neu, gut unterstützt von der eifrigen Läuferreihe, nicht vorbei. Happel meisterte dann das noch übrige sicher und zeigte sich in einigen schönen Paraden seiner Aufgabe gewachsen. Schiedsrichter Offenbacher (Gießen) hatte ein leichtes Amt.
*
Die erste Jugendmannschaft der Teutonen spielte in Gießen gegen die erste Jugend des VfB.-R. und verlor erwartungsgemäß mit 5:2 Toren. — Die zweite Mannschaft war spielfrei.
DfB.-Reichsbahn Gießen.
VfB.-R. 2. — Sportfreunde Wehlar 2. 3:3 (1:3).
Die Gießener traten die Reise nach Wetzlar mit nur 8 Mann an. Sportlicher Weise stellten die Wetzlarer noch einen Spieler den Gießenern zur Verfügung, so daß sie wenigstens mit 9 Mann anfangen konnten. Aber schon nach kurzer Zeit schied ein Gießener Spieler verletzt aus, und die Mannschaft war hierdurch gezwungen, bis zur Halbzeit mit 8 Mann zu spielen. Das Spielresultat entspricht dem Spielverlauf.
VfB.-R. 4. Jgd. — 1900 3. Jgd. 2:3. Die 4. Jgd. unterlag dem Gegner vom Trieb. Das Lokalspiel der 1. Schülermannschaften fiel aus. VfB.-R. 2. Schüler — 1900 2. Schüler 2:5: Die 2. Schülermannschaft unterlag den 1900ern mit 5:2 Toren. In diesem Spiele waren die Leute vom Trieb offensichtlich die Besseren.
VfB.-R. 3. Schüler — 1900 3. Schüler 11:0: Einen haushohen Sieg feierte die 3. Schülermannschaft gegen die gleiche des Lokalgegners. In diesem Spiele hatten die 1900er nichts zu bestellen.
Gute Erfolge
der VfB.-R.-Zugendlichen in Kassel.
Die Expedition der Jugendlichen nach Kassel zum Gau-Jugendsportfest des Gaues XII Nordhessen mußte noch in letzter Minute verkleinert werden, da die beiden besten Jugendlichen Kley und Moll von der HI. zum Gebietssportfest in Darmstadt benötigt wurden. So fuhr man mit den G-Jugend- lichen Mootz, Dietrich; ferner der 8-Jugendliche Büdenbender und der Jungmann Huppert. Die VfB.-Reichsbahner schlugen sich glänzend und errangen einen ersten Sieg, zwei zweite Siege und drei dritte Preise. Besonders Huppert lief diesmal glänzend und belegte bei den Jungmannen im 100- Meter-Lauf den zweiten und im 200-Meter-Lauf den dritten Platz. Bei den Jugendlichen war Mootz in guter Form. Er gewann das Kugelstoßen und belegte im 100-Meter-Lauf den zweiten Platz. Ferner wurde er im Weitsprung noch Dritter, Dietrich, der zum erstenmal startete, fand sich sehr gut zurecht und wurde im 100-Meter-Lauf Dritter, knapp hinter Mootz. Büdenbender stieß im Kugelstoßen * Bestleistung mit 10.39 Meter, konnte aber damit keinen Platz erzielen. Hervorzuheben ist noch, daß die einzelnen Felder so stark besetzt waren, daß man nur über einen Erfolg im Vorlauf zum Endlauf kam. Bei manchen technischen Wettbewerben mußten sogar Mindestleistungen gefordert werden, um zum Vorkampf zu kommen.
Leichtathletik der Sp.-Vg. 1900.
A. Kilo in Erfurt siegreich.
Bei dem ausgezeichnet aufgezogenen, leider durch Regen etwas gestörten Leichtathletikgaukampf Mitte gegen Hessen in Erfurt schlugen sich die beiden 1900er Kilo und Hermann recht gut. Besonders Kilo bewies einmal mehr, daß er eine der stärksten und zuverlässigsten Waffen des Gaues XII ist. Trotz schlüpfrigen Bodens kamen seine Diskuswürfe sicher heraus, und bereits beim zweiten Durchgang erreichte er seine Siegerleistung von 42,49 Meter. Auf den zweiten und dritten Platz kamen die Mitte- Leute Lupke (Magdeburg) mit 41,02 Meter und Langbein (Unterlind) mit 40,90 Meter. Im 110= Meter-Hürdenlauf hatten die Hessen keine Siegeschancen. Glaw (Halle) siegte hier in der guten Zeit von 15,8 Sek. vor Graßhoff (Halle), der 16,4 Sek. benötigte. Für Herrmann als Dritten wurden 18,1 Sekunden gezettet. Für Hessen war noch Mergard (Kassel) im Nennen, der jedoch infolge Verlassens der Bahn disqualifiziert werden mußte.
Bei dem Jugendfestsport in Kassel stieß Hungerland (1900) auf sehr starke Konkurrenz, lieber 100 Meter hielt er sich sehr tapfer. Er kam in den Endlauf und wurde hier in 12,1 Sekunden Fünfter. Beim Stabhochsprung entwickelte Hungerland — wenigstens im Wettbewerb — noch nicht die nötige Sicherheit. Außer Konkurrenz kam er dann auf 2,70 Meter.
Vereinsführertagung des Eportkreises Gießen.
Zur angesetzten Zeit eröffnete der Kreisfachamtsleiter Hugo Henkel (Gießen) die Tagung der Vereinsführer. Er erinnerte zunächst an die großen Geschehnisse der Olympischen Spiele und die errungenen Siege, die nicht zuletzt ein Erfola der neuen Zusammenfassung der Kräfte im deutschen Sport gewesen seien. Die Einheit im deutschen Sport fei zu einer Kraftquelle geworden. Die olympischen Siege seien aber auch eine Anerkennung nicht nur der Kämpfenden selbst gewesen, sondern auch der Mitarbeiter im Sport.
In die Hand der Vereinsführer fei vertrauensvoll ein Teil der Jugenderziehung gelegt. Das fei für jeden Vereinsführer heilige Verpflichtung und Aufforderung zum Opfer. Kameradschaft und Zusammengehörigkeitsgefühl sollen dabei die Kräfte stärken. In kameradschaftlichem Sinne sollen auch in diesem Jahre wieder die Fußball-Verbandsspiele durchgeführt werden. Man müsse sich dabei vor Augen halten, daß einen Sieg mit allen Mitteln erringen nicht den Verlust, als faire Mannschaft zu gelten, aufwiegen könne. Unsportlichkeit des einzelnen müsse geahndet werden. Der Verein solle aber nie unter dem einzelnen leiden. Jeder Verein müsse deshalb eine große Aufgabe in der Erziehung seiner Spieler zur Sportlichkeit erkennen.
Anschließend sprach er über die Gründe der Neueinteilung der Bezirksklasse, insbesondere darüber, warum die 2. Mannschaften der Bezirksklassenvereine in einer Gruppe zusammengefaßt worden sind. Nachdem er noch kurz die Notwendigkeit einer Umgruppierung der Kreisklassengruppen, bedingt durch die Tatsache, daß der politische Kreis Alsfeld zu
dem Sportkreis Gießen geschlagen worden war, dargelegt hatte, sprach der Kreissportwart Wilhelm Muhl, Gießen, über die Neueinteilung der Kreisklassen. Die 1. Kreisklasse umfaßt jetzt 5 Gruppen. Je 2 Gruppen gehören dem politischen Kreis Gießen mit dem politischen Kreis Alsfeld an, 2 Gruppen dem politischen Kreis Wetzlar und 1 Gruppe dem politischen Kreis Dill.
Daraufhin sprach der Kreisjugendwart Rudolf A n s ch ü tz , Biskirchen. Er beschäftigte sich in erster Linie mit den Ausgaben der Jungführer und Oberjungführer und ihrer Stellung in den Vereinen. Zum Schlüsse sprach noch der Kreis-Schiedsrichter- Mitarbeiter Bruno Grote, Mainzlar, über Schiedsrichterfragen und Verbandsspiele und gab neue Regeländerungen und ihre Auslegung bekannt. Pünktlich schloß der Kreisfachamtsleiter in gewohnter Weise die Tagung.
Spielabteilung Tv.1889 Klein-Linden
Am Sonntag konnte Klein-Lindens Fußball- Mannschaft wieder zu einem schönen Erfolg kommen. Mit einer 3:1-Niederlage wurde die 1. Mannschaft von Leihgestern geschlagen. Das Spiel begann mit sehr schnellen Angriffen auf beiden Seiten, ohne daß es zunächst zu Erfolgen kam. Erst kurz vor Halbzeit kam Klein-Linden im Anschluß an einen Eckball zum ersten Tor. Nach der Pause wurde das Spiel durch den Regen stark beeinträchtigt. Als der einheimische Halblinke einen von der Latte abgesprungenen Ball erreichte und damit auf 2:0 erhöhte, stürmten die Einheimischen unaufhaltsam und konnten später durch ihren Mittelstürmer auch noch zu einem dritten Tore kommen. Kurz vor Schluß konnte Leihgestern durch einen Schuß aus großer Entfernung das einzige Gegentor erzielen. Die neuaufgestellte 2. Mannschaft von Klein- Linden verlor hoch mit 0:8 Toren gegen die 2. Elf von Leihgestern. Auch die Schüler verloren hoch gegen die Gäste.
Wanderpreiskegeln in Wiefeck.
Am Sonntag wurde auf der Kegelbahn des Kegelklubs „Alle Neun" bei Gastwirt Völzel in Wie- feck der dritte und entscheidende Kampf um den Wanderpreis, den die drei Wiesecker Vereine unter sich austrugen, ausgekegelt.
Dem Kegelkranz „Vorwärts", der den ersten Kampf im Jahre 1936 gewinnen konnte, war es vergönnt, mit feiner 10er Mannschaft auch den dritten Kampf zu gewinnen. Wenn auch der Kegelklub „Gut Holz" den zweiten Kampf gewann und den Vorsprung von „Vorwärts" bis auf 8 Kegel Unterschied auf der eigenen Bahn aufholen konnte, war es ihm nicht vergönnt, den Sieg beim entscheidenden Kampf zu wiederholen. Mit großem Interesse war man auf die Austragung dieses Kampfes gespannt, stand es doch ganz offen, da sich „Gut Holz" und Vorwärts in der Holzzahl fast gleich standen.
Den Kampf eröffnete die Mannschaft von „Alle Neun", der es gelang, die Holzzahl von 158f> zu erreichen. An zweiter Stelle warf die Mannschaft des Vereins „Gut Holz", die die Holzzahl von 1430 erzielte. Nun war man gespannt; wird es dem
„Vorwärts" gelingen, feinen vorjährigen Sieg zu wiederholen, Die in die Mannschaft gesetzten Hoffnungen haben sich bestätigt. Alle 10 Mann haben sich von ihrer besten Seite gezeigt, ohne Versager, erreichten sie eine Holzzahl von 1564 Holz. Wenn sie mit einem knappen Unterschied von 21 Holz hinter der Mannschaft von „Alle Neun" geblieben sind, so haben sie durch die erreichte Holzzahl bei den vorher stattgefundenen zwei Kämpfen, den Sieg an sich gebracht.
Die in großer Zahl anwesenden Zuschauer sind auf ihre Rechnung gekommen.
In der Einzelbewertung erreichten die Kegler Theodor Hildebrand mit 173 Holz, Wilhelm Strack mit 171 Holz, beide vom Kegelklub
Luftschutz — das Gebot der Stunde!
„Alle Neun", Willi Rupp mit 168, Hans Küm - m e l mit 166 und Aug. Niermeyer mit 165 Holz, alle drei vom Kegelkranz „Vorwärts", die Bestleistung. In den drei Kämpfen erreichten Kegelkranz „Vorwärts" 4613 Holz, „Gut Holz" 4472 Holz und „Alle Neun" 4387 Holz.
Weitmeisierschasten
der Amateur- und Berufsstraßenfahrer.
Die Schweizer Weltmeisterschafts-Woche wurde am Sonntag im Berner Bremgartenwald mit den Titelkämpfen der Amateur- und Berufsstraßenfahrer beendet. Neuer Amateur- Weltmeister wurde etwas überraschend der Schweizer Buchwalder, dem kurz vor Schluß des 145 Kilometer langen Rennens ein Ausreißversuch glückte. Der Schweizer gewann in 3:58:01 Stunden vor Weber, Schweiz (3:58:12), und Fravalli, Italien (3:58:48). Als bester Deutscher erreichte Meister Scheller den neunten Platz; Schöpflin wurde 13., ßöber und Ruhland belegten den 22. bezw. 23. Platz.
A. Magne, Frankreich heißt der neue Meister der Berufsstrahenfahrer. Der Franzose unternahm ebenso wie Buchwalder wenige Runden vor Schluß einen Alleingang und traf mit nahezu neun Minuten Vorsprung am Ziel der 220 Kilometer langen Fahrt ein. Seine Zeit war 5:53:32 Stunden. Bini, Italien, und Middelkamp, Holland, folgten. Meister Umbenhauer hielt sich stets mit im Vorderfelde und belegte im Spurt den neunten Platz, während Geyer und Bautz vorzeitig ausschieden.
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