Ausgabe 
8.10.1936
 
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r!5a0Cx' die Sieger ihren Appetit auf Kosten des deutschen Kolonialbesitzes stillten 311 I ch w a ch gewesen, um seine kolonialen Forderungen vorzubringen. Die Bevölkerungs. und Wirtschafts­struktur Polens sei jedoch derart, daß es a n Ko - lonialsragen nicht uninteressiert blei­be n könne. Wenn Polen die Kolonialfrage in den Mittelpunkt der Bölkerbundsberatunaen gebracht habe, so denke es keineswegs daran, im aeaenwär- tlgen Augenblick irgendeine Kolonie für sich -u for­dern. Die Aufstellung kolonialer Forderungen habe vielmehr den Zweck, die Aufmerksamkeit der Welt darauf zu lenken, daß die Kolonialfraqe für Rolen e/ne erstklassige Bedeutung habe. Das Auswanderungsproblem stehe mit dem Koloniul- problem in engstem Zusammenhänge.

polnische Frontkämpfer in Berlin.

Berlin, 8 DH. (DNB.) Am Mttwoch traf in Berlin unter Fuhruna des Sejmabgeordneten und Bürgermeisters von Kattowitz Jan Karkoszka eine Abordnung polnischer Frontkämpfer ein Der Reichsknegsopferführer O b e r l i n d 0 b e r und der Leiter des Deutsch-Polnischen Instituts Professor von Arnim veranstaltete in den Räumen des Nationalen Klubs einen Begrüßungsabend, dem ""ch der polnische Botschafter Lipski erschienen war. Reichsknegsopferführer Oberlindober erklärte, die Frontsoldaten würden nicht aufhören, für den

Frieden und das Ansehen ihrer Böl- ker zu arbeiten. Man müsse daran denken, daß Polen gemeinsam mit Deutschland einen Schutzwall gegen den Wahnsinn des asiatischen Bolschewis- mus bilde. Die in die Zukunft schauende Arbeit des Marschalls Pilfudfki und die Arbeit des Füh­rers Adolf Hitler sei für Deutschland und Polen richtungweisend.

Der Sejmabgeordnete Karkoszka erklärte: Polen wünscht nur den Frieden, aber ein wahr­hafter Friede ist nicht möglich ohne Erhaltung guter Beziehungen zu seinen Nach­barn. An dem Tage, an dem die nationalsozia­listische Bewegung mit ihrem großen Führer Adolf Hitler zur Macht kam, fing die geschichtliche Wand­lung auch in den deutsch-polnischen Beziehungen an. Die beiden Führer, die Frontkämpfer waren und sich das Vertrauen ihrer Völker erwarben, konn­ten ohne irgendwelche Vorurteile die Normalisie­rung der Beziehungen zwischen den beiden Staaten durchführen. Ich bin überzeugt, daß ich die Meinung des polnischen Volkes vertrete, wenn ich feststelle, daß die gutnachbarlichen polnisch-deutschen Bezie­hungen ein unbedingter Faktor des europäischen Friedens sind."

Die Spaltung im österreichischen Hermatschutz.

Wien, 7. Oft. (DNB.) Major Fey erklärte der Presse, daß er auf Grund der Satzungen des

Heimatschutzes zum Landesführer von Wien wiedergewählt, die Führung des Heimatschutzes in Wien rechtmäßig über­nommen habe. Dies fei auch amtlich aner­kannt worden, da die Polizeidirektion ins Ver­einsregister seinen Namen als Landesführer von Wien eingetragen habe. Major Fey erklärte, daß sich zahlreiche Unterorganisationen in den Bundes­ländern, ja sogar gan^e Gaue von dem Befehl der Bundesführung losgesagt und sich ihm unterstellt hätten. Heute könne man sagen, daß 80 v. H. der Heimatschützler gegen Starhernberg einge­stellt seien. Schon im Sommer habe eine Führer­tagung des Kärtner Heimat schütz es den Beschluß gefaßt, Starhernberg zum Rücktritt auf­zufordern und an seine Stelle ein aus Fey, Neu­städter, Stürmer und Steidle bestehendes Direk­torium einzusetzen. Der Tiroler Heimatschutz habe Starhernberg schriftlich sein stärkstes Miß­trauen ausgesprochen und ihn zum Rücktritt auf­gefordert. Schließlich fei dann seine, Feys, Wahl zum Wiener Landes führer erfolgt. 40 000 Heimatschützler in Wien hätten sich für ihn ausge­sprochen. Der Beschluß der Führertagung unter dem Vorsitz Starhembergs besage gar nichts. Alle damals anwesenden Personen seien von Starhem- berg abhängig und kämen daher für eine freie W>llensbildung nicht in Frage. Einzelne Unter­führer hätten gegen die ausdrückliche Anweisung der von ihnen vertretenen Gruppen für Starhem- berg gestimmt.

Moskau droht mit offener Parteinahme für die Madrider Marxisten-Mgierung. Gowjetrussischer Schritt beim Nichteinmischungskomitee in London.

L 0 nd 0 n. 8. Ott. (DNB. Funkspruch.) Lin Ver­treter der Sowjetbotschaft in London Hal im $o- reign Office eine Entschließung seiner Regierung uberreichL Die Erklärung enthält zunächst eine Reihe von zweifelhaften Angaben, die eine Verletzung des Abkommens der Nichteinmischung beweisen sollen, und schließt mit der Drohung,daß die Sowjetregierung sich, wenn die Verletzungen des Abkommens über die Nichteinmischung nicht un­verzüglich aufhören, frei von den Verpflichtungen erachten wird, die sich aus dem Abkomme ergebe n. Die Erklä­rung war an den Vorsitzenden des Richteinmischungs­ausschusses, Lord Plymouth, gerichteL Der Ausschuß wird sie auf der nächsten Sitzung am Freitag behandeln.

Aus Genf meldet Reuter, daß man die Drohung Moskaus, sich nicht länger an das Neutralitäts- abkommen gebunden zu fühlen, als außerordentlich ernst betrachte. Man nehme an, daß die Sowjets ihre Drohungen wahrmachen könnten, ohne Verzug die spanische marxistische Regierung offen zu unter st ühen. Lit- winow-Finkelstein sei schon schwer davon abzubrin­gen gewesen, diese Frage in Genf aufzuwer­fen; da aber der Völkerbund noch mindestens drei Tage zusammenbleibe, könne er vielleicht jetzt das Problem des spanischen Bürgerkrieges zur Sprache bringen. Die Folge der Einmischung in Spanien durch eine Macht seien unübersehbar. In jedem Falle gestalte die Drohung Moskaus d i e Stellung Blums in Frankreich außer­ordentlich schwierig, denn Blums be sie Waffe

gegen den linken Flügel sei immer der Hinweis auf das Beispiel Moskaus in der Frage der Nichteinmischung gewesen. Seine Stellung könne aber unhaltbar werden, wenn Moskau nun offen Partei für die marxistische Regierung in Spanien ergreife.

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Aus der Meldung ist zwar nicht klar ersichtlich, aus was fürVerletzungen" des Nichteinmischungs­abkommens die Erklärung der Londoner Sowjetbot- scbaft anspielt, um sich von den eingegangenen Ver- pflichtunaen freizumachen und eine offene Unter­stützung für die rote Regierung in Madrid einleiten zu können. Seit Monaten sind die Spalten der Weltpresse voll von Meldungen über Waffen-, Mu- nitions- und Flugzeuglieferungen der französischen Volksfront unter stillschweigender Duldung des mit Moskau verbündeten Kabinetts Blum, täglich laufen Nachrichten aus Spanien ein, daß dort die Send­boten des Bolschewismus die Leitung des roten Widerstandes gegen die auf allen Fronten vor­rückenden nationalen Truppen übernommen haben. Aus Moskau importierte Propagandisten feuern im Rundfunk von Barcelona und Madrid die spanischen Anarchisten zur Vernichtung des spanischen Bürger­tums an. Sowjetrussen sind die Anführer bei den scheußlichen Grausamkeiten, die täglich die Bevölke­rung der noch von den Roten gehaltenen Gebiete in Schrecken setzt. Und da hat man in Moskau die Stirn, anderen Ländern den Bruch des Nichtein- mifchungspaktes vorzuwerfen, um einen billigen Vorwand zu haben, um in letzter Minute vor dem vollständigen Siege der nationalen Bewegung in Spanien den verzweifelt um ihre letzten Posi­tionen kämpfenden spanischen Marxisten offen die Hilfe gewähren zu können, die man bisher nur

hinter den Kulissen ihnen geboten hat. In London wird man dieser Heuchelei die gebührende Antwort nicht schuldig bleiben.

Der Vormarsch aus Madrid.

Paris, 8. Okt. (DNB. Funkspruch.) Wie der Sender La Coruna am Donnerstagfrüh berichtet, stehen die nationalistischen Truppenteile bereits 10 Kilometer vor Aranjuez. Der Gegner sei auf der Flucht nach Madrid. Er habe 10 Maschinengewehre und über 300 Tote zurückge- lassen. Die Flugwaffe habe bereits die Vorberei­tungen für den Generalangriff auf Madrid eingeleitet.

Der Sender Tetuan teilt mit, daß rote Truppen versuchten, den Gürtel um Malaga zu sprengen. Bei einem Angriff auf die Ortschaft Casares feien sie vernichtend zurückgeschlagen worden. An der Küste bei Cartagena hätten Goldverschiffun- gen auf ein russisches Schiff stattgefunden. Nur noch ein rotes Kriegsschiff, das O-BootBC" befinde sich im Mittelmeer. In Bar­celona sei der frühere Minister Barnes erschossen worden.

Der aus Santander geflüchtete Schriftsteller Con- rado B l a n c 0 berichtet, daß feit etwa 7 Wochen täglich durchschnittlich 20 Personen er­schossen wurden. Im Hafen liege ein Schiff mit 1 2 0 0 Geiseln, das, um Fluchtversuche zu verhindern, mit einem Minengürtel umgeben sei. Das Volksgericht habe feine Macht; selbst im Falle eines Freispruchs bemächtigten sich Anarchisten der Angeklagten, um sie zu erschießen. Alle Waren­lager seien geplündert. Täglich fänden Haussuchun­gen und Verhaftungen statt.

DerKührerbeiderMünchenerTrauerfeierfürGömbös

Die Trauerseier im Kaiserhos der Residenz.

München, 7. Okt. (DNB.) Es war der Wille des Führers, die deutsche Trauerfeier für Julius von © ö m b ö s fo würdig und eindrucksvoll zu gestalten, wie es der hohen Stellung und der her­vorragenden Persönlichkeit des ungarischen Regie­rungschefs, des bewährten Freundes unserer Na­tion, entsprach. Die edle Säulenhalle, die sich nörd­lich an den Kaiserhof der Residenz an­schließt, bot hier den weihevollen Rahmen. Zu bei­den Seiten des Katafalks, auf dem der mit der ungarischen Fahne und einem Rosenkranz, dem letzten Gruß der Witwe, geschmückte Sarg ruhte, hielten je drei Offiziere der deutschen Wehrmacht die Ehrenwache. Zu Füßen des Sarges lagen die Kränze der Angehörigen und der ungarischen Na­tion. Unter dem Befehl des Generalmajors von G ü n k e l rückten gegen 15.30 Uhr die Truppen in den Kaiserhof, in dem auf zehn hohen schwarzver- hüllten mit silbernen Lorbeerkränzen gezierten Py­lonen Flammen loderten. Hier traten drei Kom­panien Infanterie und eine Kompanie Flieger an. Die Lafette fährt vor, die den Toten auf feiner letzten Fahrt durch München aufnehmen sollte. Eine Batterie nahm in der Marstallstraße Aufstellung.

Zur Trauerfeier hatte sich vor dem Sarge mit der Witwe, den beiden Söhnen und der Tochter des Verstorbenen eine große Reihe von ungarischen und deutschen Trauergästen eingefunden. Aus der Heimat des Verstorbenen waren gekommen als Vertreter des Reichsverwefers der königlich-ungari­sche Minister für Kultus und öffentlichen Unter­richt, Dr. Bali n t v 0 n H 0 m a n , der Präsident

des ungarischen Abgeordnetenhauses, Dr. Alexan­der von Sztranyavszky, der Chef des Ge- neralftabs, Generalleutnant von Ratz, mit einer Abordnung von sechs Offizieren des ungarischen Heeres, der königlich-ungarische Gesandte in Ber­lin, Sz10 jay, die ungarische Kolonie in Mün­chen und Vertreter der Deutsch-Ungarischen Gesell­schaft.

Der Führer und Reichskanzler

war zur letzten Ehrung des Toten nach München gekommen. Nächst dem Führer standen die Reichs­minister Freiherr von Neurath, General­oberst Göring und Dr. Frick, die Reichsleiter Reichsstatthalter General Ritter von Epp und Oberbürgermeister Fiehler, ferner die baye­rische Landesregierung, der stellv. Kommandierende General des VII. Armeekorps General der Kavalle­rie Freiherr von Weichs und der Komman­dierende General des Luftkreises V Generalmajor Sperrte, sowie zahlreiche Offiziere und führende Persönlichkeiten aus Staat und Bewegung. Ferner sah man den italienischen Botschafter in Berlin Attolico. Das gesamte Münchener Konsularkorps und eine Abordnung des Münchener Fascios in Uniform.

Der Führer und Reichskanzler entbot in stillem Gedenken dem Toten seinen Gruß und legte einen mit gelben Chrysanthemen gezierten Lorbeerkranz an der Bahre nieder. Noch einmal sprach er den Hinterbliebenen feine persönliche An­teilnahme aus. Mit dem ChoralO Haupt voll Blut und Wunden" begann die Trauerfeier. Nach der Traueransprache und dem Gebet des evangelischen Geistlichen intonierte das Musikkorps das °ieb vom Guten Kameraden". Nachdem sich der Führer ver­

abschiedet hatte,, fuhr die Lafette vor. Sechs Unter­offiziere nahmen den Sarg auf, und während die Trauerparade die militärischen Ehrenbezeigungen erwies, wurde der, Sarg unter den Klängen des Präsentiermarsches auf die Lafette gesetzt. Die un­garische Nationalhymne erklang. Und dann setzte sich der Trauerzug in Bewegung.

Der Trauerzug.

Er wurde eingeleitet von der militärischen Trauer­parade. Hinter den Truppen marschierten paar­weise Offiziere der SS., die die Kränze des Füh­rers, des ungarischen Reichsverwesers, des ungari­schen Abgeordnetenhauses und der Reichsregierung trugen. Die Lafette mit dem Sarg war zu beiden Seiten von den Sargträgern und den Trägem der Kränze der Angehörigen geleitet. Hinter dem Sarge folgten die Angehörigen. In der nächsten Reihe schritten die Reichsminister Freiherr v. Neu­rath und Generaloberst Göring, der königlich- ungarische Staatsminister v. H 0 m a n und der ita­lienische Botschafter Attolico. Hinter ihnen schritten die übrigen Ehrengäste. Feierlich bewegte sich der Zug durch die Marstallstraße über die Maximilianstraße zur Perusa- und Maffei-Straße, über den Ritter-von-Epp-Platz zum Karlsplatz und durch die Bayerstraße zum Südbau des Haupt­bahnhofs. In allen Straßen, von deren Häusern die Fahnen auf Halbmast wehten, standen die Men­schen in ehrfürchtigem Schweigen.

Die Ankunst am Hauptbahnhof.

Vor dem Südbau des Hauptbahnhofes schwenkte die Wehrmacht ein. Die Kranzträger gingen an die Rampe. Die Lafette mit dem Sarg fuhr vor dem

Königssalon vor. Die Menge entblößte das Haupt und erhob die Hand zum Gruß, als sechs Unteroffi­ziere der Wehrmacht den Sarg von der Lafette hoben, um ihn in den Königssalon zu tragen. Der Königssalon war würdig mit schwarzem Tuch und Lorbeerbäumen geschmückt. In den Ecken waren zwei ungarische Nationalfahnen und zwei Haken­kreuzfahnen angebracht. Während der Sarg in dem Königssalon auf den Katafalk gesetzt wurde und Offiziere der deutschen Wehrmacht am Sarg die Ehrenwache bezogen, sprachen Reichsaußenminister Fr eiherr von Neurath, Generaloberst Gö­ring und andere den Hinterbliebenen ihr Beileid aus, die noch in stillem Gebet eine Zeitlang vor dem Sarge verweilten.

Um 21.45 Uhr wurde, während die Offiziers­ehrenwache Spalier bildete, der Sarg von sechs Unteroffizieren der deutschen Wehrmacht zu dem schwarz ausgeschlagenen und mit Lorbeer sowie Blattpflanzen geschmückten Transportwagen ge­tragen, während ihm Reichsstatthalter General Ritter von Epp und die übrigen erschienenen Herren das Geleit gaben. Nachdem der Sarg in den Waggon gehoben war, wurden von SA.- Männern die dem Dahingegangenen gewidmeten Kränze, voran das mächtige Gebinde des Führers und Reichskanzlers in den Transportwagen ver­bracht. Sodann fliegen die Familienangehörigen in den ungarischen Salonwagen, während Reichsstatt­halter Ritter von Epp und General der Kavallerie Freiherr von Weichs, die dem Toten im Auftrage des Führers und Reichskanzlers von München bis zur Landesgrenze bei Freilassing das Ehrengeleit geben, mit ihrer Begleitung in einem Salonwagen der Reichsbahndirektton Platz nahmen.

Der Trauerzug in Wien.

Wien, 8. Okt. (DNB. Funkspruch.) Der Trauer- zug mit den sterblichen Ueberreften des ungarischen Ministerpräsidenten G ö m b ö s traf um 6 llhr mor­gens auf dem Wiener Westbahnhof ein und wurde dann auf den Ostbahnhof geführt. Dort hatte sich Bundeskanzler Dr. Schuschnigg, Staats­sekretär für Aeußeres, Dr. Schmidt und Staats­sekretär für die Landesverteidigung General Zeh­ner mit einer Offiziersabordnung eingefunden. Eins Ehrenkompanie erwies dem verewigten unga­rischen Staatsmann die militärischen Ehren. Dann legten Bundeskanzler Dr. Schuschnigg und Staats­sekretär Zehner am Sarge Kränze in den öster­reichischen Farben nieder. Eine Musikkapelle spielte das Soldatenlied:Ich hatt einen Kameraden." Ilm 8 Uhr verließ der Trauerzug den Wiener Ostbahn­hof und erreichte kurz nach 9 Uhr die ungarische Grenze.

Dank des Reichsverwesers an den Führer.

Berlin, 7. Okt. (DNB.) Seine Durchlaucht der Reichsverweser von Horthy hat an den Führer und Reichskanzler nachstehendes Telegramm gerichtet:In meinem sowie im Namen der ungarischen Nation danke ich aufrichtigst für die wohltuende Anteilnahme, welche Eure Exzellenz anläßlich des Ablebens des Minister­präsidenten G ö m b ö s zum Ausdruck brachten. Die warme Würdigung, welche die Person des Verbliche­nen in Deutschland findet, wird von allen Un­garn dankbar empfunden.

(Gez.) Horthy."

Kleine politische Nachrichten.

Die alte Kaiser- und Reichsstadt Goslar, dis im Januar 1934 vom Reichsbauernführer zum Ver­waltungssitz des Reichsnährstandes bestimmt wurde, hat durch den Oberpräsidenten die amtliche Bezeich­nungR e i ch s b a u e r n st a d t Goslar" er­halten.

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Neben den am Dienstag genannten Rednern der NSDAP, ist nunmehr auch der Gauinspekteur Ernst Holzkämper (Frankfurt a. M.) als Stoßtrupp-Redner bestätigt worden.

Nach einer Uebersicht des Befehlshabers der Aufklärungsstrettkräfte sind in der Zeit vom 12.9. bis 4. 10. durch deutsche Kriegsschiffe und Dampfer weitere 228 Deutsche und 1118 Ausländer aus Spanien abtranspor­tiert worden. Damit sind feit dem Ausbruch der spanischen Unruhen 5539 Deutsche und 9778 An­gehörige anderer Staaten, insgesamt also 15 317 Flüchtlinge geborgen worden.

Der frühere spanische Gesandte in Warschau Ver­rat v. Bona st re erhielt von General Franco die Ernennung zum Außenminister der spa­nischen Nationalregierung. Bonastre, der sich noch in Warschau aufhält, begibt sich sofort in feine Heimat.

Die Regierung von Paraguay erklärt den Kommunismus als außerhalb des Gesetzes stehend. Jede Art kommunistischer Betätigung wird mit Ge­fängnis bis zu vier Jahren bestraft. Der Staats­präsident wird ermächtigt, für des Kommunismus Verdächtige zu einen Zwangsaufenthalt zu bestim­men oder die Landesverweisung anzuordnen.

Der Moskauer Vertreter desPetit Parisien" bestätigt die Verhaftung von Karl Radek- Sobelfohn im Zusammenhang mit der Trotzki- Angelegenheit.

DerDaily Herald" meldet, daß Ras Jmru, einer der engsten Mitarbeiter des Negus, Gore ver­lassen habe, und auf dem Wege nach dem Sudan sei. Die britische Regierung habe ihm er­laubt, sich in Uganda niederzulassen.

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