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Gesittung aus dem Blut.

Zur 3. Reichsnährstands-Schau in Frankfurt a. M.

Vorläufige Regelung der Dersorgungs- aniprüche im Reichsarbeitsdienst.

Nunmehr ist die Versorgung von Angehörigen des Reichsarbeitsdienstes und des freiwilligen Ar­beitsdienstes, sowie ihrer Hinterbliebenen vorläufig geregelt. Ehemalige Angehörige des Reichsarbeits­dienstes der männlichen Jugend und ihrer Hinter­bliebenen können auf Grund einer nach dem 30. Juni 1934 erlittenen Dienstbeschädigung eine Versorgung erhalten. Im Höchstfälle beträgt diese Zulage der Dienstbeschädigten bei Pflegebedürstig- keit 1200 Mark. Auch ehemalige Angehörige des Stammpersonals der RAD. und ihre Hinterblie­benen können auf Antrag Vorschüsse auf die nach dem RAD.-Vorsorgungsgesetz zu erwartende Ver­sorgung erhalten, wenn die notwendigen Voraus­setzungen erfüllt sind. Ergeben sich aus den Vor­schriften in einzelnen Fällen besondere Härten, so kann der Reichsinnenminister einen Ausgleich ge­währen.

Krankenkaffenauskünste über Beitragsrückstände.

In einem Erlaß an die Aufsichtsbehörden der Krankenversicherung hat der Reichs- und Preußische Arbeitsminister mitgeteilt, daß er damit einverstan­den ist, daß die Krankenkassen den Handwerkskam­mern und Innungen auf Anfrage Auskünfte über das Vorhandensein und die Höhe von Beitrags­rückständen einzelner Unternehmer erteilen. Die An­forderungen dieser Auskünfte müssen zu dem Zweck geschehen, um Bescheinigungen ausstellen zu kön­nen, daß der betreffende Unternehmer nicht mit Beiträgen zur Sozialversicherung im Rückstand ist. Solche Bescheinigungen werden öfter bei Subven­tionen und Vergebung von Aufträgen verlangt.

Ein Neunzigjähriger.

Am gestrigen Donnerstag, 7. Mai, konnte Herr Peter P ö l z i n g , Steinstraße 21 wohnhaft, in kör­perlicher und geistiger Frische seinen 90. Geburtstag begehen. Herr V ö l z i n g ist Veteran von 1870/71. Der Führer und Reichskanzler hat dem alten Herrn zu seinem Geburtstag durch ein Glückwunschschreiben mit Bild und eigenhändiger Unterschrift eine große Freude bereitet.

Kampf gegen das Motorradgeknatter.

Von der Polizeidirektion Gießen wird uns mit­geteilt:

Da die Klagen über das Geknatter der Motor­räder immer noch nicht zum Verstummen gekommen sind, sind die Polizeibeamten angewiesen worden, alle Motorräder, die erheblichen Lärm verursachen, einzuziehen. Die Motorräder werden einer beson­deren Prüfung unterzogen und, falls sie den gesetz­lichen Bestimmungen nicht entsprechen, aus dem Verkehr entfernt. Gegen die Benutzer wird außer­dem noch Strafanzeige erstattet.

Die Bevölkerung von Gießen wird gebeten, die Polizei im Kampfe geen die rücksichtslosen Fahrer zu unterstützen, indem sie sich die polizeilichen Kennzeichen derjenigen Motorräder, die erheblichen Lärm verursachen, merkt und diese Nummern der Polizeidirektion mitteilt. Für vertrauliche Behand­lung aller eingehenden Anzeigen ist Sorge getra­gen. Anonyme Anzeigen sind zwecklos.

Neue Kunstausstellung im Stadttheater

Aus dem Stadttheaterbüro wird uns geschrieben: Die seit einiger Zeit in den Wandelgängen des Stadttheaters durchgeführten Ausstellungen vor­nehmlich Maler unserer engeren Heimat erfahren mit dem heutigen Tag einen Wechsel. Ab Freitag, den 8. Mai, stellen im Theater Aquarelle, Oelge- mälde und Handzeichnungen aus die beiden hiesigen Künstler H. Mueller-Leutert und Lotte Droese. Wir möchten es nicht versäumen, die Theaterbesucher auf die Ausstellung der Arbeiten dieser Leiden Künstler aufmerksam zu machen.

LandschafisbundVolkstum und Heimat.

Ortsring Gießen.

Der Verband Deutsche Frauenkultur lädt unsere Mitglieder zu folgender Veranstaltung ein: Sams­tag, 9. Mai, um 20 Uhr, in der Aula des Gym­nasiums Frl. D i e f f e n b a ch :Hessische Trachten uno bäuerliche Nadelarbeitskunst" (mit Lichtbildern). Eintritt 30 Pf., Schülerinnen 10 Pf.

. Die öcutfd^ Arbeitsfront n.9.=6cmeinfchaftfiraft öurch frcuöc*'

heidelbergfahrt am 7. Juni.

Wir mußten diesmal leider unsere angesetzte Frühlingsfahrt nach Heidelberg absagen, haben sie aber auf den 7. Juni verschoben. Anmeldungen werden auf der Kreisdienststelle Gießen, Schanzen­straße 18, und bei allen Orts- und Betriebswarten entgegengenommen. Der Teilnehmerpreis beträgt einschließlich Schloßbesichtigung 4,20 Mark. An­meldeschluß ist der 26. Mai.

Urlaubsfahrten.

Für die Norwegenfahrt vom 19. bis 26. Mai, an der die Inf.-Regts.-Kapelle 81 Frankfurt teilnimmt, können umgehend noch Anmeldungen auf der Kreis­dienststelle, Schanzenstraße 18, getätigt werden. Der Teilnehmerpreis beträgt 56 Mark.

ll. 5. 15 Borkum U. §. 16 Büsum 28. Mai bis 7. Juni.

Bei den beiden genannten Urlaubsfahrten sind noch Plätze frei. Wir bitten alle Teilnehmer, die ihren Urlaub einmal an der See verbringen wol­len, sich umgehend auf der Geschäftsstelle KdF. an­zumelden.

Gesperrte Urlaubszüge.

Nachstehend geben wir nochmals bekannt, welche Urlaubszüge bereits wegen Ikberfüüung gesperrt sind:

11. F. 18 Allgäu-Pfronten vom 6. bis 14. Juni

U. F. 19 Schliersee vom 8. bis 16. Juni

U. F. 29 Schliersee vom 26. Juni bis 5. Juli

11. F. 35 Chiemgau-Prien vom 6. bis 14. Juli

U. F. 41 Allgäu-Pfronten vom 22. bis 30. Juli

U. F. 56 Schliersee vom 20. bis 28. August

S. F. 204 Norwegen vom 9. bis 16. Juni

S. F. 205 Norwegen vom 29. Juni bis 6. Juli

S. F. 206 Norwegen vom 22. bis 30. Juli

S. F. 207 Norwegen vom 10. bis 17. August

S. F. 208 Norwegen vom 5. bis 12. September.

Mit dem Omnibus an Pfingsten nach Miltenberg 31. Mai bis 1. Juni.

An Pfingsten fährt ein Omnibus von Friedberg aus nach Miltenberg. Die Fahrt geht ab am 31. Mai vormittags bis 1. Juni abends. Der Teilnehmerbe-

NSG. Zwei große Aufgaben sind dem Bauern­tum im Dritten Reich gestellt. Es muß die Ernäh­rung des Volkes sicherstellen, den Boden so intensiv und sorgfältig bearbeiten, daß die eigene Scholle eine ausreichende Ernte ergibt, und es hat zum anderen die Aufgabe, Blutsquell und ständiger Er­neuerer des Volkes zu sein. Eine Ausstellung des Reichsnährstandes kann sich daher nicht auf eine landwirtschaftliche Fachschau ^beschränken, sondern sie muß auch die andere Seite der bäuerlichen Existenz darstellen.

Die rassische und biologische Lage unseres Vol­kes bringt es mit sich, daß diese lebenspendende und bluterneuernde Kraft des Bauerntums im Mittelpunkt aller Arbeit im Reichsnährstand sieht.

Es ist eine Tatsache der statistischen Erfahrung, daß die Verstädterung eines Volkes den Volks- t o d bedeutet, während die Erhaltung und Mehrung immer nur vom Bauerntum aus geht, das in jeder Generation Menschen in die Städte schickt. In der Stadt vor allem in der Großstadt stirbt nach den statistischen Erhebungen eine Familie in den meisten Fällen in etwa fünf Generationen aus, während bäuerliche Familien ihren Gang durch Jahrhunderte hindurch verfolgen können. Die Wissenschaft hat nach Gründen für diese eigen­artige Erscheinung gesucht, ohne indes mit voller Eindeutigkeit bis jetzt irgendeine einzelne Eigen­tümlichkeit des städtischen Lebens dafür verantwort­lich machen zu können. Bei Würdigung all der ver- chiedenen sozialen und wirtschaftlichen Gegeben­heiten in Stadt und Land bleibt als letzte Ursache ür den biologischen Vorrang des Landes die Tat- ache, daß in enger Gebundenheit an den Boden die Gesetze des Blutes allezeit im Bauern­tum, sei es bewußt oder unbewußt, mehr beachtet wurden als in städtischen Kreisen. Je weiter wir in die Vergangenheit unseres Volkes, die eine bäuerliche war, zurückgehen, um so größere Gültigkeit besaßen diese Blutgesetze, um so mehr ind alle Erzeugnisse der Geistes- und Sachkultur Ausdruck eines reinen Blutes, einer Rasse.

Mr schätzen uns glücklich in dem Bewußtsein, daß sich trotz zahlreicher Verschüttungen unter fremde Einflüsse im Laufe der Jahrhunderte doch eine gerade Linie aufzeigen läßt von den reinen Anfängen in einer germanischen Vauern- kultur bis zu dem geistigen Schaffen und Dol­len unserer Gegenwart.

Der Reichsnährstand zeigt auf feiner 3. Aus - ftellungen in Frankfurt a. M. auf der brei­ten Basis unseres gesamten kulturellen Lebens die Fäden, die das 20. Jahrhundert an die jahrtausend­alte Geschichte unseres Volkes und feiner Kultur knüpfen; in reicher Fülle erleben wir hier imHaus des Reichsnährstandes" die Zeichen der Ewig­keit Deutschlands Wir sehen, wie aus dem germanischen Haus sich Königshalle, nordische Stabkirche und gotische Dome entwickeln, Beweise der Seßhaftigkeit von Anbeginn im Gegensatz zu der totenstarren Form des Nomadenzeltes. Auch am Hausrat, in Töpferei und Holzbearbeitung, wie in der Metallkunst und Bekleidung wird der durch Jahrtausende klare Stil des Germanen nach­gewiesen. Andere Rassen haben eine andere Art, ben Stoff zu gestalten. Ihre an sich wertvollen, aber für uns fremd bleibenden Erzeugnisse werden zum Vergleich neben arteigenes Kulturgut gestellt. Hier wird nach den vorliegenden Plänen eine sehr reichhaltige Schau geboten, besonders interessant da­durch, daß hier, wie es im Museum nicht üblich ist, das Eigene neben dem Fremden steht.

Aus der geistesgeschichtlichen Ent­

wicklung werden besonders die deutschen Mär­chen und Sagen, die als hervorragende Zeugen germanischen Wesens gelten müssen, in bildlicher Wiedergabe vor Augen geführt. Auch hier wird ein aufschlußreicher Vergleich mit orientalischen Märchen nicht fehlen.

Meisterwerke deutscher Künstler aller Zeiten lehren, daß auch in Bildwerken und Bauten sich der Kulturwille einer Raffe ausdrückt.

Den deutschen Schöpfungen gegenübergeftellt wer­den die Kunstwerke anderer Rassen, die für diese Völker sehr viel bedeuten, uns aber nichts geben können. Daneben sehen wir Erzeugnisse entarteter Menschen, die nicht mehr als Ausdruck eines be­stimmten Kulturwillens angesehen werden können, sondern intellektuelle Versuche darstellen, die kul­turellen Grundlagen eines Volkes zu vergiften. Modelle zeigen die Entwicklung der Baukunst, wieder ausgehend vom Bauernhaus über die ver­schiedenen Stile bis in die Gegenwart zu den Bauten des Dritten Reiches. In der P l ast i k sehen wir die großen Schöpfungen wirklicher Meister und als Gegen­stück die Erzeugnisse des Kubismus und des Futuris­mus. Aehnlich ist die Ausstellung der M a l e r e i aus- Kbaut, wo in Porträt-, Landschafts- und Tiermalerei beste deutsche Werke neben fremden gezeigt werden. Es kommt hier besonders zum Ausdruck, wie sich neben dem ungezügelten Austoben krankhafter Phantasten in immer steigendem Maße bewußt- deutsche Künstler diesem Chaos entgegenstemmen.

Aus dem Rebeneinander und Gegeneinander deutschen und fremden Kunstschaffens, dessen Darstellung noch durch Aufzeigen der großen Linien in der Literatur und durch eine Gegen­überstellung von Kitsch und Kunst ergänzt wird, kann der Beschauer nur eine heilige Verpflich­tung mitnehmen, seinem Blut gegenüber, das ja der Träger all diesen Schaffens ist.

Worauf es in der Lebensführung des einzelnen ankommt, wenn das Volk sich behaupten will, zeigt die SchauDein Volk Dein B l u t", in der die erbgefundheitliche Bedeutung der Gattenwahl an vielen positiven und negativen (Krüppel, Idioten) Beispielen bargetan wird. Die Bemühungen des Staates um eine aktive Bevölkerungspolitik, um die Pflege des Rassebewußtseins und eine gesunde Ju­gend erkennen wir in ihrer zentralen Bedeutung für unser Volk. In einer noch nie gesehenen Fülle und Tiefe zeigt der Reichsnährstand die Reinheit des Blutes und der Rasse als Träger der Ver­gangenheit, Gegenwart und Zukunft Deutschlands.

Sonderzüge

zur Reichsnährstandsausstellung.

Neuer Zug ab Butzbach

am 21. Mai.

Stationen

Hinfahrt

Rückfahrt

Butzbach

ab

8.55

an

22.27

Ostheim

9.01

ee

22.21

Bad-Nauheim

ee

9.14

ee

22.08

Frankfurt-West

an

9.53

ab

21.28

Neuer Zug ab Alsfeld am 21

. Mai

Stationen

Hinfahrt

Rückfahrt

Alsfeld

ab

6.25

an

1.50

Zell-Romrod

6.39

..

1.39

Ehringshausen

ee

6.55

II

1.18

Burg- u.Nieder-Gemünden

7.03

II

1.05

Nieder-Ohmen

7.14

ee

0.57

Gießen

ee

8.18

ee

0.07

Friedberg

H

9.01

ee

23.05

Frankfurt-West

an

9.34

ab

22.30

über ihre Amerikareife berichten (mit Lichtbildern). Später wird Dr. Michel einen Lichtbildervortrag über aussterbendes Handwerk und Brauchtum im Odenwald halten. Mit einem geselligen Beisammen­sein fand die Tagung ihren Ausklang.

* Die Köln - Düsseldorfer Rhein­dampfschiffahrt erweitert vom Sonntag, 10. Mai, ab ihren bisherigen Fahrplan wesentlich. Während der am gleichen Tage beginnendenJu­biläumswoche" werden billige Wochenkarten für alle planmäßigen Fahrten ausgegeben, die ein­fachen Fahrscheine gelten auch für bie ^U(£fa9rk Auch die Schiffswirte werben durch eine 20pro- zentige Ermäßigung für das hundertjährige 3ubu läum der Gesellschaft. (Siehe heutige Anzeige.) Kleine Strafkammer Gießen.

In der gestrigen Sitzung standen der K. F., der M. K. und der E. St., sämtlich aus Gießen, vor den Schranken des Gerichts. Die Angeklagten waren vom hiesigen Amtsgericht verurteilt worden, und zwar F. und K. zu je 7 Monaten und St. zu einem Monat Gefängnis. Gegen dieses Urteil verfolgten sie das Rechtsmittel der. Berufung.

Die Angeklagten hatten sich in der Zeit von 1931 bis 1935 schwerer Vergehen gegen bas Fischerei­gesetz, F. unb K. außerdem bes Diebstahls unb ber Sachbeschädigung schulbig gemacht. Die Angeklagten fischten in ber fraglichen Zeit, ohne im Besitze eines behördlichen Fischereischeins zu sein, in fremben Ge­wässern. Der Anaeklagte F. entroenbete außerbem eine auf ber Lahn schwimmende Ente, schlachtete sie unb verbrauchte sie in seinem Haushalt. Schließ­lich zerschlug er einen Kahn, ber einem Fischerei- nachbar gehörte, mit bem ber bereits in erster In­stanz abgeurteilte B. in Streit gelegen hatte.

Auf Grunb ber gestrigen Beweisaufnahme wies bie Strafkammer bie Berufung ber Angeklagten F« unb K. kostenpflichtig zurück. Bezüglich bes Ange­klagten St. würbe bas Verfahren auf Grunb be£ jüngsten Straffreiheitsgesetzes eingestellt.

Oberheffen.

OerFührerehrttreueFeuerwehrmänner

* Heuchelheim (Kreis Gießen), 7. Mai. Aus Anlaß ihrer 50jährigen aktiven Dienstzeit bei der Freiwilligen Feuerwehr Heuchelheim ließ ber Führer den beiden Feuerwehrmännern Jakob Germer III. unb Karl Germer am 1. Mai 1936 Glückwunschschreiben zugehen, in denen er ihnen in Anerkennung ber dem Ge­meinwohl geleisteten Dienste unb treuer Pflichter­füllung seinen Dank ausspricht. Der Alters­abteilung der Freiwilligen Feuerwehr gehören nun­mehr acht Kameraden mit fünfzig unb mehr Dienst­jahren an.

Z5O=3a6rfeier von Grünberg.

4- Grünberg, 7. Mai. Dieser Tage fanb im Rathaussaal eine Sitzung bes Hauptausschusses für bie 750-Jahrf eier ber Grünbung von Grünberg unter bem Vorsitz von Bürgermeister Wagner statt. Die Berichte ber Vorsitzenden ber einzelnen Unterausschüsse gaben ein anschauliches Bilb von den bis jetzt geleisteten Vorarbeiten. So sind vom Werbeausschuß die nötigen Schritte wegen Gestellung von Sonderzügen unternommen, ferner in gleicher Weise an die NSG.Kraft durch Freude" herangetreten worden, einen ihrer Züge zum Fest nach hier zu leiten. Aehnlich wie beim 450jährigen Jubiläum des Gallusmarkt im Jahre 1931 Einladungen an alle auswärtigen Grünberger ergingen, die einen vollen Erfolg hatten, will man auch bei dieser historischen Feier in gleicher Weise verfahren. Gründliche Arbeit hat auch der Festausschuß für die äußere Gestaltung des Festes geleistet. Unter dem MottoI m Schritt der Jahrhunderte" (Männer unb Frauen aus Grünberg) hat er sowohl für den eigentlichen F e ft a k t am Samstagabend in der Turnhalle, als auch für den am Sonntag stattfin­denden historischen Festzug etwa 15 Bilder bzw. Gruppen zusammengestellt. 11. a. sind zu er­wähnen: der erste Burgmann Guntram von Mar­burg, der erste Lutherdrucker Rhau, ein geborener Grünberger, der Bürgermeister Rabe, die Land­gräfinwitwe Maria von Mansfeld, Pfarrer Cervi» nus, der Verfasser der Wetterfelder Chronik, Gene­ral Samuel Hoffmann von Löwenfeld zur Zeit der Türkenkriege, der Kalendermann Justus von Veits« berg, der Bonner Archäologe Welcker, Pfarrer Steinberger, ein 48er, Theo Koch-Grünberg, der Südamerikaforscher und General Steinmetz im Welt­kriege. Für die künstlerische Darstellung dieser Gruppen beim Festakt in der Turnhalle ist der Intendant des Gießener Stadttheaters Schultze- Griesheim gewonnen worden. In der Haupt­sache werden auch diese Gruppen, zum Teil beritten, zum Teil auf besonderen Festwagen, am Sonntag zu einem großen Festzug vereinigt und damit einen Hauptanziehungspunkt für das ganze Fest werden. Weiterhin ist es von Bedeutung für die Jubelfeier, daß es gelungen ist, den Leiter des Landschafts­bundes für Volkstum und Heimat, Ministerialrat R i n g s h a u s e n, für den Samstagabend zu einer Ansprache zu gewinnen und für den Sonntag den Gauleiter Sprenger, der nach dem Festzug in einer großen politischen Kundgebung das Wort er­greifen wird. Bürgermeister Wagner konnte da­her am Schluß der Sitzung feststellen, daß alle Vor­bereitungen getroffen seien, um die Jubelfeier vom 27. bis 29. Juni zu einem eindrucksvollen Hel­ma t s e st zu gestalten.

Werttunstausstellung bei Buderus in Lollar.

NSG. Auf der Main-Weser-Hütte der Buderus» schen Eisenwerke in Lollar ist feit Don­nerstag, 7. Mai, eine Werkkunstausstellung der NS.» GemeinschaftKraft durch Freude" eröffnet. Nam­hafte Graphiker und Bildhauer unseres Gaugebietes stellen hier ihre Kunstwerke aus, um dem Arbeiter einen Ueberblid über das Kunstschaffen innerhalb unseres Gaugebietes zu geben.

Unwetter über Eberstadt.

(nd Eberstadt, 7. Mai. Heute wurde unsere Gemarkung von einem schweren Gewitter heimgesucht. Der fast zweistündige wolken­bruchartige Regen hat großen Schaden an­gerichtet. Die tiefer gelegenen Aecker und Gärten standen vollständig unter Wasser. Die Kanalisie­rung konnte die großen Wassermengen nicht mehr aufnehmen. Die Straßen waren überschwemmt. Von dem hochgelegenen Feld hinter der Kirche wurden große Geröll- und Schlammassen ange»

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trag beträgt einschließlich 1 Mittagessen, 1 Abend­essen, 1 Uebemachtung mit Frühstück 10,20 Mark. Anmeldungen bitten wir umgehend auf der Ge­schäftsstelle KdF. abzugehen.

Sportamt »Kraft durch Freude".

Der Kursus Allgemeine Körperschule im Lyzeum muß heute leider wegen anderweitiger Besetzung der Turnhalle ausfallen.

*

** Die Schwäne auf dem G i cf) gärten» t e i cf) sind alltäglich zahlreichen Spaziergängern die Quelle einer reinen Freude, da man in unserer Stadt bisher einen derart schönen öffentlichen Besitz nicht hatte. Der Stadtverwaltung, die der Bürger­schaft die wertvolle Verschönerung der öffentlichen Anlagen mit dem Eichgärtenteich und den Schwä­nen geschenkt hat, weiß man diese vortreffliche Lei­stung zu danken. Leider muß man aber quch noch öfters die Wahrnehmung machen, daß es Menschen gibt, die diese schöne öffentliche Einrichtung nicht in der rechten Weise würdigen, die entweder Unfug gegen die Schwäne begehen oder es sogar fertig bringen, den begleitenden Hund in das Wasser springen und dort die Schwäne hetzen zu lassen, mindestens aber nicht darauf achten, daß der Hund aus dem Teiche und von den Schwänen fortbleibt. Auch böse Buben lassen an dieser gemeinnützigen Stätte immer noch gelegentlich ihren üblen Strei­chen ungehemmt freien Lauf. Es muß als selbst­verständliche Pflicht aller Männer und Frauen be­zeichnet werden, von sich aus stets alles zu tun, um diese schone Einrichtung zu schützen und die Schwäne nicht zu beunruhigen, vor allem aber Hunde und böswillige Buben gebührend in Schach zu halten, damit unserer Bürgergesamtheit diese schöne Erholungsstätte zur allgemeinen Freude und Erholung dienen kann. In Zuschriften an uns werden auch manche Vorschläge zur weiteren Aus­gestaltung dieser Anlage gemacht. Wir haben die bisherigen Meinungsäußerungen an die zuständige Stelle der Stadtverwaltung weitergeleitet.

** Arbeitsvergebung. Das städtische Hoch- und Tiefbauamt schreibt in unserem heutigen Blatte die Vergebung der Schlosser- und Anschlagearbeiten für den Neubau des Schlachthof-Verwaltungs­gebäudes aus. Die interessierten Handwerksmeister seien besonders darauf hingewiesen.

** Das Verbot des Befahrens der Wege und Schneisen in den städtischen Waldungen mit Autos, Fahrrädern usw. wird in einer Bekanntmachung des Oberbürgermeisters in unserem heutigen Blatte der Bevölkerung erneut in Erinnerung gebracht. Auf die Bekanntmachung sei besonders hingewiesen.

** Verkehrsunfall. An der Ecke Moltke- straße und Kaiserallee ereignete sich gestern ein Un­fall. Ein Arbeiter stürzte von einem Lastkraftwagen ab und kam schwer zu Fall. Mit einem Schulterbruch und Kopfverletzungen mußte der Verunglückte in die Chirurgische Klinik gebracht werden.

** D i Gießener Fa mi li e n b l ä tt e r, die heute erscheinen sollten, werden aus technischen Gründen erst der morgen, Samstag, erscheinenden Nummer des Gießener Anzeigers beigegeben.

**60 Jahre alt. Der Ofensetzer Christian Kipper, Schiffenberger Weg 28, kann am 12. Mai seinen 60. Geburtstag begehen. Der Jubilar ist seit 25 Jahren treuer Bezieher des Gießener Anzeigers.

** Kein Geld in gewöhnliche Briefe einlegen! Die einzig richtige Art, Geld mit der Post zu verschicken, ist die mit Postanweisung, Zahlkarte oder Geldbrief. Wer einen größeren Zah­lungsverkehr unterhält, dem kann nur dringend die Einrichtung eines Postscheckkontos empfohlen werden. Er hat dann nur nötig, eine kostenlose Ueberweisung ober einen Scheck auszuschreiben und den gelben Scheckbrief mit 5 Pf. frankiert in den nächsten Briefkasten zu werfen. Diese einfachen und sicheren Geldoersendungsarten werden aber leider von einem großen Teil der Volksgenossen nicht benutzt. Vor der Versendung von Geld in ge­wöhnlichen Briefen wird dringend gewarnt. Für in Verlust geratene Einschreibebriefe werden höch­stens 40 Mark Ersatz geleistet, für beraubte Ein­schreibebriefe besteht dagegen keinerlei Haftung. Bei Verlust oder Beraubung gewöhnlicher Briefe haben Absender und Empfänger immer den Scha­den zu tragen, weil die Post nicht haftet.

**DieneuntegermanenkundlicheTa° gung d e r Freunde germanischer Vor­geschichte findet in der Pfingstwoche in Mann­heim statt. Auf dieser Tagung wird auch Geheim­rat Professor Dr. Sommer- Gießen einen Licht- bilder-Vortrag über das ThemaNibelungenwege" halten.

** Unfall bei der Arbeit. Eine in einer hiesigen Fabrik beschäftigte junge Arbeiterin aus Wieseck geriet dieser Tage mit einer Hand in die Maschine. Mit erheblichen Verletzungen wurde die Verunglückte zunächst in die Chirurgische Klinik zur Behandlung verbracht, sie konnte sich jedoch später nach Hause begeben.

** Odenwälder Heimatvereinigung. Am Mittwochabend fand wie man uns berichtet im Hotel Köhler die Monatsversammlung der Oden­wälder Heimatvereinigung statt. Leider legte der langjährige Vorsitzende, Rektor i. R. Val. Müller, mit Rücksicht auf sein Alter sein Amt nieder. Die Versammlung würdigte die großen Verdienste des rührigen Vorsitzenden, der zu den Gründern der Heimatvereinigung gehört, und ernannte ihn zum Ehrenvorsitzenden. Bei der Neubildung des Vor­standes wurden einstimmig Hch. Vetter zum Vor­sitzenden und Dr. Michel zu seinem Stellvertreter gewählt. Schriftführer und Kassenwart bleibt Chr. Rühl. Dann wurde der Arbeitsplan für den Sommer besprochen. Am Himmelfahrtstag beteiligt sich die Odenwälder Heimatvereinigung an einer Fa­milienwanderung des Landschaftsbundes Volkstum und Heimat nach Wetzlar und Umgebung. Am 10. Juni wird Heimatgenossin Frl. Dr. Heberer