höheren Schulen — mit Ausnahme der Gyrn- nasien für Jungen — Englisch öie erste Fremdsprache. Das gilt auch für diejenigen Gymnasien, welche die einzigen grundständigen höheren Schulen eines Ortes sind, sowie für die Realgymnasien. Nur ausnahmsweise dürfen Alleinschulen eines Ortes als Gymnasien besteben bleiben, wenn diese Anstalten von besonderer Bedeutung sind und wenn gegen ihre Umwandlung mit Rücksicht auf eine ehrwürdige Ueberlieferung begründete Bedenken bestehen."
Kleine politische Rachcchten.
Die am 6. und 8. Mai unter dem Vorsitz des Stellvertreters des Führers stattfindende Führertagung der NSDAP, begann mit einer unter Leitung von Reichsorganisationsleiter Dr. Robert Ley stehenden Gauleitertagung. Im Mittelpunkt stand ein Referat des Reichspropagandaleiters Dr. Goebbels über Propaganda und Volksaufklärung im Dienste von Partei und Staat.
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Am Mittwochnachmittag traten die R e i ch s l e i- t e r der NSDAP, unter Vorsitz des Stellvertreters des Führers Rudolf Heß zu einer Tagung im Braunen Haus zusammen. Die Beratung galt organisatorischen und innerpolitischen Fragen. Im Anschluß an ein Referat des Reichsleiters Alfred Rosenberg wurden insbesondere grundsätzliche und praktische Fragen des S t ä n d e w e s e n s behandelt.
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Am Müttertag, 10. Mai, 9 Uhr, sprechen Reichs- minrster Dr. Frick und Reichssrauenführerin Gertrud S ch o l tz - K l i n k über alle deutschen Sender. Die Ausgestaltung der Feier übernimmt der deutsche Frauenarbeitsdienst.
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Die Bank von Fran kreich hat am Mittwoch die Erhöhung des Diskontsatzes von 5 a u f 6 v. H. beschlossen.
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Der englische Kriegsminister Duff Cooper machte die Aufsehen erregende Mitteilung, daß von der planmäßigen Zahl von 11000 Mann, die für die Luftverteidigung des Mutterlandes gebraucht würden, noch im m«e r nicht weniger als 7000 Mann fehlten.
König Faruk I. von Aegypten ist am Mittwoch, von der Bevölkerung jubelnd begrüßt, in der Hauptstadt seines Landes eingetroffen. In unterrichteten Kreisen verlautet, daß mit einer Regentschaft des zum Thronfolger bestimmen Onkels des jungen Königs, des Prinzen Mohammed Ali, gerechnet wird.
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Bei Ramhah im Irak brach ein neuer Aufstand aus, zu dessen Niederwerfung Militär eingesetzt wurde. Flugzeuge warfen Bomben auf die Aufständischen ab. Die Eisenbahnverbindung zwischen Bagdad und Basrah wurde durch die Aufständischen unterbrochen.
Kunst und Wissenschaft.
Internationales Schachturnier in Bad-Nauheim.
Vom 17. bis 24. Mai findet in Bad-Nauheim das zweite Internationale Schachturnier statt. Neben den Weltmeistern A l j e ch i n und Bogoljubow werden sich folgende Meister an dieser bedeutenden Schachoeranstaltung beteiligen: Dr. D i d m a r - Jugoslawien, Stahlberg - Schweden, K e r e s - Estland, van den Bosch- Holland, ferner die deutschen Meister Ahues, Rellstab, Heinicke, Weißgerber. Das Turnier, das vom Großdeutschen Schachbund geleitet wird, ist zu den größten Schachveranstaltungen der letzten Jahre zu rechnen. Die Leitung des Turniers liegt in den Händen von Steul, Frankfurt.
„Schach-Olympiade" in München.
In der zweiten Augusthälfte wird in München durch den Großdeutschen Schachbund ein internationaler Schachwettbewerb durchgeführt, zu dem bisher 13 Nationen, und zwar Bulgarien, Dänemark, Deutschland, Frankreich, Italien, Lettland, Litauen, Norwegen, Oesterreich, Portugal, Rumänien, Schweden und Ungarn ihre Teilnahme angemeldet haben. Jedes Land stellt 10 Meisterspieler, — das Turnier wird damit zur größten Schachveranstaltung, die bisher durchgefuhrt wurde. Der Grohdeutsche Schachbund hat zur Vorbereitung der deutschen Teilnehmer ein Schachtrainingslager in Bad Saarow (Mark) errichtet. An diesem Trainingslager nehmen Admiral von Hennig- Kiel, die Berliner Pahl, Rellstab, Czach und Weichert, Rogmann - Bochum und Michel- Nürnberg teil. Die Leitung des Lagers hat der Berliner Meisterspieler und Reichstrainer Willi Schlage. Zu den Lehrkräften gehört auch der ehemalige Weltmeister A l j e ch i n, der an der Schach
olympiade selbst als Dertrpter Frankreichs teilnehmen wird.
Der Berliner Slaalslhealer-Jnlendank Gustaf Gründgens zum preußischen Staatsrat ernannt.
Ministerpräsident Generaloberst Göring hat den Intendanten des Preußischen Staatlichen Schauspielhauses in Berlin, Gustaf Gründgens, wegen seiner Verdienste um die deutsche Kunst zum Preußischen Staatsrat ernannt und folgendes Schreiben an ihn gerichtet:
„Mein lieber Intendant Gründgens! Nachdem vor einigen Wochen der Führer und Reichskanzler Ihnen für Ihre Leistungen als Intendant, Regisseur und Schauspieler Worte tiefster Anerkennung ausgesprochen hat, ist es auch mir ein Bedürfnis, Ihnen meinen Dank und meine Anerkennung zu beweisen. Ich berufe Sie mit dem heutigen Tage in
den Preußischen Staatsrat. Ich vollziehe diese Berufung in dankbarer Würdigung Ihrer Arbeit, mit welcher Sie das Preußische Staatliche Schauspielhaus zur führenden Bühne Deutschlands gemacht haben. Ich weiß, daß neben der hervorragenden Mitwirkung des ausgezeichneten Ensembles es in erster Linie Ihrer unermüdlichen Einsatzbereitschaft zu danken ist, wenn heute das Staatsschauspielhaus wieder die Stellung erreicht hat, die diese Bühne zum Vorbild aller deutschen Theater macht. Mlt dieser Ernennung zum Preußischen Staatsrat bringe ich aleichzeitig zum Ausdruck, wie wichtig im nationalsozialistischen Staat die Pflege der darstellenden Kunst ist. Sie sollen weiter an der Förderung dieser Kunst mitarbeitend und mitratend in diesem Amte mir zur Seite stehen.
Heil Hitler!
Hermann Göring, Ministerpräsident. *
DieerüeMrdamelika-Fchrtdesll.„!ömdenburg"
Ganz Amerika verfolgt den Klug mit gespannter Erwartung.
Nächtlicher Start.
Friedrichshafen, 6. Mai. (DNB.) Das Luftschiff „Hindenburg" ist am Mittwoch um 21.30 Uhr zu seiner ersten Nordamerikafahrt gestartet. Das Luftschiff passierte Koblenz und Köln und verließ um 1.50 Uhr holländischer Zeit das niederländische Gebiet bei Vlissingen.
Um 20.35 Uhr gab Kapitän P r u ß das Kommando „Fallreep hoch! Zuschauer die Halle räumen!" Nach Abgabe von Wasserballast verläßt das Luftschiff die Halle. Nachdem das Luftschiff aus seiner Verankerung gelöst, in die Windrichtung gedreht worden ist, hebt sich LZ. „Hindenburgs um 21.30 Uhr unter den Klängen des Deutch- land-Liedes, das die Menge angestimmt hat, zum nächtlichen Himmel empor. An der Ueberfahrt nehmen 51 Fahrgäste teil. Unter ihnen ist der bekannte australische Polarforscher Sir Hubert Milkins mit Gattin.
Wie Kapitän Lehmann mitteilte, sind die Wetteraussichten bis jetzt sehr günstig. Eine genaue Route läßt sich jedoch noch nicht festlegen.
Das Luftschiff führt an Bord Rettungsboote, sogenannte „Marcksche Auftriebe" mit. Es handelt sich insgesamt um 50 Quadratmeter Floß- fläche. Die Schwimmkörper bestehen aus wasserdichtem Zeltstoff, sind wie Zeltbahnen zusammenlegbar und mit Gas gefüllt. Sobald sie das Wasser berühren, dehnt sich das Gas aus und aus jedem Schwimmkörper entsteht ein festes Floß. — Unter den Frachtgütern befinden sich Rheinwein, bayerisches Bier und Filme. An Post befördert das Luftschiff über 200 000 Briefe.
Außerordentliches Interesse in LSA
Washington, 7. Mai. (DNB.-Funkspruch.) Der Start des LZ „Hindenbur g" wurde in ganz Amerika durch Radio von der National Broadcasting Co. verbreitet und war wunderbar klar zu verstehen. In der Bundeshauptstadt Washington hofft man, daß das deutsche Riesenluftschiff
hier einen Besuch abstatten wird. Zum Empfang in Lakehurst werden sich Vertreter der Botschaft, geführt von General von Bötticher sowie vom Generalkonsul von Neuyork, einfinden.
In größter Aufmachung berichtete die gesamte amerikanische Presse über den Start des Luftschiffes „Hindenburg". Die Blätter bekunden damit das außerordentliche Interesse, das das amerikanische Volk dem Flug über den Nordatlantik entgegenbringt. Nach einer eingehenden Schilderung aller Einzelheiten des Abfluges weisen die Zeitungen besonders aus die Tatsache hin, daß dieser Amerikaflug trotz früherer Ueberquerungen des Atlantiks durch Luftschiffe den er st en Flug im Rahmen eines kommerziellen Verkehrsdienstes nach den Vereinigten Staaten darstelle.
Die Marineluftstation in Lakehurst ist zur Zeit der Mittelpunkt der regen Tätigkeit für den Empfang des Luftschiffes. Kapitän Rosendahl erklärte: „Ich glaube noch immer an Luftschiffe für Marine- und Handelszwecke. Wir freuen uns, wiederum ein Luftschiff im aktiven Dienst hier zu sehen, und ich glaube, daß der Besuch des Luftschiffes nicht nur die Ausbildung des Personals unterstützen, sondern auch Verbesserungen in bezug auf die technische Handhabung und andere wertvolle Erfahrungen für uns abgeben wird."
Die Verwaltung der American Air Lines traf Anstalten für einen Flugzeugpendelverkehr zwischen Neuyork und Lakehurst für die Fahrgäste, die Post und die Eilgüter des L. Z. „Hindenburg". Um einen neuen Weltrekord auf der Strecke Deutschland—Küste des Stillen Ozeans aufzustellen, geht sofort nach der Ankunft der „Hindenburg" für die Fahrgäste ein Flugzeug des amerikanischen transkontinentalen Verkehrs von Lakehurst ab. Die Luftbehörden rechnen damit, daß die Flugzeit von Friedrichshafen bis Los Angeles (Kalifornien) auf diese Weise höchstens drei Tage betragen wird. Die Ankunft des Luftschiffes wird der amerikanischen Oeffentlichkeit von dem berühmten amerikanischen Kriegsflieger und Rekordinhaber Kapitän R i ck e n b a ck e r, der dem L. Z. „Hindenburg" entgegenfliegen wird, vom Flugzeug aus durch Rundfunkübertragung beschrieben.
Aus aller Welt.
Das Berliner Baugrubenunglück vor Gericht.
Im Berliner Bauunglück-Prozeß gab es einen neuen Zwischenfall. Der Vorsitzende verlas ein von dem Verteidiger Weyhers eingeganqe- nes Schreiben, wonach er die Verteidigung niederlegt. Weyher erklärte darauf, daß ihn dieser Entschluß außerordentlich schwer treffe. Er bitte, daß man ihm seinen Verteidiger weiter belasse, zumal er ohnehin kaum noch verhandlungsfähig sei. Der Vorsitzende bemerkte, daß es in seinem eigenen Interesse liege, durchzuhalten. Weyher kam noch einmal auf die schweren Verdächtigungen zurück, die von dem Mitangeklagten N o t h gegen ihn erhoben worden sind, und stellte fest, daß er sich frei von jeder Schuld fühle. Nach kurzer Pause verkündete der Vorsitzende den Beschluß, daß der bisherige Wahlverteidiger Weyhers diesem als Pflichtverteidiger beigeordnet wird. Zum Schluß der Angeklagtenvernehmung äußerte sich noch einmal Direktor Hoffmann von der Berlinischen Baugesellschaft; er sei des Glaubens gewesen, daß der Bau in der Hermann-Göring-Straße in derselben
mustergültigen Weise durchgeführt werde, wie das im Bauabschnitt Tieckstraße der Fall war. Bei seinen Besuchen in der Baugrube habe er immer wieder feststellen müssen, wie umsichtig und verantwortungsvoll Noth gearbeitet habe. Hoffmann will seinem Bauleiter Noth geliefert haben, was dieser an Material anforderte, und nicht gewußt haben, daß die gelieferten Abstützungen zu kurz waren.
Dann wurde mit der Zeugenvernehmung begonnen. Erster Zeuge war ein 27jähriger Tischler F., der zur Schachtkolonne des ums Leben gekommenen Schachtmeisters Dünke gehörte. Er hatte den Auftrag erhalten, während der Mittclys- pause in der Grube zu bleiben, um das vorn Bagger geschaufelte Loch aufzufüllen, da in den Nachmittagsstunden eine Kommission die Grube besichtigen wollte. Plötzlich hörte er einen furchtbaren Krach und es wurde alles dunkel. Ein Arbeitskamerad rief ihm zu: „Lauf, lauf!" Nun stürzte er nach dem Potsdamer Platz zu davon. So kam er aus der Gefahrenzone und konnte sich unversehrt ans Tageslicht retten. Zur Zeit des Unglücks war man mit Planierungsarbeiten auf der untersten
Sohle beschäftigt, um die Betonierung vorzubereiten. Eine genaue Angabe über die Tiefe der Aus- schachtuna kann der Zeuge nicht machen. — Der nächste Zeuge, Walter K., war mit dem ersten Zeugen zusammen mit dem Auffüllen des Bagger- lochs beschäftigt. Auch er ist auf den Zuruf eines Arbeitskameraden fortgelaufen, als der Bagger sich vornüber neigte und in das von ihnen geschaufelte Loch abrutschte.
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Der bisherige Vizepräsident und Chef des Stabes Generalleutnant a. D. von Rocques wurde zum Präsidenten des R e i ch s l u f t s ch u tz b u n- des ernannt. Der bisherige Präsident Generalleutnant a. D. W r i m m e wurde zum Ehrenpräsidenten des RLB. ernannt. — (Scherl-Bilderdienst-M.)
Der Führer und Reichskanzler ernannte den bisherigen Stellvertretenden Chef der Gendarmerie, Oberst der Gendarmerie von Kamptz, zum G e - neral der Gendarmerie. General v. Kamptz übernahm damit endgültig die Dienstgeschäfte des Chefs der Gendarmerie. — (Scherl-Bilderdienft-M.) Neuaufnahme ehemals ausgeschlossener Mitglieder der Deutschen Arbeitsfront.
NSG. Den ehemaligen Mitgliedern der Deutschen Arbeitsfront, die vor dem 11. Januar 1936 rechtskräftig ausgeschlossen wurden und die Frist für Anträge auf Neuaufnahme nicht gewahrt haben, haben nur noch auf dem Gnadenwege Aussicht auf Neuaufnahme in die Deutsche Arbeitsfront. Anträge müssen beim Ober st en Ehren- und Disziplinarhof der DAF. in Berlin eingereicht werden. Die einzelnen Fälle werden überprüft und gegebenenfalls die betreffenden Antragsteller dem Reichsleiter der Deutschen Arbeitsfront zur gnadenweisen Aufnahme in die DAF. oorgeschlagen.
Opferschiehen der allen Soldaten.
NSG. Auf Anregung des Bundesführers des Deutschen Reichskriegerbundes (Kyffhäuserbund) e. V., Oberst a. D. Reinhard, wurde innerhalb der Landesverbände des Kyffhäuserbundes ein Schießen für das Winterhilfswerk durchgeführt. Die zur
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Beachten Sie untere Veröffentlichung' Freitag" den 8. Mai!
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