Ausgabe 
8.10.1936
 
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Aus aller Welt

dein

.. Ge- und

auf diejenigen Dinge, die wir selber erzeugen, rade das Gaststättengewerbe, die Bäckereien Hotels können da Vorbildliches leisten.

Der Transattantikflugverkehr mit Zeppelinen im nächsten Jahr.

In Washington führte Dr. Eckener mit

Tages wurde die elektrische Stromzufuhr mehrmals unterbrochen, da die Leitungsdrähte unter der Last der Schneemassen zerrissen. Auch in der Nacht zum Donnerstag hielt der Schneefall an. Den uner­wartet frühen und ungewöhnlich heftigen Winter­einbruch sind zahlreiche Vögel zum Opfer gefallen. Das Wild kommt bereits aus den Bergen in die Täler. Aller Voraussicht nach ist auch weiter mit Schneefällen zu rechnen.

Jahresschau des Gaststättengewerbes.

In den festlich geschmückten Ausstellungshallen am Kaiserdamm wurde die Jahresschau für das Gaststätten- und Beherbungsgewerbe und das Bäcker- und Konditorhandwerk Berlin 1936 mit der SonderschauDie Küche der Welt" feier­lich eröffnet. Reichshandwerksmeister Schmidt wies darauf hin, daß die Ausstellungen darauf ab­gestellt seien, den Weg zu höherer Leistung zu eb­nen zum Dienst an der Nation im besten Sinne des Wortes. Auf dieser Schau zeigten rund 84 000 Betriebsführer ihre Leistungen, an denen rund 1,8 Millionen Schaffende mitwirkten. Reichsorganisa­tionsleiter Dr. Ley betonte die besonderen Aus­gaben des Gaststätten- und Beherbergungsgewerbes, die das Gesicht Deutschlands dem Ausländer zuerst zeigten und stellte die Forderung auf, daß diejeni­gen Menschen, die die Ehre haben, Gäste zu bewir­ten, mit den höchsten Fähigkeiten ausgerüstet sein müßten. Es dürfe nicht sein, daß jeder Gelegen­heitsarbeiter seine Mußestunden damit verbringt, Kellner spielen zu wollen, denn es handle sich hier um einen derjenigen Berufe, an die man den höchsten Maßstab anlegen sollte. Die Deutsche Arbeitsfront habe versucht, hier den Begriff M e i- st e r hineinzutragen, der daran denke, seinen Gä­sten etwas Neues zu bieten. Die Speisekarten sollten veränderlich sein und das Gericht als das angeben, was es wirklich sei. Kauft und ver­braucht das, was wir haben! Lenkt den Geschmack

stellvertretenden amerikanischen Handelsminister Johnson wegen der Durchführung der Trans- a t l a n t i k f l ü g e mit den deutschen Zep­pelinen im nächsten Jahre ausgedehnte Unter­handlungen, in denen der stellvertretende Handels­minister sich dahin äußerte, daß die bisherigen Flüge des LZHindenburg" dazu beigetragen hätten, der amerikanischen Oeffentlichkeit wieder Vertrauen in Luftschiffreisen zu geben. In der Verhandlung wurde auch die Anlage eines ständigen Luftschiffhafens er-

Alexandria in Virginia in Frage. Nach Baltimore! hat Dr. Eckener eine Informationsreise unternom-1 men und sich die in Frage kommenden Landeplätze' angesehen. Bydlayalley im Staate New Persey, das ebenfalls in die engere Wahl gezogen war, lehnte Dr. Eckener nach einer Besichtigungsreise wegen ungünstiger meteorologischer Verhältnisse ab.

Die Tlordattantik-Erkundungsflüge der Lufthansa.

Kurz vor der Landung des Lufthansa-Flugbootes ,,A e o l u s" in Newyork wurde das zweite an den Nordatlantik - Post-Erkundungsflü- g e n beteiligte Dornier DO 18-FlugbootZe­phyr" von Bord des MotorschiffesSchwaben­land" ebenfalls aus dem Hafen von Horta nach Newyork abgeschossen. Der Abflug desZephyr" erfolgte von den Azoren etwa anderthalb Stunden vor der Landung desAeolus" in Newyork. Die Besatzung desZephyr", der ebenso wieAeolus" mit zwei Junkers Jumo 205-Schweröl-Motoren ausgerüstet ist, bestand wieder aus den Flugkapi­tänen Graf Schack und Blankenburg sowie aus dem Flugzeugfunker Ehlberg und dem Flugmaschinisten Eger. Die etwa 4000 km be­tragende Entfernung zwischen Horta und Newyork wurde in 18 Stunden und 46 Minuten zurück­gelegt.

Zur Zeit besinden sich also wieder die beiden Luithansaflugzeuge in Newyork, nachdem jedes der beiden Boote zwei Ostwest- und einen Westost-Flug über den Nordatlantik ausgeführt hat. Insgesamt hat die Lufthansa in den vier Wochen, über die sich siefe Versuche bisher erstreckten, sechs Mal den Nordatlantik überquert. Jedes Flugboot hat einmal den nördlichen Weg unmittelbar nach Newyork ge­nommen und einmal den Flug über die Bermuda- Inseln ausgeführt. Alle Flüge sind bisher pro­grammäßig verlaufen.

Transatlanttkflug Neuyork Stockholm mißglückt.

Vjörkvall fet unverletzt und habe keinen Schaden Genommen. Das Schiff, das den NamenJmbrin" führt, wird den Hafen von Valencia anlaufen.

8 Tote

beim Zusammenstoß zweier italienischer Bomber.

Zwei italienische Bomber stießen bei einem Uebungsflug in der Nähe des Flughafens von Fer­rara zusammen. Die aus 8 Mann bestehenden Besatzungen wurden getötet.

Verkehrsunglück an einem Bahnübergang.

Am Bahnübergang zwischen £)ber= und Nieder- kaufungen (Bezirk Kassel) ereignete sich ein schwe­res Verkehrsunglück, bei dem der Fahrer eines Fernlastzuges getötet und zwei Beifahrer schwer verletzt wurden. Der Fernlastzug, der, Don Helsa kommend, den Bahnübergang passieren wollte, hatte die Lichtsignale übersehen und wurde von dem im gleichen Augenblick die Straße befah­renden Güterzug erfaßt und vollkommen zer­trümmert.

Porto Alegre vorn Hochwasser bedroht.

Die Ueberschwemmungskatastrophe in Porto Alegro nimmt immer größeres Ausmaß an. Das Hochwasser hat bereits das Stadtzentrum erreicht, so daß die Wohnstätten von schätzungsweise 30 000 Einwohnern in Mitleidenschaft gezogen sind. Der Eisenbahnverkehr ist unterbrochen. Ebenso mußte der Luftverkehr innerhalb des Staates Rio Grande do Sul eingestellt werden, da die Flug­plätze überschwemmt sind. Die Unterbrechung des Verkehrs hat bereits zu einem erheblichen Lebens­mittelmangel geführt.

John hagenbeck 70 Jahre alt.

In Colombo auf Ceylon vollendet John Hagen­beck, Sohn des Hamburger Tierhändlers Carl Hagenbeck, in diesen Tagen sein 7 0. Lebens­jahr. John Hagenbeck ist der Senior der bekann­ten Hamburger Familie Hagenbeck. Durch Unter­nehmungsgeist und eisernen Fleiß gelang es ihm, sich ein bedeutendes Vermögen zu erwerben. Als Großtierfänger und -Händler hat der unternehmungs­lustige John Hagenbeck sich betätigt. Hunderte von Elefanten, Tigern, Leoparden usw. wurden von ihm nach allen Weltteilen versandt.

Der Wintereinbruch im Allgäu.

Im Allgäu fiel am Mittwoch ununterbrochen Schnee. Gegen Mitternacht war die Schneedecke bereits 30 Zentimeter hoch. Schneeverwehungen behinderten den Kraftwagenverkehr stark und mach­ten ihn teilweise sogar unmöglich. Im Laufe des

Mette» b? sickt

des Beicbswetterdfenstes. Auo-wbeork Frankfurt.

Durch den kräftigen Mittelmeerwirbel wird feuchte Warmluft über Südosteuropa nach Deulsch- : land verfrachtet, sie kommt an der unteren Kalt­luft zum Aufgleiten und hat dabei stärkere Be­wölkung bis in unser Gebiet vorgeschoben. Zu er- ; giebigen Niederschlägen ist es dabei in Deutschland bisher aber nur im Alpen- und Schwarzwald­gebiet gekommen, die vornehmlich Schneefälle er« ! hielten. Wir verbleiben weiterhin an der Grenze zwischen dem nordwestlichen Hochdruckgebiet und dem Mittelmeerwirbel, wobei nach anfänglich weite­rer Verschlechterung der Hochdruckeinfluß wieder zunehmen dürfte.

Aussichten für Freitag: Vielfach dunstig und leicht bewölkt, zeitweise auch Niederschläge, bei östlichen Winden Temperaturen wenig geändert.

Aussichten für «Samstag: Vielfach dun­stig, sonst wolkig bis aufheiternd und nur vereinzelte Niederschläge, für die Jahreszeit zu kalt.

Lufttemperaturen am 7. Oktober: mittags 6,9 Grad Celsius, abends 4,5 Grad; am 8. Oktober: morgens 1,8 Grad. Maximum 6,9 Grad, Minimum heute nacht 1,3 Grad. Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 7. Oktober: abends 6,5 Grad; am 8. Oktober: mor­gens: 5,2 Grad. Sonnenscheindauer 0,9 Stunden.

Hauptschriftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigen­leiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. A. IX. 36: 9650. Druck und Verlag: Brühl'sche Universitäts-Buch- und Steindruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr Einzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstags

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Zur Zeit ist Preisliste Nr. 3 vom 1. Juni 1935 gültig.

In einer Meldung der Funkstation von Valencia (im südwestlichen England) heißt es, daß der schwedische Atlantikflieger Björkvall, der am Dienstagmorgen zu einem O h »e h a l t f l u g N e u- york Stockholm gestartet und über dessen «Schicksal einige Ungewißheit herrschte, von einem französischen Trawler gerettet wurde. Das örtert. Nach Dr. Eckeners Ansicht kommen dafür , Schiff teilt mit, daß es den Flieger an Bord und Baltimore und Bydlayalley in der Nähe vondas Flugzeug ins Schlepptau genommen habe.

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