-fröhlichen Krieges und eben­so vor dem falschen Bild eines unentwegten Hero­ismus. Der große Durchschnitt seien nur Menschen mit allen ihren Schwächen und Gebrechen gewesen, die die Schlachten schlugen, sie konnten nicht alle Helden sein, aber sie taten in der übergroßen Mehrzahl treu ihre Pflicht. Dann wies der Mi­nister aufdasWerkAdolfHitlers hin, dem die neue Wehrmacht ihr Bestehen verdanke. Heute und für alle Zeiten fühle sie sich untrennbar verbunden mit der lebendigen Gestal- terin der nationalsozialistischen Idee, der Nationalsozialistischen Partei und allen ihren Gliederungen und Verbänden. Je mehr man drau­ßen in der Welt über das Verhältnis von Partei und Wehrmacht munkele und argwöhne, um so fester würden beide zusammen st ehen, die als die beiden Säulen den neuen Staat tragen und die auf getrennten Arbeitsgebieten und doch in inniger Gemeinschaft den neuen deutschen Men­schen formen.Der Treueid, der uns im Leben und im Sterben an den Führer, seine Weltanschau­ung und sein Werk bindet, ist uns tiefste Pflicht und freudigstes Bekenntnis."

Zum Schluß seiner Rede unterstrich der Mi­nister die Tatsache, daß dieses erste Jahr der Wehrfreiheit zugleich ein Jahr des Friedens gewesen sei. Die Schuld am allge­meinen Wettrüsten liege wahrhaftig nicht bei Deutschland, das nur das eine Ziel habe, in Sicherheit und Ruhe an seinem friedlichen Aus­bau arbeiten zu können.

Wir wollen keinen Angriffskrieg, aber den Verteidigungskrieg wollen wir nicht fürchten müssen. Auch das neue Deutschland hofft und wünscht, daß der Krieg als Wittel der Politik und als Gestalter der Völkerschicksale verschwin­det. Aber er wird nur verschwinden, wenn man die Ursachen der Kriege beseitigt. Das Deutschland Adolf Hitlers ist heute schon stark, stärker als es je ein Deutschland der Ver­gangenheit war vielleicht nicht stärker durch die Zahl der Bataillone, aber unendlich stärker in der Einheit und Kraft seines Glaubens und Wollens. Darin sehen wir Soldaten die reichste Ernte des neuen Deutschlands. 3n diesem Lichte erblicken wir auch das Ergebnis des ersten Jahres der wiedergewonnenen Freiheit. Diesem Ziel dient

unsere Arbeit jetzt und in der Zukunft."

Im Gedenken an die gefallenen Helden senkten sich, während die Musik leise das Lied vom guten Kameraden spielte, die Fahnen der alten Regi­menter. Dos Deutschlandlied und Horst-Wessel-Lied beendeten die Feier in der Staatsoper.

Am Ehrenmal.

Schon während des Staatsaktes hatte sich eine i gewaltige Menschenmenge Unter den Linden ; und i m Lu st garten angesammelt. Zu beiden

(Ffirenloae In der Mitte der Führer, neben ihm Generalfeldmarschall von Mackensen, General Gör i n g, Reichsminister Rudolf Heß unb Ke®» Jinffter 9$r ® o e b b c l s ; in gleidjer toiDe General non Fritsch und Admiral Ra-her - Rechts: Tue Fahnen senken s.ch nach der $ Ansprache des Reichskriegsministers zu Ehren der Gefallenen. (Scherl-M.)

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I licher Dankbarkeit gedenken werden. Dieser Dank gelte auch den Blutzeugen der nationalsozialistischen Bewegung und den Opfern der Freikorps und der Frontkämpferbünde. Auch der Angehörigen der jungen Wehrmacht, insbesondere ihres jüngsten Teiles, der neuerstandenen Luftwaffe, die den Soldatentod gestorben seien, gedächten wir in stolzer Trauer. Aber wir wollen an diesem ernsten Tage, so sagte der Minister, nicht Halt machen an den Grenzen der Völker und der Staaten. Wir zollen unseren Dankestribut den tapferen Solda­ten unserer früheren Verbündeten und unseren Achtungstribut den nicht minder tapferen Gegnern im Weltkrieg. Wir ge­denken auch S. M. des verstorbenen Königs Georg V. von Großbritannien und erinnern uns mit gleicher Anteilnahme der Todesstunde eines anderen großen Soldaten, des Marschalls P i l -

Der Vorbeimarsch der ruhmbedeckten Fahnen und je einer Ehrenabteilung^van Heer Marin-: und Lustwasse. Reben dem Führer aus dem Ehrenpodmm G°n°ralfeldm^!ch°U^^'«1» und Reichskriegsminifter Generaloberst von Blomberg. (Scherl-BlwerüienstM.)

Berlin, 8. März. (DRV.) Der Heldengedenk- hg 1936 stand auch in Berlin noch ganz unter dem Eindruck der historischen Tat des Führers. Schon in den frühen Morgenstunden fanden auf den f riedhöfen, auf denen die Gefallenen des Krieges mb der Bewegung ruhen, Kranzniederlegungen mtt. Ehrenwachen standen an den Gräbern derer, ; ine Horst Wessel im Tode vorangingen oder ihm .»loten. Besonders eindrucksvoll war dieH e l - iifche Feier" der Berliner SA. im The- der am Horst-Wefsel-Platz. Rach chorischen und musikalischen Darbietungen des SA.-Sprechchores mb des großen Funkorchesters unter Sturmfuhrer f ranz Adam, dem Leiter des NS.-Reichsfmfome- ccrchesters, hielt Stabschef Lutze die Gedenkrede ir die toten Soldaten und die Toten der Bewe- ciung. Wir gedenken ihrer, so sagte er, nicht m weh­mütiger Klage, sondern in stolzer männlicher trauer, weil wir wissen, daß ihr Opfertod der na- iionalfozialiftifchen Idee das Tor zum Sieg ossnete unb weil wir daran glauben, daß ihr Sterben ein teiliges Fanal des deutschen Volkes geworden ist. Jnn Zeughaus war die broncene Hinden- t u r g b ü ft e prächtig geschmückt. Zu Füßen des Marmorsockels war ein vergoldeter Eichenkranz des ^eichsverbandes Deutscher Offiziere und ein oer- llberter mit Widmungen der Offizierkorps der ,chindenburg"-Regimenter, 3. Garde-Regiment zu s-, Oldenburgifches Infanterie-Regiment 91 und rmfanterie-Regiment 147, sowie des Panzerkreuzers .Hindenburg" der alten Kriegsmarine medergelegt morden. Auf dem I n v a l i d e n f r i e d h o f fand cm Nachmittag an der Grabstätte Man- fired von Richthofens eine Gedenkfeier statt, hei der General Göring einen neuen Grabstein für den toten Kameraden weihte. General Göring

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Ht. 58 Erster Blatt 186. Jahrgang Montag, 9. ntaq 1956

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