Die Olympischen Winler-Welibewerbe.
Unser Bild zeigt eine Strecke bei einem Abfahrtslauf für Frauen, wo die Stelle, an der die Teilnehmerinnen abfchwingen müssen, mit Fähnchen abgesteckt ist. (Schirner-M.)
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10 Jahre Turnhalle Heuchelheim.
Am heutigen 9. Januar sind es zehn Jahre her, daß die Einweihung der Turnhalle in Heuchelheim stattfand. Mit der Weihe und Uebergabe der Halle an den Turnverein fand eine arbeitsreiche und opferbereite Zeit ihren Abschluß. Bedeutete es doch für den Verein eine außergewöhnliche Lei- stung eine Turnhalle in diesen Ausmaßen hinzustellen.
Durch die unzulänglichen Saalverhältnisse in Heuchelheim hatte der Turnverein immer mit großen Schwierigkeiten zu kämpfen, um einen geregelten Turnbetrieb, hauptsächlich im Winter, durchzuführen. Die Sehnsucht nach einer eigenen Turnhalle fand deshalb schon vor dem Kriege innerhalb des Vereins viele Anhänger. Durch den Weltkrieg wurde die Angelegenheit verschoben, lebte aber schon bald nach dem Kriege wieder auf. Der erste Grundstücks
kauf wurde im Mai 1922 vollzogen und damit war der Anfang zum Turnhallenbau gegeben.
Am 30. September 1922 wurde eine Generalversammlung einberufen und diese beschloß einstimmig. den Bau einer Turnhalle.
Jetzt ging es mit großem Eifer ans Werk, die Mitglieder zeichneten ansehnliche Beträge und auch andere Wege wurden zur Beschaffung von Mitteln beschritten Durch die immer weiter fortschreitende Inflation mußten sofort für die zur Verfügung stehenden Mittel Materialien usw. beschafft werden, um das Geld nicht entwerten zu lassen. Dann wurde mit dem Backsteinmachen begonnen, wobei sehr viele Mitglieder uneigennützig ihre Arbeitskraft zur Verfügung stellten. Im Oktober 1923, zur Zeit der höchsten Inflation, wurde mit dem Bau des Vorder
hauses begonnen, das dann im Dezember 1923 im Rohbau fertig daftand Durch die jetzt erfolgte Stabilisierung der Währung trat in der Fortführung des Baues eine Pause ein, denn es mußten erst wieder neue Mittel beschafft werden.
Dank eines beispiellosen Opferwillens der Mitglieder war es möglich, schon im INai 1924 mit dem Bau des großen Saales zu beginnen, so daß der gesamte Rohbau Ende 1924 fertig war.
Der Winter 1924/25 wurde dazu benutzt, die Mittel für den Innenausbau zu beschaffen. Es waren noch erhebliche Summen nötig, die natürlich von den Vereinsmitgliedern nicht mehr aufgebracht werden konnten nach den vielen Opfern, die sie schon gebracht hatten. Eine Beihilfe aus öffentlichen Mitteln wurde nicht gewährt und man war gezwungen, eine Anleihe aufzunehmen. Als diese Mittel zur Verfügung standen, ging es an den Innenausbau. Aber es zeigte sich bald, daß auch diese große Anleihe für den ganzen Ausbau, Zentralheizung, Mobiliar usw. nicht reichte und man brachte noch neue Mittel durch eine Verlosung auf. Ende 1925 war die Halle vollendet und konnte am 9. Januar ihre Weihe erhalten.
Der Bau ist unter der Leitung des inzwischen verstorbenen Architekten und Beigeordneten Friedrich Wilhelm Kreiling entstanden und dürfte wohl eine der größten und schönsten Turnhallen in der weiteren Umgebung sein. Außer dem großen Turn- und Festsaal von 450 Quadratmeter Bodenfläche enthält der Bau einen kleinen Saal von 150 Quadratmeter, der bei Veranstaltungen mit dem großen Saal verbunden wird.
In dem Vorderbau befindet sich ein geräumiges Wirtszimmer, nebst zwei Küchen, einer Garderobe, Vereinszimmer und außerdem drei komplette Wohnungen. Die Herstellungskosten des ganzen Baues betragen weit über 100 000 Goldmark, wovon allein die Mitglieder 38 560 Mark aufgebracht haben.
Für die Gemeinde bedeutet die Turnhalle einen großen Vorteil, denn es konnten jetzt alle möglichen Veranstaltungen hier abgehalten werden, was vorher nicht möglich war.
Schon im Jahre 1927 konnte der Turnverein das Gaufest übernehmen und im Jahre 1933 das Gaufrauenturnen, welches ohne die Turnhalle nicht möglich gewesen wäre.
Außer großen Konzerten, die öfters hier stattfinden, gibt das Stadttheater Gießen hier Gastspiele, die immer großen Anklang finden. Besonders in der Zeit der nationalsozialistischen Machtergreifung fanden große Kundgebungen statt, die ohne die Halle nie einen so wuchtigen Eindruck gemacht hätten. Die an Mitgliedern starken Vereine Heuchelheims haben sonst nirgends einen Raum, wo sie eine würdige Feier abhalten können. Durch seine gute Akustik ist der Saal besonders für gesangliche Veranstal
tungen sehr geeignet, was sich voriges Jahr bet dem Wertungssingen gezeigt hat. Auch zu Gottesdiensten ist die Halle schon oft benutzt worden, besonders an nationalen Feiertagen, wo sich die Kirche als zu klein erwies. ~ ,
Wenn man den ganzen Bau der Turnhalle in Heuchelheim überblickt, zeigt es sich, daß Großes geschaffen werden kann, wenn alle von einem Willen und einem Idealismus beseelt sind und wenn INänner an der Führung sind, die uneigennützig nur das Beste für die Allgemeinheit im Auge haben.
Der Turnverein Heuchelheim wird die 10jährige Wiederkehr der Turnhallen-Weihe am Samstag, 11. Januar, in einer würdigen Weise festlich begehen.
Bruder und Schwester — Olympiahoffnungen.
Unser Bild zeigt die Europameisterin Christi Cranz, die als größte und aussichtsreichste Skiläuferin an den Olympia-Wettbewerben teilnimmt. Daneben steht ihr jüngerer Bruder Rudolf Cranz, der beim letzten Riesentorlaufen auf der Hochalm in Garmisch zum erstenmal in starkem Maße hervortrat und hinter dem Sieger Franz Pfnür einen vorzüglichen zweiten Platz belegte und eine große Zahl erfahrener Abfahrtsläufer schlug. —
VerbvauOerseuoffeußchaßt Gietzen e. G. m. v.
Eigenkapital und Verbindlichkeiten
Bilanz vom 30. Juni 1935
Bermögensbcstnndtcile
RM.
RM.
RM.
RM.
237171,62
541900,—
549996,—
62822,50
75586,25
184503,02
50000,—
1365,90
606761,22
34333,06
45000,—
4593,70
7700,—
Aufwendungen
Gewinn- und Verlustrechnung zur Bilanz vom 30. Juni 1935
Mitgliederbewegung
Gießen, den 30. Juni 1935
113 A
Der Vorstand: P. Schneider, I. Günderoth.
128000,-
7 700,
1054962,61
147278/ 14157,!
Zugang
2412,50
2412,50
Vorstehende Bilanz einschließlich Gewinn- und Verlustrechnung wurden mit den buchmäßigen Unterlagen und erforderlichen Nachweisen geprüft und volle Uebereinstimmung der Abschlußergebnissß festgestellt.
1. Grundstücksschulden:
Auf Grundstücken d. Genossenschaft lastende Hypotheken, soweit sie nicht Sicherungshypotheken sind, Grundschulden oder Rentenschulden ....
2. a) Spareinlagen mit Zinsen.. b) Sparmarken............
3. Anzahlung von Mitgliedern auf noch zu liefernde Waren.
4. Verbindlichkeiten auf Grund von Warenlieferungen und Leistungen:
a) bei dem Reichsbund......
1. Waren-Rohertrag........
2. Bäckerei-Rohertrag.......
3. Fleischerei-Rohertrag.....
4. Zinsen und sonstige Kapitalerträge ................
5. Barabzug................
6. Leergut .................
7. Gebäudeertrag...........
8. Außerordentliche Erträge ..
9. Außerordentl. Zuwendung
10. Verlust aus 1934/35 ......
I. Geschäftsguthaben
1. der verbleibenden Mitglieder.
2. der ausscheidend. Mitglieder .
II. Rücklagen (Reservefonds):
1. Gesetzliche Rücklage ........
2. Andere Rücklagen..........
III.Rückstellungen...............
IV. Verbindlichkeiten:
3500,— 4450,—
51300,— 3572,50
1. Lohn und Gehalt.........
2. Soziale Abgaben.........
3. Sachversicherungen.......
4. Zinsen ..................
5. Miete...................
6. Gebäudeunkosten.........
7. Sonstige Sachurrtosten.....
8. Steuern:
a) Umsatzsteuer...........
b) Besitz-, Grundstücks- und Ertragsteuern aller Art ..
c) Sonstige Steuern.......
9. Abschreibungen a. Anlagen : a) Bebaute Grundstücke....
b) Maschinen und maschinelle Anlagen...............
c) Backöfen..............
d) Sonstige Einrichtungen ..
e) Kraftwagen............
10. Sonstige Abschreibungen ..
11. Sonstige und außerordentl. Aufwendungen ...........
Die Richtigkeit der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung bestätigt
3133,—
181370,02
Stand am 1. Juli 1934 ....
Zugang 1934/35 ..........
Abgang 1934/35 ..........
Stand am 30. Juni 1935 ...
Hiervon scheiden auf Grund dieser Bilanz zu Beginn des neuen Geschäftsjahrs aus..
74286,25 1300,—
b) bei sonstigen Banken:
in laufend. Rechnung ....
9. Guthaben bei Notenbanken u.
Postscheckkonto.............
10. Kassenbestand .............
8-10 Flüssige Werte zusammen .
IV. Posten, die der Rechnungsabgrenzung dienen ..........
V. Forderungen aus Bürgschaften, Wechsel- und Scheckbürgschasten sowie aus Garantieverträgen ..
VI. Verlust: Verlust aus 1934/35
6. Geschäftsguthaben aus geschiedener Mitglieder...........
7. Sonstige Verbindlichkeiten... 1-7 Verbindlichkeiten zusammen
V. Rückvergütung:
Rückstellung für das Geschäftsjahr 1934/35.................
Vl. Posten, die der Rechnungsabgrenzung dienen ..........
VII. Verbindlichkeiten aus Bürgschaften, Wechsel- und Scheck- bürgschaften sowie aus Garantieverträgen.................
Die Bücherprüsungskommissio« des Aufsichtsrates:
A. Braun, W. Bolz, W. Arnold, O. Brückmann, K. Zimmer.
I. Anlagevermögen:
1. Unbebaute Grundstücke......
2. Bebaute Grundstücke:
Dem Geschäftsbetrieb der Genossenschaft dienend........-
1-2 Grundstückswerte zus......i
3. Maschinen u. maschin.Anlagen 4. Backöfen .................
5. Betriebs- u. Geschäftseinricht.
6. Kraftwagen..............
3-6 Einrichtungen zusammen...
II. Beteiligungen
(einichl. der zu Beteiligungen bestimmten Wertpapiere):
1. Beteiligung b. d. Reichsbund
2. Sonstige Beteiligungen.....
1-2 Beteiligungen zusammen ..
III. Umlaufsvermögen:
1. Roh-, Hilfs- u. Betriebsstoffe.
2. Fertige Erzeugnisse, Waren .
1-2 Bestände zusammen......
3. Der Genossenschaft zustehende Hypotheken, Grundschulden oder Rentenschulden........
4. Außenstände bei d. Mitglied. .
5. Schulden der Verteilungs- stellenleitungen............
6. Forderungen an abhäng. Unternehmungen und Konzern- nnternehmungen .......
7. Sonstige Forderungen......
3-7 Angelegte Werte zusamm. .
8. Bankguthaben
a) bei dem Reichsbund: aa) in laufend. Rechnung . bb) Kündigungs- u. Termingelder ...........
550800 — 558896,—
552,03
552,03
74286,25
3712,50
77 998,75
119,09
119,09
1 860,—
51,15
869,50
2780,65
W gang RM.
Abschreibungen
RM.
Endbestand
RM. «096,—
Anfangsbestand
RM.
8096,—
3266,30
7 708,—
10974,30
9332,94 9332,94 2320,—
350,— 17484,15 4000,—
24154,15
5820,—
6660,—
65569,—
734 —
78783,—
RM.
RM.
205726,12
31445,50
147154,48
123,76
225501,27
148,80
92000,—
225650,07
13163,78
130642,11
2495,98
133138,09
128000,—
1447,30
13361,98
1
3225,— 16095,07
davon Verbindlichkeiten aus der Annahme gezogener u. der Ausstellung eigener Wechsel................
b) bei Sonstigen...........
364,28
5. Bankverbindlichkeiten: beim Reichsbund ..........
45000,— 44724,50
davon Verbindlichkeiten aus der Annahme gezogener und der Ausstellung eigen. Wechsel
35698,96
3930,85
1486,94
9787,81
50904,56
764,89
20976,54
1054962,6
Erträge
RM.
RM.
275032,38 57 248,42
4230,82
336511,62
5392,52 1164,63
4362,85
37295,04
48215,04
1917,85 45000,— 20976,54
452621,05
Jnsges. s.alleBetr. RM.
RM.
171642,07 23241,98 2007,60 25990
44221,59
4169,46
72443,92
343716,62
37 399,73
18901,88
3203,41
59505,02
9332,94
2320,—
350,—
17484,15
4000,—
33487,09
345,—
15567,32
15912,32
'""621.05
Zahl der Anzahl d.
Gewmt-
Gesamt-
Mit
Geschäfts
Geschäfts-
Haft
glieder
anteile
guthaben
summe
RM.
RM.
10179
10179
231151
305370
227
227
6020
6810
1423
1423
31445
42690
8983
8983
205726
269490
1423
1423
31445
42690
SM-Klub Gießen
Montag, den 13. Januar 1936,
20.15Uhr, i. Saale des Kunstwissenschaftlicheninstituts, c'i-g Ecke Ludwigstr.-Goethestr. 3K1- 135D
Eintritt auch für Nichtmitgl. frei.
Tanzuntemcht
Am Dienstag\ 14.Januar, abends 8 Uhr, beginnt ein neuer
Tanzkursus
Anmeldungen u.Auskunft erbeten. Einzelstunden zu jeder Tageszeit, j 26 d
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