Ausgabe 
8.9.1936
 
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Cm Ehrenmal den Toten -er Bewegung.

NSG. Am Sonntag wurde ein Ehrenmal zum Gedenken der gefallenen Kame­raden des Kreises Bensheim eingeweiht.

Oer Gauleiter uud Reichsstatthalter

hielt es für eine selbstverständliche Ehrenpflicht, diese Weiye persönlich oorzunehmen. Seine An­sprache war sowohl ein Trost für die Hinterbliebe­nen als auch ein Bekenntnis und eine Verpflich­tung für die Lebenden. Er schilderte noch einmal den Weg des Vaterlandes, der durch Not und Elend geführt hat, unb erinnerte an jene Zeit, da es eben nur einer war, der die Fahne für die Freiheit des Volkes hißte: Adolf Hitler. Er ge­dachte dabei der Kameraden, di« zuerst dieser Fahne auch im Kreise Bensheim gefolgt sind. Selbstlos und treu gaben jene ersten Kämpfer der Bewegung alles, was sie hatten, und zuletzt sogar ihr Leben. Und wir, die jetzt leben, wollen immer daran den­ken, daß

das Leben ein ewiger Kampf bleibk unb daß Deutschland ewig kämpfen mutz, wenn es nicht untergehen will.

Am Schluß der Feier begrüßte dann der Gauleiter die Hinterbliebenen unserer gefallenen Kameraden.

Gleichzeitig nahm er auch Die Gelegenheit wahr.

das neue Partei heim der Kreisleitung Bensheim zu besuchen. Dieses Parteiheim ist insofern als vorbildlich zu betrachten, weil es tn seinen Räumen eben nicht nur die Partei, sondern sämtliche Gliederungen beherbergt so daß schon rein äußerlich die untrennbare Einheit der Bewegung und ihrer Gliederungen dargestellt wird. In diesem Sinne äußerte sich auch der Gauleiter sehr zufrieden über diese Art der Unterbringung der Partei und ihrer Formationen. ,

Alles in allem kann festgestellt werden: Der Kreis Bensheim hat seinen Toten durch jenes Ehrenmal das stete Gedenken zukünftiger Generationen ge- währleistet.

Möge es ein Mahnmal bleiben für alle kom­menden Geschlechter, niemals das zu vergessen, was der Gauleiter am gestrigen Tage sagte, dah ewiger Kampf einzig und allein nur Leben bedeutet und daß ohne steten kämpferischen Ein­satz auf dieser Welt nichts zu erreichen ist.

Menschlich gesehen haben wir längst von unseren Toten Abschied genommen, aber wir bleiben doch durch unseren nationalsozialistischen Geist auf ewig miteinander verbunden. Selb st los und treu war ihre Parole, und diese Parole bleibt auch die unsere, heute und immerdar!

Tagung -es Kreisverbanves Schotten -es Deutschen Gemein-etages.

* Schotten, 5. Sept. Im hiesigen Rathaussaal fand gestern unter Leitung des Obmanns, Bürger­meister M e n g e l, Schotten, eine Tagung d e s Kreisverbands Schotten des Deut­schen Gemeindetags statt. Die Gemeinden waren vollzählig vertreten. Als Gäste konnten be­grüßt werden Kreisleiter Kromm, Regierungsrat Schwan und Inspektor Alles vom Kreisamt Schotten. Zur Freude der Versammlung war auch der Geschäftsführer der Landesdienststelle Hessen- Hessen-Rassau, Dr. G ö b , Frankfurt, erschienen.

Inspektor Alles brachte verschiedene Fragen zur Sprache, die sich auf formale Dinge, Anträge auf Pässe, Einzelhandelsschutzgesetz u. dgl. bezogen.

Regierungsrat Schwan gab eine Reche von Ausschreibungen und Verfügungen bekannt. Der Zigeunerplage ist schärfstens entgegenzutreten. Eme Verschönerungsaktion unserer Dogelsberggememden, Blumenschmuck usw., soll durchgeführt werden. Auf erhöhte Obstbaumpfleae ist Wert zu legen. Das Jugendherbergswerk ist zu fördern. Die baupolizei­lichen Bestimmungen, besonders bei Bauten außer­halb des direkten Ortsbezirks, sind streng einzuhal­ten. Die Diensträume sind schön und geschmackvoll auszugestalten. Die Gemeindekassen sind einer öfte­ren Revision zu unterwerfen. Vor allem ist dem Luftschutz erhöhte Aufmersamkeit zu schenken.

Dann hielt Herr Friedrich, Außendienstbeauf­tragter der Reichsfachgruppe Seidenbauer, einen interessanten Vortrag über den Seidenbau und die volkswirtschaftliche Bedeutung dieses Wirtschafts­zweiges. Auch im Vogelsberg soweit es sich nicht um ausgesprochene Höhenlagen handelt ist der Seidenbau möglich. Der Maulbeerbaum, die Nah­rungsquelle der Seidenraupen, kann überall als Hecken, in Friedhöfen, an Gräben u. dgl. gezogen werden. 1000 Pflanzen reichen für 250 Meter An­pflanzung. Die Zucht bietet für interessierte Volks­genossen eine schöne Nebeneinnahme. Die Gemeinde­oertreter schenkten dem Vortrag starke Beachtung und versprachen Förderung der Zucht.

Sodann hielt Steuerinspektor Kämmerer vom Finanzamt Schotten einen Vortrag über das neue Reichsurkundensteuergesetz. Eine Aussprache schloß sich an.

Der Obmann brachte mehrere Ausschreiben des Gemeindetags zur Sprache, Sammlung des Alt- und Abfallmaterials in den Gemeinden, Ver­meidung von Regiearbeiten durch die Gemeinden und Unterstützung des Handwerks. Dann hielt der Geschäftsführer der Landesdienststelle Hessen Dr. G ö b einen ausgezeichneten Vortrag über wichtige kommunalpolitische Gegenwartsaufgaben, über die Pflichten der Bürgermeister. Er sagte u. a.: Der Bürgermeister läuft bei den vielen kleinen Alltags- forgen zu viel Gefahr, den Blick für das große Ganze zu verlieren. Aus den ungeheuren Leistun­gen und Erfolgen, die feit der Machtübernahme zu verzeichnen sind, muß man sich immer wieder Kraft und Mut holen. Mit welch' unbedeutenden Kleinigkeiten und geringwertigen Sonderinteressen treten oft die Menschen an ihre Gemeinden und Bürgermeister heran. Wie groß ist dagegen das, was der Führer geschaffen hat. Die Etats der deut­schen Gemeinden sind in Ordnung aebracht, die Arbeitslosigkeit ist behoben, der deutsche Einheits­

staat ist hergestellt, die einheitliche Deutsche Ge­meindeordnung ist geschaffen. Das deutsche Volk hat eine Selbstverwaltung, wie fein Volk der Welt. Don den 51000 deutschen Gemeinden werden 49000 ehrenamtlich verwaltet. Darum gehört an die Spitze einer Gemeinde ein pflicht- und verantwor­tungsbewußter, vorbildlicher Gemeindeführer, der allein verantwortlich das beschließende und aus­führende Organ ist. Führer sein heißt nicht kom­mandieren, sondern weise leiten und führen. Der Bürgermeister haftet mit Kopf, Kragen und Ehre für alles, was in der Gemeinde geschieht. Näher ging der Redner dann auf die Stellung der Ge­meinderäte ein, die sich der Bürgermeister zu wirk­lichen Mitarbeitern heranziehen muß und die den Maßnahmen des Bürgermeisters bei der Bevölke­rung Aufklärung und Verständnis verschaffen sol- len. Der Reichsminister des Innern hat erklärt, daß das Recht der Selbstverwaltung von der Reichsre­gierung nicht angetastet werde und daß die Reichs­regierung weife Zurückhaltung in dieser großen Frage übe. Eine Reihe von Einzelfragen (Härte- fonds für notleidende Gemeinden, Gemeindesinan­zen, Reichskreisordnung u. a. m.) behandelte der Redner weiter in überzeugender, anschaulicher Weise. Dann betonte er zum Schluß: Der Führer bleibt uns allezeit Vorbild in unserer Arbeit. Mit begeistertem I a! müssen wir gegen das lächerliche Aber! kämpfen. Der Modergeruch muß aus den Amtsstuben heraus und ein frischer Geist muß hinein. Lebhafter Beifall folgte den schwungvollen, erfrischenden Ausführungen.

Der Obmann übermittelte dem Redner den herzlichen Dank der Versammlung. Kreisleiter Kromm sprach dann das Schlußwort. Auch er sprach ermahnende Worte an die Bürgermeister. Alle Kleinlichkeiten und der geringwertige Alltags- kram müssen zurückstehen bei dem großen Kampf, um den es in der Welt geht. Der Nationalsozialis- mus ist das stärkste Bollwerk gegen den Bolfche- wismus, dem der Führer von Anbeginn an schärf­sten Kampf angesagt und durchgeführt hat. Voll Vertrauen blicken wir zu unserem Führer auf, mehr als je sind wir uns unserer Pflicht ihm ge­genüber bewußt! Begeistert wurde das Sieg Heil auf den Führer ausgenommen. Die Versammlung wurde daraus geschlossen.

Rundfunkproqramm.

Mittwoch, 9. September.

6 Uhr: Ave verum. Morgenspruch. Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 8.30: Bäderkonzert. 10.45: Reichssendung: Reichs­parteitag. 12: Mittagskonzert. 13: Nachrichten (auch aus dem Sendebezirk). 13.15: Mittagskonzert. 14: Nachrichten. 14.10: Der Zeitfunk bringt den Tages­spiegel. 14.20: Dem Opernfreund! (XV.). 15: Volk und Wirtschaft. Deutschland, das Land der Motor­räder. 15.15:Wolfach im lieblichen Kinzigtal, fei mir gegrüßt vieltaufendmal!" Ein Sommertag in einem Schwarzwaldstädtchen. 16: Unterhaltungskonzert. 17 30:Unter hellem Himmel". Funkfolge mit Dich­tungen. 18: Unser singendes, klingendes Frankfurt! 19.45: Reichsfendung: Reichsparteitag. 22: Nachrich­ten (auch aus dem Sendebezirk). 22.30: Nachtmusik

Wirtschaft

an

(50). Tagesgeld 2,50 (2,75) v. H.

Abendbörse ruhig und behauptet.

Bei sehr stillem Geschäft erfuhren die Kurse

der Abendbörse kaum Veränderungen. Gegen die erholten Mittagsfchlußnotierungen stellten sich nach beiden Seiten Abweichungen von etwa 0,25 v. H. ein. Montanaktien blieben behauptet, nur Hoesch 105,50 (106,25). IG. Farben notierten bei einigem Umsatz mit 161,25 (161,50), auch Aku mit 65 gut behauptet, dagegen Bemberg noch abbröckelnd auf 86 (86,25). Elektro-, Maschinen- und Metallwerte lagen unverändert. Der Einheitsmarkt lag sehr still. Renten waren ruhig und behauptet, für Aus­ländsanleihen war die Stimmung eher freundlich, doch fanden nennenswerte Umsätze nicht statt. Von amerikanischen Eisenbahn-Bonds erhöhten sich 4,5- proz. Rock Island Cans, auf 26 (25).

11. a. notierten: 6proz. IG. Farben 125,50, Schutz­gebietsanleihen 10,75, 1913er und 1914er Ungarn 8,90, 4proz. Rumänen 5,90, 4proz. Schweiz. Bun­desbahn 238,50, 3,5proz. do. 224,50, 4,5proz. Rock Island Cans. 26, Commerzbank 99,50, DD.-Bank 98,50, Dresdner Bank 99, Harpener 129, Ilse Ge­nuß 133, Mannesmann 104,50, Hoesch 105,50, Rheinstahl 133,50, Laurahütte 18,25, Verein. Stahl 104,50, Aku 65, Bemberg 86, Conti Gummi 171, Scheideanstalt 72,75, Deutsche Linoleum 170, IG. Farben 161,25, Gesfürel 134,50, Goldschmidt 112, Frankfurter Getreidebörse.

Frankfurt a. M., 7. Sept. Das Weizenange­bot genügt noch nicht den Mühlenbedürfniffen des hiesigen Bezirks, um so mehr als andere Gebiete Zugeständnisse in der Handelsspanne machen. Der Handel außerhalb der Großmärkte umfaßt nur normale Umsätze. Die Roggenanlieferungen blieben besonders in Oberhessen unter dem Bedarf, wäh­rend die höherpreisigen Bezirke eher Angebot haben. Das Braugerstengeschäft wickelt sich bei festen

Mein Mainische Börse.

Mittagsbörse überwiegend schwächer.

Frankfurt a. M., 7. Sept. Die schon in der Vorwoche bestehende Zurückhaltung war heute noch ausgeprägter. Das Geschäft hatte daher wieder nur sehr kleinen Umfang, zumal Aufträge der Kund­schaft fehlten, Infolgedessen stellte die Kulisse ihre am Samstag übernommenen Positionen wieder glatt.

Die Entwicklung am Aktienmarkt war nicht ganz einheitlich, überwiegend ergaben sich aber Rückgänge bis zu 1 v. H. im Durchschnitt, Montan- werte erfuhren darüber hinaus Abschwächungen bis zu 1,75 v. H., so Verein. Stahl, Hoesch, Mannes­mann, Rheinstahl und Klöckner, Harpener 0,25 v. H., Marisfelder 0,75 v. H. niedriger. Von chemischen Werten ließen IG.-Farben auf 160,75 (161,50), Rütgerswerke auf 129,25 (130) nach, Scheideanstalt lagen mit 273 (272,50) behauptet. Elektropaviere kamen zumeist 0,50 bis 1 v. H. niedriger zur Notiz, Gesfürel verloren 1,13 v. H., dagegen notierten Akkumulatoren 2 v. H. höher mit 200. Etwas fester blieben Aku mit 64,75 bjs 65 (64,40), Zellstoff Aschaffenburg mit 120,50 (119,25), dagegen Wald­hof etwa 146 (148). Sonst bröckelten Reichsbank 0,50, Westdeutsche Kaufhof 0,75, Rheinmetall 0,50 v. H. ab, Daimler lagen unverändert, Cement Hei­delberg 1 v. H. höher.

Der Rentenmarkt lag ruhig, aber gut be­hauptet. Altbesitz 114,75, Kommunal-Umschuldung 88,10, Zinsvergütungsscheine 93,13, späte Schuld­buchforderungen 98, dagegen zertif. Dollar-Bonds etwa 0,25 v. H. leichter, 6proz. Preußen 68. Von den Auslandrenten notierten: 4proz. Rumänen 5,90 (6), 1910er Ungarn 8,80 (9,10), 4proz.Mexikaner 9,60 (uno.). Im Freiverkehr nannte man Warschau Wiener Mark mit 13,40, dieselben, Stücke mit 12,40.

Im Verlaufe blieb die Geschäftstätigkeit klein, die Haltung am Aktienmarkt war trotzdem recht widerstandsfähig. Die Kurse veränderten sich gegen den Anfang kaum. IG.-Farben leicht schwankend mit 160,50 bis 161 nach 160,75. Die erst später zur Notiz gekommenen Papiere lagen vorwiegend 0,50 bis 1 v. H. niedriger, Muag verloren 1,40 auf 114,40, während Hanfwerke Füssen 1 v. H. höher waren mit 87. Don Auslandsaktien zogen Chade nach Pause auf 400 (395) für A bis C an. Auch Schweiz. Bahnanleihen roren gesucht, sie erschienen mitPlus-Zeichen".

Renten lagen auch später ruhig und behauptet, Städte-Altbesitz 115,50, Duisburger 114,75. Der Pfandbriefmarkt brachte nur bei Liquidationswerten geringfügige Veränderungen, auch Stadtanleihen überwiegend unverändert, 4,5proz. Darmstadt von 1928 schwächer mit 94,75 (95,25). Don Ausland­renten gingen Ungar. Anleihen bis zu 0,40 v. H. zurück, ferner Anatolier I 43,13 (44,25).

Der Freiverkehr lag still. Adlerwerke 110, Wayß & Freytag 118, Dyckerhoff Cement 139, Ufa 61,50, schwächer aber Oberbedarf mit 48,50 Bries

Preisen und lebhafter Nachfrage ab, aber die guten Qualitäten sind beschränkt, so daß dementsprechend Jndustriegerste, besonders aber Futtergerfte besser angeboten wurden. Hafer ist vereinzelt käuflich. Weizenmehl wird bei kleinem Angebot lebhaft um­gesetzt, während Roggenmehl genügend zur Ver­fügung steht. Nach der Bewirtschaftung der Kleie erwartet man jetzt die ersten Zuteilungen. Die übrigen Futtermittel haben stetige Nachfrage. Rauh­futter findet wenig Interesse. .

Es notierten (Getreide je Tonne, alles übrige je 100 Kilogramm) in Mark: Weizen W13 199, W 16 202, w 19 206, W 20 208; Roggen R 12 162, R15 165, R18 169, R19 171, Großhandelspreise der Mühlen der genannten Preisgebiete. Futter­gerste, Braugerste 200 bis 220, Futterhafer. Weizenmehl Type 790 W13 28,75, W 16 29,00, W19 29,00, w 20 29,35; Roggenmehl Type 997 R 12 22,45, R 15 22,80, R 18 23,30, R19 23,50 plus 0,50 Mark Frachtausgleich. Weizenfuttermehl 13,50. Weizenkleie W13 10,65, W16 10,80, W19 11,00, W 20 11,10; Roggenkleie R12 9,95, R15 10,15, R 18 10,40, R 19 10,50, Mühlenfestpreife ab Mühlen- station. Sojaschrot, Palmkuchen, Erdnuß­kuchen. Treber 16,00 bis 16,50, Trockenschnitzel , Heu 4,60 bis 5,00, Weizen- und Roggenstroh, drahtgepreßt oder gebündelt, 2,00.

Kartoffeln: gelbfleifchige hiesiger Gegend 2,80, weißschalige hiesiger Gegend 2,50 Mark per 50 Kilogramm bei Waggonbezug Frachtverrechnung Frankfurt a. M. Tendenz: ruhig.

Frankfurter Schlachtviehmarkt.

Frankfurt a. M., 7. Sept. Auftrieb: Rinder 292 (gegen 266 am letzten Montagsmarkt), darunter 31 (13) Ochsen, 48 (55) Bullen, 191 (144) Kühe, 40 (36) Färsen. Zum Schlachthof direkt: 26 Ochsen, 11 Kühe, 22 Färsen. Kälber 409 (419), Hämmel und Schafe 265 (66), Schweine 1528 (1068). No- tiert wurden pro 50 Kilogramm Lebendgewicht in Mark: Ochsen a) 43 bis 45 (am 31. August 42 bis 45). Bullen a) 41 bis 43 (40 bis 43). Kühe a) 40 bis 43 (40 bis 43), b) 34 bis 39 (34 bis 39), c) 33 (33), d) 25 (25). Färsen a) 41 bis 44 (41 bis 44). Kälber andere a) 94 bis 97 (89 bis 93), b) 85 bis 93 (80 bis 88), c) 76 bis 84 (81 bis 79), d) 65 bis 75 (60 bis 70). Hämmel b2) 60 bis 62 (55 bis 58), c) 53 bis 59 (). Schafe e) 57 bis 60 (50 bis 55), f) 53 bis 56 (48). Schweine al) 57 (57), a2) 57 (57), bl) 56 (56), b2) 55 (55), c) 53 (53), d) 51 (51). Sauen gl) 56 (56). Marktverlauf: Rin­der und Schweine wurden zugeteilt. Kälber, Häm­mel und Schafe lebhaft, ausverkauft.

Großmarkt für Fleisch und Fett­waren. Beschickung: 1325 Viertel Rindfleisch, 42 halbe Schweine, 72 ganze Kälber, 33 ganze Häm­mel, 48 Kleinvieh. Notiert wurden pro 50 Kilo­gramm in Mark: Ochsenfleisch a) 80. Bullenfleisch a) 76. Kuhfleisch a) 77, b) 65, c) 54. (Alles Höchst- greife.) Kalbfleisch b) 105 bis 120, c) 90 bis 95. Hammelfleisch b) 100 bis 105. Schweinefleisch b) höchster Preis 74. Fettwaren. Roher Speck unter 7 Zentimeter 85 bis 88, Flomen 85 bis 88. Markt­verlauf: flott.

Schwelnemarkk in Alsfeld.

* Alsfeld, 7. Sept. Auf dem heute hier statt­gefundenen Schweinemarkt waren insgesamt 492 Ferkel aufgetrieben, darunter 134 Händler­schweine. Es kosteten sechs bis acht Wochen alte Tiere 17 bis 21 RM., acht bis zehn Wochen alte Tiere 21 bis 24 RM., Läuferschweine 35 bis 37 RM. Der Handel war schleppend, es verblieb ein Ueberftanb von zirka 145 Ferkeln.

Schwemernarlt in Nidda.

EU Nidda, 7. Sept. Auf dem heutigen Schweinemarkt waren 1220 Ferkel zum Ver­kauf aufgetrieben. Es kosteten bis zu 6 Wochen alte Ferkel 12 bis 15 Mk., 6 bis 8 Wochen alte 18 bis 22 Mk., 8 bis 12 Wochen alte 25 bis 28 Mk., 12 Wochen und ältere Tiere 30 bis 40 Mk. Ferner waren etwa 160 Stück Großvieh aufge» > trieben. Rinder im Alter von 3/< Jahren kosteten , 220 bis 240 Mk., tragende Rinder über 500 Mk. Trotz schlechten Wetters war der Markt sehr stark j besucht.

Die Industrie- und Handelskammer Gießen ' gibt Auskunft: 731: Richtlinien für die Erteilung von Bewilligungen für den Einkauf, die Herstellung und die Verarbeitung von Baumwollgespinsten ohne Zell­wollgehalt zur Ausführung kurzfristiger Ausfuhrauf- 1 träge. 732: Handels- und Zahlungsverkehr mit ' Äthiopien» 733: ASKI und private Verrechnung^ ; geschäfte; neue Vorschriften. 734: BroschüreDer Ursprungsbezeichnungszwang in Frankreich" in neuer Auflage. Bestellungen bitten wir bei unserer Kammer aufzugeben. 735: Verlängerung von Kontingentie­rungen in den Niederlanden. 736: Rundschreiben des litauischen Handelsdepartements über die Einfuhr von Waren deutschen Ursprungs.

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. Reichsbankdiskont 4 o.H., Lombardzinsfuß 5 v. H.

Frankfurt a. M.

Berlin

Schluß« kurs

Gchlußk. Abend­börse

Schluß­kurs

Gchlußk. Mittag« börte

Dalum

5.9.

79.

5-9.

7.9.

6% Deutsche Reichsanleihe 0. 1927

101,25

101,25

101,25

101,4

4% Deutsche Reichsanl. von 1934

98,25

98,4

98,4

98,4

67i% Doung-Anleihe von 1930 ..

Deutsche AnI.-AbIös.«Schuld mit

102,5

102,5

102,5

-

Auslos.-Rechten ............

114,75

114,5

114,75

114,6

47i% Deutsche Reichspostschatzan

Weisungen von 1934, 1.......

100

100,1

100,1

99,9

47i% ehem. 8% Hessischer Volk»-

staat 1929 (rückzahlb. 102%) ...

98,5

98,5

98,5

98,5

4Yt% ehem.8°/<> Hessische Lande»

banl Darmstadt Gold R. 12...

97

97

97

5*4% ehem. 47i% Hess. Landes

Hypothekenbank DarmstavtLiau.

100,9

100,9

47i% ehem. 8% Darmst. Komm

Landesb.Goldschuldverichr. R. 6

93,4

93,4

Oberhessen Provtnz-Anleihe mli

Auslos.-Rechten ............

127

127

Deutsche Komm. Sammelabl. An

leche Serie 1 mit Auslos.-Rechten

119,25

119,75

119,5

119,5

47i% ehem.8°/r> Franks. Hyp.-Banl

Goldpfe. 15 unkündbar bis 1935

97

97

67i% ehem. 47i% Franks. Hyp.

Bank'Ltgu.-Pfanobrtese......

5 7i% ehem. 47i% Rheinische

100,75

100,9

Hyp.-Bank-Ltqu.-Goldpfe. ...

100,9

100,75

100,9

100,75

47i% ehem. 8% Pr. Landespfand.

briefanstalt, Pfandbriefe R. 19

97,5

97,5

97,5

97,5

47i% ehem. 7% Pr.Landespfand

briesanst., Gold Komm. Obl. 20

95

95

95

95

Steuergutsch.Verrechnungsk. 34-38

109,65

109,65

109,7

109,7

4% Oesterretchische Goldrente...

31,25

31,75

4,20% Oesterreichtsche Stlberrente

3,25

3,25

3,3

3,25

4% Ungarische Goldrente.......

9,6

9,3

9,3

4% Ungnrische StaalSrente v. 1910

9,15

8,8

8,9

8,8

9,25

8,9

9

8,9

6% abgest. Goldmextkaner von 99

13,4

13,5

13,9

13,75

4% Türkische Bagdadbahn-Anleihe

Serie l...................

,

Frankfurt a.M.

Lerlin

Schluß« kurs

Schluß!. Abend« börff

Schluß« turs

Gchlußk. Miltag« böne

Datum

5-9.

79-

5-9

7.9.

4% oeefli. Serie 11 ...........

_

9,5

5% Rumän. vereinh. Rente v. 1903

7

7

7

4Vr%Ruinän.vereinh.Rentev.lSlk

10,15

10,05

10,25

4% Rumänische vereinh. Rente

5,975

5,75

5,95

6

27*% Anatolier ............

44,25

43,13

43,5

43,5

Hamburg-Amerika-Paket ....

0

14,25

13,9

14

13,9

Hamburg-Südam. Dampfschiff.

0

39

39

Norddeutscher Lloyd ..

0

14,13

14

14,25

14,13

A.G. für Verkehrswesen Akt. ..

0

114,25

114,5

114,25

114,25

Berliner Handelsgesellschaft ...

6

122

122

121,5

121

Commerz, und Privat-Bank ...

4

100

99,9

100

99,5

Deutsche Bank und DiSconto-

Gesellschaft................

4

99

98,5

99

98,5

Dresdner Bank..............

Retchsbank ................

12

184

183,5

183,4

183

21.®.®......................

0

36

35,65

36,13

36,13

Bekula.....................

159

Clektr. LieferungSgelellschaft...

6

126

147

126,25

Licht und Kraft .............

7

147,5

147

147,5

146

Felten & Guilleaume.........

4

130,5

130

130,5

130

Gesellsch.f.Elektr.Unternehmung. 6

135,4

134,5

134,9

134,5

Rheinische Elektrizität ........

6

Rhein. Wests. Clektr..........

6

131,75

129,75

131

130,25

Schuckert LCo...............

6

151

150

151,25

150,5

Siemens L Halske............

8

187,65

186,9

187,5

187,5

Lahmeyer & Co..............

7

139,25

138,25

Buderus ...................

109

107

108,5

107,5

Deutsche Erdöl ..............

4

122,5

123,25

122,75

122,4

Harpener................. 27»

129,25

129

129,5

129

Hoesch EisenKöln-Neuessen .

8

106,75

105,5

106,5

106,25

Ilse Bergbau ...............

6

169

166,5

Ilse Bergbau Genüsse........

6

133,5

133

133,25

133,5

Klöcknerwrrke ...............

3

110,4

109

110,25

108,75

Mannesmann-Röhren........

8

105,65

104,5

105,25

104,4

Frankfurt a. M.

Derlln

Schluß­kurs

Gchlußk. Abend« börse

Schluß« kurs

Gchlußk. Mittag- börse

Datum

5-9.

7.g

5.9.

7.9.

Manssetder Bergbau ..

..... 6 7,

148,5

147,75

148

147,5

Kokswerke ...........

....... 6

128,75

128,5

Rheinische Braunkohlen

..... 12

223

Rhcinstahl ...........

....... 4

134,75

133,5

134,5

133,13

Bereinigte Stahlwerke.

.....B71

105,75

104,5

105,5

104,75

Otavi Minen ........

.......0

32

32

32,13

31,75

Kaliwerke Aschersleben.

.......6

119,13

118,75

Kaliwerke Westeregeln .

.......6

118,5

118,5

118

118,25

Kaliwerke Salzdetfurth

..... IV.

174

175

174,5

175

S. G. Farben-Industrie.......7

SchetdeanstaU...............S

Goldschmidt ................ 6

Rütgerswerke ............... 6

Melallgeiellschaft............. 5

161,5

161,25

161,25

161,5

272,5

272,75

111

112

110,75

112

130

129,25

129,25

128,75

131

131,5

131,75

Ihtltpp Holzmann...........

sementwerk Heidelberg ......

ementwerk Karlstadt.........

4| 123,75 123 1 124

7 142,5 143 -

6| 156 | 156 |

Schultheis Patzenhofer .......4

Aku (Allgemeine Kunstseide) .. 0

Bemberg...................6

Hellstosf Waldhof ............ 6

Zellstoff Aschaffenburg .......o

Dessauer Gas ............... 7

Daimler Motoren............0

Deutsche Linoleum ............g

Orenstein & Koppel ..........0

Westdeutsche Kaufhof.........0

Chade...................... 9

Accumulatoren-Fabrik....... 12

Conti-Gummi..............11

105

105,4

64,4

65

64,65

65

86,75

86

86,5

86,25

148

146,5

146

146

119,25

120,5

119,5

120,5

105,9

105,5

119

118,5

119

118,5

170

170

169,25

83,5

83,75

53

52,25

53,25

52,25

399

400

198

200

200

171

171

172

170,5

Grttzner....................01 33 I 33,5 I 32,65

Matnkraftwerke Höchst a.M.... 4 93,5 93,5

Süddeutscher Zucker ........ 1O| 207 | 205,5 I 205,5

33,5

Devisenmarkt Berlin Frankfurt a. Al.

5. September

7. September

Amtliche Notierung

Amtliche Notierung

Geld

Brief

Geld

Ärie

juenud tim

0,700

0,704

0,700

0.704

Brüssel ....

42,06

42,14

42,05

42,13

Rio de Jan.

0,146

0,148

0,147

0,149

Sofia.....

3,047

3,053

3,047

3,053

Kopenhagen

55,94

56,06

55.94

56.06

Danzig ....

46,80

46,90

46,80

46,90

London....

12,53

12,56

12,53

12.56

Helsingforß.

5,524

5,536

5,524

5,536

Parts .....

16,375

16,415

16,37

16,41

Holland ...

168,87

169,21

168,81

169,15

Italien ....

19,57

19,61

19,57

19 61

Javan .....

Fugoilawien

0,732

0.734

0,732

0,734

5,654

5,666

5,654

5,666

Oslo..... :

62,97

63,09

62,97

63,09

Men......

48.95

49,05

48,95

49,05

Lissabon...

11,385

11,405

11,385

11,405

Stockholm..

64,60

64,72

64,60

64,72

Schweiz ...

81,06

81,22

81,05

81,21

Lpanten...

29,72

29,78

29,72

29,78

Prag......

10,27

10,29

10,265

10,285

Budapest ..

Reuyork ...

2,488

2,492

2,488

2,492

Banknoten.

Äerltn, 7.September

" 'Lries

Amertkanyche Noten..............

2,44

2,46

Belgische Noten..................

41,92

42,08

Dänische Noten .................

55,74

55,96

Englische Noten .................

12,485

12,545

Französische Noten...............

16,32

16,38

Holländische Noten ...............

168.39

169,07

Italienische Noten................

Norwegische Noten ..............

62,75

63,01

Deutsch Oesterreich, 1 1OO Schilling

Rumänische Noten...............

Schwedische Noten...............

64,38

64,64

Schweizer Noten.................

80,87

81,19

Spanische Noten.................

28,69

28,81

Ungarische Note»................