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schwemmt. Viele Bauern wurden auf dem Felde von dem Unwetter überrascht. Der Blitz schlug in die Lichtleitung, so daß am Abend der größte Teil des Dorfes in Dunkelheit gehüllt war.

Schadenfeuer in Langd.

* Langd, 8. Mai. Heute morgen um 9 Uhr brach in unserem Orte in der Scheuer des Lano- Wtrts Richard Hübner Feuer aus. Die Feuer­wehr war rasch zur Stelle und leistete eifrige Lösch­arbeit. Es gelang innerhalb einer halben Stunde, Vas Feuer einzudämmen und die Gefahr für die Nachbargebäude zu beseitigen. Die Scheuer selbst zu erhalten war allerdings nicht möglich, da H e u und Stroh d e m Feuer leichte Nahrung gaben.

Landkreis Gießen.

* Großen-Linden, 8. Mai. Die hiesige NS.-GemeinschaftKraft durch Freude" fährt nicht am Himmelfahrtstage, wie vorgesehen, nach Schaumburg, sondern nach Kassel-Wil­helm s h ö h e. Der Fahrpreis beträgt einschließ­lich Mittagessen 6,30 Mark. Anmeldungen nimmt in Großen-Linden der Ortswart Ewald Steine! und in Leihgestern Heinrich R e u s ch l i n g ent­gegen. Schluß der Anmeldung 17. Mai. Es wird um umgehende Meldung gebeten.

A Lang-Göns, 7. Mai. An der Beisetzung des hiesigen Kaufmannes Karl Hch. Spies, der im besten Mannesalter er stand im 39. Lebens- fahr durch einen Gehirnschlag aus der Mitte feiner Familie geriffen wurde, beteiligte sich nahezu die ganze Gemeinde. Karl Spies hatte im Laufe der Jahre durch Zähigkeit und Fleiß ein größeres Ge­schäft (landwirtschaftliche Erzeugnisse) gegründet. Er war Mitglied der NSDAP., der SA.-Reserve, Vor­standsmitglied des Turnvereins, des Kriegervereins usw. Er wurde heute mit militärischen Ehren (Spies war von 19161918 im Felde) unter den Klängen der Trauermusik der hiesigen M.-SA.-Kapelle bei­gesetzt. Für seine Verdienste, die er sich im Laufe der Jahre erwarb, gaben die vielen Kränze, die am Grabe niedergeleat wurden, ein beredtes Zeugnis. Von den verschiedenen Vereinsführern wurde des Verstorbenen in ehrenden Worten gedacht.

! Aus dem südlichen Kreise Gießen, 7. Mai. Die jetzigen warmen Tage bringen den Landwirten eine Menge Arbeit. Das Kartof­fel s e tz e n, das nur vereinzelt vorgenommen wor­den war, nimmt zur Zeit fast alle Arbeitskräfte in Anspruch. Wenn das Wetter gut bleibt, können bis Mitte Mai alle Kartoffeln im Boden sein. Die Frühkartoffeln sind schon alle gelegt. Im Volks­mund heißt es aber, die Kartoffel sei ein Sommer­vogel.Setzt du mich im April, dann komm ich, wann ich will, setzt du mich im Mai, dann komm ich glei (gleich)." Am heutigen Nachmittag wurde die Setzarbeit durch ein sehr starkes Gewitter, das streckenweise Hagelkörner brachte, unter­brochen. Es fiel ein gewaltiger Regen, doch ist kein nennensroerter Schaden entstanden. Das Grünfutter steht glänzend. Mit dem Schnitt des Futterroggens, der Luzerne (des ewigen Klees) wurde begonnen.

= Steinbach, 8. Mai. Die Straße Stein­bach L i ch, die in Zukunft als Zufahrtsstraße der Reichsautobahn noch gesteigerten Ver­kehr haben wird, war seither schon durch ihren Kur­venreichtum bekannt. In Laufe der letzten Jahre ereigneten sich dort mehrere Verkehrsunglücke. Augenblicklich sind erneut große Arbeiten im Gange, um die Uebersichtlichkeit zu erhöhen und die Verkehrssicherheit zu stärken. An mehreren unüber­sichtlichen Kurven werden Verbreiterungen vorge­nommen und die Böschungen abgehoben. Bei der Einmündung der Straße A l b a ch L i ch wurde

dle Brücke wesentlich verbreitert. Leider mußten dabei die alten Alleebäume, die wirklich ein Schmuck dieser Ecke waren, auf der einen Seite gefällt werden. Auf der Seite nach Albach zu blie­ben sie erhalten. Die Arbeiten stehen unmittelbar vor der Vollendung. Es wurden außerdem neue Warnungsschilder angebracht, die vor der kurven­reichen Strecken warnen. Die Erdarbeiten an der Reichsautobahn in der Gemarkung Steinbach machen gute Fortschritte. Die Arbeiter, die seither rechts der Straße SteinbachLich ar­beiteten, haben nun die Arbeit links der Straße begonnen.

= Daubringen, 7. Mai. Heute feiern Werk­meister Wilhelm Iares von hier und feine Ehefrau Elisabeth, geb. Grölz, das Fest der Sil­bernen Hochzeit. Fräulein Emmi S ch ä - f e r von hier erhielt am Sonntag von der DAF. Gießen eine Ehrenurkunde ausgehändigt und zwar für gute Leistungen beim Reichsberufswettkampf (Fachgruppe Nahrung und Genuß).

+ Grünberg, 7. Mai. Am Mittwochabend hielt der Verkehrsverein seine Haupt­versammlung im GasthausZum Rappen" ab. Vereinsführer Schweißguth erstattete den Jahresbericht. Die Arbeiten des Vereins bestanden hauptsächlich in der Unterhaltung des ausgedehnten Wegenetzes in den Anlagen des Brunnentales und in der Instandhaltung und Erneuerung der Ruhe­bänke daselbst und im Stadtwalde. Vor dem Schwimmbad und am Zufahrtswege dazu wurden Linden gepflanzt. Die Mitgliederzahl des Vereins beträgt 107. Der Vorsitzende führte zu dem neuen Reichsgesetz über die Neugestaltung der Fremden­verkehrswerbung aus, daß zwar die Landesver­kehrsverbände und ihre Untergliederungen der Auflösung verfielen und ihre Tätigkeit auf die Ge­meinden, die alsFremdenverkehrsgemeinden" dem Reichsfremdenverkehrsverband angehören, über­gehen soll. Demgegenüber betonte er und in der Aussprache war man darin einig, daß der jetzige Verkehrsverein, der vor 40 Jahren sich als Nachfolger des damaligen Verschönerungsvereins bildete, seine Tätigkeit laut Satzungen nur auf die Errichtung, Instandhaltung und Verschönerung der Anlagen, der Spaziergängerwege und dergleichen, beschränkt. Die Rechnung schloß bei einer Ein­nahme von 675,76 Mark und einer Ausgabe von 328,01 Mark mit einem Ueberschuß von 347,75 Mark ab. Der Grundbesitz des Vereins im Brun­nental beträgt 21 735 Quadratmeter und hat einen Anschaffungswert von 1432 Mark. Demgegenüber lautet die Einheitsbewertung durch das Finanzamt auf 1940 Mk. Für nächste Woche wurde ein Gang durch die Anlagen vorgesehen, der etwa notwen­dige Arbeiten am Wegenetz, sowie Erneuerungen von Bänken feststellen soll. Mitglied Groß, der die Unterhaltungsarbeiten seither im Stundenlohn ausführte, soll vertraglich angestellt werden, die gleichen Arbeiten wie seither auszuführen und da­für eine feste Vergütung von 170 Mark im Jahre erhalten. Bürgermeister Wagner gab die Anre­gung, mit dem Vorstand alljährlich zwei Besichti­gungsgänge durch die Stadt und die Anlagen zu machen, um auf diese Weise kleine Mißstände festzustellen, die bann in gemeinsamem Benehmen ihre Erledigung finden könnten. Außerdem wies er darauf hin, daß er beantragt habe, und die Zu­stimmung des Kreisamtes stehe in Aussicht, das Brunne ntal unter Naturschutz zu stellen. Dadurch sei es dann möglich, gegen das wilde und planlose Fällen von Bäumen und gegen die wei­tere Anlage von Hühnerfarmen vorzugehen, da diese Sachen das dortige Landschaftsbild stark be­einträchtigten. Weiterhin kündigte er für nächste Woche eine Bürgerversammlung an, in der er Gegenwarts- und Zukunftsaufgcrben der

Stadt besprechen unb zur allgemeinen Aussprache stellen wolle. Der Vorsitzende schloß dann die an­regend verlaufene Versammlung in der üblichen Weise.

§ Steinheim, 7. Mai. In diesem Frühjahr hat hier eine verhältnismäßig ft arte Bautä­tigkeit eingesetzt. Neben An- und Erweiterungs­bauten an landwirtschaftlich benutzten Betriebs­gebäuden ist bereits eine den neuzeitlichen Anfor­derungen entsprechende Scheune errichtet worden. Außerdem wird ein neues Wohnhaus aufgeführt und ein bestehender Saal um rund 50 Quadrat­meter vergrößert. Nach drei Jahren mit nur geringfügigen Obsterträgen stehen die Baum- anlagen auf dem Kaltenrain im prächtigsten Blütenschmuck. Die zahlreichen Kirschbäume zeigen guten Fruchtansatz. Die große Kirschanlage der Ge­meinde auf dem abgeholzten Scheuerwaldskopf hat sich gut entwickelt. Einzelne Bäume haben schon geblüht. Winter- und Sommerfrucht, sowie Grünfutter zeigen einen prächtigen Stand.

Kreis Alsfeld.

£ Groß-Felda, 7. Mai. Die hiesige Spar« und Darlehenskasse hielt in Anwesenheit von Revisor Weber ihre diesjährige General­versammlung im GasthausZur Traube" ab. Direktor Schneider erstattete den Geschäfts­bericht, aus dem zu entnehmen war, daß der Um­satz im Jahre 1935 5,5 Millionen Mark betrug. Die Spareinlagen stiegen um 66 085,22 Mark. Es wurden 111 neue Sparbücher ausgegeben. Reserven und eigene Mittel betragen geaen 100 000 Mark, eine Summe, die nach den Ausführungen von Revisor Weber die Liquidität der Kasse in einem erfreulichen Lichte zeige. Der Reingewinn von 3074,50 Mark wurde nach den Vorschlägen des Vorstandes verteilt. Die satzungsgemäß ausscheiden­den Mitglieder des Vorstandes und des Aufsichts­rates wurden wiedergewählt. Revisor Weber machte längere Ausführungen über den Stand der Genossenschaften im allgemeinen sowie über den Stand der hiesigen Kasse. Wie in anderen Gemein­den soll auch hier jedem neugeborenen Erdenbürger ein Sparkassenbuch mit einem gewissen Bettag von der Kasse als Geschenk überreicht werden, um den Sparsinn weiter zu fördern.

Preußen.

Zum Landrat des Landkreises Marburg ernannt

Marburg, 7. Mai. (LPD.) Dem seitherigen kommissarischen Landrat des Landkreises Marburg, Kreisleiter Hans Krawilietzki, wurde durch den Reichs- und preußischen Minister des Innern die Stelle des L a n d r a t s im Kreis Marburg endgültig übertragen.

Scharfschießen bei Ebersgöns.

Am 19. Mai, von 7 bis 13 Uhr und von 14 bis 18 Uhr, finden in der Nähe von Ebersgöns Schießübungen mit scharfer Munition statt. Gefähr­det ist das Gelände südlich Ebersgöns, südlich Ober­kleen und ostwärts von Kleeberg. Die Straßen EbersgönsKleeberg und EbersgönsHausen, letz­tere soweit der Kreis Wetzlar in Frage kommt, wer­den für die vorgenannte Zeit für jeglichen Verkehr polizeilich gesperrt.

Das gefährdete Gelände wird durch Posten ab­gesperrt und muß eine Stunde vor Beginn bis eine Stunde nach Beendigung des Schießens von jedem Verkehr freibleiben. Die Bevölkerung wird daraus hingewiesen, daß sie den Weisungen der Absperr­posten, die die Rechte und Pflichten eines Wacht­postens haben, unbedingt Folge zu leisten hat.

Sprechstunden der Redaktion.

11.30 bis 1230 Uhr, 16 bis 17 Uhr. Samstagnoch. mittag geschlossen.

Ministerpräsident Generaloberst Göring ernannte den Intendanten des preußischen Staatlichen Schau­spielhauses Gustav Gründgens zum Preußischen Staatsrat. (Scherl-Bilderdienst-M.)

Kreis Wetzlar.

<D Krofdorf, 8. Mai. Am letzten Donnerstag wurde Konrektor i. R. Philipp Bechthold im Alter von 76 Jahren hier zur letzten Ruhe ge­bettet. Der Verstorbene, der aus Launsbach stammte, wirkte als junger Lehrer in verschiedenen Wester- waldorten des Regierungsbezirks Koblenz. Im Jahr 1900 ließ er sich in seine Heimat versetzen, wo er eine Lehrerstelle in Krofdorf annahm, in der er in feinen letzten Dienstjahren zum Kon­rektor ernannt wurde. Fast ein Dierteljahrhundert hat er in Segen, wie das auch der Bürgermeister des Ortes bei der Kranzniederlegung am Grabe zum Ausdruck brachte, gearbeitet. In feiner ruhigen, stillen Art lebte er in der Gemeinde als vorbild­licher Familienvater und Beamter, als Erzieher geachtet und geehrt von feinen Schülern und feinen Kollegen der engeren und weiteren Umgebung. Eine Reihe von Jahren versah er das Vertrauens­amt des örtlichen Schiedsmannes. Sein Andenken wird bestens fortleben.

Rundfunkproqramm

Samstag, 9. ITCai:

6 Uhr: Choral, Morgenspruch. Gymnastik. 6.30: Fröhlich klingt's zur Morgenstunde. In der Pause, 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 8.45: Auf zum Staatsjugendtag BDM.-Sport. 10: Schulfunk: Das junge Deutschland: Das Jahr des deutschen Jungvolks. 11: Hausfrau hör zu! 11.30: Gaunach- richten. 11.45: Sozialdienst. 12: Buntes Wochenende. 13: Nachrichten, auch aus dem Sendebezirk. 13.15: Buntes Wochenende. 14: Nachrichten. 14.10: Operet­tenbilderbogen. 15: Wirtschaftsbericht. 15.15: Kleine Unterhaltung. 15.30: HI.-Funk. 16: Freut Euch des Lebens. 18: Blasmusik. 19.30: Zeitfunk. 19.55: Ruf der Jugend. 20: Nachrichten. 20.10: Heitere Mai­bowle. 22: Nachrichten. 22.15: Nachrichten aus dem Sendebezirk. 22.20: Stegreifsendung des Zeitfunks. 22.30: ... und morgen ist Sonntag ... 24 bis 2: Nachtmusik.

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