Ausgabe 
8.9.1936
 
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kfurt a. M., 7. Sept. Das E x - glück im Werk Griesheim

LPD. Fran

daß von den Blauweißen nichts zu sehen war. Der Unterschied war der, daß bei den Frankfurtern der Ball lief, während bei den Blauweißen die Spieler laufen mußten. Hierdurch hatte Germania ein star­kes Uebergewicht.

Der Spielverlauf vor der Pause sah die Blau­weißen in starker Bedrängnis. Die Gäste setzten sich sofort vor dem Tor der Gastgeber fest, da es dem bestrickenden Netz

p l o s i o n s u n g_____

der IG. Farberrindustrie hat nunmehr ein Todes­opfer gefordert. Einer der bei dem Unglück ver­letzten zwei Arbeiter ist seinen Brandwunden im

erfolgreich abschloß.

Nach dem Wechsel hieß es bald 5:0 durch Elf­meter, den der Mittelstürmer verwandelte. Jetzt begann der Umschwung. Waren es seither die Bsauweißen, die stark hin und her gejagt wurden, so mußten jetzt die Gäste sich manchen Ball erlau­fen. Als der erste Gegentreffer gelang, steigerte sich dies noch mehr, und die Gäste wurden stark zurückgedrängt. Als sich der Vorsprung immer mehr verringerte. Lehrmund und Zeiler (Elfmeter) sagten für die beiden anderen Tore, konnten die Gäste froh sein, an einem so großen Vorsprung zehren zu können.

Die Gäste zeigten eine technisch und taktisch gute Mannschastsleistung. Das Glanzstück war der Sturm, der durch seine schnelle flüssige Kombina­tion und die kraftvollen Schüsse, besonders die des Mittelstürmers, jeden Fußballfreund begeisterte. Die Läuferreihe war der vorderen Reihe sowie den Schlußleuten eine wertvolle Hilfe. Die Hintermann­schaft konnte ihre Sicherheit von der ersten Hälfte während der Drangperiode der Blauweißen nicht immer unter Beweis stellen.

. 1900 in der Aufstellung Fischer; Zeiler, Lippert; Erhard, Heilmann, Garth; Schellhaas, Ranft (En­ders), Jäger, Lehrmund, Henkelmann konnte erst in der zweiten Hälfte befriedigen.___________________

Spielvereinigung 1900 Gießen.

1900 Wehlar 1:1.

Das Spiel gegen Wetzlar hat die Erwartungen nicht ganz erfüllt. Bei Wetzlar fehlte Wohlgemuth, und bei 1900 war es Lehrmund, der ersetzt werden mußte, so daß dem Spiel die Momente entzogen waren, auf die die Erwartungen abgestellt waren. Das Spiel begann mit wenig System. Die Glätte des Bodens erschwerte den Spielern die Ball­kontrolle und den Stand. Hierdurch sah man ein teilweise planloses Spiel. Erst als sich die Spieler einigermaßen mit den Verhältnissen abgesunden hatten, kam etwas Besserung auf. Vor allem bei Wetzlar, die mit halbhohem Spiel und ihren weiten Abschlägen etwas in Vorteil kamen. Zwei klare Chancen, die während dieser Zeit herausgearbeitet wurden, klärte Fischer durch glänzende Paraden. Auf der Gegenseite hatte Lippert Gelegenheit, zum Erfolg zu kommen. Sein Strafstoß ging jedoch knapp über die Latte. Torlos ging es in die Pause.

Nach dem Wechsel kam Wetzlar zum Führungs­treffer. Bei einem Gedränge vor dem Tor der "Blauwi^ißen konnte Garth mfr noch mit der Hand abwehren. Den Elfmeter verwandelte Blech II. Jetzt bekam das Spiel erst seinen Höhepunkt. Auf beiden Seiten mehrten sich die Anstrengungen um eine Verbesserung des Resultats. Bei einem Durch­bruch schien es den Blauweißen zu glücken, als Jäger allein auf das Tor zusteuerte. Sein Schuß geht jedoch an dem herauslaufenden Tormann vorbei an den Pfosten. Nochmals setzen die Blau­weißen zum Gegenstoß an, und bei einem Ge­dränge ist es Ranft, der einschießt. Kurz darauf pfiff der Schiedsrichter wegen eintretender Dunkel­heit ab.

Bei Wetzlar war die Hintermannschaft mit Gunya, Benner, Krikau zuverlässig. Die Läuferreihe mit Kotlar, Zielberg, Hahn gut in Aufbau und Abwehr, während der Sturm in der Besetzung Zambedri, Blech I, Hüth, Zehner, Blech II nicht ganz befrie­digen konnte.

1900, in der Aufstellung Fischer; Zeiler, Lippert; Erhard, Heilmann, Garth; Schellhaas, Ranft, Schombert, Jäger, Henkelmann, war ebenfalls in der Hintermannschaft am sichersten. Schiedsrichter Grote, Lollar, leitete umsichtig und sicher.

1900 Germania 94 Frankfurt a. 2N. 3:5.

Fußball der heimischen Mannschaften

betrogen, obgleich er ein Aufrührer ist, dem man das Wort nicht zu halten braucht. Es war nicht meine Sache, für den Abtransport zu sorgen, und wenn ihm die Regierung da zuvorgekommen ist, bleibt das sein Pech." Er zuckte die Achseln, be­dauerte aber keineswegs.

Was mag aus den drei Deutschen geworden sein", sagte Durham sinnend.Hätte ich noch war­ten sollen auf sie? Aber das chinesische Fahrzeug war heran; es feuerte bereits; ich erkannte nicht gleich, ob auf uns oder gegen die Chinesen an Land. Sie hätten mir einen Wink geben sollen, daß man dieMary D." nicht anzugreifen beab­sichtigte."

Che Wong schüttelte den Kopf.Man ließ sie entkommen", sagte er,das ist ein Unterschied." Der Kapitän sah ihm ins Gesicht, und er hatte das sonderbare Gefühl, daß da immer noch etwas nicht stimmte. Aber er fragte nichts mehr. Er hatte fein Geld. In Singapore, morgen, würde er es be­heben.

Che Wong mochte sehen, wie er wieder nack China kam. Es gingen ständig Dampfer von Singapore nach Hongkong und weiter nordwärts die Küste herauf.

Alles erledigte sich wundervoll glatt. Durham bekam sein Geld. Che Wong verabschiedete sich. Die Mary D." zog heimwärts.

Die beiden Brüder Durham saßen abends in der Kapitänskajüte und waren guter Dinge. Das Ge­schäft hatte sich famos gelohnt.Und du bist bei der Fahrt noch den unerwünschten Schwiegersohn losgeworden", lachte Durham, der Maschinist.

Dem Kapitän gefiel der Einwurf nicht. Er ver­zog das Gesicht.Die Sache drückt mich", bekannte er ehrlich.Man läßt seine Leute nicht im Stich."

Sie hätten zurückkommen können. Das kleine Boot hat lange genug gewartet. Ich sage dir, die drei Deutschen wollten gar nicht zurück. Ich kannte zwei von ihnen gut. Es sind Abenteurer, unzuverlässige Naturen. Du brauchst Dir keine Gedanken zu machen. Selbst wenn du noch drei Stunden gewartet hättest, die Burschen wären nicht zurückgekommen. Schreib ins Logbuch: Bei Macao desertiert!"

Du meinst, sie leben noch?"

(Fortsetzung folgt!)

ders schwierig, da außergewöhnliche Mtterungs- verhältnisse herrschten. Das Mittel der Zehntage- vorhersagen war hinsichtlich des Eintreffens der Voraussage 1933/34 = 80 v. H., 1935/36 = 85,5 v. H. Die Steigerung der Zuverlässigkeit ist also offen­sichtlich. Bemerkenswert ist noch, daß Prof. Baur, der Leiter der Homburger Forschunasstelle, den nassen Sommer bereits Anfang Juni oem Reichs­nährstand und zahlreichen Personen vorausgesagt hatte.

Ein Opfer des Explosionsunglücks von Griesheim.

1900 nicht möglich war, aus

von Kombinationen herauszukommen. Durch den Halbrechten kommen die Germanen in der 15. Mi­nute zur Führung. In der 20. Minute war es der Mittelstürmer, der durch eine Glanzleistung auf 2:0 erhöht. Einen halbhohen Ball zieht er an dem auf ihn startenden Lippert vorbei und aus der Luft saust der Ball, für Fischer unhaltbar ins Netz. Das dritte Tor dagegen hätte nicht zu sein brau­chen, denn eine Flanke des Rechtsaußen, die zu dicht vors Tor kam, wollte Fischer mit einer Hand mei­stern. Der nasse Ball entglitt ihm jedoch und der herbeieilende Halblinke konnte mühelos einsenden. Für das vierte Tor zeichnete wieder der Mittel­stürmer verantwortlich, der eine schöne Kombination

Biedenkopf, 7. Sept. (LPD.) Der H e s s i - sche Geschichtsverein hielt m Biedenkopf seine diesjährige Hauptversammlung ab._ Nach einer Sitzung des Hauptvorstandes am 4. Septem­ber fand am Abend die Begrüßung der Teilneh­mer in Form eines Hinterländer Heimatabends statt. In der am 5. September ftattgerunbenen Mitgliederversammlung wurdeiizunachst^^^

Mm* und Kassenbericht erstattet. Der Verein hatte im abgelaufenen Geschäftsjahr 60 Neuan-

Landes- bibliothe sdirektor Dr. H o p f-Kafsel, wurde zum bes Vereins ernannt. In jedem an- geschlossenen Verein sollen im Winter wenigstens drei Vortragsabende abgehalten werden ' Die nächstjährige Hauptversammlung soll in Hof­geismar abgehalten werden. In der onfchlie- henden Hauptversammlung hielt Staatsarchiorat Dr. W r e d e-Marburg einen interessanten Vortrag über den historisch-geographischen Aufbau des Krei­ses Biedenkopf. Der Vorsitzende, Dr. Hopf- Kassel, wies in einem Schlußwort kurz auf den Sinn der Hauptversammlungen hin. Nach einem Rundgang durch die Stadt begaben sich die Teil­nehmer auf das Schloß und besichtigten das Hei­matmuseum, sowie die Ausgrabungen an der alten Burg. Mit einer gemeinsamen Fahrt durch das Hinterland, bei der zugleich die wichtigsten geschicht­lichen Sehenswürdigkeiten besichtigt wurden, fand die Tagung ihren Abschluß.

Die Zehntage-Wettervoraussage 1936

Die Steigerung der Zuverlässigkeit offensichtlich.

LPD. Frankfurt a. M., 7. Sept. Die Zehn­tagevorhersagen sind in dem erweiterten Zeitraum 1936 erstmalig wöchentlich ausgegeben worden, eine Einrichtung, die sich sehr bewährte, denn sowohl die Landwirtschaft, als auch die übrigen Inter­essenten konnten sich auf diese Weise auf den be­treffenden Tag einftellen.

In diesem Äahre waren die Vorhersagen beson-

Unbekannte ßracht.

Roman von Zranl «j.Braun.

35. Fortsetzung. Nachdruck verboten!

Der Offizier Iah den Europäer an. hier durste

'ich uumm ÄÄ

Lang, der sich bei uns an Bord b°'wdet gehandelt bat-

H-ck bei den ja eigfnttid)

nichtkmehr geschehen. L°digttch«der Me Gedanke AraÄ

dachte? menmne,6ie PaMe °°r,un^n^waren,

würden Hans und John m gehalten,

haben? Oder hatten f'e "1%JUVr gefährlichen für einen Angsthasen, der sch Roman zur Sendung entledigen wollte und einen

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beiden vor ihm. Jtuooii

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untersucht, weil man Jr . br;nqen. Die Leute wollten bei dem Genera e'i 9 Irrtum einge= waren nachher, nachdem > e m entfd)u[b.igten s,ch sehen hatten, sehr höflich batte schon seine blumenreich." Hans Lore^z zitier wie ist

alte gute Laune roieberg änberf au5, bist du cs dir ergangen? Du hebst eübriqen3 die Pakete? seekrank geworden? Wo sin

Hast im sie versteckt?

hing wurde in der üblichen Weise geschlossen. Am gleichen Abend fand sich die Marinekame- radschaft zur Monatsversammlung im Vereins­lokal zusammen. Der Kameradschaftsführer Karl Schlemm machte die freudige Mitteilung, daß auf dem Skagerrak-Platz am kommenden 31. Mai ein Marine-Ehrenmal eingeweiht werden soll. Einen Steinblock von 60 Zentner Gewicht habe die Ge­meinde Driedorf im Westerwald bereits kostenlos zur Verfügung gestellt. Arn kommenden Samstag und Sonntag werde die Marinekameradschaft Ober­ursel dem Butzbacher Marineverein einen Besuch abstatten.

Kreis Scholten

y S ch o t t e n, 7. Sept. Von der Ortsgruppe Schot­ten des Reichsluftschutzbundes wurde im hiesigen Schulungslager der DAF. ein dreitägiger Schulungskursus abgehalten, an dem etwa 70 Amtsträger und Bürgermeister teilnahmen. In vielen theoretischen und praktischen Vorträgen wur­den die Kursusteilnehmer über die verschiedenen Ge­biete des Luftschutzes, der Organisation, die Arten der chemischen Kampfstoffe und deren Bekämpfungs­weise eingehend unterrichtet. Ein Vertreter der Landesgruppe Hessen und der Bezirksgruppe Ober­hessen wohnten dem Kursus bei und gaben noch viele praktische Hinweise und Anregungen. Beson­dere Aufmerksamkeit fanden die Fragen des Luft­schutzes auf dem Lande und die Behandlung der Tiere im Luftschutz. Eine größere Planaufgabe wurde praktisch durchgesprochen. Die Teilnehmer waren im Schulungslager ausgezeichnet unterge­bracht und verpflegt und sprachen sich sehr lobend Über alles Gebotene aus.

<£ Ruppertsburg, 7. Sept. Unser Dors hat keine Arbeitslosen mehr. Alles, was ar­beiten kann und will, hat Beschäftigung gefunden. In der Landwirtschaft ist Mangel an Arbeitskräf­ten. Nur sehr ungern sah man am Samstag die Arbeitsdienstmänner, die bei der Ernte mithalfen, ziehen. Wer jetzt durch unsere Obstpflanzungen aeht, hat seine Freude an dem überreichen B e- hang der Zwetschenbäume. Trotz dieses Behangs sind die Früchte schön entwickelt. Die Schildlaus haben wir durch mehrjähriges planmäßi­ges Spritzen fast vollständig vernichtet. Die Apfelbäume bringen nur eine schwache Mittel­ernte.

* Eichelsdorf, 7. Sept. Der Bürgermeister unseres Ortes, Karl Knodt II., der seit 1923 die Bürgermeistereigeschäfte führte, hat sein Bürger­meisteramt niedergelegt. Da bekanntlich der langjährige Gemeinderechner unseres Dorfes M i tz e kürzlich wegen Unterschlagungen von über 15 000 RM. seines Amtes enthoben und verhaftet worden ist, wird angenommen, daß der Rücktritt Fes Bürgermeisters von seinem Amt auch eine Folge der Verfehlungen des Gemeinderechners dar­stellt.

4- Ober-Schmitten, 7. Sept. Die Birn- und Zwetschenversteigerung der Ge­meinde hatte eine größere Zahl von Kauflustigen angelockt. Der gute Behang drückte die Preise, so daß sie für jeden erschwinglich wurden. Der Durch­schnittspreis für Zwetfchen stellte sich auf 3 bis 5 Mark. Unter diesen Umständen konnte auch der kleine Mann seinen Bedarf decken. Zum erstenmal nach vielen Jahren des Ausfalls konnte die Ge­meine einen größeren Erlös aus ihren Zwetfchen- bäumen buchen, die der Verjüngung und guter Pflege bedürfen.

Kreis Alsfeld.

T Deckenbach, 7. Sept. Am gestrigen Sonn­tag wurden in der hiesigen Kirche die Konfir­manden aus den Orten Deckenbach, Höingen, Schadenbach und Büßfeld vorgestellt. Nunmehr be­ginnt der Konfirmanden-Unterricht. Insgesamt wer­den 17 Konfirmanden eingesegnet, und zwar von Deckenbach 3 Knaben und 4 Mädchen, von Höingen 1 Knabe und 3 Mädchen, von Schadenbach 1 Mäd chen und von Büßfeld 2 Knaben und 3 Mädche-

Preußen.

Jahreshauptversammlung des Hessischen Geschichtsvereins.

Krankenhaus erlegen.

Briefkasten der Redaktion.

(Rechtsgutachten sind ahne Verbindlichkeit der Schriftleitung.)

h. E. k. Zur Verwertung als Altmaterial wird auch Staniolpapier (Blech) von der Altmateri-al- Großhandlung Fritz Schmidt, Gießen, Schlacht- hofstraße 30 (Pulvermühle), die mit der Sammlung von Altmaterial und dessen nutzbringender Verwer­tung beauftragt ist, aufgekauft.

Stammtisch Frankfurter Hof. Ein Skatspieler, der 30 Augen bekommt, ist nicht geschnitten, sondern er ist aus dem Schneider heraus.

1900 Ah. Lollar Ah.

Dieses Spiel kam wieder nicht zum Austraa. da es die ßoUarer AH. abermals oorzogen, zu Hause zu bleiben. Dies ist um so unverständlicher, da es schon das drittemal ist, daß die Gäste nicht zum Spiel antraten. Dieses Verhalten ist mehr als un­sportlich.

Kreisklasse schlägt Bezirksliga.

Teutonia Wahenb.-Stbg. I VfB.-R. Gießen (Liga) 12:1 (4:1).

Nachdem die Teutonen nach der Sommerpause bei Pokalspielen in Leihgestern und Lich jedesmal in beiden Klassen Pokalsieger blieben, sah man dem Spiel in Watzenborn-Steinberg, gestützt auf das gezeigte Können bei beiden Pokalturnieren, gegen VfB.-R. Liga mit etwas Zuversicht entgegen. So wurde man denn auch nicht von dem Können der Platzmannschaft, die künftighin der 1. Kreisklasse zu- geteilt ist, enttäuscht, ja jeder objektive Zuschauer dieses Spieles mußte sich allen Ernstes fragen: Wer von diesen beiden Mannschaften gehört denn eigentlich der Bezirkslasse und welche Elf der Kreis­klasse an?

Daß VfB.-R. Gießen dieses Spiel nicht auf die leichte Schulter nahm, zeigt die Mannschaftsauf­stellung, die folgendes Aussehen hatte:

Balser Lotz Knauß K. Sauer Mund Fenster

Bischof L. Schmidt Fehling Heß Sponik

O. Fett O. Haas K. Brücke! R. Lang E. Häuser

E. Burger Hrch. Schmandt W. Schmandt K. Jung Karl Schmandt

Teutonia stellte: E. Happel.

Mithin fehlten bei VfB.-R. nur Leuthäuser II und Hauptfeld, während die Teutonen auf den gesperr­ten Verteidiger O. Burger sowie den ernstlich ver­letzten Läufer K. Schäfer verzichten muhte. Ferner probte man den Spieler Ernst Häuser aus der zwei­ten Mannschaft auf Rechtsaußen aus. Die ein­gestellten Leute bewährten sich.

Die Platzmannschaft hatte Platzwahl und wählte gegen den Wind. Sofort nach Spielbeginn mußte die Hintermannschaft der Gäste stark ihre Abwehr­tätigkeit aufnehmen, denn der Teutonensturm hatte sichetwas vorgenommen". Alle fünf Stürmer setz­ten sich bis aufs Aeußerste ein. Das schöne, schnelle Kombinationsspiel sowie der Einsatz wurden auch bald durch zählbare Erfolge belohnt und nach weni­gen Minuten konnte Fett den Führungstreffer er­zielen und damit den Torreigen eröffnen. O. Haas erhöhte umgehend auf 2:0, dem Mittelstürmer Karl Brücke! ein drittes Tor anreihte. Die Gäste, durch diese Erfolge verblüfft, kämpften jetzt hart, aber jederzeit fair, um eine Verbesserung dieses Resul­tats, sanden aber die Teutonen, durch diese Erfolge und die Zuschauer noch angefeuert, in einer aus­gezeichneten Verfassung. Als dann Knauß einen feinen Kombinationszug im Strafraum mit der Hand unterband und O. Fett den fälligen Elfmeter in gewohnter Weife zum 4. Erfolg in die Maschen setzte, war man bereits von dem Sieg der Ein­heimischen überzeugt.

Kurz vor Halbzeit verkürzte der Halblinke Heß der Gäste auf 4:1, jedoch stellte Lang in der ersten Minute der zweiten Halbzeit durch einen 5. Treffer die alte Tordifferenz wieder her. VfB.-Reichsbahn schnitt sein Spiel mehr und mehr auf die sehr gute linke Seite Heß-Sponik zu, jedoch wuchs hier der , kleine Ersatzaußenläufer W. Schmandt über sich > selbst hinaus und meisterte seine Aufgabe, diesen ! gefährlichen Flügel zu halten, zur vollsten Zu- ' friedenhett. VfB.-R. kam für einige Minuten etwas besser auf, jedoch mürben während dieser Zeit von beiden Stürmerreihen herausgearbeitete Torgelegen­heiten ausgelassen. Dann setzten die Teutonen noch- ; mals zum Angriff an. Die Stürmer kombinierten, schossen aus allen Lagen, setzten nach, und noch siebenmal mußte Balser den Ball aus den Maschen holen. Sämtlichen Stürmern gelang es, sich in die Liste der Torschützen einzutragen. Die Gästehinter- mannschaft hatte infolge des raschen Abspieles des Gegners wenig Gelegenheit zur erfolgreichen Ab­wehr. Balser war trotz der zwölf Tore noch nicht einmal schlecht. Ihn trifft keine Schuld an dieser Niederlage. Die Verteidigung siel infolge der an» haltenden Erfolge ber Platzelf immer mehr ab. Die Läuferreihe gab sich die redlichste Mühe, den ein­heimischen Sturm zu halten, war jedoch gegen diese Fünferreihe, in der jeder Spieler einen so außer­ordentlich starken Siegeswillen hatte, vollständig machtlos. Der grün-weiße Sturm kombinierte schön, kam jedoch an den sicheren Verteidigern der Teuto-

wesen waren, als das chinesische Kriegsfahrzeug dieMary D." in die Flucht jagte. Er fragte auch nicht mehr nach den Empfangsbescheinigun­gen bes Generals Wei. Durham sah ihm währenb der Fahrt bis Singapore mit wachsendem Er­staunen zu.

Einmal saßen sie in der Kapitänskajüte, und Durham konnte die Aeußerung nicht länger zu­rückhalten:Eigentlich ist unser Unternehmen mißglückt, Mr. Che Wong. Nicht durch unsere Schuld. Aber der Zweck, dem General Wei die Waffen zu liefern, dürfte verfehlt sein. Sicher hat der Dampfer der Zentralregierung Truppen gelandet und sich der Waffen bemächtigt, ehe Weis Leute sie hätten wegbringen können."

Natürlich ist es so gewesen."

Das ärgert Sie nicht?" Ich finde es korrekt und fair, daß Sie die Ladung sofort bezahlt haben. Wie gesagt, wir haben getan, was wir konnten. Aber daß Sie über den Fehlschlag noch erfreut scheinen ober wenigstens so etwas wie Ge­nugtuung empfinden ..." Er brach ab.

Che Wong kicherte wie ein albernes Mädchen. Sie schauen nicht durch, Kapitän", sagte er.

Was durchschaue ich nicht?" Durham stutzte. Haben Sie etwa doppeltes Spiel getrieben? Wußte die Zentralregierung, daß in jener Nacht an jenem Küstenpunkt Waffen für General Wei ge­landet werden sollten?"

Gewiß. Haden Sie sich nicht gewundert, daß das Bewachungsfahrzeug uns ganz unbehelligt ließ? Wir durften entfliehen." Che Wong blieb gelassen. Durham hielt einen Augenblick die Luft an.Che Wong"", stieß er dann heraus,wenn Sie mir das vorher gesagt haben würden..."

Hütten Sie es mit der Angst bekommen. Ich weiß das. Deshalb war es besser so. Ich bin im Dienst der Zentralregierung und kehre jetzt nach Kanton zurück oder nach Schanghai, wohin man mich beordert." .

Haben Sie denn Ihr Geld vom General Wei bekommen?" _ , , ,

Che Wong schmunzelte.General Wei hat vor- her seinen Scheck nach London schicken müssen. Ich habe dafür eingekauft. Ich habe die Waffen auch abgeliefert. Im Augenblick, wo sie am Macao- Ufer waren, galt der Auftrag für mich als erledigt. Ich habe demnach den General Wei nicht einmal

Die Pakete existieren nicht mehr."

Was sagst du da?"

Die Wahrheit. Setzt euch und hort zu. Ru­dolf Terbrügge erzählte ihnen mit merklichem Herzklopfen die Geschehnisse. Er bemerkte gut die Bestürzung in ihren Gesichtern.

Wir haben die Explosionen gesehen sagte Hans Lorenzen. Er erbleichte noch nachträglich. Alle Wetter, Rudolf, was bist du für ein fixer Kerl!" Er hielt ihm die Hand hin in impulsiver

Glück", sagte Rudolf Terbrügge leise,Zufall, daß ich in den stillen Raum geriet. Hier auf Deck hätte keiner von uns das dünne Ticken gehört.

Sie saßen ganz still.Der Schurke , sagte John Schnakenbeck einmal leise, aber es kam vom Ker­zen. ,Wenn mir der Hund noch einmal über den Weg 'läuft...", und er sah seine Hände an.

,Das wird nicht der Fall sein", meinte Hans Lorenzen.Tsai Ta Wang wird erfahren, daß dieseWeiße Wolke" gut in Kanton angekommen ist Wir müssen also hinter seine Tucken geraten sein, und also wird er, ehe der Dampfer wieder in Victoria sein kann, das Weite gesucht haben. Er fährt einfach mit seinem .Hausboot ein paar Kilometer südlich oder nordwärts. Die 6ayr- zeuge sehen sich alle ähnlich. Polizeiliche Anmel­dung kennen Jie nicht. Du findest den Mann nie- m©ie brachen das Gespräch ab. Eine gewisse Zeit ninrt xhin in der sie wahrscheinlich alle ähn­lichen h' Gedanken nachgingen. Plötzlich dann war eine körperliche Müdigkeit ba. Die Sonne; ober die Erregungen der letzten Zeit..

Zuerst schnarchte Hans Lorenzen. Dann folgte ihm weitaus weniger melodisch aber lautftarter, M'n Schnakenbeck. Rudolf Terbrügge erlebte eine 2lrt Halbschlaf. Chinesen waren hinter ihm her und er warf Bomben. Sie gingen jedesmal dicht ^Die ' Weiße Worüber machte gute Fahrt. Der Perlfluß lag spiegelglatt und ruhig. Der Abend versprach schön zu werden.

13. Kapitel.

<mr (The Wong verließ den Kapitän Durham und die ^Mary D." in Singapore. Durham be- . Ebe Wong prüfte Nicht einmal

Ä 'ob Ak-ich alle Kiste'n "schon gelandet ge-

Die Frankfurter Mannschaft zeigte wieder ein- ..... mal wahres Fußballspiel. Besonders in der ersten der Hälfte war dies so überzeugend und eindrucksvoll,