r!5a0Cx' die Sieger ihren Appetit auf Kosten des deutschen Kolonialbesitzes stillten 311 I ch w a ch gewesen, um seine kolonialen Forderungen vorzubringen. Die Bevölkerungs. und Wirtschaftsstruktur Polens sei jedoch derart, daß es a n Ko - lonialsragen nicht uninteressiert bleibe n könne. Wenn Polen die Kolonialfrage in den Mittelpunkt der Bölkerbundsberatunaen gebracht habe, so denke es keineswegs daran, im aeaenwär- tlgen Augenblick irgendeine Kolonie für sich -u fordern. Die Aufstellung kolonialer Forderungen habe vielmehr den Zweck, die Aufmerksamkeit der Welt darauf zu lenken, daß die Kolonialfraqe für Rolen e/ne erstklassige Bedeutung habe. Das Auswanderungsproblem stehe mit dem Koloniul- problem in engstem Zusammenhänge.
polnische Frontkämpfer in Berlin.
Berlin, 8 DH. (DNB.) Am Mttwoch traf in Berlin unter Fuhruna des Sejmabgeordneten und Bürgermeisters von Kattowitz Jan Karkoszka eine Abordnung polnischer Frontkämpfer ein Der Reichsknegsopferführer O b e r l i n d 0 b e r und der Leiter des Deutsch-Polnischen Instituts Professor von Arnim veranstaltete in den Räumen des Nationalen Klubs einen Begrüßungsabend, dem ""ch der polnische Botschafter Lipski erschienen war. Reichsknegsopferführer Oberlindober erklärte, die Frontsoldaten würden nicht aufhören, für den
Frieden und das Ansehen ihrer Böl- ker zu arbeiten. Man müsse daran denken, daß Polen gemeinsam mit Deutschland einen Schutzwall gegen den Wahnsinn des asiatischen Bolschewis- mus bilde. Die in die Zukunft schauende Arbeit des Marschalls Pilfudfki und die Arbeit des Führers Adolf Hitler sei für Deutschland und Polen richtungweisend.
Der Sejmabgeordnete Karkoszka erklärte: „Polen wünscht nur den Frieden, aber ein wahrhafter Friede ist nicht möglich ohne Erhaltung guter Beziehungen zu seinen Nachbarn. An dem Tage, an dem die nationalsozialistische Bewegung mit ihrem großen Führer Adolf Hitler zur Macht kam, fing die geschichtliche Wandlung auch in den deutsch-polnischen Beziehungen an. Die beiden Führer, die Frontkämpfer waren und sich das Vertrauen ihrer Völker erwarben, konnten ohne irgendwelche Vorurteile die Normalisierung der Beziehungen zwischen den beiden Staaten durchführen. Ich bin überzeugt, daß ich die Meinung des polnischen Volkes vertrete, wenn ich feststelle, daß die gutnachbarlichen polnisch-deutschen Beziehungen ein unbedingter Faktor des europäischen Friedens sind."
Die Spaltung im österreichischen Hermatschutz.
Wien, 7. Oft. (DNB.) Major Fey erklärte der Presse, daß er auf Grund der Satzungen des
Heimatschutzes zum Landesführer von Wien wiedergewählt, die Führung des Heimatschutzes in Wien rechtmäßig übernommen habe. Dies fei auch amtlich anerkannt worden, da die Polizeidirektion ins Vereinsregister seinen Namen als Landesführer von Wien eingetragen habe. Major Fey erklärte, daß sich zahlreiche Unterorganisationen in den Bundesländern, ja sogar gan^e Gaue von dem Befehl der Bundesführung losgesagt und sich ihm unterstellt hätten. Heute könne man sagen, daß 80 v. H. der Heimatschützler gegen Starhernberg eingestellt seien. Schon im Sommer habe eine Führertagung des Kärtner Heimat schütz es den Beschluß gefaßt, Starhernberg zum Rücktritt aufzufordern und an seine Stelle ein aus Fey, Neustädter, Stürmer und Steidle bestehendes Direktorium einzusetzen. Der Tiroler Heimatschutz habe Starhernberg schriftlich sein stärkstes Mißtrauen ausgesprochen und ihn zum Rücktritt aufgefordert. Schließlich fei dann seine, Feys, Wahl zum Wiener Landes führer erfolgt. 40 000 Heimatschützler in Wien hätten sich für ihn ausgesprochen. Der Beschluß der Führertagung unter dem Vorsitz Starhembergs besage gar nichts. Alle damals anwesenden Personen seien von Starhem- berg abhängig und kämen daher für eine freie W>llensbildung nicht in Frage. Einzelne Unterführer hätten gegen die ausdrückliche Anweisung der von ihnen vertretenen Gruppen für Starhem- berg gestimmt.
Moskau droht mit offener Parteinahme für die Madrider Marxisten-Mgierung. Gowjetrussischer Schritt beim Nichteinmischungskomitee in London.
L 0 nd 0 n. 8. Ott. (DNB. Funkspruch.) Lin Vertreter der Sowjetbotschaft in London Hal im $o- reign Office eine Entschließung seiner Regierung uberreichL Die Erklärung enthält zunächst eine Reihe von zweifelhaften Angaben, die eine Verletzung des Abkommens der Nichteinmischung beweisen sollen, und schließt mit der Drohung, „daß die Sowjetregierung sich, wenn die Verletzungen des Abkommens über die Nichteinmischung nicht unverzüglich aufhören, frei von den Verpflichtungen erachten wird, die sich aus dem Abkomme ergebe n.“ Die Erklärung war an den Vorsitzenden des Richteinmischungsausschusses, Lord Plymouth, gerichteL Der Ausschuß wird sie auf der nächsten Sitzung am Freitag behandeln.
Aus Genf meldet Reuter, daß man die Drohung Moskaus, sich nicht länger an das Neutralitäts- abkommen gebunden zu fühlen, als außerordentlich ernst betrachte. Man nehme an, daß die Sowjets ihre Drohungen wahrmachen könnten, ohne Verzug die spanische marxistische Regierung offen zu unter st ühen. Lit- winow-Finkelstein sei schon schwer davon abzubringen gewesen, diese Frage in Genf aufzuwerfen; da aber der Völkerbund noch mindestens drei Tage zusammenbleibe, könne er vielleicht jetzt das Problem des spanischen Bürgerkrieges zur Sprache bringen. Die Folge der Einmischung in Spanien durch eine Macht seien unübersehbar. In jedem Falle gestalte die Drohung Moskaus d i e Stellung Blums in Frankreich außerordentlich schwierig, denn Blums be sie Waffe
gegen den linken Flügel sei immer der Hinweis auf das Beispiel Moskaus in der Frage der Nichteinmischung gewesen. Seine Stellung könne aber unhaltbar werden, wenn Moskau nun offen Partei für die marxistische Regierung in Spanien ergreife.
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Aus der Meldung ist zwar nicht klar ersichtlich, aus was für „Verletzungen" des Nichteinmischungsabkommens die Erklärung der Londoner Sowjetbot- scbaft anspielt, um sich von den eingegangenen Ver- pflichtunaen freizumachen und eine offene Unterstützung für die rote Regierung in Madrid einleiten zu können. Seit Monaten sind die Spalten der Weltpresse voll von Meldungen über Waffen-, Mu- nitions- und Flugzeuglieferungen der französischen Volksfront unter stillschweigender Duldung des mit Moskau verbündeten Kabinetts Blum, täglich laufen Nachrichten aus Spanien ein, daß dort die Sendboten des Bolschewismus die Leitung des roten Widerstandes gegen die auf allen Fronten vorrückenden nationalen Truppen übernommen haben. Aus Moskau importierte Propagandisten feuern im Rundfunk von Barcelona und Madrid die spanischen Anarchisten zur Vernichtung des spanischen Bürgertums an. Sowjetrussen sind die Anführer bei den scheußlichen Grausamkeiten, die täglich die Bevölkerung der noch von den Roten gehaltenen Gebiete in Schrecken setzt. Und da hat man in Moskau die Stirn, anderen Ländern den Bruch des Nichtein- mifchungspaktes vorzuwerfen, um einen billigen Vorwand zu haben, um in letzter Minute vor dem vollständigen Siege der nationalen Bewegung in Spanien den verzweifelt um ihre letzten Positionen kämpfenden spanischen Marxisten offen die Hilfe gewähren zu können, die man bisher nur
hinter den Kulissen ihnen geboten hat. In London wird man dieser Heuchelei die gebührende Antwort nicht schuldig bleiben.
Der Vormarsch aus Madrid.
Paris, 8. Okt. (DNB. Funkspruch.) Wie der Sender La Coruna am Donnerstagfrüh berichtet, stehen die nationalistischen Truppenteile bereits 10 Kilometer vor Aranjuez. Der Gegner sei auf der Flucht nach Madrid. Er habe 10 Maschinengewehre und über 300 Tote zurückge- lassen. Die Flugwaffe habe bereits die Vorbereitungen für den Generalangriff auf Madrid eingeleitet.
Der Sender Tetuan teilt mit, daß rote Truppen versuchten, den Gürtel um Malaga zu sprengen. Bei einem Angriff auf die Ortschaft Casares feien sie vernichtend zurückgeschlagen worden. An der Küste bei Cartagena hätten Goldverschiffun- gen auf ein russisches Schiff stattgefunden. Nur noch ein rotes Kriegsschiff, das O-Boot „BC" befinde sich im Mittelmeer. In Barcelona sei der frühere Minister Barnes erschossen worden.
Der aus Santander geflüchtete Schriftsteller Con- rado B l a n c 0 berichtet, daß feit etwa 7 Wochen täglich durchschnittlich 20 Personen erschossen wurden. Im Hafen liege ein Schiff mit 1 2 0 0 Geiseln, das, um Fluchtversuche zu verhindern, mit einem Minengürtel umgeben sei. Das Volksgericht habe feine Macht; selbst im Falle eines Freispruchs bemächtigten sich Anarchisten der Angeklagten, um sie zu erschießen. Alle Warenlager seien geplündert. Täglich fänden Haussuchungen und Verhaftungen statt.
DerKührerbeiderMünchenerTrauerfeierfürGömbös
Die Trauerseier im Kaiserhos der Residenz.
München, 7. Okt. (DNB.) Es war der Wille des Führers, die deutsche Trauerfeier für Julius von © ö m b ö s fo würdig und eindrucksvoll zu gestalten, wie es der hohen Stellung und der hervorragenden Persönlichkeit des ungarischen Regierungschefs, des bewährten Freundes unserer Nation, entsprach. Die edle Säulenhalle, die sich nördlich an den Kaiserhof der Residenz anschließt, bot hier den weihevollen Rahmen. Zu beiden Seiten des Katafalks, auf dem der mit der ungarischen Fahne und einem Rosenkranz, dem letzten Gruß der Witwe, geschmückte Sarg ruhte, hielten je drei Offiziere der deutschen Wehrmacht die Ehrenwache. Zu Füßen des Sarges lagen die Kränze der Angehörigen und der ungarischen Nation. Unter dem Befehl des Generalmajors von G ü n k e l rückten gegen 15.30 Uhr die Truppen in den Kaiserhof, in dem auf zehn hohen schwarzver- hüllten mit silbernen Lorbeerkränzen gezierten Pylonen Flammen loderten. Hier traten drei Kompanien Infanterie und eine Kompanie Flieger an. Die Lafette fährt vor, die den Toten auf feiner letzten Fahrt durch München aufnehmen sollte. Eine Batterie nahm in der Marstallstraße Aufstellung.
Zur Trauerfeier hatte sich vor dem Sarge mit der Witwe, den beiden Söhnen und der Tochter des Verstorbenen eine große Reihe von ungarischen und deutschen Trauergästen eingefunden. Aus der Heimat des Verstorbenen waren gekommen als Vertreter des Reichsverwefers der königlich-ungarische Minister für Kultus und öffentlichen Unterricht, Dr. Bali n t v 0 n H 0 m a n , der Präsident
des ungarischen Abgeordnetenhauses, Dr. Alexander von Sztranyavszky, der Chef des Ge- neralftabs, Generalleutnant von Ratz, mit einer Abordnung von sechs Offizieren des ungarischen Heeres, der königlich-ungarische Gesandte in Berlin, Sz10 jay, die ungarische Kolonie in München und Vertreter der Deutsch-Ungarischen Gesellschaft.
Der Führer und Reichskanzler
war zur letzten Ehrung des Toten nach München gekommen. Nächst dem Führer standen die Reichsminister Freiherr von Neurath, Generaloberst Göring und Dr. Frick, die Reichsleiter Reichsstatthalter General Ritter von Epp und Oberbürgermeister Fiehler, ferner die bayerische Landesregierung, der stellv. Kommandierende General des VII. Armeekorps General der Kavallerie Freiherr von Weichs und der Kommandierende General des Luftkreises V Generalmajor Sperrte, sowie zahlreiche Offiziere und führende Persönlichkeiten aus Staat und Bewegung. Ferner sah man den italienischen Botschafter in Berlin Attolico. Das gesamte Münchener Konsularkorps und eine Abordnung des Münchener Fascios in Uniform.
Der Führer und Reichskanzler entbot in stillem Gedenken dem Toten seinen Gruß und legte einen mit gelben Chrysanthemen gezierten Lorbeerkranz an der Bahre nieder. Noch einmal sprach er den Hinterbliebenen feine persönliche Anteilnahme aus. Mit dem Choral „O Haupt voll Blut und Wunden" begann die Trauerfeier. Nach der Traueransprache und dem Gebet des evangelischen Geistlichen intonierte das Musikkorps das °ieb vom „Guten Kameraden". Nachdem sich der Führer ver
abschiedet hatte,, fuhr die Lafette vor. Sechs Unteroffiziere nahmen den Sarg auf, und während die Trauerparade die militärischen Ehrenbezeigungen erwies, wurde der, Sarg unter den Klängen des Präsentiermarsches auf die Lafette gesetzt. Die ungarische Nationalhymne erklang. Und dann setzte sich der Trauerzug in Bewegung.
Der Trauerzug.
Er wurde eingeleitet von der militärischen Trauerparade. Hinter den Truppen marschierten paarweise Offiziere der SS., die die Kränze des Führers, des ungarischen Reichsverwesers, des ungarischen Abgeordnetenhauses und der Reichsregierung trugen. Die Lafette mit dem Sarg war zu beiden Seiten von den Sargträgern und den Trägem der Kränze der Angehörigen geleitet. Hinter dem Sarge folgten die Angehörigen. In der nächsten Reihe schritten die Reichsminister Freiherr v. Neurath und Generaloberst Göring, der königlich- ungarische Staatsminister v. H 0 m a n und der italienische Botschafter Attolico. Hinter ihnen schritten die übrigen Ehrengäste. Feierlich bewegte sich der Zug durch die Marstallstraße über die Maximilianstraße zur Perusa- und Maffei-Straße, über den Ritter-von-Epp-Platz zum Karlsplatz und durch die Bayerstraße zum Südbau des Hauptbahnhofs. In allen Straßen, von deren Häusern die Fahnen auf Halbmast wehten, standen die Menschen in ehrfürchtigem Schweigen.
Die Ankunst am Hauptbahnhof.
Vor dem Südbau des Hauptbahnhofes schwenkte die Wehrmacht ein. Die Kranzträger gingen an die Rampe. Die Lafette mit dem Sarg fuhr vor dem
Königssalon vor. Die Menge entblößte das Haupt und erhob die Hand zum Gruß, als sechs Unteroffiziere der Wehrmacht den Sarg von der Lafette hoben, um ihn in den Königssalon zu tragen. Der Königssalon war würdig mit schwarzem Tuch und Lorbeerbäumen geschmückt. In den Ecken waren zwei ungarische Nationalfahnen und zwei Hakenkreuzfahnen angebracht. Während der Sarg in dem Königssalon auf den Katafalk gesetzt wurde und Offiziere der deutschen Wehrmacht am Sarg die Ehrenwache bezogen, sprachen Reichsaußenminister Fr eiherr von Neurath, Generaloberst Göring und andere den Hinterbliebenen ihr Beileid aus, die noch in stillem Gebet eine Zeitlang vor dem Sarge verweilten.
Um 21.45 Uhr wurde, während die Offiziersehrenwache Spalier bildete, der Sarg von sechs Unteroffizieren der deutschen Wehrmacht zu dem schwarz ausgeschlagenen und mit Lorbeer sowie Blattpflanzen geschmückten Transportwagen getragen, während ihm Reichsstatthalter General Ritter von Epp und die übrigen erschienenen Herren das Geleit gaben. Nachdem der Sarg in den Waggon gehoben war, wurden von SA.- Männern die dem Dahingegangenen gewidmeten Kränze, voran das mächtige Gebinde des Führers und Reichskanzlers in den Transportwagen verbracht. Sodann fliegen die Familienangehörigen in den ungarischen Salonwagen, während Reichsstatthalter Ritter von Epp und General der Kavallerie Freiherr von Weichs, die dem Toten im Auftrage des Führers und Reichskanzlers von München bis zur Landesgrenze bei Freilassing das Ehrengeleit geben, mit ihrer Begleitung in einem Salonwagen der Reichsbahndirektton Platz nahmen.
Der Trauerzug in Wien.
Wien, 8. Okt. (DNB. Funkspruch.) Der Trauer- zug mit den sterblichen Ueberreften des ungarischen Ministerpräsidenten G ö m b ö s traf um 6 llhr morgens auf dem Wiener Westbahnhof ein und wurde dann auf den Ostbahnhof geführt. Dort hatte sich Bundeskanzler Dr. Schuschnigg, Staatssekretär für Aeußeres, Dr. Schmidt und Staatssekretär für die Landesverteidigung General Zehner mit einer Offiziersabordnung eingefunden. Eins Ehrenkompanie erwies dem verewigten ungarischen Staatsmann die militärischen Ehren. Dann legten Bundeskanzler Dr. Schuschnigg und Staatssekretär Zehner am Sarge Kränze in den österreichischen Farben nieder. Eine Musikkapelle spielte das Soldatenlied: „Ich hatt einen Kameraden." Ilm 8 Uhr verließ der Trauerzug den Wiener Ostbahnhof und erreichte kurz nach 9 Uhr die ungarische Grenze.
Dank des Reichsverwesers an den Führer.
Berlin, 7. Okt. (DNB.) Seine Durchlaucht der Reichsverweser von Horthy hat an den Führer und Reichskanzler nachstehendes Telegramm gerichtet: „In meinem sowie im Namen der ungarischen Nation danke ich aufrichtigst für die wohltuende Anteilnahme, welche Eure Exzellenz anläßlich des Ablebens des Ministerpräsidenten G ö m b ö s zum Ausdruck brachten. Die warme Würdigung, welche die Person des Verblichenen in Deutschland findet, wird von allen Ungarn dankbar empfunden.
(Gez.) Horthy."
Kleine politische Nachrichten.
Die alte Kaiser- und Reichsstadt Goslar, dis im Januar 1934 vom Reichsbauernführer zum Verwaltungssitz des Reichsnährstandes bestimmt wurde, hat durch den Oberpräsidenten die amtliche Bezeichnung „R e i ch s b a u e r n st a d t Goslar" erhalten.
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Neben den am Dienstag genannten Rednern der NSDAP, ist nunmehr auch der Gauinspekteur Ernst Holzkämper (Frankfurt a. M.) als Stoßtrupp-Redner bestätigt worden.
Nach einer Uebersicht des Befehlshabers der Aufklärungsstrettkräfte sind in der Zeit vom 12.9. bis 4. 10. durch deutsche Kriegsschiffe und Dampfer weitere 228 Deutsche und 1118 Ausländer aus Spanien abtransportiert worden. Damit sind feit dem Ausbruch der spanischen Unruhen 5539 Deutsche und 9778 Angehörige anderer Staaten, insgesamt also 15 317 Flüchtlinge geborgen worden.
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Der frühere spanische Gesandte in Warschau Verrat v. Bona st re erhielt von General Franco die Ernennung zum Außenminister der spanischen Nationalregierung. Bonastre, der sich noch in Warschau aufhält, begibt sich sofort in feine Heimat.
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Die Regierung von Paraguay erklärt den Kommunismus als außerhalb des Gesetzes stehend. Jede Art kommunistischer Betätigung wird mit Gefängnis bis zu vier Jahren bestraft. Der Staatspräsident wird ermächtigt, für des Kommunismus Verdächtige zu einen Zwangsaufenthalt zu bestimmen oder die Landesverweisung anzuordnen.
Der Moskauer Vertreter des „Petit Parisien" bestätigt die Verhaftung von Karl Radek- Sobelfohn im Zusammenhang mit der Trotzki- Angelegenheit.
Der „Daily Herald" meldet, daß Ras Jmru, einer der engsten Mitarbeiter des Negus, Gore verlassen habe, und auf dem Wege nach dem Sudan sei. Die britische Regierung habe ihm erlaubt, sich in Uganda niederzulassen.
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