Aus aller Welt
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seiner Frau mit der Mittag verlobte.
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sondere Muskelkräfte.
Urheber
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burtstage des Führers hervorzuheben.
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Furchtbare Brandkatastrophe in einer polnischen Stadt.
Kunst und Wissenschaft.
Große Erfolge der Berliner Philharmoniker unter Furtwängler in der Schweiz.
Gute Möbel bei Koos
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WT. und 21.; 20 bis 2
S.H. veranlaßt das Blatt zu der Bemerkung, daß der Frank zwar noch immer stark gedeckt sei, daß aber der Goldrückgang um 1,68 ü. S). innerhalb einer Woche die volle Aufmerksamkeit der Regierung verdiene.
entscheidend. Deshalb gibt das Geringe Körpergewicht in diesem Fall mehr den Ausschlag als bi
„Im Trommelfeuer der Westfront."
Lichtspielhaus.
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denken an die Aufmärsche und die Konzentration des Artilleriematerials (auch in und hinter den französischen und englischen Stellungen) zum Großangriff in breiter Front, an die Fesselballonszenen mit Abschuß und Absprung im Fallschirm, die mit verblüffender Realistik erfaßten Luftkämpfe, und zuletzt einen Tankangriff, der vermutlich jedem einen Eindruck von Wesen und Wirkung dieser wahrhaft mörderischen, modernen Kriegsmaschinen gegeben haben wird. Der Einsatz von Menschen und von Kriegsmaterial war, wir deuteten es schon an, bedeutend. Von schauspielerischen Leistungen ist in diesem Fall aus naheliegenden Gründen nicht viel zu sagen, zumal die Darsteller, abgesehen von Paul R e h k o p f, der einen alten bärtigen Korporal im deutschen Graben verkörpert, so gut wie unbekannt sind. Das entspricht durchaus dem Sinn dieses Bildstreifens, der, in einer Gemeinschaftsarbeit, dem unbekannten Soldaten hüben und drüben ein Denkmal setzen will. Eben darum hätten wir auch die zu Anfang und zu Ende gesprochenen Verse gern vermißt. Das sicher gut und ehrlich gemeinte Pathos solcher Strophen wird von der Sachlichkeit der Bilder und der damit verbundenen Gehöreindrücke schlechterdings übertönt und erdrückt. Besondere Anerkennung verdient der Kameramann Günther Anders. — (Herzog-Film.)
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Im Beiprogramm: Bilder von der Thüringer Landschaft und Spielzeug-Industrie; ein interessanter Kulturfilm der Reichsbahn, der den Werdegang der neuen Triebwagen schildert; in der Ufa-Wochenschau sind die Aufnahmen vom Ge-
Sfabf Zamofc vernichtet hat. ist nun das Städtchen Dawidgrodek. das 11 000 Einwohner zählt, von einer gewaltigen Brand- kataftrophe heimgesucht worden. Das Feuer entstand durch spielende Kinder, die mit einem Brennglas einen Strohhaufen in Brand gesteckt hatten. Der starke Wind übertrug das Feuer auf die umliegenden Holzhäuser und Stallungen. 3n wenigen Stunden wurden die Gebäude von mehr als 250 Wirtschaften und eine berühmte Holzkirche ein Raub der Flammen. Rund 1000 Wirtschafts- und Wohngebäude sind dem Feuer zum Opfer gefallen, darunter auch die Kasernen des Grenzschuhkorps. Eine Frau und zwei Kinder sind in den Flammen um- gekommen. Line Reihe von Personen wird vermißt.
Gattenmörder zum Tode verurteilt.
Zeitschristen.
— Den „Brief eines Arbeiters an Professor Hauer" veröffentlicht Wilhelm Jungt unter dem Titel „In der Hand Gottes" im Maiheft der „Zeitwende" (Wichern-Derlag, Berlin-Spandau). Er ist eine eingehende Auseinandersetzung mit der religiösen Verkündigung Wilhelm Hauers. Es ist ergreifend zu lesen, wie hier ein deutscher Arbeits» mensch — Jüngt ist Schriftsetzer, eirt leidenschaftliches Zeugnis für die Kraft des christlichen Glaubens ablegt. Eine gute Ergänzung ist der Beitrag von D. Georg Merz über „Religiöse Entscheidung und kirchliches Bekenntnis." In schlichter, bildhafter Darstellung spricht er vom lebenschaffenden und lebenbestimmenden Geschenk des heiligen Geistes als erfüllender Kraft des Christenlebens. Daneben führt Hermann Rehbach feine Schilderung aus der Geschichte der Weltstadt am Bosporus („Stambul, Konstantinopel, Byzanz") zu Ende, die im Bau der Hagia Sophia, der „Mutterkirche der Christenheit" durch Justinian gipfelt und auch für das aktuelle Problem „Kirche und Staat" aufschlußreiche Einzelheiten erzählt. — Ruhepunkte in dem bewegten und spannungsreichen heft sind die Fortsetzung des kraftvollen niederdeutschen Romans „Die schöne Gesine" von Gerhard Ringeling, der in seiner Erzählweise an die besten nordischen Dichter erinnert, und die fesselnde Würdigung einer „Roman-Auslese" durch Eugen Kalkschmidt, während die das heft abschließenden „Randbemerkungen" in lebendiger Weise vor allem die von Jüngt und Merz angeschlagenen Themen fortführen.
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Wieder ein Kriegsfilm, aufs neue werden Bilder und Szenen heraufbeschworen, die wir nun schon so oft in Büchern, in Filmen, in Photographien ... und sehr viele unter uns auch in der Wirklichkeit erlebt haben. Diese Wirklichkeit, wie könnte es anders sein, war stärker als jede Rekonstruktion und kann von keinem noch so naturgetreuen Bild- oder Klangapparat erreicht men- den. Der Krieg in seiner ganzen und wahren Gestalt läßt sich eben nicht photographieren. Dennoch bleibt zu bestaunen, wieviel eine hochentwickelte Technik, ein überlegen gelenkter Einsatz von Menschen und Material an Annäherungswerten, an Vorstellungskraft in der nachbildenden Wiedergabe heute erzwingt. Dieser Film ist ja auch, wie uns scheint, nicht in erster Linie für die lieber» lebenden geschaffen worden, die den Krieg gesehen, durchgekämpft und erlitten haben, und deren Erinnerungsbilder immer schärfer und lebendiger bleiben werden als jede Darstellung, ... sondern
Schrecklicher Tob im Wühlengetriebe.
Ein gräßlicher Unfall ereignete sich in der Getreidemühle in Brenken bei Paderborn. Der Müllergeselle, der allein im Mühlenraum war, wurde auf bisher unbekannte Weise von dem Maschinengetriebe erfaßt und mehrmals mit herumgeschleudert. Durch den Lärm aufmerksam geworden, eilte der Mühlenbesitzer herbei und stellte den Motor ab. Seine Hilfe kam aber zu spät. Der Bedauernswerte, der noch schwache Lebenszeichen von sich gab, mußte aus dem Räderwerk herausgeschnitten werden.
Empfang der Arbeiter-Delegierten durch den Führer noch einmal im Rundfunk.
Zu den eindrucksvollsten Rundfunk-Sendungen am Nationalen Feiertag des deutschen Volkes gehörte die Uebertragung vom Empfang der Arbeiter-Delegierten und der Sieger und Siegerinnen des Reichsberufswettkamp- f e s durch den Führer. In vielen Briefen an den Rundfunk ist die Begeisterung über diese Sendung zum Ausdruck gebracht und der Wunsch nach einer Wiederholung ausgesprochen worden. Die Reichssendeleitung hat sich deshalb entschlossen, am Sonntag, 10. Mai, 19 bis 19.45 Uhr, den Funkbericht aus dem Reichsprälldenten-Palais über alle Reichssender zu wiederholen.
vornehmlich für die andern, die sich nicht aus eigener Anschauung einen Begriff davon haben machen können. Was diesen Film betrifft, und das gilt eigentlich von jedem anderen guten Kriegsfilm auch, so beruht, wie uns scheint, die stärkste und nachhallendste Wirkung auf einer ganz einfachen Ueberlegung ober Vorstellung: nämlich sich alles, was sich da in ungefähr anderthalb Stunden vor unfern Augen und Ohren vollzieht (so daß wahrscheinlich mehr als einer geblendet und mit dröhnendem Trommelfell hinausgeht) als einen Dauerzustand zu denken — ausgedehnt über Tag und Nacht, über Wochen, Monate, Jahre. Auch wenn man sich darüber klar ist, daß dieser Film, wie jeder andere, nur eine annähernde und unvollkommene Vorstellung zu vermitteln vermag, nur einen kleinen Ausschnitt erfaßt, den man sich räumlich auf viele Tausende von Frontkilometern verlängert- zu denken hat, — wenn man die Kampf- Handlungen, die Zahl der Gräben, der Geschütze und Maschinengewehre, der Stürmenden und der Gefallenen ins Riesenhafte und fast ins Unendliche gesteigert im Bewußtsein hat, dann hat wohl auch der, der damals nicht vorne war, einen Begriff von der furchtbaren Wirklichkeit des Krieges. Und wer etwa den Eindruck dauernder Wiederholung aus diesen kurzen anderthalb Stunden mit nach Hause brächte, der mag sich vor Augen Halten, daß eben in dieser entsetzlichen Monotonie
Nachdem erst vor zwei Tagen ein riesiges nfe*i r Hunderte von Häusern in ber galizischen
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Hochschulnachrichten.
Geheimrat Professor Dr. Otto vom Robert- Kock-Institut in Berlin ist mit Wirkung vom 1 April ab zum Direktor des Instituts für experimentelle Therapie in Frankfurt ernannt worden.
des Geschehens, in diesem unaufhörlichen Rollen und Brodeln der Fronten, in dieser endlosen Kette von Vormarsch, Angriff, Abwehr, Gegenstoß Sperrfeuer, karger Ruhe, Alarm, neuem Vorgehen, neuem Gegenstoß, im stundenlangen, hilflosen, zermürbenden Warten unter dem zerreißenden Wirbel des Trommelfeuers, in Hunger und Durst, in Kälte und Nässe, in Dreck und Ungeziefer, in dieser maßlosen Planmäßigkeit von tausendfältiger Zerstörung, Verwundung und Tod eben das Wesen des Krieges besteht, wie wir ihn in den vier Jahren erlebt haben. Was der Regisseur Eh. W. Kayser im Ganzen und im Einzelnen geleistet hat, bleibt (unter den selbstverständlichen Vorbehalten, von denen die Rede war) erstaunlich. Als militärischer Sachberater war Major a. D. Freiherr von W e r t h e r n tätig. So entstanden an den stärksten Stellen des Films Szenen, die wie nachträglich lebendig gemachte Dokumente aus den Kriegsarchioen wirken. Wir
Das Schwurgericht Landau (Pfalz) verurteilte den 40 Jahre alten Emst Manderscheidt aus Essingen wegen Mordes zum Tode. Die mitan- geflagte Gettebte des Landerscheidt, die 1906 geborene Witwe Anna Mittag aus dem gleichen Ort, erhielt wegen des Nichtan^eigens eines geplanten Verbrechens eine Gefängnisstrafe von zwei Jahren. Manderscheidt war beschuldigt, seine Eheftau durch Gift beseitigt zu haben, um Die Mittag heiraten zu können. Die gegen den hartnäckig leugnenden Angeklagten geführten Indizienbeweise ergaben, daß Manderscheidt zwei Tuben Rattengift besorgt hat, deren Inhalt er den Speisen und Getränken, die seine Frau zu sich nahm, beimischte. Die Frau starb nach längerem Krankenlager eines qualvollen Todes. Wie sehr der Angeklagte von der Wirkung der Giftbeigaben überzeugt gewesen sein muß, ergab sich aus dem Umstand, daß er sich noch während des Dahinsiechens
Körperbau und Leistungsfähigkeit.
In einer Untersuchung, die Werner Golder an 442 Mann des Gemeinschaftslagers „Hanns Kerrl" kürzlich oorgenommen hat und über Ine er jetzt in der Deutschen Medizinischen Wochenschrift berichtet, ist man den Beziehungen zwischen Kör- pergeftalt und körperlicher Leistung nachgegangen. Die Verhältnisse im Lager waren für eine Derartige Arbeit besonders günstig, weil es sich um Menschen mit gleichartiger Berufstätigkeit (Referendare) und — sowohl hinsichtlich der Nahrungsaufnahme als auch der Ruhe- und Schlafpausen — von gleicher Lebensweise handelte. Auch das Vrü- fungsgelänbe war für alle Untersuchten fast gleich. Für den Vergleich wurden nur die Jahresgrupven vom 25. bis zum 29. Jahr zugrunde gelegt. Anhaltspunkte für die Beurteilung der körperlichen Beschaffenheit waren lediglich Körpergröße und Körpergewicht, und als Maß für die körperliche Leistungsfähigkeit galt die Zahl der Punkte, die bei der Ablegung der Prüfung für das SA.-Sport- abzeichen erzielt wurde. Um die Abhängigkeit der Leistung von der Körpergröße zu ermitteln, wurden die Leute nach der Größe in Gruppen eingeteilt. Da sich nun im allgemeinen das Körpergewicht nach der Körpergröße richtet, mußte erst zu unterscheiden versucht werden, ob die Leistungen von der Körpergröße ober vom Körpergewicht ober von beibem abhingen. Deshalb mürben Männer ungefähr gleichen Gewichts herausgegriffen unb nach ber Gröhe georbnet und umgekehrt, um beibe Faktoren Doneinanber getrennt zu halten. Bei ben Untersuchungen hat sich ergeben, daß bie Leistungen bei verschiedener Körpergröße unb gleichem Körpergewicht nicht so wesentlich Doneinanber abweichen, baß man baraus mit Sicherheit auf eine enge Beziehung zwischen Leistungsfähigkeit und Körpergröße hätte schließen können. Die Abhängigkeit ber Leistungen vom Körpergewicht war jeboch nachzuweisen. Beim Kugelstoßen unb beim Keulenweitwurf zeugte sich ein Steigen ber Leistungen mit zunehmenbem Körpergewicht währenb bie Verhältnisse beim 3000-Meter-Lauf gerade umgekehrt blieben. Dazwischen bewegen sich bie Kurven, bie über bie Leistungen beim i00-Meter-Lauf unb beim Weitsprung Aufschluß geben. Beim Kugelstoßen und beim Keulenwerfen kommt es darauf an, einen Gegenstand möglichst schnell und kraftvoll in Bewegung zu setzen, was um so besser geschehen kann, je stärker einerseits die Muskeln und je größer andererseits das Gewicht des Sporttreibenden im Verhältnis zu dem der geschleuderten Masse sind. Beim 100-Meter-Lauf und beim Weitsprung ist die rasche Bewegung ebenfalls das Entscheidende,
zerk tmxti von der schweizerischen Presse als ein großartiger Erfolg bezeichnet. Wilhelm Furtwängler wurde als Dirigent und Solist (Mozart-Klavierkonzert) begeistert empfangen und dankte für die ihm dargebrachten Ovationen durch die Zu- gäbe der Ouvertüre zu „Oberon". — Der gleiche großartige Erfolg war den Philharmonikern m Basel beschieden. Schon eine Woche vorher war das Konzert ausverkauft. Unter den Zuhörern befanden sich viele bekannte Musiker aus Basel und Umgebung und viele Besucher aus der badischen Nachbarschaft. Das Publikum dankte Furtwängler für seine künstlerisch außerordentlich gereiften Darbietungen mit einem solchen Enthusiasmus, daß er sich immer wieder zeigen mußte, als die Musiker schon ihre Instrumente eingepackt und sich entfernt hatten. Von Basel reifen die Philharmoniker nach Zürich und Bern.
„Deutsches Theater hinter Stacheldraht."
Der Deutsche Reichskriegerbund (Kysfhäuser), die Reichsvereinigung ehemaliger Kriegsgefangener und das Institut für Theaterwissenschaft an der Universität Köln eröffneten im Kölner Theatermuseum die Ausstellung „Deutsches Theater hinter S t a ch e l d r a h t". Der Bundesführer der Reichsvereinigung ehemaliger Kriegsgefangener, Freiherr von L e r s n e r , sprach über den Sinn der Ausstellung. Der Schöpfer der Ausstellung, Professor Dr. Niessen, gab einen lieber» blick über das Gezeigte. Die Ausstellung sei die eindrucksvollste Widerlegung ber Kriegslüge, baß bie Deutschen Barbaren seien. Sie beweise, baß bie gefangenen beutschen Solbaten einem hochstehenden Kulturvolke angehören.
Eine Nordlandfahrl für die beste Erzählung.
NSG. Die NS.-Gemeinschaft „Kraft burch Freube" Gau Hessen-Nassau hat für bie Mitglieder ber DAF. einen Wettbewerb ausgeschrieben, bei bem es darauf ankommt, baß Teilnehmer an Fahrten unb Wanberungen ber NS.-Gemeinschaft „Kraft durck Freude" ihre Erlebnisse kurz schildern. „Wettbewerb für die b e ft e n Erzählungen oder Kurz- g e s ch i cht e n" nennt er sich. Auf höchstens drei Schreibmaschinenseiten soll das alles, was in deutscher Landschaft oder fremden Ländern auf den Urlauber eingestürmt ist, niedergeschrieben werden. Jeder kann sich mit bis zu drei Erzählungen bzw. Kurzgeschichten an dem Wettbewerb beteiligen. Einsendetermin ist der 30. Juni. Die Sendungen sind zu richten an die NSG. „Kraft durch Freude", Gau Hessen-Nassau, Frankfurt, Bürgerstraße 69/77 mit dem Vermerk „Wettbewerb der besten Erzählungen". Die Erzählungen müssen den Vermerk über Namen, Anschrift und Betrieb des Einsenders enthalten. Als Preise sind ausgesetzt: 1. Preis: Eine Nordlandfahrt mit „KdF.", 2. Preis: Eine Urlaubsfahrt mit „KdF." in die Bayrischen Berge, 3., 4t und 5. Preis: Je eine achttägige Urlaubs- fahrt mit „KdF.".
Weiterbericht
des Relchswetterdienstes. Ausgabeort Frankfurt.
Die mit ben über Deutschlanb herrschenben Oft- winden einftrömenbe feuchtwarme subtropische Luft gab am Donnerstag Anlaß zu warm-schwülen und vielerorts auch gewittrigen Regenfällen. Dieser Einfluß macht sich auch heute noch geltend und wird zu weiterer Gewittertätigkeit führen. Doch befindet sich die Großwetterlage in einer Umgestaltung, die abnehmende Gewitterneigung, zunächst aber etwas unfreundlicheren Witterungscharakter bringen wird.
Aussichten f ü r Samstag: Zeitweise dunstig ober nebelig, sonst übermiegenb bewölktes Wetter, Neigung zu teilweise gewittrigen Regenfällen, tagsüber ziemlich schwül, aber nicht mehr so warm als seither, über Norb nach West bre- hende Winbe.
Lufttemperaturen am 7. Mai: mittags 24,2 Grab Celsius, abenbs 16,3 Grab; am 8. Mai: morgens 15,5 Grab. Maximum 25,5 Grab, Minimum heute nacht 13,3 Grab. — Erbtemperaturen in 10 cm Tiefe am 7. Mai: abenbs 19,1 Grab; am 8. Mai: morgens 15,8 Grad. — Sonnenscheindauer 7,1 Stunden.
LZ. „Hindenburgs auf halbem Wege über dem Atlantik.
Nach einer in Neuyork heute um 5 Uhr MEZ. eingelaufenen Funkmeldung des L.Z. „Hindenburg" befand sich das Luftschiff zu diesem Zeitpunkt auf 47,53 Grad nördlicher Breite und 37 Grad westlicher Länge, also etwa auf der Hälfte seines Weges. Seine Geschwindigkeit betrug etwa 110 Stundenkilometer. Der Kommandant der Marineluftstation Lakehurst, Rosendahl, teilte mit, daß das Luftschiff unter Zugrundelegung seiner bisherigen Geschwindigkeit am Samstagabend in Lakehurst erwartet wird. Da die Wetterverhältnisse an der atlantischen Küste ungewiß sind, wurden Vorbereitungen getroffen, das Luftschiff an den Ankermast zu legen, um es nicht der schwierigen Aufgabe des Einbringens in die Luftschiffhalle auszusetzen. Dr. W. Kimball von der Neuyorker Wetterwarte hat die Aussendung seiner Wetterberichte fortgesetzt, wofür ihm die Offiziere der Hindenburg" ihren Dank fünften.
An Bord des „H i n b e n b u r g" befinben sich u. a. auch der Oberbürgermeister der Stadt Frankfurt a. M., Staatsrat Dr. Krebs, und der San- deshauptmann der Provinz Hessen-Nassau, SS- Obersturmbannführer W. T r a u p e l. Sämtliche 50 Kabinenplätze sind für die Rückfahrt am Montag ausverkauft. Unter den Passagieren befindet sich eine 86 Jahre alte Frau. 11 Passagiere der Hinfahrt machen auch bie Rückreise mit. In Lakehurst wirb die Luftschiffhalle für das Publikum mit Ausnahme der Stunden, in denen die Auffüllung oorgenommen wird, geöffnet fein; jedoch ist das Betreten des Luftschiffes verboten.
Nach zweijähriger Pause führen die Berliner Philharmoniker gegenwärtige eine Konzert- reise durch die Schweiz durch, die mit einer Aufführung in Luzern ihren Anfang nahm. Das Kon-
jedoch mit dem wesentlichen Unterschied, daß die Muskelkraft hier den eigenen Körper in Bewegung setzen muß. So ergeben sich für diese beiden Sportarten folgende Erfordernisse: große Muskelmassen, möglichst geringes Gewicht und beide zusammengenommen ein mittleres Körpergewicht. Beim 3000- Meter-Lauf hängt alles von der Ausdauer ab, und die schnelle und kraftvolle Bewegung ist weniger
Das Luftschiff „Graf Zeppelin" ist Freitag um 7 Uhr von seiner zweiten diesjährigen Südamerikafahrt nach Friedrichshafen zurückgekehrt.
Elly Beinhorn zum Heimflug gestartet.
Elly Beinhorn startete vorn Rigaer Flugplatz zum Heimflug nach Deutschland. Ihre drei Vorträge in Riga und Libau brachten der Fliegerin einen vollen Erfolg. Jedesmal gelang es ihr, die Zuhörer zu begeistern und starken Beifall zu erringen. In Riga veranstaltete aus Anlaß der Anwesenheit Elly Beinhorns und des Dichters Jakob Schaffner der deutsche Gesandte Dr. von Schack in der Gesandtschaft einen Empfang, an dem Vertreter der deutschen Kolonie und des Rigaer Baltendeutschtums teilnahmen.
Drei polnische Flugzeuge zusammengesiohen.
Während eines llebungsfluges stießen in der Nähe von Koden drei Flugzeuge des 3. polnischen Fliegerregimentes zusammen. Der Flieger und der Beobachter des einen Flugzeuges, das sofort abstürzte, wurden getötet, ebenso der Beobachter des zweiten Flugzeuges, der mit einem Fallschirm abzuspringen versuchte. Der Flieger des zweiten Flugzeuges wurde bei der Landung schwer verletzt. Nur dem dritten Flugzeug gelang es, trotz erheblicher Beschädigungen glücklich zu landen.
Schweres Unweller auch in Oftlhüringen.
Das schwere Unwetter, das, wie berichtet, große Ueberschwemmungsschäden in Südthüringen anrichtet, hat auch Ostthüringen heimgesucht. Am meisten betroffen wurden die sogenannten Tälerdörfer im Holzland. Die starken Regengüsse ließen die Bäche über die Ufer treten. Am heftigsten war das Unwetter in Münchenbernsdorf, Lindenkreuz und St. Gangloff. Von dort dehnte sich das Unwetter bis zur Bahnlinie Gera—Jena—Weimar und nach dem Rodatal aus. Auch ein Todesopfer ist zu beklagen. Ein 18jähriger aus dem Ort Schwarzbach bei Münchenbernsdorf stammender Wirtschaftsgehilfe wurde auf der Heimfahrt vom Felde mit dem Fahrrad von den Waffermaffen um- gerissen und ertrank. Ferner wurden mehrere wertvolle Milchkühe vom Blitz erschlagen. Wiesen, Aecker und Gärten in der Umgegend der Holzlanddörfer sind vollständig verschlammt. Nach etwa zwei Stunden hatten sich die Wasser verlaufen. Der Verkehr war eine Zeitlang völlig unterbrochen.
Das Urkundensteuergeseh.
Am 5. Mai 1936 ist das Urtunbenfteuergefeh er- । lassen worden. Mit dem Inkrafttreten des Gesetzes । treten bie Landesstempelgesetze außer Kraft. Zur , Zeit gibt es 15 Landesstempelgesetze. Die Steuer- , ätze in den einzelnen Landesstempelgesetzen sind ( ranz verschieden hoch. So ist z. B. der Steuersatz ür eine Hypothekenbestellung in dem einen Land , echsmal so hoch wie in einem anderen Land. Der , Steuersatz für Mietverträge über städtische Grundstücke beträgt in einem Land das Fünffache des Satzes in einem anderen Lande. Nach dem Ur» kundenfteuergefetz werden die Steuern im ganzen Reich nach den gleichen Steuer« jähen erhoben. Von verschiedenen Seiten ist angeregt worden, die Stempelsteuergesetze der Länder überhaupt verschwinden zu lassen. Das ging nicht, weil die Länder auf das Aufkommen ?us ihren Stempelsteuergesetzen angewiesen sind. Die Lander können auf dieses Aufkommen nicht verzichten, ohne den Ausgleich ihrer Haushalte zu gefährden.
Gegenstand der Urkundensteuer sind im allgemeinen die gleichen Geschäfte wie in den Landes- stempelgesetzen. Eine Ausdehnung des Kreises der steuerpflichtigen Geschäfte über den Rahmen der Landesstempelgesetze hinaus kam nicht in Frage. Der Urkundensteuer unterliegen also z. B. Schuld - erflärungen, Hypothekenbestellungen, Verpfandungserklärungen, Mietverträge, Vollmachtsertei- lungen, Schiedssprüche. Die Steuersätze des Urfun» densteuergesetzes entsprechen im allgemeinen denen, bie zur Zeit in Preußen und damit im größten Teil des Reichs in Geltung sind. Für die Allgemeinheit tritt durch die Urkundensteuer keinesfalls eine höhere steuerliche Belastung ein. In einigen Ländern werden Die Steuerpflichtigen sogar steuerlich entlastet werden. Aus sozialen Gründen sieht das Urkundensteuergesetz für einige Rechtsgeschäfte erhöhte Frei- grenzen vor. So sind Mietverträge über Grundstücke Gebäude oder Gebäudeteile bis zu einem jährlichen Mietentgelt von 900 Mark van der Besteuerung ausgenommen. Kindesannahmeverträge sind van der Steuer freigelassen, wenn das für die Steuerberechnung maßgebende Vermögen 20 000 Mark nicht übersteigt. Anstellungsverträge sind van der Steuer frei, wenn bas jährliche Einkommen ben Betrag von 3600 Mark nicht übersteigt.
Kleine politische Nachrichten.
Der König von Italien hat am Donnerstag Mussoliniin Privataubien^ empfangen und ihm bas GroßkreuzbesMilitärorbensvon Savoyen verliehen.
Der König ber Belgier empfing den neuernannten deutschen Gesandten Herbert Freiherrn von Richthofen in Audienz zur Entgegennahme des Beglaubigungsschreibens. König Leopold III. zog den Gesandten in ein längeres Gespräch. Freiherr von Richthofen legte am Grabe des Unbekannten Soldaten einen mit der Hakenkreuzschleife geschmückten Kranz nieder.
Der p o l n i s ch e M i n i st e r r a t hat die Einfuhr sämtlicher Waren verboten. Dieses Verbot soll keine neue Beschränkung des Außenhandels bedeuten. Die Verordnung schafft vielmehr ein wirksames Mittel zur Kontrolle der Einfuhr in Verbin» düng mit der Devisenkontrolle. Die Importeure von Waren, deren Einfuhr grundsätzlich verboten ist, können im Rahmen der vertragsmäßigen Kontingente Einfuhrgenehmigungen erhalten.
In der Angelegenheit des Schriftstellers Otto Emerich Groh wurden in Wien noch folgende Verhaftungen durchgeführt: Die Komponisten Leopold Weleba und Karl Mainau, der Herausgeber der Zeit- schrift „Donaubote", Ingenieur Otto Kobat, der Musiker Sturm und der Zollassistent Hohen» e g g e r. Alle mit der Begründung, daß die Genannten nationalsozialistische Propaganda betrieben hätten.


