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Der Italiener G a u d i n i gewann im Einzelflorett­fechten die Goldmedaille. (Scherl-Bilderdienst-M.)

erheblich verkürzt, während sich Parker von dem überraschend starken Holländer Brasser schwer be­droht sah. Brasser war mit 1,90 Meter auch der beste Mann im Hochsprung. 1 85 Meter überspran­gen nur Natvig (Norwegen), Plawczyk (Polen) und Morris (USA.), während Clark (USA.), Guhl (Schweiz) und Parker (USA.) 1,80 Meter bezwan­gen. Bonnet (Deutschland) kam über 1,75 Meter, was außer ihm noch sieben Mann gelang, Huber blieb nach 1,70 Meter hängen.

400 -Meter-Lauf.

Noch dichter rückte Morris nach dem 400-Meier- Lauf, der die Wettbewerbe des Tages abschloß, zu Clark auf. Um nur zwei Punkte behielt Clark noch die Spitze. Parker liegt knapp vor Brasser auf dem dritten Rang. Huber konnte mit Bonnet den Platz wechseln. Die Teilnehmer bestritten in Gruppen zu fünf und sechs Mann die 400 Meter. Morris erzielte mit 49,4 Sek. die schnellste Zeit. Clark lief 50 Sek., der Finne Järvinen schaffte 50,7 Sek. Huber erzielte 52,3 Sek., Bonnet nur 53,6 Sekunden.

Deutsche Ringer-Siege.

8000 Zuschauer in der Deutschland-Halle.

Die Kämpfe im griechisch-römischen Ringen fan­den am Freitagabend in der Deutschlandhalle eine so glatte Abwicklung, daß in einzelnen Gewichts­klassen schon die dritte Runde erledigt wurde. Die deutschen Ringer kamen sämtlich zu schönen Siegen, die von den über 8000 Zuschauern, die die Halle füllten, viel bejubelt wurden. Mit größter Span­

nung wurden die Kämpfe verfolgt, weil sich in den Paarungen der 2. Runden teilweise schon aussichts­reiche Kämpfer für die Endkämpfe gegenüberstan­den. Besonderes Interesse und besondere Freude löste der Sieg des deutschen Schwergewichtsmeisters Kurt H o r n f i s ch e r aus, der den starken Tsche­chen Klapuch in einem technisch schönen Kampf glatt 3:0 nach Punkten schlug. Auch Schwei kert zeigte sich in glänzender Form und besiegte seinen Gegner Cocos-Rumänien im Mittelgewicht nach 8:08 entscheidend. Seelenbinder fing einen Ueber- stürzer des Schweizer A r g a s ab und legte seinen Gegner schon nach 3:10 Min. auf die Schultern. Auch in den Kämpfen der 3. Runde im Bantam- und Federgewicht konnten sich unsere Teilnehmer erfolgreich durchsetzen. Besonders erfreulich ist hier der Sieg von Hering über den finnischen Favo­riten Reini. Hering griff unentwegt an und hatte zum Schluß die größeren Reserven, so daß die Punktrichter einen glatten 3:0-Sieg zugunsten un­seres Kämpfers bekanntgaben. Im Bantamgewicht machte Brendel mit dem Dänen Baigt nicht viel Umstände und legte ihn nach 2:45 auf die Schultern.

Deutschlands Degenfechter in der Vorendrunde.

Als nach den Vorrundenkämpfen km Mann­schafts-Degenfechten die Namen der 14 Mannschaf­ten für die Zwischenrunde bekanntgegeben worden waren, wußte man, daß es am Nachmittag auf den Tennisplätzen des Reichssportfeldes heiße Kämpfe geben würde. Man hatte die 14 Teilnehmer zu je 2 Gruppen mit 3 und je 2 Gruppen mit 4 Mann­schaften eingeteilt. Deutschland hatte dabei wenig Glück und geriet in die schwerste Gruppe, in der Schweden, Aegypten und Holland standen.

Nach Ablauf der zwei Durchgänge standen alle diese vier Mannschaften punktgleich, so daß ein dritter Durchgang erforderlich wurde. Deutschland trat hier mit veränderter Mannschaft an. Außer dem schon im zweiten Durchgang für Geiwitz kämp­fenden Uhlmann focht im dritten Gang noch Esser mit. Letzterer zeigte gute Leistungen und erzielte sogar zwei Siege. Uhlmann brachte es zu drei Siegen und auch Schröder hielt sich mit drei Sie­gen glänzend. Nur Röthig zog insgesamt mit 1:2 den Kürzeren. Mit diesen insgesamt 9 Siegen und vier Niederlagen hatten sich die Deutschen die Teil­nahme an der Vorendrunüe schwer erkämpft.

Lei den pistolen-Gcheibenschützen.

EineSilberne für Deutschland.

Der zweite Wettbewerb der Schützen in der Deut­schen Versuchsanstalt für Handfeuerwaffen zu Ber­lin-Wannsee, das Scheiben-Pistolenschießen wurde am Freitagnachmittag zu Ende geführt. Mit dem Eingreifen des Weltrekordmannes U l l m a n n - Schweden in den Kampf stand der Favorit bereits fest. Der Schwede rechtfertigte den guten Ruf, der seinem Können vorausgeht und schoß sechs glän­zende Serien, die zusammen 559 Treffer ergaben, eine Leistung, die neuen Weltrekord bedeu­tet.

In einigem Abstand belegte der deutsche Vertre­ter Krempel mit dem Dortagsergebnis von 544 Treffern den zweiten Platz und holte sich damit die Silbermedaille. Die bronzene Medaille holte sich mit einer überraschend guten Treffserie von 540 am Freitag der Franzose Jammoonieres. Die näch­sten Plätze belegten Bonin-Frankreich (538), Ver- tiovaara-Finnland (537) und Jones (USA.) mit 536.

Der Japaner Tajima (Mitte) stellte mit 16 Meter einen neuen Weltrekord im Dreisprung auf. Es war der erste Sieg Japans, und auch die Silbermedaille fiel durch Harada (rechts) an Japan. Die Bronzene Medaille erkämpfte sich der Australier Metcalfe (links). (Schirner-M.)

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Die Kämpfe aus der Aschenbahn.

Oie Entscheidung im 400-Meter-Lauf.

Dorläufe.

Den Beginn der sportlichen Kämpfe des Nachmit­tags machen die beiden Vorentscheidungen im 400- Meter-Laufen. Fünf Läufer, Lanzi, Roberts, Loa- ring, Williams und Skavinsky gehen in die Start- löcher. Williams läuft an der Spitze gleichmäßig schnell und biegt mit über fünf Meter Vorsprung in die Zielkurve; ohne nachzulajsen strebt der Neger dem Ziele zu und gewinnt in 47,2 Sekunden. Ro­berts und Loaring enden als Zweiter bzw. Dritter.

Im zweiten Vorlauf ist der einzige Deutsche Blazejezak auf der Innenbahn vor eine unlös­bare Aufgabe gestellt. Er findet keinen Anschluß und kommt als Sechster aus der Zielkurve heraus und damit über den letzten Platz nicht hinaus. Der Neger Lu Dalle, der Engländer Brown und der ausge­zeichnete Kanadier Fritz liegen dicht zusammen und gehen in dieser Reihenfolge durchs Ziel.

Zwei Amerikaner, zwei Engländer und zwei Ka­nadier bestreiten daher den Endlauf.

Die prachtvollen Athleten stellen sich den Photo­graphen, lockern und schütteln die Muskeln. Die Plätze werden ausgelost. Es ist Rekordwetter, denn zum erstenmal seit Beginn der Spiele sind die Fahnen kaum bewegt von dem schwachen Wind. Die Bahnen sind mit Fritz, Lu Valle, Roberts, Loa­ring, Williams und Brown besetzt. Als Starter Mil­ler zum Ablauf pfeift, liegt der Amerikaner Wil­liams noch seelenruhig im Gras und knüpft bte

Senkel feiner Dornenschuhe fest. Endlich ist es so weit. Der Schuß fällt, und mit einem Satz sind die sechs Männer aus den Löchern. Der durch seine Vorgabe am weitesten vorn liegende Eng­länder Browns zieht gewaltig los, aber der neben ihm liegende Williams hält mühelos mit. Nach 150 Meter fällt Loaring klar zurück. In der Ziel­kurve arbeiten sich Robert und Lu Valle mächtig nach vorn. Williams geht als Erster in die Gerade. Der hellfarbige Neger muß kämpfen. Er kann nicht so spielend wie in den Vorrennen gewinnen, un­erhört stark drängt Brown nach vorn. Aber das Ziel ist zu nahe. Mit einem Meter Vorsprung ge­winnt Williams in 46,5 Sek. vor Brown, dem dicht­auf Lu Valle und Roberts fast in totem Rennen folgen. Der Amerikaner erhält die Bronze-Medaille. Klar abgeschlagen folgen die Kanadier Fritz und Loaring in dieser Reihenfolge.

5000 Meter: Siege der Kinnen.

Lauf in olympischer Rekordzeit.

Für die 5000-Meter-Entscheidung nahmen die 15 Bewerber eingangs der Zielkurve in einer Reihe Aufstellung. Die ersten tausend Meter legte das Feld unter Führung des Amerikaners Lash in 2:49,5 Minuten zurück. Der gegen die großen Fin­nen schmächtig wirkende Japaner Murakvso drückte weiter auf das Tempo, so daß für 1500 Meter 4:16, für 2000 Meter 5:45,4 gemessen werden. Höckert und Salminen übernahmen dann die Spitze, aber nach weiteren tausend Metern drängte wieder Lash und wenig später mit kleinen, aber schnellen

Schritten der Japaner in Front. LaH war nicht nur durch das mörderische Tempo, sondern mehr noch durch die aufreibenden Stellungskämpfe so zermürbt, daß er allmählich immer mehr zurück­siel. Eine zweite Gruppe führte der Däne Siefert an. Bei 3000 Meter wurden 8:14 gestoppt. Höckert, Murakoso, Salminen, Lehtinen und der große Schwede Jonsson lagen vorn, Noji und Cerati konnten jetzt nicht mehr ganz folgen. Salminen machte plötzlich mit seinem Landsmann Höckert einen Rempler, stürzte und siel auf den fünften Platz zurück. Höckert ging zwei Runden vor Schluß davon, gefolgt in 15 Meter Abstand von Methinen. Weitere 30 Meter zurück spurtete der Schwede Jonsson an dem Japaner vorbei. In geringen Ab­ständen folgten Nofi vor dem gefallenen Salminen, Cerati und der Engländer Ward. Noch hinter dem Norweger Hansen lag Siefert, während Ame­rikas Meister Lash den Beschluß machte. Höckert ging unangefochten als Sieger durchs Ziel und holte damit die zweite Goldmedaille für Finnland, wäh­rend Lehtinen seinem Land die Silber-Medaille erkämpfte. Jonsson (Schweden) wurde Dritter.

Mit größter Spannung warteten die 100 000 Zu­schauer auf die Zeit, die bei dem unheimlich harte« Kampf ausgezeichnet sein mußte. Und sie war es auch. Denn die ersten drei Preisträger blieben unter dem Olympia-Rekord von Los Angeles, der durch Lehtinen auf 14:30 Minuten stand. Höckert siegte in 14:22,2; Lehtinen brauchte 14:25,8, Jonsson kam noch in 14:29-1 Minuten ein.

Schaumburg

Zehnter im 4500-Meter-Lauf.

Im 1500-Meter-Lauf, wohl dem bisher aufregend» sten und phantastischsten Rennen der ganzen Olym­pischen Spiele in Berlin konnte die Reihenfolge vom siebten bis zum zwölften Platz erst durch die Zie^ kamera einwandfrei festgestellt werden. Die Reihen­folge zeigt unseren deutschen Meister Friedrich Schaumburg in 3:56,2 Minuten auf dem zehn­ten Platz und den Wittenberger Werner Bütt« ch er in 4:04,2 Minuten auf dem zwölften Platz, Schaumburg konnte einen [o guten Mann wie dett Schweden Erik Ny hinter sich lassen.

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fe.

Der Lauf über 5000 Meter brachte wieder außerordentlich spannende Augenblicke. Wieder führt der klein« zähe Japaner Murakoso, gefolgt von dem späteren Sieger Höckert, Finnland (halb verdeckt). Ferner erkennt man Lash, USA., Lethinen, Finnland, der Zweiter wurde, Hansen, Norwegen, Salminen, Finnland, Cerrati, Italien, und ganz am Schluß den späteren Dritten Jonsson, Schweden. (Scherl-Bilderdienst-M.)

Tom Merkens Olympia-Sieger.

langten. Im ersten Lauf traf der großartige Deut­sche Toni Merkens auf den Italiener Pola, der sich

Das Olympische Radstadion bot auch am Freitag, der die Entscheidung des 1000-Meter-Olympia-Mal- fahrens brachte, mit einer viletausendköpfigen Zu­schauermenge wieder ein ausgezeichnetes Bild. Be­geistert feierte man die deutschen Meister im Achter- Kunstreigen und Einer-Kunstfahren, die auf dem Podium ihr Können unter Beweis stellten.

Die sportlichen Wettbewerbe begannen mit dem Achtel-Finale im 1000-Meter-Malfahren. In den acht Läufen gab es durchweg die erwarteten Er­gebnisse. Unser deutscher Vertreter Toni Merkens hatte mit dem Norweger Sandtorp wenig Mühe, er brauchte die letzten 200 Meter nicht einmal über­mäßig schnell in 13 Sekunden zu spurten. Der Hol­länder van Vliet, Merkens langjähriger Rivale, konnte seinenLLauf gleichfalls ziemlich mühelos ge­winnen, wobei er die letzten 200 Meter in 12 Sek. zurücklegte. Die Viertelfinals gewannen nachein­ander (ganz programmäßig) Chaillot - Frankreich, van VlietHolland, Pola-Jtalien und Merkens- Deutschland, so daß die zur Zeit wirklich besten Bahnfahrer der Welt in die Vorentscheidungen ge­

rn 12 Sekunden klar geschlagen geben mußte. Ebenso sicher fertigte van Vliet im zwecken Lauf den Fran­zosen Chaillot ab. Van Vliet und Toni Merkens traten dann zur Entscheidung an; es waren die gleichen Fahrer, die schon im Vorjahr bei der Welt­meisterschaft im Endlauf standen.

Der Endkampf Merkens van vliel.

Den ersten Lauf des Finales gewann Merkens mit einer Dreiviertel-Länge. Ein Protest van Vlieks wegen Behinderung wurde nicht anerkannt. Un­geheuerer Jubel brauste auf und man ahnte schon, daß gegen diesen Toni Merkens diesmal auch van Vliet nicht aufkommen würde. Im zweiten Lauf fetzte sich der Deutsche dann taktisch richtig an die Spitze und ließ seinen Gegner kaum über sein Hinterrad hinaus. Mit einem Vorsprung von Drei­viertel-Längen durchfuhr Toni Merkens das Ziel­band als neuer deutscher Olympia-Sieger.

Im Kampf um den dritten Platz behielt Chaillot- Frankreich über den Italiener Pola die Oberhand.

Große Erfolge der deutschen Kanufahrer.

Landen/WeverS gewinnen dieGoldene-'.

Im Zweier-Kafak-Rennen (10 000 Meter) der Olympischen Kanu-Regatta waren alle zwölf ge­meldeten Boote am Start. Sofort nach dem Start­schuß setzten sich die deutschen Vertreter Landen- Wevers an die Spitze des Feldes, dicht gefolgt von den Oesterreichern Kalisch - Steinhuber. Auf den letzten 700 Meter begannen die Deutschen mit einem großartigen Endspurt, der sie weit von den Oesterreichern wegführte. Mit 90 Meter A b -> stand gingen die Deutschen als vielbejubelte Sie­ger durchs Ziel. An dritter Stelle folgten die Schweden Fahlborg - Larsson vor den Dänen Lov- green - Svendsen. Das Ergebnis:

Emst Krebs siegt im Kajak-Einer.

Eine zweite Goldmedaille für Deutschland holte im Kajak-Einer der Münchener Ernst Krebs heraus, der das Ziel vor dem österreichischen Mei­ster Fritz Landertinger und Ernest Riedel (USA.) erreichte.

Hönisch - Horn auf dem zweiten Platz.

Im Zweier-Faltboot lieferten sich di« Deutschen Hanisch - Horn, unsere Europameister, einen herrlichen, selten gesehenen Kampf mit den beiden Schweden Johansson - Bladström, den die Skandinavier auf den letzten 100 Meter knapp für sich entscheiden konnten. Damit errangen die Schwe­den die Goldene und die Deutschen die Silberns m? -hniffp

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Am Freitag begann das Ringen um die schwerste leichtathletische Prüfung, den Zehnkampf. Als erster Wettbewerb.wurde der 100-Meter-Lauf durchgeführt. Hier ist das Zielbild eines der neun Läufe, in dem der Weltrekördrnann Glenn Morris mit 11,3 Sekunden nur die zweitbeste Zeit erzielte. Als Zweiter lief der Deutsche Huhsr (Nr. 885) und afe Dritter der Tscheche Klein (Nr. 685) ins Ziel, (Scherl-MH